Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Die Ö1 Klassiknacht

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Die Botschaften der Hände" von Ingrid Pfeiffer, Autorin und Germanistin Sommer 2020 - wer in diesem von Covid-19 bestimmten Jahr an Hände denkt, hört unweigerlich die Mahnung, das Händeschütteln zu vermeiden. Berührung ist jedoch das Erste, was mit Händen assoziiert wird, umso größer die Irritation. Und umso wichtiger sei es, den Händen unsere volle Aufmerksamkeit zu widmen, findet die Autorin und Germanistin Ingrid Pfeiffer. Denn Hände seien weit mehr als anatomisch zu beschreibende Teile des menschlichen Körpers, der nun von anderen fernzuhalten ist: "Wir sind in unseren Händen und zwar sowohl in ihrem Tun (und Lassen) als auch in ihrer Art. Ihr Charakter ist unser Charakter. Hände sind Boten des jeweils individuellen menschlichen Wesens. In den Händen kann man lesen, ohne Handleserei zu betreiben". Die Sprache wisse davon und fordere mit vielen Redewendungen und detailreichen Beschreibungen dazu auf hinzuschauen und zu entdecken.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Nicole Brunner. Wettbewerb unter anderen Umständen. Wenn es um Vergleiche geht, will immer jemand der Beste sein, die Schnellste, der Geschickteste. Was aber, wenn wir die Vorzeichen einfach umdrehen? Dann werden die Letzten die Ersten sein und plötzlich beißen die Hunde diejenigen, die vorneweg preschen.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Dirk Ulrich vom Alpenzoo Innsbruck spricht über den Baummarder. Teil 3: Nachwuchs im Frühjahr Gestaltung: Thomas Thaler Der Baummarder ist ein scheues Waldtier. In freier Wildbahn bekommt ihn kaum jemand zu Gesicht. Wer ihn sehen will, ist auf den Zoo - etwa den Alpenzoo Innsbruck - angewiesen. Wird ein Marder gesichtet, handelt es sich fast ausnahmslos um den nahen Verwandten, den Steinmarder. Dieser hat als Kulturfolger nicht immer den besten Ruf. Er lärmt im Dachboden, beißt Kabel im Auto durch, oder dringt in den Hühnerstall ein. Der Baummarder hat seine ökologische Nische als Kletterkünstler in hohen Bäumen des Waldes gefunden. Dort schläft er tagsüber in Astgabeln oder Baumhöhlen, und dort geht er vorwiegend in der Dämmerung auf Jagd. Er räumt Vogelnester aus und liefert sich wilde Verfolgungsjagden mit Eichhörnchen. Am Boden ist der Baummarder vor allem zur Paarungszeit zu finden. Dann markiert er an auffälligen Stellen - etwa an Baumstümpfen oder Steinen - sein Revier. Männliche Tiere legen oft weite Strecken zurück, um möglichst viele Weibchen zu decken. Aufgrund seiner ausgedehnten Reviere ist der Baummarder auf große, zusammenhängende Waldflächen angewiesen. Er bevorzugt naturnahe Wälder, wo er auf Grund der größeren Biodiversität auch ein größeres Beutespektrum vorfindet. Stellenweise hat er daher Lebensräume verloren. Insgesamt gilt er jedoch nicht als gefährdet und zählt in Österreich noch zum jagdbaren Wild.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Fundament des Staates

100 Jahre Bundes-Verfassungsgesetz (3). Gestaltung: Nadja Kayali, Michaela Schierhuber Am 1. Oktober 2020 wird die Österreichische Verfassung bzw. das Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG) 100 Jahre alt. Verfolgen wir die Spur ihrer Entstehung, so führt sie weit zurück in die wechselvolle Geschichte unseres Landes und erreicht ihren Gipfelpunkt in den Jahren zwischen 1918 und 1920, als sich Österreich von einer Monarchie in eine Republik verwandelt. Artikel 1 im Bundes-Verfassungsgesetz definiert es genau: "Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus". Es sind also die Bürgerinnen und Bürger, die 1920 zu den neuen Souveränen des Landes werden. Das hat weitreichende Folgen. Neben Demokratie und Republik, rückt auch die Bundesverfassung den einzelnen Menschen in den Vordergrund und schützt ihn vor einem zu großen Machteinfluss des Staates. Selbst wenn der Artikel 1 unmissverständlich formuliert wurde, besteht heute eine eklatante Wahrnehmungsdivergenz zwischen der Bedeutung der Verfassung, die ihr durch Jurististinnen und Juristen zugemessen wird und ihrer Verankerung im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger. Die Verfassung ist also nicht nur Teil einer höchst anspruchsvollen Disziplin der Rechtswissenschaften, sondern auch etwas, das alle Bürgerinnen und Bürger angeht und sich auch explizit an uns richtet. Weshalb aber ist diese notwendige breite Identifikation eigentlich nicht genügend im Bewusstsein verankert? Dennoch gilt die Österreichische Verfassung den juristischen Expertinnen und Experten in vielerlei Hinsicht als richtungsweisend und fand international große Beachtung. Der 1881 in Prag geborene Rechtswissenschaftler Hans Kelsen gilt als der "Architekt" der Bundesverfassung. Er hat als Urheber mehrerer Entwürfe zur Verfassung den schwierigen Prozess der politischen Konsensfindung begleitet, denn gerade die Grundkonzeption des Staatsfundaments war durch die ideologisch weit auseinanderreichenden Positionen schwierig. So konnte man sich 1920 beispielsweise nicht auf einen Grundrechtskatalog einigen, sondern übernahm jenen aus dem Staatsgrundgesetz von 1867. Das Radiokolleg widmet sich anlässlich des Verfassungsjubiläums der Entstehung der Bundesverfassung, stellt stellt die Grundprinzipien Demokratie, Republik, Bundesstaat und Rechtsstaat ins Zentrum.

09.30 Uhr
Radiokolleg - "Holz, Stroh, Lehm Wasser"

Eine Anleitung zum nachhaltigen Bauen (3). Gestaltung: Margit Atzler, Franziska Dorau Die Baubranche ist weltweit einer der großen CO2-Sünder. Große Mengen des Rohstoff- und Energieverbrauchs werden am Bausektor verursacht - beim Bauen selbst, aber auch in der Herstellung von Baustoffen. Da ist zum einen Zement, der in großen Mengen verwendet wird und bei dessen Gewinnung riesige Mengen an CO2 entstehen. Zum anderen werden Dämmstoffe wie Styropor eingesetzt, die weder zu einem angenehmen, gesunden Raumklima beitragen, noch nachhaltig sind. Wird ein Haus abgerissen, bleiben große Mengen an Müll zurück, der nicht wiederverwertet werden kann. Das Bauwesen hinkt in Fragen der Ressourceneffizienz dramatisch hinter den technischen Möglichkeiten her. Viele Probleme der Bauphysik könnten, so Verfechter von Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen, bereits mit dem richtigen Material gelöst werden. Außerdem: ohne Transformation der Bauindustrie wird es keine Klimawende geben. Doch wie könnte "nachhaltiges Bauen" gehen? Die natürlichen Baustoffe Holz und Lehm, aber auch Stroh wurden jahrtausendelang im Hausbau eingesetzt, bis sie von "modernen", scheinbar robusteren Materialien abgelöst wurden. Früher mit "Armut" assoziiert, haftet ihnen heute der "Ökostempel" an. Der Architekt Andi Breuss beschäftigt sich mit alten Prinzipien des Hausbaus mit Lehm und verwendet den Lehm vom eigenen Acker zur Adaptierung und Neugestaltung von Bestandsgebäuden, zum Beispiel in Mitterretzbach im Weinviertel. Der Förster und Betriebswirt Erwin Thoma gründete seine Firma, um für seine mittlerweile erwachsenen Kinder "das gesündeste Haus" zu bauen. Heute baut die Firma Thoma Vollholzhäuser nach dem Kreislaufkonzept. Vor allem in Zeiten klimatischer Veränderungen sind gängige Bauweisen dringend zu überdenken, auch was den Umgang mit und den Einsatz von Wasser betrifft. Das Projekt der "Schwammstadt Berlin" beispielsweise versucht, die Großstadt für Starkregenereignisse zu wappnen, der Versiegelung der städtischen Bodenflächen entgegenzuwirken und Konzepte zu entwickeln, wie große Wassermengen aufgenommen, gespeichert und in Hitzeperioden zur Kühlung wieder abgegeben werden können. Ein Lehrgang der Technischen Universitäten Wien und Graz setzt sich mit der ganzheitlichen Betrachtung des Lebensweges von Bauwerken auseinander und legt die Grundlage für neue Planungsqualität, wie auch modifizierte Bauprodukte und Bausysteme. Für Strohballenhäuser gibt es im Internet zahlreiche Anleitungen zum selberbauen. Doch geht das wirklich so einfach? Und wie sieht es mit Brandschutz aus? Wie eignen sich Holz, Stroh und Lehm als Träger, Dämm- und Verbundstoffe? Welche Aspekte sind beim Einsatz der jeweiligen Materialien zu beachten und welche Kombinationen sind in unserem Klima sinnvoll? Warum werden die nachhaltigen Lösungen, die selbst in der Umsetzung einfach zu bewerkstelligen wären, nicht längst flächendeckend eingesetzt? Warum wird bei den großen Problemen Lebensraumknappheit und Bodenversiegelung weitergemacht wie bisher?

09.45 Uhr
Radiokolleg - Singen mit ideologischem Grundton

Das Volkslied und seine politische Instrumentalisierung (3). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht Volksmusik und insbesondere Volkslieder sind für viele Menschen lebendiger Ausdruck von Identität, Unverwechselbarkeit und Zusammengehörigkeit - Schlagwörter, die in Zeiten von Globalisierung und bröckelnder gesellschaftlicher Solidarität offenbar immer mehr an Bedeutung gewinnen. Dafür sprechen auch die in den vergangenen Jahren gestiegenen Verkaufszahlen von Tonträgern aus diesem Genre. Heimat, Liebe, Abschied, Verlust - in Volksliedern werden immer gültige Themen verhandelt, verpackt in eingängige Melodien; vielleicht ist es aber auch die Sehnsucht nach dem vermeintlich Ursprünglichen und Natürlichen, das für manche deren besonderen Reiz ausmacht. Allerdings war dieses vermeintlich "Ursprüngliche" und "Natürliche" schon im späten 18. Jahrhundert, als der Begriff "Volkslied" zum ersten Mal aufkam, etwas höchst Künstliches - ein ästhetisches Konstrukt, entworfen von Gebildeten, die an der Schwelle zur Industrialisierung sehnsuchtsvoll auf eine "gute alte Zeit", auf ein ländliches Idyll zurückblickten. Die romantischen Volkslieder sollten weder frivol, noch städtisch und erst recht nicht politisch sein - doch das änderte sich bald. So spielten Volkslieder zum Beispiel schon im Vormärz für die nationale Identitätsbildung eine große Rolle. Der zunehmende Nationalismus im 19. Jahrhundert beförderte auch das Anlegen umfangreicher Volkslied-Sammlungen. In Österreich führte diese Sammeltätigkeit 1904 zur Gründung des so genannten "Volksliedunternehmens", das eine repräsentative Ausgabe des Liedgutes in Österreich und den damaligen Kronländern erstellen sollte. Es ging darum, regionale Eigenheiten zu fördern, gleichzeitig aber auch dem Vielvölkerstaat zu einem übergeordneten Nationalgefühl zu verhelfen. Das intensive Sammeln von Volksliedern hielt bis Ende der 1920er Jahre an. Im Jahrzehnt darauf wandelte sich das Interesse - nun stand die Pflege der gesammelten Lieder im Vordergrund, öffentliche Chorauftritte, "Volkslieder-Wettsingen" u. ä. Veranstaltungen boomten. Diese Praxis wurde von den Nationalsozialisten teils direkt übernommen und das "Volkslied" im Sinne ihrer Ideologie instrumentalisiert; und manchmal, so konstatieren Volksliedforscher/innen, wurden Weichen gestellt, die das NS-Regime überdauern sollten: geistig, sprachlich und institutionell ebenso wie in der praktischen "Pflege". 1956 schrieb Theodor W. Adorno, das gemeinsame Singen, besonders von Volksliedern, erinnere ihn an faschistische Massenveranstaltungen. Dass dies "not sei", stehe nirgends geschrieben. Allerdings fügte Adorno noch hinzu: "Zu fragen ist, was gesungen wird, wie und in welchem Ambiente" - und diese Fragen zu stellen, ist nach wie vor aktuell.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Nadja Kayali. "Für Ludwig" - Ludwig van Beethoven: Schottische Lieder op. 108 Schlichtheit, Verbundenheit, Natur. Die Begeisterung für Volksmusik wird mit Beginn des 19. Jahrhunderts zur neuen Mode. Beethoven findet ebenfalls Gefallen an den Singweisen der Völker. Von dem schottischen Auftragsgeber und Verleger George Thomson erhält er einige Melodien aus schottischen, walisischen und irischen Volksliedern, die er mit einer Begleitung durch klassisches Klaviertrio bearbeitet. Dass sich darin allerdings gälische Originalmelodien verstecken - die Sprache eines Volkes, das brutal aus den Schottischen Hochländern vertrieben wurde - bleibt Beethoven verschwiegen.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Vater Unser" von Angela Lehner. Es liest Katharina Wawrik. Der Debütroman von Angela Lehner wird von einer Ich-Erzählerin getragen, die sich nicht durchschauen lässt. So wie diese Eva Gruber die Menschen in ihrem Umfeld manipuliert, so legt sie es auch als Erzählerin darauf an, die Leser in ihren Bann zu ziehen. Es bedarf viel Kraft, sich der Wirkung dieser starken und durchaus charmanten Persönlichkeit zu entziehen. Zu Beginn des Romans wird Eva Gruber in Handschellen in die Psychiatrie eingeliefert, die Diagnose bleibt zunächst unklar. Auf dem Gelände der Anstalt entdeckt sie bereits bei der Ankunft ihren jüngeren Bruder; auch er Patient der Psychiatrie. Mit ihm wird sie schließlich die Flucht ergreifen, auf der Suche nach dem Vater. Egal, ob die Ich-Erzählerin von Kindheitserlebnissen berichtet, von Ereignissen auf dem Anstaltsgelände, oder von der Vatersuche; stets sieht man sich genötigt, ihre Sicht der Dinge in Frage zu stellen. Eva Gruber selbst formuliert es so: "Ich weiß nicht, liegt es an mir oder an allen anderen Menschen". Angela Lehner wurde 1987 in Klagenfurt geboren und ist in Osttirol aufgewachsen. Heute lebt sie in Berlin. "Vater Unser" ist der erste Roman der Autorin. Sie erhielt dafür mehrere Auszeichnungen, u.a. den Franz-Tumler-Literaturpreis, den Alpha Preis, den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises sowie den Rauriser Literaturpreis 2020. Gestaltung: Karin Buttenhauser

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Irene Suchy. Er war griechischer Herkunft, studierte in Wien, machte Karriere in Jugoslawien: Boris Papandopulo. Jetzt werden die Werke des im Jahr 1991 mit 85 Jahren verstorbenen Komponisten und Dirigenten Boris Papandopulo wieder entdeckt: der deutsche Pianist Oliver Triendl und der in Peking geborene Geiger Dan Zhu haben mit dem Sinfonieorchester der Oper in Rijeka Papandopulos Klavier- und sein Violinkonzert eingespielt. Trotz der Berühmtheit Papandopulos in Kroatien mussten die Partituren aus einzelnen Stimmen rekonstruiert werden. Eklektisch? - nein, eher eine Wiederspiegelung der Kompositionsweisen seiner Zeit und der Musiken des Boris Papandopulo: Volksmusik und Dodekaphonie, Neoklassizismus, Jazz und Folklore.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Joseph Moog, Klavier. Franz Schubert: Adagio und Rondo E-Dur D 506 * Franz Liszt: Sonate h-moll S. 178 * Gabriel Fauré: a) Barcarolle Nr. 1 a-Moll op. 26; b) Barcarolle Nr. 3 Ges-Dur op. 42 * Maurice Ravel: Gaspard de la nuit * Zugaben: Domenico Scarlatti: Pastorale e-Moll K 9 * Franz Liszt: Csárdás obstinée * Sergej Rachmaninow: Etude-Tableau g-Moll op. 33 Nr. 8 (aufgenommen am 11. Jänner im Sendesaal Bremen im Rahmen des Klavierfestivals "Auf schwarzen und weißen Tasten" 2020). Präsentation: Andreas Maurer Im Januar 2020 feiert eine der erfolgreichsten und beliebtesten Konzertreihen in Bremen ihr 30-jähriges Jubiläum, das Klavierfestival "Auf schwarzen und weißen Tasten". Seit Jahren wird die Reihe von Radio Bremen und dem Sendesaal Bremen gemeinsam veranstaltet, und mittlerweile sind hier viele renommierte Pianisten und Pianistinnen aus der ganzen Welt aufgetreten. Den Auftakt der Konzert Reihe macht der deutsche Virtuose Joseph Moog. Der 1987 in Ludwigshafen geborene Musiker ist einer der international erfolgreichsten Pianisten aus Deutschland. Die Presse bezeichnet ihn als "Schatzgräber mit überirdischer Klaviertechnik" und als "eine der auffallendsten Erscheinungen des gegenwärtigen Musiklebens". Neben dem gängigen Repertoire überrascht Moog in seinen Konzerten immer wieder mit pianistischen Raritäten, z. B. von Godowsky, Rubinstein, Busoni oder Moszkowski. In den vergangenen Jahren wurde der Künstler mit internationalen Preisen regelrecht überhäuft. So gewann er bereits zweimal den renommierten "International Classical Music Award" und den begehrten "Gramophone Award" in England. 2016 wurde Joseph Moog für den bedeutendsten Musikpreis der Welt, den amerikanischen "Grammy" nominiert. Im Bremer Sendesaal spielte Moog Stücke von Schubert, Liszt, Fauré und Ravel. (Radio Bremen)

15.30 Uhr
Moment

Commons - wenn eine Gemeinschaft eine Sache zusammen nutzen kann Etwas nutzen können ist vielen Menschen wichtiger als besitzen müssen. So genannte Gemeinschaftsgüter liegen im Trend. Ein Gemeinschaftsgut - auch Common genannt - kann eine kleine Landwirtschaft sein, eine Werkstatt oder auch ein Auto, das in einer Wohnsiedlung viele Bewohner und Bewohnerinnen nutzen können. Damit das funktioniert, müssen die Beteiligten aber erst gemeinsam Ziele und Regeln aushandeln. In Salzburg betreibt der Verein "Erdlinge" eine gemeinsame Landwirtschaft zur Eigenversorgung. Jedes der 30 Mitglieder bringt dafür eine festgelegte Zahl an Arbeitsstunden im Jahr ein. Doch wieviel darf geerntet werden, wenn jemand zu wenig Arbeitsstunden leistet? Wer trifft die Entscheidung, was gepflanzt wird? Auch der laufende Betrieb von Gemeinschaftsgütern erfordert von den Beteiligten viel Kommunikation. Georg Wimmer hat drei solcher Projekte besucht. Gestaltung: Georg Wimmer Wort der Woche: Jonathan Scheucher Moment-Echo: Lothar Bodingbauer

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Coole Marken, kuschelige Lieblingspullis und kratzige Wolle Sorayas Lieblingskleidungsstück ist ein rosaroter Pullover, der besonders weich ist. Viktor und Armin tragen gerne Marken und Felix hat einen Kasten voller T-Shirts, Westen und Jacken mit dem Emblem seiner Lieblingsfußballmannschaft. Wonach wählen Zweibeiner ihre Kleidung aus, rätselt Rudi, selbst überzeugter Fellträger. Was tragen sie besonders gerne - und vor allem: was nicht? Armin: "Meine Oma hat mir einen Pullover gestrickt. Dafür hat sie einige Tage gebraucht und als ich ihn zum ersten Mal angezogen habe, war das so unangenehm. Man glaubt, dass dein ganzer Körper dich juckt, auch deine Füße. Und jetzt ziehe ich den Pulli nie an." Felix: "Meine Mutter hat mir einen Schal gemacht, den trag ich schon gerne, weil der aus angenehmer Wolle ist." Ela: "Meine Oma strickt mir eine Weste. Die wird schön."

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Praxis - Religion und Gesellschaft

16.40 Uhr
Das Ö1 Gesundheitsmagazin

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. Meet the Flintstones. Zum 60er der Familie Feuerstein Am 30. September 1960 freute sich Fred Flintstone erstmals - Yabba Dabba Doo - über sein Leben im Cartoon und vor Fernsehpublikum. Seine Frau Wilma, sein Kind Pebbles und natürlich die Nachbarn, die Rubbles - in der deutschen Fassung ab 1966 die Geröllheimers - Barney, dessen Frau Betty und später der Nachwuchs Bamm-Bamm wurden fester Bestandteil der Populärkultur des letzten Jahrhunderts. Abgelöst wurden die "Flintstones" von "The Simpsons", die die Feuersteins auf den zweiten Platz der erfolgreichsten TV-Cartoon-Serien verwiesen. Beide Zeichentrickserien für Erwachsene verbindet u.a., dass Musik eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielt. Ob in der Serie selbst oder in hochwertigen Coverversionen der Titelmelodien. "Meet the Flintstones", die Kennmelodie, die fast alle mitsummen können, die alt genug sind (Steinzeit eben), die wurde erst in der dritten Folge der dritten Staffel installiert und ist einem Motiv aus dem 2. Satz von Beethovens Sturm-Sonate abgekupfert. Bis dahin eröffnete das Stück "Rise and Shine" die Serie, spritzig, aber im Vergleich 08/15. Auch scheinen die Flintstones-Produzenten ein Faible für Rockmusik gehabt zu haben oder ist es eben der Fels (rock), den diese Musik in Flintstones-Logik prädestiniert für die Steinzeit-Unterhaltung?

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Der Weg zur deutschen Einheit mit: Rolf Steininger, Historiker, emeritierter Professor für Zeitgeschichte an der Universität Innsbruck Am 9. November 1989 fiel die Mauer in Berlin, ein jahrzehntelanges Symbol des Kalten Krieges, tödliche Hürde für über hundert DDR-Flüchtlinge. Die deutsche Frage war mit dem Fall der Mauer wieder zu einem großen Thema der internationalen Politik geworden. Bundeskanzler Helmut Kohl war sich sicher, dass die weitere Entwicklung nur in Richtung deutsche Einheit gehen konnte und vor allem die Bewohner der DDR eine entsprechende Initiative von ihm erwarteten. Er ergriff diese Initiative und ging als souveränen "Kanzler der Einheit" in die Geschichte ein. Doch der Weg dorthin war keinesfalls in Stein gemeißelt, wie Helmut Kohl später selbst meinte: "Es hätte auch alles ganz anders kommen können." Von Anfang an wurde Kohl uneingeschränkt von US-Präsident George H. W. Bush unterstützt, während von den viel zitierten europäischen Freunden der Deutschen wenig zu sehen war. Im Januar 1990 gab Sowjetführer Michail Gorbatschow angesichts der Schwierigkeiten im eigenen Land den Weg für die deutsche Einheit frei. Am 3. Oktober trat die DDR der Bundesrepublik bei, im Einigungsvertrag bestimmte man diesen Tag fortan zum gesetzlichen Feiertag.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.30 Uhr
Klartext

Diskussionsleitung: Klaus Webhofer

19.30 Uhr
Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Colin Mason. Tenebrae, Leitung: Nigel Short. Alonso Lobo: Versa est in luctum * Anonymus (Choralgesang): De lamentatione Jeremiae prophetae* Gregorio Allegri: Miserere mei, Deus * Tomás Luis de Victoria: Officium defunctorum (Missa pro defunctis) (aufgenommen am 11. Juli im Monasterio de San Jerónimo in Granada im Rahmen des "Festival de Granada 2020")

21.00 Uhr
Salzburger Nachtstudio

Kairos: Der rechte Augenblick Gestaltung: Elisabeth J. Nöstlinger Die Vorstellung ist faszinierend: Da gibt es ein magisches Moment, das völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Eine Begegnung, eine Erkenntnis oder ein Lied berühren das Innerste eines Menschen und bringen ihn dazu, Althergebrachtes über Bord zu werfen. Achtsamkeit, um das Moment wahrzunehmen; Bewusstheit um seine Bedeutung zu erkennen; Intuition, die uns schnell entscheiden lässt; Mut um die gewohnten Wege zu verlassen und Selbstvertrauen die Probleme lösen zu können, sind die Voraussetzungen dafür, Kairos, den kahlgeschorenen Gott mit den Flügelschuhen, vorüberhuschen zu sehen. Stefan Brunnhuber ist medizinischer Direktor einer Diakonieklinik für integrative Psychiatrie und Professor für Psychologie und Nachhaltigkeit, an der Hochschule Mittweida in Sachsen, sowie Ökonom und Mitglied des Club of Rome. Er erkennt jetzt, nach dem Covid19-Lockdown, ein "Kairos-Moment". Andere orten es dann, wenn sich zwei Rhythmen der Zeit "synchronisieren", wenn z.B. der sehnliche Wunsch nach einer Jobänderung immer stärker wird und sich plötzlich die Chance einer Firmenbeteiligung bietet. Oder man betrachtet den Zeitrhythmus des Planeten, der sich mit dem eines Menschenlebens "synchronisiert"- mit der Möglichkeit, auf die Veränderung des Planeten nachhaltig einzuwirken. Erst kürzlich riefen die "Scientists for Future" alle europäischen Wissenschaftler/-innen dazu auf, disziplinen- und institutionsübergreifend für eine neue europäische Klimaverordnung einzutreten. Nach dem Lockdown wird man messen können, ob und wie sich der Stillstand der Betriebsamkeit auf das Klima auswirkt. Bald wird man sehen, wer den Schopf von Kairos erwischt hat und wer nicht. Denn es ist auch eine Frage der Persönlichkeit, wer die Gunst der Stunde erkennt. Wehe, man lässt sie vorüberziehen! Vorbei die Chance, rien ne va plus. Damit beschäftigt sich der Psychologe und Kognitionsforscher Markus Knauff in der Diskussion mit Elisabeth J. Nöstlinger.

21.55 Uhr
Who´s Afraid of ...

Who's Afraid of... - der Ö1 Podcast zum steirischen herbst Lisz Hirn im Gespräch mit Petra Erdmann Von Herakles bis Batman, von Boris Johnson bis Donald Trump - der männliche Superhelden-Mythos taugt in Zeiten der Verunsicherung besonders gut. Am meisten nützt er sich selbst und der Aufrechterhaltung von populistischen Systemen. Diese These greift Philosophin Lisz Hirn in ihrem aktuellen Buch "Wer braucht Superhelden - was wirklich nötig ist, um unsere Welt zu retten" auf. Lisz Hirn hat den Text vor der Pandemie geschrieben, doch im Corona-Zeitalter ist er aktueller denn je. Hirn wird anlässlich des steirischen herbstes im Rahmen des Literaturfestivals "Out of Joint" den permanenten Ausnahmezustand mit Autorinnen und Autoren diskutieren. Das ausführliche Gespräch von Petra Erdmann mit Lisz Hirn finden Sie im Ö1-Festivalpodcast zum steirischen herbst , in der und überall dort, wo es Podcasts gibt. +++ Im Spannungsfeld zwischen persönlicher Erfahrung und künstlerisch-erzählerischer Reflexion fragt der Ö1-Festivalpodcast zum steirischen herbst nach: Können wir - angesichts des Virus - nicht einmal mehr uns selbst trauen? Kann man sich gegen Krisenerfahrungen immunisieren? Wie kommt man mit einer als unheimlich empfundenen Zukunft klar? Wie ansteckend ist Paranoia und wer profitiert von ihr? Wie lassen sich die neuen Ängste zwischen Lockdown und Verharmlosung künstlerisch bearbeiten? Mit Kulturschaffenden und Protagonistinnen des steirischen herbstes 2020 führen Petra Erdmann und Thomas Edlinger Gespräche über Ängste, Krisen und Bedrohungsszenarien in unsicheren Zeiten; die Atmosphäre des Ausnahmezustands vertont der Soundkünstler [http://raumschiff.klingt.org|Manfred Engelmayr].

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Fundament des Staates. 100 Jahre Bundes-Verfassungsgesetz (3). Gestaltung: Nadja Kayali, Michaela Schierhuber "Holz, Stroh, Lehm Wasser". Eine Anleitung zum nachhaltigen Bauen (3). Gestaltung: Margit Atzler, Franziska Dorau Singen mit ideologischem Grundton. Das Volkslied und seine politische Instrumentalisierung (3). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Magazin Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Mit u. a. einer Vorschau auf die heurige Ausgabe des musikprotokoll im steirischen herbst, das diesmal bereits am Mittwoch, 7. Oktober, also heute in einer Woche startet. Gestaltung: Rainer Elstner

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten