Tagestipps im Radio

Tagestipps

Sonntag 18:00 Uhr Cosmo

COSMO Live

Alogte Oho & His Sounds of Joy LASS - COSMO Konzerte präsentiert euch Alogte Oho & His Sounds of Joy, eine achtköpfige Gruppe aus Ghana. Ende Oktober spielten sie bei der Global Pop Messe WOMEX. Außerdem hören wir das COSMO BigUp! Konzert von LASS mit einer sommerlichen Musikmischung zwischen Senegal und Frankreich. Sänger Alogte Oho bezeichnet den Sound seiner Gruppe als Frafra Gospel - Christliche Musik, die aus dem Norden Ghanas kommt. Er hat sich mit dem Berliner Produzenten Max Weissenfeldt zusammengeschlossen und die achtköpfige Gruppe zusammengestellt. Bei ihrem energiegeladenen Live-Auftritt auf der WOMEX in Portugal sind Drums, zwei Keyboards, Trompete und Posaune zu hören, außerdem die zwei Sängerinnen Patricia Adongo und Florence Adooni. Alogte Oho & His Sounds of Joy beschränkt sich jedoch nicht nur auf Gospel - in ihrer Musik sind auch Elemente aus dem Reggae sowie Rhythmen der ghanaischen Trommelkultur zu finden. Aufgenommen am 30.10.2021 auf der WOMEX im Coliseu de Porto Ageas, Porto Der gebürtige Senegalese LASS wohnt sein einiger Zeit in der Nähe von Lyon in Frankreich und macht eine Fusion aus Afropop, Elektro und traditionellem afrikanischem Gesang. Mal emotionale Balladen, mal tanzbare House-Tracks, aber immer mit einem großen Wiedererkennungswert dank seiner samtigen Stimme. Ende 2021 hat er seine erste EP namens "LASS" rausgebracht. Die Texte sind auf der westafrikanischen Sprache Wolof geschrieben und behandeln teils schwierige Themen, welche gleichzeitig optimistisch sind. Die beiden ersten Singles Singles "Yaco Mome" und "Mo Yaro" lassen schon erahnen wohin die musikalische Reise bei ihm geht. Aufgenommen am 04.12.2021 bei COSMO BigUp! im Club Gretchen, Berlin

Sonntag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Nachspiel. Feature

Schutz vor Puck und Degen Die Maske im Sport Von Stefan Osterhaus Eine Maske verspricht Schutz. In vielen Lebenslagen - erst recht in Zeiten der Pandemie. Im Sport hat die Maske Tradition. Nicht als Schutz vor Viren, sondern als Gesichtsschutz. Dass ein Fechter ohne Maske die Planche betritt, um dort mit Degen Säbel oder Florett zu fechten, ist unvorstellbar. Und auch bei den Strafecken beim Hockey setzen Spielerinnen oder Spieler Masken auf. Besonders schnell machte der Gesichtsschutz in einer Sportart Karriere, deren Spielgerät so schnell ist, dass das bloße Auge es gerade noch erfassen kann: im Eishockey. Dort tragen Torhüter eine Maske. Pionier war der Kanadier Jacques Plante, der sich 1959 nach einer Gesichtsverletzung weigerte, ohne Maske zu spielen. Zu den Pionieren in Europa gehörten zwei deutsche Torhüter, der eine aus dem Osten, der andere aus dem Westen: Klaus Hirche aus Weißwasser und der Füssener Günter Knaus.

Sonntag 18:15 Uhr Ö1

Moment am Sonntag

Österreichs liebstes Tier - am Teller. Wie eine Schnitzelnation zu ihrem Fleisch kommt Schweinefleisch ist das beliebteste Fleisch der Österreicherinnen und Österreicher. Es ist billig und gefällig, wird als Schnitzel, Braten, Leberkäse, Speck oder Würstel verspeist. Mehr als 36 Kilogramm beträgt der Pro-Kopf-Verbrauch von Schweinefleisch, Tendenz leicht fallend. Dennoch hörten in den vergangenen Jahren viele Schweinebauern auf - vor rund 25 Jahren gab es mehr als fünfmal so viele Produzenten wie heute. Denn auf dem Weg vom Schwein zum Schnitzel zählt jeder Cent. Zu Lasten des Tierwohls wird Schweinefleisch möglichst effizient produziert, immerhin kostet Schnitzelfleisch "in Aktion" lediglich 6 Euro pro Kilo. Der Bio-Anteil ist gering. Abseits des konventionellen Marktes versuchen einzelne Betriebe, Schweinefleisch kulinarisch aufzuwerten und etwa auch in der Spitzengastronomie zu platzieren. Sie halten Schweinerassen wie Duroc, Wollschwein oder Turopolje, geben den Tieren Auslauf und mehr Zeit zum Wachsen und achten auf deren Fütterung. Wirtschaftlich rentabel ist das oft nur über Produktveredelung - indem die Landwirte das Fleisch "ab Hof" selbst vermarkten, zum Beispiel Wurst und Speck produzieren und verkaufen. Eine Recherche über die Dynamiken des internationalen und nationalen Schweinefleischmarktes, über die österreichischen Produzent/innen und über Bemühungen, "gutes" Schweinefleisch zu etablieren. Gestaltung: Johanna Steiner

Sonntag 18:20 Uhr SWR2

SWR2 Hörspiel

Die Don Quijotinnen oder Was kostet die Kindheit? Ein biografisches Hörspiel von Ulrike Müller Mit: Franziska Kleinert, Martina Hesse, Claudia Lietz, Alexander Schröder, Jean Luc Caputo, Annedore Bauer sowie Aurelie, Bruno, Clara, Elias, Helene, Lionel und Oskar Regie: die Autorin Pianistin: Aykao Matuschka (Produktion: rbb 2021) In einer kafkaesken Gerichtsverhandlung sitzen drei alleinerziehende Mütter auf der Anklagebank. Sie müssen sich vorhalten lassen, sowohl das Gemeinwohl als auch das Kindeswohl ihrer Söhne und Töchter zu missachten. Das Gemeinwohl, weil sie nicht genügend zum Bruttoinlandsprodukt beitragen, das Kindeswohl, weil ihre Kleinfamilien materiell schlechter gestellt sind als der Durchschnitt. Sie müssen sich in biografischer, finanzieller, sexueller und emotionaler Hinsicht entblößen. Müller führte Interviews mit Alleinerziehenden und hat das dokumentarische Material anschließend fiktionalisiert.

Sonntag 19:00 Uhr NDR kultur

Kriminalhörspiel

Auf der Suche nach Chet Baker Nach dem gleichnamigen Roman von Bill Moody Übersetzung aus dem Amerikanischen: Anke Caroline Burger Komposition: Vladislav Sendecki Bearbeitung und Regie: Wolfgang Seesko Mit Martin Engler, Michael Wittenborn, Wolf-Dietrich Sprenger, Yorck Dippe Tim Grobe, Fjodor Olev, Barbara Nüsse, Jens Rachut, Jürgen Uter, Maria Magdalena Wardzinska, Arne Schumacher u.a. NDR 2016 Chet Baker starb im Mai 1988 in Amsterdam in Folge eines Sturzes aus dem Hotelfenster. Unfall? Selbstmord? Mord? Sein Tod bleibt bis heute ein Mysterium. Evan Horne, Jazzpianist, wird von seinem Freund Professor Ace Burrington um Mithilfe bei den Recherchen für dessen Buch über Chet Bakers letzte Tage in Amsterdam gebeten. Doch als Evan in Amsterdam ankommt, ist der Professor von der Bildfläche verschwunden. Mehr unter ndr.de/radiokunst 19:00 - 19:03 Uhr Nachrichten, Wetter Kriminalhörspiel

Sonntag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Keine Ahnung Von Nele Stuhler Die eigene Ahnungslosigkeit als Chance begreifen Sandra: Paula Thielecke Kassandra: Sarah Gailer DIE STIMME: Sophie Rois Erzählerin: Nele Stuhler Regie: die Autorin Produktion: DLF 2020

Sonntag 19:05 Uhr Ö1

Contra - Kabarett und Kleinkunst

Vince Ebert: "Make Science Great again!" Gestaltung: Silvia Lahner 90 Prozent der Amerikaner halten die Evolutionstheorie für unbewiesenen Mumpitz. 34 Prozent bezweifeln, dass die Erde eine Kugel ist und sieben Prozent glauben, dass braune Kühe Schokomilch geben. Alles Fake News aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten? Vince Ebert wollte es genau wissen und startete ein spektakuläres Experiment: Ein ganzes Jahr in den USA! Er traf auf IT-Spezialisten aus dem Silicon Valley und in New York auf Wallstreet-Banker. In Cape Canaveral sprach er mit Raketenwissenschaftlern und in Harvard mit Genderforscher-Unterstrich-Studenten-Unterstrich-Sternchen-Innen. Stets auf der Suche nach den elementarsten Fragen: Wie kann es sein, dass eine Nation, die zum Mond flog, nicht in der Lage ist, eine funktionsfähige Duscharmatur herzustellen? Woher kommt die uramerikanische Angst vor unpasteuristierter Milch? Und kann man wirklich vom Tellerwäscher zum Millionär werden? Oder doch nur zum Geschirrspüler? Vince Eberts neues Programm "Make Science Great Again!" - eine witzige und kulturübergreifende Abrechnung mit Irrationalität, Denkfehlern und gegenseitigem Überlegenheitsgefühl.

Sonntag 19:34 Uhr Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Radiosession

Aufmessers Schneide im Studio 2 des Wiener Funkhauses Anfang 2022 veröffentlicht das Ensemble Aufmessers Schneide rund um den Bassisten und Komponisten Gregor Aufmesser seinen zweiten Tonträger bei Jazzwerkstatt Records. Die Saxofonisten Lukas Schiemer und Leonhard Skorupa, der Trompeter Dominik Fuss, der Posaunist Phil Yaeger (er vertritt bei dieser Radiosession den regulären Band-Posaunisten Alois Eberl) sowie der Pianist Lukas Kletzander und der Schlagzeuger Lukas Aichinger setzen kongenial die musikalischen Ideen des aus Baden bei Wien stammenden Bandleaders um. Im Vergleich zum Tonträger-Debüt "Orbs" von 2018 gibt es hier größere musikalische Freiräume für alle Beteiligten, der charakteristische Ensembleklang des Septetts bleibt dabei erhalten. Musik zwischen Intellekt und Gefühl, zwischen Humor und Verzweiflung. Ohne Zweifel ist Aufmessers Schneide eines der ausgereiftesten Projekte der jungen österreichischen Jazzszene. Gestaltung: Klaus Wienerroither

Sonntag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Freistil

Das Glück der anderen Was ist ein gelungenes Leben? Von Maike Hildebrand Regie: Tobias Nagorny und Florian Bensch Produktion: RB 2020 Mit dem Glück ist es kompliziert. Sind es die besonderen Momente von Freude oder Lust im Leben? Oder ist es ein dauerhafter Zustand von Wohlbefinden? Es gibt viele Konzepte für ein erfülltes Leben - aber ist das Glück von Menschen überhaupt vergleichbar? Der Rentner Ortwin ist glücklich, weil er seine schwere Corona-Erkrankung überlebt hat. Johanna ist auf der Suche nach persönlicher Erfüllung und gesellschaftlicher Teilhabe - finanzielle Absicherung beruhigt sie. Hendrik ist froh, dass er trotz heftiger Lebenskrisen, einer schwierigen Kindheit und seiner psychischen Erkrankung das Leben gemeistert hat. Die Liedermacherin Janina vergisst sich selbst, wenn sie auf der Bühne steht und singt. Glück scheint einzigartig und relativ. Manchmal kommt es fast von allein - wenn wir es zulassen. Doch entzieht es sich auch den klassischen Kategorien von gesellschaftlichem und beruflichem Erfolg? Wie können wir unser Leben führen, damit es das Glück leichter hat? In ihrem Feature spricht die Autorin Maike Hildebrand mit vier Menschen über deren persönliches Glück und stößt auf sehr unterschiedliche Lebensgeschichten. Das Glück der anderen

Sonntag 21:03 Uhr SRF 1

Country Special

Kiefer Sutherland goes Country Die meisten kennen Kiefer Sutherland als Film-Action-Held. Doch er hat jetzt sein drittes Country Album am Start. Im SRF 1 Country Special gibts Kiefer Sutherland im Interview zu seinem Werk «Bloor Street».

Sonntag 22:00 Uhr HR2

Hörspiel-Premiere | "Datterich" von Ernst Elias Niebergall

"Theater für die Ohren" der Hessischen Spielgemeinschaft 1925 e.V. Wir schreiben das Jahr 1841... Datterich, ein Lebenskünstler ohne Geld und Arbeit, ist ein wahres Pumpgenie! Immer auf der Jagd nach Geld und dem nächsten Schoppen ist er ein unverfrorener Schnorrer, der den biederen Bürgersleuten, wie Familie Dummbach und dem Drehergesellen Schmidt, an Wendigkeit und Witz weit überlegen ist.

Sonntag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Literatur

Der süße Duft des Mordes Lateinamerikanische Kriminalromane Von Peter B. Schumann Kriminalromane sollten natürlich spannend sein. Und wenn sie in Lateinamerika entstehen, vielleicht noch den Staatschef verärgern. Kriminalromane aus Lateinamerika hatten es stets schwer, sich gegen die Übermacht der englischsprachigen Produktion zu behaupten. Dabei stehen sie in einer langen Tradition, die bis zu den kriminalistischen Vexierspielen eines Jorge Luis Borges zurückreicht. Heute wird das Genre in Ländern mit allmächtiger Zensur benutzt, um über missliebige Verhältnisse schreiben zu können. Leonardo Padura ist es so gelungen, den kubanischen Krimi aus seiner staatstragenden Rolle zu befreien und ihm eine evident sozialkritische Funktion zu geben. Dass das Genre nicht vor Verfolgung schützt, wenn man die kriminellen Machenschaften eines Regimes dekuvriert, hat jüngst Sergio Ramírez in Nicaragua erfahren: Kaum war sein neues Werk erschienen, erließ Staatspräsident Daniel Ortega einen Haftbefehl gegen ihn. Claudia Piñeiro, Guillermo Martínez und Mercedes Rosende müssen solches in Argentinien oder Uruguay nicht befürchten, wenn sie dem Genre eine eigene, originelle Wendung geben. Bei Martínez wird gar, ein Alptraum der Forensiker, die Sprache zur Tatwaffe.

Samstag Montag