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Features

Dienstag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Led Zeppelin Ikonischer Rock, hard und heavy Die E-Gitarre Der Sound aus dem Brett Das Kalenderblatt 22.11.1959 Das Sandmännchen wird zum ersten Mal gesendet Von Hartmut E. Lange . Led Zeppelin - ikonischer Rock, hard und heavy Autor: Markus Mayer / Regie: Christiane Klenz Led Zeppelin nennt sich in London 1968 ein Rockquartett. Sänger Robert Plant, Gitarrist Jimmy Page, Bassist John Paul Jones und Schlagzeuger John Bonham avancieren allerdings zur erfolgreichsten Hard-, Heavy- und Bluesrock-Band aller Zeiten. Sie verkaufen über 300 Millionen Alben. "Led Zep" adaptieren auch Musikstile wie British Folk, Funk und Reggae. Großen Anteil am Erfolg hat der Manager des "Bleiernen Zeppelins", Peter Grant, eine Mischung aus Strippenzieher und Geschäftsmann. Die britische Musikkritik jedoch hat trotz des weltweiten Erfolgs Schwierigkeiten mit der Gruppe. Zwei ihrer Mitglieder stammen aus Birmingham, dem "Black Country", einem durch Industrialisierung geprägten Ballungsraum, der unzählige Rockstars und Bands hervorgebracht hat. Der tragische Tod von John Bonham, genannt Bonzo, führt 1980 zum Ende der Formation, deren Musik stilprägend ist: Zahllose Bands orientieren sich an der Musik von Led Zeppelin, einer Band, die zum Mythos und zur Ikone der Populärkultur geworden ist. Die E-Gitarre - der Sound aus dem Brett Autor: Christian Schaaf / Regie: Martin Trauner Die E-Gitarre hat ihre Jugend definitiv hinter sich. 1950 schraubte der Radio-Techniker Leo Fender in Kalifornien den Prototyp der "Telecaster" zusammen - die erste Stromgitarre, die aus einem mit der Bandsäge geformten Brett bestand. Daran wurde ein einfacher Hals geschraubt, der an einen Baseball-Schläger erinnerte. Zwei magnetischen Tonabnehmer sorgten für die Übertragung der Saiten-Schwingungen in elektrische Signale. Heute, sechzig Jahre später wird das Model immer noch unverändert gebaut. Leo Fenders primitiver "Telecaster" war ein Volltreffer. Damit war das richtige Instrument geboren, dass den Jazz wild und roh werden ließ - Die Initialzündung für die Geburt des Rock and Roll - der Soundtrack für eine sich nach Veränderung sehnender Jugend. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts wurde die elektrische Gitrarre auch für weniger revolutionäre Musikstile entdeckt - so dass nicht nur Hardrock- und Heavy Metal-Bands, sondern auch Schlager-Combos die Brett-Gitarre selbstverständlich einsetzen. Schon lange ist die Stromgitarre kein Phänomen der Jugendkultur mehr, sondern ein nicht mehr wegzudenkender Kult-Gegenstand, der die Massenkultur des 20. Jahrhunderts so stark geprägt hat wie z.B. der VW-Käfer, der Farbfernseher oder die Kalaschnikow. Doch was macht den Zauber des primitiven Bretts mit sechs Saiten eigentlich aus? Eines wird dabei schnell klar: Von der ursprünglichen Idee einiger Jazz-Gitarristen in den 30er Jahren, ihr Instrument einfach lauter zu machen sind Stromgitarren-Virtousen wie Jimi Hendrix oder Eric Clapton Lichtjahre entfernt. Dank einiger technischer Erfindungen der Nachkriegsjahre, wie großer Verstärkeranlagen und kleiner Verzerrer, war es für diese Künstler möglich geworden, mit ihrem Instrument neue Klangwelten entstehen zu lassen. Erstsendung 15. November 2011 Moderation: Constanze Fennel Redaktion: Thomas Morawetz

Dienstag 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Tabus - was sind sie und wie bilden sie sich?

Dienstag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Die Zukunft des Erdöls Neue Märkte suchen oder im Boden lassen? Erdsystemforschung Eine Medizin für die Erde Das Kalenderblatt 22.11.1959 Das Sandmännchen wird zum ersten Mal gesendet Von Hartmut E. Lange . Die Zukunft des Erdöls - Neue Märkte suchen oder im Boden lassen? Autor: Hellmuth Nordwig / Regie: Susi Weichselbaumer Seit mehr als 150 Jahren ist Erdöl ein treuer Begleiter der Menschheit. Wir haben unsere Mobilität darauf aufgebaut, und auch Chemieprodukte wie Kunststoffe sind ihm zu verdanken. Technisch macht die Förderung enorme Fortschritte und erschließt selbst einst nicht nutzbare Vorkommen. Doch das "schwarze Gold" glänzt längst nicht mehr so hell wie früher. Und das hat nicht nur mit den Umweltschäden zu tun, die mit der Gewinnung und dem Transport verbunden sind. Vor allem heizt Erdöl den Klimawandel an, und spätestens der Ukraine-Krieg hat klar gemacht, wie abhängig es von zweifelhaften Staaten macht. Beenden wir dann also das Erdöl-Zeitalter? Und lassen wir die fossilen Restbestände einfach im Boden, wie es viele fordern? Danach sieht es nicht aus. Zwar werden wir schon bald elektrisch fahren, der Markt für Treibstoffe wird also geringer. Aber die Mineralölindustrie und Staaten, die das schwarze Gold reich gemacht hat, versuchen mit der Chemiebranche einen neuen Markt zu erschließen. Für das Klima wäre ein Erfolg dieser Strategie eine Katastrophe. Erdsystemforschung - eine Medizin für die Erde Autor: Hellmuth Nordwig / Regie: Sabine Kienhöfer Wäre die Erde ein Lebewesen, die Diagnose wäre eindeutig: Unser Planet ist krank. Und die Ursache ist ebenso offensichtlich: der Mensch. Die Erde hat Fieber - Folge des menschengemachten Klimawandels. Rohstoffe werden geplündert, Arten verschwinden. Längst sagen Fachleute: Diese Symptome der kranken Erde haben miteinander zu tun. Eines bedingt das andere, denn die Erde ist ein System. Und wenn man an einem Rädchen dreht, kann das ungeahnte Folgen haben. Genau wie bei einem Patienten, wenn der Arzt etwa nur "den Blutdruck" behandelt, aber nicht den Menschen als Ganzen. Es gilt also, eine ganzheitliche Medizin für das Erdsystem zu entwickeln. Zumindest muss die Folgen für das Klima, die Ressourcen und die Biodiversität im Blick haben, wer sich an Eingriffen versuchen will. Nicht zuletzt steht auch der Mensch selbst im Mittelpunkt der systemischen Betrachtung: Wie kann erreicht werden, dass "die Menschheit" sinnvolle und zugleich gerechte Entscheidungen trifft, um die Zukunft der Erde zu sichern? Erstsendung: 8. Juni 2016 Moderation: Birgit Magiera Redaktion: Matthias Eggert

Dienstag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Das Wunder von Belmonte Die Wiederentdeckung der "geheimen Juden" Portugals Von Daniel Cil Brecher Regie: Matthias Kapohl Produktion: Deutschlandfunk 2022 Im Bergdorf Belmonte sollen Dorfbewohner 500 Jahre lang insgeheim jüdische Rituale praktiziert haben - in den Untergrund getrieben von der Intoleranz der Kirche. Eine Entdeckung, die Portugal mit seiner unverarbeiteten Geschichte konfrontierte. Als das "Wunder von Belmonte" Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt wurde, war das zunächst eine Sensation. Doch bald setzten Krieg und Diktatur dem Wirbel wieder ein Ende. Heute kann man in Belmonte jüdische Produkte erstehen, ein jüdisches Museum besuchen und sich vor der 1997 eröffneten Synagoge fotografieren lassen. Das "Berg Sinai", ein neues 4-Sterne-Hotel, ist mit israelischen Fahnen geschmückt. Der Mythos von einer hartnäckigen jüdischen Identität, die trotz aller Verfolgungen unter widrigsten Umständen überleben kann, spricht Juden wie Christen an. Doch wie eindeutig ist die Abstammung der "geheimen Juden" tatsächlich? Die Regierung in Lissabon reagierte mit einer Geste. Sie bot Nachkommen von durch die portugiesische Inquisition verfolgten Juden in aller Welt die Staatsbürgerschaft an. Das hatte unerwartete Folgen. Das Wunder von Belmonte

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Kahlschlag in Europas Wäldern Das große Geschäft mit Holzpellets Von Cäcilia Kruchem In Europa werden Wälder in großem Stil abgeholzt, um Holz für Heizkraftwerke zu gewinnen. Mit dramatischen Folgen für Klima und Luft. In der Gaskrise entdeckt Europa eine neue Energiequelle: Holz. Private Verbraucher schaffen sich massenweise Kaminöfen an, einstige Kohlekraftwerke sollen auf Holz umgerüstet werden. Die Nachfrage nach Holzpellets steigt rasant, das angeblich klimafreundliche und die Energiekrise mildernde Pellet-Geschäft ist zur Goldgrube geworden. Vor allem in Osteuropa werden Wälder in großem Stil abgeholzt - oft illegal. Umweltaktivisten in Rumänien dokumentieren, wie uralte Bäume aus Nationalparks in Pellet-Fabriken landen. Nachgepflanzt werden kümmerliche Nadelholzplantagen. Europas letzte wilde Wälder sind bedroht. Eine fatale Entwicklung. Die Holzöfen blasen viel Feinstaub und CO2 in die Luft. In EU-Gremien tobt deshalb eine erbitterte Diskussion darüber, Holzverbrennung als klimaschädlich einzustufen und nicht mehr mit 16 Milliarden Euro jährlich zu subventionieren.

Dienstag 20:00 Uhr NDR kultur

Feature

Fußballkapitalismus - Ein Fan wird kritisch Von Martina Keller SWR/NDR/ORF 2022 Die Autorin ist Fußballfan. Lange hat sie ausgeblendet, dass ihr geliebter Sport Turbokapitalismus pur ist: Geldgierige Verbände, unmäßige Transfersummen, unethische Sponsoren. Doch für viele Fans ist mit der WM in Katar eine Grenze überschritten. Und was macht Autorin? Wirklich keine WM-Spiele im Fernsehen schauen? In fünf Jahrzehnten hat sie kein Turnier verpasst. Liebt K.o.-Spiele mit Verlängerung und Elfmeterschießen. Vielleicht sogar, wenn in einem Wüstenstaat ohne Fußballtradition in klimatisierten Stadien gekickt wird... Bevor sie sich entscheidet, will sie mehr wissen. Welche Form von Profifußball ist akzeptabel? Was braucht es für einen fairen Wettbewerb? Und gibt es einen richtigen Fußball im falschen? Download unter ndr.de/radiokunst, in der NDR Feature Box und in der ARD Audiothek. 20:00 - 20:03 Uhr Nachrichten, Wetter Feature

Dienstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

-Antenne: TRAFFIC JAM Von Judith Geffert, Étienne Roeder und Friedemann Dupelius Zusammenstellung und Moderation: Ingo Kottkamp Ton: Jan Fraune und die Autor:innen Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2022 Länge: 56"30 (Ursendung) Ein Kampfplatz und ein Laufsteg, ein Testparcours für Leben, ein Spiegel der Gesellschaft und ein Feldversuch der Transformation: das alles ist der Straßenverkehr. Und mittendrin lauschen die Mikrofone der Feature-Antenne. Während die einen sich nicht auf den E-Roller trauen, machen die anderen einen Freizeitsport daraus. Manche brausen als Platzhirsche durch die Straßen, andere müssen sich den Kinderwagenplatz im Bus immer neu erkämpfen. An den Kreuzungen prallen die Verkehrsteilnehmenden aufeinander, auf den Ausfallstraßen strampelt jeder für sich. Und was fängt eigentlich an, wenn das Liniennetz aufhört? Straßenverkehr kann tödlich sein. Und zugleich ist er eine Metapher für das menschliche Zusammenleben. In dieses Feld begeben sich, das Mikrofon immer scharf gestellt, drei Radioethnolog/innen ihrer Mitmenschen und ihrer selbst: Judith Geffert (Bitte die Eingangstür freimachen) Étienne Roeder (Nächste Ausfahrt: autofrei) Friedemann Dupelius (Slower Softer Scooter) Sie schauen zu, nehmen teil, denken mit und machen aus dem Verkehrsstau eine dokumentarische Jam Session. Mit Fahrrädern, E-Rollern, Bussen und Bahnen, zu Fuß und manchmal mit dem Auto ist unser Doku-Magazin unterwegs - vielleicht zu einer menschlicheren Verkehrswelt. Geschichten aus dem Nahverkehr Feature-Antenne: TRAFFIC JAM

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