Tagestipps im Radio

Tagestipps

Montag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Ellen Häring Deutsche Kolonialverbrechen in Namibia Herero fordern Entschädigung Von Leonie March Zwischen 1904 und 1908 beging die deutsche Kolonialmacht in Namibia einen Völkermord. Rund 75.000 Menschen der Volksgruppen Herero und Nama wurden umgebracht und zum Verhungern und Verdursten in die Wüste geschickt. Im Mai 2021 haben sich die Chefunterhändler von Deutschland und Namibia endlich auf ein Abkommen zur Entschädigung geeinigt. 1 Milliarde Euro soll Namibia in den nächsten 30 Jahren als Wiedergutmachung erhalten. Aber die Opfergruppen wurden in die Verhandlungen gar nicht einbezogen. Die namibische Regierung, der weder Herero noch Nama angehören, hat dem Abkommen zugestimmt. Die Opfergruppen trauen der Regierung aber keine gerechte Verteilung der Gelder zu. Sie verlangen u.a. Verhandlungen über ihr angestammtes und enteignetes Land, das heute im Besitz europäischer Siedler und deren Nachfahren ist. Internationale Unterstützung für die Herero und Nama kommt auch aus Deutschland.

Montag 19:00 Uhr HR1

hr1 Live Lounge

Moderation: Daniella Baumeister Immer montags wird das Radio zur Livebühne. Heute mit: Eagles, Kodaline, The Corrs, Boy & Bear, Crowded House.

Montag 19:05 Uhr SWR2

SWR2 Tandem

Verliebt in die deutsche Sprache - Der Linguist Roland Kaehlbrandt Moderation: Frauke Oppenberg Redakteur: Fabian Elsäßer Die deutsche Sprache ist präzise, aber für Fremdsprachler, die sie lernen möchten, auch mitunter kompliziert. Doch selbst Muttersprachler verirren sich in ihr gelegentlich und verfallen ins Denglische oder in etwas, was Roland Kaehlbrandt als "Plastikdeutsch" bezeichnet. Der 1953 geborene Linguist unterrichtete Deutsch in Paris, engagierte sich in Stiftungen für die Sprachbildung und mehrere Bücher über die deutsche Sprache verfasst. Bei aller Liebe zum Hochdeutschen ist er aber auch in der Mundart seiner kölnischen Heimat bewandert - er verfasste sogar Liedtexte im Dialekt.

Montag 20:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

In Concert

Jazzfest Berlin A-Trane Aufzeichnungen vom 03./05.11.2022 Mette Rasmussen Trio North: Mette Rasmussen, Saxofon Ingebrigt Håker Flaten, Kontrabass Chris Corsano, Schlagzeug Sun-Mi Hong Quintet: Alistair Payne, Trompete Alessandro Fongaro, Kontrabass Sun-Mi Hong, Schlagzeug / Perkussion Nicolò Ricci, Tenorsaxofon Chaerin Im, Klavier Moderation: Matthias Wegner

Montag 21:05 Uhr BR-Klassik

BR-KLASSIK - SWEET SPOT. Neugierig auf Musik

"Iconic" heißt das neue Album von David Garrett. Er widmet die CD den großen Geigern des frühen 20. Jahrhunderts - denn viele seiner Vorbilder finden sich darunter. Bei SWEET SPOT erzählt der Star-Geiger, wer ihn am mesten geprägt hat - und er verrät uns auch, was in seinem Kühlschrank auf keinen Fall fehlen darf.

Montag 21:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Einstand

"Was ich mit Worten nicht sagen kann" Der ukrainische Geiger und Deutschlandfunk-Förderpreisträger Bohdan Luts Von Jonas Zerweck Der ukrainische Geiger Bohdan Luts ist erst 17 Jahre alt. Er musste schon miterleben, was den meisten Menschen in Deutschland erspart blieb: sein Heimatland wurde angegriffen, auf seine Heimatstadt Lwiw fielen Bomben. Heute lebt der aufstrebende Musiker in der Schweiz, er hat schon einige Preise auf renommierten Wettbewerben wie der Carl Nielsen International Competition gewonnen. Deutschlandfunk Kultur kürte ihn in diesem Jahr als Förderpreisträger. Im "Einstand" erzählt der Geiger über seine Ziele und Visionen und wie er mit seiner Musik die Welt verbessern möchte.

Montag 22:00 Uhr MDR KULTUR

Abendland und Untergang

von Franz Dobler (Ursendung) Der neue Stern der AfD im bayerischen Landtag ist Kerstin Steininger. Sie hält starke Reden, kommt mitten aus dem Volk ihrer geliebten Heimat und weiß, wie man an der Strafbarkeitsgrenze politische Provokationen einsetzt. Sich selbst bezeichnet die Politikerin als Widerstandskämpferin. Denn sie bekommt Morddrohungen. Die Münchner Ermittler Jaqueline Hosnicz und Jakob Rosenberg werden mit der Aufgabe betraut, sie zu observieren. Amtshilfe für die Kollegen vom Staatsschutz, die Personalengpässe haben. Dabei sind mit einer interessanten Familienaufstellung konfrontiert: Die AfD- Politikerin hat seit einiger Zeit eine Geliebte, ist für die Öffentlichkeit jedoch immer noch mit ihrem Ehemann liiert. Dieser hat zuletzt Millionen mit Maskendeals verdient, für die sich andere Ermittler interessieren. Ihr Sohn Vinzent ist Öko-Aktivist, dessen aus Afghanistan geflüchtete Freundin beim Haschischverkauf Kopftuch trägt. Und damit nicht genug: Sohn und Freundin leben mit Mutter und Vater Steininger in einer Wohnung. "So toll könnte nicht mal ich mir das ausdenken", konstatiert Hosnicz, doch als tatsächlich ein Mord geschieht, stellen die beiden fest, dass jedes Familienmitglied ein Motiv haben könnte. Franz Dobler, Autor, Journalist, DJ. Deutscher Krimipreis für "Ein Bulle im Zug" und "Ein Schlag ins Gesicht", Veröffentlichung des dritten Teils der Reihe im Herbst 2019: "Ein Schuss ins Blaue". Bücher u.a. "Tollwut" (1999), "The beast in me" (2002); BR-Hörspiele u.a. "Wer weiß mehr?" (1990), "Der Mann ohne Pass" (1999). Nach "Mörder und Gespenster", "Bankraub und Gerechtigkeit" und "Killer und Kollegen" ist "Abendland und Untergang" sein vierter Radio Tatort für den BR. Regie: Ulrich Lampen Produktion: BR 2022 Mitwirkende: Bibiana Beglau - Jaqueline Hosnicz Johannes Silberschneider - Jakob Rosenberg Viola von der Burg - Katja Markwart u. a. 2022 (53 Min.)

Montag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Kriminalhörspiel

Mönche Von Lars Werner Regie: Janine Lüttmann Mit: Anjorka Strechel, Josef Bundschuh, Elisa Schlott, Martin Brambach, Meriam Abbas, Shorty Scheumann, Nele Rosetz, Niklas Kohrt, Fabian Gerhardt, Sascha Gersak, Tilla Kratochwil Komposition: Andreas Bick Ton und Technik: Thomas Monnerjahn, Kai Schliekelmann, Gunda Herke und Sabine Kaufmann Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2021 Länge: 51"59 Die junge Anwältin Theresa soll Markus verteidigen, dem Attentatspläne vorgeworfen werden. Er behauptet, er habe in dem frauenverachtenden Incel-Forum nur geprahlt. Die Waffe, die bei ihm gefunden wurde, muss ihm untergeschoben worden sein. Anwältin Theresa Stahmer fällt es schwer, ihrem neuen Klienten in der Untersuchungshaft in die Augen zu schauen: Vor ihr sitzt ihr alter Bekannter Markus. Bei einer Hausdurchsuchung wurden in seiner Wohnung Waffen und Munition sichergestellt. In einem Online-Forum der frauenfeindlichen Incel-Bewegung habe er mit Attentatsplänen geprahlt, auch ein Bekennerschreiben soll existieren. Doch Markus streitet alles ab: Waffe und Munition seien ihm untergejubelt worden, die Foren eine harmlose Selbsthilfe-Maßnahme einsamer Männer. Er bittet Theresa, ihn vor Gericht zu verteidigen. Als Theresa einwilligt, ist ihre Partnerin Mara, die selbst bei der Polizei arbeitet, entsetzt: Die Incel-Bewegung steht für INvoluntary CELibacy und propagiert offen ein rassistisches und frauenverachtendes Weltbild, ruft sogar systematisch zu Gewalttaten an Frauen auf. Wie kann ihre Freundin einen ihrer Anhänger verteidigen? Derweil nimmt Kommissar Zeitke die Ermittlungen auf. Seit er vor Gericht in einem Fall von Polizeigewalt gegen einen Vorgesetzten ausgesagt hat, wird er auf dem Revier von seinen Kolleginnen und Kollegen geschnitten. Bei einem ersten Gespräch zwischen Zeitke, Markus und seiner neuen Anwältin kommt es zum Eklat, als Markus den Kommissar wiedererkennt. Die Fortsetzung von "Mönche", das Krimi-Hörspiel "Alpha", wird am Montag, 28.11.2022, 22.03 Uhr urgesendet. Lars Werner, 1988 in Dresden geboren, lebt und arbeitet in Berlin. Er ist Autor mehrerer Theaterstücke und Hörspiele. Seine Theaterstücke liefen u.a. am Theater Münster, am Deutschen Theater Berlin, an der Neuköllner Oper und auf den Ruhrfestspielen Recklinghausen. Für sein Stück "Weißer Raum" wurde er 2018 mit dem Kleist-Förderpreis ausgezeichnet. 2019 erhielt er das Alfred-Döblin-Stipendium der Akademie der Künste Berlin. Lars Werner ist Mitglied des Künstlerischen Leitungskollektivs des Berliner Ringtheaters. Für Deutschlandfunk Kultur entstand zuletzt das Hörspiel "Ich wünschte, ich hätte dich vor dem Internet kennengelernt" (2019). Krimi-Hörspiel über den Frauenhass von Incels Mönche

Montag 23:00 Uhr Eins Live

1LIVE Soundstories

Erdboden (1 und 2/4) Von Leonie Below Verschwundener Bruder unter Neonazi-Verdacht Regie: Eva Solloch Produktion: WDR 2022

Montag 23:05 Uhr SWR2

SWR2 Musikstunde

Oslo, ein Spätzünder - Klingende Städtetrips(1/5) Mit Torsten Möller (Wiederholung von 9.05 Uhr)

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