Features

Freitag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Ayurveda Das Wissen vom langen Leben Kurkuma Zwischen Heilkunst und Superfood Das Kalenderblatt 24.1.1783 Katharina Daschkowa wird Akademie-Direktorin Von Ulrike Rückert Ayurveda - das Wissen vom langen Leben Autorin: Sylvia Schopf / Regie: Dorit Kreissl Ayurveda - auch bei uns ist die mehr als 3000 Jahre alte Gesundheitslehre aus Indien in den Blick geraten; wenn auch vor allem als Wellness-Angebot. Doch die traditionelle Heilkunst bietet weit mehr. Das älteste überlieferte Medizinsystem - und als solches ist es auch von der Weltgesundheitsorganisation WHO anerkannt - betrachtet den Menschen ganzheitlich: als Einheit von Körper, Geist und Seele, als Teil des Universums. Die Zusammensetzung der Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther bestimmt die individuelle Konstitution jedes Einzelnen. Gerät diese durch mentale, emotionale und körperliche Befindlichkeiten, durch den Umgang mit sich selbst und der Umwelt aus dem Gleichgewicht, entsteht Disharmonie, entsteht Krankheit. Um diese zu behandeln, werden Massagen, Reinigungsmaßnahmen, Achtsamkeitsübungen und eine entsprechende Ernährung eingesetzt; und dabei spielen Pflanzen als Heilmittel eine wichtige Rolle. Inzwischen gibt es in Deutschland sogar erste Untersuchungen, wie auch einheimische Pflanzen für ayurvedische Zwecke eingesetzt werden können. Kurkuma - Zwischen Heilkunst und Superfood Autorin: Laura Eßlinger / Regie: Susi Weichselbaumer "Kurkuma kann alles!" Die kräftig gelbe Wurzel wächst auf der Beliebtheitsskala der Gewürze in Deutschland derzeit weit nach oben. Wenn man den Hoheliedern der Werbetexter glaubt, ist sie ein Allround-Wundermittel: sie hilft beim Abnehmen, lindert Magen-Darm-Beschwerden, schützt vor Krebs, bremst Alzheimer und entschärft Entzündungen. Ja, sie soll sogar ebenso wirksam sein wie manches starke Medikament - und das ohne schädliche Nebenwirkungen. Tatsache ist, dass die Pflanze schon seit Jahrtausenden in vielen Ländern der Welt in Gebrauch ist, als Farbstoff für Textilien und Schminke ebenso wie als Heilmittel und Gewürz für Speisen, zum Beispiel Currys. Wussten die Köche schon immer um die positiven Eigenschaften dieser Zutat? Oder verwendeten sie die Wurzel intuitiv, ihres besonderen, pfeffrig-fruchtigen Geschmacks wegen? Ihre gesteigerte Beliebtheit in jüngster Zeit verdankt sie dem Interesse an pflanzlichen Heilmitteln. Doch welches Potenzial steckt wirklich in der Kurkuma? Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Matthias Eggert

Freitag 19:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

"Ohne sie hätte niemand von uns überlebt" Alma Rosés Mädchenorchester von Auschwitz Von Arne Reul Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr Anschließend: Pavel Haas: Suite, op. 17 (Christian Schmitt, Oboe; Alessandra Gentile, Klavier); Viktor Ullmann: "Hölderlin-Lieder" (Christiane Oelze, Sopran; Eric Schneider, Klavier) Alma Rosé entstammt einer österreichischen Musikerfamilie. Ihr Onkel ist Gustav Mahler, ihr Vater Arnold Rosé, Konzertmeister der Wiener Philharmoniker. Und auch Alma tritt in die musikalischen Fußstapfen des Vaters und wird Geigerin, aber sie geht ganz eigene Wege. So gründet sie in den 1920er Jahren ein Unterhaltungsorchester, das nur aus Frauen besteht und mit dem sie in ganz Europa konzertiert. Doch als sich das faschistische Deutschland 1938 Österreich einverleibt, ändern sich die Dinge schlagartig. Zwar gelingen Alma und ihr Vater die Flucht nach England, doch konzertiert Alma auch in Holland. Hier wird ihr mit dem Einmarsch der Nazis der Rückweg nach England versperrt und sie wird nach Ausschwitz verschleppt. Dort leitet sie bis zu ihrem Tod im April 1944 das "Mädchenorchester von Auschwitz". Aber die meisten anderen Musikerinnen überleben den Holocaust. "Ohne sie", so die Cellistin Anita Lasker-Wallfisch, "hätte niemand von uns überlebt".

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Rechte Kulturstörung Eine Bestandsaufnahme Von Agnes Steinbauer Regie: Claudia Kattanek Produktion: Dlf 2020 Ein Afrikaner als Hauptmann von Köpenick? Unmöglich! Erinnerung an Nationalsozialismus? Nestbeschmutzung! Homosexuelle auf der Bühne? Missbrauch öffentlicher Mittel! "Kunst und Wissenschaft sind frei", steht in Artikel 5 des Grundgesetzes. Dort ist auch die Meinungsfreiheit garantiert, die Rechtsextreme gegen Andersdenkende nutzen. Aus der deutschen Kultur soll verschwinden, was nicht ihren nationalen Werten entspricht. Was nicht ins ,völkische" Weltbild passt, wird infrage gestellt und angegriffen. Rechtspopulisten verstehen Kultur mehr und mehr als politische Kampfzone. Sie stören Theatervorstellungen, verbreiten Hassmails, stellen rassistisch motivierte Anfragen in Parlamenten oder versuchen, Kultureinrichtungen den Geldhahn abzudrehen. Seit 2016 sind in Deutschland über 40 solcher Fälle aktenkundig. In Berlin wollte die AfD die Etats von drei missliebigen Theatern kürzen - darunter den des Friedrichstadt-Palastes. Zuvor hatte Intendant Berndt Schmidt der AfD vorgeworfen, eine ausländerfeindliche Stimmung gegen sein multikulturelles Ensemble zu schüren und ein Klima der Angst zu verbreiten. Im Stuttgarter Landtag verlangte man eine Offenlegung der Staatsangehörigkeit von Künstlern an Opernhäusern und Theatern Baden-Württembergs. In Sachsen-Anhalt forderte die AfD im Landesparlament "die Vermittlung nationaler Identität" als Aufgabe des deutschen Theaters ... Wohin führt das alles? Rechte Kulturstörung. Eine Bestandsaufnahme

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