Features im Radio

Features

Freitag 08:30 Uhr SWR Kultur

Das Wissen

Die afrodeutsche Bewegung - Schwarz, weiblich, selbstbewusst Feature Von Lukas Meyer-Blankenburg Angeregt von der US-Bürgerrechtlerin Audre Lord, prägten die Dichterin May Ayim und die Historikerin Katharina Oguntoye den Begriff afrodeutsch als positive Selbstbezeichnung Schwarzer Menschen in Deutschland. In ihrem Manifest "Farbe bekennen" von 1986 machten die Autorinnen Rassismus öffentlich und verwiesen auf die lange, afrodeutsche Geschichte. Ihr Selbstbewusstsein inspiriert Schwarze Menschen in Deutschland bis heute. Wie groß der Einfluss der afrodeutschen Bewegung - maßgeblich vorangetrieben von Frauen - auf Kultur und Politik war und ist, wird erst seit Kurzem erforscht.

Freitag 15:05 Uhr SWR Kultur

Feature

Marseille - Der Tote in meinem Haus und die Zukunft meiner Stadt Feature Von Patrick Batarilo (Produktion: DLF 2024) Er fand seinen Nachbarn Davide tot in der Wohnung. Neben dem Kopf: eine abgebrochene Holzplatte, ein Stück Decke. Unser Autor verdächtigt die Eigentümer, am Tod des Nachbarn schuld zu sein. Denn sie haben die Immobilie verwahrlosen lassen. Um eines Tages Profit daraus zu schlagen. Marseille wird immer schöner und teurer, die Wohnungen im Zentrum sind begehrt. Der äußere Glanz der Stadt ist erkauft mit Härte und Gleichgültigkeit gegenüber den ärmeren Menschen. Patrick Batarilo will herausfinden, ob Davide in seiner maroden Wohnung tatsächlich von einem Stück Decke erschlagen wurde.

Freitag 16:05 Uhr SWR Kultur

Impuls

Wissen aktuell Feature

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Ruth, Robert, René Eine Künstlerfamilie in Ostberlin Von Ulrike Bajohr Regie: Fabian von Freier Produktion: Deutschlandfunk 2019 Renés Haare sind zu lang. Sein Vater Robert muss zum Schuldirektor. Roberts Haare sind noch länger. Der Direktor gibt auf: Künstler! Narrenfreiheit! So einfach ist das nicht, sagt Ruth und dichtet: "Ich will was ich will aber was ich will kann ich nicht." Ruth, René und Robert wollen gute Staatsbürger sein. Und frei in dem, was sie tun. Robert Rehfeldt starb, ehe er daheim Anerkennung fand. Draußen, in der Kunstwelt, war er mit seiner Mail Art längst berühmt. René Rehfeldt lernte bei seinem Vater die grafischen Techniken. Er leitet heute die Druckwerkstatt an der Universität der Künste Berlin. Es ist die Hochschule, an der Robert Anfang der 1950er-Jahre studierte, bevor er in den Osten der Stadt ging - weil ein Künstler im Westen noch schlechter lebte. Im Osten traf er Ruth Wolf, schön, still und eigensinnig. Sie hütete das Kind, assistierte dem Mann, verdiente da und dort etwas dazu, malte - und kreierte die "typewritings". 2017 fand sie sich mit ihrer Schreibmaschinenkunst auf der documenta wieder. 27 Jahre nachdem sie damit aufgehört hatte. Niemand hatte mehr an ihren Durchbruch geglaubt, am wenigsten sie selbst. Ruth, Robert, René Hören 54:26Hören 54:26

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