Features im Radio

Features

Mittwoch 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Rom Die Dialektik zwischen Bewahren und Bewegen Brot und Spiele Gladiatoren und andere Vergnügungen im alten Rom Das Kalenderblatt 17.8.1908 Erster Zeichentrickfilm erscheint Von Anja Mösing . Rom - die Dialektik zwischen Bewahren und Bewegen Autorin und Regie: Bettina Weiz Rings um das Cafe Greco, in dem sich Goethe und andere Arkadien-sehnsüchtige Schriftsteller und Künstlerinnen Europas trafen, verbrüderten und liebten, während sich zuhause ihre Landsleute blutige Erbfolgekriege lieferten, entfaltet sich die römische Alta Moda. Neben den Global Players der Mode behaupten sich an der Via Condotti noch einige inhabergeführte Boutiquen. Sie sind dicht im lokalen Handwerk verwoben; es ist ein Geben und Nehmen im Rahmen einer ganz besonderen persönlichen Beziehung, wie sie schon vor Jahrtausenden eingespielt war und einst dem Imperium Romanum dazu verhalf, die Länder Europas und weit darüber hinaus zu einen. Davon zeugen das Pantheon, die Foren und andere Beispiele aus der Überfülle der Relikte in der "Ewigen Stadt" - und nicht zuletzt die Arbeitsweise des dortigen Vatikanstaates, dessen Beamte in eben jener ganz besonderen persönlichen Beziehung zum Heiligen Vater stehen. Brot und Spiele - Gladiatoren und andere Vergnügungen im alten Rom Autorin: Imogen Rhia Herrad / Regie: Frank Halbach Wagenrennen und Gladiatorenkämpfe schlugen im alten Rom die Massen in ihren Bann. "Brot und Spiele" ist für uns heute sprichwörtlich für eine unpolitische Öffentlichkeit. Aber die römischen Spiele waren weit mehr als populistische Unterhaltung. Von reichen Männern wurde erwartet, dass sie freigiebig das Volk am Reichtum teilhaben ließen - Spiele als Umverteilung. In einer Zeit ohne Fernsehansprachen traten Machthaber (Consuln der Republik ebenso wie die Kaiser des Imperiums) in der Öffentlichkeit von Circus oder Amphitheater in einen Dialog mit dem Volk. Beklatschte die Plebs ihren Herrscher, oder saß sie ominös schweigend da, murrte sie gar? Spiele als politische Kommunikation. In der Arena ließen sich wirkungsvoll römische Tugenden inszenieren: Todesmut der Gladiatoren, oder die segensbringende Wirkung der Zivilisation, wenn römische Kämpfer wilde Tiere bezwangen oder erfolgreiche Eroberungsschlachten nachstellten - Spiele als Propaganda. Spiele in Rom waren immer auch Politik. Erstsendung: 4. April 2016 Moderation: Gabi Gerlach Redaktion: Bernhard Kastner

Mittwoch 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

(Kriegs-) Angst und die Gewöhnung daran

Mittwoch 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Pionierinnen der Psychoanalyse Von wegen Penisneid! Margarete Mitscherlich Über die Liebe zu sich selbst Das Kalenderblatt 17.8.1908 Erster Zeichentrickfilm erscheint Von Anja Mösing . Pionierinnen der Psychoanalyse - von wegen Penisneid! Autorin: Justina Schreiber / Regie: Sabine Kienhöfer Redaktion: Susanne Poelchau Erst Patientin, dann Therapeutin. Viele der selbstbewussten Frauen, die dann als Psychoanalytikerinnen arbeiteten und auch eigene Institute gründeten, lagen bei Sigmund Freud oder einem seiner Schüler auf der Couch. Obwohl zeittypisch patriarchische Denkmuster das neuartige Seelenzerlegungsmodell prägten, gab es in der psychoanalytischen Szene wenig Vorbehalte gegenüber berufstätigen, gebildeten Frauen. Diskussionen waren also fast vorprogrammiert: etwa über Freuds Theorie des weiblichen Penisneids. Die Medizinerin Karen Horney z.B. konterte mit der Idee eines männlichen Gebärneids. Und die Kinderärztin Sabina Spielrein nahm Freuds Annahme eines Todestriebes vorweg. Oder brachte sie ihn erst auf die Idee? Angefangen mit Melanie Klein und Freuds Tochter Anna, die die Grundlagen der Kinderanalyse schufen, bis hin zur dezidiert feministischen Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich: Der weibliche Beitrag zur Weiterentwicklung psychoanalytischer Theorie und Praxis war immer auch ein Akt der Emanzipation. Margarete Mitscherlich - über die Liebe zu sich selbst Autorin: Prisca Straub / Regie: Eva Demmelhuber Jede Form der Abhängigkeit machte ihr schwer zu schaffen. Von den männlichen Rollenmustern ihrer Zeit hielt sie nicht allzu viel. Noch mit weit über 80 Jahren praktizierte sie als Psychoanalytikerin: Margarete Mitscherlich war eine eindrucksvolle Frau - in jeder Hinsicht. Überzeugte Freudianerin bis zu ihrem Tod am 12. Juni 2012, illustrierte Margarete Mitscherlich die Möglichkeiten der Psychoanalyse immer auch an ihrem eigenen Lebensweg - mit schonungslosen Reflexionen über sich selbst. Sie gilt als Vorkämpferin des Feminismus und diagnostizierte - gemeinsam mit ihrem Mann Alexander Mitscherlich - ein Unvermögen der Deutschen zu wirklicher Trauerarbeit nach 1945 - die "Die Unfähigkeit zu trauern". Erstsendung 12. Juni 2013 Moderation: Redaktion: Susanne Poelchau

Mittwoch 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

"Signatur: A. Hitler" Nazikunst in einem Militärdepot bei Washington Von Susanna Petrin 40 Autominuten von Washington entfernt lagert eine skurrile Kunstsammlung, die die US-Streitkräfte 1945 sichergestellt hatten: die "German War Art Collection".

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