Tagestipps im Radio

Tagestipps

Freitag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Mord am Hindukusch Von Holger Siemann Wiederholung: WDR 5 Sa. 17.04 Uhr Staatsanwalt Wintrup soll die Umstände aufklären, die zum Selbstmord eines deutschen Soldaten in Afghanistan geführt haben Hannes Wintrup: Andreas Pietschmann Robert: Torben Kessler Oberst Brunner: Oliver Stokowski Fritz: Marlon Kittel Julia: Janina Sachau Ärztin: Tanja Schleiff Chemiker: Thomas Lang Fahrer: Dustin Semmelrogge Arzt: Philipp Schepmann Professor: Volker Lippmann Nachrichtensprecher: Bernd Reheuser Regie: Annette Kurth Produktion: WDR 2013

Freitag 19:05 Uhr Ö1

matrix - computer neue medien

1. Willst du mit mir befreundet sein? Digitale Freundschaftsbörsen 2. Tor: das Anonymisierungsnetz und seine Widersprüche 1. Apps wie Meetup, Bumble oder Hoop sollen einem helfen, Freunde zu finden. Viele Menschen schrecken diese Angebote im ersten Moment ab. Für viele andere ist es eine ideale Möglichkeit, um neue Leute kennen zu lernen. Wer zum Beispiel schon einmal in eine neue Stadt gezogen ist, ohne jemanden vor Ort zu kennen, weiß, wie herausfordernd die Freundschaftssuche sein kann. Man geht zu Veranstaltungen, versucht Kontakte zu knüpfen, aber irgendwie stimmt die Chemie nicht so ganz. Das kann sich durchaus wie Scheitern anfühlen, ist unangenehm und etwas, worüber man nicht gerne spricht. Johanna Hirzberger fragt nach, ob man über digitale Freundschaftsbörsen tatsächlich Freunde finden kann und wie sich diese Art Freundschaftssuche von der analogen unterscheidet. 2. Die Geschichte der Anonymisierungs-Technologie Tor ist eine sehr widersprüchliche. Tor, das ist die Anwendung mit dem Zwiebel-Symbol, steht für "The Onion Router". Nutzerinnen und Nutzer können mit Hilfe von Tor anonym im Netz surfen und ihre Kommunikation geheim halten. Tor lenkt, vereinfacht gesagt, die Kommunikation und den Datenverkehr verschlüsselt durch ein Netzwerk von Knotenpunkten. Finanziert wurde Tor jahrelang hauptsächlich von der US-Regierung. Und das ist schon der erste Widerspruch, denn Tor ist ein wichtiges Instrument gegen staatliche Überwachung und Zensur. Der Technikjournalist Stefan Mey hat sich die Geschichte von Tor mit all seinen Widersprüchen genauer angeschaut, das Anonymisierungswerkzeug hat letztes Jahr seinen 25. Geburtstag gefeiert. Julia Gindl berichtet. (Wiederholung einer Sendung vom März 2021) Redaktion: Franz Zeller Moderation: Wolfgang Ritschl

Freitag 20:03 Uhr SRF 1

Hörspiel

Grauen: «My Girl» und «Hotel Limbus» Es ist wieder Vollmondnacht, und die vier alten Freunde Besim, Steffi, Phil und Zoey versammeln sich ums Lagerfeuer - und erzählen Gruselgeschichten.

Freitag 20:04 Uhr WDR3

ARD Radiofestival. Konzert

Manfred Honeck und die Deutsche Radio Philharmonie Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 5 B-Dur Deutsche Radio Philharmonie, Leitung: Manfred Honeck Aufnahme vom 18. Juli 2021 aus der Basilika Ottobeuren Anschließend: Kammermusiktage Mettlach Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 9 E-Dur, op. 14,1 / Klaviersonate Nr. 31 As-Dur, op. 110 Robert Schumann: Fantasie C-Dur, op. 17 Bernd Glemser, Klavier Aufnahme vom 25. Juli 2021 aus dem Zeltpalast Merzig (Kurzfristige Änderungen vorbehalten)

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Faust in Wümme Als die Avantgarde ins Dorf kam Von Fritz Tietz Regie: Matthias Kapohl Produktion: Deutschlandfunk 2021 Im Herbst 1971 erschien ihre erste LP. Sie floppte desaströs, wie kurz darauf auch die zweite. Heute gilt die Musikgruppe Faust als eine der bedeutendsten Krautrock-Bands Deutschlands, mit Fans in Großbritannien und den USA. Und alles begann in Wümme, einem kleinen Ort am äußersten Rand des niedersächsischen Landkreises Harburg. Ausgestattet mit einem für damalige Verhältnisse beachtlichen Budget, lebten und wirkten von 1971 bis 1973 die sechs jungen Faust-Musiker in Wümme. Hier konnten sie unter ungewöhnlich guten Vertragsbedingungen probieren, experimentieren und ihre Musik entwickeln. Doch als die kommerziellen Erwartungen ausblieben, beendete das Label das Projekt. Während Fausts künstlerischer Werde- und vorläufiger Niedergang in dieser Zeit heute als gut dokumentiert gilt, weiß man wenig über ihren damaligen Alltag und die Begegnung mit Wümme und seinen Bewohnern. Wie gestaltete sich das Kommunardenleben der Musiker in der Dorfschule, die sie zu diesem Zweck angemietet hatten? Und wie erlebten die bäuerlich geprägten Wümmer die Hamburger Avantgardisten mit ihren Hippieallüren? Fritz Tietz hat Wümme 50 Jahre danach besucht, mit Musikern und Zeitzeugen gesprochen. Und dabei einen Ort entdeckt, der nicht nur musikgeschichtlich interessant ist. Faust in Wümme

Freitag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

On Stage

History Der letzte Besuch des Bluesrock-Pioniers Gregg Allman & Band Aufnahme vom 10.7.2011 auf dem Museumsplatz, Bonn Am Mikrofon: Tim Schauen Eigentlich war Gregg Allman nach seiner Lebertransplantation fast wieder auf dem Weg zurück zu alter Stärke als Sänger, Organist und Gitarrist. Der Mitbegründer der Allman Brothers Band, den Pionieren des Southern Rock, war zuletzt 1991 in Deutschland live zu hören und trat 2011 zusammen mit der frisch fusionierten Tedeschi Trucks Band in Bonn auf. Eigentlich - denn kurz nach dem Konzert auf dem Museumsplatz musste er zurück in die USA geflogen werden, sämtliche anderen Termine wurden abgesagt. 2015 war er noch mal für zwei Shows zurück in Europa, nicht aber hierzulande. Und so bleibt der Bonner Auftritt 2011 sein letzter auf deutschem Boden. Am 27. Mai 2017 starb Gregg Allman im Alter von 69 Jahren.

Freitag 21:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

EBU Ars Acustica PERFORMING UTOPIA - eine Radiooper Von Alien Productions Mit Lore Lixenberg, Johann Leutgeb und Rosie Waites Komposition und Regie: Alien Productions ORF 2021 Was wir brauchen, sind bessere Utopien. Zur ihrer Verbesserung wollen wir genau diejenige Technologie einsetzen, die, je nach Sichtweise, die menschliche Intelligenz erweitert oder bedroht: Künstliche Intelligenz (KI). Für die Radiooper wurde eine KI an utopischen Texten aus historischen Epochen trainiert, die den Nährboden für wesentliche utopische Gedanken und Konzepte bildeten: die Renaissance, die Romantik, der revolutionäre Russische Futurismus und das digitale Zeitalter: Thomas Morus" Utopia (1516), Mary Shelleys Frankenstein; or, The Modern Prometheus (1818), Velimir Khlebnikov The Trumpet of the Martians (1916) und The Radio of the Future (1921), Donna Haraways A Cyborg Manifesto (1985), Arthur und Marilouise Krokers SPASM: Virtual Reality, Android Music and Electric Flesh (1993) und Natasha Vita-Mores Transhumanist Manifesto (1983). In diesem Lernprozess wurde das Material laufend rekombiniert. Die Musik wurde mit Hilfe neuronaler Netze entsprechend den jeweiligen Epochenstilen komponiert. Ein musikalisch-philosophischer Disput menschlicher und artifizieller Stimmen über Möglichkeitswelten. Norbert Math, geb. 1962 in Bozen, mit Andrea Sodomka, geb. 1961 in Wien, und Martin Breindl, geb. 1963 in Wien, bilden zusammen das Künstlernetzwerk Alien Productions. Gemeinsame Produktionen u.a. für ORF Kunstradio und Ars Electronica.

Freitag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Musikfeuilleton

Suchen, Sammeln, Tauschen Vergessene Schellack-Platten aus aller Welt Von Arndt Peltner Wenn man an Schellack-Platten denkt, dann vor allem an Jazz, Klassik, Blues - Musik, die in den 20er-Jahren, in den frühen Jahren der "Recording Industry" aufgenommen wurde. Aber die 78er Schellack-Platten waren ein weltweites Phänomen, das bis in die 70er-Jahre mit aktueller Musik lebte. Bis zum Zweiten Weltkrieg war die Industrie in den Händen der multinationalen Konzerne aus den USA und Europa, doch danach entwickelte sich eine rege lokale und regionale Schellack-Plattenindustrie in vielen Ländern. Der Sammler Jonathan Ward hat sich auf diese Platten aus aller Welt spezialisiert, sie gesammelt, ausgewertet, darüber berichtet. Für ihn steht fest, dass dieser Teil der "78s"-Geschichte weitgehend übersehen wurde und unbedingt erzählt werden müsste, mit Musik aus Afrika, Asien, Osteuropa, Musik, die viel zu lange nur regional bekannt war.

Freitag 22:04 Uhr WDR5

U 22 - Unterhaltung nach zehn

Cantarem la vida! Lieder aus Katalonien Von Torsten Eßer Unsere Sommerserie "Liedermacher und Liedermacherinnen in Europa" führt uns in den Nordwesten Spaniens, nach Katalonien. Seit Jahrhunderten liegt die Region mit dem spanischen Staat im Clinch, Sprache und Lieder spielten dabei immer eine wichtige Rolle.

Freitag 22:30 Uhr NDR kultur

ARD Radiofestival 2021 - Gespräch

Der Journalist Justus von Daniels befragt von Barbara Renno Justus von Daniels vom Recherchenetzwerk Correctiv.org hat die Cum-Ex-Geschäfte mitaufgedeckt. Jetzt sorgt er für mehr Transparenz auf dem deutschen Immobilienmarkt. Seit 2015 arbeitet Justus von Daniels beim Recherchenetzwerk Correctiv.org, mittlerweile als einer von zwei Chefredakteuren. Er war maßgeblich an der Aufdeckung der Cum-Ex-Geschäfte beteiligt. Seit Anfang 2018 betreut er die crowdsourcing-basierte Projektreihe "Wem gehört...?" mit, die Mieter*innen mobilisiert und so für etwas mehr Transparenz auf dem deutschen Immobilienmarkt sorgt. Der ist wegen seiner Intransparenz besonders interessant für ausländische Investoren und Spekulanten. Die Folge sind steigende Mieten, mangelnder bezahlbarer Wohnraum und die Gentrifizierung ganzer Stadtteile. ARD Radiofestival 2021 - Gespräch

Freitag 23:00 Uhr Cosmo

COSMO Live

Banda Comunale - COSMO Odyssee 2021: Musik der Metropolen - feiert live den Sommer an der Ruhr. Am 30.07.2021 übertragen wir den Auftritt von Banda Comunale. Klein ist die Welt, sagten sich vor zwanzig Jahren Musikstudent:inen in Dresden und gingen auf die Straße. Mit fettem Brass und Beats übertönten sie Rechtsextremisten und später Pegida-Anhänger und luden mit ihrer Art von Heimatmusiken zum gemeinsamen Tanzen ein. Mit Sounds von Damaskus bis Ougagadougou, vom Balkan bis Südamerika setzen sie seitdem Zeichen gegen Rassismus und begeisterten ihr Publikum in mehr als 400 Konzerten. 2015 wuchs die international besetzte Truppe um Musiker:innen aus dem arabischen und afrikanischen Raum und schaffte eine mitreissende Art der Willkommenskultur. Für Banda Comunale sind politisches Engagement, kritische Texte und die raffinierten Arrangements von Melodien aus fast allen Teilen der Welt nicht zu trennen. Herzen öffnen, Ressentiments abbauen, Verständigung schaffen - so die klare Botschaft. Zahlreiche Preise konnte die Band für ihre Konzerte, musikpädagogischen Projekte und politisch-musikalischen Statements gewinnen. Dazu zählen gefeierte Auftritte in Rudolstadt, beim Morgenlandfestival Osnabrück, bei den Feiern zum 30. Jahrestag des Mauerfalls am Brandenburger Tor oder dem 100. Katholikentag in Leipzig. Zurzeit arbeitet das unglaubliche Kollektiv an einem neuen Album. Der Sound wie immer - frei, wild und politisch.

Samstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Lange Nacht

"Mut zu denken" Eine Lange Nacht über Ludwig Marcuse Von Renate Eichmeier Regie: Stefan Hilsbecher (Wdh. v. 08./09.02.2014) Er wurde Ende des 19. Jahrhundert in das Berliner Großbürgertum hineingeboren. In der großspurig-selbstverliebten Welt des Wilhelminismus verlebte der kleine Ludwig eine unbeschwerte Kindheit, umgeben von einer jüdischen Großfamilie, als einziger Sohn des Fabrikanten Marcuse "maßlos verwöhnt", ein eigenwilliger "Kronprinz", dem große Freiheiten zugestanden wurden. Die politischen Katastrophen des 20. Jahrhunderts zerstörten das Kindheitsidyll nachhaltig. Nach dem Ersten Weltkrieg starb der Vater, das Vermögen verschwand in den Krisen der 20er-Jahre. "Was wird man, wenn man nicht gelernt hat zu parieren? Freier Schriftsteller!" Ludwig Marcuse schrieb Theaterkritiken und Essays, philosophische Bücher über Glück und Unglück, Porträts, Polemiken, Biografien zu Heinrich Heine, Ignatius von Loyola, Richard Wagner, Ludwig Börne ... und auch zwei Autobiografien: Erstaunlich ehrlich behandelt er seine Stoffe inklusive sich selbst, eigensinnig im besten Sinne des Wortes. Er war einer, der sich den Mut, selbst zu denken, nicht nehmen ließ, nicht von Freunden oder Feinden, nicht von Ideologien und Religionen, nicht von gesellschaftlichen Konventionen, dem sogenannten Zeitgeist oder politischen Notwendigkeiten. So sind spannende Werke voller provokanter Erkenntnisse und brillanter Aphorismen entstanden. 1933 floh er vor den Nazis zunächst nach Frankreich und dann weiter in die USA, wo er am Pazifik eine neue Heimat fand - wie viele seiner Freunde: Lion Feuchtwanger, Alfred Döblin, Erika Mann, die Sängerin Fritzi Massary ... Nicht ganz freiwillig kehrte er 1962 nach Deutschland zurück, aber heimisch wurde er nicht mehr in diesem Land.

Samstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk

Blue Crime

Böses Blut Serienkiller Superstar Von Jürgen M. Thie Regie: der Autor Mit Stephan Harbort, Stefan Höltgen, Michael Wetzel, Kathrin Kompisch und Roland Seim Produktion: Deutschlandfunk 2008 Länge: 54"17 Jack the Ripper in London und Fritz Haarmann in Hannover gelten als die berühmtesten Serienmörder der Kriminalgeschichte. Die Figur Hannibal Lecter in Thomas Harris" verfilmtem Roman "Das Schweigen der Lämmer" faszinierte 1991 das Massenpublikum. Serienkiller sind mediale Superstars, mit denen sich Kasse machen lässt, in der Boulevard-Presse, in der Kriminalliteratur und im Kino. Wie aber konnte es zu diesem Phänomen kommen? Was macht den Reiz aus? Ist es der Thrill, die Angstlust? Oder personifiziert sich im Serienkiller das Böse schlechthin, der Teufel in Menschengestalt, wie er seit dem Mittelalter im kollektiven Bewusstsein albtraumhaft herumspukt? In seiner collagierten Spurensuche geht Jürgen M. Thie davon aus, dass die moderne Globalisierungsgesellschaft die fiktive Konfrontation mit dem wohl schockierendsten und unerträglichsten aller menschlichen Antihelden braucht - als einzig wirksame Katharsis gegen neue Qualität globaler Ängste und Katastrophenfantasien. Böses Blut

Donnerstag Samstag