Bayern 2

radioWissen

Karsten BrensingZur ARD-Themenwoche "Zukunft Bildung" Tierisch bewusst Denken und empfinden Tiere? Intelligente Krähen Tierische Werkzeugbauer Das Kalenderblatt 15.11.1961 "Der Herr Karl" zum ersten Mal im Fernsehen Von Brigitte Kohn Tierisch bewusst - Denken und empfinden Tiere? Autor: Marko Pauli / Regie: Sabine Kienhöfer Das Innenleben der Tiere - ihr Bewusstsein, die kognitiven Fähigkeiten, die Empfindungsfähigkeit - ist noch weitestgehend unerforscht. Der Meeresbiologe und Verhaltenswissenschaftler Karsten Brensing macht sich in seinem Buch "Das Mysterium der Tiere" auf Spurensuche und berichtet in radioWissen von der "Kultur bei Tieren", der "Geheimsprache der Tiere" und von ihrem "logischen Denken". Brensing ist nicht der einzige auf dem Buchmarkt, der einen erstaunlichen und erstaunten Blick auf die Natur wirft. So ist dort auch von kuschelnden Bäumen, intelligenten Kraken, von geheimen Netzwerken und dem "Seelenleben der Tiere" insgesamt zu lesen. Haben wir das Bewusstsein und die Fähigkeiten der Tiere bisher so sehr unterschätzt und übersehen? Was erfahren wir Neues, und liegt dem neuen Natur-Boom auf dem Büchermarkt womöglich eine Form des Anthropomorphismus zugrunde, sprechen wir also Tieren menschliche Eigenschaften zu, mit denen sie womöglich kaum etwas zu tun haben? Antworten dazu in diesem Feature von der Tierpsychologie, der Literaturkritik und aus der Verhaltensforschung. Intelligente Krähen - Tierische Werkzeugbauer Autorin: Yvonne Maier / Regie: Frank Halbach Dass Krähen schlau sind, weiß man schon lange. Doch wie intelligent sie tatsächlich sind, haben Forscherinnen und Forscher erst so richtig in den letzten Jahren gelernt. Die Vögel können es im Werkzeugbau zum Beispiel sogar mit Kleinkindern aufnehmen. Erst mit 18 Monaten lernt ein Kind, aus mehreren verschiedenen Teilen ein Werkzeug zusammen zu bauen. Eine Eigenart des Menschen, die laut Anthropologen ein entscheidender Schritt für uns in der Gehirnentwicklung war. Doch so außergewöhnlich war das offensichtlich nicht, wie ein paar Versuchskrähen nun zeigen konnten. Sie bauten nämlich aus drei unterschiedlichen Stäben lange Werkzeuge zusammen, um an eine weit entfernt liegende Belohnung zu kommen. Ohne, dass ihnen jemand vorher gezeigt hätte, wie das geht. Die Tiere haben es einfach ausprobiert und die Aufgabe erfolgreich gelöst. Wenn Krähen im Werkzeugbau so intelligent sind wie Kleinkinder, was sagt das dann über ihre und unsere Gehirnentwicklung aus? Verlaufen gedankliche Prozesse bei den Vögeln ähnlich wie bei uns Menschen? Auf der ganzen Welt gehen Forscherinnen und Forscher dieser Frage nach. Moderation: Iska Schreglmann Redaktion: Bernhard Kastner
Freitag 09:05 Uhr

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BR-Klassik

Das Musik-Feature

leopold mozart"Auf ewig Dein redlicher Vater ..." Leopold Mozart - Porträt eines Widersprüchlichen Von Markus Vanhoefer Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Zum 300. Geburtstag von Leopold Mozart am 14. November 2019 Er war ein Mann der Aufklärung, Geiger und Komponist, Verfasser einer berühmten Violinschule, die als wichtige Quelle für die Musikpraxis seiner Zeit gilt. Unsterblich geworden ist er jedoch in einer anderen Funktion: als Vater des genialen "Superstars" Wolfgang Amadeus Mozart. Und in dieser Rolle ist Leopold Mozart bis heute eine kontroverse Gestalt. Einerseits machte er mit seinem pädagogischen Know-how das "Wunderkind Wolfgang" möglich, andererseits trat er als rigider Übervater und sauertöpfischer Moralapostel in Erscheinung, der die künstlerischen Emanzipationsbestrebungen seines erwachsen werdenden Filius genauso zu verhindern versuchte, wie dessen Ehe mit der flatterhaften Konstanze. So, wie wir die Überlieferung gerne deuten, muss Leopold ein Mann gewesen sein, dem Prinzipien wichtiger waren, als die Liebe zu seinem Sohn. Sympathieträger sehen jedenfalls anders aus. Wer war Leopold Mozart? Was ist die historische Wahrheit und was üble Nachrede? Ist es überhaupt möglich, jenseits des Vater-Sohn-Konfliktes einen vorurteilsfreien Blick auf Mozart senior zu werfen? "Auf ewig Dein redlicher Vater...", lautet der Titel eines Musikfeatures von Markus Vanhoefer zum 300. Geburtstag einer schwierigen Person.
Freitag 19:05 Uhr

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Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Literatur

Jan Peter BremerVon der Wichtigkeit des Wohnens für das Schreiben Wie wir leben wollen Von Katharina Teutsch Früher lösten steigende Brotpreise Revolutionen aus. Heute sorgen explodierende Mieten und Immobilienpreise für Wut. Von Romanen übers Wohnen.Europäische Früher waren es die Lebensmittelpreise, die Gesellschaften auseinanderbrechen ließen. Heute sind es die ständig steigenden Mieten. Als Erster schrieb Jan Peter Bremer vor acht Jahren über die Gentrifizierung. Damals war der Begriff noch relativ neu. Heute ist die ökonomische Aufwertung eines Stadtteils und die Verdrängung der bisherigen durch wohlhabendere Einwohner zum neuralgischen Punkt vieler Großstadtromane geworden. Anke Stelling hat den Preis der Leipziger Buchmesse gewonnen mit einem Buch, in dem es um den Verteilungskampf im ehemaligen WG- und heutigen Baugruppenmilieu von Ostberlin geht. Die Filmemacherin Lola Randl diskutiert in einer Tagebuch-Enzyklopädie ländliche Lebensstilexperimente frustrierter Städter. Und Jan Brandt vermisst in seinem neuen Buch den Raum, der sich zwischen seiner provinziellen Herkunft und den Berliner Lehrjahren der Nachwendezeit auftut. Die Wohngeschichten und sozialen Befunde sind so unterschiedlich wie ihre Verfasser. Aber alle Autoren stellen eine gemeinsame Frage: Wie wollen wir leben? Ein Feature über Einzüge, Umzüge und Auszüge ins Unbekannte von Katharina Teutsch.
Freitag 19:30 Uhr

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Deutschlandfunk

Das Feature

CeausescusWendeländer (5/5) Rumänien "89 Liviu und Ceausescus kalte Klaue Regie: Hüseyin Michael Cirpici Von Paula Schneider Produktion: Dlf/NDR 2019 Liviu Cornel Babe? war in Bra?ov Elektriker und bildender Künstler. Am 2. März 1989 verließ er seine Arbeit, fuhr Ski und... übergoss sich am Karpatenrand mit Benzin. Ein Tourist aus Schottland versuchte ihn zu löschen. Fand auf der Piste Schreie auf Pappe: ,Stop mörder! Bra?ov = Auschwitz". Über Radio Free Europe hallten sie zurück nach Rumänien - und wurden gehört. Das Regime erklärte Babe? für geisteskrank. Etelka, die Witwe, wurde von Kollegen und Verwandten gemieden. Noch mangelte es im Land an Käse, Kohle und Hoffnung. Noch ließ sich Conducator Ceau?escu als ,Sohn der Sonne" huldigen. Am Jahresende 1989 lag er dann blutig im Staub. Friedlich war diese Revolution ganz ung gar nicht. Trotzdem gab es keine Aufarbeitung. Bis heute: Dickicht. Glühender Streit, Vergangenheit gegen Zukunft. Und Heldenkult. Nicht nur Babe? ist sogar Held per Gesetz. Was macht das mit seiner Witwe, seiner Tochter? Wird das Labyrinth des Securitate-Archivs Babe?´ Skizzenbücher freigeben? Warum steht auf der Rückseite seines letzten Gemäldes ,ende", in taumelndem Deutsch? Liviu und Ceausescus kalte Klaue
Freitag 20:10 Uhr

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