Tagestipps im Radio

Tagestipps

Mittwoch 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Identität Du Opfer! Eine Zuschreibung und ihre Geschichte Von Isabel Fannrich-Lautenschläger Wer ist ein "Opfer"? Kaum eine andere Identifikationsfigur unterliegt einem ähnlichen Wandel in der Wahrnehmung - zwischen Hilfsbedürftigkeit und Machtposition. Wer körperlicher Gewalt im Privatleben ausgesetzt ist oder kriminellen Delikten, wer von einer Umweltkatastrophe betroffen ist oder staatliche Übergriffe bis hin zu Folter erlebt, der oder die wird zumeist als "Opfer" bezeichnet. Oft auch mit dem Zusatz "unschuldig". Doch das war nicht immer so. Im Laufe der Geschichte hat sich immer wieder verändert, wer als "Opfer" wahrgenommen wird, wer sich selbst so bezeichnet - und wie die Gesellschaft auf "Opfer" blickt. Historiker und Kriminologen untersuchen diesen Wandel erst in jüngster Zeit. Und "Opfer" selbst versuchen, sich aus der unterlegenen Rolle der hilflos Ausgelieferten in eine neue Position zu begeben: die der Betroffenen oder sogar der Erfahrenen.

Mittwoch 20:00 Uhr HR2

Kaisers Klänge - Musikalische Entdeckungsreisen

Mach mal langsam! - Musik zum Weltbummeltag Moderation: Niels Kaiser Am 19. Juni kann man es langsam angehen lassen: Der Weltbummeltag lädt zum Innehalten ein. "Kaisers Klänge" liefern dazu die passende Musik!

Mittwoch 20:00 Uhr NDR kultur

Hörspiel

Dschinns (1/2) Nach dem gleichnamigen Roman von Fatma Aydemir basierend auf einer Theaterfassung von Selen Kara Komposition: Schneider TM (Dirk Dresselhaus) Hörspieleinrichtung und Regie: Florian Fischer Mit Siir Eloglu, Vedat Erincin, Aysima Ergün, Bettina Stucky, Caner Sunar, Hassan Akkouch, Soma Pysall, Asdtrid Meyerfeldt, Tilman Strau u.a. NDR 2024 Dreißig Jahre hat Hüseyin Yilmaz in Deutschland hart gearbeitet. Er kam als Gastarbeiter aus der Türkei. Und nun erfüllt er sich endlich seinen Traum: eine Eigentumswohnung in Istanbul. Nur um am Tag seines Einzugs an einem Herzinfarkt zu sterben. Zur Beerdigung reist ihm seine Familie aus Deutschland nach: seine Kinder Ümit, Peri, Sevda, Hakan und seine Frau Emine. Fatma Aydemir nimmt uns mit auf eine Zeitreise in die 1990er Jahre. Sie erzählt von sechs grundverschiedenen Menschen, die zufällig miteinander verwandt und doch untrennbar verbunden sind. Alle haben sie ihr eigenes Gepäck dabei: Geheimnisse, Wünsche, Wunden. Davon berichtet uns eine Stimme, ein Schatten, ein Dschinn, der die Familie Yilmaz immer begleitet, umkreist und auch ihre dunklen Geschichten kennt. Ab 14. Juni in der ARD Audiothek. 20:00 - 20:03 Uhr Nachrichten, Wetter Hörspiel

Mittwoch 20:00 Uhr Radio Matchbox

Gernot um 8 Pt 1

Ein legendäres Album wird 40! Born in the USA von Bruce Springsteen. Eine Platte, die nicht nur fröhliche Themen behandelt. Wir versuchen eine musikalische Annäherung ,auch mit vielen Songs die nicht von Springsteen stammen. Gernot Lahr-Mische

Mittwoch 20:03 Uhr SWR Kultur

Thema Musik

Von Ehebruch, Unzucht und gefangenen Christinnen - Ein Streifzug durch asturische Volksmusik Feuilleton Von Stefan Wimmer In den Gebirgsschluchten Asturiens trifft man auf eine Musikkultur, die ebenso archaisch wie einzigartig ist: Die Sackpfeife, die Drehleier und die Harfe bestimmen hier das Bild, gesungen werden pikareske Lieder voller Ehebruch und Sinnenfreude, wo Schäferstündchen gefeiert und Ehemänner gehörnt werden. Asturien ist auch deswegen hochinteressant, weil hier die Reconquista ihren Ausgang nahm. Nach der maurischen Eroberung Spaniens haben sich die letzten widerständigen spanischen Adeligen in die Höhlen von Covadonga geflüchtet. Von hier aus begann dann die Rückeroberung Spaniens.

Mittwoch 20:03 Uhr SRF 1

Spasspartout

«Spasspartout» bedeutet gute Unterhaltung für die Ohren: Kabarett, Satire und Comedy. «Poetry Slam Schweizer Meister:innenschaft 2024» mit Julia Steiner, Valerio Moser und Remo Zumstein Die Poetry Slam Schweizer Meister:innenschaft ist DER Anlass im Jahreskalender der Slam-Szene. Sportlicher Wettbewerb, Kulturfestival, Szenekongress und wilde Party in einem.Aber auch der perfekte Ort, um einfach mal ein bischen Slam-Luft zu schnuppern und so die Stars der Kabarett-Szene von morgen zu entdecken. Denn viele grosse Kleinkünstler:innen starteten ihre Karriere auf der Slam-Bühne: Pedro Lenz, Hazel Brugger, Patti Basler, Kilian Ziegler, Renato Kaiser, Gabriel Vetter oder auch Lara Stoll. Nicht ganz zufällig ist Letztere deshalb auch Mitorganisatorin des Anlasses. «Spasspartout» war dabei beim Finale 2024 und präsentiert die besten Ausschnitte vom Abend aus dem Casino Theater Winterthur.

Mittwoch 21:03 Uhr SWR Kultur

NOWJazz

Tausendsassa - Der Gitarrist Samo 0alamon Von Ssirus W. Pakzad Ob feingliedriger Kammerjazz oder Free Jazz - Der Gitarrist Samo 0alamon fühlt sich überall zuhause. Der Slowene ist bestens vernetzt und lädt immer wieder Jazz-Prominenz ins Studio oder auf Tourneen ein. In seiner umfassenden Diskografie tummeln sich große Namen aus dem amerikanischen und europäischen Jazz als Mitmusikerinnen und Mitmusikern. Eric Dolphy: Hat And Beard Samo 0alamon Samo 0alamon / Vasil HadEimanov/ Ra Kalam Bob Moses: Dirty Zone Samo 0alamon Vasil HadEimanov Ra Kalam Bob Moses Samo 0alamon: Yellow Samo 0alamon Sextet Samo 0alamon: How They Washed My Brain Samo 0alamon NYC Quintet Freequestra: Into The Silver Dawn Samo 0alamon & New Freequestra Samo 0alamon: Chaplin Walk Samo 0alamon & Howard Levy Samo 0alamon: Mr. Cynical Samo 0alamon Samo 0alamon/ Bob Moses: You Take My Arm Samo 0alamon Arild Andersen Ra Kalam Bob Moses

Mittwoch 21:05 Uhr Deutschlandfunk

Querköpfe

Kabarett, Comedy schräge Lieder The Art of Liedermaching. Von Götz Widmann bis Miss Allie Von Anja Buchmann Manch eine nennt sich Singer-Songwriterin, manch einer Liedermacher, der nächste vielleicht Musikcomedian - in Abgrenzung zu früheren Polit-Barden tauchte Anfang der 90er auch der hübsch-denglische Begriff "Liedermaching" auf. Jedenfalls gibt es innerhalb der Kabarett und Comedyszene diejenigen, die sich mit der Gitarre auf die Bühne stellen und Lieder singen. Meist lustige Lieder. Künstlerinnen und Künstler, die sowohl auf Kleinkunst-Bühnen als auch bei Song Festivals auftreten. Die erstmal Musik machen und diese dann zunehmend mit humorigen Zwischenmoderationen ausgestalten. Künstlerinnen und Künstler wie Miss Allie, Jakob Heymann, Dagmar Schönleber, Götz Widmann, Quichotte oder Martina Schwarzmann. Mit unterschiedlichen Anteilen von Geplauder und Gesang, mit sehr eigenen Stimmen und Stilen, mit abstrusen Fantasien und schrägen Alltagsgeschichten in Liedform.

Mittwoch 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Woanders Ein Hörspiel in Auseinandersetzung mit Texten von Thomas Brasch Von Diana Näcke, Masha Qrella und Christina Runge Regie: die Autorinnen Mit: Masha Qrella Komposition: Masha Qrella Musik: Andreas Bonkowski, Chris Imler, Masha Qrella Gäste: Andreas Spechtl, Tarwater Ton und Technik: Alexander Brennecke und Gunda Herke Dramaturgie: Barbara Gerland Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020 Länge: 50"26 "Bleiben wo ich nie gewesen bin" - aus Thomas Braschs Lyrik werden Lieder. Masha Qrella und ihre Mitmusikerinnen kreieren ein Musikprogramm aus Interviews, Gedichten, Materialskizzen und Proberaum-Mitschnitten. "Wer sind wir eigentlich noch?", fragte der Schriftsteller Thomas Brasch, und Masha Qrella singt diese Zeilen. Sie und ihre Mitmusikerinnen machen Braschs Lyrik zu Songtexten. Im musikalischen Zwiegespräch folgen sie seinem Beispiel, sich mit der Welt und der eigenen Existenz in ihr auseinanderzusetzen. In Versatzstücken aus Interviews, Gedichten, Materialskizzen und Proberaum-Mitschnitten entsteht ein musikalisches Hörspiel, das von der Einsamkeit als politischem Moment erzählt und zugleich vom fortwährenden Versuch, sich Vereinnahmungen zu entziehen. Das Hörspiel legt auch einen Arbeitsprozess offen, der versucht, "das Ungeheuerliche erst mal zu denken" und den Raum zu schaffen, den Thomas Brasch als "Bleiben wo ich nie gewesen bin" herbeigesehnt hat. "Woanders" war Hörspiel des Monats Februar 2021. Diana Näcke, Dokumentarfilmerin, Autorin, Videokünstlerin. Ihre Filme "Meine Freiheit, Deine Freiheit" (2012) und "Die Geister, die mich riefen" (2016) liefen erfolgreich auf internationalen Festivals, in deutschen Kinos und wurden mehrfach ausgezeichnet. Derzeit arbeitet sie an ihrem dritten Film "The Fish knows everything". Sie ist außerdem als Autorin für das Fernsehen tätig und kollaboriert als Videokünstlerin mit Musikern, Performancegruppen und bildenden Künstlern. Masha Qrella, Musikerin, Songwriterin, Produzentin. Mitbegründerin der Berliner Instrumentalbands Mina und Contriva. 2002 veröffentlichte sie ihr erstes Solo-Album "Luck". Es folgten vier weitere Veröffentlichungen, diverse künstlerische Kooperationen, Singles, Samplerbeiträge und Konzerttouren in Europa, den USA und Japan. Als Filmmusikerin arbeitete sie u.a. mit Regisseuren wie Carsten Fiebeler, Andreas Arnstedt, Diana Näcke und Monika Treut. Als Theatermusikerin ist sie an Produktionen des deutsch-britischen Künstlerkollektivs Gob Squad und des Theaterregisseurs Stefan Pucher beteiligt. Im Auftrag des HAU Hebbel am Ufer vertonte sie Texte von Heiner Müller (2016) und Einar Schleef (2019). Qrellas eigeninitiierte Auseinandersetzung mit Texten von Thomas Brasch führte zu ihrer ersten eigenen Produktion "WOANDERS" - einer Arbeit an der Schnittstelle von Konzert, performativem Textraum und Installation (Uraufführung am HAU Hebbel am Ufer im Dezember 2019). Zuletzt: Komposition und Livemusik für das Theaterstück "Etwas Besseres als den Tod finden wir überall" (Staatstheater Kassel 2022), das sie derzeit mit Diana Näcke als Hörspiel für den Deutschlandfunk bearbeitet. Christina Runge, Dramaturgin, Produzentin. Seit 2006 Mitwirkung an Projekten in den Bereichen Performance, Theater und Installation u.a. mit dem deutsch-britischen Künstlerkollektiv Gob Squad, Interrobang, Schorsch Kamerun und Masha Qrella, zudem Programmkonzeptionen in Kooperation u.a. mit der Akademie der Wissenschaften Berlin, dem HAU Hebbel am Ufer und der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz. Gemeinsam mit Andreas Kebelmann realisierte sie das Radio-Feature "Was uns bleibt, sind Möglichkeiten" (NDR 2014). Hörspiel: Einsamkeit als politisches Moment Woanders

Mittwoch 22:04 Uhr WDR3

WDR 3 Jazz

Wie Jazzfestivals Touristen in den Süden locken Inzwischen ist es auch eine Frage des Tourismus". Denn Jazz-Festivals wie in Saalfelden oder in Südtirol locken Musikpilger aus ganz Europa in den Alpenraum. Damit es so bleibt, lassen sich die Veranstaltungen einiges einfallen. Paul Zauner zum Beispiel lässt sich nicht beirren. Der Posaunist, Impresario und Jazz-Bauer aus dem Sauwald bei Diersbach (nähe Passau) räumt seit mehr als zwei Jahrzehnten seinen Vierkanthof leer, um in Scheune und Saustall Publikum und Musiker:innen aus aller Welt zum Inntöne Festival einzuladen. Beim Südtirol Jazzfestival Alto Adige im norditalienischen Alpenraum schwärmen Künstler:innen über die ganze Region aus und spielen Konzerte auf Bergwiesen und Marktplätzen, in Klosterhöfen und beim Wandern unterwegs. Der Jazz in Saalfelden wiederum hat mehr als vier Jahrzehnte Tradition, die Avantgarde von Europa bis New York in den Ort am Steinernen Meer im Salzburger Land zu holen. Es lohnt sich also, der Blick in den Süden zu richten, um so manches ungewöhnliche Konzert in diesem Sommer zu erleben. Und ein kleiner Überblick könnte bei der musikalischen Urlaubsplanung helfen.

Mittwoch 23:00 Uhr HR2

Doppelkopf

Am Tisch mit Thomas Laschyk, "Volksverpetzer" Er petzt. Thomas Laschyk verpetzt Menschen, die lügen und in die Irre führen, die die Demokratische Grundordnung gefährden. Ihn ärgern Hass, Hetze und Verschwörungsmythen so sehr, dass er den "Volksverpetzer" gegründet hat, einen Blog gegen Fake News.

Mittwoch 23:03 Uhr WDR3

WDR 3 open: World

Mit Babette Michel Summertime: Mittsommer- und Sonnensongs von Riga bis Havanna Summertime, und das Leben ist leicht! Lasst uns den Sommer, die Sonne und das Leben feiern, meint Babette Michel und präsentiert lettische Mittsommernachtslieder, Lichtmusik aus Skandinavien, sonnigen Jazz und Klänge von der australischen Ostküste. "Follow the sun" ist das Motto von Xavier Rudd. Der australische Singer-Songwriter (und Surfer) verbring viel Zeit in der Natur, auf dem Wasser und im Outback. Nur für seine weltweit bejubelten Konzerte reist er in größere Städte. "After rain comes sun" ist eine alte Weisheit, die auch die kanadische Musikerin und Kuba-Liebhaberin Jane Bunnett kennt und in Musik übersetzt. Ein Brasilien-Fan ist dagegen der Kölner Pianist Simon Nabatov, der auf der "Estrada do sol", der "Sonnenstraße", wandelt. So heißt ein Titel auf seinem Album "Around Brazil". Sonnenlicht und Wärme lässt auch die norwegische Geigerin Mari Samuelsen in ihre Musik hineinfließen, sie hat ein ganzes Album dem Licht gewidmet.

Mittwoch 23:05 Uhr Bayern 2

Bayern 2 Zündfunk

Mit Sandra Limoncini Zündfunk Playback Ab ins Disco-Universum: Eine Stunde mit dem Hitmaker und Produzenten Nile Rodgers Diese Sendung mit allen Beiträgen und Interviews hören Sie auch in der BR Radio App bei Bayern 2 und unter www.bayern2.de/zuendfunk. Am 5. Juli spielt die Funk- und Disco Legende Nile Rodgers nach Jahren wieder mit seiner alten Band "Chic" in München - in der Musik-Arena des Tollwoods. Leider ist sein Bandkollege Bernard Edwards schon 1996 verstorben, an den Folgen eines Lungenkollaps auf Tour in Japan. Aber Nile Rodgers hat weitergemacht und danach auf vielen Riesenhits Gitarre gespielt oder auch produziert: "Fame" von Bowie, "Upside Down" von Diana Ross, "Like a Virgin" von Madonna und vor zwei Jahren auch auf "Get lucky" von Daft Punk. Wir dürfen es also als besondere Ehre verstehen, dass Nile Rodgers unserer Kollegin Sandra Limoncini ein exklusives Interview gewährt hat. Rodgers hatte sich lange gegen ein Comeback von Chic gewehrt , weil ihm die Band ohne seinen Ex-Partner Bernard Edwards nicht vorstellbar war. Dem Zündfunk erzählt Nile Rodgers, der eigentlich Jazz studiert hat, wie sich die Bands "Chic" 1976 gegründet hat, was das Studio 54 und Grace Jones dabei für eine Rolle gespielt haben, wer mit "Le freak" gemeint war in einem der größten Hits von Chic und warum Disco-Music für ihn in den Anfangstagen einen Hippie-Vibe hatte. Wiederholung vom 15. Juni 2024

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