Features im Radio

Features

Mittwoch 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Voltaire Dichter, Philosoph, Freigeist Philosophie der Aufklärung Vernunft als Wahrheit Das Kalenderblatt 23.11.1973 Nach einem halben Jahr beenden die Fluglotsen in Deutschland Streik Von Christian Jungwirth . Voltaire - Dichter, Philosoph, Freigeist Autor: Christian Schuler / Regie: Frank Halbach "Er, und er allein, hat Geist, und wir haben das Vergnügen, ihm zuzuhören." König Friedrich II. von Preußen schrieb diese Worte über den Mann, der kurze Zeit der intellektuelle Star an seinem Hof in Potsdam war: François-Marie Arouet alias Voltaire. Aber auch König Friedrich war diesem Mann auf Dauer nicht gewachsen. Denn Voltaire war nicht nur ein großer Geist, der für Vernunft, Freiheit und Toleranz kämpfte, sondern auch enorm streitlustig. Wohin er kam, knisterte die Luft. Das war schon in Paris am Hof Ludwigs des XV. so gewesen und ebenso danach an den zahlreichen Stationen seines Lebens. Seine Brillanz war betörend, sein Geist hinreißend, sein Witz beißend. Meistens entkam er seinen Feinden mit knapper Not, manchmal auch nicht. Ein paarmal landete er im Gefängnis. Und immer schrieb er, auf Schlössern, in Postkutschen, im Kerker. So entstand ein ungeheures Opus aus Dramen, historischen und politischen Aufsätzen, Gedichten und Erzählungen. Schließlich kam sein Wanderleben in der Nähe von Genf zur Ruhe. Dort beherzigte er das Schlusswort seines berühmtesten Buches, "Candide": er "bestellt seinen Garten" und bewirtschaftet - gewinnbringend - zwei Landgüter bis zu seinem Tod. Philosophie der Aufklärung - Vernunft als Wahrheit Autor: Michael Reitz / Regie: Irene Schuck Die Vernunft bringt die Wahrheit ans Licht - dieser programmatische Satz kennzeichnet eine Denkepoche, die man als Aufklärung bezeichnet. Sie begann bereits im siebzehnten Jahrhundert mit Denkern wie Spinoza oder John Locke und erreichte ihren Höhepunkt gegen Ende des 18. Jahrhunderts mit Montesquieu, Voltaire, Rousseau und Immanuel Kant. Charakteristisch für die Philosophie der Aufklärung war das Überbordwerfen von rückständigen Vorstellungen, der Angriff auf Religionen, Despotien und selbsternannte Autoritäten, Toleranz und der feste Glaube an das Gute im Menschen, seine Fähigkeit, das Leben mit den Mitteln der Vernunft selbst bestimmen zu können. Hinzu kommt: Die modernen Demokratien wären ohne dieses Denken nicht möglich gewesen. Insofern hält das Projekt Aufklärung heute noch an. Erstsendung 21. Oktober 2009 Moderation: Florian Kummert Redaktion: Bernhard Kastner

Mittwoch 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Oderbruch und Artenschutz

Mittwoch 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Habgier und Raffsucht Mit vollem Hals im moralischen Keller Sich verschwenden ... Der Zauber der Großzügigkeit Das Kalenderblatt 2.11.1929 Pilotinnen gründen Vereinigung Ninety-Nines in den USA Von Ulrike Rückert . Habgier und Raffsucht - mit vollem Hals im moralischen Keller Autor: Michael Reitz / Regie: Irene Schuck In früheren Zeiten galt sie als eine der sieben Todsünden. Heute scheint sie zu einem wichtigen gesellschaftserhaltenden Element geworden zu sein - die Habgier. Hohe Managergehälter und Bonuszahlungen, Steuermillionen in der Schweiz, immer neue Spekulationsblasen an der Börse. Egoismus und Ellbogeneinsatz, Rücksichtslosigkeit geht vor Gemeinwohl - Phänomene die nur in unserer Zeit vorkommen, in einem Wirtschaftssystem, das auf möglichst hohem Gewinn und Konkurrenzdenken basiert? Der Beitrag untersucht, ob Habgier und Raffsucht zur Grundausstattung des Menschen gehören oder eher durch bestimmte gesellschaftliche und ökonomische Voraussetzungen erst zur vollen ich-süchtigen Entfaltung kommen. Sind wir tatsächlich von Natur aus gierige Wesen, die einander übervorteilen, wenn man uns nur die Gelegenheit dazu gibt? Was sagen Denker der Vergangenheit und Theoretiker der Moderne dazu? Erstsendung 14. Juli 2010 Sich verschwenden ... - der Zauber der Großzügigkeit Autorin und Regie: Anja Mösing Hat sie noch einen Platz in unserer sachlichen, durchrationalisierten, von unzähligen Regeln geordneten Welt? Fortuna, die Großzügigkeit. In alter Zeit war sie als "Gnade" ein göttliches Vorrecht, dann ein herrschaftliches der Könige. In der christlichen Religion hat sie als "Güte" einen Platz bekommen. Schon die Begriffe "Gnade, Güte, Großzügigkeit" muten merkwürdig verstaubt an, trotzdem ist gerade das "unverdiente" und unvorhergesehene Glück wichtig für das menschliche Miteinander! Erstsendung 14. Januar 2009 Moderation: Gabi Gerlach Redaktion: Bernhard Kastner

Mittwoch 19:00 Uhr rbb Kultur

Feature

Booty Therapy Wie Maimouna Coulibaly sich frei tanzt Von Freya Siewert und AnnMarie Utz Mit sexueller Gewalt, Rassismus und Sexismus kämpft Maimouna Coulibaly schon, bevor sie in Frankreich berühmt geworden ist. Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere begeht ihr Bruder Amedy Coulibaly 2015 einen Terroranschlag in Paris. Als Tänzerin hat Maimouna gelernt, ihre Emotionen in Bewegungen und in der Musik herauszulassen. Ihr Stil: Twerking, kreisende Bewegungen mit dem Becken und der Hüfte. Sie nennt es Booty Therapy und gibt nicht nur Tanzkurse, sondern tritt damit auch in französischen TVShows auf. Bis zu dem Tag, als ihr Bruder nach seiner Tat von der Polizei erschossen wird. Danach ist die Welt nie wieder die gleiche. Aber Maimouna tanzt weiter. Sie ist im Schock und flüchtet nach Berlin. Wie kann sie dieses Trauma je überwinden? Und wie kann sie mit dem Gedanken an die Opfer und Hinterbliebenen überhaupt wieder zur Ruhe kommen? Regie: Oliver Martin Ursendung

Mittwoch 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Gefährdete CO2-Speicher im Kongo Von Jonas Gerding Forscher arbeiten im Herzen des Kongo-Beckens - dem zweitgrößten Regenwald nach dem Amazonas - an präziseren Klimaszenarien. Für ihre Prognosen kalkulieren Klimaforscher den Effekt von Kohlenstoff-Senken ein - insbesondere die der tropischen Regenwälder, die zusätzliches CO2 aus der Atmosphäre ziehen und speichern. Doch dabei gibt es ein Problem, wie Wissenschaftler um Wannes Hubau des Royal Museum for Central Africa in Tervuren nachgewiesen haben: Das Speicherpotenzial sinkt mit zunehmenden Temperaturen, Dürren und Extremwetter, weshalb der Klimawandel stärker ausfallen könnte, als bisher angenommen. Das Feature begleitet den belgischen Wissenschaftler nach Yangambi zu einer Forschungsstation im Herzen des Kongo-Beckens. Dort setzt er seine Mammutaufgabe fort, in zeitlichem Abstand den Umfang von Bäumen zu messen - und damit den gespeicherten Kohlenstoff zu beziffern. Etwa eine halbe Millionen Bäume haben er und seine Kollegen bereits unter Beobachtung. Das Wachstum einzelner Bäume untersuchen sie im Mikroskop eines Labors.

Mittwoch 22:30 Uhr HR2

Jazzfacts

What"s going on? - Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt | Bill Frisell Bill Frisell und sein aktuelles Album "Four"

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