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Ö1

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Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Nachrichten

06.05 Uhr
Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten

06.55 Uhr
Zwischenruf

07.00 Uhr
Nachrichten

07.05 Uhr
Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

U. a. mit folgenden Beiträgen zum Schwerpunkt Stephansdom: Mein Stephansdom +++ Jüdische und muslimische Spuren im Stephansdom 1. Mein Stephansdom Prominente und weniger prominente Österreicher/innen sprechen über ihre persönliche und emotionale Bindung zum Stephansdom. Unter anderen der Erzbischof von Wien, Kardinal Christoph Schönborn, der Journalist und Publizist Hubert Gaisbauer, der seit seiner Studienzeit Menschen durch den Dom führt, die Historikerin Annemarie Fenzl, die langjährige Leiterin des Wiener Diözesanarchivs und des Kardinal König Archivs und Jugendliche aus der Dompfarre. - Gestaltung: Kerstin Tretina 2. Jüdische und muslimische Spuren im Stephansdom Da und dort finden sich in der katholischen Domkirche St. Stephan, deren Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurückreicht, auch jüdische und muslimische Symbole und Anknüpfungspunkte. Wie aber sehen Jüdinnen und Juden sowie Musliminnen und Muslime den Stephansdom, auch angesichts einiger anti-jüdischer und anti-islamischer Symbole? Ist er für sie ein Zeichen der interreligiösen Verständigung oder eher der Abgrenzung und unüberwindbaren Trennung? - Gestaltung: Kerstin Tretina

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.10 Uhr
Ö1 heute

08.15 Uhr
Du holde Kunst

"Alle Gefühle glauben an einen glücklichen Ausgang." Brigitta Furgler liest Alexander Kluge. Alexander Kluge zählt zu den führenden deutschen Intellektuellen. Der 1932 geborene promovierte Jurist war einer der einflussreichsten Vertreter des "Neuen Deutschen Films" und Gründer einer Plattform für unabhängige Filme im deutschen Privatfernsehen. Er selbst sieht sich mehr als Autor, denn als Filmemacher: "Ich bin und bleibe in erster Linie ein Buchautor, auch wenn ich Filme hergestellt habe oder Fernsehmagazine", so Kluge. "Bücher gehören für mich immer schon zu den Lebensmitteln. ... Bücher verbinden die Jahrhunderte. Das empfinde ich an ihnen vertrauenswürdig. Kein anderes Medium vereinigt so vertrauensvolle Autoren über 2000 Jahre wie das Buch." Brigitta Furgler liest Texte des Autors und Filmemachers Alexander Kluge über Poesie, Musik und Gesellschaft. Dazu ist Musik von Robert Schumann, Joseph Strauß, Franz Schubert, Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Johann Sebastian Bach zu hören. Gestaltung: Kurt Reissnegger.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Gedanken

"Paris Calligrammes" - Die Filmregisseurin und Kunstschaffende Ulrike Ottinger über ihre Erinnerungen an das Paris der 60er-Jahre. Den Mai 1968 erlebte Ulrike Ottinger als Bewohnerin in der Pariser Rue de la Sorbonne hautnah mit. In der "Librarie Calligrammes", einer Buchhandlung des deutschen Emigranten Fritz Picard, eröffnete sich für Ottinger durch Bücher und Begegnungen eine neue Welt. Sie hatte Einblick in unterschiedliche Milieus, begegnete alten Marxisten ebenso wie jungen, französischen und spanischen Künstlern sowie radikalen Aktivisten. Manche Pariser Gebäude zeugen bis heute von der damaligen, französischen Kolonialzeit. Für ihre filmische Erinnerungscollage "Paris Calligrammes" sichtete Ulrike Ottinger in den vergangenen Jahren rund 500 Filme und erstellte Dossiers. Im Februar 2020 wurde ihr Film "Paris Calligrammes" in Berlin uraufgeführt. Ulrike Ottinger macht sich Gedanken über das Paris der 60er-Jahre, über das Sammeln von Erinnerungen, über das Reisen und über ihr filmisches Arbeiten. Ulrike Ottinger wurde 1942 in Konstanz am Bodensee geboren. Von 1962 bis 1969 lebte sie in Paris. Nach Tätigkeiten als Malerin, Fotografin und im Bereich der Performancekunst, begann Ottinger in den 70er-Jahren Filme zu drehen. Zu ihrem filmischen Werk gehören unter anderem der experimentelle Spielfilm "Bildnis einer Trinkerin" sowie der dreiteilige Dokumentarfilm "Südostpassage" über die weißen Flecken auf der Landkarte Europas. Ulrike Ottinger ist unter anderem Trägerin des Verdienstkreuzes am Bande der Bundesrepublik Deutschland und erhielt im Februar 2020 die Berlinale Kamera. Gestaltung: Jakob Fessler

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ambiente - von der Kunst des Reisens

Klöster, Quellen, Bergseen: Wandern in den Schluchten Nordmazedoniens Ausgangspunkt der Wanderreise ist die historische Altstadt von Skopje: Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen eine mittelalterliche Festung, ein alter Basar mit Karawansereien, prächtige Moscheen und orthodoxe Kirchen. Skurril wirkt das neugestaltete Stadtzentrum: Eine nationalkonservative Regierungspartei entwarf das Projekt "Skopje 2014" und errichtete in wenigen Jahren zahlreiche neoklassische und barocke Bauwerke und Skulpturen. Die Wanderungen führen durch die wildromantischen Schluchten des Matka Nationalparks, zum Bergdorf Lazaropole und in die Berge des Nationalparks Galicica. In wildromantischer Natur trifft man auf klare Quellen, auf riesige Schafherden, man kommt an bunten Moscheen vorbei und an orthodoxen Klöstern mit bezaubernden Ikonostasen: Das Kloster Sveti Naum etwa liegt im multikulturellen Städtchen Ohrid oberhalb des Ohridsees. Der Ohridsee ist der zweitgrößte See der Balkanhalbinsel und ein beliebtes Ziel für Badeurlauber. Touristisch weniger ausgelastet ist der von Bergen umgebene Prespasee. Rund um diesen See liegen zahlreiche Apfelplantagen und nahezu verlassen Dörfer; die Jungen ziehen in die Städte, die wenigen verbliebenen Bauern kämpfen ums Überleben. Gestaltung: Ernst Weber

11.00 Uhr
Nachrichten

11.03 Uhr
Matinee

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Dirigent: Daniel Harding; Chor des Bayerischen Rundfunks; Katharina Konradi, Sopran; Okka von der Damerau, Mezzosopran. Gustav Mahler: Symphonie Nr. 2 c-Moll, "Auferstehungssymphonie" (aufgenommen am 27. September 2019 am Münchner Gasteig)

12.56 Uhr
Ö1 heute

13.00 Uhr
Ö1 Sonntagsjournal

13.10 Uhr
Tolle Titel - starke Stücke

Präsentation: Gerhard Hafner.

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Menschenbilder

"Die Rosinkawiese" - in memoriam Gudrun Pausewang Gudrun Pausewang, geboren 1928, gehörte zu den bekanntesten und erfolgreichsten Kinder- und Jugendbuchautorinnen im deutschsprachigen Raum. Im Jänner dieses Jahres ist sie im Alter von 91 Jahren verstorben. Die Verfilmung ihres Bestsellers "Die Wolke" war zuletzt erfolgreich im Kino zu sehen. Im Nordosten von Böhmen, in Wichstadtl (Mladkov), wurde Gudrun Pausewang geboren, in Böhmen hat sie ihre Kindheit verbracht. In einigen Büchern erinnert sie sich an diese frühen Jahre ... "Die Rosinkawiese war ein Paradies, in dem wir Kinder im Einklang mit der Natur aufwuchsen. Es gab einen Teich und ein kleines Holzhaus ..." 1945 musste sie mit ihrer Mutter und den fünf Geschwistern fliehen. Erst zwanzig Jahre nach der Flucht sieht sie den Ort ihrer Kindheit wieder. Es ist eine von vielen Reisen auf den Spuren ihrer Kindheit - und es ist der Beginn einer intensiven Freundschaft mit der tschechischen Familie, der die Rosinkawiese heute gehört. Gudrun Pausewang wurde Lehrerin, sie unterrichtete an Schulen in Chile, Venezuela und Kolumbien. Nach ihrer Rückkehr aus Lateinamerika war sie als Lehrerin in der Nähe von Fulda tätig. Mitte der sechziger Jahre erschien das erste Buch der Erzählerin Gudrun Pausewang, viele weitere, preisgekrönte Bücher sollten folgen.

14.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Die Logik der Engel Gestaltung: Jörg Duit Ausgangspunkt für diese spannende Zeitreise ist die Idee einer Logik-Maschine des vor 700 Jahren verstorbenen mallorquinischen Philosophen und Theologen Ramon Llull. Llull beschreibt in seinem Buch "Ars magna " eine Logik-Maschine mit der es gelingen sollte, Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Zu hören ist das großartige Vokalensemble NOVA mit Vokalmusik aus dem 13., 14. und 21. Jahrhundert und zeitgenössische Miniatur-Uraufführungen. ORF-CD 3199

15.00 Uhr
Nachrichten

15.05 Uhr
Apropos Oper

Mit Michael Blees. Zu Herzen gehender Gesang - Operngala mit Mirella Freni. Die im Februar kurz vor ihrem 85. Geburtstag verstorbene Sopranistin in einem Opernkonzert des Bayerischen Rundfunks am 30. Mai 1987 in der Münchner Philharmonie im Gasteig - mit Arien aus Mozarts "Le nozze di Figaro", Puccinis "Manon Lescaut" und "Tosca", Verdis "Aida", Tschaikowskys "Eugen Onegin" u.a. (Münchner Rundfunkorchester, Dirigent: Vladimir Ghiaurov) Unglaubliche 50 Jahre hat die Karriere der unvergesslich bleibenden Mirella Freni gewährt - 1955 hat sie in ihrer italienischen Heimat debütiert, 2005 hat sie ihre Bühnenlaufbahn beendet. Was dazwischen liegt, ist eine Weltkarriere der besonderen Art: an allen großen Bühnen der Welt wurde die Freni über Jahrzehnte gefeiert. Und niemals zeigte ihre Stimme mit dem unverkennbaren Timbre Ermüdungserscheinungen, auch nicht als sie nach langem Verweilen im lyrischen Fach in den 1990er Jahren dramatischere Rollen des italienischen Verismo und sogar russische Partien bei Tschaikowsky übernommen hat. Angesichts der über Jahrzehnte hinweg uneingeschränkten Intaktheit ihrer Stimme und ihrem unprätentiösen, ganz aus der Musik entwickelten Wirken auf der Bühne hat man ganz zu Recht oft vom "Wunder Freni" geschwärmt.

16.00 Uhr
Ex libris

Bücher, Menschen, Themen Unter Verschwörern Jonathan Coe: Middle England, Roman, Folio Verlag (Übersetzung: Cathrine Hornung, Dieter Fuchs) Hilary Mantel: Spiegel und Licht, Roman, DuMont Verlag (Übersetzung: Werner Löcher-Lawrence). Gespräch mit Sigrid Löffler Fabrizio Gatti: Der amerikanische Agent, Tatsachenroman, Kunstmann Verlag (Übersetzung: Friederike Hausmann, Rita Seuß) Ulla Lenze: Der Empfänger, Roman, Klett Cotta Verlag Michael Stavaric: Fremdes Licht, Roman, Luchterhand Verlag Moderation: Peter Zimmermann

16.55 Uhr
Ö1 heute

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.10 Uhr
Spielräume Spezial

Zum 80. Geburtstag des Jazzpianisten Herbie Hancock. In seiner jahrzehntelangen Karriere hat Herbie Hancock immer wieder Sängerinnen und Sänger an den Tasten begleitet. Sei es nun als Sideman bei einer rührend kitschigen Version der Beatles Nummer "Here comes the sun" mit George Benson als Vokalisten oder einer hochenergetischen Version von "A night in Tunisia" mit Chaka Khan in der Hauptrolle. Und natürlich auch bei seinen Soloalben, wo er so unterschiedliche Stimmen wie die von Tina Turner oder John Mayer begleitet. Nachdem sich in diesem Monat eine "Spielräume Nachtausgabe" mit dem riesigen und vielfältigen ?uvre des Herbie Hancock auseinandergesetzt hat, geht in dieser Sendung um ein Teilgebiet seines Schaffens, die Kooperationen mit Sänger/innen. Gleichzeitig sind diese Spielräume eine Würdigung des aus Chicago stammenden Pianisten und Keyboarders, der heute seinen 80. Geburtstag feiert. Gestaltung: Klaus Wienerroither

17.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Fritz von Herzmanovsky-Orlando: Kaiser Joseph II. und die Bahnwärterstochter Gestaltung: Stephan Pokorny An der Bahnstation Wuzelwang am Wuzel spiegelt sich der Glamour der k. u. k. Monarchie nur bedingt wider. Hier leben Bahnwärter Zwölfaxinger und seine lockige Tochter Innozentia, genannt Nozerl. Das Dasein geht beschaulich vonstatten, täglich passiert nur ein Zug, wenngleich der Zwölfuhrzug auch gerne einmal erst um halb acht am Abend kommt. Eines schönen Tages fährt ein "schlichter, doch vornehmer Reisender" per Sonderzug ein - Wolfram Berger spielt, spricht, tanzt den Teuxelsieder Franz, den Mörder Rinaldo Rinaldini und das schöne, verführerisch naive Nozerl. Er ist Dagobert Pappelberg, zwei englische Pagen, ein k. k. Doppeladler, mehrere Lämmlein, Seine Majestät der Kaiser, die Gräfin Primitiva von Paradeyser und viele andere mehr. Gemeinsam mit dem Akkordeonisten Christian Bakanic verwandelt er das Stück von Fritz von Herzmanovsky-Orlando (1877-1954), in weit mehr als ein Schmunzeln über die k. u. k. Zeit.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.15 Uhr
Moment am Sonntag

Fragen zu den von einem Virus veränderten Zukunftsperspektiven. Eine internationale Runde am virtuellen Tisch Eine Gesprächsrunde spricht beim gleichzeitigen, aber nicht gemeinsamen, Abendessen über Lebenseinstellungen, Chancen und die Möglichkeiten von Feiern und Festen in der Zukunft Statt sich bei Gesprächsleiter Alois Schörghuber um den Tisch zu versammeln, traf man sich zum vereinbarten Zeitpunkt im Internet - und sorgte selbst für Essen und Trinken. Mitgegessen und diskutiert haben die Blockflötistin Elisabeth Haselberger in Ulm, die Medienexpertin und Podcasterin Edith Michaeler, der Programmierer Stefan Haslinger - beide in Wien - und der deutsche Luft- und Raumfahrt-Ingenieur Manuel Hempel in Bergen in Norwegen, der im Nebenberuf Imker ist. Gestaltung: Alois Schörghuber

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Contra - Kabarett und Kleinkunst

Ö1 Kulturforum Spezial, "Satire aus dem Netz" Gestaltung Elisabeth Stratka "Dorfer hat frei" Ausgabe 4 Severin Groebner, Andreas Rebers, Joesi Prokopetz, Christine Teichmann, Alfred Dorfer, Werner Bix, Katharina Grabner-Hayden, Köhlmeier Köhlmeier u.v.a. Kabarettistinnen und Kabarettisten treten derzeit für das Ö1 Publikum auf dem Ö1 Kulturforum vor den virtuellen Vorhang. Contra bietet am Ostersonntag einen Auszug der satirischen Botschaften aus dem Netz. Angesichts der derzeit verordneten "Bühnenabstinenz" macht sich Alfred Dorfer Gedanken über das Leben des Kabarettisten abseits des Bühnenalltags. Was machen Kabarettisten jetzt mit jenen Ideen, die sie bislang spontan in ihren Programm verarbeitet haben? "Satire ist nichts für Stümper" meint Alfred Dorfer und nützt die Auszeit dafür, über sein Genres, dessen Protagonisten die Welt nachzudenken.

19.30 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Überblick

19.33 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Radiosession

Radiosession - Ö1 Kulturforum Spezial Das Ö1 Kulturforum ist mittlerweile prall gefüllt mit einer schillernden Vielfalt literarischer und musikalischer Statements. In dieser Spezialausgabe der Radiosession hören Sie eine kleine Auswahl der Audioproduktionen, die uns in den letzten Wochen geschickt worden sind. Vom Corona-Rap bis zum einsamen Haiku ist alles dabei. Gestaltung: Helmut Jasbar

20.15 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

"Schall und Wahn." William Faulkners Klassiker der Weltliteratur. Feature von Alfred Koch Wenn der Literatur-Nobelpreisträger William Faulkner nach seinem wichtigsten Buch gefragt wurde, musste er nicht lange überlegen: "Schall und Wahn", oder "The Sound and the Fury", wie der 1929 erschienene Roman im Original heißt. Darin erzählt Faulkner den langsamen und unaufhaltsamen Niedergang und Verfall einer weißen und einstmals reichen Familie im muffig-dekadenten und rassistischen Süden der USA. Eine tragische Familiensaga des frühen 20 Jahrhunderts, die von Schuld, Inzest und Bigotterie handelt und bis heute als Meilenstein der Literaturgeschichte gilt. Und auch als Herausforderung für Leser und Leserinnen. Denn der legendär schwierige Südstaaten-Roman erzählt die exemplarische Geschichte der Familie Compson über drei Jahrzehnte hinweg gleich aus vier verschiedenen Perspektiven. Wobei sich Zeiten und Orte überlagern und ineinander fließen, es gibt strudelnde Bewusstseinsströme, assoziative Zeitsprünge und verschlungene Rückblenden, und nur mühsam kommt man dahinter, wie die handelnden Personen verwandtschaftlich zueinander stehen. In einem Interview darauf angesprochen, dass manche Leser/innen auch nach zwei oder drei Lektüre-Durchgängen noch Verständnisprobleme hätten, empfahl Faulkner lakonisch: "Lesen Sie es ein viertes Mal!" Doch wer bereit ist, sich auf diesen formal kühnen Roman einzulassen, wird reichlich belohnt - meint Frank Heibert, dem das Kunststück gelungen ist, dieses so hermetische und als unübersetzbar geltende Werk "erstmals adäquat" ins Deutsche zu übertragen. Alfred Koch hat den Übersetzer Heibert in Berlin besucht und mit ihm über "Schall und Wahn" gesprochen.

21.00 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Milestones

Max Roach: "We Insist! Freedom Now Suite" (1960) Drei Afroamerikaner sitzen an einer Bar, hinter der sie ein weißer Kellner im weißen Smokinghemd bedient. Dieses Fotosujet am Cover einer LP war 1960 eine subtile Provokation und eine klare Anspielung auf die Sit-In-Aktionen des Civil Rights Movement, die Anfang desselben Jahres die USA erschüttert hatten: gewaltfreie Selbstermächtigung der Schwarzen im Kampf für Gleichberechtigung und gegen Rassismus. Aber auch der Albumtitel macht klar, dass hier hochpolitischer Jazz gespielt wird: "We Insist!". Das als "Freedom Now Suite" untertitelte Konzeptalbum des einflussreichen Schlagzeugers Max Roach nach Texten von Oscar Brown Jr. und mit dem Gesang von Roachs späterer Ehefrau Abbey Lincoln begibt sich in fünf rhythmusbetonten Stücken auf eine Reise zu den afrikanischen Wurzeln des Jazz und schlägt eine Brücke zwischen den Kontinenten. Gestaltung: Michael Neuhauser

21.40 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte

"Unter dem Kontinent". Von Harald Friedl. Redaktion: Edith-Ulla Gasser

22.00 Uhr
Nachrichten

22.05 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Überblick

22.08 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Jet Lag All Stars Radio Show

Gedankensprünge aus dem Musterbuch des Jetlags. Dort, wo Heiliges und Alltag, Ekstase und To-do-Liste zusammentreffen, präsentieren die Jet Lag All Stars Musik, Gespräche, Reportagen und Essays vom äußersten Rand der Woche. Die Jet Lag All Star Radio Show ist die Bügelfalte des Kunstsonntags. Gestaltung: Robert Czepel, Rainer Elstner, Alexander Ach Schuh, Thomas Tesar, Elke Tschaikner, Christian Scheib und Klaus Wienerroither

22.55 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: ZOOM->In

23.00 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

Location-Podcast Ein Projekt der EBU Ars Acustica Gruppe Das Hören ist eine zunehmend mobile Aktivität. Kopfhörer sind zu einem Teil unseres Alltags geworden, ebenso wie die Podcasts, Radioprogramme und Musikstreams, die wir über sie konsumieren. Die meisten dieser Inhalte sprechen uns an, als säßen wir in einem isolierten Raum, der nur dem Hören gewidmet ist. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Was wir hören, überschneidet sich häufig mit unserer aktuellen akustischen Umgebung. Warum also nicht diese Verbindung nutzen und Audio-Stücke produzieren, die sich auf bestimmte Orte beziehen? Diese Stücke würden es uns ermöglichen, eine Realität über eine andere zu überlagern. Dies dürfte besonders interessant sein, wenn beide Realitäten einige Punkte gemeinsam haben, z.B. wenn sie sich auf ähnliche Orte in verschiedenen Ländern beziehen. Was wäre, wenn wir eine Bushaltestelle in Helsinki nutzen könnten, um uns zu einer Bushaltestelle in Ljubljana transportieren zu lassen? Können wir uns mit unseren Kopfhörern von einer Bibliothek in Barcelona in eine Dorfbibliothek im ländlichen Schweden beamen? Können wir auf einer Bank am Meer in Marseille sitzen und die Welt um eine Bank in den österreichischen Alpen hören? Die Ars Acustica Gruppe der Europäischen Rundfunk Union hat Künstler und Künstlerinnen eingeladen Aufnahmen von Orten, die es fast überall gibt, zu machen. Für das Ö1 Kunstradio haben Sarah Washington und Knut Auferman eine Aufnahme von einer Sitzbank am Moselsteig bei Ürzig gemacht, Premium-Wanderweg in Deutschland. Seit kurzem ist eine neu gebaute riesige Autobahnbrücke über die Mosel in Betrieb. Zu hören ist eine Symphonie aus Bau- und Verkehrslärm, die von rechts und links, und von oben und unten kommt. Vogelgezwitscher und Glockenläuten haben nur noch untergeordnete Rollen.

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Du holde Kunst

(Wiederholung von 8:15 Uhr)

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 3:00 und 5:00 Uhr Nachrichten