Features im Radio

Features

Freitag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Klangkunst

Kurzstrecke 130 Feature, Hörspiel, Klangkunst - Die Sendung für Hörstücke aus der freien Szene Zusammenstellung: Julia Gabel, Marcus Gammel, Ingo Kottkamp und Johann Mittmann Am Mikrofon: Julia Gabel und Ingo Kottkamp Produktion: Autor:innen / Deutschlandfunk Kultur 2023 Länge: 54"30 (Wdh. v. 26.01.2023) Ungewöhnlich und nicht länger als 20 Minuten: Wir stellen regelmäßig innovative, zeitgemäße, radiophone Hörstücke vor. In der Kurzstrecke präsentieren wir heute unter anderem: Hängengeblieben Von Tina Küchenmeister Krähenzeit Von Felicitas Prokopetz Heute ist Dienstag Von Jörg Diernberger Außerdem: Neues aus der "Wurfsendung" mit Julia Tieke. Neue Hörkunst aus der freien Szene. Heute unter anderem über das Gefühl, nicht voranzukommen - das auch Vorteile haben kann. Radiokunst: Neue Autorenproduktionen Kurzstrecke 130

Freitag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Artenwandel im Anthropozän Der Einfluss des Menschen auf die Evolution Nashörner Die bedrohten Dickhäuter Das Kalenderblatt 10.02.1862 Tom Thumb und Lavinia Warren heiraten Von Prisca Straub . Artenwandel im Anthropozän - Der Einfluss des Menschen auf die Evolution Autorin: Brigitte Kramer / Regie: Anja Scheifinger Immer mehr afrikanische Elefanten bilden keine Stoßzähne mehr aus. Dahinter liegt vermutlich die massenhafte Jagd in Ländern wie Mosambik, wo der Elfenbeinhandel blühte. Und auch die intensive Bejagung von Nashörnern hat deren Bestände dezimiert und das Aussehen der Tiere verändert: Die Hörner aller fünf heute noch lebenden Nashornarten sind im Laufe der Zeit immer kleiner geworden. Das Verschwinden der Stoßzähne und das Schrumpfen der Hörner ist ein typischer Mechanismus der Evolution: die gerichtete Selektion. Die Jagdauslese des Menschen hat dazu geführt, dass Tiere ohne oder mit kleinen Trophäen eher überleben und ihr Erbgut weitergeben. Doch was bedeutet das für den Arterhalt und das Ökosystem? Was passiert, wenn Elefanten keine Stoßzähne mehr haben, um damit im Waldboden zu wühlen? Wie verhalten sich tagaktive Tiere, die plötzlich keine Fressfeinde oder keine Beute mehr haben, weil diese die ruhige und vor Menschen sichere Nacht vorziehen? Und welche Überlebenschancen haben Fische, die nicht mehr ihre volle Körpergröße entwickeln, weil große Exemplare systematisch weggefischt werden? Nashörner - die bedrohten Dickhäuter Autorin: Margarete Blümel / Regie: Martin Trauner Die Evolutionsgeschichte des Nashorns begann vor etwa 50 Millionen Jahren. Heute ist die Zahl der Pflanzen fressenden Dickhäuter, die eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen, auf ein Minimum geschrumpft. Denn das Horn der Megaherbivoren ist sehr begehrt. Zermahlen soll es angeblich Schlaganfälle verhindern, Krebs heilen, die Potenz steigern und epileptische Krampfanfälle lindern können. Deshalb werden die in Afrika und Asien lebenden Kolosse unerbittlich gejagt, so sehr, dass die nach den Elefanten zweitgrößten Landsäuger vom Aussterben bedroht sind. Der Mensch ist der größte und - beinahe - einzige Feind dieser Spezies aus der Urzeit. Nur die Nashorn-Kälber fallen unter ungünstigen Umständen Hyänen oder Löwen zum Opfer. Erwachsene Tiere können zwischen 40 und 50 Jahre alt werden. Um zu verhindern, dass sie in die Hände von Wilderern geraten, ist man in einigen Gegenden dazu übergegangen, ihnen präventiv die Hörner zu entfernen. Doch selbst das ist nicht immer von Erfolg gekrönt, weil die Wilddiebe oft gezielt ebendiese Nashörner töten, um ungestört ihr Treiben weiterführen zu können und dafür Geld einzustreichen - Summen, die oft höher sind als der Preis, der für Gold gezahlt wird. Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Bernhard Kastner

Freitag 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Freundschaft trotz Ungleichheit - 3 Beispiele

Freitag 15:05 Uhr SWR2

SWR2 Feature

Ziemlich sensibel - Ich fühle was, was du nicht fühlst Von Burkhard Reinartz (Produktion: Dlf 2022) Progressive Bewegungen wie #MeToo, Black Lives Matter oder für eine gendergerechte Sprache zeigen, die Gesellschaft sensibilisiert sich zunehmend für Verletzungen. Werden Menschen oder ganze gesellschaftliche Gruppen zu überempfindlichen "Schneeflocken", die schon bei kleinsten Berührungen wegschmelzen, oder ist es andersrum: Braucht es nicht mehr denn je einen Sensibilisierungsschub, der es Minderheiten und einzelnen Menschen möglich macht, ihr Anderssein frei zu leben? Der Autor Burkhard Reinartz lotet die schmale Grenze zwischen feinfühlig und überempfindlich aus.

Freitag 19:05 Uhr BR-Klassik

KlassikPlus - Musikfeature

Ascolta! Eine akustische Reise in die Privatbibliothek des venezianischen Komponisten Luigi Nono Von Noemi Schneider Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr "Ich habe mir das Paradies immer als eine Art Bibliothek vorgestellt", lautet ein berühmtes Zitat des argentinischen Schriftstellers Jorge Luis Borges. Der venezianische Komponist Luigi Nono (1924-1990) würde ihm vermutlich zustimmen. Wenn er das Haus verließ, kam er immer mit neuen Büchern unter dem Arm zurück, erinnert sich seine Witwe Nuria Schoenberg-Nono. Der Umfang seiner Privatbibliothek, die sich mit seinem gesamten Nachlass im Archivio Luigi Nono auf der Giudecca in Venedig befindet, bestätigt ihre Aussage. Über 13 000 Bände umfasst die mehrsprachige Bibliothek: Musik, Philosophie, Politische Theorie, Geschichte, Kunst, Prosa und vor allem Lyrik dienten dem leidenschaftlichen Leser zeitlebens als Inspirationsquelle und bildeten die Grundlage vieler seiner Kompositionen. In über tausend Büchern finden sich Annotationen des Komponisten, Unterstreichungen, Markierungen und Notizen. Noemi Schneider ist nach Venedig gereist und bringt die Bücher zum Sprechen.

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Im Zug nach Nirgendwo Das unwahrscheinliche Leben des Songtexters Fred Jay (2/2) Einsamkeit hat viele Namen Von Fabian Gerhardt und Roland Gerhardt Regie: die Autoren Produktion: Deutschlandfunk/WDR 2021 Es fährt ein "Zug nach Nirgendwo", "Rasputin", "Ti Amo" - keiner hat in den 70er-Jahren so viele erfolgreiche Schlager geschrieben wie er. Und doch ist der Mann, der dem Schlager die Poesie zurückgab, ein Unbekannter. Weil er das so wollte. Der jüdische Wiener Rechtsanwalt Friedrich Jakobsohn flieht 1938 vor den Nazis nach Paris, wo er in einem Striplokal Ukulele spielt. Von dort geht es weiter nach Amerika. Er hält sich zunächst als Tellerwäscher über Wasser, bis er einen Job beim Radio bekommt. Nebenbei schreibt er als Fred Jay Songtexte für Künstler wie Shirley Bassey, Percy Sledge und die Dorsey Brothers, ohne davon leben zu können. Anfang der 60er-Jahre geht er mit seiner Familie für die Voice of America nach Deutschland. Er sucht Kontakt zu deutschen Komponisten, aber erst nach seinem Wechsel zum RIAS in Berlin gelingt der Durchbruch: Mit fast 60 Jahren wird er einer der erfolgreichsten Songtexter Deutschlands. Er schrieb Hunderte von Texten für Schlager und Popsongs von Boney M., Howard Carpendale, Christian Anders, Michael Holm, Katja Ebstein, Marianne Rosenberg und viele andere. Und doch blieb Fred Jay ein Unbekannter - er ging nicht zu Preisverleihungen, Goldene Schallplatten holte er nicht ab. Wer war dieser Mann, der sich als Autor von "Qualitätstexten für normale Leute" beschrieb? Die Autoren haben sich auf Spurensuche begeben, mit Freunden, Arbeitskollegen und Schlagerstars gesprochen. Sie zeichnen das komplexe Bild eines europäischen Intellektuellen, der nach Deutschland zurückkam, weil er ohne die deutsche Sprache und Kultur nicht leben konnte. Und der den Deutschen als Fred Jay Lieder schenkte, die ihnen halfen zu vergessen, dass sie Menschen wie ihn vor nicht allzu langer Zeit umgebracht hätten. Im Zug nach Nirgendwo (2/2) - Einsamkeit hat viele Namen Hören 54:35Hören 54:35

Donnerstag Samstag