Tagestipps im Radio

Tagestipps

Freitag 18:00 Uhr HR2

Studio Komplex

Rettet den Pazifismus! Moderation: David Ahlf Vom Wehrdienstverweigerer und glühendem Pazifisten zum Befürworter von Waffenlieferungen an die Ukraine - in Rekordzeit! Diese Verwandlung ist unserem Host David Ahlf geglückt. Und nicht nur ihm. Nun fragt er: Was wurde aus meinem, aus unserem Pazifismus?

Freitag 19:00 Uhr rbb Kultur

Hörspiel

Trommeln in der Nacht Von Bertolt Brecht Gerade hatten die Balickes ihre Tochter Anna darauf eingeschworen, nicht länger auf den im Krieg verschollenen Liebsten zu warten, sondern den strebsamen Murk zu heiraten. Die Zeiten sind schlecht. Novemberrevolution. Man muss sehen, wo man bleibt. Da steht er plötzlich in der Tür, Andreas Kragler, und will seine Braut. Doch die ist längst schwanger von dem anderen. Zurückgewiesen steigt Kragler hinab in die Städte, in die Spelunken, wo die sind, die auch ihr Stück vom Kuchen der Revolution wollen. Kragler soll ihr Anführer sein! Doch der will nur eines: seine Braut. Wenn die Frage lautet, politisches Engagement oder privates Glück - wie soll, wie darf man sich entscheiden? Schon in seinem Erstling erweist sich der damals 21jährige Bertolt Brecht als Meister großer Figuren und existenzieller Konflikte. Mit Tim Freudensprung, Linda Blümchen, Lena Stolze, Werner Waas, Franziskus Claus, Robert Flanze, Paul Hentze, Paulina Bittner, Manuel Bittorf, Benita Hansen, Max Schimmelpfennig Komposition: Peter Ehwald Regie: Christine Nagel

Freitag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Memo Von Thomas Blockhaus Wiederholung: WDR 5 Sa. 17.04 Uhr Krimi über den Verlust der Erinnerung Komposition: Michael Kessler Anna: Katharina Wackernagel Leo: Nicki von Tempelhoff Ben: Jan Messutat Lena: Oana Solomon System-Stimme: Michael Müller Regie: der Autor Produktion: WDR 2011

Freitag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen

Literatur und Wissenschaft Mythos Sisi Was fasziniert noch immer an der österreichischen Kaiserin? Mit Karen Duve und Martina Winkelhofer Moderation: Dorothea Westphal Längst ist die österreichische Kaiserin Sisi zu einem Mythos geworden. Viele Legenden ranken sich um ihr Leben. Was fasziniert noch immer so sehr an der österreichischen Kaiserin, dass gerade Filme, eine Serie auf Netflix, Sachbücher und ein neuer Roman über sie erscheinen? Letzterer ist von Karen Duve und heißt schlicht "Sisi". Akribisch hat die Autorin dafür recherchiert und erzählt detailreich von einer Frau, die in manchem ihrer Zeit voraus gewesen sei und doch weiterhin unterschätzt werde. Sie war aber auch ihrer Zeit verhaftet, genoss die Privilegien und den unglaublichen Luxus. Als hervorragende, tollkühne Reiterin nahm sie leidenschaftlich gern an Parforcejagden in England teil - auch, um der langweiligen Etikette am Wiener Hof und ihren Depressionen zu entkommen. Sie aß fast nichts und machte Gymnastik, um ihre schlanke Taille zu erhalten. Und um die legendären, bodenlangen Haare zu frisieren, brauchte es Stunden. Auch Martina Winkelhofer, Expertin für die Geschichte der Habsburger Monarchie an der Universität Wien, hat sich ausgiebig mit der Kaiserin befasst. In "Sisis Weg" beschreibt sie deren Kindheit und erstmals, anhand bislang unveröffentlichter Quellen, ihren Alltag. In ihrem neuen Buch "Sisis Welt", das im Frühjahr 2023 erscheinen wird, dekonstruiert sie den Mythos weiter und nimmt Sisi trotzdem nichts von ihrer Faszination.

Freitag 19:54 Uhr SWR2

SWR2 lesenswert Kritik

Uffa Jensen - Ein antisemitischer Doppelmord. Die vergessene Geschichte des Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik 1980 wurden in Erlangen ein Repräsentant der jüdischen Gemeinde und seine Lebensgefährtin von einem Neonazi ermordet. Gab es bei der Aufklärung dieser Tat blinde Flecken in Polizei und Justiz? Der 1969 geborene Uffa Jensen ist Historiker am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin. In seinem neuen Buch spielt ein düsterer Aspekt bundesrepublikanischer Geschichte die Hauptrolle: "Ein antisemitischer Doppelmord. Die vergessene Geschichte des Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik" - Judith Leister.

Freitag 20:03 Uhr SRF 1

Hörspiel

3/4: «Familienpoker» nach einem Roman von Sunil Mann Mirandas Besuch aus Sao Paulo trifft in Kloten ein und schon ist ihnen die Drogenmafia auf den Fersen. Vijay versucht seine Schäfchen ins Trockene zu bringen und nimmt die Damen aus der Schusslinie. Das Motto lautet: Weg aus Zürich! Und ab nach Gstaad

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Im Zug nach Nirgendwo Das unwahrscheinliche Leben des Songtexters Fred Jay (2/2) Einsamkeit hat viele Namen Von Fabian Gerhardt und Roland Gerhardt Regie: die Autoren Produktion: Deutschlandfunk/WDR 2021 Es fährt ein "Zug nach Nirgendwo", "Rasputin", "Ti Amo" - keiner hat in den 70er-Jahren so viele erfolgreiche Schlager geschrieben wie er. Und doch ist der Mann, der dem Schlager die Poesie zurückgab, ein Unbekannter. Weil er das so wollte. Der jüdische Wiener Rechtsanwalt Friedrich Jakobsohn flieht 1938 vor den Nazis nach Paris, wo er in einem Striplokal Ukulele spielt. Von dort geht es weiter nach Amerika. Er hält sich zunächst als Tellerwäscher über Wasser, bis er einen Job beim Radio bekommt. Nebenbei schreibt er als Fred Jay Songtexte für Künstler wie Shirley Bassey, Percy Sledge und die Dorsey Brothers, ohne davon leben zu können. Anfang der 60er-Jahre geht er mit seiner Familie für die Voice of America nach Deutschland. Er sucht Kontakt zu deutschen Komponisten, aber erst nach seinem Wechsel zum RIAS in Berlin gelingt der Durchbruch: Mit fast 60 Jahren wird er einer der erfolgreichsten Songtexter Deutschlands. Er schrieb Hunderte von Texten für Schlager und Popsongs von Boney M., Howard Carpendale, Christian Anders, Michael Holm, Katja Ebstein, Marianne Rosenberg und viele andere. Und doch blieb Fred Jay ein Unbekannter - er ging nicht zu Preisverleihungen, Goldene Schallplatten holte er nicht ab. Wer war dieser Mann, der sich als Autor von "Qualitätstexten für normale Leute" beschrieb? Die Autoren haben sich auf Spurensuche begeben, mit Freunden, Arbeitskollegen und Schlagerstars gesprochen. Sie zeichnen das komplexe Bild eines europäischen Intellektuellen, der nach Deutschland zurückkam, weil er ohne die deutsche Sprache und Kultur nicht leben konnte. Und der den Deutschen als Fred Jay Lieder schenkte, die ihnen halfen zu vergessen, dass sie Menschen wie ihn vor nicht allzu langer Zeit umgebracht hätten. Im Zug nach Nirgendwo (2/2) - Einsamkeit hat viele Namen Hören 54:35Hören 54:35

Freitag 22:00 Uhr NDR kultur

Am Abend vorgelesen

Leben des Quintus Fixlein und andere Prosa von Jean Paul (15/15) Gelesen von Hans Paetsch, Hugo R. Bartels, Klaus Nägelen, Wolfgang Büttner und Ernst Ginsberg Jean Paul, 1763 in Wunsiedel am Fichtelgebirge geboren, gestorben 1825 in Bayreuth, gehört zu den eigenartigsten Erscheinungen der deutschen Literatur. Seine kapriziöse Persönlichkeit, die Gedankenreichtum und Empfindsamkeit, Gefühlsüberschwang und Humor, plebejisches Erbe und demokratische Gesinnung vereint, hat ein Werk hinterlassen, das ohne Vorbild war und ohne Vergleich und Nachfolge geblieben ist. Wir präsentieren Auszüge daraus, unter anderem "Leben des vergnügten Schulmeisterlein Maria Wuz", "Leben des Quintus Fixlein", "Der Mond" sowie "Kriegserklärung gegen den Krieg". 22:00 - 22:03 Uhr Nachrichten, Wetter

Freitag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Musikfeuilleton

Der Klang der Innovation Das Music Department des Mills College in Oakland Von Arndt Peltner Seit den späten 1930er- und frühen 1940er-Jahren ist das Mills College im kalifornischen Oakland ein Ort für innovative Musik. Henry Cowell, John Cage, Lou Harrison oder Darius Milhaud prägten in diesen frühen Jahren mit ihren zum Teil radikalen musikalischen Ideen die weitere Richtung des Colleges. 1966 wurde das "San Francisco Tape Music Center" ein Teil von Mills und ging später im "Center for Contemporary Music" auf. Fortan war das kleine College in Oakland an der Speerspitze der experimentellen und auch elektronischen Musik. Visuelle Kunst, Theater, verschiedene musikalische Genres wurden hier zusammengebracht und zusammengefügt. Künstlerinnen und Komponisten aus verschiedensten kulturellen Hintergründen trafen sich im Mills College, die Liste der Gastdozenten ist ein "Who is Who" der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, von Terry Riley bis Fred Frith, von Pauline Oliveros bis Iannis Xenakis.

Freitag 22:30 Uhr HR2

Blues"n"Roots

Blue Notes in vielen Farben | heute mit: Philipp Fankhauser Philipp Fankhauser | Heebie Jeebies - The Early Songs of Johnny Copeland

Freitag 23:00 Uhr HR2

Doppelkopf

Am Tisch mit Gisela May, "Brecht-Muse" Vor 125 Jahren, am 10. Februar 1898, wurde der Dramatiker, Lyriker und Theaterregisseur Bertolt Brecht geboren, einer der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Eines seiner berühmtesten Stücke ist "Mutter Courage und ihre Kinder". Die Schauspielerin und Sängerin Gisela May spielte 30 Jahre lang die Mutter Courage am Berliner Ensemble, dessen Hausautor Bertolt Brecht sie immer die Treue gehalten hat.

Samstag 01:05 Uhr Deutschlandfunk

Jazz Live

JazzBaltica 2022 Raus aus der Bastelstube Enders Room Aufnahme vom 25.6.2022 beim Jazzfestival am Timmendorfer Strand Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer (Wdh.)

Donnerstag Samstag