Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Des Cis

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Das Wichtige im vermeintlich Unwichtigen". Ob Missgeschick oder Beginn von etwas Großem - das hängt meist vom eigenen Blickwinkel ab, meint der Schauspieler August Schmölzer Man kann es natürlich einfach als Missgeschick ansehen: Die Bananenschale, auf der man ausrutscht, wenn man munter aus dem Haus geht. "Oder, dass einem ein kleiner Vogel ins Gesicht fliegt, wenn man in den Himmel schaut", ergänzt der Schauspieler August Schmölzer lachend. Oder die Wespe, die beim Radfahren ins Ohr donnert und vielleicht sticht. Verflixt, jetzt hat mir ein Marder die Kabel des Autos durchgebissen und warum schreit eigentlich gerade die Katze so? Wo ist nur mein Wohnungsschlüssel abgeblieben? Kleine, unerwartete Ereignisse, die in Folge oft Großes bewirken können, eine Welt bewegen. Ob sie dies im Guten oder im Schlechten tun, hängt nicht zuletzt von unserm eigenen Blickwinkel ab, meint August Schmölzer in seinen "Gedanken für den Tag". Schmölzer, bekannt aus zahlreichen Film- und Fernsehrollen, lebt in St. Stefan ob Stainz und ist Initiator und Vorstandsvorsitzender der Stieglerhaus-Gemeinnützigen Privatstiftung, die sich die Förderung von Bildung, Kunst und Kultur auf die Fahnen geschrieben hat.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Ulla Pilz. Schwestern, Söhne, Vogelgezwitscher und eine unklare Antwort. Wenn schon Fanny Mendelssohn-Hensel aus der Schublade "die Schwester von" kaum herauskommt, bei Carl Philipp Emanuel Bach ist die Rolle als "der Sohn von" fast noch prägender, zumindest aus heutiger Sicht. Dabei ist er selbst ein kühner Vorprescher, der für alle, die nach ihm kommen, einiges an Neuland erschließt; und der stellenweise sogar heute noch avantgardistisch klingt - zumindest wenn ihn Mikhail Pletnev auf einem modernen Klavier spielt.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Meeresbiologe und Fotograf Robert Hofrichter spricht über eine Gruppe von 115 Inseln vor der Ostküste Afrikas, von denen große Teile unter Naturschutz stehen. Teil 1: Von Reisen und Veränderungen Gestaltung: Lothar Bodingbauer Die Republik Seychellen sind ein Land, das größtenteils aus Ozean besteht - dem westlichen Teil des Indischen Ozeans. Die vielen Inseln liegen auf einem Plateau im Osten Afrikas, die Wassertiefe beträgt auf diesem Plateau nur um die 50m. Entstanden ist die Inselgruppe von rund 115 Inseln vor Millionen von Jahren: Die Granitinseln waren ein Bruchstück von Gondwana, dem "südlichen Urkontinent". Sie haben sich von Afrika, Madagaskar und Indien losgelöst. Tiere und Pflanzen haben sich auf den Inseln daher weitgehend unabhängig von anderen Weltgegenden entwickelt. Weiße Sandstrände, verwitterte Granitblöcke und tropische Vegetation - die Inseln entsprechen unserer Vorstellung von Paradies. Tatsächlich sind große Teile als Naturschutzgebiete definiert, auch Riesenschildkröten sind hier beheimatet.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Kontext - Sachbücher und Themen

Redaktion: Wolfgang Ritschl

09.42 Uhr
Saldo - das Ö1 Wirtschaftsmagazin

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Intrada - Österreichs Musizierende im Porträt

Diatonische Expeditionen - Neue Wege auf der Harmonika +++ Early Music Bird. Alte Neue Musik +++ Die Ö1-Talentebörse. Präsentation: Eva Teimel

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten Spezial

"Verbundensein". Von Kate Tempest. Aus dem Englischen von Conny Lösch. Es liest Eva Mayer Die 1985 in London geborene Kate Esther Calvet wurde Anfang der 2000er Jahre unter dem Namen Kate Tempest als Rapperin und Slam Poetry - Dichterin bekannt. Ab 2012 folgten Gedichtbände, Theaterstücke und Romane, und nun, unter dem Namen Kae Tempest, der Essay "Verbundensein". Der Namenswechsel von Kate zu Kae ist der Auflösung der Geschlechteridentität geschuldet, Tempest versteht sich als nichtbinär. Es gehe ihr im Essay darum, wie uns die Kreativität helfe, uns gegenseitig näherzukommen und unser Selbstbewusstsein zu stärken, schreibt Tempest. Kreativität also als Heilmittel, um die Verwerfungen des Kapitalismus in ökologischen und sozialen Belangen und im gesellschaftlichen Miteinander zu überwinden.

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Michaela Schierhuber. Das Mandelring Quartett spielt Maurice Ravel und Fernand de La Tombelle. Das Paris der Jahrhundertwende: eine lebendige, pulsierende Stadt, die für Künstler jede Menge Inspiration bereithält. Diese Zeitepoche hat das Mandelring Quartett nun für seine neue CD ausgewählt, das erste Album im Rahmen einer Doppelveröffentlichung mit französischem Repertoire. Die Musikerinnen und Musiker präsentieren darauf zwei Pariser Talente: den 27-jährigen Maurice Ravel und sein Streichquartett in F-Dur und den heute nahezu unbekannten Komponisten, Organisten und passionierten Radfahrer Fernand de La Tombelle, der 1895 sein Streichquartett in E-Dur komponiert hat.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
In Concert

Das Rabih Abou-Khalil Quintett 2015 beim Festival "Grenzenlos" in Murnau 2015 stand das beliebte Festival "Grenzenlos" im bayerischen Murnau unter dem Motto "Fabulieren". Und niemand hätte für dieses Festival ein besseres Abschlusskonzert liefern können als das Quintett von Rabih Abou-Khalil. Denn: Abou-Khalil ist nicht nur Oud-Virtuose, sondern auch ein großartiger Moderator und Geschichtenerzähler. Zudem steht der libanesische Musiker für bilderreiche Brückenschläge zwischen Orient und Okzident, zwischen klassischer arabischer Musik und Jazz, Tradition und Moderne. Gemeinsam mit dem portugiesischen Fado-Sänger Ricardo Ribeiro, dem sardischen Sopransaxofonisten Gavino Murgia, dem italienischen Akkordeonisten Luciano Biondini und dem US-amerikanischen Perkussionisten Jarrod Cagwin gelang dies Rabih Abou-Khalil an jenem 18. Oktober 2015 in Murnau in wunderbarer Weise. Gestaltung: Helmut Jasbar

15.30 Uhr
Moment - Kulinarium

Über das Messen beim Kochen und Backen Was Mengen- und Maßangaben anbelangt, geht es in den Küchen heute meist akkurat zu. Gerade in der Mehlspeisenküche können ein paar Gramm mehr oder weniger über Gelingen oder Scheitern entscheiden. In alten Kochrezepten findet man dagegen noch Angaben, die sich auf das menschliche Maß bezogen, etwa "eine Handvoll" oder "zwei Finger breit". Was, je nach Statur von Koch oder Köchin, stark variieren konnte. Wichtig waren die Proportionen der Zutaten zueinander - und das Gefühl für die richtige Konsistenz der Speisen. Eine Kulturwissenschaftlerin, ein Koch, ein Konditor und eine Kochbuchautorin sprechen über das "richtige" Maß in der Küche. Gestaltung: Bea Sommersguter

15.55 Uhr
Ö1 intro

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Da capo: Im Gespräch

"Wir brauchen einen Wandel - aber wie geht das?". Viktoria Waldhäusl im Gespräch mit Nora Wilhelm, Young Leader Wenn es heißt, in der Jugend läge die Hoffnung, dann ist die 28-jährige Schweizerin Nora Wilhelm der Beweis dafür, dass das stimmt. Inmitten der Hoffnungslosigkeit bestehend aus Klimawandel und wachsenden ökonomischen Ungleichheiten, zeigt sie neue Wege auf, um sich den komplexen Problemen stellen zu können. Sie fragt nicht nach technischen Lösungen oder Symptombekämpfung, sondern danach, wie jeder einzelne seine Blockaden überwinden kann, um endlich handeln zu können. Von 2014 bis 2016 leitete sie das Europäische Jugendparlament für die Schweiz. Sie ist Mitbegründerin der Initiative "collaboratio helvetica" und wurde von der UNESCO als Young Leader ausgezeichnet. 2020 eröffnete sie die ETH-Ringvorlesung zur Agenda 2030. Das Gespräch führte Viktoria Waldhäusl im Rahmen einer Kooperation zwischen Ö1 und den "Tagen der Utopie" in Götzis/Vorarlberg.

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Wolfgang Schlag. Ein ungewöhnliches Musikprojekt zwischen Vietnam und den USA No-No Boy heißt das musikalische Projekt des vietnamesisch-amerikanischen Sängers und Lehrers Julian Saporiti. Auf den Spuren seiner Eltern, die in Saigon aufwuchsen, erzählt er von unruhigen Jahrzehnten, von Krieg und Vertreibung, von der Suche nach Heimat, die seine Eltern dann schließlich in den USA fanden, ausgerechnet in dem Land, das so viel Angst und Schrecken verursachte. Das Projekt "No-No Boy" erzählt auf ungewöhnliche Weise, zwischen Sound-Art und Folksongs, von einer Identitätssuche und damit schlägt Julian Saporiti auch ein neues Kapitel auf in der Geschichte der erzählerischen Folksongs.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zum 80. Jahrestag, 22.6.1941 Die deutsche Wehrmacht überfällt die Sowjetunion mit: Rolf Steininger, emeritierter Professor am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck Gestaltung: Hanna Ronzheimer Am 22. Juni 1941 marschierte die deutsche Wehrmacht ohne Kriegserklärung in die Sowjetunion ein. An dem geplanten Vernichtungskrieg unter dem Decknamen "Barbarossa" (eine Anspielung auf den mittelalterlichen Kaiser Friedrich I., der diesen Beinamen trug) waren über drei Millionen Soldaten beteiligt, mit hunderttausenden Fahrzeugen, Pferden, tausenden Panzern und Geschützen; allein die Luftwaffe setzte fast 3.000 Maschinen ein. Dieser Krieg gilt als der ungeheuerlichste Eroberungs-, Versklavungs- und Vernichtungskrieg der Neuzeit. Hitler hat in seinem Pamphlet "Mein Kampf" einen Vernichtungskampf gegen Russland verlangt, um dem deutschen "Volk ohne Raum" unbegrenzte Expansionsmöglichkeit zu ermöglichen. Zunächst läuft die Invasion wie die von der Nazi-Presse bejubelten Blitzkriege in Polen und Frankreich an. Leningrad/St. Petersburg wird eingekesselt, die Ukraine und ein Großteil der Krim werden besetzt. Die Vorzeichen drehen sich, als die Rote Armee mit einem kompromisslosen Abwehrkampf beginnt. Jedem Rotarmisten ist es verboten, sich zu ergeben. Die Armee, die über fast fünf Millionen Soldaten verfügt, spielt ihre zahlenmäßige Stärke aus. Anfang Dezember 1941 steht die Wehrmacht knapp vor Moskau. Es fehlt an Nachschub, die Soldaten frieren und hungern. Die Rote Armee setzt zur erfolgreichen Gegenoffensive an. Das Scheitern des Unternehmen Barbarossas bedeutet den Anfang vom Ende Hitlers.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.20 Uhr
Europa-Journal

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
matrix - computer neue medien

Hinter den Kulissen der Online-Spenden-Szene Gestaltung: Sarah Kriesche Vom Klimawandel über Tier- und Artenschutz bis hin zu rascher Hilfe nach einer Katastrophe: Die Vision einer besseren Welt wird auch online von Spendenaufrufen begleitet. Was in den USA "gofundme" ist in Deutschland "betterplace" und in Österreich "spendeninfo" oder das StartUp "impactory". Auch soziale Medien wie Facebook haben mittlerweile Möglichkeiten etabliert, Menschen, Organisationen oder Projekte auf ihren Plattformen mit nur einem Klick finanziell zu unterstützen. Egal, um welches Anliegen es sich handelt, nie schien es einfacher zu spenden, beziehungsweise, um Spenden zu bitten. Die Möglichkeiten der schnellen und unkomplizierten Hilfe ruft freilich auch Betrüger auf den Plan, die mit erfundenen Geschichten an schnelles Geld kommen wollen. Ein Blick in die Welt der Spendenaufrufe, wer dahintersteht und was man beim Spenden wie auch beim Errichten eines Spenden-Kontos beachten sollte, von Sarah Kriesche.

19.30 Uhr
Jazztime

Emiliano Sampaio und Meretrio zu Gast im Wiener Funkhaus Vor 150 Jahren entstand der Choro, die erste urbane Musik Brasiliens, in Salons und auf der Straße - und sie fasziniert bis heute durch Leichtigkeit und Witz, den Charme der Melodien und die Leidenschaft der Musiker/innen. Noch nicht ganz so lange existiert die Band Meretrio, gegründet 2004 in São Paulo, von der Kritik aber schon hoch gelobt. Ihr jüngstes Album "Choros" widmen Emiliano Sampaio (Gitarre und Posaune), Gustavo Boni (Bass) und Luis André (Schlagzeug) den Pionieren des Choro - und erweisen sich als ebenso einfallsreiche, raffinierte und humorvolle Nachfolger. Gestaltung: Johann Kneihs

20.00 Uhr
Kabarett direkt

Der Salzburger Stier gilt als "Radio-Oscar" des deutschsprachigen Kabaretts und wird 2021 zum 40. Mal gemeinsam von öffentlich-rechtlichen Radiosendern aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol verliehen. Das Kabarettforum Salzburger Stier ist heuer zu Gast im Kulturzentrum Tollhaus in Karlsruhe. Die Eröffnungsgala am 25.Juni bestreiten die Ausgezeichneten des Vorjahres: der österreichische Satiriker Florian Scheuba, die deutsche Bühnenliteratin Sarah Bosetti und der Schweizer Kabarettist Renato Kaiser. Corona-bedingt fielen deren Bühnenauftritte 2020 aus und die Präsentationen ihrer prämierten Programme kam aus dem Radiostudio. In "Kabarett direkt" werden Florian Scheuba, Sarah Bosetti und Renato Kaiser live aus dem Tollhaus für einen fulminanten Auftakt der zweitägigen Stier-Veranstaltung sorgen. Am 26. Juni kommen in Karlsruhe die diesjährigen Preisträger/innen zu Wort: der Kabarettist und Schauspieler Thomas Stipsits, die Schweizer Slam-Poetin Lara Stoll und der deutsche Kabarettist Moritz Neumeier. Zusätzlich erhält Joachim Rittmeyer aus der Schweiz einen "Ehrenstier" für sein Lebenswerk. Portraits der Prämierten hören sie ab 4. Juli im Kleinkunstmagazin "Contra".

22.50 Uhr
Spielräume - Nachtausgabe

Arhoolie! Chris Strachwitz und seine musikalischen Weltreisen in den USA Wie klar und klug kann doch der freie, unverstellte Blick von Immigranten auf ein für sie neues Land sein! Etwa der des jugendlichen Christian Alexander Maria, Graf Strachwitz von Groß-Zauche und Camminetz, der nach dem zweiten Weltkrieg mit seiner Familie aus Schlesien in die USA übersiedelte und in Kalifornien zu Chris Strachwitz wurde. Frei von rassistischen Vorurteilen und unbeeinflusst von den gefestigten Marketing-Kategorien der US-Musikindustrie stürzte sich der junge Technik-Student auf jegliche Musik, die ihn begeistern konnte, und wurde zum akribischen Schallplattensammler. Ende der 50er Jahre entdeckte er dann in Texas den noch weitgehend unbekannten Bluesmusiker Mance Lipscomb und begründete mit den ersten Aufnahmen von ihm das Label Arhoolie Records, auf dem er im Laufe der folgenden Jahrzehnte als Produzent die gesamte Bandbreite der Volks- und Rootsmusik in den USA (und darüber hinaus) versammelte - nie dem Diktat des Marktes, sondern immer nur seiner Neugier, seiner Faszination und seinem Entdeckergeist folgend. Am 1. Juli feiert Chris Strachwitz seinen 90. Geburtstag. Ö1 gratuliert in einer Spielräume Nachtausgabe mit Livemusik und einer Runde ausgewiesener Strachwitz-Fans im Studio: Journalist Michael Freund, Singer-Singwriter Gottfried Gfrerer, Schallplattensammler Leopold Stepanek sowie Bernadette Schlembach und Jörg Gaisbauer vom Wiener Cajun-Fiddle-Duo "Tous Les Deux". Gestaltung: Michael Neuhauser

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Spielräume - Nachtausgabe

(Fortsetzung). Arhoolie! Musikalische Weltreisen in den USA Wie klar und klug kann doch der freie, unverstellte Blick von Immigranten auf ein für sie neues Land sein! Etwa der des jugendlichen Christian Alexander Maria, Graf Strachwitz von Groß-Zauche und Camminetz, der nach dem zweiten Weltkrieg mit seiner Familie aus Schlesien in die USA übersiedelte und in Kalifornien zu Chris Strachwitz wurde. Frei von rassistischen Vorurteilen und unbeeinflusst von den gefestigten Marketing-Kategorien der US-Musikindustrie stürzte sich der junge Technik-Student auf jegliche Musik, die ihn begeistern konnte, und wurde zum akribischen Schallplattensammler. Ende der 50er Jahre entdeckte er dann in Texas den noch weitgehend unbekannten Bluesmusiker Mance Lipscomb und begründete mit den ersten Aufnahmen von ihm das Label Arhoolie Records, auf dem er im Laufe der folgenden Jahrzehnte als Produzent die gesamte Bandbreite der Volks- und Rootsmusik in den USA (und darüber hinaus) versammelte - nie dem Diktat des Marktes, sondern immer nur seiner Neugier, seiner Faszination und seinem Entdeckergeist folgend. Am 1. Juli feiert Chris Strachwitz seinen 90. Geburtstag. Ö1 gratuliert in einer Spielräume Nachtausgabe mit Livemusik und einer Runde ausgewiesener Strachwitz-Fans im Studio: Journalist Michael Freund, Singer-Singwriter Gottfried Gfrerer, Schallplattensammler Leopold Stepanek sowie Bernadette Schlembach und Jörg Gaisbauer vom Wiener Cajun-Fiddle-Duo "Tous Les Deux". Gestaltung: Michael Neuhauser

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 3:00 und 5:00 Uhr Nachrichten