Tagestipps im Radio

Tagestipps

Mittwoch 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Weltzeit

Moderation: Ellen Häring Spaniens offene Wunde 10 Jahre Waffenstillstand mit der ETA Von Julia Macher Am 20. Oktober 2011 verkündete die baskische Terrororganisation ETA einen endgültigen Waffenstillstand und forderte Verhandlungen mit der spanischen und französischen Regierung. Sechs Jahre später löste sie sich offiziell auf. Damit endete in Spanien ein blutiges Kapitel: Mehr als sechs Jahrzehnte lang hatte die ETA für ihr Ziel eines sozialistischen, unabhängigen Baskenlandes gemordet. Die Wunden, die der Konflikt in die baskische Gesellschaft gerissen hat, sind tief und sind sie bis heute nicht verheilt.

Mittwoch 19:05 Uhr Ö1

Dimensionen

Küste oder Wüste Woher kommt der grüne Wasserstoff? Von Frank Grotelüschen Durchgesetzt hat sich Wasserstoff bis heute nicht. Nicht als Treibstoff für Autos und Flugzeuge, nicht für die Speicherung von Strom und auch nicht als klimaneutraler Grundstoff für die Industrie. Denn all diese kleinen Pilotanlagen waren schlicht nicht wirtschaftlich. Mussten sie auch nicht sein, sie sollten vor allem die technologische Machbarkeit demonstrieren. Irgendwie fehlte dann der Mut, vielleicht auch der Druck, mal richtig Geld in die Hand zu nehmen und große Anlagen zu bauen, die Wasserstoff billiger herstellen und verarbeiten. Das könnte sich jetzt ändern. - Grüner, regenerativ erzeugter Wasserstoff - das ist die Vision, in die Milliarden investiert werden sollen. Aber wie? Produktion in Deutschland, zum Beispiel mit großen Windparks an der Küste? Oder Import, etwa aus sonnenreichen Regionen wie der Sahara?

Mittwoch 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Paris - Basdorf - Paris Die bewegende Lebensgeschichte des Chansonniers Georges Brassens Von Susanne von Schenck und Ralf Bei der Kellen Er war einer der bedeutendsten französischen Chansonniers, beeinflusste die deutschen Liedermacher und hatte in Deutschland dunkle Zeiten erlebt: als Zwangsarbeiter in einem brandenburgischen Dorf. Wenn man in Deutschland wie in Frankreich nach dem französischen Chansonnier des 20. Jahrhunderts fragt, wird man sich vermutlich schnell einig: dieser Titel gebührt George Brassens, der am 21. Oktober 1921 geboren wurde. Seine Wirkung war enorm: In Deutschland hatte er großen Einfluss auf die Liedermacherszene, allein Franz Josef Degenhardt nahm zwei Alben mit seinen Liedern auf. Die waren nicht nur sehr poetisch, sondern oft auch politisch - gegen die Todesstrafe, für den Anarchismus. Wobei - "Mourir pour des idées", wie eines seiner Chansons heißt - das war nichts für Brassens. Und in dem Chanson "Les Deux Oncles" lässt er zwei Onkel aufeinander los, von denen einer den Briten, der andere den Deutschen nahesteht. Unrecht mit ihrem Nationalismus haben beide. Er sieht es ihnen nach. Dabei hatte er allen Grund dazu, gerade gegenüber den Deutschen skeptisch zu sein. Denn Georges Brassens war im Zweiten Weltkrieg zur Zwangsarbeit nach Deutschland deportiert worden. In einem Rüstungsbetrieb im brandenburgischen Basdorf leistete er Frondienst. In einem alten Casino brachte er sich das Klavierspielen bei, hier schrieb er seine ersten Lieder. Ein Jahr später konnte er sich nach Paris absetzen. Als der Film "Die Mausefalle" ihn 1957 zum internationalen Star machte, gab es eine merkwürdige Begegnung: der deutsche Gärtner Gerhard Kismann traf auf der Suche nach Arbeit in einem französischen Gasthof auf Brassens. Da er Deutscher war, wollte man ihm keine Unterkunft gewähren. Brassens nahm ihn mit zu sich, und Gerhard Kismann blieb - sieben Jahre lang. Die beiden blieben Freunde und hielten Kontakt. Kurz vor seinem Tod besuchte Brassens Gerhard Kismann in München und nahm mit dessen Sohn ein paar seiner Lieder auf Deutsch auf, die nur wenigen bekannt sind.

Mittwoch 20:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Wo du hingehst Der erste Fall für Melitta und Stern Von Katja Röder Regie: Stefanie Ramb BR 2021 Ursendung Mehrere Jahre hat Melitta von Frankenberg bei den Franziskanerinnen in der Nähe von Bamberg verbracht - für ihre Dienste als IT-Expertin durfte sie bei den Schwestern wohnen und hinter Klostermauern den Anforderungen der modernen Gesellschaft entfliehen. Als Kind wurde ihr Asperger, eine leichte Form von Autismus, diagnostiziert. Im Klostergarten begegnet sie dem Menschen, der ihr ein wichtiger Wegbegleiter sein wird: der straffällig gewordene Hilfsgärtner Anton Stern. Nun bringt sie den Mut auf, zu ihrem kränklichen Vater zurückzukehren und ihm unter die Arme zu greifen. Bei ihrer Ankunft auf dem Schloss steht alles Kopf, denn die 250.000 AC teure Baumsägemaschine wurde gestohlen. Weil Melitta sich bei der örtlichen Polizei kein Gehör verschaffen kann, handelt sie auf eigene Faust. Mit Hilfe von Anton Stern begibt sie sich auf die Suche nach der Diebesbande, die bereits viele andere Landwirte in der Region rund um Bamberg bestohlen hat. Es gelingt Melitta, den Dieben auf die Spur zu kommen, wobei ihr Asperger-Syndrom ihr dabei Hindernis und Hilfe zugleich ist. Denn ihre Mitmenschen sind für sie nicht mehr (und nicht weniger), als komplexe Gebilde aus Zellen, Wasser und Gewebe und damit eine Ansammlung von Informationen und Fakten. Und Abweichungen von der sogenannten Norm, schlechtes Gewissen, Lüge und Verrat, lassen sich an Tonlage oder Körpertemperatur erkennen, an einer Pulssteigerung ihres Gegenübers, oder an einer schnelleren Atmung... Katja Röder (geb. 1975 in Coburg), Autorin. Werke u.a. Ein Kind wird gesucht, ZDF 2017, zusammen mit Fred Breinersdorfer. SWR- Radio Tatorte Tod im Sechzehner (2016), Das dunkle Netz (2019).

Mittwoch 21:00 Uhr Ö1

Salzburger Nachtstudio

Das Universalgenie der deutschen Renaissance - Albrecht Dürer zum 550. Geburtstag. Gestaltung: Nikolaus Halmer Albrecht Dürer gilt als einer der bedeutendsten Maler und Graphiker der europäischen Kunstgeschichte, dessen 550. Geburtstag sich 2021 jährt. In seinen Werken befasste sich Dürer mit Themen der Religion, Philosophie und der antiken Mythologie, die er in Altarbildern, Gemälden, Zeichnungen und Kupferstichen darstellte. Gemälde wie das christusgleiche Selbstbildnis und die "Beweinung Christi", Aquarelle wie der "Feldhase" oder die Kupferstiche "Der Reiter", "Hieronymus im Gehäuse" oder "Melencolia I" zählen zu den Ikonen der Kunstgeschichte. Dürers Werke sind vom Geist der italienischen Renaissance geprägt. Der Philosoph Pico della Mirandola betonte die Würde des Menschen, dem Gott einen freien Willen verliehen hatte. Für Dürer war dies eine Aufforderung, diese Willensfreiheit zu nützen, um ein optimales künstlerisches Werk zu schaffen, das den höchsten intellektuellen Standards der Zeit entsprach. Nikolaus Halmer zeichnet ein Porträt von Dürer, das sowohl den künstlerischen Werdegang als auch die philosophisch-humanistische Bildung Dürers beschreibt. Ein Salzburger Nachtstudio von Nikolaus Halmer

Mittwoch 21:05 Uhr Deutschlandfunk

Querköpfe

Kabarett, Comedy & schräge Lieder Die Komödiantin Anke Geißler Akademische Witwen und Homeossis Von Ilka Hein Jedes Ensemble braucht einen Star. Bei den Leipziger Akademixern heißt dieser Star Anke Geißler. In dieser Funktion ist die Kabarettistin eine würdige Nachfolgerin des Mixer-Mitbegründers und "Ursachsen" Jürgen Hart, der die Spielstätte zu einer der beliebtesten der früheren DDR machte. Anke Geißler ist eine Komödiantin, die mit ihren Charakteren verschmilzt, absolut angstfrei in Bezug auf Kostümierung und Maske. Vom schrillen Opern-Hausmeister bis zur perfekten Merkel-Inkarnation - ihre Figuren sind in ihrer Komik und Überzeichnung hochauthentisch, inklusive des nötigen Lokalkolorits. Bei den Akademixern beweist Anke Geißler ihr Können aktuell u.a. in der Produktion "Homeossis", einer kabarettistischen "Sitcom" aus der Feder von Matthias Tretter, die großartig die Blüten des Lockdowns thematisiert. Momentanes Solostück, mit ausschließlich selbstgeschriebenen Nummern, ist "Unter der Haube", dort schwadroniert sie in verschiedenen Rollen über Sinn und Unsinn einer Ehe in der heutigen Zeit. Der nächste große Wurf des Akademixer-Ensembles ist Franz Lehárs "Lustige Witwe" in einer Kabarettvariante. Anke Geißler, auch eine exzellente Sängerin, bestreitet die Hauptrolle und damit sind hervorragende Unterhaltung und satirische Schärfung garantiert. Wir treffen Anke Geißler bei den "Querköpfen" in vielen Figuren und als sie selber.

Mittwoch 22:05 Uhr Bayern 2

Eins zu Eins. Der Talk

Achim Bogdahn im Gespräch mit Hans A Muth, Designer Wiederholung von 16.05 Uhr . 1965 begann Hans A. Muth seine Tätigkeit bei Ford. 1971 wechselte er zu BMW, um dort als Chefdesigner, die Verantwortung für das Motorrad-Design zu übernehmen. 1980 ging er nach Japan und entwarf zehn Jahre lang Kameras, Golfschläger und Hubschrauber.

Mittwoch 23:00 Uhr rbb Kultur

MUSIK DER KONTINENTE

Mit Peter Rixen Der Pizza-Effekt - von der Exotik in der Weltmusik - Teil 1

Mittwoch 23:00 Uhr HR2

Doppelkopf

Am Tisch mit Elke Heidenreich, "Leserin" Elke Heidenreich, 1943 im hessischen Korbach geboren, wuchs in Essen auf. Die Mutter versorgte das Kind mit dem nötigen Lesestoff. Da in den 1950er Jahren die Geschichten noch nach Geschlechtern getrennt waren, las Elke Heidenreich "Elke der Schlingel", "Der Trotzkopf" und "Das Nesthäkchen". So beginnt ihr aktuelles Buch "Hier geht"s lang! Mit Büchern von Frauen durchs Leben". Elke Heidenreich beschreibt darin, wie sie nach und nach Literatur von Frauen für sich entdeckte und wie diese ihr Leben beeinflusst hat.

Mittwoch 23:00 Uhr NDR Blue

Nachtclub NDR Blue in Concert

Heute mit Passenger Michael David Rosenberg alias Passenger stammt aus Brighton und hatte vor allem mit seinem Song "Let Her Go" einen riesigen Hit. Der Singer-Songwriter ist vor allem live ein Erlebnis - das hat er auch beim A Summer"s Tale 2018 gezeigt: Wir haben für Euch den Auftritt von Passenger bei dem Festival in Luhmühlen.

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