Hörspiele im Radio

Abstimmen und Gewinnen

Nominiert für den Deutschen Hörspielpreis der ARD: „Mein hohles Herz singt Lieder der Versammlung“ mit Katharina Hofmann, Sebastian Hufschmidt u. a. (Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020) 
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Bild: SWR/DLF/Max Andrzejewski

bis 6. November ARD Hörspieltage

ARD Hörspieltage 2020

Abstimmung über den Publikumspreis

Die Online-Abstimmung über den Publikumspreis der ARD Hörspieltage 2020 hat begonnen. Die ARD-Sender sowie Deutschlandfunk, der Österreichische Rundfunk (ORF) und das Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) haben die 12 besten Hörspiele des Jahres eingereicht. Die thematische Bandbreite der Wettbewerbsstücke reicht von Original-Hörspielen wie „Mein hohles Herz singt Lieder der Versammlung“ (DLF Kultur) über Klangkunstwerke wie „Die Revanche der Schlangenfrau“ (ORF) bis hin zur Aufarbeitung von Zeitgeschichte wie in „türken, feuer“ (WDR) über den Brandanschlag von Solingen. Den Hauptpreis „Deutscher Hörspielpreis der ARD“ vergibt eine Jury unter Vorsitz von Doris Dörrie und Maryam Zaree. Auf Grund der Corona-Pandemie mussten alle Publikumsveranstaltungen der ARD Hörspieltage in Karlsruhe abgesagt werden. Die Wettbewerbe finden daher in diesem Jahr ausschließlich online statt. Die Besucher*innen der Internetseite www.hoerspieltage.ARD.de können bis 6. November über ihren Favoriten für den Publikumspreis abstimmen.

Hörspiele

Sonntag 08:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Kakadu

Kinderhörspiel Eisbär Aki Von Howard Hunt und Anna Böhm Ab 6 Jahre Regie: Klaus Michael Klingsporn Komposition: Wolfgang von Ackeren Mit: Antonia Zschiedrich, Lorenz Grabow, Tilmar Kuhn, Manuel Harder, André Lewski, Frauke Poolman, Michael Kind und Tonio Arango Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019 Moderation: Tim Wiese Birka und ihr Papa Björn leben in einem kleinen Fischerdorf hoch oben im Norden, wo es fast immer kalt ist und schneit. Birkas Papa ist Fischer und oft auf dem Meer und Birka daher allein zu Hause. Eines Morgens sitzt ganz überraschend ein kleiner Eisbär in Birkas Küche und futtert die Fischstäbchen, die Birka eingentlich für ihren Wandertag eingeplant hatte. Der kleine Eisbär stellt sich als Aki vor und wirft Birka vor, dass ihr Vater ein Fischdieb wäre. Denn seit Monaten würde verbotenerweise in den Gewässern der Bäreninsel gefischt werden. Und das, obwohl in einem Abkommen zwischen Menschen und Eisbären vor vielen, vielen Jahren geregelt worden war, dass dieser Teil vom Eismeer den Eisbären ganz allein gehört. Den Vorwurf, dass ihr Vater ein Dieb wäre, kann Birka nicht auf sich sitzen lassen und macht sich auf, den wahren Fischdieb zu finden. Und sie weiß auch schon genau, wo sie ihre Nachforschungen beginnen wird. In der Fischfabrik, denn dort landen alle Fische, die die Fischer gefangen haben. Anna Böhm, geboren 1975 in Berlin, studierte Drehbuch in Ludwigsburg, schreibt Prosa und Hörspiele für Kinder und Erwachsene.

Sonntag 11:10 Uhr SRF 3

Maloney

Die haarsträubenden Fälle des Philip Maloney. Wer die Hörspiel-Reihe nicht kennt, hat etwas verpasst.

Sonntag 14:00 Uhr Bermuda.funk

HÖRSPIELplatz

In der Oktober-Sendung des HÖRSPIELplatzes präsentieren wir euch das in naher Zukunft spielende Kurzhörspiel "Schrebergarten 5.0", ein Interview mit dessen Macher Rainer Grund sowie vier persönliche Höreindrücke in unsere Arbeit und zu unserer Beziehung zum Medium Hörspiel und Radio selbst. Hinweis: In An- und Abmoderation kamen Ausschnitte aus dem Lied "Speaker Joy" von Blue Dot Sessions vor. CC BY-NC 4.0 freemusicarchive.org/music/B...

Sonntag 14:04 Uhr WDR5

WDR 5 KiRaKa. Radio für Kinder

Ein Geschenk aus dem Himmel (2/2) Von Sarah Lean Callys Mutter ist bei einem Unfall ums Leben gekommen, und doch meint Cally sie zu sehen. Übersetzung aus dem Englischen: Alexander Ernst Bearbeitung: Maria Fremmer Regie: Angeli Backhausen Produktion: WDR 2016

Sonntag 15:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Ein Berg, viele Von Magdalena Schrefel Regie: Teresa Hoerl BR/ORF 2020 Ursendung Wiederholung am Montag, 20.05 Uhr Ausgangspunkt für das Hörspiel ist die Geschichte des britischen Geografen James Rennell, der sich im ausgehenden 18. Jahrhundert von seinem Lehnstuhl aus den Verlauf des Flusses Niger nicht anders erklären konnte, als dass sich dort ein Gebirgsmassiv befinden müsse. Kong-Berge nannte er dieses kurzerhand und zeichnete es in die Landkarte ein - und für die nächsten 150 Jahren tauchten die erdachten Berge in beinahe allen Darstellungen des afrikanischen Kontinents auf. Mit seiner Geschichte verknüpft Magdalena Schrefel die Geschichte einer jungen Hörspielautorin, die sich in der Gegenwart aufmacht, um diesen historischen Fall zu erzählen, und dabei nicht davor gefeit ist, sich selber in die Geschichte zu verstricken. Ihre Begegnung mit dem "Sandflüchtling" Ismael, der sie zu einem Lager namens Mount Kong führt, stellt infrage, ob und wie sich dieser historische Fakt überhaupt erzählen lässt - und wer die Deutungshoheit darüber hat. "Ein Berg, viele ist vor allem ein Hörspiel darüber, dass es kein unschuldiges Erzählen gibt, dass das Geschichtenerzählen immer auch davon handelt, wer erzählen kann, wer gehört wird und wem man Glauben schenkt." (Magdalena Schrefel) "Wie klingen Fakten? Und wie Fiktion? Macht das überhaupt einen Unterschied? Ein Berg, viele lädt ein zu einer akustisch-imaginären Entdeckungsreise in verschiedene Länder, Zeiten, Biografien und führt uns bis an die gemeinsamen Wurzeln von Wahrheit und Erfindung." (Teresa Hoerl) Magdalena Schrefel, geb. 1984, längere Arbeitsaufenthalte in Vukovar und Göteborg, Studium der Europäischen Ethnologie an der Universität Wien sowie Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Autorin von Theaterstücken, Hörspielen und Erzählungen. Auszeichnungen u.a. Kleist-Förderpreis 2020 und 3. Else-Lasker-Schüler-Stückepreis 2020 für die Theaterfassung von Ein Berg, viele. Uraufführung voraussichtlich im September 2020 in der Regie von Pia Richter am Schauspiel Leipzig. Weiteres Hörspiel die Bergung der Landschaft (BR/ORF 2020).

Sonntag 16:10 Uhr SRF 1

Apropos Hörspiel

Sonntag 17:04 Uhr SR2 Kulturradio

HörspielZeit: ARD Radio Tatort - Die Liebe des Malers zum Modell

von Martin Mosebach (HR 2020)

Sonntag 17:04 Uhr WDR5

WDR 5 Hörspiel am Sonntag

Thema "Wir sind gesund und ihr seid krank": Rocky Dutschke "68 Von Christoph Schlingensief Kult-Satire von Christoph Schlingensief Mit Achim von Paczensky, Kerstin Grassmann, Mario Garzana, Christoph Schlingensief, Ilse Garzana, Kurt Garzana und Rosemarie Bärhold Regie: der Autor Produktion: WDR 1997

Sonntag 18:00 Uhr Bremen Zwei

Hörspiel: Der stumme Tod (3/3)

Die Hörspielserie zu "Babylon Berlin" Der stumme Tod (3/3) nach dem Roman von Volker Kutscher Bearbeitung: Thomas Böhm und Benjamin Quabeck Berlin 1930: Während die Berliner Filmwelt durch der Mordserie an Schauspielerinnen in Aufruhr ist und die Presse mit Spekulationen Stimmung gegen die Polizei macht, gelingt es Kommissar Gereon Rath, die ersten Fäden in seinen verzweigten Ermittlungen zusammenzuführen. Er bekommt einen neuen unerwarteten Ermittlungsgehilfen an die Seite, an dem auch Charlotte Ritter Gefallen findet. Rath hat Erfolg damit, die eher privaten Untersuchungen nach und nach zu einem Ende zu bringen, aber die Obduktionsberichte über die getöteten Schauspielerinnen geben viele Fragen auf - bis plötzlich eine heiße Spur daraus erwächst. Raths Alleingänge haben ihn schon häufiger in die Bredouille gebracht, doch diesmal wird es richtig brenzlig. Das Spiel von Licht und Schatten auf der Leinwand droht ihm zum Verhängnis zu werden. Produktion: WDR/RB/rbb 2020 für die ARD-Hörspielredaktionen Regie: Benjamin Quabeck Komposition, Liedtexte Musik: Verena Guido mit Ensemble und das WDR Funkhausorchester

Sonntag 18:20 Uhr SWR2

SWR2 Hörspiel am Sonntag

Teure Schwalben Von Irmgard Maenner Mit: Irm Hermann, Julika Jenkins, Veronika Bachfischer, Sascha Nathan, Florian Lukas u. a. Musik: Janko Hanushevsky Regie: Heike Tauch (Produktion: DLF Kultur 2019) "Du träumst wohl von den Hutschwalben!" Nach einem Unfall holt die Tochter die allein lebende Gunda nach Berlin. Gunda hat Schwalben im Hirn. Sie erlebt fantastische Dinge. Vergangenheit reißt auf, führt Gunda an Abgründe und in Gefahren, doch ihre Schwalben machen die Gegenwart groß, witzig, poetisch und trostvoll. Auch für die Tochter setzt sich etwas in Gang. Im Spannungsfeld zwischen den Frauen entwickelt die Demenz ihr eigenes Drama. Ausgezeichnet als Hörspiel des Monats November 2019.

Sonntag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Sommertag Nach Jon Fosse Übersetzung aus dem Norwegischen: Hinrich Schmidt-Henkel Regie: Ulrike Brinkmann Mit: Monica Bleibtreu, Marina Galic, Lieselotte Rau, Katja Tippelt, Falk Rockstroh und Max Giermann Vokalkomposition: Hilde Kappes Ton: Lutz Pahl Produktion: DeutschlandRadio Berlin 2001 Länge: 75"17 Ein einsames Haus am Fjord. Den jungen Ehemann zog es oft auf das Meer hinaus, auch an jenem stürmisch-regnerischen Tag. Seine Frau, inzwischen gealtert, erlebt den Tag immer wieder. Ein Hörspiel über das Erinnern und Vergessen. Ein Haus an einem Fjord, ein Sommertag. Damals hat es geregnet, als die junge Frau ihren Mann zum letzten Mal zum Meer hinuntergehen sah. Ihre Freundin war zu Besuch, als irgendwann die Suchmannschaft sein Holzboot fand und das Telefon klingelte. Immer wieder durchlebt die Frau diesen Tag, an dem der Mann trotz Sturm auf den Fjord rausfahren wollte und sie von Anfang an unruhig war. Immer wieder ging sie zum Fenster, hielt nach ihm Ausschau - bis heute tut sie das, sucht nach Antworten auf die offen gebliebenen Fragen. Eigentlich wollten beide glücklich werden fernab der Stadt, im eigenen Haus, doch dann fuhr er immer öfter, immer länger zum Fischen. Die alte Frau beobachtet sich selbst als junge Frau, steht wartend neben ihr am Fenster. Gegenwart und Vergangenheit verschmelzen, der Verlust bleibt unerklärt. Jon Fosse, geboren 1959 in der norwegischen Küstenstadt Haugesund, ist Dramatiker, Romancier, Lyriker und Kinderbuchautor. Auszeichnungen u.a.: Nordischer Dramatikerpreis, Internationaler Ibsen-Preis, Europäischer Preis für Literatur, Literaturpreis des Nordischen Rates. 2003 erschien die Novelle "Das ist Alise", die Vorlage des Hörspiels "Sommertag". Mit dem Drama "Meer" hat sich Fosse 2014 vom Theater verabschiedet und der Prosa zugewandt. Romane u.a. "Morgen und Abend" (2000), "Der andere Name. Heptalogie I-II" (2019). Sommertag

Sonntag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Thema "Wir sind gesund und ihr seid krank": Outtakes - Drogen und Rausch Von Henning Nass Was uns die Sinne rauben kann Mit Margit Carstensen, Christoph Schlingensief und Martin Wuttke Regie: der Autor Produktion: WDR 2010

Sonntag 21:00 Uhr NDR 1 Radio MV

NDR 1 Radio MV - Plappermoehl / Plattdeutsches Hörspiel

Lütt Stunn" Lüdsnack, Musik un süst noch wat Die "Plappermoehl" ist die älteste plattdeutsche Radiosendung im Nordosten. Angefangen hat alles in Dabel, als 1983 die erste "Plappermoehl" auf dem Kornboden der alten Holländerwindmühle aufgezeichnet wurde. Mittlerweile ist die Sendung unterwegs in ganz Mecklenburg-Vorpommern und meldet sich regelmäßig aus einem anderen Ort des Landes mit "ne lütt Stunn Lüdsnack, Musik un süst noch wat". Mit Humor und guter Laune moderieren Susanne Bliemel und Thomas Lenz ihren Klönsnack mit interessanten Gästen. 21:00 - 21:03 Uhr Nachrichten, Wetter, Verkehr

Sonntag 21:00 Uhr SWR4 Baden-Württemberg

SWR4 BW Mundart und Musik

Hörspiele und Sketche in Mundart

Sonntag 21:05 Uhr NDR Info

Das Hörspiel

2 Audios Der stumme Tod (5/6): Auf den Hund gekommen Der stumme Tod (6/6): Das Spiel von Licht und Schatten Radioversion von "Babylon Berlin" Nach dem gleichnamigen Roman von Volker Kutscher Bearbeitung: Thomas Boehm und Benjamin Quabeck Musik: Verena Guido Mit Sebastian Blomberg, Uwe Ochsenknecht, Reiner Schöne, Fabian Busch, Denis Moschitto, Rudolf Kowalski, Jakob Diehl, Peter Nottmeier, Lou Strenger, Malte Arkona, Alice Dwyer, Ole Lagerpusch Gemeinschaftsproduktion WDR/Radio Bremen/RBB für die ARD-Hörspielprogramme und Deutschlandradio Berlin 1930: Nach dem Börsencrash und der daraus resultierenden Weltwirtschaftskrise haben "Die Goldenen 20er-Jahre" ein abruptes Ende gefunden. Kommissar Gereon Rath lebt sich zunehmend in der Hauptstadt ein. Doch sein Hang zu Alleingängen führt dazu, dass er nicht mehr die Fälle bekommt, die ihn wirklich interessieren. Eine willkommene Ablenkung ist ein Unfall mit Todesfolge in einem Film-Atelier. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. 21:30 - 21:35 Uhr Nachrichten Das Hörspiel

Sonntag 22:00 Uhr HR2

Hörspiel | Der stumme Tod von Volker Kutscher (Teil 3)

Dreiteiler in der Regie von Benjamin Quabeck Berlin 1930: Nach dem Börsencrash und der daraus resultierenden Weltwirtschaftskrise haben "Die Goldenen 20er Jahre" ein abruptes Ende gefunden. Kommissar Gereon Rath, der nicht ganz freiwillig von Köln nach Berlin wechselte, lebt sich zunehmend in der Hauptstadt ein, die einem rapiden Wandel unterworfen ist. Doch sein Hang zu Alleingängen führt dazu, dass er nicht mehr die Fälle bekommt, die ihn wirklich interessieren.

Sonntag 23:00 Uhr Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

"mit der Fliehkraft" von Ines Birkhan, Anne Bennent, Sainkho Namtchylak Text Inszenierung: Ines Birkhan Stimmen: Anne Bennent, Ines Birkhan, Sainkho Namtchylak Musik/Komposition: Bertram Dhellemmes Autorenproduktion im Auftrag des ORF Kunstradio 2020 Bei diesem Projekt wagt sich Ines Birkhan auf ein Terrain, das üblicherweise der Science-Fiction überlassen wird. Der Text ist eine lyrische Zukunftsvision. Zunächst erscheinen die Stimmen zweier Frauen (Anne Bennent und Ines Birkhan) - die eine befindet sich in einem Raumschiff, die andere auf dem Planeten Mars. Beide halten sich während ihrer Konversation in isolierten Räumen auf, doch nach und nach strömen Geräusche und Stimmen aus dem Raumschiff und vom roten Planeten hinzu, bis es schließlich zu einem kompletten klanglichen Eintauchen in die Marswelt kommt (Sainkho Namtchylak). Bertram Dhellemmes Soundscape wird einerseits mit dem Widerhall von Science-Fiction-Klassikern mit analogem Synthesizer spielen, andererseits einen Dialog zwischen Stimmarbeit und minimalistischer elektronischer Perkussion herstellen. In "mit der Fliehkraft" geht es um eine poetische, stark körperbezogene Sphäre. Die Frau im Raumschiff erlebt physische Veränderungen und hat Informationen erhalten, wie diese Entwicklungen beim Eintritt in die Mars-Atmosphäre weitergehen werden. Trotzdem herrscht Unsicherheit an Bord. Ihre Verwandte auf dem Mars bestätigt die Informationen und zeichnet ihrerseits ein Bild vom Leben auf dem Planeten. Er ist offensichtlich zum Teil "terraformiert", da es flüssiges Wasser, einen annehmbaren Atmosphärendruck und ein Magnetfeld gibt. Klar wird auch, dass sich die Lebensdauer der Menschen beträchtlich verlängert hat und es als positives Ereignis oder sogar Ziel angesehen wird, wenn diese "zur Ruhe kommen" und "nicht viel anderes tun, als die großen Zehen zu drehen". Der Text ist dialogisch und zyklisch gebaut und an manchen Stellen von einem sich wandelnden Refrain unterbrochen. Obwohl die Konversation der beiden Frauen formelhaft erscheint, leuchtet doch Sensuelles und persönlich Erlebtes hindurch. Auf dem Raumschiff gibt es ein U-Deck, aus dem Rufe dringen. Sie kommen von Menschen, die auf den Polkappen siedeln werden, um Kohlendioxid und Sauerstoff aus dem Regolith zu schlagen. Nach und nach erhalten die Zuhörer/innen Einblick in die unterschiedlichen Lebensräume und -bedingungen der Marsbewohner. Gegen Ende des Hörspiels zeichnet sich die vielbeschworene Evolution der Menschen auf dem Mars deutlich ab. Der "Gleichmut" der Älteren - ihre einfachen Lieder, der Zerfall von Sprache in vereinzelte, hängengebliebene Wörter, Silben und Buchstaben, Stimmen, die den Grat zwischen tierischer und menschlicher Lautäußerung abschreiten - stellt die wichtigsten Elemente dar. Es ist eine ambivalente, durchaus musikalische Welt, die von Anne Bennents, Sainkho Namtchylaks und Bertram Dhellemmes Klangvisionen geprägt ist.

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