Features im Radio

Features

Freitag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Sprachentwicklung mit Hürden Legasthenie und Dysgrammatismus Mundgerecht Zunge, Zähne, Lippen Das Kalenderblatt 30.7.1808 Erste protestantische Gemeinde im katholischen München Von Brigitte Kohn Sprachentwicklung mit Hürden - Legasthenie und Dysgrammatismus Autorin: Katja Hanke / Regie: Rainer Schaller Ungefähr fünf Jahre nach ihrem ersten Schrei können Kinder ihre Muttersprache nahezu fehlerfrei sprechen. Es ist eine erstaunliche Leistung, die sie in dieser Zeit vollbringen, und die sich in mehreren Phasen und scheinbar automatisch vollzieht. Bei manchen Kindern können ab dem dritten Lebensjahr Anzeichen einer Sprachentwicklungsstörung auftreten: Das Kind hat einen zu geringen Wortschatz, vertauscht Laute oder ist unfähig, Sätze nach den Regeln der Grammatik korrekt zu bilden. Gerade eine Störung der Grammatik ist weit verbreitet, wenn ein Kind also mit drei Jahren noch "Ich ein Bild malen" anstatt "Ich male ein Bild" sagt. Oft ist eine genetische Disposition die Ursache. Dadurch fehlt den Kindern die Fähigkeit, das sprachliche Angebot so zu analysieren, dass sie den nächsten Entwicklungsschritt machen können. Wichtig sei es, diese Störungen möglichst früh zu erkennen, sagen Experten, um sie mit einer logopädischen Therapie zu behandeln. In den letzten Jahren haben die Krankenkassen eine deutliche Zunahme von Sprachentwicklungsstörungen festgestellt. Der Grund sei allerdings, dass Kinder jetzt öfter behandelt würden als noch vor zehn Jahren. Mundgerecht - Zunge, Zähne, Lippen Autorin: Susanne Hofmann / Regie: Eva Demmelhuber Sie misst für gewöhnlich nicht mehr als neun Zentimeter - und ist doch ein Muskelpaket: Die Zunge. Beim Schlucken drückt sie jedes Mal mit einer Kraft von zwei Kilogramm nach oben - und das rund 2.000 Mal am Tag. Die Zunge ist nicht nur kräftig, sondern auch extrem beweglich. Sie erfüllt viele wichtige Funktionen: Wir brauchen sie zum Essen, Schmecken, Saugen, Tasten und Sprechen. Außerdem produziert sie ein lebenswichtiges Sekret, den Speichel. Er bewahrt die Mundschleimhaut vor dem Austrocknen, versorgt die Zähne mit Mineralien und enthält eine Vielzahl von Stoffen mit antibakterieller Wirkung, die unserem Körper helfen, Krankheiten abzuwehren. An der Zunge kann ein Arzt ablesen, wie es um unsere Gesundheit bestellt ist: So kann ein weißer Belag ein Hinweis auf eine Magenentzündung sein oder eine graugefärbte Zunge auf Eisenmangel hinweisen. Zusammen mit den Lippen und den Zähnen bildet die Zunge ein perfektes Team, deren Zusammenspiel die Voraussetzung für Nahrungsaufnahme und Lautbildung ist. Radio Wissen über drei Multitalente, die vor allem im Verborgenen arbeiten. Erstsendung: BR 2014 Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Matthias Eggert

Freitag 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

ungewöhnliche Liebesgeschichte im Vietnam-Krieg

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Faust in Wümme Als die Avantgarde ins Dorf kam Von Fritz Tietz Regie: Matthias Kapohl Produktion: Deutschlandfunk 2021 Im Herbst 1971 erschien ihre erste LP. Sie floppte desaströs, wie kurz darauf auch die zweite. Heute gilt die Musikgruppe Faust als eine der bedeutendsten Krautrock-Bands Deutschlands, mit Fans in Großbritannien und den USA. Und alles begann in Wümme, einem kleinen Ort am äußersten Rand des niedersächsischen Landkreises Harburg. Ausgestattet mit einem für damalige Verhältnisse beachtlichen Budget, lebten und wirkten von 1971 bis 1973 die sechs jungen Faust-Musiker in Wümme. Hier konnten sie unter ungewöhnlich guten Vertragsbedingungen probieren, experimentieren und ihre Musik entwickeln. Doch als die kommerziellen Erwartungen ausblieben, beendete das Label das Projekt. Während Fausts künstlerischer Werde- und vorläufiger Niedergang in dieser Zeit heute als gut dokumentiert gilt, weiß man wenig über ihren damaligen Alltag und die Begegnung mit Wümme und seinen Bewohnern. Wie gestaltete sich das Kommunardenleben der Musiker in der Dorfschule, die sie zu diesem Zweck angemietet hatten? Und wie erlebten die bäuerlich geprägten Wümmer die Hamburger Avantgardisten mit ihren Hippieallüren? Fritz Tietz hat Wümme 50 Jahre danach besucht, mit Musikern und Zeitzeugen gesprochen. Und dabei einen Ort entdeckt, der nicht nur musikgeschichtlich interessant ist. Faust in Wümme

Donnerstag Samstag