Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Zeit-Ton

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

Mut zur Menschlichkeit. "Was werden wir unseren Enkeln erzählen?", fragt die Schauspielerin Katharina Stemberger, angesichts von Menschen, die täglich vor unseren Augen ertrinken und erfrieren Weltweit werden Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen, weil sie zu Hause nicht mehr leben können. Ein relativ kleiner Teil schafft es bis vor die Tore Europas. "Und wir schauen zu, wie auf den Inseln, wo wir gerne Urlaub machen, Internierungslager entstehen, und Menschen vor unseren Augen täglich ertrinken und erfrieren, dann frag ich mich: Was werden wir unseren Enkeln erzählen?", fragt die Schauspielerin Katharina Stemberger. Sie hat mit Kolleginnen und anderen Prominenten die Aktion "Courage - Mut zur Menschlichkeit" gegründet und fordert, Menschen aus dem abgebrannten Lager Moria aufzunehmen. Über die Wurzeln und Gründe für ihr Engagement und über Begegnungen mit den Menschen in den Flüchtlingslagern auf Lesbos, die sie gemeinsam mit dem katholischen Bischof Hermann Glettler vergangenen Dezember besucht hat, erzählt Katharina Stemberger in ihren "Gedanken für den Tag".

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Helmut Jasbar. Passion, das ist ein erstaunlicher Begriff: Er kann sowohl Leidenschaft als auch Leidensweg bedeuten, da ist die Sprache selbst die Philosophin. Einer Passion, die ein bisschen auch ein musikalischer Fleckerlteppich ist, werden wir auch begegnen: Carl Philipp Emanuel Bach trat die Nachfolge von Georg Philipp Telemann als städtischer Musikdirektor in Hamburg an. Dort, und gerade auf dem Gebiet der Passionskomposition, hat Telemann Maßstäbe gesetzt, C.P.E. Bach stand somit unter einem hohen Erwartungsdruck, denn Telemann selbst hat bis ins hohe Alter gearbeitet. Also einerseits der Erwartungsdruck, aber andererseits war es zu Zeiten des Bachsohnes durchaus üblich, erfolgreiche und beliebte Musik in neuen Kontext zu stellen - bekanntlich hat auch Bach der Ältere sich darauf verstanden - und so ist Carl Philipp Emanuels Johannespassion ein Passions-"Pasticcio". Er verwendete Musik vom Vorgänger Telemann, Gottfried Heinrich Stölzel und von seinem Vater, nach dessen Johannespassion er den Schlusschor gestaltete.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Die Tierärztin Fabia Wyss vom Zoo Basel erzählt über die Flamingos. Teil 3: Nachwuchs im Zoogehege Gestaltung: Anja Petersen Flamingos sind gesellige Vögel. In freier Wildbahn leben sie oft in riesigen Kolonien mit Tausenden von Tieren. Einer der bekanntesten Nistplätze in Europa liegt in der Carmargue im Süden Frankreichs. Dort sind die Tiere mit dem leuchtend roten Federkleid schon von weitem zu erkennen. Die Vögel tragen nicht von Anfang an ein buntes Federkleid. Die Küken sind nach dem Schlüpfen graubraun. Erst wenn sie geschlechtsreif werden, bekommen die Tiere ihre charakteristische Färbung. Der Grund dafür ist die Nahrung: Auf dem Speiseplan wild lebender Flamingos stehen Algen und kleine Krebse, die bestimmte Farbpigmente enthalten, durch die das Gefieder rosa wird. In Zoos, wo sie diese natürliche Nahrung nicht haben, wird ihnen ein spezielles Ersatzfutter verabreicht. Sonst würden die Vögel nach und nach ausbleichen. Eine Besonderheit der Flamingos ist die Ernährung der Küken. Beide Elternvögel füttern ihre Jungen mit einem in der Speiseröhre produzierten Nährsekret, das der Milch von Säugetieren ähnelt. Erst nach etwa zwei Monaten ist der Schnabel der Jungtiere so weit entwickelt, dass sie selbst Nahrung aus dem Wasser filtern können.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Zukunft Wald

Potential für kommende Generationen (3). Gestaltung: Kim Cupal und Nikolaus Scholz Der Wald gilt für viele als Hoffnungsträger gegen den Klimawandel. Denn gesunde, bewirtschaftete Wälder dienen uns als CO2 Speicher und unterstützen mit einer Vielfalt an Bodenlebewesen die langfristige Bindung des Kohlenstoffs im Waldboden. Doch seine Stabilität und Widerstandskraft ist abhängig von einer artenreichen Fauna und Flora. Und gerade diese geht zunehmend verloren. Denn nach wie vor bestehen mehr als die Hälfte der österreichischen Wälder aus reinen Fichtenwäldern. Die zunehmende Trockenheit, der Borkenkäfer, die Windbrüche setzen den Monokulturen massiv zu, ebenso die Nonnen-Raupe, die bevorzugt Kiefer- und Föhrenwälder schädigt, sowie zahlreiche Pilze. Daher ist der Wald heute von Naturkatastrophen und Schädlingen in Mitleidenschaft gezogen und wohl selbst der größte Verlierer des Klimawandels. Von den heimischen Nadelbaumarten erscheint vielerorts noch die Kiefer als am besten gegen den Klimawandel gewappnet. Im Laubwald könnte währenddes die bislang regierende Buche von den Trauben- und Stieleichen überholt werden. Eine bislang unterschätzte Baumart, die sogar unter enormen Trockenstress nicht mit der Photosynthese aufhört und von der Schwäche der anderen profitiert. Eine Alternative, um klimastabile Wälder zu schaffen, bietet auch die Einführung bislang nicht heimischer Baumarten. Vor allem die Douglasie, die Küstentanne und Roteiche, vielleicht auch die Baumhasel und Esskastanie oder die türkische Tanne gelten als vielversprechend. Im Nationalpark Kalkalpen und zahlreichen anderen europäischen Schutzgebieten hat sich in den vergangenen Jahren die ?Tu Nichts' - Philosophie durchgesetzt: Von den 21.000 Hektar Nationalpark Kalkalpen sind aktuell rund 400 Hektar Naturwald - hier darf sich der Wald gänzlich ohne menschliches Eingreifen entfalten. Somit werden die Fichten ihrem sicheren Tod überlassen und zurück bleiben nur mehr skelettartige Monumente auf verödeten Flächen. Doch was auf den ersten Blick nach Wüste aussieht, ist der Anfang neuen Lebens. Junge Buchen, Tolkirschen, Türkenbundlilien und seltene Orchideenarten wie den Frauenschuh finden hier Licht und Platz, um zu gedeihen. Wie ist es um den Wald der Zukunft bestellt, und welche Wege beschreiten die Waldbesitzer und Förster, diese ökologische wie ökonomisch Ressource für die kommenden Generationen gesund zu erhalten?

09.30 Uhr
Radiokolleg - Positionen in der Kunst

Marc Quinn (3). Gestaltung: Christine Scheucher *Marc Quinn: Me, Myself and I* Als Künstler wie Damien Hirst, Sarah Lucas oder Tracey Emin in den 1990er Jahre unter der Etikette Young British Artists den internationalen Kunstmarkt aufmischten und erfrischten, war er mit dabei: Marc Quinn, geboren 1963 in London, war nicht nur in der gleichnamigen legendären Gruppenausstellung von Mäzen und Marketing-Guru Charles Saatchi vertreten, er gehörte auch zu jener jungen Künstlergeneration, die in der Londoner Galerie White Cube zeigte, was angesagt und neu war. Aufsehenerregend ist Quinns Beitrag zum Selbstporträt, angesiedelt an der Schnittfläche von Skulptur und Performance. In der Serie "Self" dokumentierte der Künstler seinen körperlichen Wandel im Zeitraum von 5 Jahren und goss Skulpturen aus seinem eigenen Blut. Seine Bronzeskulptur "Mirage", die Folterpraktiken im US-amerikanischen Gefängnis Abu-Ghraib zum Thema macht, erzeugte ein großes mediales Echo. Die Arbeit, die auf einer ikonischen Fotografie beruht und einen Gefangenen zeigt, der mit Elektroschocks gequält wird, stand im Kreuzfeuer der Kritik. Quinn musste sich den Vorwurf gefallen lassen, das Leid der Opfer im Namen der Kunst zu instrumentalisieren.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Was ist Clubkultur?

Vier Modelle aus Österreich (3). Gestaltung: Stefan Niederwieser Was ist Clubkultur. Den Begriff führen mittlerweile Kuratorinnen genauso im Mund wie Bohèmiens, Staatssekretärinnen und Eventmanager. In Clubs und um sie haben sich zahlreiche Musikstile und Genres entwickelt. Zudem waren sie Keimzellen sozialen Wandels. Denn in ihnen waren Klasse und Hautfarbe für einige Stunden ausgehebelt. Sie erschufen utopische Singularitäten. Dieser Moment wurde kultiviert und verfeinert. In Clubs wird gefeiert. Doch das ist lediglich ein hübscher Nebeneffekt. Mindestens genauso zählen die Musik, die Art wie sichergestellt wird, dass sich alle wohlfühlen, oder das Spiel mit der eigenen Identität. Clubs bieten dafür einen kontrollierten Rahmen. Das soziale und ästhetische Design dieses Ortes ist Clubkultur. In Clubs finden Subkulturen einen Raum - wenn etwa eine Gemeinschaft eigene Regeln dafür aufstellt, was guter Geschmack ist und was Anerkennung verdient. Am deutlichsten lässt sich das in Österreich in einigen städtischen Außenbezirken beobachten. Die Namen der Musiker, die dort in Clubs auftreten oder von einem DJ gespielt werden, sind bei der Mehrheitsbevölkerung kaum bekannt. Kulturelles Kapital will an diesen Orten anders verdient werden. Auch dort, wo sich lesbische, schwule oder queere Menschen gerne zum Feiern treffen, gilt es sich anders auszuprobieren und sich zu behaupten. In anderen Teilen der Clubkultur werden kapitalistische Zwänge unterlaufen. Und auch Hip Hop galt einmal als eine Musik der Entrechteten. In diesem Radiokolleg werden vier Modelle näher betrachtet, die heterotopische Momente für ihre Community schaffen. Stefan Niederwieser gibt Einblicke in Techno, Hip Hop, queere und migrantische Clubkultur in Österreich. In Szenen also, die eine Pandemie zu zerstören droht.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Nadja Kayali. Giacomo Meyerbeer: Klarinettenquintett in Es-Dur Giacomo Meyerbeer und Heinrich Bärmann haben einander in München kennengelernt. Das Klarinettenquintett in Es-Dur, das Meyerbeer für Bärmann geschrieben hat, entstand in Wien und wurde dort auch uraufgeführt. Abgesehen davon, dass Bärmann ein brillanter Virtuose war und eine neue Blastechnik eingeführt hat, hatte Bärmanns Stil etwas, das einen Opernkomponisten wie Meyerbeer sofort ansprechen musste: Bärmann ließ sein Instrument singen.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

?Patagonien? von Carolina Schutti. Es liest Angelica Ladurner. Carolina Schutti: "Patagonien", Edition Laurin "Stille Wasser sind tief" - dieses alte Sprichwort gilt auch für die Figuren in Carolina Schuttis Roman "Patagonien": Sarah, Johannes, Ben und Mick sind aus unterschiedlichen Gründen nach Patagonien gereist, um hier zu leben: Sarah erwartet sich Freiheit, Johannes konnte Abstand zu seinem früheren Leben gewinnen. Der ehemalige Krankenpfleger Ben ist von seiner Arbeit ausgebrannt und suchte die Einsamkeit. Mick bleibt geheimnisvoll wie Iris, die zur Gruppe stößt. Dieses Personal und sein Verhalten beobachtet und beschreibt Carolina Schutti aus mehreren Perspektiven. "Patagonien" ist ihr dritter Roman nach "Wer getragen wird, braucht keine Schuhe", "Nervenfieber und "Eulen fliegen lautlos". Bevor sie sich entschloss, als freie Autorin zu leben, studierte sie Germanistik, Amerikanistik und Anglistik. Daneben absolvierte sie eine Gesangsausbildung und das Studium der Konzertgitarre. Ihr Habilitationsvorhaben gab sie zugunsten ihrer literarischen Arbeit auf. Gestaltung: Martin Sailer, Landesstudio Tirol

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Dave Brubeck Trio Live at the Wiener Konzerthaus, 1967 Gestaltung: Stephan Pokorny Am 12. November 1967 gastierte Dave Brubeck im Rahmen der letzten Europa-Tournee des Dave Brubeck Quartet in einer unerwarteten Formation in Wien: Gemeinsam mit Kontrabassist Eugene Wright und Schlagzeuger Joe Morello, jedoch ohne Saxophonist Paul Desmond, absolvierte er zwei Konzerte im Konzerthaus, deren eines in einer Aufnahme seither im ORF-Archiv lagert.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Irene Suchy. Das Violin Duo The Twiolins gibt Barockes und Tango Nuevo. Seit 2011 produziert das Geschwisterpaar Marie-Luise und Christoph Dingler CDs mit neuen Programmen für zwei Geigen: "Virtuoso", "Sunfire", "Secret Places" und nun "Eight Seasons, Evolution" - mit der Silbermedaille der Global Music Awards ausgezeichnet. Für ihren Mut zur Erweiterung eines Repertoires, das vor ihrem beherzten Eingreifen den Geruch von Schulmusik und Lehrstücken hatte, wurden sie vielfach geehrt. The Twiolins, Violinduo aus Mannheim, haben künstlerische Motti: "Kontakt zum inneren Kind zu halten und sich immer wieder von Fantasie und kindlicher Neugier leiten und verführen zu lassen." Die Erweiterung des Repertoires geht einher mit einer Erweiterung der Dramaturgie: Auftritte im Trio mit einem Beatboxer und die Initiierung eines Progressive Classical Music Award. Fortschritt in der Klassik, Neues im Alten, finden: Das ist das Ziel des neuen Albums "Eight Seasons. Evolution". Vivaldis Jahreszeiten werden Tangos von Piazzolla gegenüber gestellt. The Twiolins verbinden jeweils einen Satz von Vivaldi mit einem Piazzolla-Tango und wollen zwischen den Kompositionsstilen von Vivaldi und Piazzolla strukturelle kompositorische Verwandtschaften entdecken.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

"Aus den NDR-Archiven". NDR Sinfonie Orchester, Dirigent: Thomas Hengelbrock; Boris Berezovsky, Klavier. Richard Wagner: Ouvertüre und Venusberg-Bacchanale aus "Tannhäuser" * Franz Liszt: a) Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 Es-Dur; b) Totentanz; c) Harmonies du soir aus den "Etudes d'éxecution transcendante" (aufgenommen am 1. März 2013 in der Laeiszhalle, Hamburg). Präsentation: Peter Kislinger

15.30 Uhr
Moment

Das Berufsvermittlungsprojekt "Step by Step" der Lebenshilfe Graz Der 27-jährige Steirer Martin Pötschger hat das Asperger-Syndrom. Fünf Jahre lang suchte der Chemielaborant vergeblich nach einer Stelle. Es scheiterte an den Bewerbungsgesprächen, bei denen er sich in fremder Umgebung unwohl fühlte und nur knappe Antworten gab. Vor drei Jahren stieß er auf das Qualifizierungsprojekt "Step by Step" der Lebenshilfe Graz, das sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen mit Behinderung beim Einstieg in den Arbeitsmarkt zu helfen. Bereits nach wenigen Wochen in einer Gruppe bekam er einen Job beim Umweltamt der Stadt Graz, wo er seither Berechnungen zur Luftgüte anfertigt. Bei seinem Bewerbungsgespräch hatte ihn eine Sozialpädagogin begleitet, einer der Mitarbeiter des Amts wurde sein Mentor. Nach einem Jahr Probezeit stellte die Stadt Graz Martin Pötschger an. Bisher haben über "Step by Step" sieben Personen einen Arbeitsplatz gefunden. Doch die Lebenshilfe sieht viel mehr Potential: Ein Drittel aller Menschen mit Behinderung, die derzeit in Werkstätten von Behinderteneinrichtungen beschäftigt sind, könnten künftig in regulären Anstellungen arbeiten. Gestaltung: Jonathan Scheucher Moment-Echo: Bea Sommersguter Wort der Woche: Lothar Bodingbauer

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Ein Radiohund übt ungern allein! Rudi und das Musizieren Rudi und Kater wollen unbedingt bald mit ihrer Band auftreten; also zumindest im Freien musizieren. Dafür muss der Radiohund aber endlich die Lieder üben. Er spielt seit Kurzem Ukulele. Leider fällt ihm das Zupfen mit der Pfote noch sehr schwer und der Kater hat gesagt, dass er halt jeden Tag mit dem Instrument spielen muss - sonst wird das nichts! Deshalb holt sich Rudi Tipps von zwei Profis: Tilda und Greta spielen Bratsche und Harfe. Sie erzählen ihm von einem Übungssammelpass: wer hundert Mal für zehn Minuten geübt hat, darf sich im Spielzeuggeschäft etwas aussuchen. "Was für eine geniale Idee!", findet der Radiohund. Gestaltung: Kathrin Wimmer

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Praxis - Religion und Gesellschaft

16.40 Uhr
Das Ö1 Gesundheitsmagazin

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. Buffy Saint-Marie. Kleine Hommage an eine große Songschreiberin, Sängerin und unermüdliche Aktivistin Am 20. Februar feierte die indigene Musikerin Buffy Sainte-Marie ihren 80. Geburtstag, hierzulande relativ unbemerkt von der großen Öffentlichkeit. Dabei hat jeder schon einmal einen ihrer Songs gehört und sei es: "Up where we belong" für den sie 1983 einen Oscar erhielt, "Universal Soldier" oder "It's time for you to go". Sängerinnen und Sänger verehrten sie und coverten ihre Songs wie Joni Mitchell, Donovan, Elvis Presley, Neil Diamond, Cher, Joe Cocker, Nancy Sinatra u.v.a. Zudem gilt sie als Ikone der amerikanischen Ureinwohner, sie setzt sich unermüdlich für die Rechte und das Leben der indigenen Bevölkerung ein und war in so vielem Vorreiterin, dass es erstaunlich ist, dass ihr Ruhm und Anerkennung nicht noch viel mehr zuteil geworden sind. Aber das hat mit dem latenten und offenen Rassismus der USA zu tun, mit einer stillschweigenden Diskriminierung. In dieser Sendung wollen wir erzählen, warum der 20. Februar nur möglicherweise ihr Geburtstag ist, wo sie überall ganz vorne mit dabei war, wir legen ein paar ihrer größten Hits und schönsten Lieder auf und fragen nach, was sie heute umtreibt, denn Buffy Sainte-Marie ist eine umtriebige 80-jährige, voller Pläne und Projekte.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zur Geschichte des Impfens mit: Marcel Chahrour, Medizinhistoriker und Museumspädagoge Gestaltung: Hanna Ronzheimer Kaum eine Impfung ist in den vergangenen Jahrzehnten so heftig diskutiert worden wie die gegen Covid19. Impfskeptiker sind allerdings kein neues Phänomen. Es gibt sie seit der Einführung der ersten künstlichen Immunisierungen vor 300 Jahren. Im Jahr 1720 hatte man die Technik der "Einimpfung" oder "Variolation" aus dem Osmanischen Reich nach Europa geholt. Knapp 80 Jahre später erfand der englische Arzt Edward Jenner die Kuhpockenimpfung. Denn Kühe bekamen eine Form von Pocken, die für den Menschen ungefährlich war. Erkrankten Menschen an Kuhpocken, waren sie immun gegen die schwere Form der sogenannten "Menschenpocken". Tausende Österreicherinnen waren um 1800 an den lebensgefährlichen Pocken erkrankt, darunter besonders viele Kinder. Kaiserin Maria Theresia hatte drei ihrer Kinder an den Pocken verloren, auch sie selbst war 1767 daran erkrankt gewesen. Am 10. Dezember 1800 impfte man zum ersten Mal massenweise Wienerinnen und Wiener mit der neuen Kuhpocken - Methode. Doch einer der berühmtesten Ärzte Wiens war der Meinung, dies sei ein unzulässiger Eingriff in den Willen Gottes. Andere fürchteten, sich mit dem Kuhpocken-Impfstoff in Kühe zu verwandeln. Die Skepsis blieb und war nicht immer unbegründet: Die Impfeuphorie mancher Ärzte führte dazu, dass noch bis 1820 Menschen starben, weil man plötzlich glaubte, auch die Pest mit demselben Prinzip besiegen zu können.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Ort ohne Wiederkehr Port Arthur: Die berüchtigte Sträflingsanstalt des britischen Empire auf Tasmanien Von Michael Marek Eher zufällig entdeckte 1642 der Niederländer Abel Janszoon Tasmanien, die "Insel unter der Insel". Dort, südlich von Australien, errichteten die Briten im 19. Jahrhundert eines der ältesten und gefürchtetsten Gefängnisse: Port Arthur. Es diente dem British Empire als Sträflingskolonie. Heute gehört es zum UNESCO-Weltkulturerbe und ist ein Touristenmagnet. Altehrwürdig würde man Port Arthur nennen, wäre der Bau eine Universität. Stattdessen saßen hier britische Sträflinge ein, Schwerkriminelle, politische Häftlinge und viele wegen Kleinigkeiten verurteilte Briten. Nicht nur an ihr Schicksal wird in dem Museum erinnert, an die sogenannte "Doing Time", die Zeit, die die Häftlinge im Gefängnis einsaßen. In Port Arthur wurde auch die Isolationshaft erfunden.

19.30 Uhr
Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Colin Mason. Das Leben eines englischen Barockkomponisten in turbulenten Zeiten: Matthew Locke Das Jahr 2021 beschert uns einige schöne Jubiläen im Bereich der alten Musik, die wir in der Sendungsreihe gerne feiern. Bei den meisten dieser Jubiläen verfügen wir über ziemlich genaue Belege, wann sie im Laufe des aktuellen Jahres gefeiert werden. Etwas anders ist es im Falle von Matthew Locke (um 1621-1677). In der Musikfakultät der Universität Oxford hängt ein dem Maler Isaac Fuller zugeschriebenes Porträt des Komponisten, das den Vermerk "aetat 40, anno 1662" trägt. Demzufolge muss Locke zur Zeit der Entstehung des Bildes vierzig Jahre alt gewesen sein, was auf 1621 oder 1622 als Geburtsjahr des Komponisten hinweist. Das Porträt bildet die einzige Quelle für ein mögliches Geburtsjahr Matthew Lockes. Zu seinen wichtigsten Werken gehören die Musik für das 1653 entstandene Maskenspiel "Cupid and Death", seine Zwischenmusik für eine Version von Shakespeares "Sturm" im Jahre 1674 und seine "Music for His Majesty's Sackbuts and Cornetts" - Locke diente dem König Karl II als Hofkomponist für Bläsermusik. Er findet im den berühmten Tagesbüchern von Samuel Pepys zahlreiche Erwähnungen. 1677 starb Locke als einer der angesehensten Musiker seiner Zeit. Auf seinen Tod verfasste Henry Purcell die Elegie "What hope for us remains now he is gone?" - "Welche Hoffnung bleibt uns nun, da er gegangen ist?"

21.00 Uhr
Salzburger Nachtstudio

Die Zukunft beginnt heute Gesundheitsversorgung, Forschung und Innovation von morgen Gestaltung: Wolfgang Schlag Am 10. und 11. Oktober 2020 fand in Graz zum ersten Mal der "Markt der Zukunft" statt, ein neues Festival das sich sehr praktisch mit den Zukunftsfragen unserer Gesellschaft auseinandersetzt. So wurden neben anderen Initiativen aus Österreich auch 20 ausgewählte Projekte des Schwerpunkts "Reparatur der Zukunft" von Österreich 1 vorgestellt. Zwei abschließende Diskussionen zur Gesundheitsversorgung von morgen und zu den Aufgaben und Herausforderungen von Forschungseinrichtungen gaben einen Überblick über zukünftige Handlungsräume und Strategien zur Bewältigung großer Herausforderungen wie den Klimaschutz und die gesundheitliche Versorgung unserer Gesellschaft. Ein Salzburger Nachtstudio von Wolfgang Schlag mit Eva Czermak (Organisatorische Leitung, Marienambulanz Graz), Angela Huber-Stuhlpfarrer (Vorstandsmitglied der Gesellschaft der Schulärztinnen und Schulärzte Österreichs), Hellmut Samonigg (Rektor Medizinische Universität Graz), Harald Kainz (Rektor, TU Graz), Martin Mössler (Geschäftsführer, Science Park Graz), Erwin Kubista (Prokurist, Joanneum Research), und Caroline Schober-Trummler (Vizerektorin für Forschung und Internationales, Medizinische Universität Graz)

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Margarethe Engelhardt-Krajanek: Resilienz. Was die Seele stark macht Gestaltung: Jörg Duit Resilienz, die psychische Widerstandskraft eines Menschen, beschäftigt derzeit weltweit zahlreiche Forscherteams. Ein Unfall, der Tod eines geliebten Menschen, eine Kündigung: Menschen zerbrechen daran. Andere wachsen an den Krisen. Warum stecken manche Menschen extreme Belastungen scheinbar mühelos weg? Welche biopsychosozialen Faktoren stärken sie? ORF-CD799

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Zukunft Wald. Potential für kommende Generationen (3). Gestaltung: Kim Cupal, Nikolaus Scholz Positionen in der Kunst. Viktor Rogy, Jonathan Meese, Marc Quinn, Louise Bourgeois (3) Gestaltung: Christine Scheucher, Thomas Mießgang Was ist Clubkultur? Vier Modelle aus Österreich (3). Gestaltung: Stefan Niederwieser

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Magazin Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Mit u.a. einer Vorschau auf das Elevate Festival, das heute in Graz begonnen hat. Mit der siebenten Folge der "Zeit-Ton"-Reihe . Diese Serie gibt es auch als . Gestaltung: Heinrich Deisl

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten