Tagestipps im Radio

Tagestipps

Donnerstag 18:05 Uhr Bayern 2

IQ - Wissenschaft und Forschung

Mathematik Kein Fach für Frauen? Von Daniela Remus Frauen und Mädchen können kein Mathe! So lautet hierzulande ein gängiges Vorurteil, das Schulleistungstests wie PISA bestätigen. Deshalb wurde in den vergangenen Jahren viel geforscht, um Geschlechter-Unterschiede im Gehirn dingfest zu machen - wenn auch mit überschaubaren Ergebnissen. Denn das Bild ist uneinheitlich: Nicht nur in Finnland oder Island schneiden Mädchen in Mathe deutlich besser ab als Jungs, sondern auch in Ländern wie Jordanien, Katar oder Albanien. Studien zeigen, dass die Leistungsfähigkeit von Mädchen und Frauen in Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften viel mit kulturellen Zuordnungen zu tun hat. Im arabischen Raum beispielsweise sind diese Fächer weniger stark an Geschlechterzuschreibungen gebunden als in Mitteleuropa. Woran liegt das? Redaktion: Dorothee von Canstein

Donnerstag 20:04 Uhr HR2

Hörbar in concert: Barfuß zu Weltruhm - Cesária Évora

In diesem Jahr hätte sie ihren 80. Geburtstag gefeiert, stattdessen jährt sich ihr Todestag zum zehnten Mal: Anlässe genug, um an Cesária Évora zu erinnern, die Granddame der kapverdischen Musik, eine exzellente Botschafterin für die Kultur ihres Landes in aller Welt.

Donnerstag 21:00 Uhr Ö1

Im Gespräch

Viktoria Waldhäusl im Gespräch mit Noreen Mughal, "Black-Lives-Matter"-Aktivistin und Lara Möller, Politikwissenschafterin Die 18-jährige Noreen Mughal erlebt als Tochter indisch-pakistanischer Einwanderer täglich Rassismus: sei es in öffentlichen Verkehrsmitteln, in sozialen Medien oder in der Schule. Vergangenen Sommer hat die junge Vorarlbergerin die erste "Black Lives Matter"-Kundgebung in Bregenz organisiert. "Weiße müssen den Schmerz nichtweißer Menschen verstehen lernen," fordert Noreen Mughal, die sich gerade auf die Matura vorbereitet. "Das einzige Mittel gegen Rassismus ist Bildung." Aber gerade im österreichischen Bildungssystem werde Rassismus als strukturelles, gesellschaftliches Problem nicht ausreichend thematisiert. Auch die 1991 geborene Politikwissenschafterin Lara Möller ist überzeugt, dass Politische Bildung im 21. Jahrhundert rassismuskritisch sein muss. Die stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft lehrt und forscht an der Universität Wien sowie am Demokratiezentrum Wien. 2021 wird sie zum Thema "Rassismus im Bürger_innenbewusstsein von Lehramtsstudierenden" dissertieren. Viktoria Waldhäusl spricht im Rahmen der "Aktionstage Politische Bildung" mit Noreen Mughal und Lara Rebecca Möller darüber, was Bildung gegen Rassismus ausrichten kann, wie Jugendliche politisiert werden und wie sie etwas verändern können.

Donnerstag 22:00 Uhr NDR Blue

Nachtclub NDR Blue in Concert

Heute mit Akua Naru Die Musikerin aus Conneticut hat sich dem Conscious Rap verschrieben - als Vorbilder zählt sie so zum Beispiel Mos Def auf. Bei der sehr besonderen Corona-Ausgabe des Reeperbahn Festivals 2020 ist sie auch aufgetreten: Wir haben für Euch den Mitschnitt von Akua Naru bei Europas größtem Clubfestival.

Donnerstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

Schwerpunkt: Alltagsrassismus Afrodeutsch Von und mit Cynthia Micas Bearbeitung und Regie: Nick-Julian Lehmann Mit Aufnahmen aus einer Bühneninszenierung von und mit Cynthia Micas Technische Realisation: Nick-Julian Lehmann Musik: Rico Micas und Cansu Kandemir Produktion: WDR 2020 Länge: 26" Als Schauspielerin Afrodeutsche sein: Dabei trifft man ständig auf Widerstände. Als Afrodeutsche Schauspielerin sein: Das ist nicht widerständig genug. Diese Festlegungen lässt Cynthia Micas sich nicht gefallen. "Wie ist das denn so für dich?" - "Wie das für mich ist? Normal ist das! Normal, und scheiße, dass es das für dich nicht ist." Die folgenreiche Festlegung dessen, was normal ist, wächst historisch aus der Mehrheitsgesellschaft. Die Vorstellung einer bestimmten Normalität überträgt sich meist unhinterfragt im Alltag. In Deutschland wird so eine weiße Normalität immer weiter reproduziert. Unter anderem als Folge daraus werden viele in Deutschland lebende Menschen ständig mit Alltagsrassismus konfrontiert. Die Vorstellung von Normalität legt fest, wer sich wie anzupassen hat, wer welche Entscheidungen treffen darf und wer, wie und wo zu hören und zu sehen ist. Cynthia Micas umkreist ihre Geschichte als junge afrodeutsche Frau und Schauspielerin in Deutschland. Sie geht den Spuren ihrer deutsch-mosambikanischen Eltern nach, lässt teilhaben an ihren Erfahrungen in der Theater-, Film- und Medienbranche und weist auf einen strukturellen Rassismus hin, der nicht zu überhören ist. Eine vielstimmige Suche nach einer afrodeutschen Identität zwischen Alltagsrassismus und Self-Empowerment. Mit Aufnahmen aus einer Bühneninszenierung von und mit Cynthia Micas. Cynthia Micas wurde 1990 in Berlin geboren und stand mit fünf Jahren das erste Mal vor der Kamera. Schon während ihres Abiturs 2009 begann sie mit dem Schauspielstudium an der Universität der Künste Berlin und spielte am Deutschen Theater, HAU und Maxim Gorki Theater. Mit Beginn der Intendanz von Shermin Langhoff 2013 wurde sie festes Ensemblemitglied am Maxim Gorki Theater Berlin und wechselte 2017/18 an das Residenztheater/Bayerisches Staatsschauspiel München (Intendanz Martin Kusej). Mit der Spielzeit 2019/20 kehrte sie nach Berlin zurück und ist Mitglied des Berliner Ensembles unter der Intendanz von Oliver Reese. Afrodeutsch

Donnerstag 22:05 Uhr SWR2

SWR2 Hörspiel-Studio

Kaspar Von Peter Handke Nach seinem gleichnamigen Theaterstück Mit Ernst H. Hilbich, Ingeborg Engelmann, Heiner Schmidt und Peter Roggisch Regie: Otto Düben (Produktion: SDR 1968) Die historische Figur Kaspar Hauser tauchte 1828 in Nürnberg als ca. 16-Jähriger "rätselhafter Findling" auf. Er schien geistig zurückgeblieben, redete kaum, ernährte sich anfänglich nur von Brot und Wasser und wurde zur gesellschaftlichen Attraktion, von der manche glaubten, er sei der misshandelte und ausgesetzte Erbprinz von Baden. Dem 2019 mit dem Nobelpreisträger für Literatur ausgezeichneten Peter Handke geht es aber nicht um den historischen Fall, sondern um eine Kritik am System Sprache, das als Framing- und Disziplinierungs-Werkzeug eingesetzt wird, um alles Individuelle zu tilgen.

Donnerstag 23:00 Uhr Eins Live

1LIVE Krimi

Ridley Von Dirk Schmidt Fremdenführer für die Mafia Ridley: Kilian Land Carl: Wilfried Hochholdinger Laura: Janina Sachau Elisa: Dunja Dogmani Gigi: Max Tuveri Francesco: Fabio Sarno Roberto: Vittorio Alfieri Und viele andere Regie: Thomas Leutzbach Produktion: WDR 2021

Donnerstag 23:30 Uhr NDR kultur

Jazz - Round Midnight

Talent, Trompete, Tatendrang - Till Brönner wird 50 Round Midnight ist der Platz für Hintergrundgeschichten, ausführliche Portraits und Talks mit jungen Talenten und Jazz-Legenden. In der Sendung erzählen Autorinnen und Autoren die Geschichten bekannter Jazz-Titel, gehen der Beziehung von Jazz und klassischer Musik nach und nehmen mit auf spannende Reisen in die Grenzgebiete von Jazz, Tango, Salsa oder Flamenco, in Jazz-Epochen wie Swing, Bebop und Fusion oder in die Geschichte berühmter Labels wie Blue Note und in die Aktualität kultureller und politischer Themen wie Black Lives Matter. Jazz - Round Midnight

Freitag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Klangkunst

Field Log Cobourg Von Kirsten Reese Schlagzeug: Matthias Engler Produktion: Deutschlandfunk Kultur / Akademie der Künste Berlin 2021 Länge: 54"30 (Ursendung) 1845 trafen britische Soldaten auf einer entlegenen Halbinsel im Norden Australiens den deutschen Naturforscher Ludwig Leichhardt. Die Klangkünstlerin Kirsten Reese rekapituliert ein fast vergessenes Stück Kolonialgeschichte.

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