Features im Radio

Features

Sonntag 13:04 Uhr WDR5

Dok 5 - Das Feature

Aufstand von außen - Belarus! Polen, Litauen und die belarussische Diaspora Von Jürgen Buch Mit nackter Gewalt hält sich das System Lukaschenko in Belarus an der Macht. Dennoch reißen die Proteste nicht ab - dank tatkräftiger Unterstützung aus dem Ausland. Wohin die Ereignisse in Belarus führen werden, ist völlig ungewiss. Die politische Opposition, angeführt von Swetlana Tichanowskaja, hat das Land verlassen müssen. Trotzdem halten die Proteste an, die im August nach der gefälschten Präsidentschaftswahl ausgebrochen waren. Das Rückgrat der belarussischen Bürgerrechtsbewegung bilden Exilorganisationen in Litauen und Polen. Sie bereiten sich auf eine Zeit nach Lukaschenko vor. Ihre Zukunft sehen sie in der EU. Doch ist nicht ausgeschlossen, dass Putin ähnlich wie in der Ukraine auch in Belarus direkt interveniert, um seine geopolitischen Ziele durchzusetzen. Produktion: WDR 2021 Wiederholung: 20.04 Uhr

Sonntag 14:05 Uhr SWR2

SWR2 Feature am Sonntag

Imported Husbands Von Jonas Rothlaender (Produktion: SWR/Yleisradio Helsinki 2016) Für Nokia oder für eine Frau? So lautet die Frage, wenn ausländische Männer nach Finnland kommen. Jonas Rothlaender kennt die Frage. Er ist selbst mit einer Finnin liiert und alles andere als ein Einzelfall. "Imported Husbands" nennt man sie. Und egal, woher sie kommen, ihre Probleme sind ähnlich: die kalten und endlosen Nächte, die Verschlossenheit der Finnen und - nicht zuletzt - die eigene Unsicherheit. Was auf den ersten Blick nur wie ein bloßer Kultur-Clash mit der spröden finnischen Art wirkt, erweist sich als spannendes Vexierbild männlicher Identitäten.

Sonntag 15:04 Uhr WDR3

WDR 3 Kulturfeature

Siedeln auf Hoher See - Der Traum vom staatenlosen Leben Von Tom Schimmeck Chad und Nadja haben sich schon mit Thailands Marine angelegt. Koen baut schwimmende Häuser. Rüdiger kauft gerade ein riesiges Kreuzfahrtschiff. Die Pioniere des "Seasteading" schwärmen von echter Freiheit und maximaler Selbstbestimmung. Ihre neuen Mikrogesellschaften auf See sollen ohne lästige Bauordnungen, Gewerkschaften und Steuern auskommen. Ein Schuss Geschäftskalkül ist dabei und viel ultra-libertäre Schwärmerei. Jeder Staat ist in den Augen dieser Seesiedler nur ein hässliches Monopol, alle Politik korrupt und jeder seines Glückes Schmied - entsprechende Mittel vorausgesetzt. Am besten in Bitcoins. Ein Startup für eine neue Staatsform? "Die Demokratie hat das Leben von Milliarden Menschen verbessert, aber es ist eine 230 Jahre alte Technologie", findet Randolph Hencken, einer der Gründer des "Seasteading Institute" und fragt: "Können wir nicht etwas Neues versuchen?" Produktion: SWR 2020

Sonntag 18:04 Uhr HR2

Feature

Von der Fahrstuhlmusik zum Streaming | Die Überall-Musik | Ina Plodroch Funktionsmusik, die aus den Lautsprechern der Kaufhäuser dudelt, soll die Kunden zum Kauf anregen. Durch Streamingdienste scheinen sich Hörer aber freiwillig der permanenten Hintergrundbeschallung auszusetzen. Das verändert nicht nur die Hintergrundmusik, sondern auch Popmusik generell.

Sonntag 20:04 Uhr WDR5

Dok 5 - Das Feature

Aufstand von außen - Belarus! Polen, Litauen und die belarussische Diaspora Von Jürgen Buch Mit nackter Gewalt hält sich das System Lukaschenko in Belarus an der Macht. Dennoch reißen die Proteste nicht ab - dank tatkräftiger Unterstützung aus dem Ausland. Wohin die Ereignisse in Belarus führen werden, ist völlig ungewiss. Die politische Opposition, angeführt von Swetlana Tichanowskaja, hat das Land verlassen müssen. Trotzdem halten die Proteste an, die im August nach der gefälschten Präsidentschaftswahl ausgebrochen waren. Das Rückgrat der belarussischen Bürgerrechtsbewegung bilden Exilorganisationen in Litauen und Polen. Sie bereiten sich auf eine Zeit nach Lukaschenko vor. Ihre Zukunft sehen sie in der EU. Doch ist nicht ausgeschlossen, dass Putin ähnlich wie in der Ukraine auch in Belarus direkt interveniert, um seine geopolitischen Ziele durchzusetzen. Produktion: WDR 2021

Sonntag 20:15 Uhr Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

"Man muss sich seiner Vergangenheit stellen!" Der Autor Georg Thiel Feature von Matthias Haydn Es ist ein ebenso bekanntes wie verstörendes Foto: ein Bub kniet auf einem Gehsteig, mit einem Pinsel malt er vorsichtig das Wort "Jud" auf eine Hausfassade. Ein Mann mit Hakenkreuzbinde am Oberarm überwacht den Vorgang. Das Bild ist auf der letzten Seite von Georg Thiels zweitem Roman abgebildet, der Autor hat ihm den Titel "Jud" gegeben. Der Protagonist in Thiels Geschichte stößt 1958 zufällig auf das damals in einer Illustrierten publizierte Foto und erkennt sich selbst als den gedemütigten Jungen aus dem Jahr 1938 wieder. Er fasst den Entschluss den Nazi-Schergen ausfindig zu machen und sich an ihm zu rächen. Der Autor, er wurde 1971 in Wien geboren und studierte ebendort Geschichte und Politikwissenschaften, hat die Geschichte des Fotos genau recherchiert, sogar den Ort des Geschehens in der Heinestraße konnte er ausfindig machen. Wer jedoch die fotografierten Personen waren und was danach mit ihnen geschah, das konnte er nicht herausfinden. Und deshalb hat Georg Thiel die Geschichte kurzerhand selbst in die Hand genommen und sie weiter geschrieben.

Sonntag 21:05 Uhr Bayern 2

radioFeature

Warum Europas letzte Wildnis in Gefahr ist Von Max Lebsanft Wiederholung vom Samstag, 13.05 Uhr Seit Jahren vollzieht sich in Rumänien weitgehend unbemerkt von der europäischen Öffentlichkeit eine Tragödie. Urwälder, tausende Jahre vom Menschen verschont, werden nun abgeholzt. Ein Schatz geht verloren. Die Wälder sind Heimat für vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen. In Rumäniens Urwäldern leben noch viele Auerhühner. Ein erfahrener Waldläufer und Wissenschaftler hilft dem Reporter sich an die Tiere anzuschleichen. Die unberührte Natur wird spürbar, wenn der Schnee unter den Schuhsohlen knirscht und das Laub raschelt, wenn ein Gebirgsbach rauscht und der Auerhahn nur wenige Meter entfernt seinen Balzgesang anstimmt. Umweltschützer, die sich für den Wald in Rumänien einsetzen, wurden schon verprügelt und sogar umgebracht. Unter Verdacht stehen Holzfäller. Auch im Feature kommt es zu einer Konfrontation von Aktivisten und Waldarbeitern. Wissenschaftler betonen den unschätzbaren Wert der Urwälder Rumäniens. In ihnen lassen sich noch die natürlichen Regenerations- und Wachstumsprozesse des Ökosystems "Wald" studieren. Im Bayern 2 radioFeature wird deutlich, was die rumänischen Urwälder so einzigartig und wertvoll macht. Es geht aber auch um die Menschen, die vom Wald leben, um unsere Verantwortung und das korrupte System, das den Schutz der Wälder so schwierig macht.

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