Hörspiele im Radio

Hörspiele

Samstag 15:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Franziska Linkerhand Von Brigitte Reimann Mit Hildegard Schmahl, Gottfried John Wilhelm, Bernd Herberger, Alexander May, Marlis Schoenau, Felix von Manteuffel, Henning Schlüter, Gert Haucke, Angela Hillebrecht, Katrin Simon, Rita Russek, Karl Renar, Karin Kernke, Michael Degen, Helga Anders, Marlis Compère und anderen Bearbeitung: Martha Meuffels Regie: Ulrich Gerhardt BR/RIAS Berlin 1976 Der Roman Franziska Linkerhand, "drüben im Westen" an erster Stelle auf den Bestsellerlisten, ist ihre Hinterlassenschaft. Brigitte Reimann schildert das Schicksal einer Frau, die bei Kriegsende zehn Jahre alt ist. Sie stammt aus einer großbürgerlichen Verlegerfamilie. Als sie kaum erwachsen ist, gehen die Eltern nach Westdeutschland. Zurück bleiben Franziska und ihr Bruder, denen westliche Wertvorstellungen fremd sind. Sie wird Architektin, der Bruder Naturwissenschaftler. Die Ehe zwischen ihr und einem Arbeiter geht rasch auseinander. Franziska flieht nach Neustadt an der polnischen Grenze und hilft - unermüdlich dagegen protestierend - mit, "Fernsehhöhlen", Schlafstädte ohne Leben aus dem Boden zu stampfen. Sie verliebt sich in einen Intellektuellen, der aus politischen Gründen im Gefängnis war und jetzt als Kipperfahrer arbeitet. Als sie ihn verlässt, versucht sie, die Kluft zwischen ihm und ihr schreibend zu überbrücken. Der Roman, der autobiografische Züge trägt, beschreibt ein Stück DDR, wie es für uns weitgehend unbekannt ist. Brigitte Reimann (1933-73), deutsche Schriftstellerin, Auszeichnung u.a. Heinrich-Mann-Preis (1965), Werke u.a. Katja. Eine Liebesgeschichte aus unseren Tagen (1953), Ankunft im Alter (1961), Franziska Linkerhand (unvollendet, 1974). Weitere Hörspiele u.a. (mit Siegfried Pitschmann) Ein Mann steht vor der Tür (Radio DDR, 1960), Sieben Scheffel Salz (Rundfunk der DDR 1960).

Samstag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Liebesschwindel Von Cédric Prévost Wiederholung: WDR 5 So. 17.04 Uhr Schauspielerin vertritt echte Menschen Übersetzung aus dem Französischen: Lis Künzli Bearbeitung: Manuela Reichert Julie: Anne Kanis Cyril: Maximilian von Pufendorf Julian: Omar El-Saeidi Claire: Claude De Demo Castingfrau: Kerstin Thielemann Kundin / Mutter: Ilse Strambowski Kundin / Freundin: Sigrid Burkholder Kunde / Ehebrecher: Christian Redl Kunde / Sohn: Martin Bross Mutter von Kunde 4: Irm Hermann Kundin / Alice: Johanna Gastdorf Kundin / Frau: Gabriele Schulze Kunde / Mann: Hartmut Stanke Freunde: Alexis Schvartzman und Stefan Aretz Freundinnen: Maria Munkert und Isabel Mascarenhas Umfrage-Mann: Thomas Gimbel Sanitäter: Daniel Kuschewski und Bernd Rehse Bettlerin: Caroline Schreiber Regie: Petra Feldhoff Produktion: WDR 2008

Samstag 19:05 Uhr SWR2

SWR2 Krimi

Gefährliche Riten(2/2) Petra Delicado löst ihren ersten Fall Juan Jardiel Hörspiel in 2 Teilen nach dem gleichnamigen Kriminalroman von Alicia Giménez-Bartlett Aus dem Spanischen von Sybille Martin Mit: Lena Stolze, Michael Mendl, Bodo Primus, Hedi Kriegeskotte, Walter Renneisen, Laura Maire u. v. a. Musik: Henrik Albrecht Hörspielbearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann (Produktion: SWR 2004) Die Anwältin Petra Delicado ermittelt mit Subinspector Fermín Garzón in einem Vergewaltigungsfall. Offenbar handelt es sich um einen Serientäter. Doch die Ermittlungen laufen mehr als schleppend, der Druck der Medien nimmt zu. Aber es kommt noch schlimmer: Kurz vor seiner Verhaftung wird die Leiche des mutmaßlichen Vergewaltigers gefunden. Delicado und Subinspektor Garzon sehen sich zu spektakulärem Handeln gezwungen. Alicia Gimenez-Bartlett beschreibt glaubhaft die Selbstfindung eines unerfahrenen Teams und nutzt die polizeiliche Spürarbeit, um in die ärmeren Viertel Barcelonas einzutauchen.

Samstag 20:00 Uhr SRF 2 Kultur

Hörspiel

«Der Damm» von David Lindemann Die Ehrlichs haben sich ihr Traumhaus gebaut. Ausgerechnet dort, wo ein Dammbruch alles zu verwüsten droht. Aber es gibt ganz spezielle Mittel: Eine hochtechnisierte Zivilgesellschaft greift auf archaische Rituale zurück.

Samstag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Ursendung Aus der Asche Von Sebastian Hocke Regie: der Autor Mit Marie Kerkhoff, Florian Schmidtke, Daniel Wiemer Ton und Technik: Silas Lenz Regieassistenz: Susanne Franzmeyer Dramaturgie und Redaktion: Sabine Küchler Produktion: Deutschlandfunk 2022 Länge: ca. 60" Anschließend: Musik des amerikanischen Cellisten Erik Friedlander von Karl Lippegaus Hörspiel über die Geister der Vergangenheit Drama - Das Jahr geht zu Ende und eine Serie von Brandstiftungen sucht die Gegend heim. Was haben Rico, Anja und Jan damit zu tun? Wie hängen ihre Geschichten zusammen? Und können Feuer reinigend wirken? In uns allen lodern Flammen. Innere Feuer, die von unserer Vergangenheit zehren. Vom Unglück, von den Demütigungen, die wir erfahren haben, den Niederlagen und den großen Verlusten. Immer wieder brechen sie aus, selbst wenn wir sie seit Langem erloschen glaubten. Manchmal nur ausgelöst durch eine Erinnerung oder eine Begegnung, die wir nicht erwartet haben. So ergeht es Rico, Anja und Jan in der vorletzten Nacht des Jahres. Sie treffen Menschen, die sie besser nicht wiedergesehen hätten. Unverhofft werden innere Feuer geschürt, die seit Jahren in ihnen wüten. Gerade als es allen dreien gelungen war, ein neues Leben anzufangen. Für einen kurzen Moment war ihnen der Aufstieg aus der Asche gelungen. Doch der ist nun in großer Gefahr. Sebastian Hocke, geboren 1982, schloss 2008 die Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg als Diplom-Film- und Fernsehdramaturg ab. Er arbeitet freiberuflich als Autor, Regisseur und Hörspielmacher. Seine Hörstücke und Hörspiele wurden im MDR, SWR, WDR, ORF, SRF, in DRadio Wissen, Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur ausgestrahlt. Aus der Asche

Samstag 23:03 Uhr SWR2

SWR2 Ohne Limit

Glaube, Liebe, Hoffnung Hörspiel von Ödön von Horváth Ein kleiner Totentanz in fünf Bildern Hörspielbearbeitung: Heinz Huber Musik: Otto-Erich Schilling Regie: Franz Peter Wirth (Produktion: SDR 1956) "Alle meine Stücke sind Tragödien; sie werden nur komisch, weil sie unheimlich sind" (Ödön von Horváth). 1936 in Wien uraufgeführt, erzählt "Glaube Liebe Hoffnung" von der Vergeblichkeit christlicher Erlösungsgedanken im alltäglichen Leben. In diesem Klassiker der Kritik am "Klassismus" steht im Mittelpunkt eine junge Frau, die nur leidenschaftlich lieben und leben will, aber durch ihre Herkunft mit Vorurteilen vergeblich kämpfen muss, die sie ins Elend und schließlich in den Selbstmord treiben. Nach einem authentischen Fall.

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