Features

Dienstag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Schmetterlingssammler Von Hesse bis Nabokov Vladimir Nabokov Lolita, Schach und Schmetterlinge Das Kalenderblatt 19.5.1883 Buffalo Bill führt erstmals Wildwestshow auf Von Susi Weichselbaumer Schmetterlingssammler - Von Hesse bis Nabokov Autorin: Justina Schreiber / Regie: Irene Schuck Bis ins 20. Jahrhundert gehörten Schmetterlingssammler zum ganz realen Landschaftsbild. Den zauberhaften Insekten nachzustellen, war ein beliebter Zeitvertreib von (meist männlichen) Bildungsbürgern. Aber der wissenschaftliche Eifer war selten das einzige Motiv der verzückten Sammler und Jäger, die Karikaturen gern (und zu Unrecht) als weltfremde Träumer darstellten. Sahen sie doch in den hübschen Tierchen mehr als nur Objekte ihrer Begierde - nämlich auch Symbole, wie etwa der passionierte Schmetterlingssammler Hermann Hesse. Er bezeichnete sie als "Sinnbilder alles Schönen und Vergänglichen". Und der Schriftsteller Vladimir Nabokov, ein echter Kenner der schillernden Materie, ließ sie gekonnt durch seine literarischen Texte flattern. Denn hinter Glas und von Nadeln durchbohrt zeigt sich der Zauber der Schöpfung nun einmal nicht. Vladimir Nabokov - Lolita, Schach und Schmetterlinge Autor: Hans-Christian Kosler / Regie: Irene Schuck Wer Nabokov sagt, denkt an Lolita. Der russisch- amerikanische Schriftsteller ist der Verfasser des berühmten und besonders skandalumwitterten Romans der Weltliteratur. Mit seiner Romanfigur Lolita schuf Vladimir Nabokov einen unvergänglichen Typus, der zu einem erotischen Markenartikel mit Signalwirkung geworden ist. Bis heute ist mit dem Namen Lolita die Vorstellung von einem verführerischen jungen Mädchen verbunden -der männliche Wunschtraum aus einer Mixtur von schlummernder Sinnlichkeit und kindlicher Unschuld. Dass Nabokov außerdem ein bekannter Schmetterlingsforscher war und sich intensiv mit Schachzügen beschäftigt hat, weist auf seine Vielseitigkeit hin. Moderation: Kristina Thiele Redaktion: Susanne Poelchau

Dienstag 09:05 Uhr Ö1

Radiokolleg - Lunge und Atem

Ein lebenswichtiges Zusammenspiel (2). Gestaltung: Nikolaus Scholz Wenn das Coronavirus wütet, dann ist besonders unsere Lunge gefährdet, steht diese doch in ständigem Kontakt mit Millionen kleinster Staub- und Viruspartikel aus der Umwelt. Diese Mikropartikel dringen nahezu ungefiltert über die Bronchien in die feinen Verästelungen der Lunge vor, in denen der Sauerstoff aus der Luft ins Blut übergeht. Nimmt der Mensch Atemluft auf, die mit bösartigen Keimen oder Viren angereichert ist, können damit schwere Lungenkrankheiten auslöst werden. So auch im Falle des Coronavirus Sars-CoV-2, das zu Lungenentzündung, Atemnot und in besonders schweren Fällen - meist in Verbindung mit Vorerkrankungen oder multiplen Organschäden - zum Tod führen kann. Die Lunge - eines unserer leistungsstärksten Organe - versorgt den Körper mit lebenswichtigem Sauerstoff, ohne den das Gehirn maximal nur zwölf Minuten überleben kann. Die beiden Lungenhälften - von unterschiedlicher Form und Größe - haben keine eigene Muskulatur, und sind daher von den Muskeln des Zwerchfells, jenen zwischen den Rippen, jenen des Bauches und des Halses abhängig. Das Zwerchfell - ein konischer Muskel, der unterhalb der Lunge sitzt - übernimmt dabei den Großteil der Atemarbeit. Wenn es kontrahiert, bewegt es sich nach unten, dehnt die Brusthöhle aus und erhöht die Lungenkapazität. Der Mensch macht etwa 6 Millionen Atemzüge pro Jahr, das entspricht einer täglichen Atemluft von etwa 10-20.000 Liter, die wir automatisch ein- und ausatmen. Die primäre Rolle der Lunge besteht darin, Luft aus der Atmosphäre zu holen und lebensspendenden Sauerstoff in den Blutkreislauf befördern. In den feinsten Verästelungen der Lunge arbeiten die Lungenbläschen am lückenlosen Transport der Atemgase. Auf einer Fläche, die aufgefaltet etwa 75 m² entspricht, wird wie am Fließband Sauerstoff ans Blut abgegeben und Kohlendioxid aus dem Körper abtransportiert. In jeder Minute fließen dabei fünf bis sechs Liter Blut durch die Lunge. Oft machen Sportler schlapp, weil die Atemmuskulatur aufgegeben hat, obwohl die Beine noch laufen könnten. Wenn das am Atmen beteiligte Zwerchfell ermüdet, vermindert ein Reflex des Nervensystems den Blutfluss in den Beinen - eine eingebaute Notbremse, die vor Sauerstoffmangel schützt. Nur wer seine Lunge und Atemmuskulatur fit hält, kann laufen, soweit ihn die Beine tragen. Wer beide aktiv trainiert, kann ihre Leistung um bis zu 300 % steigern.

Dienstag 09:30 Uhr Ö1

Radiokolleg - Reparatur der Zukunft

Das Casting neuer Ideen (2). Gestaltung: Stefan Niederwieser, Julia Jesch, Margit Atzler, Nicholas Ivansits, Luna-Shirin Ragheb Unter [oe1.orf.at/zukunft|oe1.orf.at/zukunft] wird das Zukunftspotential Österreichs präsentiert. Eingeladen sind 20 bis 30-Jährige in kurzen Videoclips vorzustellen, was sie neu und anders machen. Im Fokus steht eine Generation, für die das Internet niemals neu war und die im Schatten der Erderwärmung erwachsen wurde. Was ist gefragt? Innovative Ideen, die heute bestehende Technologien, Dienstleistungen sowie gesellschaftliche und politische Prozesse verändern oder ersetzen sollen und damit zur "Reparatur der Zukunft" beitragen. Ideen, die Probleme erkennen, und Lösungen anbieten: von Klimaschutz, Armutsbekämpfung, bis zu innovativen Businessideen, von privaten Gesprächsrunden, Podcasts, Umweltschutz, Sharing-Initiativen bis zu Forschungsprojekten, von digitalen Apps, Fashion, Lernhilfen, Events, Partys, sozialen Innovationen bis hin zu selbstproduzierten Dingen aller Art. Erlaubt ist alles, was selbstgemacht, selbstorganisiert und selbstgedacht wird. Das Radiokolleg berichtet über eingereichte Projekte, wie die Zukunft im Jetzt repariert werden kann. *Wurmkiste - Wurmkompostierung für zuhause* Bioabfall ist eine Ressource und soll im natürlichen Kreislauf erhalten bleiben. Mit einer Wurmkiste in der Küche muss keiner mehr den Bioabfall rausbringen und stinkenden Biomüllbehältern ist ein Ende gesetzt. Das Füttern und Beobachten der fleißigen Würmer finden nicht nur Kinder spannend. Allein in Wien sind bereits über 2.500 Wurmkisten in Betrieb. Eine Kompostlösung für Daheim ohne großen Aufwand. In einem Jahr kann in der Wurmkiste 80 bis 200 Liter Biomüll verwertet werden und ergibt etwa 14 - 30 Liter Wurmkompost. Und ganz nebenbei ist die Holzkiste als Hocker zum Draufsitzen designt. Link: www.wurmkiste.at Gestaltung: Margit Atzler *Erdbeerwoche - Ganz normale Menstruation* Blut ist blau. Jedenfalls dann, wenn es nach Werbungen geht, in denen Binden, Tampons und andere Hygieneprodukte rund um die Menstruation angepriesen werden. Der erste solche TV-Spot mit roter Flüssigkeit ist gerade einmal drei Jahre alt. Die vorherrschende Farbe ist allerdings weiter blau. Die Erdbeerwoche ist dagegen ganz rot. Dieses Wiener Unternehmen will Normalität und weniger Aufregung rund um das Thema Monatsblutungen sorgen. Dazu gehört es, mit Mythen aufzuräumen, Tipps zu geben, aber auch Unterwäsche, Einlagen oder Menstruationstassen anzubieten, die noch dazu oft Bio sind. Link: https://erdbeerwoche.com/ Gestaltung: Stefan Niederwieser *Space and Place - Stadtspaziergang anders* Smells like Wien spirit, Vienna Ugly oder Wien bei Nacht. Die Initiative "Space and Place" will Wiener/innen Wien näherbringen und lädt zum gemeinschaftlichen Lachen ein. Eugene Quinn, Brite und einer der Gründer von "Space and Place", zeigt andere Seiten von Wien und erklärt in seinen Touren, warum man nicht in weit entfernte Länder fliegen muss, um coole Instagram Fotos zu machen. Für diesen Sommer hat sich space and place etwas ganz Neues überlegt: Tourism for Locals. Zwischen 22. und 29. Juli findet die Vienna Walking Week statt. Zusätzlich zu den Walking Touren organisiert "Space and Place" Wohnstraßen und kulturelle Raumgestaltungen. Alles nach dem Motto: Das Außen der Häuser ist das Innen der Stadt. Link: https://spaceandplace.at/vienna-walking-week/de Gestaltung: Nicholas Ivansits

Dienstag 09:45 Uhr Ö1

Radiokolleg - Der Vater der Wiener Operette

Neue Facetten des Ouvertüren-Meisters Franz von Suppè (2). Gestaltung: Alexandra Faber Angeregt durch die Operettenerfolge von Jaques Offenbach in Wien komponiert Franz von Suppè die erste österreichische Operette: "Das Pensionat". Er war es also, der - noch bevor Johann Strauss mit "Die Fledermaus" eines der berühmtesten Werke der Gattung schrieb - die "Wiener Operette" begründete. Der 1819 im kroatischen Split als Sohn einer Wienerin geborene Komponist trug viel zu einer Legendenbildung seiner Lebensgeschichte bei, darüber hinaus sind mehrere Biographien zum Teil schlecht recherchiert und haben sogar über Jahrzehnte hinweg Falsches reproduziert. Nun hat der Forscher Andreas Weigel viele neue, interessante Details über das Leben und Werk Suppès herausgefunden. So existieren etwa keine, wie vom Komponisten behauptet, belgische Vorfahren, diese stammen vielmehr aus dem heutigen Kroatien; auch über die beiden Ehefrauen und ihren Einfluss auf den Schaffensprozess sind einige neue Details zutage getreten. Der deutlich frühere Beginn der Beziehung mit der um 22 Jahre jüngeren Sofie Strasser dürfte beim Komponisten einen wahren Schaffensschub ausgelöst haben, wodurch Werke wie "Die schöne Galathée" und "Leichte Kavallerie" entstanden. Von den 30 Opern und Operetten sind nur wenige auf heimischen Bühnen präsent, und wenn, dann oft in fragwürdigen Bearbeitungen. Was sich allerdings gehalten hat, sind die Ouvertüren. So gehören etwa "Leichte Kavallerie", "Dichter und Bauer" oder "Ein Morgen, ein Mittag, ein Abend in Wien" jetzt noch zum fixen Repertoire der Wiener Philharmoniker in den Neujahrskonzerten. Doch Franz von Suppè ist nicht nur der Meister zündender Melodien und der leichten Muse, er ist auch Schöpfer eines beachtenswerten Requiems. Was es mit der Anekdote auf sich hat, dass Franz von Suppè angeblich im Theater an der Wien in einem Sarg geschlafen und sein Zimmer mit Totenköpfen ausgemalt hätte - dieser Frage geht Alexandra Faber in ihrer Radiokolleg-Musikviertelstunde nach.

Dienstag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Realismus Epoche der Wirklichkeit Marie von Ebner-Eschenbach Österreichs adlige Realistin Das Kalenderblatt 19.5.1883 Buffalo Bill führt erstmals Wildwestshow auf Von Susi Weichselbaumer Realismus - Epoche der Wirklichkeit Autorin: Christine Hamel / Regie: Irene Schuck Das 19. Jahrhundert ist eine Wunderkammer der Geschichten. Erzählt wird von Menschen, von ihrem Charakter und ihren Eigenheiten, die sich durch gesellschaftliche Normen und Zwänge herausgebildet haben. Wie sieht die Wirklichkeit eines Menschen aus? Und wo ist ihr Ort? In den Vorstellungen, die er von sich hat? Oder in den Konventionen, die die Gesellschaft von ihm hat? Das sind Fragen, die den literarischen Realismus beschäftigen. "Der Realismus will nicht die bloße Sinnenwelt", definiert Theodor Fontane, "er will das Wahre." Das Verlangen nach Wirklichkeit in der Literatur ist auch Mitte des 19. Jahrhunderts nicht neu, aber der Realismus kommt in einer großen Diesseitigkeit an. Wissenschaft, Technik, Medizin und Wirtschaft hatten alle Lebensbereiche umgekrempelt, wodurch die Rolle und Aufgabe des Einzelnen neu definiert werden muss. Fragen, die in einer symbolisch schwer aufgeladenen und polyperspektivisch gestalteten Literatur verhandelt werden. Sie soll es dem Leser erlauben, vom Hochsitz des distanzierten Betrachters selbst ein Urteil zu fällen. Es geht immer um eine Realität, die sich während des Lesens vollzieht. Marie von Ebner-Eschenbach - Österreichs adlige Realistin Autorin: Renate Währisch / Regie: Petra Herrmann Über 100 Jahre ist sie nun tot, aber ihre Werke haben die Zeit überdauert: Ihre berühmteste Novelle, der "Krambambuli", wurde sogar zwei Mal verfilmt. Die geborene Baronin Dumbsky heiratete mit 18 ihren Cousin und lernte in Wien das Uhrmacherhandwerk. Ihren literarischen Durchbruch erzielte sie mit der teils autobiografischen Erzählung "Lotti, die Uhrmacherin". Der folgende Roman "Das Gemeindekind" brachte endlich den ersehnten Erfolg auf breiter Front: Da war sie 56 Jahre alt. Mitfühlende Milieuschilderungen aus der weiblichen Perspektive trafen den Zeitgeschmack. Warmherzig und subtil schildert sie auch die gesellschaftlichen Skurrilitäten ihrer Zeit, ohne sich allzu offen für Frauenrechte einzusetzen. Damit nahm sie vor allem auf ihre Familie Rücksicht. Zu ihrem 70. Geburtstag verlieh ihr die Universität Wien einen Ehrendoktortitel - als erster Frau. Moderation: Christian Schuler Redaktion: Andrea Bräu

Dienstag 16:05 Uhr Ö1

Tonspuren

"Reise ins Zwischenland" Der Autor Klaus Merz über seinen früh verstorbenen Bruder Martin. Feature von Janko Hanushevsky. (DLF 2017) "Ich träume immer noch von ihm, bis heute. Und ich glaube, die Träume sind immer noch unterwegs ihn auszuloten." Klaus Merz, preisgekrönter Lyriker und Prosaautor, blickt aus seinem Wohnzimmerfenster über das schweizerische Wynental. Im Herbst wird er 75. Und der, den er in seinen Träumen noch immer auszuloten versucht, ist sein jüngerer Bruder Martin, der fünf Jahre nach Klaus auf die Welt gekommen und im Alter von 33 Jahren gestorben ist. "Hydrozephalus" lautete die Diagnose bei der Geburt. Zuhause lernte Martin lesen und schreiben. Als Klaus, bereits ein junger Dichter, zum Militärdienst einberufen wird, beginnt Martin, Gedichte zu schreiben. Am heimischen Esstisch liest Klaus Merz aus dem Gedichtband des Bruders vor. Erzählt vom Leben als Außenseiter im Dorf und vom Zusammenhalt in der Familie. Erinnert sich an diese besondere Brüderbeziehung und meditiert über seine Identität als weitgereister Dörfler, dessen kraftvolle Sprachbilder Menschen auf der ganzen Welt bewegen.

Dienstag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Frontera Menschen und Mauern an der Grenze Mexiko-USA Von Lorenz Rollhäuser Regie: der Autor Produktion: NDR/Dlf 2020 "Prävention durch Abschreckung" lautet die Devise der USA seit 1994, seit Bill Clinton die ersten Mauern an der Grenze zu Mexiko bauen ließ. Seither wird immer weiter und höher gebaut. Hinzu kommen die immer lückenlosere Überwachung der Grenze, eine zunehmend rigide Abschiebepraxis durch die Immigrationspolizei ICE sowie neue Regeln zum Asylverfahren, die die Bewerber zwingen, monatelang in Mexiko zu verharren, bevor sie überhaupt einen Antrag stellen können. Das Feature beschreibt Orte an der Grenze und zeigt die zunehmend schwierige Lage derjenigen, die Elend, Verfolgung und Gewalt in ihrer Heimat zu entfliehen suchen oder aus den USA abgeschoben wurden und jetzt nicht weiter wissen. Es zeigt aber auch den Widerstand der Zivilgesellschaft, die für Menschlichkeit in den Borderlands eintritt. Frontera

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Leben in der Krise Eine Hausgemeinschaft im Lockdown Von Manuel Waltz 2012 haben sie ein leerstehendes Haus in Leipzig gekauft und saniert. Es gehört ihnen als Kollektiv. Acht Erwachsene und vier Kinder leben ständig dort, in ganz unterschiedlichen Familienkonstellationen. Sie verstehen sich als Gruppe von Individuen, die solidarisch miteinander leben wollen. Dann kommt Corona- und die Hausgemeinschaft muss sich neu organisieren.

Dienstag 20:00 Uhr NDR kultur

Feature

Fußgänger sind keine Störfaktoren Von Dieter Jandt WDR 2020 Fußgänger sind im öffentlichen Raum deutlich in der Mehrzahl. Doch als Verkehrsteilnehmer werden sie nicht ernst genommen. Sie haben keine Lobby, keine mächtigen Verbände oder Verbündete in Industrie und Politik. Dabei könnte die Lebensqualität in den Städten deutlich zunehmen, wenn man Fußgänger frei laufen ließe. Sie könnten sogar den Handel beflügeln. Es gibt bereits Städte, die den motorisierten Verkehr aus ihren Zentren verdrängt haben. Das aber sind lange Prozesse, die Probleme sitzen tief, auch und vor allem in unseren Köpfen. Sie finden das Feature für 12 Monate in der ARD Audiothek. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter Feature

Dienstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Die beste Tochter der Welt Von Kindern kranker Eltern Von Karla Krause Regie: Giuseppe Maio Mit: Familie Rebhan, Jörg Pilawa, André Dietz, Neale Walsh, Thomas Helbling (alle im O-Ton) sowie Enno Luncke, Pola Szymczak, Christian Eisenhardt, Toni Lorentz, Julius Stucke und Karla Krause Ton: Jan Fraune Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020 Länge: 54"29 (Ursendung) Seit frühester Kindheit kümmert sich Lana um ihren unheilbar nierenkranken Vater. Für die 15-Jährige neben Schule und Haushalt eine ungeheure Belastung. Sie versagt in der Schule, eine psychische Krise deutet sich an. Nach zweimaligem Scheitern in der 8. Klasse verlässt Lana ohne Abschluss das Gymnasium. Lana ist 15. Seit ihrer frühen Kindheit bestimmt die Krankheit ihres Vaters, ein unheilbares Nierenleiden, ihren Alltag. Täglich kann sich sein Zustand dramatisch verschlechtern. Lanas Mutter hat zwei Jobs und arbeitet oft bis in die Nacht. Lana pflegt zu Hause den Vater und kümmert sich um den Haushalt. Jetzt ist sie 15 und muss wegen schlechter Noten das Gymnasium ohne Abschluss verlassen. Fast eine halbe Million pflegende Kinder und Jugendliche gibt es allein in Deutschland. Die meisten von ihnen sind unsichtbar. Lana ist vor Kurzem aus deren Schatten getreten und gibt ihnen Gesicht und Stimme. Sie will kein Opfer sein. Karla Krause, geboren 1942, war Reporterin, Buchautorin, Dramaturgin und Fernsehproduzentin. Seit 2000 arbeitet sie als Autorin vor allem für das Radiofeature. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit sind Geschichten zur medizinischen Ethik, u.a. "Tödliches Erbe" (RBB/WDR 2007, Robert Geisendörfer Preis), "Sternenkind" (HR/WDR 2012, DRK-Medienpreis, Hörfunkpreis der Theodor Springmann Stiftung) und "Kinder am Ende des Lebens" (HR 2015, TOM Medienpreis 2016). Zuletzt für Deutschlandfunk Kultur: "Dazwischen. Intersexuelle Menschen erzählen" (Dlf Kultur 2017). Die beste Tochter der Welt

Dienstag 22:08 Uhr Ö1

Radiokolleg

Lunge und Atem. Ein lebenswichtiges Zusammenspiel (2). Gestaltung: Nikolaus Scholz Reparatur der Zukunft. Das Casting neuer Ideen (2). Gestaltung: Team des "Radiokollegs" Der Vater der Wiener Operette. Neue Facetten des Ouvertüren-Meisters Franz von Suppè (2). Gestaltung: Alexandra Faber

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