Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Alte Musik - neu interpretiert

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Zärtlichkeit und Schmerz". Cornlius Hell, Literaturkritiker und Übersetzer, über "die heilige Vergänglichkeit" menschlichen Lebens, anlässlich des 100. Geburtstages von Kurt Marti Gedicht und Gebet sind im Werk des Schweizer Schriftstellers und Theologen Kurt Marti (1921-2017) eng verbunden. Als Pfarrer der evangelisch-reformierten Kirche hielt er viele Begräbnisgottesdienste, so entstand der Gedichtband "Leichenreden": keine fromme Poesie, sondern eine sprachkritische Auseinandersetzung mit religiösen Formeln. "Zärtlichkeit und Schmerz" heißt ein Band seiner Notate und Essays. Mit zärtlicher Genauigkeit nimmt Kurt Marti in seinen Büchern Menschen, Lebenssituationen und Landschaften in den Blick. Schmerz artikuliert der politisch bewusste Pfarrer und Poet angesichts von Ausgrenzung und Unterdrückung zugunsten der Interessen des Kapitals. Und immer wieder blickt der Dichter und Denker - und mit ihm in den "Gedanken für den Tag" der Literaturkritiker und Übersetzer Cornelius Hell - auf die "heilige Vergänglichkeit" menschlichen Lebens.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Irene Suchy. Romeo, Julia und die Pest. Ein aufklärender Brief wird nicht zugestellt, weil der Bote unter Quarantäne gestellt wird. Lydia Mischkulnig, 7. Dezember 2020: Ob die Seuche in die neue Literatur eingehen wird? Romeo und Julia sind schon wegen einer Seuche nicht mehr lebendig zusammengekommen. Nicht die Liebe, das Virus hat die Kraft, die Welt zu verändern und Eingang in die Liebesgeschichten zu finden. ("Die Corona Tagebücher")

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Landschaftsökologe Thomas Zuna-Kratky nennt Strategien von Tieren, die kalte Jahreszeit zu überdauern. Teil 2: Felsspalten für Smaragdeidechse und Würfelnatter Gestaltung: Ilse Huber Wenn mit fallenden Temperaturen die Tiere sukzessive verschwinden, fragt man sich: Wohin haben sich Insekten, Amphibien, Reptilien und andere wechselwarme Tiere zurückgezogen? Die Strategien sind vielfältig, von alten Traditionen eines guten Überwinterungsplatzes bis hin zu Eiern und Larven, die tiefe Temperaturen leichter überstehen. Eine besondere Methode haben die Larven von Wespen und Milben entwickelt. Sie veranlassen Eichen oder auch Rosen dazu, eine Geschwulst zu bilden, in der der Nachwuchs in Ruhe wachsen kann. Von dieser sogenannten "Galle" profitieren die Larven - sie können sich darin bequem und frostsicher einquartieren. Manchmal entstehen eine richtige "Wohngemeinschaft", in der sich Salamander mit Erdkröte und Maus versammeln. Fels- und Mauerbewohner wie etwa Smaragdeidechse und Schlangenarten suchen nicht nur Natursteinritzen auf, auch künstliche Bauwerke bilden eine winterliche Herberge. Während heimische Tiere wissen, was für sie das Beste ist, um sich vor Frost und Kälte zu schützen, reizen die steigenden Temperaturen auch so manche mediterrane Art, weiter nördlich zu wandern - wie etwa die braune Strandschrecke.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Schutzschild und Abwehr

Das menschliche Immunsystem (2). Gestaltung: Sabine Nikolay Wie alle Lebewesen ist auch der Mensch ständig Gefahren von außen ausgesetzt. So manche Gefahren für Leib und Leben kann man abschätzen und vermeiden: Im Straßenverkehr ebenso wie im Alltag. Was wir allerdings nicht sehen: Krankheitserreger, die mikroskopisch klein in der Atmosphäre schweben und unseren Organismus in Gestalt von Viren, Bakterien und Pilzen bedrohen, aber auch in Form von Plasmodien und Parasiten. Sie können in den menschlichen Körper eindringen und so unserer Gesundheit den Kampf ansagen. Bereits der deutsche Mediziner Robert Koch prägte das Bild der Erreger als "feindliche Eindringlinge", die es zu bekämpfen galt. So wurden die Bestandteile des Blutes aus medizinischer Sicht nicht mehr nur nach ihrer Farbe oder Form klassifiziert, sondern anhand ihrer Rolle im Kampf gegen Krankheitserreger: Weiße Blutkörperchen wurden in Fress-, Helfer- und Killerzellen unterteilt - sie galten als "Truppen" unseres "Abwehrsystems". Gegen solche Angriffe von außen schützt das Immunsystem. Es besteht aus der angeborenen Immunantwort, einem in der Frühzeit des Menschen entwickelten Schutzschild, der so effektiv ist, dass er über Jahrtausende weitgehend unverändert geblieben ist, und der adaptiven Immunabwehr, einem hoch flexiblen, sich ständig verändernden und weiterentwickelnden Schutzsystem das sehr effektiv ist. Der Aufbau unseres Immunsystems ist sehr komplex und besteht aus zahlreichen Bestandteilen. Zu den Organen des Immunsystems zählen neben dem Blut das sogenannte lymphatische System mit den lymphatischen Organen. Außerdem bieten Haut und Schleimhäute einen wichtigen Schutz gegen Stoffe und Eindringlinge von außen. Wie kann man das Immunsystem stärken, wie funktionieren Impfungen und die Immunisierung nach überstandener Krankheit, und warum dauert es so lange, bis das menschliche Immunsystem auf neue Bedrohungen wie zum Beispiel das Corona Virus effizient reagiert?

09.30 Uhr
Radiokolleg - Lust auf Literatur

Die Radiokolleg-Bücherbox zum Thema "Lesen" (2). Gestaltung: Julia Reuter Die "Bücherbox" ist ein neues Langzeit-Format des Radiokollegs, das sich mit bekannten literarischen Werken befasst - von Klassikern bis zeitgenössischen Romanen. Jede Folge ist einem bestimmten Buch gewidmet und gibt Einblick in die Handlung, die Entstehungs- sowie die Rezeptionsgeschichte. Dabei soll auch hinterfragt werden, ob und warum das jeweilige Buch als Weltliteratur gilt - ein Begriff, den Johann Wolfgang von Goethe geprägt hat. Die "Bücherbox" richtet sich sowohl an ein jüngeres Publikum als auch an all jene, die nicht in Literaturwissenschaften bewandert sind. Es geht darum, Berührungsängste abzubauen und (dem Titel entsprechend) Lust auf Literatur zu machen. *Staffel 1: "Über das Lesen"* Markus Zusak: "Die Bücherdiebin" (2006) [Australien] Umberto Eco: "Der Name der Rose" (1980) [Italien] Ray Bradbury: "Fahrenheit 451" (1953) [USA] Dai Sijie: "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" (2000) [Frankreich/China] In der ersten Staffel der "Bücherbox" stehen vier Romane im Mittelpunkt, in denen das Lesen von Büchern von zentraler Bedeutung ist. " ... ein Buch im Haus nebenan ist wie ein geladenes Gewehr. Vernichte es. Entlade die Waffe. Breche den menschlichen Geist", heißt es in Ray Bradburys Roman "Fahrenheit 451". Lesen ist in Bradburys Dystopie verboten, Bücher werden von Feuerwehrmännern aufgespürt und verbrannt, manchmal kommen dabei auch die Buchbesitzer ums Leben. Im Roman "Der Name der Rose" von Umberto Eco, dessen vorwiegender Schauplatz ein mittelalterliches Kloster zur Zeit der Inquisition ist, kann Lesen mitunter tödlich enden, nämlich das Lesen eines ganz bestimmten Buches, dessen Seiten vergiftet wurden, damit sein Inhalt nicht verbreitet wird. Verbotene Bücher spielen auch in Dai Sijies Roman "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" eine nicht unwesentliche Rolle. Es geht um zwei Jugendliche, die in einem chinesischen Bergdorf von Bauern umerzogen werden sollen und auf einen Koffer voll mit westlichen Büchern stoßen, die sie fasziniert zu lesen beginnen. Markus Zusak hat sich in seinem Roman "Die Bücherdiebin" ebenfalls mit der Faszination des Lesen sowie der Macht der Worte auseinandergesetzt. Aus der Sicht des Todes wird die Geschichte eines kleinen Mädchens erzählt, das während des Zweiten Weltkrieges zu Pflegeeltern kommt, dort Lesen lernt, Bücherverbrennungen miterlebt und vom lodernden Haufen Bücher stiehlt.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

The Base, Chronopop, Dives, Der Nino aus Wien (2). Gestaltung: Sabine Nikolay, Thomas Mießgang, Alexandra Augustin, Stefan Niederwieser *Werner "Chrono" Popp* Der Gitarrist, Komponist, Arrangeur, Produzent (und gelegentliche Sänger) Werner "Chrono" Popp starb am 4. Juli 2019 im Alter von 65 Jahren an einer Krebserkrankung. Mehr als vier Jahrzehnte lang war er ein bedeutender Teil der Wiener Musikszene, ohne je ins Rampenlicht zu drängen. Er lieferte eher die Hintergrundstrahlung für unterschiedliche Epochen, beginnend mit Punk und New Wave und dann sich in Film- und Fernsehmusik, Soul-Retrospektiven und Ska-Revival verzweigend. Seinen kommerziellen Höhepunkt erlebte er in den neunziger Jahren: Mit der Band Hip Hop-Finger, deren Hit "Boundaries" noch heute nachklingt und als musikalischer Direktor der "Nette Leit Show" von und mit Kurt Palm und Hermes Phettberg - einem der letzen Kultformate, das der ORF hervorgebracht hat. Davor und danach gab es mal mehr, mal weniger Erfolg, häufig auch nicht auf der Bühne, sondern an den Reglern des Audiorama-Studios, das er jahrelang gemeinsam mit Hans Holler betrieb und durch das die halbe Wiener Postpunk-Generation hindurchgeschleust wurde. Doch das "Success-Paradigma" war für Chrono ohnehin nicht entscheidend. Ihm ging es nicht um Geld oder Glamour, sondern um Attitude und um eine höchstpersönliche Vorstellung von einem "richtigen Leben im falschen" - durchaus auch mit einem Hang zur Mikro-Inszenierung (mit Hawaiihemden konnte er sich genauso liebevoll und detailliert beschäftigen wie mit unterschiedlichen Gitarrenmodellen). Dass ihm deshalb Künstler wie David Bowie oder Brian Setzer (Stray Cats) und Stilrichtungen wie Mod, Northern Soul, Ska und, in geringerem Maße, Blues und Rockabilly nahestanden, liegt in der Natur der Sache. Wie er sich überhaupt in seinen reiferen Jahren eher als Traditionalist mit konservatorischem Ethos verstand, denn als verzweifelt berufsjugendlicher Pseudo-Innovator, der jedem gerade angesagten "heissen Scheiss" hinterherläuft. Mit Chrono Popp ist ein kreativer Geist verschwunden, der zwar (Gottseidank!) kein Offizier war, jedoch ein Gentleman. Man tut sich, durchaus ungewöhnlich in Wien, schwer, Leute zu finden, die schlecht über ihn reden. Chrono Popp hatte eine unaufdringliche aber effektive Art, einen Laden am Laufen zu halten und ein Projekt voranzutreiben und dabei einen guten Spirit aufrechtzuerhalten. Und er hat mehr witzige, originelle und sampletechnisch ausgereifte Musik hinterlassen, als im öffentlichen Bewusstsein gespeichert ist. Einiges davon soll am 10. Februar in Form eines Re-Enactment noch einmal aufgeführt werden, darunter: Hip Hop Finger, Musikkreis MS-20, Chrono Popp and the Sorry Babies und noch ein paar Spezial-Effekte/ Projekte. L´Chaim - auf das Leben und auf die Musik. Gestaltung: Thomas Mießgang

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Christoph Wagner-Trenkwitz. Erinnerungen an Mario Lanza - zum 100. Geburtstag des Sängers Mit den Aufnahmen von Enrico Caruso ist er in seiner Kindheit aufgewachsen - und die legendäre Tenorlegende sollte er später auch in einem seiner berühmtesten Filme, in "The Great Caruso" (1951) darstellen; eine außerordentliche Opernkarriere, wie die seines Vorbildes hat aber der vor 100 Jahren, am 31. Jänner 1921 in Philadelphia geborenen Mario Lanza nie gemacht. Nur ganz wenige Bühnen-Auftritte hat er absolviert, lukrative Hollywood-Verträge und das Dasein als populärer Filmstar waren für ihn verlockender. Und so hat Mario Lanza in seiner kurzen Karriere - nur 38-jährig ist er 1959 in Rom verstorben - als Sänger ein Millionenpublikum in den Kinos begeistert, trotz der oft sehr trivialen Handlungen der Streifen. Diese waren oft nicht viel mehr als ein etwas beliebiger Vorwand, um den beliebten Tenorstar mit seiner individuell getönten Stimme mit allen möglichen bekannten Opernarien, Tenorschlagern und amerikanischen Operetten- oder Unterhaltungstiteln zu präsentieren.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Das Glas halb voll" von Graham Swift (aus dem Englischen von Susanne Höbel). Es liest Raphael von Bargen. Nie hätte Eric gedacht, dass ihm nach dem Tod seiner Frau wieder jemand so nahe kommen würde. Dann kam Tanya. Er, der Osteopath, heilt ihre Kreuzschmerzen, erleidet einen Nervenzusammenbruch - und lädt sie für denselben Abend zum Essen ein. Endlich fühlt er sich wieder lebendig ... Graham Swift, geboren 1949 in London, studierte in Cambridge und arbeitete als Lehrer. Seit seinem Roman "Waterland", der mit Jeremy Irons verfilmt wurde, gehört er zu den Größen der britischen Gegenwartsliteratur. 1996 wurde sein Roman "Letzte Runde" mit dem Man Booker Prize for Fiction ausgezeichnet. Swifts 2017 erschienener Roman "Mothering Sunday" ("Ein Festtag") wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und ein großer Publikums- und Kritikererfolg. Gestaltung: Stefanie Zussner

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Daniela Knaller. Frühbarock, Debussy und Zeitgenössisches auf Pia Davilas Debütalbum Sie wolle nur Lieder singen, die ihr richtig am Herzen liegen. Etwas, das sie wirklich angehe. Und das dabei die Breite ihrer stimmlichen Möglichkeiten widerspiegle. Entstanden ist ein CD-Album, auf dem man keine entstehungsgeschichtliche chronologische Abfolge der Stücke findet, sondern die Sopranistin, die sich neben dem klassischen Repertoire für Neue Musik und moderne Musikforschung einsetzt. Pia Davila führt die/den Hörer/in darauf durch einen fiktiven Tag. Abwechslungsreich wie die Kompositionen ist auch die von Titel zu Titel wechselnde Begleitung für die Sopranstimme: a cappella, elektronische Klänge, Klavier und Barockgitarre.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Mozarteumorchester Salzburg, Dirigentin: Kristiina Poska; Arnold Schoenberg Chor; Claire Elizabeth Craig, Sopran, Ben Goldscheider, Horn; Riccardo Terzo, Fagott. Wolfgang Amadeus Mozart: a) Symphonie A-Dur KV 114; b) "Regina coeli" für Sopran, gemischten Chor, Orchester und Orgel KV 108; c) Symphonie C-Dur KV 200; d) Rondo für Horn und Orchster Es-Dur KV 371; e) Fagottkonzert B-Dur KV 191 (aufgenommen am 23. Jänner 2020 im Mozarteum Salzburg im Rahmen der "Mozartwoche 2020"). Präsentation: Gerhard Krammer

15.30 Uhr
Moment

Wenn ein Virus ins Gewissen beißt. Schuld und Scham in Coronazeiten. In der U-Bahn, beim Einkaufen oder am Arbeitsplatz - es gibt viele Möglichkeiten, sich mit Corona zu infizieren. Auch wenn man scheinbar gut aufgepasst hat. Maske trägt, Abstand hält - es kann trotzdem passieren. Dann folgt eine unangenehme Telefonkette, alle möglichen und unmöglichen Kontakte müssen informiert, getestet und isoliert werden. Im schlimmsten Fall wird sogar eine behördliche Quarantäne verhängt. Diese Ungewissheit, für eine Erkrankung oder eine Ansteckung verantwortlich zu sein, wird für manche zum quälenden Gedanken. Über den Umgang mit Schuldgefühlen unter Viruslast. Nach der Sendung bitten wir Sie um Ihre Meinung: Hatten Sie schon einmal den Verdacht, jemanden mit Corona angesteckt zu haben, oder den Verdacht, angesteckt worden zu sein? Waren Sie Teil eines Corona-Clusters? Wurden sie aufgrund einer Corona-Erkrankung diskriminiert? Und wo sehen Sie die Verantwortung im Umgang mit einer ansteckenden Krankheit? Eine Stunde sind wir nach der Sendung für Sie erreichbar. Anrufe erbeten unter 0800 22 69 79, Emails an moment@orf.at. Ausschnitte der Reaktionen hören Sie am Mittwoch in "Moment-Echo". Gestaltung: Kathrin Wimmer

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Strategien gegen Langeweile Zuhause bleiben, heißt es noch immer. Dieser Lockdown strapaziert Rudis Geduld. Der Kater lässt dieses Jahr seine Geburtstagsfeier ausfallen, auf Rudi sich immer Wochen im Voraus freut, und sogar die "echte" Schule vermisst der Radiohund. Was soll man den lieben, langen Tag tun, damit einem nicht langweilig wird? Lesen, Computer spielen oder gar das Zimmer aufräumen?! Rudi diskutiert mit Fabian, Lea, Konstanze, Antonia und Tina über die besten Strategien gegen Fadesse. Antonia: "Ich bastle voll gerne. Zum Beispiel für Ostern oder Weihnachtskarten." Tina: "Manchmal frag' ich meine Mama, ob sie mir etwas ausdrucken kann, weil mir so langweilig ist. Zum Beispiel Übungszettel für Mathe." Fabian: "Ich such mir manchmal Holz und zersäge es mit meiner Säge. Und dann schlag ich noch ein paar Nägel ein." Konstanze: "Ich probiere gerne etwas Neues mit meinem Computer aus, beim Zeichnen. Da gibt's voll viele Sachen. Nachdem mein Computer nicht mit dem Internet verbunden ist, kann ich einfach alles ausprobieren und es passiert nichts." Gestaltung: Johanna Steiner

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

"Man muss sich seiner Vergangenheit stellen!" Der Autor Georg Thiel Feature von Matthias Haydn Es ist ein ebenso bekanntes wie verstörendes Foto: ein Bub kniet auf einem Gehsteig, mit einem Pinsel malt er vorsichtig das Wort "Jud" auf eine Hausfassade. Ein Mann mit Hakenkreuzbinde am Oberarm überwacht den Vorgang. Das Bild ist auf der letzten Seite von Georg Thiels zweitem Roman abgebildet, der Autor hat ihm den Titel "Jud" gegeben. Der Protagonist in Thiels Geschichte stößt 1958 zufällig auf das damals in einer Illustrierten publizierte Foto und erkennt sich selbst als den gedemütigten Jungen aus dem Jahr 1938 wieder. Er fasst den Entschluss den Nazi-Schergen ausfindig zu machen und sich an ihm zu rächen. Der Autor, er wurde 1971 in Wien geboren und studierte ebendort Geschichte und Politikwissenschaften, hat die Geschichte des Fotos genau recherchiert, sogar den Ort des Geschehens in der Heinestraße konnte er ausfindig machen. Wer jedoch die fotografierten Personen waren und was danach mit ihnen geschah, das konnte er nicht herausfinden. Und deshalb hat Georg Thiel die Geschichte kurzerhand selbst in die Hand genommen und sie weiter geschrieben.

16.45 Uhr
Heimspiel

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Gute Geschichten brauchen manchmal gar keine Worte Das Amsterdamer Duo Boi Akih, bestehend aus der Sängerin Monica Akihary und dem Gitarristen Niels Brouwer, lädt auf der aktuellen CD "Storyteller" den Kora-Spieler Sekou Dioubate und die Blockflötistin Dodó Kis zu einer grenzüberschreitenden Erzählung ein. "Geheimnisvolle Geschichten von Reisenden aus dem inneren Asien" verspricht Musikproduzent und Verleger Ulrich Balß in seinem Buch "Terra Incognita - TUVA". Dem umfangreichen Band liegt ein live-Mitschnitt des renommierten Ensembles Huun-Huur-Tu bei. "Soundplaces" schließlich nennen Derya Türkan und Sokratis Sinopoulos ihre ausgesprochen klangrhetorische Begegnung, erzählt ausschließlich auf einem scheinbar einfachen Streichinstrument. Es heißt - auf Türkisch - Armudî kemençe oder - auf Griechisch - Politiki lyra. Türkan und Sinopoulos sind Pioniere in der Zusammenarbeit von türkischen und griechischen Musikideen, über staatliche und ideologische Grenzen hinweg.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Politische Gewalt und Kommunikation von der Französischen Revolution bis heute mit: Dieter Reinisch, Historiker, National University of Ireland, Galway, und Webster Vienna Private University Gestaltung: Isabelle Engels Anschläge Rechtsextremer in Deutschland, islamistischer Attentäter in Europa, weißer Rassisten in den USA und islamistischer Gruppen wie Islamischer Staat und Al-Kaida im Nahen Osten und Afrika - Terrorismus hat viele Gesichter. Er wird von unterschiedlichen Akteuren ausgeübt und tritt in Formen und Kontexten auf. Obwohl zumeist mit staatsfeindlichen Gruppen in Verbindung gebracht, geht Terror in der modernen Geschichte zumeist von Staaten aus. Der Terror der Französischen Revolution ist die früheste und bekannteste Form des "Staatsterrorismus". Seit den 1870er-Jahren ist Terrorismus in mehreren Wellen aufgetreten. Die anarchistische Welle des 19. Jahrhunderts, war genauso wie die anti-kolonialen und linken Wellen des 20. Jahrhunderts nicht-staatlich geprägt. Seit den 1980er-Jahren tritt Terror überwiegend in Zusammenhang mit religiösen Zielen auf, so bei den Anschlägen evangelikaler Fundamentalisten in den USA oder den buddhistischen Radikalen in Südostasien. In den letzten Jahren entstand im Nahen Osten und Nordafrika eine neue Form des Terrorismus, indem versucht wurde, halbstaatliche Einheiten durch islamistische Gruppen wie IS und al-Shabaab in Somalia zu etablieren. Mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 begann sich die wissenschaftliche Erforschung des Terrorismus zu etablieren. Terrorismus ist heterogene Gewalt - ausgeführt oder angedroht - um politische Ziele durchzusetzen. Er ist eine Form der politischen Kommunikation, denn Terroranschläge richten sich an ein breites Publikum in der Hoffnung, politische Ziele zu transportieren. Als eine Unterkategorie der Kriegsführung versucht er mittels breiterer gewaltsamer und nicht-gewaltsamer Kampagnen an politischem Einfluss für seine Akteure zu gewinnen und bestehende Machtbeziehungen zu verändern. Ein Blick auf die Entstehung und Entwicklung des Terrorismus seit dem Ende des 18. Jahrhunderts lässt seine Gefahren für die heutige Gesellschaft besser einschätzen.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Auf die Landflucht folgt die Stadtflucht, in Deutschland wie auch in Österreich. Gestaltung: Gerlinde Maschler und Stefan May Seit ein paar Jahren zeichnet sich in der industrialisierten Welt beim Wohnen eine Trendumkehr ab: Früher tauschten viele Menschen das Land- gegen das Stadtleben, vor allem weil man in der Stadt leichter Arbeit fand und das Leben in der Stadt mehr Abwechslung bot. Heute sind halbwegs großzügige Wohnungen in Wien oder Berlin bereits so teuer, dass sich Durchschnittsverdiener diese kaum leisten können, von einem eigenen Haus mit Garten ganz zu schweigen. Vor allem Menschen ab 30 mit Familie wollen daher jetzt weg aus der Großstadt und hinaus aufs Land, wo Wohnraum noch etwas günstiger ist. Die Coronakrise mit ihren wiederkehrenden Lockdowns hat den Trend zur Stadtflucht beschleunigt. Lange Wochen in einer Wohnung in der Großstadt, in denen der Esstisch zum Schreibtisch und das Kinderzimmer zum Schulraum wurden, ließen die Sehnsucht nach dem Wohnen im Grünen steigen. Rund um Wien und Berlin macht sich die höhere Nachfrage bereits deutlich bei den Preisen bemerkbar.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Tod in Trastevere Der Fall des Kunstfälschers Eric Hebborn Von Christina Höfferer Am 11. Jänner 1996 wird im römischen Stadtteil Trastevere der bekannte britische Kunstfälscher Eric Hebborn tot aufgefunden. Ist er betrunken zu Tode gestürzt oder wurde er ermordet, gar von der Mafia? Bis heute ist sein Tod nicht restlos aufgeklärt. Unzweifelhaft ist, dass Hebborn ein hochbegabter Künstler war, der als Restaurator begann und schleichend ins Fach des Meisterfälschers wechselte. Wie konnte der 1934 in London Geborenen, der an der Royal Academy studiert hatte, die Fachwelt so lange täuschen? War es die Verachtung gegenüber Experten und einer versnobten Kunstszene, ein sozialer Minderwertigkeitskomplex, ein selbstzerstörerischer Spieltrieb, Ruhmsucht oder Geldgier, die Hebborn zu diesen Fälschungen motivierte? Und wie kam man dem Kunstfälscher schließlich auf die Schliche?

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Ivo Kahánek, Klavier. Antonin Dvorak: a) Poetische Stimmungsbilder op. 85; b) Suite A-Dur op. 98, "Amerikanische"; c) Silhouettes op. 8 * Zugaben: Leos Janacek: Unsere Abende, Nr. 1 aus "Auf verwachsenem Pfade" * Frédéric Chopin: Etude cis-Moll op. 10/4 (aufgenommen am 6. September 2020 im Rudolfinum in Prag im Rahmen des "Internationalen Dvorak Musikfestivals Prag 2020"). Präsentation: Stephanie Maderthaner Als Antonin Dvorak seine "Poetischen Stimmungsbilder" op. 85 für Klavier schrieb, meinte er dazu: "Es wird allerdings schade sein, dass wahrscheinlich nur wenige Pianisten so viel Mut haben werden, sie alle nacheinander zu spielen- aber nur dann kann sich der Hörer die richtige Vorstellung machen, was ich dachte - denn diesmal bin ich nicht nur absoluter Musiker, sondern Poet". Der 1979 geborene tschechische Pianist Ivo Kahánek hatte "den Mut" sich nicht nur den "Poetischen Stimmungsbildern" von Dvorak zu widmen, sondern auch anderen Klavierzyklen von ihm. Ein ungewöhnliches und spannendes Programm, aufgenommen im Rahmen des Dvorak Musikfestivals in Prag.

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Schutzschild und Abwehr. Das menschliche Immunsystem (2). Gestaltung: Sabine Nikolay Lust auf Literatur. Die Radiokolleg Bücher-Box zum Thema "Lesen" (2). Gestaltung; Julia Reuter The Base, Chronopop, Dives, Der Nino aus Wien (2). Gestaltung: Sabine Nikolay, Thomas Mießgang, Alexandra Augustin, Stefan Niederwieser

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Neue Musik zu Beethoven in der Sargfabrik Wien Unter dem Motto "Beethoven aber anders" haben sich Komponistinnen und Komponisten auf Initiative von Ernst Vogel (Sargfabrik Wien) mit dem Jahresregenten 2020 auseinandergesetzt. Als künstlerischen Kopf konnte er den Komponisten, Pianisten und Ensembleleiter Christoph Cech gewinnen. Der in verschiedenen Klangsprachen aktive Künstler hat dazu sein vor Jahren geleitetes Janus Ensemble reaktiviert. Dieses wurde - in der Zusammenarbeit mit 20 Komponistinnen und Komponisten - zu dem Projekt "Beethoven Pocket Orchestra". Die aus dieser Kooperation neu entstandenen Auftragsarbeiten, die sich um das Werk Beethovens drehen sollten, fielen aufgrund der Diversität der Mitwirkenden sehr unterschiedlich aus. "Zeit-Ton" präsentiert einige jener Kompositionen, die im Herbst 2020 bereits live aufgeführt worden sind. Gestaltung: Gerhard Krammer

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten