Tagestipps

Sonntag 18:04 Uhr HR2

Feature

Die Akte Hanna | Ein Leben im Blick der Securitate | Senta Höfer Am 25. Dezember 1989 wurde der rumänische Diktator Nicolae Ceau?escu vor ein Militärgerichtgestellt gestellt und nach einem kurzen Prozess zusammen mit seiner Frau standrechtlich erschossen. Die rumänische Diktatur war damit Geschichte. 1990, vor nun 30 Jahren, wurde auch der rumänische Geheimdienst, die Securitate, aufgelöst.

Sonntag 18:20 Uhr SWR2

SWR2 Hörspiel am Sonntag

Jagd auf Tilla Fuchs Hörspiel von Judith Kuckart Frei nach Motiven der Novelle "Lady into Fox" von David Garnett und dem Gedicht "Die Jagd" von Annette von Droste-Hülshoff Mit: Bibiana Beglau und Bernhard Schütz Komposition und Gesang: Dominique Dillon de Byington Regie: Uli Lampen (Produktion: SWR 2020 - Ursendung) Auf einem verliebten Waldspaziergang geraten ein Mann und seine Frau, Tilla Fuchs, in die Nähe einer Jagd. Er geht voran und hat ein Gewehr. Sie läuft hinterher und hat Angst. Als er sich nach ihr umdreht, hat sie sich in einen Fuchs verwandelt. Mann und Füchsin kehren in ihr gemeinsames Leben zurück. Aber kann das gutgehen?

Sonntag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Remainder Nach dem Roman "8 1/2 Millionen" von Tom McCarthy Übersetzung: Astrid Sommer Bearbeitung und Regie: Hannah Georgi Mit: Jan Krauter, Matthias Bundschuh, Peter Kurth, Sigrid Burkholder, Cristin König, Stefan Konarske, Lou Strenger, Andreas Grothgar, Annika Schilling, Therese Dürrenberger, Daniel Breitfelder, Sören Wunderlich, Arved Birnbaum, Benjamin Höppner, Sybille Schedwill, Daniel Stock, Daniel Wiemer, Simon Kirsch, David Vormweg, Steve Hudson, Stefan Cordes Komposition: Andreas Bick Ton: Matthias Fischenich, Barbara Göbel Produktion: NDR 2019 Länge: 84"27 Ein Mann - zur falschen Zeit am falschen Ort. Tom McCarthys Debütroman als Hörspiel über Spuren und Überreste, die wir hinterlassen, um lebendig zu sein und über den schmalen Grad zwischen Kunst und Künstlichkeit. Was macht man mit einer Abfindung von 8 1/2 Millionen? Und: Wie lässt sich ein Leben wieder ins Lot bringen, wenn einem die Selbstverständlichkeit des Daseins abhanden kommt? Beim Anblick eines Risses in einer fremden Badezimmerwand überkommt den Protagonisten in "Remainder" von Tom McCarthy plötzlich ein immenses Glücksgefühl, das Gefühl lebendig zu sein: Er erinnert sich schlagartig an einen sehr ähnlichen Riss, um den herum es einmal einen Alltag gegeben hatte, eine Wohnung, einen Ausblick, Gerüche, Klänge. Fortan verwendet der namenlose Ich-Erzähler alles darauf, sich seinen Alltag zurückzuholen. Er kauft ein Haus, plant Abläufe und engagiert Statisten, um die aufsässige Wirklichkeit seinen Vorstellungen anzupassen: um jenes kurzen Kribbelns der Authentizität willen. Doch das Simulieren der Realität nimmt kein Ende. Tom McCarthy, geboren 1969, studierte Englische Literatur am New College, Oxford. Nachdem große britische Verlage den Roman zunächst abgelehnt hatten, landete McCarthy 2006 mit "Remainder" den ersten literarischen Erfolg, 2015 wurde der Roman von Omer Fast verfilmt. Es folgten Erzählungen, Essays und Artikel über Literatur, Philosophie und Kunst sowie weitere Romane, u. a. "Men in Space" (2007), "C" (2010) und "Satin Island" (2015). Remainder

Sonntag 19:00 Uhr NDR kultur

Gedanken zur Zeit

Eine Welt ohne Beatles? 50 Jahre nach der Trennung der legendären Band Von Ocke Bandixen 50 Jahre ist es her, dass sich die bekannteste Musikgruppe der Welt trennte: Es war das Aus für die Beatles. John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr hatten einfach genug - von sich gegenseitig und davon, die Beatles zu sein. Die Musik erklingt aber immer noch: in Konzerten, aus dem Radio und natürlich im heimischen Wohnzimmer. Und die Verehrung der Band hält ebenso an. Woran liegt das eigentlich? Ist die Musik der Beatles wirklich so gut, so unvergleichlich? Können wir uns eigentlich eine Welt ohne die Beatles vorstellen - so wie es der Film "Yesterday" zur Prämisse gemacht hat?

Sonntag 19:05 Uhr Ö1

Contra - Kabarett und Kleinkunst

Eva Maria Marold: "Vielseitig desinteressiert" Gestaltung: Natasa Konopitzky "Dorfer hat frei" Ausgabe 3 Eva Maria Marold ist Schauspielerin, Hausfrau, Kabarettistin, Sängerin, Mutter, Autorin, Moderatorin, Mediatorin und Tänzerin - jedenfalls ist sie vielseitig und neuerdings auch vielseitig desinteressiert! Ist es wirklich verwerflich, für Unhöflichkeit, Fußpilz, warmes Bier, Elternvereinsversammlungen, Kindergeburtstagspartys, Eisstockschießen, Rassismus und politischem Fanatismus kein Interesse aufbringen zu können? Muss es denn tatsächlich für alle Lösungen auch die passenden Probleme geben? Eva Maria Marold schildert einen Abend lang kritisch, aber liebevoll ihren Alltag als alleinerziehende Mutter im Spagat zwischen Toleranz und Verteidigung der eigenen Werte und Maßstäbe. "Dorfer hat frei" Sport und Lorbeer, Olympia und Limonade, Halbinseln, die nach griechischen Göttern benannt wurden und griechische Götter, nach denen gar nichts benannt wurde??im Home-Office beschäftigen Alfred Dorfer olympische Gedanken und die Frage, warum es im alten Griechenland keine Winterspiele gab.

Sonntag 20:04 Uhr SR2 Kulturradio

JazzNow

Ini Art Festival Saarbrücken Henning Sieverts "Symmethree"// 50. Deutsches Jazzfestival Frankfurt (Auszüge) Aufnahme vom 25. Januar 2020 in Saarbrücken

Sonntag 21:00 Uhr Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Milestones

Gregory Porters Debütalbum "Water" (2010) Mittlerweile ist der 1971 in Sacramento, Kalifornien, geborene Sänger Gregory Porter auch in den musikalischen Gewässern von Soul und Rhythm Blues angekommen. Aber im Rahmen des exzellenten Debütalbums "Water", das Porter, der ehemalige American-Football-Spieler, der nach einer Knieverletzung den Sport aufgeben musste, relativ spät im Jahr 2010 veröffentlicht hat, ist der Jazzanteil hoch. Unter anderem gibt es eine gelungene Version des Wayne-Shorter-Klassikers "Black Nile" zu hören. Prompt brachte Porter dieses Album eine Grammy-Nominierung für das "Best Jazz Vocal Album" ein. Gestaltung: Klaus Wienerroither

Sonntag 21:05 Uhr NDR Info

Das Hörspiel

Meine Schwester ist eine Mönchsrobbe Nach dem gleichnamigen Roman von Christian Frascella Übersetzung aus dem Italienischen: Annette Kopetzki Bearbeitung: Susanne Hoffmann Regie: Ulrich Lampen Mit Ludwig Trepte, Julia Riedler, Oliver Stokowski, Marie Jung, Nico Holonic, Werner Wölbern, Stephanie Eidt, Marietta Meguid, Boris Burgstaller, Nico Eleftheriadis, Bernd Gnann, Klaus Hemmerle, Felix von Manteuffel u.a. NDR 2013 Eigentlich ist sein Leben schon ruiniert, bevor es so richtig angefangen hat: Die Mutter ist mit einem 13 Jahre jüngeren Tankwart durchgebrannt, der Vater Gelegenheitsarbeiter und meistens alkoholisiert, die Schwester, von ihm "die Mönchsrobbe" genannt, eine Frömmlerin, die das Haus nur zu Kirchgängen verlässt. Und er selbst: ein prügelnder, aufgeblasener, waschechter Macho von 16 Jahren, einer von den richtig harten Jungs, die selbst am Boden noch große Sprüche klopfen. Bis ihn die Liebe wach küsst und der Tod seinen Vater holen will. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. Das Hörspiel

Sonntag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Literatur

"Das Gesicht der Revolution hat niemand gesehen" Michail Prischwins geheime Tagebücher Von Eveline Passet Eine im Verborgenen entstandene, 13.000-seitige Chronik der sowjetischen Epoche, die das Fühlen und Denken jedes Menschen veränderte. 50 Jahre lang schrieb der Bestsellerautor Michail Prischwin Tagebuch, von 1905, dem Jahr der ersten russischen Revolution, bis zu seinem Tod 1954. Die 120 Hefte sind ein Mosaik aus Alltagsbeobachtungen, Briefentwürfen, philosophischen Reflexionen, Zitaten und aufgeschnappten Äußerungen unterschiedlichster Menschen: von bäuerlichen Nachbarn ebenso wie von Politkadern, Deportierten, Schriftstellerkollegen. Außerdem hält Prischwin Naturbeobachtungen fest, dazu groteske, poetische oder parabelhafte literarische Skizzen. Stilistisch Ausgefeiltes steht neben flüchtig Notiertem, Privat-Intimes neben faktographischem Protokoll. So bieten die Tagebücher - denen von Victor Klemperer entfernt verwandt - eine an Tonlagen reiche Chronik jener sowjetischen Epoche, die tief in das Fühlen und Denken der Menschen eingriff. Und sie bieten das Psychogramm eines Menschen, der "alles verstehen, alles ertragen, nichts vergessen und nichts vergeben" wollte, der wie viele russische Intellektuelle seiner Generation "die Gratwanderung zwischen Anpassung und Dissidenz absolvierte" (Ulrich Schmid) und der - anders als viele - das Glück hatte, zu überleben. Nicht zuletzt dank des Umstands, dass die Tagebücher im Verborgenen entstanden und zu Prischwins Lebzeiten auch dort verblieben. Eveline Passet, die Herausgeberin und Übersetzerin einer vierbändigen Auswahl aus den 13.000 Seiten der russischen Ausgabe, die von 1991 bis 2017 publiziert wurde, stellt das Opus magnum vor.

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