Spezialtipp

Deutschland hat keine Pferde mehr

Bild: WDR/Freya Hattenberger

Freitag, 19:04 Uhr WDR3

ARD Radio Tatort

Deutschland hat keine Pferde mehr

Von Dirk Schmidt, Regie: Claudia Leist, Produktion: WDR 2020. V.l.n.r.: Claudia Johanna Leist (Regisseurin), Matthias Leja (Schauspieler, Rolle: Lenz), Christine Prayon (Schauspielerin, Rolle: Ditters), Sönke Möhring (Schauspieler, Rolle: Latotzke) und Dirk Schmidt (Autor).

Tagestipp

Heute, 21:05 Uhr Bayern 2

hör!spiel!art.mix

Various Artists Art"s Birthday 2020 Livestream EBU EURORADIO Ars Acustica 2020 "Alles begann an einem 17. Januar vor 1.000.000 Jahren. Ein Mann nahm einen trockenen Schwamm und ließ ihn in einen Eimer Wasser fallen. Wer dieser Mann war, ist nicht wichtig. Er ist tot, aber die Kunst ist lebendig." (Robert Filliou) Der französische Fluxus-Künstler Robert Filliou legte im Jahr 1963 den 17. Januar als Geburtstag der Kunst fest. Seine Idee: der Kunst im Sinn einer "Fête permanente" (ständigen Feier) über ein "Eternal Network" (ewiges Netzwerk) auf jede erdenkliche Art Geschenke darzubringen. Filliou begründet damit eine Tradition, die nach seinem Tod 1987 weltweit fortgeführt wird, zunächst mit Kunstaktionen per Post, Fax und Amateurfunk, später per E-Mail und Internet. Die EURORADIO Ars Acustica Gruppe der Europäischen Rundfunkunion (EBU) vernetzt seit 15 Jahren über ihre zwei Satelliten Klangkünstler und Radiosender zu einer internationalen Geburtstagsparty. Der Bayerische Rundfunk überträgt 2020 erstmals 90 Minuten live in der Sendung hör!spiel!art.mix auf Bayern 2. Robert Filliou, geb. am 17. Januar 1926, französischer Künstler und Hauptvertreter des Fluxus. 1943 in der Résistance Widerstand gegen die NS-Besatzung, 1946 Emigration in die USA, 1951 Umsiedelung nach Südkorea, über Ägypten, Spanien, Dänemark zurück nach Frankreich. Proklamation des 17. Januars 1963 als 1.000.000ten Geburtstag der Kunst. 1972 Teilnahme an der Documenta 5 zusammen mit Joachim Pfeufer mit dem Projekt POIPOIDROM. 1984 Rückzug in das buddhistische Kloster Chanteloube. 1987 Tod ebenda.

Konzerttipp

Heute, 20:04 Uhr HR2

LIVE - Das hr-Sinfonieorchester in der Alten Oper Frankfurt

Moderation: Christoph Werkhausen Der Don Juan, den Richard Strauss in seiner Tondichtung zeichnete, ist nicht mehr der potente Lebemann, sondern ein gealterter Erotomane, der seinem Ende mit Bitternis entgegensieht. Das Feuer ist erloschen, Eros verstummt, Leere tut sich auf. Um das Alter und die Unerbittlichkeit der verfließenden Zeit geht es auch im "Rosenkavalier", die Musik ist gesättigte Nostalgie - ein herrlicher Blick zurück auf Puderkopf und Walzerseligkeit. Übertragung in 5.1 Surround Livesendung

Hörspieltipp

Heute, 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

ARD Radio Tatort: Deutschland hat keine Pferde mehr Von Dirk Schmidt Der neue Mordfall aus Hamm Komposition: Rainer Quade Lenz: Matthias Leja Latotzke: Sönke Möhring Vorderbäumen: Hans Peter Hallwachs Cornelia Ditters: Christine Prayon Justin Freund David: Hugo Schmitz Annika Meineke: Annette Strasser Ali Meermann: Peter Nottmeier Junkie: Jean Paul Baeck Dr. Robert Lubin: Matthias Bundschuh Deutschland: Volker Lippmann Regie: Claudia Johanna Leist Aufnahme des WDR 2019 Wiederholung: WDR 5 Sa 17.04 Uhr

Featuretipp

Heute, 19:05 Uhr BR-Klassik

Das Musik-Feature

Nikolai Medtner: Der letzte russische Romantiker Ein Porträt von Julia Smilga Wiederholung am Samstag, 14.05 Uhr "Ich wurde mit einer Jahrhundertverspätung geboren, was ich daraus schließe, dass mich keine Umstände dazu bringen können, mit den gegenwärtigen Strömungen der Musik zu schwimmen." Das schrieb Nikolai Medtner über seinen Kompositionsstil. Geboren 1880 in Moskau, wuchs der Sohn eines deutschen Fabrikanten im Wohlstand auf, studierte am Moskauer Konservatorium und bildete mit Sergej Rachmaninow und Alexander Skrjabin ein Dreigestirn russischer Komponisten in Moskau. Die Ideen der Avantgarde seiner Zeit lehnte er vehement ab, stellte sich bewusst in eine Traditionslinie mit den Klassikern und Romantikern deutscher Prägung. Trotz des Konservatismus sind seine Kompositionen, größtenteils Klavierwerke, voller kühner Experimente. Allerdings war Medtners Oeuvre lange Zeit in Vergessenheit geraten, sowohl in Russland als auch in Europa. Ein Grund dafür ist sicher seine Emigration 1920 aus seiner mittlerweile kommunistisch regierten Heimat. In Stalins Russland war Nikolai Medtner als Verräter verpönt, seine Werke wurden nicht aufgeführt. Doch auch im Westen erlangte Medtner nie den großen Ruhm. Weshalb unterstützte Sergej Rachmaninow ihn heimlich sein Leben lang, welche Rolle spielte in seiner Karriere ein indischer Maharadscha und warum war Nikolai Medtner die Rückkehr nach Russland trotz mehrmaliger Versuche nie erlaubt? Julia Smilga ist in Russland und Deutschland auf die Suche nach Antworten gegangen.

Podcast

Deutschlandfunk

Todesmärsche der KZ-Häftlinge - Das letzte Kapitel des Massenmords

Als Ende des Zweiten Weltkriegs die Front immer näher rückt, lässt die NS-Führung tausende KZ-Gefangene verlegen. Viele erfrieren, verhungern oder werden während der Todesmärsche erschossen. Vor 75 Jahren begann die Räumung des deutschen Vernichtungslagers Auschwitz. Von Otto Langels www.deutschlandfunk.de, Hintergrund

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Hörspiel-Download

SWR 2

Roter Glamour (2/2). Polit-Thriller von Dominique Manotti

Über der Türkei explodiert ein Flugzeug voller Waffen, was allerdings mit dem Wahlkampf in Frankreich zu tun hat. In einem äußerst nüchternen Stil arbeitet Dominique Manotti eine nahe Vergangenheit auf, die geprägt ist von zerstörten Utopien und verlorenen Hoffnungen. | Aus dem Französischen von Andrea Stephani | Mit: Barbara Nüsse, Felix von Manteuffel, Gerd Wameling, Marc Hosemann, Jürgen Uter u. v. a. | Musik: Andreas Bick | Hörspielbearbeitung und Regie: Beatrix Ackers | (Produktion: NDR/SWR 2019)

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