Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Ö1 Journal um fünf

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

Mut zur Menschlichkeit. "Was werden wir unseren Enkeln erzählen?", fragt die Schauspielerin Katharina Stemberger, angesichts von Menschen, die täglich vor unseren Augen ertrinken und erfrieren Weltweit werden Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, weil sie zu Hause nicht mehr leben können. Ein relativ kleiner Teil schafft es bis vor die Tore Europas. "Und wir schauen zu, wie auf den Inseln, wo wir gerne Urlaub machen, Internierungslager entstehen, und Menschen vor unseren Augen täglich ertrinken und erfrieren, dann frag ich mich: Was werden wir unseren Enkeln erzählen?", fragt die Schauspielerin Katharina Stemberger. Sie hat mit Kolleginnen und anderen Prominenten die Aktion "Courage - Mut zur Menschlichkeit" gegründet und fordert, Menschen aus dem abgebrannten Lager Moria aufzunehmen. Über die Wurzeln und Gründe für ihr Engagement und über Begegnungen mit den Menschen in den Flüchtlingslagern auf Lesbos, die sie gemeinsam mit dem katholischen Bischof Hermann Glettler vergangenen Dezember besucht hat, erzählt Katharina Stemberger in ihren "Gedanken für den Tag".

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Ulla Pilz. Zwei Geburtstage und der (meteorologische) Frühlingsbeginn. Im Morsecode steht der Rhythmus ta-ta-ta-taa, mit dem Beethovens Fünfte anfängt, für den Buchstaben V wie Victory; im zweiten Weltkrieg wird er deshalb zum Symbol der Alliierten. Es kann also kaum ein Zufall sein, wenn die polnische Komponistin Grazyna Bacewicz 1943 ein besonders kraftvolles und optimistisches Werk komponiert, das von diesem Rhythmus durchdrungen ist.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Die Tierärztin Fabia Wyss vom Zoo Basel erzählt über die Flamingos. Teil 1: Das Rätsel der Färbung Gestaltung: Anja Petersen Flamingos sind gesellige Vögel. In freier Wildbahn leben sie oft in riesigen Kolonien mit Tausenden von Tieren. Einer der bekanntesten Nistplätze in Europa liegt in der Carmargue im Süden Frankreichs. Dort sind die Tiere mit dem leuchtend roten Federkleid schon von weitem zu erkennen. Die Vögel tragen nicht von Anfang an ein buntes Federkleid. Die Küken sind nach dem Schlüpfen graubraun. Erst wenn sie geschlechtsreif werden, bekommen die Tiere ihre charakteristische Färbung. Der Grund dafür ist die Nahrung: Auf dem Speiseplan wild lebender Flamingos stehen Algen und kleine Krebse, die bestimmte Farbpigmente enthalten, durch die das Gefieder rosa wird. In Zoos, wo sie diese natürliche Nahrung nicht haben, wird ihnen ein spezielles Ersatzfutter verabreicht. Sonst würden die Vögel nach und nach ausbleichen. Eine Besonderheit der Flamingos ist die Ernährung der Küken. Beide Elternvögel füttern ihre Jungen mit einem in der Speiseröhre produzierten Nährsekret, das der Milch von Säugetieren ähnelt. Erst nach etwa zwei Monaten ist der Schnabel der Jungtiere so weit entwickelt, dass sie selbst Nahrung aus dem Wasser filtern können.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Zukunft Wald

Potential für kommende Generationen (1). Gestaltung: Kim Cupal und Nikolaus Scholz Der Wald gilt für viele als Hoffnungsträger gegen den Klimawandel. Denn gesunde, bewirtschaftete Wälder dienen uns als CO2 Speicher und unterstützen mit einer Vielfalt an Bodenlebewesen die langfristige Bindung des Kohlenstoffs im Waldboden. Doch seine Stabilität und Widerstandskraft ist abhängig von einer artenreichen Fauna und Flora. Und gerade diese geht zunehmend verloren. Denn nach wie vor bestehen mehr als die Hälfte der österreichischen Wälder aus reinen Fichtenwäldern. Die zunehmende Trockenheit, der Borkenkäfer, die Windbrüche setzen den Monokulturen massiv zu, ebenso die Nonnen-Raupe, die bevorzugt Kiefer- und Föhrenwälder schädigt, sowie zahlreiche Pilze. Daher ist der Wald heute von Naturkatastrophen und Schädlingen in Mitleidenschaft gezogen und wohl selbst der größte Verlierer des Klimawandels. Von den heimischen Nadelbaumarten erscheint vielerorts noch die Kiefer als am besten gegen den Klimawandel gewappnet. Im Laubwald könnte währenddes die bislang regierende Buche von den Trauben- und Stieleichen überholt werden. Eine bislang unterschätzte Baumart, die sogar unter enormen Trockenstress nicht mit der Photosynthese aufhört und von der Schwäche der anderen profitiert. Eine Alternative, um klimastabile Wälder zu schaffen, bietet auch die Einführung bislang nicht heimischer Baumarten. Vor allem die Douglasie, die Küstentanne und Roteiche, vielleicht auch die Baumhasel und Esskastanie oder die türkische Tanne gelten als vielversprechend. Im Nationalpark Kalkalpen und zahlreichen anderen europäischen Schutzgebieten hat sich in den vergangenen Jahren die ?Tu Nichts' - Philosophie durchgesetzt: Von den 21.000 Hektar Nationalpark Kalkalpen sind aktuell rund 400 Hektar Naturwald - hier darf sich der Wald gänzlich ohne menschliches Eingreifen entfalten. Somit werden die Fichten ihrem sicheren Tod überlassen und zurück bleiben nur mehr skelettartige Monumente auf verödeten Flächen. Doch was auf den ersten Blick nach Wüste aussieht, ist der Anfang neuen Lebens. Junge Buchen, Tolkirschen, Türkenbundlilien und seltene Orchideenarten wie den Frauenschuh finden hier Licht und Platz, um zu gedeihen. Wie ist es um den Wald der Zukunft bestellt, und welche Wege beschreiten die Waldbesitzer und Förster, diese ökologische wie ökonomisch Ressource für die kommenden Generationen gesund zu erhalten?

09.30 Uhr
Radiokolleg - Positionen in der Kunst

Viktor Rogy (1). Gestaltung: Thomas Mießgang *Viktor Rogy - Der Universalprovokateur * Selbst im Kontext der Außenseiter ist Viktor Rogy noch eine Randposition: Der 1924 in Arnoldstein geborene und 2004 in Klagenfurt gestorbene Künstler war, wie so viele seiner Generation, ein Multi-Artist, der die Grenzen der ästhetischen Produktion verschieben und seine Disziplin mit provokanten Auftritten revolutionieren wollte. Er betätigte sich als Lyriker, Bildhauer, Post-Dadaist, Ausdruckstänzer und Körperkünstler - allerdings vorwiegend im regionalen Rahmen der Kärntner Szene, die sein häufig lautstarkes und verhaltensauffälliges Wirken mit einer Mischung aus Belustigung und Abscheu aufnahm. Weltberühmt war Viktor Rogy nur einmal: Im Jahr 2000 hängte er, nach der Ernennung der schwarz-blauen Bundesregierung unter Wolfgang Schüssel, in einem Klagenfurter Café Bilder sämtlicher Minister auf. Das Besondere daran: Jeder wurde mit einem Hitler-Quadratbärtchen übermalt und erhielt auch eine Haartolle im Stile des ´Führers`. Allgemeine Aufregung war die Folge, der damalige Landeshauptmann Haider reichte Klage wegen Ehrenbeleidigung ein und internationale Zeitungen wie El Pais oder die New York Times berichteten über die Aktion. Viktor Rogy hatte Zeit seines Lebens eine durchaus zweifelhafte Reputation: Er galt als Wirtshauskrakeeler, der einer Rauferei nie abgeneigt war und als Störenfried, der sich mit Auftritten im öffentlichen Raum immer wieder in die Kärntner Lokalpolitik einmischte. Aber eben auch als ideenreicher Konzeptkünstler und ästhetischer Minimalist, dessen Visionen so groß waren wie sein Werk schmal geblieben ist. Dabei war dem Sprössling einer sozialdemokratischen Eisenbahnerfamilie eine Laufbahn in der Kunst nicht vorbestimmt: Im Zweiten Weltkrieg schlug er sich mit viel Geschick als Simulant durch, danach arbeitete er als Maurer und Stukkateur. Unter dem Einfluss des deutschen Mystikers Bo Yin Ra versuchte er sich lange Jahre als Poet. Erst in den 1960er Jahren fand er seine endgültige Berufung: Zuerst als minimalistischer Bildhauer und Schöpfer von Installationen, dann auch als Aktionist, der aus Kunst, Leben und Politik gleichermaßen schöpfte, um das saturierte Milieu in seinem Heimatbundesland aufzumischen. Zu dieser Zeit hatte Viktor Rogy im Gartenhaus der Erbvilla von Maria Lassnig in Klagenfurt, seinem "Schloss Sorglos", Unterschlupf gefunden, das er mit Duldung der berühmten Malerin drei Jahrzehnte lang bis zu seinem Tod bewohnte. An seinen prekären Verhältnissen änderte das wenig: Rogy blieb ein existentieller Grenzgänger, nahe am Exzess gebaut, der gerade so viele Arbeiten an einen überschaubaren Sammlerkreis verkaufen konnte, dass sein Überleben gesichert war. Um das Herstellen von materiellen Werken sei es jedoch gar nicht in erster Linie gegangen, erläutert der Autor Wolfgang Koch, der im vergangenen Jahr eine umfangreiche Biographie über Viktor Rogy herausgebracht hat: "Für ihn war es schon ein Akt der Kunst, sich zu einer Figur zu stilisieren."

09.45 Uhr
Radiokolleg - Was ist Clubkultur?

Vier Modelle aus Österreich (1). Gestaltung: Stefan Niederwieser Was ist Clubkultur. Den Begriff führen mittlerweile Kuratorinnen genauso im Mund wie Bohèmiens, Staatssekretärinnen und Eventmanager. In Clubs und um sie haben sich zahlreiche Musikstile und Genres entwickelt. Zudem waren sie Keimzellen sozialen Wandels. Denn in ihnen waren Klasse und Hautfarbe für einige Stunden ausgehebelt. Sie erschufen utopische Singularitäten. Dieser Moment wurde kultiviert und verfeinert. In Clubs wird gefeiert. Doch das ist lediglich ein hübscher Nebeneffekt. Mindestens genauso zählen die Musik, die Art wie sichergestellt wird, dass sich alle wohlfühlen, oder das Spiel mit der eigenen Identität. Clubs bieten dafür einen kontrollierten Rahmen. Das soziale und ästhetische Design dieses Ortes ist Clubkultur. In Clubs finden Subkulturen einen Raum - wenn etwa eine Gemeinschaft eigene Regeln dafür aufstellt, was guter Geschmack ist und was Anerkennung verdient. Am deutlichsten lässt sich das in Österreich in einigen städtischen Außenbezirken beobachten. Die Namen der Musiker, die dort in Clubs auftreten oder von einem DJ gespielt werden, sind bei der Mehrheitsbevölkerung kaum bekannt. Kulturelles Kapital will an diesen Orten anders verdient werden. Auch dort, wo sich lesbische, schwule oder queere Menschen gerne zum Feiern treffen, gilt es sich anders auszuprobieren und sich zu behaupten. In anderen Teilen der Clubkultur werden kapitalistische Zwänge unterlaufen. Und auch Hip Hop galt einmal als eine Musik der Entrechteten. In diesem Radiokolleg werden vier Modelle näher betrachtet, die heterotopische Momente für ihre Community schaffen. Stefan Niederwieser gibt Einblicke in Techno, Hip Hop, queere und migrantische Clubkultur in Österreich. In Szenen also, die eine Pandemie zu zerstören droht.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Ursula Strubinsky. Die Musik von Carl Czerny "Mit steifen, ungelenken Fingern kann man eben so wenig gut Fortepiano spielen, als man mit steifen Füssen gut tanzen kann. Die Geläufigkeit ist eine der Hauptbedingungen des Clavierspiels." Diese Worte richtete Carl Czerny an Fräulein Cäcilie, die sich dazu entschlossen hatte, bei dem gefragtesten Klavierlehrer ihrer Zeit Unterricht zu nehmen. Die Geläufigkeit und Fingerfertigkeit seiner zahlreichen Schülerinnen und Schüler - darunter auch Franz Liszt - waren dem gebürtigen Wiener offenbar eine Herzensangelegenheit. Er schrieb eine Fülle von didaktischen Klavierstücken, die sich so gut bewährt haben, dass sie noch heute im Unterricht verwendet werden. Carl Czerny war selbst ein hervorragender Pianist, hatte er doch bei keinem Geringeren als Ludwig van Beethoven studiert. Eine Laufbahn als Klaviervirtuose verfolgte er aber nicht, sondern war lieber als Pädagoge und als Komponist tätig. An die 1.000 Opera hat er geschaffen, darunter finden sich 24 Messen, 4 Requien, Symphonien, Konzerte und Kammermusik. Am 21. Februar jährte sich sein Geburtstag zum 230. Mal.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

Ex libris - Nachlese "Kalmann" von Joachim B. Schmidt Es liest Timo Weisschnur Gestaltung: Peter Zimmermann

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Hugo Portisch: Wie man die Welt erklärt Gestaltung: Stephan Pokorny "Meine Geschichte folgt der Zeitgeschichte, nimmt Bedacht auf das jeweilige Geschehen in Österreich und in der Welt. So wechseln die Schauplätze meines Lebens mit den Schauplätzen des Weltgeschehens, aber auch meine jeweiligen beruflichen Aufgaben. Bei all diesen bin ich immer eines geblieben: Journalist." In diesem "Menschenbild" (Gestaltung: Johann Kneihs), das im September 2017 erstmals ausgestrahlt wurde, erzählt Hugo Portisch von seinen prägenden Jugendjahren, von seinen Reisen und Erfahrungen bei der Arbeit und der nur durch gelegentliche Buchveröffentlichungen unterbrochenen Zeit nach dem Berufsleben, vor allem in der Wahlheimat von Gertraude und Hugo Portisch, der Toskana.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Katharina Hirschmann. Linus Roth hat gemeinsam mit José Gallardo ein Album eingespielt, das die Laune heben soll. Es ist ein guter Zeitpunkt fürs Tanzen. Ungestört von fremden Blicken kann man die Zurückgezogenheit in die eigenen vier Wände nutzen und sich der Musik voll und ganz hingeben. Das dachte sich wohl auch der deutsche Geiger und zweifache Echo-Klassik Preisträger Linus Roth. Gemeinsam mit seinem langjährigen Partner José Gallardo am Klavier hat er daher kurzerhand ein Album eingespielt, das einige seiner liebsten Stücke für Geige und Klavier vereint: allesamt Tänze. Bartók, Strawinsky, Piazzolla, Szymanowski. Sie alle haben den Weg auf dieses Album gefunden, das ein sehr persönliches geworden ist und Schwermut und Lebensfreude zugleich versprüht.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

Warum der Zugang zu Wissen gerechter werden muss. Gäste: Univ.-Prof. Mag. Dr. Barbara Herzog-Punzenberger, Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck und Dr. Christoph Paret, Institut für Philosophie, Universität Wien. Moderation: Marlene Nowotny Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79 E-Mails an punkteins(at)orf.at Die Bildung ist ein zentraler Faktor im Leben eines Menschen: Je höher der Bildungsstand, desto höher das Einkommen, desto besser die Gesundheit, desto länger die Lebenserwartung. Wer einen höheren Bildungsabschluss hat, ist seltener von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen, sozial seltener ausgegrenzt und liegt auch bei der politischen Teilhabe weiter vorne. Dem Thema "Bildung als Lebensmittel" widmet sich in diesem Jahr auch das Symposium Dürnstein, heuer erstmalig online stattfindet und frei zugänglich ist. Bildungsvorteile werden in Ländern wie Österreich vererbt: Bildungsarmut betrifft vor allem Kinder aus Familien, die tatsächlich mit Armut zu kämpfen haben oder zumindest sozio-ökonomisch schlechter gestellt sind, darunter oft Familien mit Migrationshintergrund. Bei der Chancengleichheit im Bildungssektor und der Vermeidung von Bildungsarmut besteht in Österreich akuter Handlungsbedarf. Dennoch hat sich die Chance auf einen Hochschulzugang für junge Menschen aus "bildungsfernen" Elternhäusern in den vergangenen Jahren kaum verbessert. Die Coronavirus-Pandemie und die Fernlehre haben das Problem der Bildungs- und Chancenungleichheit noch einmal deutlicher gemacht, auch an den Universitäten. Die Hochschulreformen der vergangenen Jahre haben den schnellen Studienabschluss zum erklärten Ziel gemacht und die Universitäten selbst einer fortlaufenden Ökonomisierung unterworfen. Wie verändert das unser Verständnis von Bildung? Wie sollten Schulen und Universitäten funktionieren, um möglichst gerecht und offen zu sein? Und warum wäre Bildungsgerechtigkeit wichtig für unsere Gesellschaft? Über diese Fragen spricht Marlene Nowotny mit der Bildungsforscherin Barbara Herzog-Punzenberger von der Universität Innsbruck und dem Philosophen Christoph Paret von der Universität Wien. Rufen Sie in der Sendung an und reden Sie mit unter 0800 22 69 79 kostenlos aus ganz Österreich oder Sie schreiben uns Ihren Beitrag per E-Mail an punkteins(at)orf.at

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. Budapest String; Borbála Dobozy, Cembalo. Carl Philipp Emanuel Bach: Sinfonia B-Dur * Johann Sebastian Bach: Cembalokonzert Nr. 7 g-Moll * Wilhelm Friedemann Bach: Sinfonia in F * Joseph Haydn: Cembalokonzert G-Dur * Michael Haydn: Symphonie in G (aufgenommen am 16. Juli 2016 im ehemaligen Marionettentheater des Schlosses Esterháza in Fertöd in Ungarn im Rahmen des "Haydn Festival 2016"). Präsentation: Gerhard Hafner Johann Sebastian Bach hatte zwanzig Kinder. Vier Söhne wurden, vom Vater ausgebildet, Komponisten und beschritten ganz unterschiedliche Wege. Auch der Bruder von Joseph Haydn, Michael war ein gefeierter Komponist seiner Tage. Bei einem Konzert im Rahmen des "Haydn Festival 2016" stellten die ungarische Cembalistin Borbála Dobozy und das Ensemble Budapest Strings Musik der beiden Haydn-Brüder Werken von Johann Sebastian Bach und dessen beiden Söhnen Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel gegenüber.

15.30 Uhr
Moment

Der Garten, die Schreiblust und ein Aufruf. Schreiben Sie Gartengeschichten Ö1 und die Internet-Plattform "story.one" laden Sie ein, bis zum 25. April eine Kurzgeschichte zu schreiben. Das Thema: "Der Garten - (m)ein Paradies". Das Motto: Jeder Mensch hat ein Stück Grün, und wenn es nur ein Blumenkistl ist, ein Lieblingsbaum im Park oder ein Garten von früher. Eine Jury wählt 17 Texte aus - so viele, wie in ein Buch passen. Auszüge werden in Ö1-Sendungen und am Ö1-Gartentag präsentiert. "Moment" berichtet über die Aktion und warum die Geschichten-schreibende Fangemeinde von "story.one" größer wird. Gestaltung: Andrea Hauer Randnotizen: Barbara Zeithammer

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Rudi und die Dichtkunst Rudi ist verzweifelt. Er soll als Hausaufgabe ein Frühlingsgedicht schreiben. Aber reimen war noch nie seine Stärke und ihm fallen immer nur die gleichen vier Wörter ein: Haus, Maus, Laus, aus. So kommt er nicht weiter und er wobbelt zum Kinderbuchautor und Reimkönig Heinz Janisch. Er hat vor Kurzem den Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreis bekommen und kann Rudi bestimmt bei seinem Vierzeiler weiterhelfen. Heinz Janisch: "Ich hab' für mich drei Tricks gefunden, wie man Reime machen kann. Vielleicht funktioniert das auch für dich, Rudi. Ich mach' gerne einen Wortstern, spiel' gern Wolkenkino oder Wortdetektiv." Gestaltung: Kathrin Wimmer

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Passagen

Aus dem RadioKulturhaus Wien Michael Köhlmeier und Hans Theessink Bearbeitung: Robert Weichinger Ob Billy the Kid, der Bandit Jesse James, Wyatt Earp und Doc Holliday oder John Wesley Hardin - der Wilde Westen, der seine Ideen von Freiheit und Abenteuer in die ganze Welt hinausgetragen hat, brachte viele Helden hervor. Begleitet von dem Gitarrensound und der Stimme von Hans Theessink wird Köhlmeier, der für seine Sagen- und Märchenerzählungen bekannt ist, den Legenden dieser Revolverhelden auf den Grund gehen. Nach "Tom Sawyer Huckleberry Finn", "Woody Guthrie" und "Der Teufel. Eine Biografie" ist "Westernhelden" bereits die vierte Zusammenarbeit der beiden Künstler.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Rainer Elstner. Liebe und Revolution. Das neue Album von Ani DiFranco Die US-amerikanische Singer-Songwriterin und feministische Aktivistin Ani DiFranco stellt mit "Revolutionary Love" drei Arten von Liebe in den Mittelpunkt: die Liebe zu sich selbst, zu anderen und die Liebe zum Feind. Musikalisch zeigt sich Ani DiFranco gewohnt vielfältig, diesmal gewürzt mit einem kräftigen Schuss Jazz. "Revolutionary Love" ist ihr 22. Album, erschienen auf ihrem eigenen Label Righteous Babe Records.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zur Geschichte des Impfens mit: Marcel Chahrour, Medizinhistoriker und Museumspädagoge Gestaltung: Hanna Ronzheimer Kaum eine Impfung ist in den vergangenen Jahrzehnten so heftig diskutiert worden wie die gegen Covid19. Impfskeptiker sind allerdings kein neues Phänomen. Es gibt sie seit der Einführung der ersten künstlichen Immunisierungen vor 300 Jahren. Im Jahr 1720 hatte man die Technik der "Einimpfung" oder "Variolation" aus dem Osmanischen Reich nach Europa geholt. Knapp 80 Jahre später erfand der englische Arzt Edward Jenner die Kuhpockenimpfung. Denn Kühe bekamen eine Form von Pocken, die für den Menschen ungefährlich war. Erkrankten Menschen an Kuhpocken, waren sie immun gegen die schwere Form der sogenannten "Menschenpocken". Tausende Österreicherinnen waren um 1800 an den lebensgefährlichen Pocken erkrankt, darunter besonders viele Kinder. Kaiserin Maria Theresia hatte drei ihrer Kinder an den Pocken verloren, auch sie selbst war 1767 daran erkrankt gewesen. Am 10. Dezember 1800 impfte man zum ersten Mal massenweise Wienerinnen und Wiener mit der neuen Kuhpocken - Methode. Doch einer der berühmtesten Ärzte Wiens war der Meinung, dies sei ein unzulässiger Eingriff in den Willen Gottes. Andere fürchteten, sich mit dem Kuhpocken-Impfstoff in Kühe zu verwandeln. Die Skepsis blieb und war nicht immer unbegründet: Die Impfeuphorie mancher Ärzte führte dazu, dass noch bis 1820 Menschen starben, weil man plötzlich glaubte, auch die Pest mit demselben Prinzip besiegen zu können.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Viele New Yorker und New Yorkerinnen geben nicht auf, sondern wagen einen Neubeginn. Gestaltung: Antje Passenheim (ARD) Krisen und schwere Zeiten sind für die amerikanische Millionenmetropole New York nichts Neues: Da gab es die Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren, den Pleite- und Drogenkollaps in den 1970ern, die Terroranschläge vom 11. September 2001 und die schwere Bankenkrise 2008, die den wichtigsten Finanzplatz der USA besonders mitgenommen hat. Doch nichts hat New York so getroffen wie die Corona-Pandemie. Die Infektions- und Todeszahlen waren hier zu Beginn der Pandemie so hoch wie nirgendwo sonst in den USA, der für die Stadt so wichtige Tourismus liegt noch immer komplett lahm, viele Restaurants und Bars haben nach dem ersten Lockdown nicht mehr geöffnet; die brodelnde Stadt ist nicht wiederzuerkennen. Viele Menschen haben die Stadt verlassen, aus Angst vor einer Ansteckung oder weil sie sich das Leben hier schlicht nicht mehr leisten konnten. Doch Big Apple ist unverwüstlich. Mit Mut, Kreativität und Zusammenhalt versuchen viele derzeit, in der enormen Krise eine Chance zu sehen und ihre Stadt nach diesem harten Jahr wieder aufzurichten.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Die Kunst des Endens Letzte Sätze der Literatur Von Marc Bädorf und Konstantin Schönfelder Den letzten Sätzen wird viel weniger Aufmerksamkeit zuteil als Romananfängen. Dabei hat auch der letzte Satz eine Sonderstellung. Schriftsteller und Autorinnen feilen oft lange daran. Zum Weiterlesen muss der letzte Romansatz nicht verführen, dafür das Erzählte abschließen. Wer behauptet, dass dies einfacher sei als zu beginnen, habe keine Ahnung von den wirklichen Problemen des Schreibens, meint der Historiker und Autor Ulrich Raulff, der einige Jahre das Marbacher Literaturarchiv leitete. Der letzte Satz kann eine Geschichte abwürgen, wenn er zu früh kommt. Ist das häufigere Gegenteil der Fall, macht der Leser selbst ein vorzeitiges Ende. Fühlt sich die Leserin in der Lektüre vollkommen aufgehoben, soll der letzte Satz am besten niemals kommen. Aber ein Satz muss immer der letzte sein in einem Roman. Bloß welcher?

19.30 Uhr
On stage

Diknu Schneeberger Trio und Christian Bakanic bei Jazzliebe/ljubezen 2020 Im Alter von 14 Jahren absolvierte der Wiener Gitarrist Diknu Schneeberger seinen ersten öffentlichen Konzertauftritt und war an einer ersten CD-Aufnahme beteiligt. Inzwischen hat der 31-Jährige den Nimbus des "Wunderkinds" abgestreift und sich zu einem gereiften Musiker entwickelt. Was sich 2019 auch in der Neubesetzung von Diknu Schneebergers Trio niederschlug: Martin Heinzle löste Vater Joschi Schneeberger am Kontrabass ab, Julian Wohlmuth folgte Martin Spitzer, Diknus Lehrer und Mentor, als Rhythmus-Gitarrist nach. Am 22. Oktober 2020 gastierte das neue Trio in der Kulturhalle im südoststeirischen Baumgarten bei Gnas, wobei mit Akkordeonist Christian Bakanic ein prominenter Gast das Ensemble zum Quartett erweiterte. Gemeinsam bot man virtuosen, spritzigen Sinti-Swing in der Nachfolge Django Reinhardts, aber auch Kompositionen aus dem Repertoire des Duke Ellington Orchestra sowie aus eigener Feder. Ein begeistert aufgenommener Konzertabend im Rahmen des Festivals Jazzliebe/ljubezen! Gestaltung: Jörg Duit

21.00 Uhr
Ex libris

Bücher, Menschen, Themen

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Ensemble CrossNova: Unlimited Gestaltung: Stephan Pokorny Grenzen gibt es überall und in verschiedensten Formen: Von der Privatsphäre des Individuums über soziale Unterschiede innerhalb einer Gesellschaft bis hin zu geographischen Barrieren und politischen Schlagbäumen. Die Musik jedoch, so hört man, sei eine universelle Sprache und somit eine der wichtigsten Errungenschaften menschlicher Kultur über Grenzzäune und andere Hindernisse hinweg. Bei genauerer Betrachtung lässt aber auch sie sich in eine Unzahl an Genres unterteilen, die dann wiederum weiter beinahe endlos in Subgenres schubladisiert werden - sei es in der Popmusik, sei es in der zeitgenössischen Avantgarde oder auch in der Alpenländischen Volksmusik, um nur einige wenige Beispiele zu nennen. Was in vergangenen Jahren akribisch in Kategorien wie E- und U-Musik getrennt wurde, beginnt sich glücklicherweise zunehmend gegenseitig zu befruchten. Alte Grenzen verschwimmen, neue Musik entsteht. Das vierte Album von CrossNova vereint ausgewählte Werke, die zum zehnjährigen Ensemble-Jubiläum für dieses komponiert wurden, sowie eigene Arrangements und Kompositionen der letzten Jahre. Eben diese Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Stücke wird durch die Gegenüberstellung zum Programm. Groovig, schräg, vertraut, verträumt, virtuos, kurios - mit Werken von K. Schwertsik, M. Rüegg, J. Popr?an, R. Nova u.v.m. Sabine Nova: Violine, Vocals Hubert Kerschbaumer: Klarinette(n), Vocals, Body Percussion Leonhard Eröd: Fagott, Vocals Rainer Nova: Klavier, Vocals Ensemble CrossNova: Unlimited CD Download ORF-CD 3238

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Zukunft Wald. Potential für kommende Generationen (1). Gestaltung: Kim Cupal, Nikolaus Scholz Positionen in der Kunst. Viktor Rogy, Jonathan Meese, Marc Quinn, Louise Bourgeois (1) Gestaltung: Christine Scheucher, Thomas Mießgang Was ist Clubkultur? Vier Modelle aus Österreich (1). Gestaltung: Stefan Niederwieser

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Radiokonzerte vom Huddersfield Contemporary Music Festival 2020 (2) 1978 gegründet, hat sich das Huddersfield Contemporary Music Festival längst zum größten Umschlagplatz neuer und experimenteller Klänge auf dem Boden des Vereinten Königreichs entwickelt. Die Pandemie mit ihren Veranstaltungseinschränkungen war für die jüngste Ausgabe vom November 2020 zwar ein schwerer Schlag, der künstlerische Ertrag von insgesamt drei von der BBC ausgestrahlten Radiokonzerten jedoch unvermindert erfreulich. Nach dem Mitschnitt der Uraufführung von James Dillons "Pharmakeia", der am 25. Jänner 2021 zu hören war, gibt diese Ausgabe von "Zeit-Ton" weitere Eindrücke vom in den Äther verlagerten, aber deshalb nicht weniger eindrucksvollen Festivalgeschehen: mit Novitäten und UK-Erstaufführungen der jüngeren Generation, etwa von Lisa Robertson, Arne Gieshoff, Martin Iddon und Angharad Davies, interpretiert vom Explore Ensemble, dem GBSR Duo (Klavier und Schlagzeug) sowie der Klarinettistin Heather Roche. Gestaltung: Walter Weidringer

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

dazw. 03:00 Uhr Nachrichten