Tagestipps im Radio

Tagestipps

Samstag 18:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

Abenteurerinnen (1/4) Clärenore Stinnes fährt mit dem Auto um die Welt Von Lydia von Freyberg Regie: Rainer Schaller Mit: Katja Bürkle, Fabian Carsten Ton: Susanne Harasim Produktion: BR 2019 Länge: 24"39 Abenteurerinnen (2/4) Die Bergpionierin Eleonore Noll-Hasenclever Von Katharina Kestler Regie: Rainer Schaller Mit: Katja Bürkle, Katja Amberger, Julia Cortis, Peter Weiss Ton: Susanne Harasim Produktion: BR 2019 Länge: 24"35 Leicht hatten sie es nie, die Frauen, die auszogen, um in der Welt Abenteuer zu erleben. Auch zu Anfang des 20. Jahrhunderts kämpften sie gegen Konventionen und die Vorstellung, eine Frau habe möglichst zu Hause zu bleiben. (Teil 3 und 4 am 15.05.2021) Abenteurerinnen (1/4): Clärenore Stinnes umrundete als erster Mensch im Auto die Welt, 1927, als Autos noch so neu waren, dass es auf weiten Teilen ihrer Strecke noch nicht einmal Straßen gab. Sie durchquerte die Wüste Gobi, musste sich in den Anden den Weg freisprengen und wurde in Amerika frenetisch gefeiert. Immer mit dabei: Kameramann Axel Söderström, der die ganze Reise auf Film festhielt - und Lord, der treue Hund, der die "Schicksals- und Campinggemeinschaft" der Weltumfahrer nachts bewachte. Eine Abenteuergeschichte aus der Frühzeit des Automobils. Lydia von Freyberg lebt in München. Sie studierte Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Volontariat beim BR. Danach tätig als freie Fernseh- und Hörfunkautorin und Redakteurin, u.a. bei BR, ARTE und 3sat. Abenteurerinnen (2/4): Heute ist sie fast vergessen. Doch Anfang des 20. Jahrhunderts versetzte Eleonore Noll-Hasenclever die noch junge alpine Bergsteiger-Szene in Aufregung, weil sie regelmäßig selbst geübte Kollegen hinter sich ließ und schneller und mutiger als alle anderen in jede Steilwand stieg. Schwer auszuhalten war das für manche Bergführer, die sie offen anfeindeten und in einem Fall sogar nachts ihre Seile zerschnitten. Und doch war die Gipfeljagd dieser waghalsigen Frau nicht aufzuhalten. Katharina Kestler lebt in München. Sie studierte an der Katholischen Universität Eichstätt Journalismus und volontierte beim BR. Sie arbeitet freiberuflich als Fernseh- und Rundfunkautorin und Redakteurin, u.a. bei "Puls" (BR). Abenteurerinnen (1/4) Abenteurerinnen (2/4)

Samstag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Hörspiel

1/2: «Hier ist noch alles möglich» nach Gianna Molinari Da soll sich ein Wolf auf dem Fabrikgelände herumtreiben. Das erfährt die junge Nachtwächterin gleich zu Beginn, als sie den Job anfängt. Und sie soll ihn fangen. Ihre Neugier ist geweckt. Gibt es den Wolf wirklich? Und ist er eine Gefahr?

Samstag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Roman eines Schicksallosen Von Imre Kertész Aus dem Ungarischen von Christina Viragh Bearbeitung: Valerie Stiegele Regie: Ulrich Gerhardt Mit: Jens Harzer, Rudolf Wessely Produktion: NDR 2000 Imre Kertész erzählt die Geschichte eines Budapester Jungen, der 1944 aus einem Autobus geholt und nach Auschwitz verschleppt wurde - eine Geschichte, die auch seine eigene ist. Was aber macht Kertész" Beschreibung so außergewöhnlich? Sie ist ein Bericht über den Holocaust aus der Perspektive eines erstaunten Kindes, das jedes schreckliche Detail im Konzentrationslager registriert, ohne zu bewerten oder gar zu rebellieren. Diese verstörende Diskrepanz zwischen dem Ton und dem Inhalt des Berichts war durchaus beabsichtigt. Kertész, der an diesem ersten Teil einer Trilogie mehr als 12 Jahre gearbeitet hat, erläutert hierzu: "Ich vertraue darauf, dass die Moral des Lesers durch die scheinbar unmoralischen kalten Zeilen des Buches verletzt wird. Dass er sich darüber empört, dass sich der Ich-Erzähler eben nicht empört, sondern scheinbar alles klaglos hinnimmt." Roman eines Schicksallosen

Samstag 20:05 Uhr Bayern 2

radioSpitzen

Kabarett und Comedy Der Deutsche Kleinkunstpreis 2021 Mit Florian Schroeder, Lumpenpack, Sarah Bosetti, Michael Mittermeier, Miss Allie und Emil Steinberger Moderation: Urban Priol "Angespitzt" - Gedanken zur Woche von Helmut Schleich Wiederholung vom Freitag, 14.05 Uhr

Samstag 22:03 Uhr SWR2

SWR2 Jazztime

The History of Jazz - Die Pianistin und Komponistin Mary Lou Williams Von Karsten Mützelfeldt Spirituals, Ragtime, Swing und Bebop, die Pianistin schrieb Messen, arrangierte für Big Bands und experimentierte mit der Avantgarde. Mary Lou Williams" Spiel atmet Jazz-Geschichte. 1910 geboren, kooperierte sie mit Andy Kirk, Benny Goodman, Duke Ellington und Dizzy Gillespie und spielte sogar ein Duo mit Cecil Taylor: Kaum ein Musiker*in kann eine vergleichbare Bandbreite an Stilen für sich beanspruchen. Sie gehörte zu den Ersten, die eine eigene Plattenfirma gründeten. Ihr Leben lang sozial engagiert, war Mary Lou Williams zudem eine Wegbereiterin der Gleichberechtigung von Frauen im Jazz.

Samstag 23:00 Uhr rbb Kultur

LATE NIGHT JAZZ

Mit Wolf Kampmann Hot Spot Chicago Seit den 1920er Jahren ist Chicago ein Zentrum des Jazz. Bix Beiderbecke, das Sun Ra Arkestra, das Art Ensemble Of Chicago und eine Vielzahl anderer Bands und Künstler haben die Windy City über hundert Jahre als einen der lebendigsten Jazz-Standorte der Welt am Leben erhalten. Seit kurzem etabliert sich eine völlig neue Szene in Chicago, die dem Jazz zwischen Tradition, HipHop und alternativer Popkultur neue Impulse und soziale Relevanz verleiht. bis 00:00 Uhr

Samstag 23:00 Uhr HR2

The Artist"s Corner | Vorübergehend von Roswitha von den Driesch und Jens-Uwe Dyffort

Moderation: Stefan Fricke In ihrer Rhythmik und Gewichtung sind Schrittgeräusche nicht nur einer bestimmten Person zuzuschreiben, sie erzählen auch etwas von der spezifischen Stimmungslage. In der Bewegung, so zeigt die Erfahrung, bewegt sich auch das Denken leichter.

Samstag 23:03 Uhr SWR2

SWR2 Spätvorstellung

Deutscher Kleinkunstpreis 2021 Mit Florian Schroeder, das Duo Lumpenpack, Sarah Bosetti, Michael Mittermeier, Miss Allie, Emil Steinberger Moderation: Urban Priol (Preisverleihung vom 2. Mai im Frankfurter Hof) Der Deutsche Kleinkunstpreis gilt als die wichtigste Auszeichnung in Sachen Kabarett und Kleinkunst. Seit 1972 wird er in verschiedenen Sparten vergeben. Auch in diesem Jahr können sich die Geehrten hören lassen: der tagesaktuelle Kabarettist und schlagfertige Gastgeber, Florian Schroeder (Sparte Kabarett), die ausgezeichnete Zweimannband Lumpenpack (Chanson/Lied/Musik), die Satirikerin und Bühnenliteratin Sarah Bosetti, (Kleinkunst). Weiterhin ausgezeichnet wird mit Michael Mittermeier der wichtigste Wegbereiter der Stand-Up-Comedy, die Singer-Songwriterin Miss Allie (Förderpreis) sowie der Schweizer Kabarettist Emil Steinberger (Ehrenpreis).

Samstag 23:03 Uhr Ö1

Die Ö1 Jazznacht

Gerald Gradwohl im Interview, Zhenya Strigalev JZ Replacement bei den INNtönen 2020 Der Wiener Neustädter Gitarrist Gerald Gradwohl stattet dem Jazznacht-Studio einen Besuch ab. Im Talon hat er das neue Album der kolossal gut zusammengespielten Gerald Gradwohl Group. Das Gradwohlsche Dream-Team, bestehend aus Thomas Kugi (Tenorsaxofon), Jojo Lackner (Bass) und Harald Tanschek (Schlagzeug), ist nicht zum ersten Mal auf gemeinsamer Mission. Mit "Episode 6" schlägt der Fusionspezialist ein weiteres fesselndes Kapitel in der Bandgeschichte auf, in dem jeder Ton und jeder Schlag genau dort sitzen, wo sie hingehören. Verena Göltl plaudert mit Gerald Gradwohl und präsentiert Musik von JZ Replacement, dem neuen Projekt des seit Jahren in London heimischen russischen Saxofonisten Zhenya Strigalev, das beim oberösterreichischen INNtöne-Festival am 15. August 2020 ordentlich Staub aufwirbelte. Kein Wunder angesichts zweier weiterer Londoner Szenepiloten wie Elliot Galvin am Piano und Jamie Murray am Schlagzeug. Ein Überfliegertrio, das auf den Bass verzichtet, aber bei seinen musikalischen Höhenflügen keine Tiefe vermissen lässt. Ein Höhepunkt des Corona-Pandemie-bedingt als Open-air-Veranstaltung abgehaltenen INNtöne-Festivals auf Paul Zauners Buchmannhof. Gestaltung: Verena Göltl

Samstag 23:05 Uhr BR-Klassik

Musik der Welt

Der Lange Marsch zum eigenen Klang Chinas Musik zwischen Tradition, Propaganda und westlichen Idealen Von Bernhard Hanneken Das ganze 20. Jahrhundert plagte Musiker und Politiker in China eine große Sorge: dass ihre Musik zu rückständig sei und es nicht mit den großen Werken des Westens aufnehmen könne. Unter Mao Zedong wurde deswegen das Ziel formuliert, Musik müsse revolutionär sein, massentauglich und einen nationalen Stil haben. Erst nach Maos Tod lockerte sich das Kulturleben, und als 2003 die UNESCO die Zither Qin auf die Welterbe-Liste aufnahm, sorgte das für eine neue Sicht auf die alten Musiktraditionen. Die chinesischen Autoritäten öffneten sich zunehmend und entwickelten eine Kulturpolitik, die differenzierter ist als in der Vergangenheit, auch wenn die hohe Bedeutung der Außenwirkung für das Land sowie eine unverblümte Kommerzialisierung eine freie künstlerische Entfaltung weiterhin erschweren.

Sonntag 00:03 Uhr Bayern 2

radioJazznacht

Starjazzer Bill Frisell spricht über seinen 70. Geburtstag, seine Einflüsse, seine Leidenschaft für Songs mit Botschaft und über sein eigenes Tempo Dazu Live-Aufnahmen des BR aus Nürnberg, Burghausen und München und ARD-Aufnahmen vom Jazzfest Berlin Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer

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