Tagestipps im Radio

Tagestipps

Freitag 19:00 Uhr rbb Kultur

HÖRSPIEL

Tödliches Terrain Von Alfred Behrens und Studierende der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf (Naomi Achternbusch, Saskia Benter Ortega, Caroline Grau, Marlene Grau, Jessica Hölzl, Felix Römer) Mit Anna Kurek, Josephine Schumann, Valentin Fruntke, Marius Rehmert, Lorenz Krieger, Yannic Eilers, Elina Schkolnik Regie: Alfred Behrens Produktion: Autorenproduktion in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte Babelsberg und dem rbb 2020/21

Freitag 19:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Foxtrott aus Dingsda Eduard Künneke und die Jazz-Operette der 1920er Jahre Von Stefan Frey Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr "Hu!" - macht es, wenn "das wilde Känguru und das Gnu" in Eduard Künnekes "Der Vetter aus Dingsda" aufeinandertreffen. Und "hu" machte es auch bei der Uraufführung seines bis heute erfolgreichsten Werks am 15. April 1921 in Berlin. Das Publikum war elektrisiert. Es hatte erstmals eine Operette erlebt, in der Jazz-Elemente mehr waren als eine Farbe, sondern Vorboten des neuen Geists der gerade beginnenden 1920er Jahre. Entsprechend unkonventionell experimentierte Künneke mit den Mustern der alten Operette und mit damals aktuellen Modetänzen wie Foxtrott, Tango, One step oder Paso Doble. Als "Cousin from Nowhere" fand die Operette auch international Verbreitung und führte ihren Komponisten bis nach London und an den Broadway. Künnekes neue Klang-Mischung prägte auch seine nächsten Werke wie "Lady Hamilton" und "Glückliche Reise" und kulminierte 1929 in seinem Concerto grosso für Jazzband und großes Orchester - ganz ohne Känguru und Gnu. Musikliste: T: Batavia-Foxtrott - aus: Der Vetter aus Dingsda K: Eduard Künneke I: Kapelle der Staatsoper, Franz Marszalek T: "I"m only an stroling Vagabond" - aus: The Cousin From Nowhere K: Eduard Künneke I: J. Harold Murray and Orchestra T: "Strahlender Mond" - ausDer Vetter aus Dingsda K: Eduard Künneke I: Erna Kroll-Lange, Orchester, Walter Schütze T: "Onkel und Tante" - aus: Der Vetter aus Dingsda K: Eduard Künneke I: Angelika Wolff, Evelyn Künneke, Benno Kusche, Lutz U. Flöth, Hansjoachim Worringen, Kölner Rundfunkorchester, Heinz Geese T: "Hei, Shimmy" - aus: Die Ehe im Kreise K: Eduard Künneke I: Claire Waldoff, Kurt Lilien, Grammophon-Orchester T: "Ach, wie schön ist doch die Treue" - aus: Die Ehe im Kreise K: Eduard Künneke I: Ilse Mawenga, Eugen Rex, Kurt Lilien, Orchester T: "Zur Frühlingszeit" - aus:Wenn Liebe erwacht K: Eduard Künneke I: Rita Bartos, Willy Hofmann, Kölner Rundfunkorchester, Franz Marszalek T: "Mann, o Mann" - aus: The Cousin From Nowhere K: Eduard Künneke I: London Theatre Orchestra T: Argentine - aus: Caroline K: Eduard Künneke I: Joseph C. Smith and His Orchestra T: "Pay the Piper" - aus: Caroline K: Eduard Künneke I: The Great White Way Orchestra, Hugo Frey T: "Yes Or No" - aus: The Love Song K: Jacques Offenbach / Eduard Künneke I: Victor Light Opera Company T: Selection - aus: Song of the Sea K: Eduard Künneke I: His Majesty"s Theatre Orchestra, Eduard Künneke T: "Glücklich am Morgen" - aus: Die blonde Liselott K: Eduard Künneke I: Lucia Popp, Symphonie-Orchester Graunke München; Charles Wildmann T: "True eyes" - aus: Song of the Sea K: Eduard Künneke I: Lilian Davies, Stanley Holloway, His Majesty"s Theatre Orchestra, Percy Fletcher T: "Somewhere" - aus: Song of the Sea K: Eduard Künneke I: Lilian Davies, Jerry Verno, His Majesty"s Theatre Orchestra, Percy Fletcher T: Blues - aus: Tänzerische Suite K: Eduard Künneke I: Berliner Philharmoniker, Eduard Künneke T: Foxtrott-Finale - aus: Tänzerische Suite K: Eduard Künneke I: Berliner Philharmoniker, Eduard Künneke

Freitag 19:05 Uhr Ö1

matrix - computer neue medien

Wieviel Technik braucht der Mensch im Alter? Gestaltung: Sylvia Andrews und Johanna Hirzberger Betreuung kostet Geld und Zeit. Maschinen arbeiten rund um die Uhr. Es liegt also nahe, hilfsbedürftige Menschen, vor allem im Alter, durch Automaten zu unterstützen. In Japan wird längst die Roboterrobbe Paro durch die Altenheime gereicht, in Wien rollt Roboter James durch Seniorenresidenzen, und in der Steiermark nutzt man den humanoiden Pepper zum Demenztraining. Für den privaten Haushalt denken Firmen darüber nach, jeden Schritt gebrechlicher Menschen zu überwachen und sofort Alarm auszulösen, wenn deren Bewegungsmuster vom Üblichen abweicht. Aber wieviel Unterstützung durch Automaten brauchen Menschen wirklich, selbst wenn sie nicht mehr so agil sind wie gesunde 20-Jährige? Sylvia Andrews und Johanna Hirzberger mit einer kritischen Bewertung assistierender Technologien, anlässlich des Ö1-Schwerpunkts "Neue Wege in das Alter". Redaktion: Franz Zeller Moderation: Wolfgang Ritschl

Freitag 20:03 Uhr SRF 1

Hörspiel

1/2: «Ellbogen» von Fatma Aydemir Wut ist eine eruptive, unkalkulierbare Kraft. Sie frisst sich langsam durch die sorgsam gewahrte Fassade, bis sie plötzlich und ungeplant explodiert. Dann genügt manchmal «ein kleiner Schubs an der richtigen Stelle», und alles scheint verloren.

Freitag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

On Stage

Scharfes Anzählen und los! Sean Chambers & Band Aufnahme vom 18.5.2019 beim Bluesfest Eutin Am Mikrofon: Tim Schauen Druck, Lautstärke, Spielfreude: Sean Chambers macht keinen Hehl daraus, welche Gitarristen ihn am meisten beeinflusst haben, es sind die üblichen Verdächtigen des modernen elektrischen Blues - und Jimi Hendrix. Chambers stammt aus Florida, wo er 1998 seine Karriere begann, als er mit Blues-Legende Hubert Sumlin als dessen Bandleader auf Tour ging. Aber auch in seiner eigenen Band hat der inzwischen 52-jährige Chambers via Gesang und Gitarre einiges zu erzählen. Mit weißer Fender Stratocaster und roter Gibson Les Paul kam er, gefolgt vom Bassisten, beim Bluesfest Eutin auf die Bühne, steckte sich das Metallröhrchen zum Slidespielen auf den linken Ringfinger, der Trommler zählte an und es begann ein zweistündiger, bluesrockender Auftritt voller Druck, Lautstärke, Spielfreude.

Freitag 21:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Walden Von Heiner Goebbels HR/Ensemble Modern 1998 Am 4. Juli 1845, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, bezog der Schriftsteller und Philosoph Henry David Thoreau eine selbsterbaute Blockhütte bei Concord am Walden-See. 1854 veröffentlichte er "Walden", das zivilisationskritische Postulat eines radikalen, nur der Natur verpflichteten Individualismus. Heiner Goebbels lässt die amerikanische Avantgarde-Legende Bob Rutman Textpassagen aus "Walden" vortragen. Rutman wurde 1931 in Berlin geborenen, floh mit seiner jüdischen Mutter vor den Nazis, wuchs in den USA auf und stand mit seiner Musik und Aktionskunst den Beatpoeten nahe. Goebbels bettet die Texte in Natur-Sounds, in Orchesterklänge, Elektronik sowie popmusikalische Zitate. Es entsteht ein anspielungsreicher Diskurs zum Thema Technik, Kultur und Natur. Heiner Goebbels, geb. 1952, Komponist, Regisseur, Autor. Weitere Hörspiele u.a. Schliemanns Radio (hr/BR/SFB 1992), Eislermaterial - Eine Hommage (SWR/DLF/EMO 1998), Landschaft mit entfernten Verwandten (SWR/EMO 2006). Im Anschluss: Ausschnitte und Gespräch: Zusammen Walden (WDR 2020) 500 Menschen haben 2020 auf Einladung des WDR je eine Seite von Thoreaus Walden eingesprochen. Acid Pauli, Andreas Ammer und Driftmachine haben aus den Aufnahmen ein Schwarmhörspiel realisiert.

Freitag 22:04 Uhr WDR5

U 22 - Unterhaltung nach zehn

Durst auf Hunger. Liedermacherinnen in Deutschland Von Elise Schirrmacher "Ist das nicht eine Nummer zu groß?" Egal, ob es um einen Kontrabass oder die Karriereplanung geht - dieser Frage begegnen Musikerinnen häufig. Cynthia Nickschas und Karl die Große zeigen, sie diesen patriarchalischen Zweifel aus dem Weg räumen.

Freitag 22:05 Uhr Deutschlandfunk

Milestones - Jazzklassiker

Unbekannter Meister: Der Pianist Hasaan Ibn-Ali Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer Er hat zu Lebzeiten nur eine einzige Platte veröffentlicht. Bis heute ist der Pianist Hasaan Ibn-Ali ein Geheimtipp geblieben. Doch seine unkonventionellen Ideen beeinflussten sogar John Coltrane. Wenn sein Name überhaupt in der Jazzliteratur auftaucht, dann meist mit dem Zusatz "The legendary": Zeitzeugen beschreiben den Pianisten Hasaan Ibn-Ali als einzigartigen und visionären Spieler. Geboren wurde er 1931 in Philadelphia; bis zu seinem Tod 1980 blieb er fast ausschließlich in der lokalen Szene aktiv. Dort hatte er den Ruf eines brillanten Technikers mit sehr persönlichem Stil, aber exzentrischem und unverträglichem Benehmen. Seine ungewöhnlichen harmonischen Ideen sollen den Saxofonisten John Coltrane, mit dem er öfters jammte, zu dessen bahnbrechenden "Sheets of Sounds" angeregt haben. 1964 machte der Schlagzeuger Max Roach mit ihm die Platte "The Max Roach Trio Featuring The Legendary Hasaan". Es blieb sein einziges zu Lebzeiten veröffentlichtes Tondokument. 41 Jahre nach seinem Tod erscheint nun erstmals eine verschollen geglaubte Aufnahme von 1965 unter dem Titel "The Lost Atlantic Album".

Freitag 23:00 Uhr Cosmo

COSMO Live

Lianne La Havas Celso Pina - Lianne La Havas veröffentlichte im letzten Jahr neben ihrem gleichnamigen Album auch eine Live-EP, für die sie einige der Songs im Londoner Roundhouse bei einem publikumslosen Livestream aufnahm. Akkordeonist, Songwriter und Sänger Celso Piña wurde in der mexikanischen Musikszene als "Rebell am Akkordeon" bekannt. COSMO Konzerte spielt euch an diesem Freitag Lianne La Havas" "Live At The Roundhouse" und erinnert sich an Celso Piña mit seinem Radiokonzert 2014 im CBE in Köln. Die britische Sängerin Lianne La Havas hat Roots in Griechenland und Jamaika. Schon früh kam sie durch ihren Vater mit Musik in Kontakt. Klavier lernte sie mit sieben, Gitarre erst mit 18 Jahren. Ihre ersten Schritte machte sie im Musikbusiness als Backgroundsängerin von Paloma Faith. 2011 erschien ihre erste EP "Lost & Found" und 2012 ihr Debütalbum "Is Your Love Big Enough?", das von der Kritik hochgelobt wurde. Lianne La Havas war eins der letzten Talente, das Musiklegende Prince vor seinem Tod entdeckte und förderte. Sie wurde für ihr Album "Blood" bereits für einem Grammy nominiert. Im letzten Jahr veröffentlichte sie neben ihrem Album "Lianne La Havas" auch die "Live At The Roundhouse"-EP, auf der einige Songs ihrer jüngsten Veröffentlichung als Live-Versionen zu finden sind. Celso Piña, der "Rebell am Akkordeon" wurde früh zu einer Ikone der mexikanischen Cumbia-Szene. Mit seinem sehr individuellen Akkordeonspiel vermischte er als erster Tropical Sounds mit den traditionellen Elementen des Norteña, Sonidero, Ska, Reggae, Rap/Hip-Hop und R&B. An der Seite seiner Band "La Ronda Bogotá" und dem Geld der einflussreichen Eliten von Monterrey schafft Celso Piña es, eine kulturelle Brücke zwischen Kolumbien, Mexiko und dem US-Markt aufzubauen. Auf sein Konto gehen um die zwanzig Alben und unvergessliche Hits wie "Cumbia sobre el Rio" oder "Cumbia Poder". Aufgenommen am 15.07.20 im Roundhouse in London und am 29.05.2014 im CBE in Köln.

Freitag 23:03 Uhr SWR2

SWR2 NOWJazz

Das Orakel von Chicago - Die Klarinettistin, Keyboarderin und Sängerin Angel Bat Dawid Von Niklas Wandt Angel Bat Dawid ist eine der Shootingstars der umtriebigen Jazzszene Chicagos - vor allem live mit ihrer Band Tha Brothahood treffen sich Vergangenheit und Gegenwart der Great Black Music: die Feierlichkeit des Gospel, die Theatralik des Art Ensemble of Chicago, der Afrofuturismus Sun Ras, inklusive Tanz, Deklamation und bunter Paillettengewänder, der Spiritualismus der Coltranes und Pharoah Sanders", andererseits moderner RnB und Hiphop und ein scharfes politisches Bewusstsein - ein erfrischend unvirtuoser, aber überaus eindringlicher afroamerikanischer Musikhybrid.

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