Tagestipps im Radio

Tagestipps

Montag 18:00 Uhr HR2

Der Tag

Klein, wirtschaftsstark und weit, weit weg - Taiwan und Europa Weit weg und trotzdem geht es uns an: Deutschland und Europa haben keinen Sicherheitsabstand zum Konflikt zwischen Taiwan und China

Montag 18:05 Uhr Bayern 2

Bayern 2 am Feiertag

"Meine Bücher werden meine Filme überleben" Der Schriftsteller und Filmemacher Werner Herzog wird 80 Von Knut Cordsen Wiederholung von 11.05 Uhr Werner Herzog ist Bayer, ein weltweit gefeierter Filmemacher und eine popkulturelle Größe, wie seine Gastauftritte bei den "Simpsons" beweisen. Vor allem aber ist Werner Herzog: ein Schriftsteller. Schon 2005 sagte er: "Ich weiß natürlich, dass ich besser schreibe als dass ich Filme mache. Ich glaube sicher, dass die Bücher, die ich gemacht habe - "Vom Gehen im Eis" , "Eroberung des Nutzlosen" - meine Filme überleben werden. Nicht dass ich unbedingt sagen will: Diese Bücher sind besser und haben mehr Substanz, aber sie werden ein längeres Leben haben als meine Filme, dessen bin ich völlig sicher." Der Regisseur moderner Klassiker wie "Fitzcarraldo" oder "Aguirre, der Zorn Gottes" hat sich von frühester Jugend an als Schriftsteller begriffen. Bücher wie "Das Dämmern der Welt" (2021) und seine im 80. Lebensjahr vorgelegten Erinnerungen "Jeder für sich und Gott gegen alle" bezeugen seine immense erzählerische Gabe. Knut Cordsen hat im Laufe der Jahre immer wieder mit Werner Herzog über dessen Literatur gesprochen und ihn nun erneut kurz vor seinem runden Geburtstag getroffen. Er porträtiert den großen Filmemacher zum Anlass seines 80. Geburtstags als ebenso großen Dichter. So wie Herzog schreibt, "Meine Filme waren immer Filme zu Fuß", gilt: Seine Bücher waren immer Bücher zu Fuß. Deshalb würdigt auch der literarische Reporter und Fernwanderer Wolfgang Büscher sein Idol in dieser Sendung und spricht über die "Sakralität des Gehens" bei Herzog.

Montag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Margarete Wohlan Abtreibung in Polen Keine Hilfe für vergewaltigte Ukrainerinnen Von Jan Kummer Energie in Polen Gasspeicher voll, Kohle fehlt Von Peter Sawicki und A.Ancygier Der Krieg in der Ukraine hat für die Abtreibungsdebatte in Polen ungeahnte Folgen. In Polen sind Abtreibungen nur dann, wenn Frauen vergewaltigt wurden oder das Leben der Mutter in Gefahr ist. Das Thema dringt wieder stärker in die Öffentlichkeit, denn viele Ukrainerinnen, die durch eine Vergewaltigung schwanger geworden und nach Polen geflohen sind, haben es schwer Hilfe zu bekommen. Sie müssen die Vergewaltigung nachweisen, was in vielen Fällen so gut wie unmöglich ist, berichten Aktivistinnen. In Deutschland geht die Angst vor einem Gasmangel um, in Polen wird die Kohle knapp. Bei unserem polnischen Nachbarn sind die Gasspeicher bis zu 80 Prozent gefüllt, das Land wird wohl bis Ende 2022 ohne russisches Öl und Erdgas auskommen. Aber bei der Versorgung mit Kohle könnte es eng werden. Die heimische Kohleförderung wurde seit Jahren zurückgefahren, auch wenn Kohle immer noch der wichtigste Energieträger im Land ist. Gleichzeitig wurde nach Kriegsbeginn in der Ukraine ein Importverbot für Kohle aus Russland verhängt. Das führt nun zu Engpässen und höheren Preisen. Und dazu kommt noch der Ruf nach europäischer Gas-Solidarität.

Montag 19:05 Uhr SWR2

SWR2 Tandem

Kinderlieder gegen Klischees - Die Musikerin Suli Puschban Moderation: Fabian Elsäßer Redaktion: Martina Kögl Mit Songs wie "Ich hab die Schnauze voll von Rosa" oder "Meine Mamas sind genial" bringt Suli Puschban einen neuen Ton in die deutschsprachige Kindermusikszene. Mädchen stärken und gegen Genderklischees ansingen, das hat vorher so noch keine gemacht. Ohnehin sei die Kindermusikszene immer noch recht männerlastig, konstatiert die studierte Sozialpädagogin, die vor über 25 Jahren von Wien nach Berlin-Kreuzberg kam. Wenn sie nicht allein oder mit ihrer "Kapelle der guten Hoffnung" auftritt, gibt sie Workshops an Schulen. In Songtexten eigene Anliegen ausdrücken und die eigene Stimme finden, dazu will sie ermutigen.?(SWR 2021)

Montag 19:05 Uhr Bayern 2

Zündfunk extra

19.05 The Wild-Eyed Boys Zündfunk Playback über Thin Lizzy und ihren Frontmann Phil Lynott Von Michael Bartle 20.00 Nachrichten, Wetter, Verkehr 20.05 Der Sound für einen lauen Sommerabend Musik von Jonathan Richman, Kacey Musgraves und Lana del Rey Mit Ann-Kathrin Mittelstraß und Katja Engelhardt The Wild-Eyed Boys. Zündfunk Playback über Thin Lizzy und ihren Frontmann Phil Lynott Vor über 50 Jahren hat Phil Lynott Thin Lizzy gegründet, längst ist eine Thin Lizzy Box mit Raritäten und ein Dokumentarfilm über Lynott erschienen, er trägt den schönen Titel "Songs for while I"m away". Lynott ist ja schon im Jahr 1986 verstorben, da war er gerade mal 35 Jahre jung - aber eigentlich schon viel zu alt, um zu diesen Zeitpunkt noch Junkie zu sein. Wie es dazu kam und warum seine Band Thin Lizzy so höllisch gut war, das hört ihr heute hier auf Bayern 2. Wiederholung vom 10. Oktober 2020 Der Sound für einen lauen Sommerabend. Musik von Jonathan Richman, Kacey Musgraves und Lana del Rey Wenn die Sonne über dem See schon weg ist und man immer noch keinen Pulli braucht, wenn man bis spät in die Nacht auf dem Balkon sitzen kann - dann ist endlich Sommer! Die beiden Nachtmix-Moderatorinnen Ann-Kathrin Mittelstraß und Katja Engelhardt sammeln Songs für diese lauen Sommerabende. In ihrer Playlist landen Songwriter Jonathan Richman, Countrysternchen Kacey Musgraves, "Summertime Sadness"-Queen Lana Del Rey und Rocksteady von The Frightnrs. Wiederholung vom 8. Juni 2022

Montag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Eine Zukunft für die "Wilde Isar"? Der letzte Wildfluss ist in Gefahr Von Anke Schaefer (Wdh. v. 23.11.2021) Die obere Isar zwischen ihrer Quelle bei Scharnitz und dem Sylvensteinspeicher ist der letzte Wildfluss Deutschlands. Seit dem Bau des Walchenseekraftwerks vor knapp 100 Jahren ist dieser Fluss aber nicht mehr so wild, wie er es vor 1924 war. Zu viel Wasser wird der Isar genommen, um es zur Energie-Erzeugung in den Walchensee zu leiten. Auch andere Flüsse im Walchenseekraftwerk-System, wie etwa der Rißbach, haben ihren Charakter total verloren. 2030 werden die Konzessionen für die Wasserkraftnutzung neu vergeben. Die neun Jahre bis dahin wollen 13 regionale Vereine nutzen, um die Bayerische Staatsregierung in die Pflicht zu nehmen. Sie soll dafür sorgen, dass der Fluss geschützt wird. Sie wollen einen partizipativen Prozess um die Interessen der Energiewirtschaft, der Naturschützer und die des Flusses in Zukunft in Einklang zu bringen. Anke Schaefer gibt der Isar eine Stimme.

Montag 20:04 Uhr WDR3

ARD Radiofestival. Konzert

Wittener Tage für neue Kammermusik Milica Djordjevic: transfixed / transfixed Ensemble Modern, Leitung: Elena Schwarz Mithatcan Öcal: Harman Sokak II Arditti Quartet Hans Abrahamsen: Violin for Carolin Carolin Widmann, Violine Mikel Urquiza: Howl Exaudi, Leitung: James Weeks Luca Francesconi: forze visibil Tjanwa Yang, Violine; Thorsten Johanns, Klarinette; Teodoro Anzellotti, Akkordeon Kristine Tjøgersen: Habitat Trio recherche Beat Furrer: In"s Offene ... trio accanto Enno Poppe: Augen Sarah Maria Sun, Sopran; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Bas Wiegers Aufnahmen vom 6. bis 8. Mai

Montag 22:30 Uhr rbb Kultur

ARD Radiofestival 2022 | Gespräch

"Der Schonungslose" Frank Meyer im Gespräch mit dem Schauspieler Edgar Selge Der Schauspieler Edgar Selge ist nackt durch das Foyer des Maxim Gorki Theaters geturnt, mitten durch die wartenden Theaterzuschauer. Im Hamburger Schauspielhaus hat er einen Kraftakt hingelegt, mit einem fast dreistündigen Monolog. In seinem ersten Roman erzählt er von einer Kindheit, die seiner eigenen sehr ähnelt. Der Vater ist Gefängnisdirektor, ein begeisterter Pianist und Musikliebhaber. Ein Vater, der den 12 jährigen Edgar sexuell bedrängt und prügelt. Der 73 jährige Edgar Selge schreibt in seinem Roman: "Ich will nicht einer sein, der den liebt, der ihn schlägt."

Montag 23:00 Uhr Eins Live

1LIVE Soundstories

Kommando Gleichstrom Von Veit König Erfolglose Band testet Zeitreisen Komposition: Dürbeck und Dohmen Jo: Moritz Peschke Eddie: Rouven David Israel Doc: Daniel Rothaug Suzie / Moderatorin: Camilla Renschke Günther / Knotenheim: Peter Harting

Montag 23:03 Uhr SR2 Kulturradio

ARD Radiofestival 2022.Lesung

Birgitta Assheuer liest "Fantasia" von Assia Djebar in 23 Folgen (16/23) Die algerische Autorin Assja Djebar spannt in ihrem vielstimmigen Roman einen Bogen von der französischen Eroberung Algeriens 1830 bis zu den Befreiungskriegen Mitte des letzten Jahrhunderts. Erlebnisse aus ihrer eigenen Kindheit und Jugend verbindet sie mit historischen Kriegsberichten und den Erzählungen von Algerierinnen. Damit schildert sie nicht nur den algerischen Kampf um Unabhängigkeit, sondern auch den weiblichen und gibt den Frauen ihrer Heimat eine Stimme - immer im Bewusstsein der Ambivalenz, dass sie über die leidvolle Geschichte Algeriens in der Sprache der einstigen Kolonialmacht schreibt. Weitere Angaben: Assia Djebar, die 1936 in Cherchell bei Algier geboren wurde und 2015 in Paris starb, war eine der international erfolgreichsten Autorinnen Algeriens. Sie studierte als erste Algerierin an der École Normale Supérieure in Paris und wurde am 16.06.2005 als erste Autorin des Maghreb in die Académie Française gewählt. Ihr 1985 veröffentlichter Roman "Fantasia" bildete den Auftakt ihrer wichtigsten Veröffentlichung, dem sogenannten Algerischen Quartett, über die Magreb-Region. Die Lesung steht auch unter www.ardaudiothek.de/radiofestival zum Hören. Übersetzerin aus dem Französischen: Inge M. Artl Sprecherin: Birgitta Assheuer Verlag: Unionsverlag 1990 Produktion: SWR 2002

Montag 23:30 Uhr MDR KULTUR

ARD Radiofestival 2022 - Jazz

Carla Bley & Michael Mantler 1966 in Bremen Die Realität der Avantgarde Aus heutiger Sicht war es eine Allstar-Besetzung. Pianistin Carla Bley und Trompeter Michael Mantler leiteten Mitte der sechziger Jahre eine Gruppe mit Saxophonist Steve Lacy. Die strebte zu neuen Jazz-Horizonten. Schon der Bandname war vielsagend. The Jazz Realities - damit spielten Bley und Mantler zum einen auf die brisante musikalische Aktualität an, auf Ausdrucksformen jenseits der Traditionen. Andererseits stand er für den Status und die prekäre ökonomische Situation vieler JazzmusikerInnen. Bley und Mantler, damals auch privat ein Paar, waren sich in New York begegnet. Ihre Aktivitäten in der progressiven Jazz Composers Guild mündeten in ein eigenes Orchester. The Jazz Realities wiederum entstand aus dem Zusammenschluss mit dem europäischen Trio von Steve Lacy. Eine Sendung von Arne Schumacher Auch unter www.ardaudiothek.de/radiofestival

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