Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Zeit-Ton

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Die Botschaften der Hände" von Ingrid Pfeiffer, Autorin und Germanistin Sommer 2020 - wer in diesem von Covid-19 bestimmten Jahr an Hände denkt, hört unweigerlich die Mahnung, das Händeschütteln zu vermeiden. Berührung ist jedoch das Erste, was mit Händen assoziiert wird, umso größer die Irritation. Und umso wichtiger sei es, den Händen unsere volle Aufmerksamkeit zu widmen, findet die Autorin und Germanistin Ingrid Pfeiffer. Denn Hände seien weit mehr als anatomisch zu beschreibende Teile des menschlichen Körpers, der nun von anderen fernzuhalten ist: "Wir sind in unseren Händen und zwar sowohl in ihrem Tun (und Lassen) als auch in ihrer Art. Ihr Charakter ist unser Charakter. Hände sind Boten des jeweils individuellen menschlichen Wesens. In den Händen kann man lesen, ohne Handleserei zu betreiben". Die Sprache wisse davon und fordere mit vielen Redewendungen und detailreichen Beschreibungen dazu auf hinzuschauen und zu entdecken.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Mirjam Jessa. Ein Aufrechter, ein Verzweifelter und eine Kokette. Wir erinnern an den großen tschechischen Dirigenten Vaclav Neumann, der heute vor 100 Jahren in Prag geboren wurde. Bedauern, dass Edita Gruberova ihr Karriereende bekannt gegeben hat. Leiden mit Bedrich Smetana, der ertaubte wie Beethoven und fragen uns, wie es geklungen hätte, wenn Gustav Mahler für das "Lied von der Erde" die Gedichte im chinesischen Original verwendet hätte?

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Dirk Ulrich vom Alpenzoo Innsbruck spricht über den Baummarder. Teil 2: Ein selten gesehenes Waldtier Gestaltung: Thomas Thaler Der Baummarder ist ein scheues Waldtier. In freier Wildbahn bekommt ihn kaum jemand zu Gesicht. Wer ihn sehen will, ist auf den Zoo - etwa den Alpenzoo Innsbruck - angewiesen. Wird ein Marder gesichtet, handelt es sich fast ausnahmslos um den nahen Verwandten, den Steinmarder. Dieser hat als Kulturfolger nicht immer den besten Ruf. Er lärmt im Dachboden, beißt Kabel im Auto durch, oder dringt in den Hühnerstall ein. Der Baummarder hat seine ökologische Nische als Kletterkünstler in hohen Bäumen des Waldes gefunden. Dort schläft er tagsüber in Astgabeln oder Baumhöhlen, und dort geht er vorwiegend in der Dämmerung auf Jagd. Er räumt Vogelnester aus und liefert sich wilde Verfolgungsjagden mit Eichhörnchen. Am Boden ist der Baummarder vor allem zur Paarungszeit zu finden. Dann markiert er an auffälligen Stellen - etwa an Baumstümpfen oder Steinen - sein Revier. Männliche Tiere legen oft weite Strecken zurück, um möglichst viele Weibchen zu decken. Aufgrund seiner ausgedehnten Reviere ist der Baummarder auf große, zusammenhängende Waldflächen angewiesen. Er bevorzugt naturnahe Wälder, wo er auf Grund der größeren Biodiversität auch ein größeres Beutespektrum vorfindet. Stellenweise hat er daher Lebensräume verloren. Insgesamt gilt er jedoch nicht als gefährdet und zählt in Österreich noch zum jagdbaren Wild.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Fundament des Staates

100 Jahre Bundes-Verfassungsgesetz (2). Gestaltung: Nadja Kayali, Michaela Schierhuber Am 1. Oktober 2020 wird die Österreichische Verfassung bzw. das Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG) 100 Jahre alt. Verfolgen wir die Spur ihrer Entstehung, so führt sie weit zurück in die wechselvolle Geschichte unseres Landes und erreicht ihren Gipfelpunkt in den Jahren zwischen 1918 und 1920, als sich Österreich von einer Monarchie in eine Republik verwandelt. Artikel 1 im Bundes-Verfassungsgesetz definiert es genau: "Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus". Es sind also die Bürgerinnen und Bürger, die 1920 zu den neuen Souveränen des Landes werden. Das hat weitreichende Folgen. Neben Demokratie und Republik, rückt auch die Bundesverfassung den einzelnen Menschen in den Vordergrund und schützt ihn vor einem zu großen Machteinfluss des Staates. Selbst wenn der Artikel 1 unmissverständlich formuliert wurde, besteht heute eine eklatante Wahrnehmungsdivergenz zwischen der Bedeutung der Verfassung, die ihr durch Jurististinnen und Juristen zugemessen wird und ihrer Verankerung im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger. Die Verfassung ist also nicht nur Teil einer höchst anspruchsvollen Disziplin der Rechtswissenschaften, sondern auch etwas, das alle Bürgerinnen und Bürger angeht und sich auch explizit an uns richtet. Weshalb aber ist diese notwendige breite Identifikation eigentlich nicht genügend im Bewusstsein verankert? Dennoch gilt die Österreichische Verfassung den juristischen Expertinnen und Experten in vielerlei Hinsicht als richtungsweisend und fand international große Beachtung. Der 1881 in Prag geborene Rechtswissenschaftler Hans Kelsen gilt als der "Architekt" der Bundesverfassung. Er hat als Urheber mehrerer Entwürfe zur Verfassung den schwierigen Prozess der politischen Konsensfindung begleitet, denn gerade die Grundkonzeption des Staatsfundaments war durch die ideologisch weit auseinanderreichenden Positionen schwierig. So konnte man sich 1920 beispielsweise nicht auf einen Grundrechtskatalog einigen, sondern übernahm jenen aus dem Staatsgrundgesetz von 1867. Das Radiokolleg widmet sich anlässlich des Verfassungsjubiläums der Entstehung der Bundesverfassung, stellt stellt die Grundprinzipien Demokratie, Republik, Bundesstaat und Rechtsstaat ins Zentrum.

09.30 Uhr
Radiokolleg - "Holz, Stroh, Lehm Wasser"

Eine Anleitung zum nachhaltigen Bauen (2). Gestaltung: Margit Atzler, Franziska Dorau Die Baubranche ist weltweit einer der großen CO2-Sünder. Große Mengen des Rohstoff- und Energieverbrauchs werden am Bausektor verursacht - beim Bauen selbst, aber auch in der Herstellung von Baustoffen. Da ist zum einen Zement, der in großen Mengen verwendet wird und bei dessen Gewinnung riesige Mengen an CO2 entstehen. Zum anderen werden Dämmstoffe wie Styropor eingesetzt, die weder zu einem angenehmen, gesunden Raumklima beitragen, noch nachhaltig sind. Wird ein Haus abgerissen, bleiben große Mengen an Müll zurück, der nicht wiederverwertet werden kann. Das Bauwesen hinkt in Fragen der Ressourceneffizienz dramatisch hinter den technischen Möglichkeiten her. Viele Probleme der Bauphysik könnten, so Verfechter von Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen, bereits mit dem richtigen Material gelöst werden. Außerdem: ohne Transformation der Bauindustrie wird es keine Klimawende geben. Doch wie könnte "nachhaltiges Bauen" gehen? Die natürlichen Baustoffe Holz und Lehm, aber auch Stroh wurden jahrtausendelang im Hausbau eingesetzt, bis sie von "modernen", scheinbar robusteren Materialien abgelöst wurden. Früher mit "Armut" assoziiert, haftet ihnen heute der "Ökostempel" an. Der Architekt Andi Breuss beschäftigt sich mit alten Prinzipien des Hausbaus mit Lehm und verwendet den Lehm vom eigenen Acker zur Adaptierung und Neugestaltung von Bestandsgebäuden, zum Beispiel in Mitterretzbach im Weinviertel. Der Förster und Betriebswirt Erwin Thoma gründete seine Firma, um für seine mittlerweile erwachsenen Kinder "das gesündeste Haus" zu bauen. Heute baut die Firma Thoma Vollholzhäuser nach dem Kreislaufkonzept. Vor allem in Zeiten klimatischer Veränderungen sind gängige Bauweisen dringend zu überdenken, auch was den Umgang mit und den Einsatz von Wasser betrifft. Das Projekt der "Schwammstadt Berlin" beispielsweise versucht, die Großstadt für Starkregenereignisse zu wappnen, der Versiegelung der städtischen Bodenflächen entgegenzuwirken und Konzepte zu entwickeln, wie große Wassermengen aufgenommen, gespeichert und in Hitzeperioden zur Kühlung wieder abgegeben werden können. Ein Lehrgang der Technischen Universitäten Wien und Graz setzt sich mit der ganzheitlichen Betrachtung des Lebensweges von Bauwerken auseinander und legt die Grundlage für neue Planungsqualität, wie auch modifizierte Bauprodukte und Bausysteme. Für Strohballenhäuser gibt es im Internet zahlreiche Anleitungen zum selberbauen. Doch geht das wirklich so einfach? Und wie sieht es mit Brandschutz aus? Wie eignen sich Holz, Stroh und Lehm als Träger, Dämm- und Verbundstoffe? Welche Aspekte sind beim Einsatz der jeweiligen Materialien zu beachten und welche Kombinationen sind in unserem Klima sinnvoll? Warum werden die nachhaltigen Lösungen, die selbst in der Umsetzung einfach zu bewerkstelligen wären, nicht längst flächendeckend eingesetzt? Warum wird bei den großen Problemen Lebensraumknappheit und Bodenversiegelung weitergemacht wie bisher?

09.45 Uhr
Radiokolleg - Singen mit ideologischem Grundton

Das Volkslied und seine politische Instrumentalisierung (2). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht Volksmusik und insbesondere Volkslieder sind für viele Menschen lebendiger Ausdruck von Identität, Unverwechselbarkeit und Zusammengehörigkeit - Schlagwörter, die in Zeiten von Globalisierung und bröckelnder gesellschaftlicher Solidarität offenbar immer mehr an Bedeutung gewinnen. Dafür sprechen auch die in den vergangenen Jahren gestiegenen Verkaufszahlen von Tonträgern aus diesem Genre. Heimat, Liebe, Abschied, Verlust - in Volksliedern werden immer gültige Themen verhandelt, verpackt in eingängige Melodien; vielleicht ist es aber auch die Sehnsucht nach dem vermeintlich Ursprünglichen und Natürlichen, das für manche deren besonderen Reiz ausmacht. Allerdings war dieses vermeintlich "Ursprüngliche" und "Natürliche" schon im späten 18. Jahrhundert, als der Begriff "Volkslied" zum ersten Mal aufkam, etwas höchst Künstliches - ein ästhetisches Konstrukt, entworfen von Gebildeten, die an der Schwelle zur Industrialisierung sehnsuchtsvoll auf eine "gute alte Zeit", auf ein ländliches Idyll zurückblickten. Die romantischen Volkslieder sollten weder frivol, noch städtisch und erst recht nicht politisch sein - doch das änderte sich bald. So spielten Volkslieder zum Beispiel schon im Vormärz für die nationale Identitätsbildung eine große Rolle. Der zunehmende Nationalismus im 19. Jahrhundert beförderte auch das Anlegen umfangreicher Volkslied-Sammlungen. In Österreich führte diese Sammeltätigkeit 1904 zur Gründung des so genannten "Volksliedunternehmens", das eine repräsentative Ausgabe des Liedgutes in Österreich und den damaligen Kronländern erstellen sollte. Es ging darum, regionale Eigenheiten zu fördern, gleichzeitig aber auch dem Vielvölkerstaat zu einem übergeordneten Nationalgefühl zu verhelfen. Das intensive Sammeln von Volksliedern hielt bis Ende der 1920er Jahre an. Im Jahrzehnt darauf wandelte sich das Interesse - nun stand die Pflege der gesammelten Lieder im Vordergrund, öffentliche Chorauftritte, "Volkslieder-Wettsingen" u. ä. Veranstaltungen boomten. Diese Praxis wurde von den Nationalsozialisten teils direkt übernommen und das "Volkslied" im Sinne ihrer Ideologie instrumentalisiert; und manchmal, so konstatieren Volksliedforscher/innen, wurden Weichen gestellt, die das NS-Regime überdauern sollten: geistig, sprachlich und institutionell ebenso wie in der praktischen "Pflege". 1956 schrieb Theodor W. Adorno, das gemeinsame Singen, besonders von Volksliedern, erinnere ihn an faschistische Massenveranstaltungen. Dass dies "not sei", stehe nirgends geschrieben. Allerdings fügte Adorno noch hinzu: "Zu fragen ist, was gesungen wird, wie und in welchem Ambiente" - und diese Fragen zu stellen, ist nach wie vor aktuell.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Gestaltung: Michael Blees. Erinnerungen an Richard Bonynge - zum 90. Geburtstag des Dirigenten Ausschnitte aus Werken von Gaetano Donizetti, Giuseppe Verdi, Jules Massenet, Franco Leoni, Emmerich Kálmán u. a. Lange Jahre hat man ihn milde belächelt als den dirigierenden Ehemann der Koloraturdiva Joan Sutherland: den am 29. September 1930, vor 90 Jahren in Sydney geborenen australischen Dirigenten Richard Bonynge. Aber: er war es erst, der seine Frau weg von Mozart, Wagner und Strauss und hin zum Belcanto-Repertoire geführt hat, in dem sie dann eine singuläre Erscheinung der Opernwelt geworden ist. Und gemeinsam - mit ihm als treibender Kraft - hat das Ehepaar Sutherland-Bonynge auch vergessene Werke von Massenet, Leoni, Bononcini, Graun und anderen wiederentdeckt. Eine ganze Reihe von Opern hat Richard Bonynge in Ersteinspielungen dokumentiert und immer wieder hat er - als Notensammler und Archivforscher - besondere Werk-Fassungen ausgegraben oder erstellt; nicht wenige der Einspielungen unter seiner Leitung bieten besondere Versionen und alternative bzw. zusätzliche Nummern. Seine "Wiederentdeckungsarbeit" hat Richard Bonynge nach dem Rückzug der Sutherland auch mit vielen anderen Künstlerinnen und Künstlern fortgesetzt - und abseits der Oper lagen ihm auch ausgefallene Ballettmusiken und selten gespielte Operetten am Herzen.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Coral Fernández" und "Celestino Abril". Von Silvina Ocampo. Aus dem Spanischen von René Strien. Es liest Valentin Schreyer In den Kurzgeschichten von Silvina Ocampo, begegnen wir zwei Männern: Einem, der verliebt ist, doch stets von körperlichen Leiden befallen wird, sobald er sich in der Nähe seiner Angebeteten befindet und einem, der in der ganzen Stadt als Philanthrop beliebt ist, doch am Sterbebett ein Geheimnis zu beichten hat. Mit Witz und Ironie zeichnet Silvina Ocampo ihre Figuren, die nicht immer an die Gesetzmäßigkeiten der Wirklichkeit gebunden sind. Silvina Ocampo wurde 1903 in Buenos Aires geboren und gehörte der argentinischen Oberschicht an. Sie studierte Malerei in Paris; später erschloss sich ihr die Welt der Literatur als Schriftstellerin und Übersetzerin. Gemeinsam mit ihrem Mann Adolfo Bioy Casares und ihrem Freund Jorge Luis Borges gab sie bedeutende Anthologien zu phantastischer Literatur und argentinischer Lyrik heraus. Heute ist die 1993 in Buenos Aires verstorbene Autorin vor allem für ihre phantastischen Kurzgeschichten bekannt. Gestaltung: Julia Zarbach Präsentation: Nicole Dietrich

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Katharina Hirschmann. Das Ensemble Amarillis widmet sich in seinem neuen Album dem Wahnsinn in seiner schönsten Form. Das neue Album des Originalklangensembles Amarillis vereint zahlreiche Komponisten des Barock - und mit jedem Werk wird eine weitere Facette des Wahnsinns beleuchtet. Denn der war in barocken Aufführungen sehr beliebt und brachte das Publikum am königlichen Hof in Form von Tänzen, Instrumental- oder Vokalstücken zum Schmunzeln. Besonders prominent freilich der Liebeswahn. Blockflötistin und Oboistin Héloïse Gaillard ist die künstlerische Leiterin des Ensemble Amarillis, das 1994 noch als Trio gegründet wurde. Heute spielt es in variabler Besetzung, jedoch hat man sich der langjährigen Zusammenarbeit mit Künstlern verschrieben. Denn der Gedanke einer "musikalischen Familie" ist für das Ensemble von großer Bedeutung. Mezzosopranistin Stéphanie d'Oustrac übernimmt auf diesem Album den Vokalpart.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Aurora Orchestra, Dirigent: Nicholas Collon; Nicholas Angelich, Klavier. Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester c-Moll KV 491 * Zugabe des Solisten: Robert Schumann: Von fremden Länder und Menschen aus "Kinderszenen" op. 15 * Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 1 C-Dur op. 21 (aufgenommen am 7. Februar in der Kirche von Saanen im Rahmen des Festivals "Sommets Musicaux de Gstaad 2020"). Präsentation: Gerhard Hafner

15.30 Uhr
Moment

Gehsteig, Bürgersteig, Trottoir. Gespräche auf den Verkehrsflächen für Gehende Seit Menschen in Städten wohnen, teilen sie sich den Verkehrsraum auf. Fußgängern ist ein mehr oder weniger breiter Streifen vorbehalten. Die Liste der dabei entstehenden Konflikte ist lang. Einerseits sind es planmäßige Begegnungen, andererseits Zufälligkeiten und Unfälle, oft sind es unterschiedliche Interessen, die für Probleme sorgen. Schanigärten, Begegnungszonen, Parkplatz für Autos, Platz für Fahrräder und Roller sorgen für Diskussionen. Eine Bestandsaufnahme der baulichen Anlagen und der Möglichkeiten, sich vom wohldefinierten Bürgersteig wieder hin zu einer gemeinsam genutzten Verkehrsfläche zu bewegen. "Gehsteiggespräche" mit Planern, Historikerinnen und Betroffenen. Nach der Sendung sind Meinungen, Erfahrungen oder Ideen der Zuhörerinnen und -hörer gefragt - telefonisch unter 0800 22 69 79 oder per E-Mail unter moment@orf.at. Gestaltung: Lothar Bodingbauer

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Warum gibt es giftige Pilze? Rudi hat Post bekommen: Josef aus Linz, ein begeisterter Schwammerlsucher, will wissen, warum es eigentlich giftige Pilze gibt. Auf der Suche nach einer Antwort lernt Rudi die Pilzfachfrau Irmgard Krisai-Greilhuber kennen... Rudi: "Vorhin hast du mir vom Fliegenpilz erzählt, dem Roten mit den weißen Tupfen. Es gibt doch Kriterien für Essbares und Unessbares und da spielt die Farbe Rot eine entscheidende Rolle: Grüne Kirsche - pfui, rote Kirsche - hui, sag ich nur." Irmgard Krisai-Greilhuber: "Bei den Pilzen gibt es überhaupt keine Regel!! Das einzige was hilft, ist die Kenntnis ihrer Merkmale. Die muss man ganz genau kennen! Sonst gibt es keine Regel." Rudi: "Wer wie Josef eine brennende Frage hat, schreibe mir doch bitte ein Mail an: rudi.radiohund@orf.at."

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

"Originaltöne". Dichterstimmen erzählen die Geschichte der Tonaufzeichnung. Feature von Philip Scheiner Heute klingen Tonaufnahmen von Dichter/innen nahezu originalgetreu. Die Mikrofone sind in den vergangenen Jahrzehnten hellhöriger geworden. Nicht zuletzt haben auch Aufnahme- und Speichermedien einen rasanten Wandel hinter sich. Am Anfang stand die Wachswalze, erfunden Ende des 19. Jahrhunderts. Ein empfindliches, ungenaues Medium mit geringer Kapazität. Mit der Schellackplatte kam die B-Seite, besserer Klang und höhere Haltbarkeit. Das Magnetband schrumpfte bald von der Spule in die Kassette. Seit der Digitalisierung der Aufnahmetechnik fehlen alle Zwischentöne zwischen Null und Eins - somit auch das analoge Grundrauschen. Das Medium wurde unhörbar. Heute passt der "Mann ohne Eigenschaften" auf einen USB-Stick. Alle Aufnahmemedien haben bestimmte Charakteristiken, nicht jedes wurde massentauglich. Das Phonogrammarchiv in Wien ist das älteste Schallarchiv der Welt. Seit der Tonbandzeit führt seine Arbeit die Österreichische Mediathek fort. Stimmporträts, Lesungen, Ansprachen und Interviews von Dichterinnen und Dichtern beschreiben in diesem Feature die Geschichte der Tonaufzeichnung.

16.45 Uhr
Heimspiel

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Musik in Österreich Trotzdem bzw. jetzt erst recht: Viel ist los in unserer sogenannten freien Musikszene, Von Songs über Impro und World bis Blue Grass und Wiener Musik, alles - HOFFENTLICH - demnächst live zu erleben, unter anderem beim Festival "Wien im Rosenstolz", das den 20.Geburtstag begeht. Mit Erwyn, 5/8erl in Ehr'n, Ernst Molden, u.v.a.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Der Weg zur deutschen Einheit mit: Rolf Steininger, Historiker, emeritierter Professor für Zeitgeschichte an der Universität Innsbruck Am 9. November 1989 fiel die Mauer in Berlin, ein jahrzehntelanges Symbol des Kalten Krieges, tödliche Hürde für über hundert DDR-Flüchtlinge. Die deutsche Frage war mit dem Fall der Mauer wieder zu einem großen Thema der internationalen Politik geworden. Bundeskanzler Helmut Kohl war sich sicher, dass die weitere Entwicklung nur in Richtung deutsche Einheit gehen konnte und vor allem die Bewohner der DDR eine entsprechende Initiative von ihm erwarteten. Er ergriff diese Initiative und ging als souveränen "Kanzler der Einheit" in die Geschichte ein. Doch der Weg dorthin war keinesfalls in Stein gemeißelt, wie Helmut Kohl später selbst meinte: "Es hätte auch alles ganz anders kommen können." Von Anfang an wurde Kohl uneingeschränkt von US-Präsident George H. W. Bush unterstützt, während von den viel zitierten europäischen Freunden der Deutschen wenig zu sehen war. Im Januar 1990 gab Sowjetführer Michail Gorbatschow angesichts der Schwierigkeiten im eigenen Land den Weg für die deutsche Einheit frei. Am 3. Oktober trat die DDR der Bundesrepublik bei, im Einigungsvertrag bestimmte man diesen Tag fortan zum gesetzlichen Feiertag.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Europa sucht Vorzeigestädte der Demokratie. Gestaltung: Xaver Forthuber Europa bezeichnet sich gern als die Wiege der Demokratie. Aber auch in der EU drohen derzeit in so manchem Land antidemokratische Tendenzen die Oberhand zu gewinnen: Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte werden in Frage gestellt. Um die faire Partizipation aller Menschen an politischen Prozessen nicht nur zu verteidigen, sondern auch weiterzuentwickeln, haben Bürgermeister/innen aus allen Teilen Europas Mitte September bei einer virtuellen Konferenz in Wien ein neues Projekt aus der Taufe gehoben: Ab 2021 soll jedes Jahr eine "europäische Demokratiehauptstadt" gekürt werden. Voraussetzung für den Titel sind innovative Ansätze, die allen in einer Stadt lebenden Menschen die Chance geben, ihren Lebensraum mitzugestalten. Die Jury wird aus mehreren tausend Bürgern und Bürgerinnen bestehen, die repräsentativ für die Bevölkerung sein sollen.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Wie Bäume kommunizieren Von Hanna Ronzheimer Bäume sind keine Einzelgänger. Sie kommunizieren sogar über weite Strecken miteinander, fand die Wissenschaft bereits in den 1970er Jahren heraus. Im Wald passiert mehr, als Menschen sehen, hören oder riechen können. Da gibt es ein unterirdisches Kommunikationssystem aus Wurzeln, mit denen Bäume Nährstoffe und Informationen austauschen. Mit anderen Lebewesen, etwa Pilzen oder Ameisen, leben Bäume in einer kommunikativen Symbiose zusammen. Auch eine Art Gedächtnis scheinen Bäume zu besitzen. Peter Wohlleben, Deutschlands berühmtester Förster und Beststellerautor, geht aber noch weiter: Er sieht den Wald als eine Helfersgemeinschaft aus individuellen Baum-Charakteren, die im Gegensatz zur menschlichen Konkurrenzgesellschaft miteinander statt gegeneinander lebt. Bäume, ist Wohlleben überzeugt, haben sogar Gefühle.

19.30 Uhr
Arsonore 2020

Benjamin Schmid, Linus Roth, Jevgenijs Cepoveckis und Alberto Stiffoni, Violine; Veronika Hagen und Thomas Selditz, Viola; Christian Poltéra, Violoncello; Paul Salomon, Kontrabass; Petrit Ceku, Gitarre und Mandoline; Konstantin Krimmel, Bariton; Karin Bonelli, Flöte; Sharon Kam, Klarinette; Atay Bagci, Horn; David Seidel, Fagott; Markus Schirmer, Christopher Hinterhuber, Emil Weller und Max Weller, Klavier u.a. (I) F. X. Mozart: Klavierquartett g-Moll op. 1 * C. Loewe: Drei Balladen aus op.1 2 * F. Liszt: Grand Duo concertant sur "Le Marin" S.128 * R. Strauss - F. Hasenöhrl: Till Eulenspiegel einmal anders * N.Paganini: Terzetto op.66 * F. Mendelssohn Bartholdy: Klaviersextett D-Dur op.110 * (II) L. van Beethoven: a) Sonate für Klavier vierhändig op. 6; b) Sonate für Horn und Klavier op. 17: c) Andante con variazioni für Mandoline und Klavier op. 44b * H. Schmidinger: "Wuth und Freude" für Bläserquintett (Uraufführung) * Ph. Gaspari: "Wuth und Freude" für Streichquartett (Uraufführung) * L. van Beethoven: a) Sieben Volkslieder für Stimme und Klaviertrio; b) Trio für Flöte, Fagott und Klavier G-Dur WoO 37 (aufgenommen am 9. und 10. September auf Schloss Eggenberg in Surround Sound). Präsentation: Franz Josef Kerstinger

21.55 Uhr
Who´s Afraid of ...

Who's Afraid of... - der Ö1 Podcast zum steirischen herbst Anna Witt im Gespräch mit Thomas Edlinger "Falsche Reaktionen gibt es nicht", sagt die Künstlerin Anna Witt. Ihre Kunst involviert andere und rechnet mit Reaktionen vor Ort. 2006 animierte sie Obdachlose zu Patrouillen am Westbahnhof, letztes Jahr beschallte sie einen Wiener Gemeindebau mit den Herzfrequenzaufnahmen von Bewohnern, die aus den privaten Musikanlagen in den Innenhof übertragen wurden. Für den steirischen herbst erarbeitete Anna Witt im Dialog mit Steirerinnen sowie der Aktivistinnengruppe Omas gegen Rechts das Filmprojekt für den öffentlichen Raum. Das ausführliche Gespräch von Thomas Edlinger mit Anna Witt finden Sie im Ö1-Festivalpodcast zum steirischen herbst , in der und überall dort, wo es Podcasts gibt. +++ Im Spannungsfeld zwischen persönlicher Erfahrung und künstlerisch-erzählerischer Reflexion fragt der Ö1-Festivalpodcast zum steirischen herbst nach: Können wir - angesichts des Virus - nicht einmal mehr uns selbst trauen? Kann man sich gegen Krisenerfahrungen immunisieren? Wie kommt man mit einer als unheimlich empfundenen Zukunft klar? Wie ansteckend ist Paranoia und wer profitiert von ihr? Wie lassen sich die neuen Ängste zwischen Lockdown und Verharmlosung künstlerisch bearbeiten? Mit Kulturschaffenden und Protagonistinnen des steirischen herbstes 2020 führen Petra Erdmann und Thomas Edlinger Gespräche über Ängste, Krisen und Bedrohungsszenarien in unsicheren Zeiten; die Atmosphäre des Ausnahmezustands vertont der Soundkünstler [http://raumschiff.klingt.org|Manfred Engelmayr].

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Fundament des Staates. 100 Jahre Bundes-Verfassungsgesetz (2). Gestaltung: Nadja Kayali, Michaela Schierhuber "Holz, Stroh, Lehm Wasser". Eine Anleitung zum nachhaltigen Bauen (2). Gestaltung: Margit Atzler, Franziska Dorau Singen mit ideologischem Grundton. Das Volkslied und seine politische Instrumentalisierung (2). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Klangspuren 2020. Hochkarätige Improvisationen Eigentlich war alles anders geplant, - als Begegnung zwischen Musikerinnen und Musikern aus diversen, gerade auch außereuropäischen Ländern. Doch dann kam Covid 19. Und Festivalkurator Reinhard Kager hat umgeplant. Er hat ein Festivalprogramm erstellt, in dem primär österreichische Musikerinnen und Musiker auftreten werden, ein Programm, das in dieser unsicheren Zeit möglichst realistische Chancen auf eine Realisierung hat. Im Rahmen der nun zweiten Ausgabe der Reihe "Improv #1 - #6" am 17. und 18. September standen Größen der österreichischen Experimentalszene auf der Schwazer Festivalbühne. Der deutsche Klarinettist und Saxophonist Frank Gratkowski war als Improviser in Residence für dieses Jahr geladen gewesen. Aufgeschoben ist nicht aufhoben. Mit größeren Projekten wird er 2021 zu Gast in Schwaz sein. Er war aber auch heuer schon in einem neuen Duo zu hören und zwar mit der österreichischen Pianistin Elisabeth Harnik - erstmals nun auch in Europa live zu erleben. Gestaltung: Nina Polaschegg

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten