Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Vom Festival "Les Chorégies d'Oranges" - Camille Saint-Saens: "Samson et Dalila"

06.00 Uhr
Nachrichten

06.05 Uhr
Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten

06.55 Uhr
Zwischenruf

07.00 Uhr
Nachrichten

07.05 Uhr
Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

Aus der Stille - Ein Buddhist mit Hörbehinderung erzählt +++ Jetzt die Psyche stärken - Logotherapie und Seelsorge Aus der Stille - Ein Buddhist mit Hörbehinderung erzählt Wie meistern Menschen mit Behinderung ihr Leben, wie finden Sie vielleicht gerade durch Spiritualität eine Stärkung? Dazu kommt ein Buddhist aus Wien zu Wort, die aufgrund einer Hörbehinderung in der Kommunikation beeinträchtigt ist und Kraft in der Mediation schöpft. Rund 10.000 Menschen sind in Österreich gehörlos und bezeichnen die Österreichische Gebärdensprache als ihre Muttersprache. Ein Bericht aus der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft. - Gestaltung: Andreas Mittendorfer Jetzt die Psyche stärken - Logotherapie und Seelsorge Gerhard Bauer ist katholischer Priester - und er ist Psychotherapeut. In der Wiener katholischen Gemeinde an der Kirche "Muttergottes im Augarten" wirkt er als Pfarrvikar, und hier befindet sich auch das von ihm gegründete, von der Logotherapie nach Viktor Frankl inspirierte Zentrum FACTUM. Ob in Therapie oder Seelsorge, immer gehe es um die Sehnsucht nach einem guten Leben. Die Corona-Krise sieht Gerhard Bauer bei allen Herausforderungen auch als Chance darüber nachzudenken, worauf ein Mensch sein Leben baut, auf das, was Sicherheit und Geborgenheit bietet. Anlässlich des ORF-Schwerpunktes "Bewusst gesund - Jetzt die Psyche stärken" hat Andreas Mittendorfer ein Porträt des katholischen Priesters und Therapeuten gestaltet.

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.10 Uhr
Ö1 heute

08.15 Uhr
Du holde Kunst

"Denn neben mir geht mein Verstand spazieren" - Gedichte über das Trinken. Es liest Brigitta Furgler Selbsterkundungen zwischen Euphorie und Absturz, der Rausch als Musenkuss, Desperado und Kerkermeister - Hymnisches, Elegisches und Ernüchterndes von Charles Baudelaire/Stefan George, Mascha Kaléko, Rainer Maria Rilke, Frank Wedekind, Sarah Kirsch, Erich Kästner und Johannes Bobrowski. Dazu Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt, Robert Schumann, Alexander Scriabin, Ernst Fischer, Dmitri Schostakowitsch, Johannes Brahms und Fritz Kreisler. Gestaltung: Gudrun Hamböck und Stephanie Maderthaner

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Gedanken

Hüter der Blasengel - der Bauphysiker und Denkmalpfleger Friedrich Idam über Architektonische Baudenkmalpflege statt Wegwerfbauten Er begann als Totengräber und Holzschnitzer. Nach seiner Studienberechtigungsprüfung studierte der 1962 geborene Architektur mit Schwerpunkt Denkmalpflege und promovierte 2003 im Fach Industriearchäologe. In diesem Bereich ist er heute tätig und überdies Denkmalpfleger. Außerdem ist er Beauftragter der UNESCO für das Weltkulturerbe Altstadt Salzburg. Aus seiner Forschung der Vergangenheit erkennt er Lösungen für die Probleme der Gegenwart und gibt Vorgaben für die Baukultur der Zukunft. Aus historischen Bauten erkennt er ressourcen-schonende Verwendung des Baumaterials, das nach kurzen Transportwegen einer Wiederverwendung zugeführt und das Attribut ärmlich oder veraltet schnell verlieren wird. Wenn Modernität einen Lebenszyklus von 30 Jahren bedeutet, verzichtet er darauf. Gestaltung: Irene Suchy

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ambiente - von der Kunst des Reisens

Ambiente Spezial: Naturschutz, historischer Handelsweg und Musikgenuss über die Grenzen - Eine Erkundungsreise entlang der Nordgrenze Tirols Die Festung Kufstein - Wahrzeichen des Tiroler Unterinntals Hoch über dem Inn thronend, war die Festung in ihrer über 800-jährigen Geschichte mehrfach Schauplatz von erbitterten Kämpfen zwischen dem Hause Habsburg und dem Königreich Bayern. Maximilian I. ließ ihre Mauern 1504 mit den Riesenkanonen "Weckauf" und "Purlepaus" sturmreif schießen. Diese und weitere denkwürdigen Geschichten bekommt man bei einem Rundgang auf der vor einigen Jahren revitalisierten und um eine Freiluft-Arena ergänzte Festung zu hören. Unüberhörbar ist jedenfalls auch die Heldenorgel, die heuer ihr 90-jähriges Jubiläum feiert. Das im Bürgerturm der Festung untergebrachte Instrument mit 4948 Pfeifen ist bei guten Windbedingungen sogar im zehn Kilometer entfernten Bayern zu hören. Von dort reist Johannes Berger an, der die größte Freiorgel der Welt heutzutage zum Klingen bringt. Karwendel: Naturschutz ohne Grenzen und ein Naturschauspiel vom Feinsten Scharfe Zacken, lange Grate und senkrechte Felsabstürze: Das Karwendelgebirge gilt als eines der imposantesten Kalkmassive der Alpen. Mitten drin liegt das Tiroler Rißtal, das eine Besonderheit aufzuweisen hat: Es kann mit dem Auto nur von Deutschland aus erreicht werden. Wander- und Klettertouren ziehen viele Besucher an, vor allem aus Bayern - und der Individualverkehr in das Sackgassental stellt eine große Belastung dar. Mit dem aus dem bayrischen Lenggries startenden Bergsteigerbus wird seit kurzem eine umweltfreundliche Anreise-Alternative forciert. Beteiligt an der Attraktivierung des Verkehrsmittels ist der Naturpark Karwendel, der in der einzigen Dauersiedlung in Hinterriss ein spannend gestaltetes Besucherzentrum unterhält. Zusammen mit den Kollegen aus Bayern setzt das Team des österreichweit größten Naturparks weitere grenzübergreifende Initiativen zum Schutz des an Pflanzen und Tieren artenreichen Gebiets. Im Talschluss liegt auf 1250 m Höhe der Große Ahornboden mit mehr als 2200 zum Teil über 600 Jahre alte Bergahornen. Aus der Milch der Eng Alm-Kühe wird preisgekrönter Käse erzeugt. Reutte: Hängebrücke, Burgen und malerische Fassaden Die Burgenwelt Ehrenwerk bei Reutte zählt zu den ältesten Festungsanlagen im nördlichen Tiroler Voralpenland. Mehrere Burgen bewachen einen Talkessel, der an der historischen Römerstraße Via Claudia Augusta, einem wichtigen Handelsweg für Salz, liegt. Die Burgen vor Reutte sind aufwendig renoviert, Museen und Ausstellungen geben spannende Einblicke in ihre Geschichte. Eine 406 Meter lange Hängebrücke - die "Highline 179" - überspannt das Tal in 114 Metern Höhe. Mächtige Bürgerhäuser und Braugasthöfe prägen den alten Ortskern von Reutte, viele Fassaden hat der Barockmaler Jakob Zeillergestaltet. Oberhalb des Dorfes Pinswang - in der Naturparkregion Reutte - markiert ein historischer Grenzstein das ehemalige Dreiländereck: Um 1800 grenzte hier die Grafschaft Tirol an das Hochstift Augsburg und das Kurfürstentum Bayern. Gestaltung: Stefan Spath und Ernst Weber

11.00 Uhr
Nachrichten

11.03 Uhr
Matinee live

Wiener Philharmoniker, Dirigent: Alain Altinoglu; Gautier Capuçon, Violoncello. César Franck: Symphonie d-Moll * Antonin Dvorak: Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op.104 (Übertragung aus dem Großen Musikvereinssaal in Wien in 5.1 Surround Sound)

11.50 Uhr
(in der Pause) Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Gespräch

12.10 Uhr
Matinee live

Wiener Philharmoniker, Dirigent: Alain Altinoglu (Übertragung aus dem Großen Musikvereinssaal in Wien in 5.1 Surround Sound)

13.00 Uhr
Ö1 Sonntagsjournal

13.10 Uhr
gehört.gewusst. Das Ö1 Quiz

Drei Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Österreich lösen mit Doris Glaser Rätsel aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Dabei kann allwöchentlich ein Gutschein für den ORF-Shop im Wert von 150 Euro erspielt werden. Zur Auswahl stehen erlesene Hörbücher, Klassiker aus der Kabarett-Edition, Aufnahmen des ORF Radio-Symphonieorchesters, Raritäten aus der Edition "Alte Musik" u.v.m. Außerdem erhält jede Kandidatin, jeder Kandidat, die Ö1 Club-Mitgliedschaft, ein Jahresabo des Klassik-Streaming-Portals fidelio und eine Grafik aus der Ö1 Talentebörse. Die Besten der Besten spielen Ende Jänner in der nächsten Superchampions-Runde um eine Ö1 Kulturreise für zwei Personen nach Irland. Wenn Sie selber mitspielen wollen, melden Sie sich an unter: oe1.orf.at/quiz/anmeldung

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Menschenbilder

In jeder Gesellschaft - die Journalistin und Autorin Angelika Hager Sie bewegt sich zwischen gesellschaftlichen Brennpunkten und "Luxus"-Problemen, leitet seit fast einem Vierteljahrhundert das Gesellschaftsressort des "profil" - und weil man manchmal deutlicher werden kann, wenn man etwas erfindet, schreibt Angelika Hager auch unter dem Namen Polly Adler Kolumnen und Bücher: einmal blond, einmal dunkelhaarig, einmal recherchierend, einmal Erlebtes verfremdet verarbeitend. Polly Adlers "Chaos de Luxe" ist jetzt auch schon 25 Jahre jung geblieben, seit zehn Jahren gibt es das von ihr gegründete Literaturfestival "Schwimmender Salon" im Thermalbad Vöslau: wohl auch ein Ausdruck ihrer Liebe zu "Kabanen", der Großversion einer Badekabine in öffentlichen Bädern. Zum Gespräch lud sie in ihre Kabane in unmittelbarer Nähe des Wiener Gänsehäufels, schon wieder ein Ort inmitten großer Gesellschaft. 1963 in Baden bei Wien geboren, thematisiert Angelika Hager Frauenthemen aus unterschiedlichsten Blickwinkeln, als alleinerziehende Mutter, als Feministin, die erstaunt auf nachfolgende Frauengenerationen blickt und Bücher über Männer schreibt. Sie inszeniert am Theater, bringt unterschiedlichste Menschen zusammen, beobachtet und ist um Pointen, wie es scheint, nie verlegen. Am 26. September um 20h wird auch Angelika Hagers neues Polly Adler Buch "Echt. Jetzt!" im Rabenhoftheater in Wien präsentiert, ein Weihnachtsprogramm ist ebendort geplant und "Nymphen in Not" mit Ulrike Beimpold, Petra Morzé und der Autorin steht immer wieder am Programm. Gestaltung: Petra Herczeg-Rosenberg

14.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

15.00 Uhr
Nachrichten

15.05 Uhr
Apropos Oper

Mit Michael Blees Das Wiener Staatsopernmagazin. Ausschnitte aus aktuellen Aufführungen der Wiener Staatsoper

16.00 Uhr
Sonderjournal

16.20 Uhr
Ex libris

Bücher, Menschen, Themen Moderation: Peter Zimmermann Welt im Dämmerlicht Gekürzte Ausgabe Werner Herzog: Das Dämmern der Welt, Hanser Verlag George Orwell: Reise durch Ruinen, Reportagen aus Deutschland und Österreich 1945, C.H. Beck Verlag (Übersetzung: Volker Ullrich) Helmut Böttiger: Die Jahre der wahren Empfindung. Die 70er - eine wilde Blütezeit der deutschen Literatur, Wallstein Verlag Gespräch mit dem Autor

16.55 Uhr
Ö1 heute

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.20 Uhr
Spielräume Spezial

Zum 100. Geburtstag des Musikers und Bandleaders Ted Weems Ted Weems wollte keine Wahl gewinnen, sondern ein Pony - für seine Teilnahme an einem Wettbewerb hat er dann aber eine Geige bekommen. Seine Eltern organisierten Musikunterricht, später lernte Weems auch noch Posaune. Der 1901 in Pennsylvania geborene US-Amerikaner gründete bereits in seiner Schulzeit eine Tanzband und wurde Bandleader. An der Uni rief er eine Formation ins Leben, die später als "All American Band" durch die Staaten tourte. Mit seiner Version von "Somebody Stole My Gal" landete Ted Weems 1924 einen Nummer-eins-Hit, der sich über eine Million Mal verkaufte. Weems nahm mit seinem Jazzorchester für die großen Labels Victor, Columbia und Decca auf. In den 1930er-Jahren wird seine Musik über Radiosender populär. Im Jahr 1947 feierte Weems mit der 1933 aufgenommenen Single "Heartache" ein Comeback und war für 13 Wochen an der Spitze der nationalen Charts. Anfang der 1950er gab Weems seine Band auf und arbeitete als Disc Jockey in Memphis. Später wurde er Manager in der Hotelkette "Holiday-Inn". Nur noch gelegentlich gab er Konzerte, bis er im März 1963 verstarb. Ein Stern am Walk of Fame in Hollywood erinnert an den Musiker und Bandleader, der heute 100 Jahre alt geworden wäre. Gestaltung: Marie-Theres Himmler

17.55 Uhr
Magazin des Glücks

Von und mit Franz Schuh

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

19.00 Uhr
Sonderjournal

19.30 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Überblick

19.34 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Radiosession

Wiener Extremwandern im Studio 2 des Wiener Funkhauses Gitarrist Tobias Faulhammer, Organist Max Tschida und Schlagzeuger Jakob Kammerer sind in der Wiener Szene bereits in verschiedenen Bands kreativ verhaltensauffällig gewesen, letzterer etwa als Co-Leader des formidablen Sextetts Kammerer Orköster. Zu dritt firmieren sie unter dem eher nicht alltäglichen Bandnamen "Wiener Extremwandern", und das nicht ohne Grund: Zieht es Faulhammer, Tschida und Kammerer doch frühmorgens oft in die Berge - sofern man Sophienalpe oder Kahlenberg, nahe Wien gelegen, als solche bezeichnen kann. Neben viel frischer Luft tankt das Trio auf diesen Spaziergängen und den daraus resultierenden Begegnungen auch Inspiration für den kompositorischen Output. Naturerlebnis, gewitzt verarbeitet von Gitarre, Orgel und Schlagzeug - heute in der Radiosession. Gestaltung: Klaus Wienerroither

20.15 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

Ich bin nicht das, was ihr mir gesagt habt, das ich bin Ein Porträt der un-fassbaren Sasha Marianna Salzmann Feature von Franziska Sophie Dorau Sasha Marianna Salzmann ist schwer zu fassen: Sie ist queer, ohne sich der Illusion hinzugeben, man könne die Geschlechter "abschaffen". Sie ist Jüdin und Atheistin. Sie wurde geboren in der Sowjetunion und schreibt auf Deutsch - einer Sprache, die sie im Jugendalter als Kontingentsflüchtling lernte und mit der sie, wie sie sagt, eine "Vernunftehe" einging - geprägt von höflichem, gegenseitigem Misstrauen, welches viel Raum zum Experimentieren eröffnet. Raum, um unverbrauchte Bilder in unerwartete Worte zu übersetzen. Schreiben, sagt sie, sei wie Zwiebeln schälen - man zieht die Schichten ab, eine nach der anderen, bis man irgendwann zu weinen anfängt und der Bildschirm vor den Augen verschwimmt. Sie mutet sich sich selbst zu. Dabei kann sie auf einer Seite abgrundtief traurig und auf der nächsten geistsprühend komisch sein. In ihren Theaterstücken und Romanen nimmt sie Anleihen an ihrer russisch/sowjetisch/migrantischen Familiengeschichte, ohne jedoch autobiographisch zu sein. Sie würde gerne mal eine flirrende lesbische Liebesgeschichten in Palermo erzählen, aber landet doch immer wieder in der zerfallenden Sowjetunion, um ihr "über die schlaffen Schenkel zu streicheln". Ihr neuer Roman trägt den Titel "Im Menschen muss alles herrlich sein" - ein Tschechow Zitat, das in russischen Ohren so garnicht freundlich klingt, da es jahrzehntelang als Auftakt für fiese Zurechtweisungen von Oben herab diente. In einer Zeit in der alle herrlich sein mussten, aber niemand es sein konnte, weil die Restriktionen das Individuum im Menschen erstickten.

20.55 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Milestones

Chico Hamilton Quintet: "The Three Faces of Chico" (1959) Schlagzeug zu spielen war für ihn wie zu tanzen, doch Chico Hamilton war weit mehr als nur ein geschmeidiger, dynamischer Tänzer auf seinen Trommeln und Becken. Er war auch als Bandleader erfolgreich und innovativ, etwa indem er ein Cello in den Ensembleklang seines Quintetts integrierte. Und schließlich war Chico Hamilton auch noch ein talentierter Sänger und gefühlvoller Song-Interpret. Am 21. September 2021 hätte der gebürtige Kalifornier, der 2013 92-jährig verstorben ist, seinen 100. Geburtstag gefeiert. Da liegt es nahe, ihm zu Ehren ein Album herauszugreifen, das die drei unterschiedlichen Facetten dieses afroamerikanischen Multitalents bewusst zusammenführt und einander gegenüberstellt, wie auch der programmatische Titel verdeutlicht: "The Three Faces of Chico" aus dem Jahr 1959, für das Hamilton sein Quintett - dem seit 1958 Altsaxofonist, Bassklarinettist und Flötist Eric Dolphy angehörte - für einige Stücke um die Saxofonisten Paul Horn, Buddy Collette und Bill Green erweiterte. Gestaltung: Michael Neuhauser

21.40 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte

"Den Wald vor lauter Bäumen". Von Günther Freitag. Gestaltung: Ilse Amenitsch. Um Schuld und Versagens-Ängste dreht sich Günther Freitags jüngstes Roman-Projekt, in dem der steirische Autor ein höchst ungleiches Brüderpaar vor den Vorhang holt. Der Ich-Erzähler, als "Schmalspur-Ingenieur" vom Vater verhöhnt, sieht sich einem jüngeren Bruder gegenüber, der als pianistisches Wunderkind eine große Karriere vor sich gehabt hätte. Wäre er nicht mit dem Motorrad des Bruders verunglückt und damit jeder Auftritt undenkbar geworden. Freitag schildert zunächst dubiose Vorgänge auf seiner aktuellen Baustelle im südlichen Europa, die ihm Angst einflößen und seine Erinnerungen in Gang bringen. "In einer Art Wimmelbuch-Roman sollen Figuren und Erinnerungssplitter auftauchen, ohne den Zwang jeglicher zeitlich linearen Abfolge", so der in Leoben lebende Autor. Günther Freitag schreibt primär Romane und Erzählungen. 2021 erschien "Bacons Schatten".

22.00 Uhr
Sonderjournal

22.10 Uhr
"The Way Out"

Der Ö1 Festivalpodcast zum steirischen herbst 2021

22.15 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Zeit-Ton extended

Donaufestival 2021. In The Year Of The Metal Ox. "In The Year Of The Metal Ox: das heißt Ausnahmezustand - und Weitermachen zugleich", schreiben die Veranstalter/innen in ihrem Ankündigungstext zur diesjährigen Ausgabe des Kremser Donaufestivals, das wie so viele andere Veranstaltungen auch vom Frühjahr in den Herbst verschoben werden musste. "Der Titel des donaufestivals 2021 bezieht sich auf das chinesische Sternzeichen eines Jahres, das immer noch im Zeichen einer Pandemie steht. Diese kennt zwar kein Außen, betrifft aber nicht alle gleichartig. Sie spitzt vielmehr gesellschaftliche Bruchstellen zu und fordert ungeahnte künstlerische Umgangsweisen mit Körperlichkeit und Technik, Intimität und Kollektivität heraus." Gemeinsam mit dem künstlerischen Leiter Thomas Edlinger werfen wir den Blick auf einige ausgesuchte Programm-Highlights. Gestaltung: Susanna Niedermayr

23.00 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

Die Künstler/innen Lisl Ponger und Tim Sharp entwickeln ein neues Radiokunststück, das sich mit Aspekten der Kolonialgeschichte und Ihrer Aufarbeitung befassen wird. Am 13.August 2021 jährt sich die Zerstörung von Tenochtitlan (Mexiko City) durch die spanischen Konquistadoren zum fünfhundertsten Mal. Aus diesem Anlass statten die Zapatisti*nnen aus dem Südosten Mexikos im Sommer 2021 Europa einen Gegenbesuch ab. Geschichte und Geschichten, Stimmungen und Stimmen ... ein neues Radiostück des Autors und Künstlers Tim Sharp und der bildenden Künstlerin Lisl Ponger, die sich schon lange mit verschiedenen Aspekten der Kolonialgeschichte und ihrer gegenwärtigen Aufarbeitung befassen.