Tagestipps im Radio

Tagestipps

Sonntag 18:00 Uhr MDR KULTUR

Wer stiehlt schon Unterschenkel?

2022 Timothy Truckle ermittelt - Folge 1 Von Gert Prokop (Erstsendung) Wahrlich: Wer stiehlt schon Unterschenkel? Und noch dazu dreimal. Ein unlösbares Rätsel? Nicht für Timothy Truckle, den Chicagoer Stardetektiv und dessen altehrwürdigen Computer Napoleon. Schließlich rühmt man Timothy Truckle nicht ohne Grund als den erfolgreichsten und zudem eigenwilligsten Spürhund am Lake Michigan. Seine Klientel, die oberen Zehntausend, schätzt seine Intuition. Immer, wenn es geboten scheint, die Polizei aus dem Spiel zu lassen, wendet man sich vertrauensvoll an ihn. Manchmal auch die Polizei selbst. Oder auch andere ,staatliche Organe". Meistens jedenfalls hat Timothy alle Hände voll zu tun. Und kassiert dabei in der Regel auch noch dicke Honorare und nette Erfolgsprämien: Hier eine Kiste Wein, dort fünf Flaschen seltenen Whisky oder einen der extrem raren Plätze auf einer Liste der Frischproduktlieferanten. Denn Fleisch, Fisch, Käse... das sind in der Mitte des 21. Jahrhunderts unbezahlbare Raritäten geworden. Doch zurück zu den Unterschenkeln. Organtransplantationen stehen auf der Tagesordnung, genauso wie die Verpflanzung diverser Körperteile. Wer es sich leisten kann, macht aus alt einfach neu. Doch warum stehlen, was man gut kaufen kann - und noch dazu dreimal. Truckle ahnt: Es geht nicht nur um das Was, sondern offenbar vor allem um das Wann? Wer braucht exakt auf den Punkt ein neues Körperteil - und kann sich nicht entscheiden welches? Gert Prokop, (*1932 in Richtenberg, Vorpommern; ?1994 in Berlin) war Autor von Kriminalromamen, Science-Fiction und Kinderbüchern. Er zog 1950 nach Berlin, begann bei der Neuen Berliner Illustrierten (NBI) ein Volontariat und arbeitete später als Journalist. 1967-70 wirkt er als Filmdokumentarist im DEFA- Dokumentarfilmstudio Berlin, Gruppe Heynowski & Scheumann. Ab 1971 arbeitete er als freischaffender Schriftsteller. Besonderer Publikumserfolg wurde seinem Kinderbuch "Detektiv Pinky" und den beiden Timothy-Truckle- Bänden zuteil. Katrin Wenzel, geboren 1963, lebt in Leipzig; seit 1993 fest-freie Redakteurin bei MDR Kultur; zahlreiche Arbeiten für den Rundfunk, darunter Porträt- Features, u.a.: "Galerist in Ost-Berlin: Jürgen Schweinebraden", "Mit den Wolken reden: Die Malerin Gerda Lepke", "Mich interessiert der Hintergrund: Der Künstler Olaf Wegewitz", sowie mehr als 20 Hörspielbearbeitungen, u.a. "Der kleine König Dezember" nach Axel Hacke und "Ein Diamant so groß wie das Ritz" nach Frances Scott Fitzgerald. Regie: Wolfgang Seesko Bearbeitung: Katrin Wenzel Komposition: Martin Hornung Produktion: MDR 2022 2022 Mitwirkende: Matthias Matschke - Timothy Truckle Jens Wawrczeck - Napoleon Katharina Marie Schubert - Großer Bruder Werner Wölbern - Professor Edward Paddington Aljoscha Stadelmann - Smiley Hepburn Hilmar Eichhorn - Inspektor Hopkins Bernhard Schütz - Erzähler

Sonntag 18:20 Uhr SWR2

SWR2 Hörspiel

Faust(Hab" ich nie gelesen) Von Noam Brusilovsky Mit: Bibiana Beglau, Itay Tiran, Walter Kreye, Matthias Leja, Almut Henkel u. a. Musik: Tobias Purfürst Regie: der Autor (Produktion: SWR/DLF 2022 - Premiere) Für die Beantragung der deutschen Staatsbürgerschaft benötigt der in Israel geborene Hörspielmacher Noam Brusilovsky eine Bestätigung seines Arbeitgebers - des ÖRR - über seine vorangeschrittene Integration in Deutschland. Im Gegenzug soll Brusilovsky Goethes "Faust" als Hörspiel inszenieren. Den hat er allerdings nie gelesen - was die prominente Besetzung auf keinen Fall merken darf! So lässt sich der "Regisseur wider Willen" den "Faust" von Passanten erzählen und von verschiedensten Expertinnen erklären und überlegt sich, welche bisherigen Regieideen er für seinen "Faust" klauen könnte.

Sonntag 19:00 Uhr NDR kultur

Kriminalhörspiel

Die Phantome des Hutmachers Nach dem Roman von Georges Simenon Übersetzung aus dem Französischen: Eugen Helmlé Komposition: Andreas Bick Bearbeitung und Regie: Janine Lüttmann Mit Burghart Klaußner, Wolfgang Pregler, Martin Seifert, Effi Rabsilber, Julian Greis, Tino Mewes, Alexander Radszun, Josefine Israel, Marion Breckwoldt, Friedhelm Ptok u.a. NDR 2020 La Rochelle im Spätherbst. Es regnet schon seit drei Wochen. Die Stadt ist abends nahezu verwaist, denn ein Mörder geht um, der alte Frauen bestialisch erwürgt. Der Polizei fehlt bislang jeder Anhaltspunkt. Nur der Schneider Kachoudas, ein armer Migrant, kommt dem Mörder zufällig auf die Schliche. Wird er den vermögenden, angesehenen Mann verraten? Würde man ihm glauben? Zwischen dem Mörder und seinem unfreiwilligen Mitwisser entspinnt sich eine bemerkenswerte Beziehung. Derweil geht das Morden weiter. Ein beklemmendes, raffiniertes Psychogramm und DER Klassiker der Non-Maigrets von Georges Simenon. Mehr Information unter ndr.de/radiokunst. 19:00 - 19:03 Uhr Nachrichten, Wetter Kriminalhörspiel

Sonntag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Für nichts und wieder nichts Von Nathalie Sarraute Verdecktes wird zur Sprache gebracht Übersetzung aus dem Französischen: Elmar Tophoven M 1: Ernst Jacobi M 2: Michael Thomas M 3: Joachim Kerzel F: Uta Hallant Regie: Raoul Wolfgang Schnell Produktion: WDR 1981

Sonntag 20:04 Uhr WDR5

Dok 5 - Das Feature

Schrauben statt Wegwerfen Der lange Weg zum Recht auf Reparatur Von Michael Stein Produktion: WDR 2022

Sonntag 20:04 Uhr SR2 Kulturradio

JazzNow

Internationale Sankt Wendeler Jazztage Pablo Martín Caminero Trio "Al Toque" Mitschnitt vom 18.09.22 im Saalbau St. Wendel

Sonntag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Freistil

Aus dem Land der verlorenen Dinge Eine Untersuchung verschiedener Verluste Von Sophie Garke Regie: Thomas Wolfertz Produktion: Deutschlandfunk 2019 Wohin verschwindet das, was wir verlieren? Muss es nicht noch irgendwo sein - wie der verlorene Schlüssel im Fundbüro? Wo und wie aber findet man die verlorene Heimat, den Humor oder den Verstand wieder? Ein Feature über Abwesendes. Menschen verlieren Portemonnaies, die Geduld, den Krieg, einen Rucksack, andere Menschen, das Bewusstsein, Haare, Zähne, das Herz (an jemanden), einen Prozess, Kontakt, die Unschuld, den Kopf, die Orientierung, das Leben ... Verlieren kann Ohnmacht und Kontrollverlust bedeuten und dass sich etwas radikal verändert. Was, wenn man das Verlorene nicht wiederbekommt? Ist das manchmal nicht sogar gut so? Um das herauszufinden, geht Sophie Garke ins Fundbüro, in die Psychiatrie, zur Sprachtherapeutin, Ien Svea Bäumler trifft den Dokumentarfilmer Claudio de Oliveira Marques und den Satiriker Torsten Sträter. Das Feature ist eine Suche. Gesucht wird nach Dingen, Orten, Menschen und dem, was wichtig ist.

Sonntag 21:04 Uhr WDR5

Unterhaltung Spezial

Michael Mittermeier und Ralf Husmann - Zwei TV-Junkies erinnern sich. Lesung von der lit.COLOGNE Aufnahme vom 21. März aus der Volksbühne, Köln

Sonntag 22:00 Uhr HR2

Hörspiel | "Efeu" von Dunja Arnaszus

Alle Jahre wieder - Tragikomisches Hörspiel über drei Paare in der Weihnachtszeit Heiligabend - ein Tag im Jahr, der wie kein anderer geradezu routinemäßig zwischen Panik, Hoffnung und fröhlicher Erwartung abläuft. In einer Langzeitbeobachtung über drei Dekaden erzählt die Autorin diesen besonderen Tag von drei Paaren, die zwar als Nachbarn in der selben Straße wohnen, sonst aber wenig gemein haben.

Sonntag 23:00 Uhr rbb Kultur

Late Night Jazz

Moderation: Carsten Beyer Julia Hülsmann  The Next Door Die Berliner Pianistin Julia Hülsmann gehört zu den bekanntesten Jazzmusikerinnen in Deutschland. Sie hat den German Jazz Award gewonnen, den WDR und den SWR Jazzpreis und im vergangenen Jahr dann auch noch den neugeschaffenen Jazzpreis der Bundesregierung. Aber: Sie gewinnt nicht nur Preise, sie spielt auch viele Konzerte und nimmt regelmäßig neue Platten auf, mal im Duo, mal im Trio und in letzter Zeit vor allem mit ihrem Quartett - mit dem Saxofonisten Uli Kempendorff, mit Marc Muellbauer am Bass und Heinrich Köbberling am Schlagzeug. Im Late Night Jazz spricht Julia Hülsmann über ihre Konzertreisen, die sie bis nach Usbekistan geführt haben, über ihre Vorbilder und über ihr aktuelles Album "The Next Door".

Sonntag 23:05 Uhr BR-Klassik

BR-KLASSIK - Musik der Welt

Zum 75. Geburtstag der griechischen Sängerin Maria Farantouri Von Beatrix Gillmann Mikis Theodorakis entdeckte sie einst, sein Werk ist eng mit ihrer Stimme verbunden: Maria Farantouri war 16 Jahre alt, als der griechische Komponist sie als die ideale Interpretin für seine Lieder im Schulchor auserkor. Mit seinem "Mauthausen-Zyklus" wurde die Sängerin, die am 28. November 1947 in Athen geboren wurde, auf einen Schlag bekannt - weit über Griechenlands Grenzen hinaus. Von den 1970er Jahren an sang sie den "Canto General", nach Texten des chilenischen Dichters Pablo Neruda, vertont von Mikis Theodorakis. Sie wurde zur Volksikone. Frieden und Völkerverständigung sind Themen, die Maria Farantouri seit Jahrzehnten begleiten. Anfang der 1980er Jahre trat sie bei Konzerten der westdeutschen Friedensbewegung auf. Auch in der Politik engagiert sie sich: Anfang der 1990er Jahre gehörte sie drei Jahre lang dem Parlament ihrer Heimat an. Zu ihrem 75. Geburtstag würdigt BR-KLASSIK die Sängerin mit einer Sendung: "Stimme der Gerechtigkeit". Mit Aufnahmen von Maria Farantouri, Anja Lechner, Charles Lloyd, Mikis Theodorakis, Cihan Türkoglu und anderen.

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