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Freitag 09:05 Uhr Bayern 2

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Feuer weltweit Der "normale" Ausnahmezustand Johannisbrotbaum Mediterrane Superpflanze Das Kalenderblatt 19.8.2010 Welt-Foto-Tag Von Manuel Rauch . Feuer weltweit - der "normale" Ausnahmezustand Autorin: Roana Brogsitter / Regie: Axel Wostry Am Anfang war Feuer. Ohne Feuer wäre die Erde nicht der Planet geworden, der sie heute ist. Es brodelt in ihrem Inneren, doch auch auf der Erdoberfläche brennt es. 300 bis 600 Millionen Hektar Vegetation fallen jedes Jahr den Flammen zum Opfer. In vielen Regionen spielen Feuer eine elementare Rolle für den Erhalt der Ökosysteme. Feuer bedeutet hier nicht Vernichtung, sondern Leben. Zahlreiche Pflanzen haben sich nicht nur durch Tricks an Feuer angepasst, oft könnten sie ohne Feuer gar nicht überleben. An manchen Orten brennt es jedes Jahr, an anderen alle fünf bis zehn oder nur alle paar 100 Jahre. Es gibt ganz unterschiedliche Arten von Bränden - am Ende haben aber alle eines gemeinsam: Sie ermöglichen Regeneration. Feuer ist in der Natur ein ganz "normaler" Ausnahmezustand. Das Zusammenspiel zwischen Feuer und Natur ist jedoch aus dem Gleichgewicht geraten. "Feuer treten heute am falschen Ort, zur falschen Zeit, zu heftig und zu häufig auf", sagt Dr. Susanne Winter vom WWF. Schuld ist der Mensch - direkt, aber auch indirekt durch die von ihm verursachte Klimaerwärmung. Der Mensch hat sich vom Feuer entfremdet, sagt Prof. Johann Goldhammer, er hat verlernt, es zu nutzen, setzt es ein, wo es nicht hingehört und löscht es, wo es brennen sollte. Der Direktor des Global Fire Monitoring Center glaubt deshalb, dass wir am Anfang eines neuen Erdzeitalters stehen, des Pyrozäns, des Zeitalters des Feuers. Erstsendung 19. Juni 2020 Johannisbrotbaum - mediterrane Superpflanze Autorin: Brigitte Kramer / Regie: Sabine Kienhöfer Er ist dekorativ, anspruchslos und ergiebig. Deshalb gehört der Johannisbrot- oder Karobbaum (Ceratonia siliqua) zur Geschichte der Menschheit. In seiner Heimat am Mittelmeer schätzten ihn schon die Alten Araber und Ägypter. Sie nutzten die Kerne als Gewicht für Münzen, Gold und Edelsteine. Heute ist das Mehl der Johannisbrotkerne ein begehrtes, natürliches Verdickungsmittel. Als E-410 wird es vielen Speisen zugefügt. Aber auch alles andere ist verwertbar: Das harte Holz ist witterungsbeständig, die Schoten sind nahrhaft und gesund. Früher verfütterte man sie an Arbeitstiere, heute werden sie für die bewusste Ernährung entdeckt, als Brotaufstrich, Sirup oder Mehl. Der bis zu 20 Meter hohe, immergrüne Baum wird am Mittelmeer zur Landschaftspflege und als Erosionsschutz angepflanzt, denn seine Wurzeln gehen tief, die abgestorbenen Blätter reichern das Erdreich an und die ausladende Krone spendet Schatten. In Zeiten von Klimawandel und Ressourcenknappheit hat der Johannisbrotbaum also Zukunft: Schädlinge und Plagen können ihm nichts anhaben, Hitze und Wasserknappheit macht ihm nichts aus. Erstsendung: 20. Juni 2020 Moderation: Iska Schreglmann Redaktion: Matthias Eggert

Freitag 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Tischtennis ist wieder Trend

Freitag 15:05 Uhr SWR2

SWR2 Feature

Die Lücke von Hanau (5/6) - Der nicht erreichbare Notruf Audio-Doku und Feature-Serie in 6 Teilen Von Dietrich Brants (Produktion: SWR 2022) Kooperation: Frankfurter Kunstverein, Ausstellung "Three Doors: Forensic Architecture/Forensis, Initiative 19. Februar Hanau und Initiative in Gedenken an Oury Jalloh" Auch über zwei Jahre nach den rassistisch motivierten Morden von Hanau sind viele Fragen offen. Neun Menschen wurden von einem 43-jährigen Deutschen erschossen, weil sie für ihn nicht zu Deutschland gehörten. Die Feature-Serie geht den Lücken in der Aufklärung der Morde nach. Eher wenig beachtet wurde bisher auch die Mittelschichtherkunft des Täters und die Tatsache, dass die Mörder des NSU offenbar seine Vorbilder waren. Untersucht wird in den sechs Folgen der Serie auch die Lücke zwischen Menschen, die migrantisiert werden, und deutschen Behörden. (Folge 6: Der verschlossene Notausgang, Freitag, 26. August 2022, 15.05 Uhr)

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Die Igelin Auf den Spuren der Feministin Gustava Schefer-Viëtor Von Anna Goretzki Regie: Philine Velhagen Produktion: Deutschlandfunk 2021 Die Oma, die so nicht genannt werden wollte, war Feministin. Immer hatte die Autorin sie dazu befragen wollen. Warum sie für den Feminismus kämpfte und für was genau. Doch zu lang hat Anna Marie Goretzki gezögert, nicht nur, weil die, die sich selbst in Briefen "die Igelin" nannte, so stachelig sein konnte. Aber jetzt, nach ihrem Tod, begibt sie sich auf Spurensuche. Denn Spuren hat die Großmutter, feministische Erziehungswissenschaftlerin, Atomkraft- und Startbahn-West-Gegnerin, genug hinterlassen: Kassetten mit Mitschnitten ihrer Forschungsinterviews, ordnerweise Zeitungsartikel zu Geschlechterfragen, Kontakte zu ihren Wegbegleitern und Mitkämpferinnen, feministische Literatur und Dias aus ihrem Leben - etwa das mit dem kleinen Kai, ihrem geistig behinderten Sohn auf dem Schoß. Früh gaben die Großeltern ihn in ein Heim. Hatte diese Entscheidung etwas mit den feministischen Überzeugungen zu tun? Was bedeutete es überhaupt, zu dieser Zeit Feministin zu sein, und mit welchen Zwiespälten, nicht zuletzt gegenüber der eigenen Familie, hatte sie zu kämpfen? Wie urteilt die Tochter, die Mutter der Autorin, darüber? Wie die engen Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter? Es gibt auch Bilder vom Großvater, der vor der Geburt der Autorin bei einem Autounfall ums Leben kam. Danach wollte die Oma nicht mehr heiraten - suchte stattdessen ("Feministin sucht") per Kontaktannonce nach einem "Sonntagsmann". Die Spurensuche beginnt im denkmalgeschützten Fachwerkhaus inmitten des Weserberglands, wo sie zuletzt lebte, und führt nicht zuletzt zurück zur eigenen Familie, der Frage nach der Gleichberechtigung heute, nach der angemessenen Mutterrolle. Die Igelin Hören 54:32Hören 54:32

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