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06.00 Uhr
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06.05 Uhr
Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten

06.55 Uhr
Zwischenruf

07.00 Uhr
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07.05 Uhr
Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

Imkerin aus Leidenschaft: Über Honig und Spiritualität +++ Der Klang der Religionen und das Hören auf ihn +++ Heilsames Zuhören: Die Telefonseelsorge 1. Imkerin aus Leidenschaft: Über Honig und Spiritualität Vor einigen Jahren hat Kunigunde Fischer die Bienenstöcke von ihrem Vater übernommen. Für sie ist es ein "Wunder der Natur und der Schöpfung", wie durch die Arbeit der Bienen herrlicher Honig wird und in der Folge aus dem Wachs schöne Kerzen gemacht werden können. In der Corona-Krise hat sie auf ihrem Bauernhof in Ybbsitz im österreichischen Mostviertel ein Honig-Fenster eröffnet, wo Vorbeikommende gefahrlos Honig und Kerzen direkt ab Hof kaufen können. - Gestaltung: Andreas Mittendorfer 2. Der Klang der Religionen und das Hören auf ihn In den Hindu-Traditionen wird überliefert, dass die Welt aus dem Urklang OM erschaffen wurde. Und es gibt viele weitere Beispiele, in denen Klang und das Hören auf ihn eine bedeutende Rolle in Religionen spielen. Schreien, Kreischen, Klatschen, Klagen - diese Klänge können große symbolische Macht haben und werden von vielen religiösen Traditionen genutzt. Gehört vielleicht jene kurze Text-Stelle aus dem Buch Exodus des sogenannten Alten oder Ersten Testaments zu den ersten Zeugnissen religiöser Musik? "Da nahm Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, eine Pauke in ihre Hand, und alle Frauen folgten ihr nach mit Pauken im Reigen ... " Exodus (15,20). Abgesehen davon haben sich in den Religionen auch akustische Signale entwickelt, die die jeweilige Botschaft nach außen tragen und auf die die Menschen hören sollen: seien es Kirchenglocken, das Schofarhorn im jüdischen Gottesdienst oder der Gebetsruf des Muezzin. - Gestaltung: Kerstin Tretina 3. Heilsames Zuhören: Die Telefonseelsorge Hier hört ein Mensch, geht mit, entlastet. Rund um die Uhr unter der Nummer 142. Die Telefonseelsorge stellt eine besondere Form der Lebens- und Krisenhilfe dar, denn es tut gut, Zeit und Gehör zu bekommen, nicht bewertet, sondern respektiert zu werden, ein einfühlsames und partnerschaftliches Gegenüber zu erleben. Um in hilfreicher Weise Menschen in Zeiten von Ratlosigkeit, Mutlosigkeit, in Krisen, bei Sorgen und Ängsten zuhören, begleiten und verstehen zu können, ist neben der Bereitschaft u.a. auch eine Ausbildung notwendig, die angeboten und organisiert wird. Die Telefonseelsorge wird in Österreich von der katholischen und der evangelischen Kirche getragen - es braucht ein ökumenisches Bewusstsein, aber nicht unbedingt eine konfessionelle Zugehörigkeit; die Offenheit, über Sinn- und Glaubensfragen nachzudenken, ist erwünscht. - Gestaltung: Maria Harmer

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.10 Uhr
Ö1 heute

08.15 Uhr
Du holde Kunst

"Traum von der Stunde Dauer" Gerd Wameling liest Gedichte von Gottfried Benn. Die von Erinnerung getränkte Abendlandschaft, der platonische Rückzug in die Innerlichkeit beim Anblick eines Baumschattens an der Mauer, das Wort als dritte kosmische Größe neben der Welt und dem Ich, die vom Leben verwandelten Blicke und das geduldige Stillhalten im Alter - die Nachspiele des Lebens in der späten Lyrik des Dichters der "Morgue". Dazu Kammermusik von Johannes Brahms. Gestaltung: Edith Vukan und Barbara Denscher, Redaktion: Gudrun Hamböck

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Gedanken

"Ich finde, man sollte nur über Dinge schreiben, von denen man etwas versteht. Und von meiner Autobiografie verstehe ich zwangsweise eine Menge". Der Schriftsteller Radek Knapp Seit mehr als 40 Jahren lebt der gebürtige Pole in Österreich. Aufgewachsen ist er zunächst bei seinen Großeltern in Warschau, zog etwas später zu seiner Mutter nach Wien, absolvierte das Gymnasium und später ein Philosophiestudium. Zwischen den Sprachen und Mentalitäten zu leben, bietet Radek Knapp einen reichen Fundus an literarischem Stoff. Einige Besteller wie "Herrn Kukas Empfehlungen", "Franio", "Reise nach Kalino", "Der Mann, der Luft zum Frühstück aß" oder "Gebrauchsanweisung für Polen" sind das Ergebnis seiner satirischen Auseinandersetzung mit Themen wie Heimat, kulturelle Identität und nationale Klischees. Radek Knapp ist ein Fabulierer und literarischer Flaneur, sprachgewandt und voll von heiterer Ironie. Radek Knapp: "Ironie ist die beste, die eleganteste Form der Kritik. Im Gegensatz zu Zynismus, der ja das Gegenteil davon ist. Zyniker schreiben immer nur so in der Art: "Das und das ist scheiße", aber das ist kein literarischer Text, sondern eine Anklageschrift. Mit Ironie hingegen kann man etwas anprangern, ohne mit dem Finger darauf zu zeigen". "Von Zeitlupensymphonien und Marzipantragödien - Notizen eines Möchtegern-Österreichers" - das neue Buch des Autors, der schon mit dem "aspekte"-Literaturpreis und dem Adelbert-von-Chamisso-Förderpreis wurde, erscheint am 17.September im Amalthea Verlag. Darin nähert sich Radek Knapp einmal mehr charmant-satirisch seiner Wahlheimat mit ihren Eigenheiten. Besonderheiten, Liebenswürdigkeiten aber auch Absurditäten an. Ganz dem Rat seines Großvaters folgend: "(...) eins rate ich dir. Wo immer du auch landest, kauf dir ein Heft und notier alles, was dir dort widerfährt. Auf Reisen funktioniert das Gedächtnis schlechter und die Uhren laufen viel schneller als zu Hause. Mit einem Kugelschreiber und einem Notizbuch kannst du beides in Schach halten". Gestaltung: Ursula Burkert

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ambiente - von der Kunst des Reisens

Spuren der Grenze - Die historischen Militärbefestigungen in ?atov und Cí?ov in der ehemaligenTschechoslowakei Altgläubige Dörfer in Burjatien Trebinje in der Herzegowina: Die Stadt der Sonne plant den Aufschwung Spuren der Grenze - Die historischen Militärbefestigungen in ?atov und Cí?ov in der ehemaligenTschechoslowakei Nahe der südmährischen Stadt Znojmo befinden sich gleich mehrere, bedeutende Stätten der tschechischen Zeitgeschichte. Nur wenige Kilometer vom österreichischen Grenzübergang Kleinhaugsdorf entfernt, liegt die Ortschaft ?atov. Ab 1935 wurde vielerorts an der Errichtung des "Tschechoslowakischen Walls" gearbeitet. Die Befestigungsanlagen sollten die Republik vor den Nationalsozialisten schützen. Auch in ?atov wurde 1938 ein mehrgeschossiger Bunker errichtet und ausgestattet. Heute gehört dieser zum Technischen Museum Brno und kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Rund 15 Kilometer nordwestlich davon befindet sich die Siedlung Cí?ov umgeben vom Nationalpark Podyjí/Thayatal. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts trennte der Eiserne Vorhang die Tschechoslowakische Sozialistische Republik von Nachbarländern wie Österreich. Erhaltene Teile der Stacheldrahtzauns und ein Wachturm erinnern heute noch an die Grenzanlage. Gestaltung: Jakob Fessler. Altgläubige Dörfer in Burjatien Im Altai-Gebirge, aber auch im Osten von Sibirien haben sich noch einige Dörfer der Altgläubigen erhalten, jener Menschen also, die die Reformen der Russisch-Orthodoxen Kirche im 17. Jahrhundert ablehnten und an ihren Traditionen festheilten. Die Altgläubigen bezahlten dafür einen hohen Preis, lange waren sie Vertreibungen und Verfolgungen ausgesetzt. Viele emigrierten. Heute können die Altgläubigen in Ruhe leben, junge Leute zieht es aber aus wirtschaftlichen und sozialen Gründen in die Städte. Die Landwirtschaft, Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Trebinje in der Herzegowina: Die Stadt der Sonne plant den Aufschwung Die Stadt Trebinje liegt etwa 30 Kilometer von Dubrovnik entfernt im Südosten von Bosnien Herzegowina. Trebinje - die Stadt ist Teil der Republika Srpska - hat 30.000 Einwohner, sie liegt am Fluss Trebisnjica und am Fuße des Berges Leotar. Berühmtester Sohn der Stadt ist der Dichter und Diplomat Jovan Ducic. Der in den USA verstorbene Ducic ist in Trebinje begraben, in einem von ihm gestifteten serbisch-orthodoxen Kloster: Das Kloster Hercegovacka Gracanica ist die berühmteste Sehenswürdigkeit der Stadt. Die Bevölkerungsmehrheit von Trebinje sind serbisch orthodoxe Christen, die meisten Moslems wurden im Krieg vertrieben, alle 12 Moscheen hat man zerstört. Der Großteil der Flüchtlinge schaffte sich in Skandinavien eine Existenz - irgendwann wollen die meisten zurückkehren, aber ihre Kinder und Enkelkinder wollen in Skandinavien bleiben. Auch die Moscheen wurden wieder aufgebaut. Das wirtschaftliche Potential der Stadt ist Tourismus. Zahlreiche Wanderwege rund um die Stadt führen in die Berge, vorbei an vielen Festungen aus der KuK Monarchie. Mittlerweile gibt es 16 Hotels in der Region - Tourismus schafft Arbeitsplätze, mit zwei Jobs in der Familie kann man sich einen bescheidenen Wohlstand erarbeiten. Gestaltung: Ernst Weber

11.00 Uhr
Nachrichten

11.03 Uhr
Salzburger Festspiele 2020 - Matinee

Mozarteumorchester Salzburg, Dirigent: Adám Fischer. Wolfgang Amadeus Mozart: a) Symphonie Es-Dur KV 16; b) Serenade D-Dur KV 203, "Colloredo"; c) Symphonie C-Dur KV 551, "Jupiter" (aufgenommen am 23. August im Haus für Mozart in Salzburg). Präsentation: Eva Teimel

11.50 Uhr
(in der Pause) Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Gespräch

12.10 Uhr
Salzburger Festspiele 2020 - Matinee

Mozarteumorchester Salzburg, Dirigent: Adám Fischer (aufgenommen am 23. August im Haus für Mozart in Salzburg). Präsentation: Eva Teimel

12.56 Uhr
Ö1 heute

13.00 Uhr
Ö1 Sonntagsjournal

13.10 Uhr
gehört.gewusst. Das Ö1 Quiz

Drei Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Österreich lösen mit Doris Glaser Rätsel aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Dabei kann allwöchentlich ein Gutschein für den ORF-Shop im Wert von 150 Euro erspielt werden. Zur Auswahl stehen erlesene Hörbücher, Klassiker aus der Kabarett-Edition, Aufnahmen des Radiosymphonieorchesters, Raritäten aus der Edition "Alte Musik" u.v.m. Außerdem erhält jede Kandidatin, jeder Kandidat, die Ö1 Club-Mitgliedschaft, ein Jahresabo des Klassik-Streaming-Portals fidelio und eine Grafik aus der Ö1 Talentebörse. Die Besten der Besten spielen am 4. Oktober in einer Superchampions-Runde um eine Ö1 Kulturreise für zwei Personen nach Apulien. Wenn Sie selber mitspielen wollen, melden Sie sich an unter: oe1.orf.at/quiz/anmeldung

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Menschenbilder

Die Briefe mit Großvaters Zeichnungen. Die Pianistin Irene Schreier Scott. "Das Haus, in dem wir wohnten, hatte ein Tor, das so schwer war, dass man auf einen Erwachsenen warten musste, bis man hineingehen konnte". In Wien-Döbling wird Irene Schreier Scott 1929 geboren, nicht weit von den Eltern hat der Großvater seine Villa. Er ist der bekannte Architekt Theodor Schreier, Leiter des technischen Büros der Österreichischen Creditanstalt, der auch die Jugendstil-Synagoge von Sankt Pölten mit entwirft. 1939 flüchtet Irene mit ihrer Mutter Edith Schreier aus Österreich, auf weiten Schiffsreisen erreichen sie die USA. In zweiter Ehe heiratet Edith Schreier den ebenfalls aus Wien emigrierten Musikwissenschaftler Oswald Jonas, der unter anderem zur Musiktheorie Heinrich Schenkers forscht und lehrt. Irene Schreier Scotts Berufung wird ebenfalls die Musik - sie studiert bei Edwin Fischer, hält Vorträge und konzertiert beiderseits des Atlantiks. Seit mehr als sechs Jahrzehnten ist sie mit dem renommierten Mathematiker Dana Scott verheiratet und nach einer langen Reihe gemeinsamer Lebensstationen im kalifornischen Berkeley sesshaft. Gestaltung: Johann Kneihs

14.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

15.00 Uhr
Nachrichten

15.05 Uhr
Apropos Oper

mit Michael Blees. Erinnerung an Gabriel Bacquier Ausschnitte aus Werken von Giuseppe Verdi, Wolfgang Amadeus Mozart, Jacques Offenbach, Gaetano Donizetti, Gioachino Rossini u.a. Über Jahrzehnte hat er als der führende Bariton aus Frankreich in aller Welt Triumphe gefeiert: der 1924 geborene, vor wenigen Monaten, am 13. Mai 2020 verstorbene Gabriel Bacquier. Lange war er den Pariser Opernhäusern verbunden und hat an vielen anderen französischen Bühnen gastiert. Genauso ist er aber auch in Glyndebourne und London, in Brüssel und Liège, in Chicago und Philadelphia in Erscheinung getreten. An der Wiener Staatsoper war er eher selten zu Gast, an der Met hingegen 18 Spielzeiten in Folge. Der ausdrucksstarke Sänger war nie auf die Musik seines Heimatlandes spezialisiert, mit seinem klangvollen Bariton hat er auch Mozart- und Belcanto-Partien gestaltet, hat Verdi und Puccini gesungen - und sogar Rollen wie Wagner Wolfram in "Tannhäuser" oder Mussorgskys "Boris Godunow". Viele seiner großen Rollen hat er in bedeutenden Studio-Aufnahmen dokumentieren können, unter Pult-Stars wie Sir Georg Solti, Otto Klemperer, James Levine oder Richard Bonynge.

16.00 Uhr
Ex libris

Bücher, Menschen, Themen Moderation: Peter Zimmermann "Denn an sich ist nichts weder gut noch schlimm; das Denken macht es erst dazu" (William S., die Dritte) Friederike Mayröcker: da ich morgens und moosgrün. Ans Fenster trete, Suhrkamp Verlag Andreas Wang: Lob der schwierigen Lesart. Streifzüge durch unlesbare Bücher, Matthes Seitz Verlag. Gespräch mit dem Autor Leander Fischer: Die Forelle, Roman, Wallstein Verlag Roland Buti: Das Leben ist ein wilder Garten, Roman, Zsolnay Verlag Jugendbuch des Monats Elisabeth Steinkellner: Papierklavier. Illustriert von Anna Gusella. Verlag Julius Beltz 2020

16.55 Uhr
Ö1 heute

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.10 Uhr
Spielräume Spezial

Ray Charles zum 90. Geburtstag Am 23.September hätte der 2004 verstorbene Ray Charles seinen 90.Geburtstag gefeiert. Der in Albany, Georgia geborene Sänger, Pianist und Songwriter ist eine der ikonischen Figuren der Popularmusik. Charles war eine stilprägende Figur für die Entwicklung des Rhythm Blues, des Soul, hat aber auch großartige Countrymusik-Aufnahmen gemacht. Und er war überdies ein mehr als solider Jazzinterpret. Für Ray Charles ist der Begriff "Cross-over Musiker" mehr als angebracht. Gestaltung: Klaus Wienerroither

17.55 Uhr
Ö1 intro

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.15 Uhr
Moment am Sonntag

Viel Papier, zwei Kartondeckel: Was alles immer noch mit Akten dokumentiert wird Gutachten, Belege, Gerichtsprotokolle - auf Papier gedruckt oder handschriftlich, gesammelt in Aktenordnern, Heftern und Mappen. Man kennt Akten bei Gericht, aus der Welt der Geheimdienste und von Versicherungen, es gibt Kundenakten, Personalakten, Protokollakten, Krankenakten. Akten werden zur Identifikation mit Aktenzeichen versehen, in Regalen und Kästen gelagert und in letzter Zeit vermehrt digitalisiert. Aus Hängeregistraturen werden Festplatten, und es verschwindet damit die Möglichkeit, am Blattrand der Akten handschriftlich etwas zu ergänzen. Eine Reise in Archive mit Papier, Büroklammern, Ordnern und verschnürten Aktenbergen. Gestaltung: Lukas Tremetsberger

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Contra - Kabarett und Kleinkunst

Erwin Steinhauer klezmer reloaded extended "Ihnen zuliebe ..." Ein Abend im Cafe Benatzky Leopoldi (Wh. v. 22.12.2019) Gestaltung: Silvia Lahner Im Cafe Benatzky-Leopoldi wird eine ganz besondere musikalische Melange serviert. Der eine Klavierhumorist und Entertainer, der Andere höchst erfolgreicher Autorenkomponist für Theater, Operette und Film. Leopoldi, als Jude zur Emigration nach Amerika gezwungen, dort ebenso erfolgreich wie in seiner alten Heimat, nach seiner Rückkehr nach Österreich bis zu seinem Tod geliebt und gefeiert. Benatzky, verantwortlich für viele höchst erfolgreiche Operetten, u.a. das "Weiße Rössel", in vielen europäischen Metropolen präsent, verlässt dieses Europa aus Abscheu vor dem nazistischen Regime der 30er Jahre, kann in Amerika aber nicht Fuß fassen, kehrt nach dem Krieg zurück und ist vergessen. Zwei Leben, zwei Schicksale, zwei Karrieren im Vergleich. Erwin Steinhauer klezmer reloaded extended - Peter Rosmanith, Christoph Petschina, Alexander Shevchenko und Maciej Golebiowski - erinnern an große Erfolge von Benatzky und Leopodi. Klezmer, Jazz und Wiener-Lied vereinigen sich bei diesem Programm zu einer ganz besonderen Melange.

19.30 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Radiosession

Wolfgang Puschnig, Paul Urbanek, Raphael Preuschl und Lukas Böck im Studio 2 des Wiener Funkhauses Österreichs internationales Jazz-Aushängeschild Wolfgang Puschnig, der hinreißende "Sänger ohne Worte" an Altsaxofon und Querflöte, spielt in der Ö1-Radiosession auf. Mit ihm kommen drei Viertel des Quartetts "Homegrown" ins Wiener Funkhaus, Paul Urbanek (Klavier und Keyboards) und Raphael Preuschl (E-Bass). Nur Schlagzeuger Lukas König wird durch Lukas Böck vertreten. Gemeinsam intonieren sie lustvoll groovige, Funk-orientierte Nummern wie Paul Urbaneks "N' The Swing" und Puschnigs "Different Reasons". Gestaltung: Helmut Jasbar

20.00 Uhr
Ö1 Kabarettbühne am Donauinselfest

Moderation: Bernhard Fellinger Am 20. September steht das das heuer coronabedingt etwas andere Donauinselfest im Zeichen des österreichischen Kabaretts. Auf der großen Festbühne bei der Floridsdorferbrücke werden sich die Größen des heimischen Kabaretts zu einer gemeinsamen Show versammeln.

23.00 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

Ö1 Schwerpunkt "Hören" - das Ö1 Kunstradio live aus Graz "Kunstradio im Kunstradio. Radio ist live!" von Josef Klammer und Seppo Gründler Vorweg: Obwohl oft Grosses herauskommt, kann man ins Radio nicht hineingehen, es ist zu klein. In die Sendung "Kunstradio im Kunstradio" kann man auch nicht hineingehen, obwohl sie gross genug wäre. Schwierige Zeiten sind so. Sie können aber überall draussen jedwedes Empfangsgerät nutzen, sogar unterschiedliche, und auch mehrere auf einmal, was aufgrund der verschiedenen Empfangsverzögerungen seinen eigenen Reiz hat. Sie erzeugen so quasi Ihre eigene Sendung, obwohl es nur Empfang ist. Was lecker Radio. (Exzerpt: Albert Pall) Josef Klammer: e-drums, controller, toys Seppo Gründler: extended guitar, electronics, gadgets Albert Pall: Text Ninja Reichert: Stimme Aufführungsraum ist das medien kunst labor esc in Graz. Eine Galerie, von drei Seiten einsichtig, eine "Quarantänesituation", vergleichbar mit einem Schaufenster, in dem Klammer und Gründler konzertieren. Ninja Reichert performt den Text von Albert Pall der analog einer akustischen Bildbeschreibung dieses Live-Konzerte illustriert. Das Musikmaterial oszilliert zwischen Atmos, Live-Radio und Objets Trouvés. Mittels Binauraltechnik wird das live Gespielte im Hör-Raum dreidimensional verteilt, das musikantische Element, das sich einer erweiterten Jazz- und Improvisationsgeschichte verbunden sieht, steht im Vordergrund. Ein optimales Hörerlebnis für Kopfhörer im wörtlichen Sinne, Radio eben. Ein Kopfhörerkonzert, üblicherweise bei Klammer und Gründler eine Hör-Skulptur im Publikumsraum, expandiert bei diesem Projekt in eine globale Radio-Skulptur. Der Zutritt in die Galerie ist verboten und die Aufführung ist im Außenbereich des medien kunst labor esc via Live-Stream mit der Ö1- App auf mobilen Empfangsgeräten wie Smartphones oder Tablets zu empfangen. Aber auch klassisch zu Hause vor dem Radiogerät, oder im Vorbeifahren im Autoradio. Halten Sie Abstand, das Social Distancing ist Teil der Aufführung! "Nunmehr sind alle meine Verbindungen aufgelöst. Das Publikum ist mir jetzt alles, mein Studium, mein Souverain, mein Vertrauter. Ihm allein gehöre ich jetzt an. Vor diesem und keinem anderen Tribunal werde ich mich jetzt stellen. Dieses nur fürchte ich und verehre ich". Friedrich Schiller, 1784.

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Du holde Kunst

(Wiederholung von 8:15 Uhr)

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 3:00 Uhr Nachrichten