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Donnerstag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Überleben im Eis Die Geschichte der Ada Blackjack Strafkolonien als Siedlungsstrategie Das Kalenderblatt 8.12.1985 Die erste Folge der deutschen Fernsehserie Lindenstraße wird ausgestrahlt Von Susi Weichselbaumer . Überleben im Eis - die Geschichte der Ada Blackjack Autorin: Karin Becker / Regie: Rainer Schaller Zwei Jahre in eisiger Ödnis: Weil sie das Geld für ihren kranken Sohn benötigt, lässt sich die indigene Näherin Ada Blackjack auf eine halsbrecherische Arktis-Expedition ein. Mit vier jungen und unerfahrenen Männern bricht sie im Jahr 1921 in Nome, Alaska, auf. Die fünf sollen die Insel "Wrangel Island", 140 Kilometer von der sibirischen Küste entfernt, mindestens ein Jahr lang bewohnen. Ihre Vorräte reichen jedoch nur für ein halbes Jahr - der Rest soll erjagt werden. Zunächst verläuft die Expedition nach Plan, doch das Rettungs-Schiff bleibt im Sommer 1922 im Eis stecken. Als dann auch noch die gefürchtete Seefahrer- und Entdecker-Krankheit Skorbut zuschlägt, zieht Panik ins Camp auf Wrangel Island ein. Drei Männer verlassen Wrangel Island und lassen Ada Blackjack mit einem Kranken zurück. Auf sich gestellt muss Ada Blackjack nun im Eis den Umgang mit Waffen und das Stellen von Tierfallen lernen. Doch die Tiere auf der Insel werden immer rarer. Am Ende wird Ada Blackjack die einzige sein, die die Expedition auf Wrangel Island überlebt. Strafkolonien als Siedlungsstrategie Autorin: Lisa Pausch / Regie: Martin Trauner Ab dem frühen 15. Jahrhunderten setzten Kolonialmächte auf Zwangsmigration, um Länder zu besetzen, Kolonien zu gründen und ihre Reichtümer wirtschaftlich auszubeuten. Bis zur Schließung der letzten europäischen Strafkolonie in Französisch-Guayana im Jahr 1953 waren hunderttausende Strafgefangene auf Inseln, in Grenzregionen oder abgeschiedene Gebiete geschickt worden. So eröffnete 1904 das von der spanischen Krone unabhängige Argentinien ein Gefängnis an seiner südlichsten Grenze auf Feuerland. Die meist männlichen Strafgefangenen sollten die Stadt Ushuaia aufbauen und sich auch langfristig ansiedeln. Nach dem Prinzip "Regieren ist Besiedeln" vertrieb und tötete der argentinische Staat indigene Völker und förderte gezielt die weiße europäische Einwanderung. Der Männerüberschuss rund um die Strafkolonie war groß und so landeten Frauen als Opfer von Menschenhandel in den Bordellen der Stadt im Aufschwung. Lange Zeit wurden die Geschichte von Kolonialismus und Migration getrennt gedacht, kritisieren Forschende heute. Sie fordern eine neue Perspektive auf die Weltgeschichte im Kontext von Zwangsmigration und Bestrafung, die Systeme unfreier Arbeit und Ausbeutung auch nach der Abschaffung der Sklaverei fortführten. Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Nicole Ruchlak

Donnerstag 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Elfmeterschießen: Glücksspiel oder Wissenschaft?

Donnerstag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Die Gebärmutter, der Uterus Viel mehr als ein Teil der Geschlechtsorgane Sterben Chronologie des letzten Abschieds Das Kalenderblatt 8.12.1985 Die erste Folge der deutschen Fernsehserie Lindenstraße wird ausgestrahlt Von Susi Weichselbaumer . Die Gebärmutter, der Uterus - viel mehr als ein Teil der Geschlechtsorgane Autorin: Birgit Magiera / Regie: Anja Scheifinger Die Form und Größe der Gebärmutter, lateinisch "Uterus", erinnert an eine Birne, die hohl ist und umgedreht im unteren Bauch sitzt. Sie ist der Teil der weiblichen Geschlechtsorgane, in dem sich die bereits befruchtete Eizelle einnistet und sich bis zur Geburt zum Fötus entwickelt. Kurz vor der Geburt hat sich die Gebärmutter auf die Größe von etwa zwei Fußbällen ausgedehnt. Sie ist also eine Art Geburtshöhle, der Raum, in dem neues Leben entsteht, das erste Zuhause jedes Menschen. Ohne sie wäre die Entstehung menschlichen Lebens nicht möglich. Der obere Teil des Uterus besteht hauptsächlich aus Muskelschichten, die sich während der Geburt zusammenziehen. Ohne Schwangerschaft werden die oberen Schichten der Gebärmutterschleimhaut als Monatsblutung abgestoßen. In der Mythologie finden sich deshalb auch Darstellungen des weiblichen Beckenraumes als Ort der ewigen Erneuerung des Lebens. Symbole dafür sind Kelche, Schalen, Kessel, Körbe und andere runde Gefäße. Sterben - Chronologie des letzten Abschieds Autorin: Justina Schreiber / Regie: Irene Schuck Alle Menschen müssen sterben. Aber jeder Tod verläuft anders. Trotzdem lassen sich in der Regel bestimmte physiologische Phasen definieren,die auf das nahende Ende hinweisen. Zunehmende Schwäche, Müdigkeit und Bettlägerigkeit gehen mit dem schrittweisen Erlöschen von Organfunktionen einher. Der natürliche Prozess, der meist bei herzfernen Körperteilen beginnt, endet mit dem Zusammenbruch der Herz- oder Atemtätigkeit - sofern keine medizinischen Apparate zum Einsatz kommen. Kurz darauf stellt auch das Hirn seine Tätigkeit ein. Manchmal geht es blitzschnell, dann wieder lässt sich der Tod mehr Zeit. Wie und ob sich Sterbende mit ihrer Situation bewusst auseinandersetzen, hängt von vielen individuellen, kulturellen und gesellschaftlichen Faktoren ab. Und: Nicht alle haben das Bedürfnis, Bilanz zu ziehen und Abschied zu nehmen. Schließlich geht das Leben solange weiter, bis der Tod eintritt. Erstsendung 31. Oktober 2018 Moderation: Yvonne Maier Redaktion: Matthias Eggert

Donnerstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Scams Was uns so anfällig für Betrugsmaschen macht Von Eva Wolfangel Der "Enkeltrick" war gestern - Betrugsmaschen mit gefälschten Telefonanrufen werden immer ausgefeilter. Betrug und Täuschung am Telefon gibt es schon lange. Aber die Betrugsmaschen werden immer ausgefeilter. Neue technische und psychologische Tricks machen es den Angerufenen immer schwerer, die Masche zu durchschauen. Viele fallen darauf herein und verlieren dadurch große Geldbeträge. Zuletzt gab es besonders viele Fake-Anrufe von vermeintlich offiziellen Stellen wie Europol oder Interpol, und auch Berichte über sogenannte "Schock-Anrufe" nehmen zu. Wie funktionieren die aktuellen Maschen der Telefon-Betrüger? Welche psychologischen Tricks wenden sie an, um ihre Opfer zu täuschen? Und: Was macht uns resilienter gegen diese Art der Angriffe?

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