Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Radiokolleg

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Spuren und Erinnerungen" von Tanja Maljartschuk, Schriftstellerin In ihrem jüngsten Roman "Blauwal der Erinnerung" verknüpft die ukrainische Schriftstellerin und Journalistin Tanja Maljartschuk kunstvoll das Leben des vergessenen ukrainischen Volkshelden Wjatscheslaw Lypynskyj mit dem der Ich-Erzählerin: Sie sucht in dessen Vergangenheit nach Spuren, um besser mit ihrer eigenen Gegenwart zurechtzukommen. Maljartschuk, die 2018 mit dem Bachmann-Preis ausgezeichnet worden ist, lebt in Wien. In ihren "Gedanken für den Tag" im Rahmen des Ö1-Schwerpunktes "Nebenan - Erkundungen in Europas Nachbarschaft" geht sie selbst ihren Erinnerungen an die Ukraine nach, dem Land ihrer Herkunft. - Gestaltung: Alexandra Mantler

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Colin Mason. Über Denkbares und Undenkbares. "Ach, manchmal habe ich bis zu sechs unmögliche Dinge vor dem Frühstück geglaubt." So die weiße Königin im fünften Kapitel von Lewis Carrolls "Alice hinter den Spiegeln". Ob uns das heute bei Pasticcio gelingt? Auch erfahren wir, was für eine der wichtigsten Figuren der Wissenschaftsgeschichte - bezogen auf die Musik - wirklich undenkbar war.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Landschaftsarchitekt Daniel Zimmermann spricht über die Bedeutung großkroniger Straßenbäume Teil 2: Wertvolles Wasser speichern Gestaltung: Ilse Huber Luft und Wasser braucht die Wurzel. Im versiegelten Stadtboden ist beides Mangelware. Asphalt, Beton und Pflastersteine machen die Oberflächen dicht und im Untergrund schaut es nicht besser aus: ein fest verpresster Straßenunterbau lässt den Pflanzenwurzeln kaum Raum zum Wachsen. Deswegen verfolgt das Konzept "Schwammstadt für Straßenbäume" das primäre Ziel, den Untergrund wieder lockerer zu machen und ihn mit Materialien zu füllen, die kontinuierlich Luft, Wasser und Nährstoffe anbieten. Die Idee der Schwammstadt stammt aus Skandinavien. Anlass dafür gaben die auftretenden Hochwässer in der Stadt, die zu großen Schäden führten. Seit rund 20 Jahren soll überschüssiges Wasser nicht in die Kanäle abgeleitet, sondern möglichst lange an Ort und Stelle zurückgehalten werden. In Österreich hat man diesen Gedanken aufgegriffen und modifiziert. Denn auch Hitze und Trockenheit machen den Pflanzen Stress. Gerade Straßenbäume sorgen in Zeiten der Klimakrise für Beschattung und Durchlüftung einer Stadt. Hier die richtigen Baumarten und Baumgrößen zu wählen, ist eine Frage der Forschung. Genauso wie den Bäumen einen optimalen Standraum zu ermöglichen. In Graz und Wien sind die ersten Schwammstadt-Maßnahmen für Straßenbäume bereits gesetzt. Interviewpartner: DI Daniel Zimmermann Landschaftsarchitekturbüro 3:0 https://www.3zu0.com/

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Land im Krisenmodus

Identitäten, Mythen und Konflikte in der Ukraine (2). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Einen Neuanfang versprach der neue ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij nach seiner Wahl vor knapp einem Jahr. Wie groß die Hoffnungen der Menschen auf einen Bruch mit der Vergangenheit waren, spiegelte sich auch im Erfolg von Selenskis neu gegründeter Partei "Diener des Volkes" bei den Parlamentswahlen wider. In der Wirtschaft, in der Justiz, in der Bekämpfung der Korruption, im Aufbau einer stabilen Demokratie, in den schwierigen Beziehungen und Territorialkonflikten mit Moskau: An allen Fronten erwarteten sich die Menschen Reformen, Fortschritte und Lösungen. Zwar wurde seither einiges erreicht, insbesondere ein neues Gas-Abkommen mit Russland. Doch knapp 30 Jahre nach der Unabhängigkeit befindet sich das Land weiterhin in einem fragilen Zustand. Ob oder wie der Territorialkonflikt mit Moskau gelöst werden konnte, gibt Anlass zu Spekulationen. Dabei kehren in den ideologischen, politischen und ökonomischen Auseinandersetzungen zwischen der Ukraine und Russland gewisse Grundthemen immer wieder. Vom mittelalterlichen Reich der Rus und Fürst Wladímir über Sprachen, den Zweiten Weltkrieg, die Krim und die Zeitgeschichte zieht sich die Reihe der Konfliktstoffe. Auch innenpolitisch taucht immer wieder die bange Frage auf: Quo vadis, Ukraine?

09.30 Uhr
Radiokolleg - Toxine im Vormarsch

Gifttiere Giftpflanzen in Zeiten der Klimaerwärmung (2). Gestaltung: Kim Cupal In unserer Welt sind wir ständig umgeben von potentiell giftigen Substanzen. Die potentesten findet man aber nach wie vor in unserer Fauna und Flora. Dabei gilt für alle Lebewesen - egal ob Tier, Pflanze oder Pilz - der eigens hergestellte Giftcocktail ist ein wertvolles, kostenintensives Asset. Spinnen, Skorpione und Schlangen würden daher selbst im äußersten Notfall nur eine geringe Menge Gift an unsereins verschwenden. Aller Phobien zum Trotz waren die heimischen tierischen Gifte kaum geeignet, uns ernsthaft zu schädigen. Aber die Welt um uns herum verändert sich zunehmend. Es wird stetig wärmer und bekannte wie auch neue Toxine wandern langsam gen Norden - auch nach Österreich. Es ist die Globalisierung, die den Neozoen und Neophyten erlaubt nach Mitteleuropa zu gelangen, und es ist die Klimaerwärmung, die es ihnen ermöglicht zu bleiben und sich auszubreiten. So bietet Österreich mittlerweile u.a. der Rotrücken Witwe - einer bevorzugt unter Menschen hausenden australischen Giftspinne - gute Lebensbedingungen. Neue Skorpionarten werden eingeschleppt, welche weit weniger harmlos sind, als unsere heimischen, nicht humantoxischen Skorpione. Auch steigt die Zahl der Zecken dank der milden Winter rasant an. Und die Bakterien, welche von dieser Milbenart übertragen werden, stellen mit ihren hochtoxischen Giften eine ernstzunehmende Gefahr für Mensch und Tier dar. Wissenschafter/innen warnen vor den neuen, eingeschleppten Gewächsen, die nun allem Anschein nach überall aus dem Boden sprießen: giftiger Riesen-Bärenklau in Wäldern, Wiesen und sogar Städten und Ragweed auf unseren Feldern. Sind wir auf diese Veränderung vorbereitet? Bei Giftbegegnungen aller Art steht uns zumindest - 24/7 - die Vergiftungsinformationszentrale zur Seite. 28.000 Anrufe nehmen die acht Ärztinnen und Ärzte der Zentrale jährlich entgegen. Mit Expertise und Gelassenheit geht man gegen Vergiftungen, falsche Instinkte und die zwielichtigen Ratschläge des Internets vor. Unsere Tier- und Pflanzenwelt befindet sich im Wandel. Doch darf nicht vergessen werden: wir waren immer schon von Giften umgeben. Nun gilt es zu lernen, mit den Neuankömmlingen richtig umzugehen und weder der Hysterie noch der Verharmlosung anheimzufallen. Diese "Radiokolleg"-Reihe erforscht die Welt der Gifte aus unterschiedlichen Perspektiven, die Effekte der anthropogenen Klimaerwärmung, ihre Gefahren, Behandlungsformen und Institutionen, die aufklären und helfen.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Donau Delta

Wie der Blues nach Österreich gekommen ist (2). Gestaltung: Klaus Wienerroither Vor 100 Jahren wurde die erste Bluesaufnahme veröffentlicht: "Crazy Blues" von Mamie Smith wurde zu einem Millionenseller, natürlich nicht in Europa oder gar in Österreich. Damals ist das purer Exotismus. In der Nachkriegszeit ertönen vorher verbotene US-amerikanische Klänge im befreiten Österreich. Und zwar keineswegs nur massentaugliche Unterhaltungsmusik. Sondern neben traditionellem und modernem Jazz auch urwüchsiger Blues. Prägende Persönlichkeiten wie Johnny Parth liefern bei selbstorganisierten Plattenabenden aufregende Klangwelten. Als Gründer des Plattenlabels Document Records verantwortet Parth auch Wiederveröffentlichungen von alten Bluesaufnahmen. Ein Pionier ist der Gitarrist und Sänger Al Cook, der ab Mitte der 60-er Jahre authentischen Deltablues live präsentiert. Ab 1972 moderiert Hans Maitner auf Ö3 die Sendung "Living Blues" und hat einen Anteil an der Popularisierung des Boogie-Pianos, wo der ursprüngliche Gitarrenblues auf das Klavier übertragen wird. Die Mojo-Blues Band mit dem Mastermind Erik Trauner popularisiert ab 1977 den Chicago Blues, der auf elektrischen Instrumenten gespielt wird. Die Blütezeit des Austro-Blues in den 70-er und frühen 80-er Jahren ist mittlerweile schon länger vorbei, aber die österreichische Blues-Szene ist nach wie vor präsent und konnte und kann internationale Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Musikviertelstunde wirft Blicke in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Bluesmusik aus Österreich, und wichtige Protagonisten geben dieser Szene eine allgemeine Einführung in ein Genre, das sich zumindest in Spurenelementen in den meisten Pop-, Rock- und Jazzstilen wieder findet.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Michael Blees Ausschnitte aus Opern von Giacomo Puccini, Umberto Giordano, Giuseppe Verdi, Sergej Rachmaninoff und Pjotr Iljitsch Tschaikowsky Ihr Vater war Armenier, ihre Mutter Ukrainerin - im damals russischen Odessa ist die 1959 geborene Sopranistin Maria Guleghina auf die Welt gekommen und hat dort auch ihre Ausbildung absolviert. Im weißrussischen Minsk hat sie in den mittleren 1980er Jahren ihre Laufbahn begonnen; mit Auftritten an der Mailänder Scala als Partnerin von Luciano Pavarotti (in Verdis "Un ballo in maschera") ist ihr 1987 der internationale Durchbruch geglückt: Die großen internationalen Bühnen zwischen New York und Wien, Paris und London, Moskau und München haben sich fortan um sie gerissen. Mit volltönend üppigem Sopran und imposanter Bühnenerscheinung feiert Maria Guleghina weltweit Triumphe - vor allem im dramatischen italienischen Fach, aber auch mit russischen Partien und in der jüngeren Vergangenheit sogar in Werken von Richard Wagner.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

Schwerpunkt: Nebenan Ukraine. "Mitternachtsblüte". Von Maria Matios. Aus dem Ukrainischen von Maria Weissenböck. Es liest Chris Pichler. Iwanka lebt in ihrer eigenen Welt, in mitten der Geschichten und volkstümlichen Weisheiten ihrer Großeltern. Sie sieht die beiden feindlichen Brüder Kain und Abel auf dem Mond stehen, die jeden Moment wie wilde Stiere mit den Mistgabeln aufeinander losgehen. Oder sind es doch die Wölfe, die den Mond auffressen? Niemand beachtet Iwanka, sie ist ein Randwesen, sonderbar und gezeichnet - sie leidet an Epilepsie - denn in dem kleinen Dorf in der Bukowina sind alle, die Juden, die Ukrainer, die Hutzulen, mit sich selbst beschäftigt. Und dann bricht der zweite Weltkrieg aus. Das Dorf wird besetzt. Gestaltung: Friederike Raderer

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Margarethe Engelhardt-Krajanek: Gefühle Gestaltung: Stephan Pokorny Sie sind unser 6. Sinn und überlebensnotwendig. Denn bevor wir denken oder handeln, reagieren wir mit einem Gefühl. Dieses markiert eine Gefahr, aber auch eine Ressource. Und es lügt nicht. Sie sind scheinbar launisch, flatterhaft und schwer zu begreifen. Und sie melden sich immer dann zu Wort, wenn weder Zeit noch Raum für sie da sind. Gefühle begleiten unser Leben. Manchmal schwingen sie uns ein wie eine harmonische Grundmelodie. Aber sie können auch stören, schrill und dissonant klingen. Wenn uns bewusst wird, dass sie unser Denken und Handeln bestimmen, versuchen wir, sie zu kontrollieren. Gelingt das nicht, ignorieren wir sie. Wir schieben sie weg und sind erstaunt, wenn unser Körper von unerklärlichen Beschwerden geplagt wird. Doch sind wir eins mit unseren Gefühlen, dann tragen sie uns und schenken uns Sternstunden mit anderen.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Hans Georg Nicklaus. Unter dem Titel "Passions" versammeln Geoffroy Jourdain und das Ensemble "Les Cris de Paris" weltliche und geistliche Musik aus dem Venedig der Barockzeit. Das 1999 von Geoffroy Jourdain gegründete Ensemble "Les Cris de Paris" hat gleich zwei ungewöhnliche Eigenschaften: zum einen wechseln die Besetzung der Sänger/innen und Musiker/innen von Konzert zu Konzert sowie von CD zu CD; zum anderen reicht das Repertoire des Ensembles (das man vielleicht eher als Jourdain-Akademie bezeichnen könnte) vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Von den bisher erschienenen sieben CDs des Ensembles sind drei barocken, zwei romantischen Werken gewidmet, eine der Renaissance-Zeit und eine präsentiert Werke von Komponisten der Gegenwart. Ihre jüngste CD ist der Musik aus Venedig zwischen 1600 und 1750 gewidmet. Geistliche Gesänge, darunter mehrere Crucifixus-Vertonungen, und weltliche Instrumentalmusik von Monteverdi und Gabrieli bis Antonio Lotti und Caldara. Jourdain mischt, kombiniert, montiert: hier eine Sinfonia aus einer Oper oder ein kurzes Balletto, dort ein Salve Regina oder Cantate Domino - und immer wieder herzzerreißende Crucifixus-Vertonungen. Apropos Herz: das Cover der CD zeigt die Abbildung eines Herzens aus einem Anatomiebuch. Ein Fingerzeig auf das Konzept der CD: die Leidenschaften, das sprichwörtliche "Herzblut" fließt in der Kirche wie in der Oper, im weltlichen wie im geistlichen Gesang. Das zeichnet für Jourdain die Musik aus dem Venedig der Barockzeit, aus San Marco oder dem Teatro San Cassiano, so aus: die Nähe und Verbundenheit von weltlicher Theatralität und geistlicher Spiritualität.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Münchner Rundfunkorchester, Dirigent: Ivan Repusic; Sabine Meyer, Klarinette; Reiner Wehle, Bassetthorn. Carl Maria von Weber: a) Ouvertüre zu "Oberon"; b) Klarinettenkonzert Nr. 1 f-Moll op. 73 * Felix Mendelssohn Bartholdy: a) Konzertstück Nr. 1 für Klarinette, Bassetthorn und Orchester f-Moll op. 113; b) Auszüge aus "Ein Sommernachtstraum" (aufgenommen am 27. Oktober 2019 im Prinzregententheater in München). Präsentation: Stephanie Maderthaner Die deutsche Klarinettistin Sabine Meyer kommt aus einer (fast) reinen Klarinettistenfamilie. Zunächst studierte sie als Kind und Jugendliche noch Klavier, Orgel und Geige, wobei sie nachträglich zugab: "die Streichinstrumente sind alle so wahnsinnig arbeitsintensiv, wenn man es einigermaßen ordentlich machen will. Die Klarinette ist dagegen relativ leicht erlernbar, allerdings, nur bis zu einem gewissen Stadium." Rasch war klar, dass die Klarinette ihr Instrument ist und sie wuchs im Nu weit über dieses "gewisse Stadium" hinaus. Am 27. Oktober 2019 stand sie und ihr spezieller Klarinettenton, kompakt, gleichzeitig schlank und brillant , im Mittelpunkt eines Abends aus dem Münchner Prinzregententheater.

15.30 Uhr
Moment

Pippi Langstrumpf, Wilhelm Busch, Jim Knopf Co. Wie Lesestoffe der Kindheit das spätere Leben beeinflussen können Im Alter von neun Jahren bekam der Astrophysiker Arnold Hanslmeier von seiner Mutter ein "Fix-und-Foxi"-Heft über das Sonnensystem und die Planeten geschenkt. Das entfachte seine Liebe zum Sternenhimmel, und er begann mit einem Feldstecher erste Beobachtungen zu machen. Für die Architektin Petra Roth-Pracher, eine Tochter des Schriftstellers Gerhard Roth, war ein Buch über Ägyptens Pyramiden prägend das sie von ihrem Vater erhielt. Der Musikkabarettist Jörg-Martin Willnauer hat in seiner Kindheit die Reime von Wilhelm Busch studiert. Am Ende der Sendung wollen wir, wie jeden Dienstag, von Ihnen hören. Welche Kinder- und Jugendbücher haben Sie gelesen? Was darin hat Sie bis heute geprägt? Und hat das eine oder andere Buch vielleicht sogar Lebensweg und Berufswahl beeinflusst? Unter 0800 22 69 79 haben eine Stunde lang Zeit, uns von Ihren Büchern zu erzählen. Oder Sie schicken uns ein E-Mail an: moment@orf.at Gestaltung: Jonathan Scheucher

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Über Fairness und Gerechtigkeit Lisa, Rosa, Fabia, Gemil, Julius und Vito sind Mitglieder des Schülerparlaments der Wiener Volksschule Novaragasse. Sie erzählen dem Radiohund, was sie als fair und was als unfair empfinden - und was sie anders machen würden, wenn sie Politiker wären. Rudi: "Was ist für euch fair?" Lisa: "Wenn demokratische Abstimmungen sind." Rosa: "Wenn die Mehrheit gewinnt und nicht einfach jemand durchtritt." Gemil: "Ich find's fair, dass immer alles gemacht wird was ich auch will." Vito: "Wenn auch die armen Leute Geld bekommen und sich auch etwas zu essen kaufen können." Julius: "Ja, wenn alle gleichberechtigt werden. Ich wäre gerne Politiker, weil ich viele faire Sachen hätte. Zum Beispiel finde ich es unfair, dass jetzt wo Notre Dame abgebrannt ist, alle gleich dafür spenden wollen. Aber in Mosambik verhungern viele Leute. Aber das ist den Leuten ?egal'."

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

Wendeltreppe ins Buchgeschäft Portrait der Autorin und Buchhändlerin Petra Hartlieb Von Nikolaus Scholz Die Corona-Krise traf Petra Hartlieb wie viele von uns wie ein Blitz aus heiterem Himmel. "Es gab Zeiten in meinem Leben, da hatte ich ständig Existenzängste. Als 21jährige Alleinerzieherin ohne finanziellen Background, wusste ich oft gegen Ende des Monats nicht, wie sich das alles ausgehen soll. Und jetzt, dreißig Jahre später beichte ich: Ich habe einmal ein Paket Windeln (kein Klopapier!) im Drogeriemarkt geklaut und einmal ein Buch mitgehen lassen (dafür schäme ich mich immer noch)" schreibt die in München geborene und in Oberösterreich aufgewachsene Autorin Petra Hartlieb Mitte März 2020 auf ihrer Homepage. Nach der verordneten Schließung der Buchhandlung sieht sie sich erneut mit Existenzängsten bedroht. Wie soll sie die Miete bezahlen? Die Abgaben? Den Strom? Das Internet? Dabei hatte alles vor 16 Jahren harmlos begonnen. Bei einem Abendessen erfuhren Petra und ihr Mann von der Schließung einer kleinen Wiener Traditionsbuchhandlung mit braunen Schaufensterrahmen aus den Siebzigern. Aus der anfänglichen "Schnapsidee", die düster wirkende, enge und voll geräumte Buchhandlung zu kaufen, wird bald Realität. Mehr noch. Die Hartliebs erfüllen die Buchhandlung nicht nur mit neuem Leben, sondern richten sich auch in der mit einer gusseisernen Wendeltreppe verbundenen Wohnung in der ersten Etage häuslich ein. Seitdem betreiben sie das Geschäft unter dem Namen Hartliebs Bücher. Und sie eröffnen bald ein Zweites, das auf französische und italienische Literatur spezialisiert ist. 2011 startete Petra Hartlieb gemeinsam mit dem Berliner Journalisten und Autor Claus-Ulrich Bielefeld eine Wien-Berlin-Krimireihe, die bei Diogenes erschien und mittlerweile vier Bücher umfasst. 2014 publizierte sie ihren ersten Roman mit dem Titel "Meine wundervolle Buchhandlung", der mittlerweile in acht Sprachen übersetzt und mit einer Auflage von 60.000 Exemplaren zum Bestseller wurde.

16.45 Uhr
Heimspiel

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Frühe Aufnahmen ukrainisch-amerikanischer Volksmusik In den späten 1890er- und frühen 1900er-Jahren emigrierten einige Tausend Menschen aus der Ukraine in die USA. Unter ihnen befand sich auch ein Geiger, der zu den wichtigsten Musikern in New York City gehören sollte, wenn es darum ging, traditionelle Musik aus dem Osten Europas in den USA populär zu machen. Man könnte ihn als einen der "Kings of Polka" bezeichnen, wobei er ebenso die Tänze Kolomejka und Kasatschok brillant begleiten konnte. Sein Name war Pawlo Humeniuk, und sein Heimatdorf befand sich auf Österreichisch-Ungarischem Herschaftsgebiet. Aber solche kulturellen Vereinnahmungen sind unbedeutend. Humeniuks Musik ist vergleichsweise gut dokumentiert - kurz nach seiner Ankunft in NYC (am 8.12.1908) begann er in der aufstrebenden Tonträger-Industrie Fuß zu fassen. Seit Mitte der 1920er-Jahre hat Humeniuk einiges aufgenommen. Ihm und einigen seiner Kollegen und Musikkapellen ist diese Sendung gewidmet. Die Schellack-Aufnahmen wurden von der Firma Arhoolie/Folklyric auf Vinyl und später CD kopiert. Heute verwaltet die Smithsonian Stiftung in Washington die faszinierenden "Early Recordings of Ukrainian-American Music".

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Die Ukraine. Mit Matthias Kaltenbrunner vom Institut für Osteuropäische Geschichte der Universität Wien. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Die Ukraine ist seit Jahren vor allem wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen mit Russland um die Halbinsel Krim in den Medien präsent. Die russische Annexion der Krim ist dabei die jüngste Eskalation eines jahrhundertealten Konflikts zwischen den beiden Staaten. Im Zarenreich hieß die Ukraine "Kleinrussland". Ein Bestreben nach einem unabhängigen ukrainischen Nationalstaat entwickelte sich bereits ab dem 19. Jahrhundert. Nach der russischen Oktoberrevolution 1917 gab es für wenige Jahre eine ukrainische Republik. Doch bereits 1920 besetzte die Rote Armee das Land. 1921 fiel durch den Frieden von Riga die Westukraine an Polen, Rumänien und die Tschechoslowakei. Der übrige Teil wurde als ukrainische Sowjetrepublik Teil der UdSSR. In der "Kornkammer" der Sowjetunion starben während des Holodomor (der schweren Hungersnot) in den frühen 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts Millionen Menschen an den durch die Zwangskollektivierung ausgelösten Folgen: Verringerung der Ackerflächen, Reduzierung des Viehbestands. Rund zwanzig Jahre später, 1954, schenkte der sowjetische Parteichef Nikita Chruschtschow, der selbst aus der Ukraine stammte, die Krim der ukrainischen Sowjetrepublik. 1991 wurde die Ukraine unabhängig, seit 2014 befindet sie sich wegen der Krim-Krise in einem kriegerischen Konflikt mit Russland. Die Krim gehört völkerrechtlich weiterhin zur Ukraine, der Nachbar Russland betrachtet sie jedoch mittlerweile als eigenes Staatsgebiet an.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Flüchtlinge und Vertriebene 1945 in Österreich Gestaltung: Johannes Jetschgo "Es war eine Ausnahmesituation", bestätigen Historiker: Nirgendwo sammelten sich in Österreich 1945 und in den folgenden Jahren so viele Kriegsflüchtlinge und Vertriebene wie im Raum Linz. Darunter vor allem die Angehörigen der deutschsprachigen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei und aus Südosteuropa, Sudetendeutsche, Donauschwaben, Siebenbürger Sachsen. Ihnen blieb die Rückkehr in ihre Heimat verwehrt. Ihr Verhängnis hatte schon im demokratiefeindlichen Klima vor dem Krieg seinen Lauf genommen, als sie, nicht zuletzt durch verfehlte Minderheitenpolitik ihrer Herkunftsländer, von Adolf Hitler angezogen und benutzt worden waren. 1945 wurden sie im Kollektiv zu Opfern erklärt. In Österreich waren sie vielfach gar nicht willkommen. Zeitzeugen erinnern sich an Flucht und Neubeginn.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Strategien afrikanischer Länder gegen Covid-19 Von: Benjamin Breitegger und Benjamin Moscovici Die Weltgesundheitsorganisation warnte bereits vor Wochen: Die Corona-Pandemie könnte den afrikanischen Kontinent besonders hart treffen. Bislang blieb die Katastrophe aus. Viele Staaten reagierten schnell und entschlossen auf die neue Bedrohung: So verhängte beispielsweise Sierra Leone schon erste Maßnahmen, bevor der erste Covid19-Fall bestätigt wurde. Der Kampf gegen das Coronavirus hat aber gefährliche Nebeneffekte: Menschen wird ihre Lebensgrundlage genommen, mancherorts droht der Hunger. Wichtige Impfprogramme werden ausgesetzt, um das Virus nicht zu verbreiten. Welche Gefahren gehen unter im Kielwasser der akuten Bedrohung einer Corona-Erkrankung? Ein Blick nach Sierra Leone und Guinea in Westafrika, wo derzeit nicht nur die Angst vor Corona wächst, nach Äthiopien in Ostafrika, das auch mit einer Heuschreckeninvasion kämpft, und nach Südafrika, wo die Corona-Krise die Ungleichheiten im Land offenlegt.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Francesco Piemontesi, Klavier. Franz Schubert: a) Sonate a-Moll D 845; b) Elf Ecossaisen D 781; c) Vier Impromptus D 935 * Zugabe: Wolfgang Amadeus Mozart: Adagio aus der Sonate F-Dur KV 332 (aufgenommen am 30. August 2018 im Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg im Rahmen der "Schubertiade Schwarzenberg 2018"). Präsentation: Stefan Höfel

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Die Geschichte der I. Republik Gestaltung: Jörg Duit In einer vierteiligen Reihe beleuchtet Bundespräsident a.D. Dr. Heinz Fischer zentrale Stationen in der Geschichte der I. Republik von 1918 bis 1938. Er erzählt vom Aufbruch in die junge Republik bis zum Unter-gang Österreichs durch den sogenannten "Anschluss" an das Großdeutsche Reich unter der Führung von Adolf Hitler.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Land im Krisenmodus. Identitäten, Mythen und Konflikte in der Ukraine (2). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Toxine im Vormarsch. Gifttiere Giftpflanzen in Zeiten der Klimaerwärmung (2). Gestaltung: Kim Cupal Donau Delta. Wie der Blues nach Österreich gekommen ist (2). Gestaltung: Klaus Wienerroither

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Neue und experimentelle Musik aus der Ukraine (3) Kompositionen zeitgenössischer Komponierender aus der Ukraine. Gestaltung: Rainer Elstner

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten