Features

Dienstag 04:03 Uhr WDR5

Neugier genügt

Mit Jürgen Wiebicke Feature: Wie tickt Deutschland - Strafgefangene lernen Werte; Redezeit mit Ulinka Rublack, Neuzeithistorikerin, über Hexenforschung zur vollen Stunde WDR aktuell

Dienstag 09:05 Uhr Ö1

Radiokolleg - Der demokratische Rechtsstaat

Mehrheit und Minderheiten (2). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek "Österreich ist eine demokratische Republik. Die Macht geht vom Volke aus". Lautet Artikel 1 des Österreichischen Bundesverfassungsgesetzes. Die Verfassungsgesetze sollen garantieren, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, "ihre Meinung in gegenseitigem Respekt zu äußern und ihre Anliegen zu vertreten", so zu lesen auf der Homepage des Österreichischen Parlaments. Vertreten werden Bürgerinnen und Bürger durch politische Parteien, die entsprechend der gewählten Stimmenstärke im Parlament Gesetze aushandeln und beschließen. Können sich nun parlamentarische Mehrheiten über die Minderheiten hinweg setzten? Parlamentarische Kontrollmechanismen und die Gewaltentrennung sollen das verhindern. Mehrheiten können zwar den Ton angeben, müssen aber konsensuale Lösungen mit den anderen Parteien suchen. Dass Minderheitenrechte gewahrt werden, dafür sorgen die Gesetze. Diese Prozesse verlaufen nicht linear und sind komplex. Das zeigt sich am Beispiel des Frauenwahlrechtes. Vor 100 Jahren verfassungsmäßig verankert, ist die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Gleichstellung von Mann und Frau heute erst teilweise vollzogen. Noch immer verdienen Frauen durchschnittlich 20% weniger als Männer. Und während Frauen im Bildungssektor und im Sozialen politisch gut verankert sind, ist der Frauenanteil in den Vorständen großer Unternehmen marginal. Im BVG ist auch der Minderheitenschutz klar verankert. Menschen mit Behinderungen müssen die gleichen Chancen erhalten, wie die Mehrheit der Bevölkerung. Wird dieser Rechtsanspruch auch in die Praxis überführt? Und was ist mit der direkten Demokratie? Ist die Abstimmung zu Sachfragen die "Hohe Schule" demokratischer Praxis? Untersuchungen zeigen, dass Lobbyismus und mediale Kampagnen Meinungen schnell manipulieren können. Wer über viel Geld verfügt, kann so die eigenen Interessen durchsetzen. Nicht zuletzt werden demokratische Gesellschaften auch durch die Digitalisierung gefordert. Das Internet als politische Plattform wird nicht nur von Parteien genutzt. Extremistische Gruppierungen radikalisieren und vernetzen sich in der digitalen Welt. Ihr aggressives Auftreten täuscht darüber hinweg, dass es sich um Splittergruppen handelt. Und solange demokratische Gesellschaften nicht regulierend eingreifen, werden diese zu Stimmungsmachern und dominieren den Diskurs.

Dienstag 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Carl Maria von Weber Der Freischütz und sein Dresden Gioacchino Rossini Der Figaro von Sevilla Das Kalenderblatt 14.1.1979 Die erste Rallye Paris-Dakar erreicht ihr Ziel Von Sebastian Kirschner Carl Maria von Weber - der Freischütz und sein Dresden Autor: Stefan Schomann / Regie: Auch wenn der Erfolg des "Freischütz" all seine anderen Werke überstrahlt, zählt Carl Maria von Weber (1786-1826) zu den wichtigsten und produktivsten Komponisten der Jahre des Übergangs von der Klassik zur Romantik. Für die Etablierung des deutschsprachigen Musiktheaters hat er als Komponist wie auch als Kapellmeister und Operndirektor Entscheidendes geleistet. In Dresden firmiert er bis heute als guter Geist "seines" Hauses, der späteren Semperoper. Ein heiterer Mensch, der zum Spezialisten für das Unheimliche wurde. Gioacchino Rossini - der Figaro von Sevilla Autor und Regie: Frank Halbach Gioacchino Rossini wurde durch seine Belcanto-Opern weltberühmt. Musikkritik und Publikum waren von seinem kompositorischen Ideenreichtum und dem Schwung seiner Melodien begeistert. Wer kennt ihn nicht, den "Barbier von Sevilla", Figaro, den "Cicero aller Barbiere"? Doch neben der Musik hatte Rossini noch eine zweite große Leidenschaft: exzellentes Essen, das er gerne mit der gleichen Hingabe komponierte wie seine Opern. Seine Begeisterung für "la cucina" war sogar so groß, dass er mit 38, als Komponist weltberühmt und erfolgreich, beschloss sich statt mit Partituren fortan lieber mit Kochrezepten zu beschäftigen. Nach dem Nichtstun war das Essen - wie er selbst sagte - Rossinis Lieblingsbeschäftigung. Nichtstun? Nun immerhin hatte Rossini, als er die Oper Oper sein ließ, bereits an die 40 davon verfasst. Denn für manche Arien benötigte er gerade mal die Zeit, "die man zum Reiskochen braucht". Moderation: Christian Schuler Redaktion: Andrea Bräu

Dienstag 09:30 Uhr Ö1

Radiokolleg - Das ABC der Speisepflanzen

A wie Apfel, B wie Bohnen, C wie Chili, D wie Dinkel (2). Gestaltung: Nikolaus Scholz, Sabrina Adlbrecht, Ilse Huber *B wie Bohnen* Obwohl sie oft in Dosen abgefüllt sind und wenig attraktiv in den unteren Regalen der Supermärkte stehen, treten sie hier und da auch in ihrer ganzen Pracht in Erscheinung: die makellosen Weißen Bohnen, die gescheckten Wachtelbohnen und die etwas größeren schwarz gefleckten Käferbohnen. Lange Zeit waren Bohnen als "Arme Leute Essen" diskreditiert, heute finden sie wieder Eingang in Suppen, Eintopf und Salaten. Nicht zuletzt hat die vegane Ernährung zur Aufwertung dieser Speisepflanze beigetragen. Das ist ihrem hohen Eiweißgehalt und ihrer großen Menge Ballaststoffe geschuldet. Bohnen gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt, deren Heimat Zentralamerika ist. Erst im 16. Jahrhundert fanden sie den Weg nach Europa. Die Pflanze wächst ohne große Ansprüche, ja sie verhilft dem Boden sogar zu mehr Fruchtbarkeit. Ihre Knöllchenbakterien binden den Luftstickstoff und leiten ihn zu den Wurzeln der Nutzpflanzen. Das hilft auch in Mittelamerika der sogenannten MILPA- Kultur. Das ist eine Stockwerks-Anbaumethode, bei der sich die Bohnen auf dem Mais ranken und der Kürbis vor Bodenerosion schützt. Diese Art der Landwirtschaft nutzen überwiegend die indigenen Mayavölker Mexikos, Guatemalas, Honduras" und El Salvadors. Gestaltung: Ilse Huber

Dienstag 09:45 Uhr Ö1

Radiokolleg - Töne aus der Vergangenheit

Forscher rekonstruieren Instrumente, Melodien und Klangräume (2). Gestaltung: Madeleine Amberger Wer saß vor zehntausenden Jahren in der Geißenklösterle Höhle und spielte Flöte? Diese Frage können Archäologen - noch - nicht beantworten. Doch wer immer damals in den Höhlen des Schwäbischen Alb lebte, machte Musik. Archäologen fanden eine 43.000 Jahre alte Flöte aus Mammutelfenbein. Ein mindestens ebenso spektakulärer Fund aus derselben Region ist "nur" 35.000 Jahre alt: Die Flöte aus dem Knochen eines Gänsegeiers ist 22 Zentimeter lang, hat fünf Luftlöcher und statt eines Mundstückes eine V-förmige Einkerbung. Doch wie klangen die Töne und Melodien, die Menschen damals spielten? Das wird sich wohl nie rekonstruieren lassen. Denn dazu braucht es zumindest Ansätze einer Notation sowie Überlegungen zu Musiktheorie. Diese finden sich erst in der griechischen Antike. Gedanken zu etwa Harmonielehre sind von den griechischen Philosophen Platon und Aristoteles überliefert. Eines der ältesten erhaltenen Musikstücke ist ein rund 2000 Jahre altes Lied. Der Text und die dazugehörigen Noten sind in einem Grabstein eingemeißelt. Solche Fragmente sowie der Nachbau von antiken Instrumenten wie dem Aulos, einer Flöte mit zwei Zylindern, inspirierten Forscher, alte griechische Musik zu rekonstruieren und aufzuführen. Die Analyse von Tempeln legt den Schluss nahe, dass Menschen schon sehr früh die akustischen Eigenschafte von Räumen berücksichtigten bzw. diese zu nutzen wussten. Die Gänge und Schächte in der 3000 Jahre alten peruanischen Tempelanlage von Chavín de Huántar haben eine überraschene akustische Eigenschaft: Sie leiten die Frequenzen von Muschelhörnern hinaus auf den Zeremonienplatz. In Chichén Itzá auf der mexikanischen Halbinsel Yukatán reflektiert die Pyramide von Kukulkan ein Echo, das dem Ruf eines, von den Maya verehrten Vogels verblüffend ähnlich klingt. In französischen und US-amerikanischen Höhlen des Südwestens klingt das Echo in jenen Räumen am lautesten nach, wo man die meisten Malereien gefunden hat. Forscher stellen zunehmend die Frage: Stecken hinter all dem Zufälle oder Methode? Denn so viel weiß man: Beim Bau früher christlicher Kirchen wurden akustische Prinzipien mitberücksichtigt.

Dienstag 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Peggy Guggenheim Exzentrische Kunstsammlerin Wenn die Gondeln Dichter tragen Venedig literarisch Das Kalenderblatt 14.1.1979 Die erste Rallye Paris-Dakar erreicht ihr Ziel Von Sebastian Kirschner Peggy Guggenheim -exzentrische Kunstsammlerin Autorin: Gabriele Knetsch / Regie: Peggy Guggenheim stammte aus einer der reichsten Familien Amerikas. Ihre Erbschaft nutzte sie dafür, Kunst zu sammeln und Künstler zu fördern, die zu ihrer Zeit noch keineswegs die Bekanntheit hatten wie heute. Sie kaufte Bilder und Objekte von Künstlern, die heute zur klassischen Moderne gehören: Picasso, Klee, Kandinsky, De Chiricco - später auch amerikanische Werke. Jackson Pollock gehört zu ihren Entdeckungen. Peggy Guggenheim war eine Selfmade-Frau. Ohne eigentliche Vorbildung eignete sie sich Wissen über moderne Kunst an - Berater, Geliebte und befreundete Künstler halfen ihr dabei. Die letzten 30 Jahres ihres Lebens verbrachte die "Letzte Dogaressa", wie sie die Venezianer nannten, in der Lagunenstadt. Wenn die Gondeln Dichter tragen - Venedig literarisch Auitorin: Sylvia Schopf / Regie: Sabine Kienhöfer Eigentlich ist über Venedig schon alles gesagt und geschrieben worden, stellte Johann Wolfgang Goethe bereits vor mehr als 200 Jahren fest. Doch dann reiste auch er wie viele andere vor und nach ihm in die Lagunenstadt - und schrieb darüber in seiner "Italienischen Reise". Immer wieder hat die schaurig Schöne, "La Serenissima" - die Erlauchteste - Schriftsteller in ihren Bann gezogen, sie inspiriert und nachhaltige Spuren in ihrem Schaffen hinterlassen. Ihre Eindrücke und Erfahrungen in und mit Venedig haben Literaten wie Thomas Mann, Ernest Hemingway, Marcel Proust, Lord Byron, Rainer Maria Rilke, Hermann Hesse, Eva Demski und viele andere in Form von Tagebuchaufzeichnungen, Essays. Gedichten, Reisenotizen, Novellen und Romanen verarbeitet. Und mancher - wie der amerikanische Literat Ezra Pound - war so begeistert, dass er sogar zeitweilig in der Stadt lebte. Andere wie der legendäre Frauenheld und Abenteurer Casanova oder der Komödiendichter Carlo Goldoni sind gebürtige Venezianer. Die Faszination für die Lagunenstadt gilt auch heute noch: Für Schriftstellerinnen und Schriftsteller ist Venedig immer wieder Kulisse und Austragungsort leidenschaftlicher, Romanzen und Liebschaften und auch krimineller Machenschaften wie z.B. in Patrica Highsmiths Krimiklassiker "Venedig kann sehr kalt sein" oder in den Venedig-Krimis von Donna Leon. Der Mythos der Serenissima wird lebendig gehalten. Wen wundert es da, dass jährlich zwischen 12 und 15 Millionen Besucher nach Venedig reisen; nur nach Las Vegas und Mekka kommen mehr. Moderation: Christian Schuler Redaktion: Susanne Poelchau

Dienstag 16:05 Uhr Ö1

Tonspuren

Von der Haltbarkeit des Satzes - Das Schreiben des Tomas Espedal. Feature von Ulrike Janssen (Produktion WDR 2019) Es sind immer dieselben Themen, um die Tomas Espedals Schreiben kreist: Liebe, Tod, Verlassensein, Gehen, Wohnen, Arbeiten, Sich-Erinnern, das Weiterleben der Ahnen in einem selbst. Aber die Schreibweisen sind immer wieder neu. Der 1961 in Bergen geborene Sohn einer Handwerksfamilie schreibt Prosa, aber er schreibt sie wie ein Lyriker. Seine Bücher sind Romane, aber sie tragen Bezeichnungen von Genres wie "Brief" oder "Tagebuch". Mit seiner Arbeit versucht Tomas Espedal, der Gattung des Romans neue Wege zu bereiten: "Manchmal stelle ich mir die Haltbarkeit eines Satzes genauso vor wie die Haltbarkeit eines Schuhs, die Haltbarkeit einer Metallplatte, die Haltbarkeit eines Glases ..." - Die Hauptfigur seiner Romane heiße zwar "Ich", aber man dürfe sie nicht mit ihm, Tomas Espedal selbst, verwechseln. Vielmehr erweitert das Ausschöpfen der Sprachmöglichkeiten diese Figur, führt zu einer Art innerer Mehrstimmigkeit. Ulrike Janssen hat den Schriftsteller in seinem Heimatort Bergen besucht, der Stadt, mit der auch sein Schreiben eng verbunden ist. Und sie hat mit Hinrich Schmidt-Henkel gesprochen, der fast alle Bücher Tomas Espedals ins Deutsche übersetzt hat.

Dienstag 19:15 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

"Mit Freuden würden sie mich tot sehen" Malta und der Mord an Daphne Caruana Galizia Von Iris Rohmann Regie: Anna Panknin Produktion: Dlf 2018 Mit allen Mitteln wollte man sie zum Schweigen bringen: Mit gezielten Kampagnen in den Medien, Drohungen, Verleumdungsklagen, und der Sperrung ihrer Konten - aber ein Mord? Die Tat hat Malta aufgerüttelt. Daphne Caruana Galizia deckte Maltas größte Skandale auf, doch die korrupten Politiker wurden wiedergewählt. Kurz darauf, am 16. Oktober 2017, war die Journalistin tot. Ermordet mit einer Autobombe. Journalisten weltweit solidarisierten sich, die EU-Kommission schaltete sich ein, Gruppen von Anti-Korruptions-Aktivisten und Journalisten nahmen sich ihrer unvollendeten Recherchen an, es gibt Proteste auf der Straße. Doch das System schlug zurück. Auf Malta herrschte ein Klima des Misstrauens und der Angst. Lange war völlig unklar: Wer wollte ihren Tod, wer hat den Mord an Daphne Caruana Galizia in Auftrag gegeben? Kollegen, Freundinnen, Aktivistinnen suchten eine Antwort. Am 2. Dezember 2019 kündigte Maltas Premierminister Joseph Muscat für Januar seinen Rücktritt an. Zuvor waren sein Stabschef Keith Schembri und Tourismusminister Konrad Mizzi zurückgetreten, Wirtschaftsminister Chris Cardona lässt sein Amt ruhen. Sie reagierten damit auf die Verhaftung des Geschäftsmanns Yorgen Fenech, gegen den als Drahtzieher des Mordes wenige Tage zuvor Anklage erhoben worden war. Er weist die Vorwürfe zurück. Wir wiederholen aus diesem Anlass das Feature vom Oktober 2018 zum ersten Jahrestag des Attentats. "Mit Freuden würden sie mich tot sehen"

Dienstag 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Der Rebound-Effekt Warum aus weniger oft immer mehr wird Von Agnes Handwerk Energieeffizienz ist eine gute Sache. Schließlich führt sie dazu, dass man mit weniger Ressourceneinsatz zu besseren Ergebnissen kommt. Das spart Strom, Rohstoffe, Geld, Zeit und ist ökologisch sinnvoll. Weniger ist für die Umwelt ja mehr. Dagegen steht jedoch ein Phänomen, das Ökonomen schon lange kennen und das in den letzten Jahren immer mehr Beachtung findet: der ,Rebound-Effekt"! Damit wird das Problem beschrieben, dass Energieeffizienz nicht automatisch zu Einsparungen führt. Fernsehbildschirme werden effizienter, aber gleichzeitig immer größer. Schnellere und sparsamere PKW führen zu längeren und häufigeren Fahrten. Und das schlägt sich in der Energiebilanz nieder: In Privathaushalten ist der Verbrauch in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Eine der Schlüsselfragen des ökologischen Umbaus lautet deshalb, wie man dem "Aus weniger wird immer mehr!" entkommt.

Dienstag 20:00 Uhr NDR kultur

Feature

Wie ein Schuss zwischen die Augen Der spanische Künstler Santiago Sierra Von Peter Moritz Pickshaus NDR 2013 Santiago Sierra sucht keinen Konsens. In die Synagoge von Stommeln leitete er Autoabgase. Besucher konnten mit Atemschutzgeräten den Andachtsraum betreten. Der kalkulierte Skandal führte zum Abbruch. Für andere Kunstaktionen "kauft" Santiago Sierra Menschen, um ihnen Linien auf den Rücken zu tätowieren, oder er heuert Arbeiter an und sortiert sie ihrer Hautfarbe nach. Santiago Sierra, 1966 in Madrid geboren, markiert einen Epochenwandel: das Zeitalter der Beschwichtigung, der political correctness ist für ihn an seinem Ende angekommen, auch in der Kunst. Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter Feature

Dienstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Feature

This little light (4/4) Das Ende des Sommers Von Chris Koch, neu gehört und in Ausschnitten präsentiert von Martina Groß Regie: Martina Groß Länge: 54"01 Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018 Der letzte Teil der Dokuserie von 1964 zieht Bilanz. Was hat der "Freedom Summer" bis heute bewirkt? Und welche Rolle spielt der Rassismus noch immer im Alltag von Mississippi? USA 1964: Der ,Freedom Summer" hat vieles in Gang gesetzt - nicht nur für Mississippi, sondern auch für das Free Speech Movement in Berkeley und die US-Bürgerrechtsbewegung allgemein. 44 Tage nach ihrem Verschwinden werden die Leichen von drei Bürgerrechtlern gefunden. Wir hören David Dennis" Rede auf den ermordeten Bürgerrechtler James Chaney, deren Inhalt nach wie vor aktuell ist. Chris Koch, geboren 1935 in Schenectady/New York, gehört zur ersten Generation investigativer Radiojournalisten. Er begann 1960 in Berkeley, bevor er als Programmdirektor zu WBAI nach New York wechselte. Für das er neben Malcolm X, Martin Luther King Jr. oder Che Guevara auch Ex-FBI-Agenten Jack Levine interviewte, der erstmals öffentlich Interna der Behörde preisgab. 1965 berichtete Koch als erster US-Journalist aus Nordvietnam. Er drehte unzählige politische Dokumentarfilme, für die er mehrere Emmys erhielt. Koch unterrichtet Journalismus am Montgomery College in Washington D.C. Martina Groß, 1963 in Berlin geboren, studierte Germanistik, Soziologie und Publizistik, seit 1997 Feature-Autorin. Ihre Sendung "Noch zehn Sekunden. Die amerikanische Radiopionierin Elsa Knight Thompson" (Deutschlandfunk 2010) wurde mit dem Juliane Bartel Medienpreis ausgezeichnet, "Lynne Stewart, eine amerikanische Geschichte" (Deutschlandfunk /NDR 2011) für den Liberty Award 2013 nominiert. Zuletzt u.a. "Obamas verlorene Graswurzelbewegung. Die verpasste Chance?" (Deutschlandfunk 2018) und "Mississippi Revisited - Auf den Spuren der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung" (WDR/Deutschlandfunk 2019). Für Deutschlandfunk Kultur: "God save(d) the Queen" (DLR Berlin 2002) und "Take half a hit - Cannabis in Kalifornien" (Deutschlandfunk Kultur 2019). This little light (4/4)

Dienstag 22:08 Uhr Ö1

Radiokolleg

Der demokratische Rechtsstaat. Mehrheit und Minderheiten (2). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Das ABC der Speisepflanzen. A wie Apfel, B wie Bohnen, C wie Chili, D wie Dinkel (2). Gestaltung: Nikolaus Scholz, Sabrina Adlbrecht, Ilse Huber Töne aus der Vergangenheit. Forscher rekonstruieren Instrumente, Melodien und Klangräume (2). Gestaltung: Madeleine Amberger

Montag Mittwoch