Webradio und Livestream

Spezialtipp

"Respekt"

Bild: SR/Fahri S. Sarimese

Sonntag, 17:04 Uhr SR2 Kulturradio

ARD Radio Tatort

"Respekt"

v.l.n.r.: André Jung (Rolle: Michel Paquet); Brigitte Urhausen (Rolle: Amelie Gentner); Markus J. Bachmann (Rolle: Tim Waller)

Tagestipp

Heute, 23:05 Uhr BR-Klassik

Musik der Welt

Kinder der Dolomiten Die junge Musikszene in den ladinischen Tälern Südtirols Von Judith Rubatscher Der Klang ist gewunden und melodisch, der Rhythmus erzeugt einen fast schamanischen Sog. Wer nicht weiß, um welche Sprache es sich handelt, tippt zuerst auf Rumänisch oder Portugiesisch. Dabei ist Ladinisch eine uralte Tochtersprache des Vulgärlatein, die im Herzen von Südtirol noch von 35.000 Menschen aller Altersgruppen gesprochen wird. Auch wenn es sich vor allem um eine mündliche Sprache handelt und man bestimmte Wörter nicht im Wörterbuch finden kann, scheuen junge Künstlerinnen und Künstler die Herausforderung nicht. Sie drücken sich in ihrer Muttersprache aus - egal ob beim Singen, beim Rappen oder wenn sie Gedichte schreiben. Unbedingt wollen sie verhindern, dass der sprachliche und kulturelle Schatz verloren geht, dem die schroffen Felsen der Dolomiten über die Jahrhunderte Schutz geboten haben."

Konzerttipp

Heute, 21:05 Uhr Deutschlandfunk

Konzertdokument der Woche

Volkslieder oder Kunstmusik? Der Arnold Schönberg Chor beim Janácek Brno Festival Arnold Schönberg Drei Volksliedsätze Arvo Pärt Nunc Dimittis Virgencita Josef Suk Deset zpìvù (Zehn Gesänge) für dreistimmigen Frauenchor und Klavier zu 4 Händen, op. 15 Johann Nepomuk David Auszüge aus "Zehn Volksliedsätze" Johannes Brahms Liebeslieder-Walzer, op. 52a Arnold Schönberg Chor Leitung: Erwin Ortner Christoph Traxler, Klavier Darya Volkova, Klavier Aufnahme vom 30.09.2020 im Mozartsaal des Theater Reduta beim Janácek Brno Festival Am Mikrofon: Jonas Zerweck Die Komponisten in diesem Programm kommen aus unterschiedlichen Ländern und Epochen, und doch eint ihre hier aufgeführten Werke eines: der Blick für das Volksliedhafte. Sogar Arnold Schönberg, mit dem das Konzert beginnt. Meist steht er ja für die Loslösung von der Dur-Moll-Tonalität, in seinen "Drei Volksliedsätzen" von 1948 ist davon aber wenig zu hören. Das hat seinen Grund, sah Schönberg die Durchmischung von Kunst- und Volksmusik doch durchaus kritisch. In diesen Werken greift er auf alte Stücke aus dem 15. und 16. Jahrhundert zurück. Sein Kollege Johann Nepomuk David stand in seiner Jugend der Zweiten Wiener Schule um Schönberg, Berg und Webern ästhetisch nahe. Später wurde er immer mehr zum Traditionalisten und schrieb auch Chorkompositionen, wie 1949 die "Zehn Volksliedsätze". Der Arnold Schönberg Chor aus Wien führte am 30. September 2020 beim Janácek Brno Festival außerdem Werke von Josef Suk und Johannes Brahms auf, die beide auf Texten aus dem jeweiligen Volksliedgut ihrer Heimatländer basieren. Zwei Werke von Arvo Pärt geben dem Konzert noch einen modernen Anstrich. Die Stücke schrieb der Este 1989 und 2012.

Hörspieltipp

Heute, 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

LUNA LUNA Von Maren Kames Funkeinrichtung und Regie: Leopold von Verschuer Mit: Marina Frenk, Jens Harzer, Eva Brunner, Severin von Hoensbroech, Miki Inoue, Martin Engler, Bernd Stempel, Jürgen Holtz Komposition: Bo Wiget Ton und Technik: Alexander Brennecke und Gunda Herke Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019 Länge: 87"36 LUNA LUNA ist ein dunkler Text, ein musikalisches und zugleich poetisches Hörspiel, sprunghaft, verwirrend, atemlos. Das "Ich" spricht hier von tief innen heraus - aus dem weit offenen Gaumenraum der Popkultur. Das zwischen Abringen und Ausschleudern changierende Sprech- und Sprachprotokoll eines Ichs, seine sich selbst vorantreibende Suche nach stimmenden Sätzen und die Suche nach einem Ort zwischen Badewanne, Mole und schwarzem Weltraum: Es geht um die dünne Wand zwischen Traum und Trauma, um dünne Haut, um eine Gans aus Pappmaché und den Bären, den sich eine aufbindet am Rücken, um sich gegen den Wind zu schützen, bevor der Bär auf dem Rücken eines Lamms mit dem Lamm zusammen in den Weidegründen verlorengeht. Um Verlieren und Verletzen geht es. Es geht um einen Krieg, der vielleicht nie stattgefunden hat und trotzdem in allen Poren präsent ist. Das Ich adressiert sich, in der wiederkehrenden Furcht davor, dass keiner zuhört. Stellenweise kommt es zu Zwiegesprächen, meistens mit der Mama. Wer antwortet, ist aber prinzipiell unsicher. Ein Sheitan taucht auf, eine mit Scheitern, Schande und Scham besetzte, schemenhafte Angstfigur, ein kluger Knilch, ein Besserwisser, ein Zyniker. Seine Gegenfigur ist eine Geisha, die viel treibt, lange schweigt und golden ist. Am Ende sagt sie was. Maren Kames, geboren 1984 in Überlingen am Bodensee, lebt als freie Autorin und Übersetzerin in Berlin. Ihr Schreiben läuft längs der Grenzen zwischen Prosa, Lyrik und Dramatik, mit starker Schlagseite zu Stimmlichkeit und Musikalität. Ihr erstes Buch "HALB TAUBE HALB PFAU" erschien 2016 im Secession Verlag für Literatur. Sie wurde dafür mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, unter anderem dem Jury- und Publikumspreis des 21. Open Mike, Stipendien des Berliner Senats, der Akademie Schloss Solitude und der Villa Aurora (Los Angeles), sowie dem Anna Seghers-Preis. Der Text wurde 2019 vom SWR als Hörspiel produziert. LUNA LUNA

Featuretipp

Heute, 20:15 Uhr Ö1

Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

Leben mit Balzac Jeder kennt Balzac. Oder zumindest eine der vielen Legenden, die sich bis heute um diesen Autor ranken. Balzac, der Mann, der sich jede Nacht hinter seinem Schreibtisch verschanzte, exzessiv Kaffee trank und beim Schreiben seine berühmte weißen Mönchskutte anlegte und bis zur Morgendämmerung unzählige Bögen mit der Krähenfeder vollkritzelte. Oder Balzac, der ewige Schuldner, der den Prunk liebte und mit seinen Büchern stets weniger verdiente, als er ausgab. Oder auch Balzac, der Jahrzehnte lang schmachtende Briefe an eine polnische Gräfin in der fernen Ukraine schrieb und erst kurz vor seinem Tod von jener erhört wurde. Viel weniger bekannt als diese Anekdoten sind dagegen seine Romane, die nur noch selten gelesen werden. Zumindest im deutschsprachigen Bereich. Was vielleicht auch mit den Übersetzungen zu tun hat, die zum Teil noch aus den 1920er Jahren stammen. Oder mit der Tatsache, dass es bis heute keine deutschsprachige Gesamtausgabe der "Menschlichen Komödie" gibt. Dabei ist vieles, was Balzac beschrieb, so aktuell wie vor 150 Jahren. Feature von Alfred Koch

Podcast

Deutschlandfunk

Listen zur Bundestagswahl - Heribert Hirte (CDU): Ehemalige Werteunion hat hohen Einfluss in Kölner CDU

Dass er nicht mehr als Kandidat für den Bundestag aufgestellt wurde, sei eine konservative Richtungsentscheidung gewesen, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete Heribert Hirte im Dlf. In der Personaldebatte sei es nicht um konkrete politische Arbeit gegangen. Heribert Hirte im Gespräch mit Christoph Heinemann www.deutschlandfunk.de, Interview der Woche

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NDR

Niederlage

Kriminalhörspiel von Doris Gercke. Auf dem Straßenstrich an der Hamburger Süderstraße nimmt die Privatdetektivin Bella Block ihre Recherchen auf. Eine alte Frau hatte sie darum gebeten. Petra, ihre Enkelin, eine heroinsüchtige Prostituierte, wollte aus dem elenden Geschäft aussteigen. Nun wird sie bedroht. Bella kommt zu spät: Das Mädchen ist tot und die Großmutter verschwunden. Aber Bella kommt dem Todesengel auf die Spur, einem von Zuhältern angeheuerten Killer. Und sie trifft Frank Beyer wieder, einst ihr Liebhaber und nun Einsatzleiter der Sonderkommission "Drogen und Prostituierte" auf dem Karrieretrip. Mit Hannelore Hoger (Bella Block), Ulrike Grote (Petra), Eva Zlonitzky (Anna Niemeyer), Siemen Rühaak (Frank Beyer), Gerhard Garbers (Eddie), Thorsten Statz (Kellner), Margrit Straßburger (Prostituierte), Bettina Engelhardt (Schwangere), Karl-Michael Mechel (Fahrer), Wolfgang Kaven (Freier), Edmund Telgenkämper (Polizist), Karin Nen

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