Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Kulturjournal

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Jedermanns Juden". Die Direktorin des Jüdischen Museum Wien, Danielle Spera, erzählt über jüdische Protagonist/innen in der hundertjährigen Geschichte der Salzburger Festspiele 1920 wurden die Salzburger Festspiele als katholisch-neobarockes Spektakel gegründet, doch gerade viele Wiener Jüdinnen und Juden förderten hier die Wiederbelebung des Österreich-Gedankens auf der Bühne. Neben der erwarteten Tradition fand sich auch überraschend viel Avantgarde auf dem Programmzettel, sogar ein Werk von Arnold Schönberg wurde 1928 aufgeführt. Während des Austrofaschismus erfolgte eine Politisierung, da sich Österreich als besserer deutscher Staat präsentieren wollte. 1938 schließlich wurden die Festspiele im Sinne der "Rassentheorie" der Nazis ideologisch uminterpretiert, Jüdinnen und Juden waren nicht mehr erwünscht und wurden vertrieben. In der Nachkriegszeit fanden sich nur wenige jüdische Protagonisten und Protagonistinnen unter den Regisseuren und Darstellern. Dazu ist eine Ausstellung im Jüdischen Museum Wien geplant. Im Zentrum der von Marcus G. Patka und Sabine Fellner kuratierten Ausstellung stehen einige noch nie gezeigte Objekte aus dem Nachlass von Max Reinhardt sowie vielfältige Kunstwerke, die den Aufstieg der Festspiele bis heute, sowie die Lebenswege der verschiedenen handelnden Personen, ihre Karrieren und Fluchtwege nachzeichnet. Von ihnen erzählt die Direktorin des Jüdischen Museums Wien, Danielle Spera, in ihren "Gedanken für den Tag". - Gestaltung: Alexandra Mantler

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Christoph Wagner-Trenkwitz. Sanft und ausdrucksstark. Wir kühlen den Sommertag mit Musik von Eugène Isaye und für ihn: u. a. Debussy und Elgar widmeten dem belgischen Virtuosen Violinstücke, mit Clara Schumann musizierte er am Beginn seiner Karriere Beethoven. Ein ganz anderer Widmungsträger: Nelson Mandela. Der heute vor einem Jahr verstorbene südafrikanische Musiker Johnny Clegg schrieb für den Sträfling den Anti-Apartheid-Song "Asimbonanga".

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Zoologe Walter Hödl über seine Forschungsreisen in die Tropen. Teil 4: Rendezvous am rauschenden Bergbach Gestaltung: Renate Pliem Seit den 1970er Jahren ist Walter Hödl begeisterter Froschforscher. Seine Arbeit begann im Labor - er schrieb seine Dissertation über die Retina der Froschaugen. Doch dann der Sprung "ins kalte Wasser": ein einjähriger Forschungsaufenthalt in Amazonien. Der größte Regenwald der Erde galt als die "grüne Hölle" - Walter Hödl war der erste, der dort Froschforschung betrieb. An den "schwimmenden Wiesen" des Amazonas nahm er mit einem Tonbandgerät die Laute von 15 verschiedenen Froscharten auf und fand heraus, dass sich diese durch unterschiedliche Frequenzen unterscheiden, ähnlich wie Trägerfrequenzen bei Radiostationen. Einmal im Jahr forscht Walter Hödl mit seinen Mitarbeiter/innen in Französisch-Guyana, wo sie - mitten im Regenwald - "Haustiere" haben: kleine (quasi ungiftige) Pfeilgiftfrösche, die, durch Pfeifen angelockt, direkt zu den Menschen hüpfen und für wissenschaftliche Versuche zu Bioakustik, Territorial- oder Heimfindeverhalten zur Verfügung stehen. Auf Borneo entdeckten Walter Hödl und sein Team an rauschenden Bergbächen Winkerfrösche, die mit winkenden Bewegungen der Hinterbeine kommunizieren, da die Stimmen der Tiere in der lauten Umgebung sonst untergehen würden. Auch in Indien und Brasilien fand Walter Hödl Winkerfrösche. Auf der Suche nach Tieren mit dieser speziellen Anpassung entdeckte der Wissenschaftler in Afrika dann "Blinkerfrösche", die ihre Schallblasen als Signalgeber nützen.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - 100 Jahre Salzburger Festspiele

Eine Geschichte in 1.000 Facetten (4). Gestaltung: Nadja Kayali, Michela Schierhuber Friedensprojekt, "großes Welttheater", Weltmarke und "Zentrum der Kunst": all das und noch viel mehr sind die Salzburger Festspiele nun schon seit genau 100 Jahren. Die Idee für ein Festival von Weltrang gärte schon viele Jahre bevor am 22. August 1920 erstmals der Salzburger Domplatz zur Bühne für den "Jedermann" wird. "Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes", aus der Feder von Hugo von Hofmannsthal in einer Inszenierung von Max Reinhardt, vereint künstlerisch zwei der Gründerväter des Festivals. Der Wunsch, in der Mozartstadt seinem Genius loci regelmäßig ein künstlerisches Denkmal zu setzen, kursierte bereits seit den 1840er Jahren. Gemeinsam mit Richard Strauss, Franz Schalk und Alfred Roller wurde schließlich nach Ende des Ersten Weltkriegs die Vision eines "Wallfahrtsorts der Kunst" konkret. Nach den Gräueln der Kriegsjahre sollte die Kunst ganz bewusst zu einem - auch international - einenden Band werden. Doch der künstlerische Blick in die Vergangenheit war und ist auch immer mit einem Blick in die Gegenwart und Zukunft verbunden: schon mit Richard Strauss war zu Gründerzeiten ein zeitgenössischer Komponist prominent vertreten, Werke von Gottfried von Einem, Friedrich Cerha, Luciano Berio, Krzysztof Penderecki oder Kaija Saariaho standen und stehen auf dem Spielplan, Nachwuchsprogramme für zeitgenössische Komponist*innen, junge Regisseur*innen und Sänger*innen zähl(t)en ebenso zum umfassenden Programm der Salzburger Festspiele. Trotz, oder wohl gerade wegen der Maxime, die besten Künstlerinnen und Künstler aus jeder Sparte zu vereinen, bieten die Salzburger Festspiele wie kaum ein anderes Festival die Möglichkeit zu einem triumphalen Debut oder einem legendären Einspringen. Denn bei den Salzburger Festspielen zählen nicht nur die Dramen auf der Bühne, sondern auch jene dahinter: spätestens seit der Ära Karajan hat auch der internationale Jetset in der Mozartstadt Einzug gehalten und ist fixer Bestandteil der Berichterstattung. Ein Faktum, das manchmal das feinziselierte Programm auf "Highlights" zu beschränken versucht. Aber ein Blick in die scheinbar "unspektakulären" Konzerte und Schauspielabende rückt das Bild rasch zurecht. In ihrer 100-jährigen Geschichte sind die Salzburger Festspiele auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Stadt und Land Salzburg geworden. Gleichzeitig gelingt es den Salzburger Festspielen in ihrem hohen Anspruch an die Kunst auch das heimische Publikum in Salzburg einzubinden, nicht zuletzt durch das "Fest zur Festspieleröffnung" oder das mannigfaltige Nachwuchsprogramm, wie günstige Jugendabos. Damit ein so großes Unterfangen mit rund 200 Aufführungen in knapp 40 Tagen sicher über die Bühne gehen kann, bedarf es vieler kleiner Rädchen, die ineinandergreifen, um das große Ganze - also das "Große Welttheater" - bilden zu können. Im Scheinwerferlicht steht also nicht nur die Festspielgeschichte auf der Bühne, sondern auch die 1.000 Facetten dahinter.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Intensivmedizin

In der Blackbox (4). Gestaltung: Christina Höfferer In der Coronakrise war Italien der erste europäische Intensivpatient. Damit rückte ein Thema ins Blickfeld, das sonst kaum in den Schlagzeilen auftaucht. Die Intensivmedizin ist eine Blackbox. Wenige kommen hinein, viele kommen nicht mehr heraus aus Stationen, die mit höchster Technik ausgerüstet sind und speziellstes Know How bieten. Was passiert in den Intensivstationen? Wie sind sie organisiert, wie ausgestattet? Höchst unterschiedlich, zeigte der europäische Vergleich aus Anlass der Coronakrise. Ausgangspunkt Südtirol: Der Gastwirt Otto Egger hat sich auf seiner Berghütte in Meran im Kundenkontakt mit Covid 19 infiziert: "Nach vier Tagen bin ich aufgewacht, und dann bin ich nicht mitgekommen, wo ich bin, ich hörte eine fremde Sprache." Otto Egger war mit dem Flugzeug aus Südtirol nach Chemnitz in Deutschland gebracht worden, wo sein Leben gerettet wurde. "Die Mitarbeiter auf der Intensivstation haben auf mich geschaut, wie wenn ich ihr Kind wäre." Elena Costantini ist Reanimationsmedizinerin im Humanitas Krankenhaus in Mailand. "Ich verbringe die meiste Zeit meines Lebens in der Intensivmedizin, ich weiss, dass wirkt bedrückend, aber für mich ist es ein Ort der Hoffnung, wo Ärzte und Pfleger in sehr schwierigen Situationen zusammenarbeiten um Leben zu retten."

09.45 Uhr
Radiokolleg - Lexikon der österrichischen Popmusik

Dorian Concept, Eela Craig, Christina Stürmer, Boris Bukowski (4). Gestaltung: Thomas Mießgang, Walter Gröbchen, Stefan Niederwieser, Al Bird Sputnik *Boris Bukowski - steirischer Popstar mit Doktortitel* Die Musikerlaufbahn von Boris Bukowski (geboren 1946) begann im Teenager-Alter als Schlagzeuger verschiedener kurzlebiger Rock-N-Roll- und Beat-Bands im Raum Fürstenfeld. Im Jahr 1972 stieg er bei der Progressive Rock-Formation Magic 69 ein, die er anfangs als Drummer verstärkte und später als Lead-Sänger anführte. Die Band, die sich ab 1974 nur mehr Magic nannte, konnte mit einigen Singles reüssieren und veröffentlichte im Laufe ihres Bestehens insgesamt 3 Studioalben für die Plattenfirma Atom. Insbesondere der Song "Kokain" (1977) entwickelte sich zum anhaltenden Verkaufserfolg. Ab den späten 1970er-Jahren trat Bukowski als Betreiber eines eigenen Tonstudios in Graz mit dem Namen Magic Sound in Erscheinung, das er gemeinsam mit dem Magic-Organisten Andi Beit gegründet hatte. Als Solo-Musiker debütierte er im Jahr 1985, als sein Erstlingswerk mit dem schlichten Namen "Boris Bukowski" in die Läden kam. Es folgten weitere Studioalben und Tourneen im deutschsprachigen Raum, die Bukowski ein stetig wachsendes Publikum bescherten. Zu seinen größten Hits wurden die Songs "Trag meine Liebe wie einen Mantel", "Fandango", "Ich bin müde" und einmal mehr "Kokain", das er im Jahr 1987 in einer neuen Version veröffentlichte. Der vielseitige Künstler, der in seinem bürgerlichen Leben ein Studium der Rechtswissenschaften mit dem Doktortitel abgeschlossen hatte, veröffentlichte 2013 seine Autobiographie "Unter bunten Hunden". Im Jahr 2017 erschien Boris Bukowskis Comeback-Album mit dem Titel "Gibt es ein Leben vor dem Tod"? Gestaltung: Al Bird Sputnik

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

mit Helene Breisach Schumann und das "kleine Genre" Um 1849/50 schrieb Robert Schumann zahlreiche Stücke für Kammerbesetzungen - häufig für Klavier und ein seltenes Soloinstrument, z. B. Horn. Zumeist hat er bei der Komposition bereits alternative Besetzungen vorgesehen - mit Ausnahme der "Drei Romanzen für Oboe und Klavier". Auf den Vorschlag des Verlegers Simrock, ob auch Klarinette und Klavier möglich seien, reagierte Schumann verärgert: "Wenn ich originaliter für Klarinette und Klavier komponiert hätte, würde es wohl etwas ganz anderes geworden sein." - Aber ausgerechnet von den "Drei Romanzen" existieren heute Aufnahmen mit Fagott, Klarinette, Violine und Klavier - oder mit Flöte und Harfe. Wir hören uns an, inwiefern diese Musik "etwas ganz anderes geworden" ist.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Minetti" von Thomas Bernhard (Ausschnitt). Es liest Ignaz Kirchner. "In einem fürchterlichen Augenblick habe ich mir die Maske aufgesetzt. Lebenslänglich. Die Gesellschaft ist erschrocken. Ich selbst bin lebenslänglich erschrocken." Mit diesen Sätzen steigt der Zuhörer in den Schauspieler-Monolog von Thomas Bernhards Stück "Minetti" ein, den Ignaz Kirchner im Rahmen der Bernhard-Tage Ohlsdorf und der Festwochen Gmunden 2001 unter freiem Himmel gelesen hat. Ein Ausschnitt daraus ist zu hören. Das Stück "Minetti", wie sein Geschwisterstück "Die Berühmten" 1976 uraufgeführt, handelt von einem einsamen alten Schauspieler, der vergeblich nach Oostende gekommen ist, um dort mit dem Schauspieldirektor von Flensburg sein Comeback als Lear, jene Rolle, die ihn einst berühmt gemacht hat, zu fixieren. Als der Intendant nicht erscheint, begeht der gescheiterte Theaterkünstler in der eiskalten Silvesternacht Selbstmord. "Die verschiedenen Bezugsebenen sind so geschickt ineinander verstrickt, dass oft nicht mehr unterschieden werden kann, was biografische Anspielung, poetologische Reflexion, intertextuelle Bezugnahme oder Autorenwort ist. Thomas Bernhard widmet dem Schauspieler Minetti ein Stück, das nach diesem benannt ist und in dem dieser sich selbst spielt. Trotzdem ertönt ein typisch Bernhardscher Monolog, der wiederum als das Shakespeare-Palimpsest des "King Lear" zu erkennen ist, durch das Minetti versucht, seine Identität zu begründen. Zudem bildet die Struktur einer realen Biografie den Hintergrund für dieses Stück: das Leben des Schauspielers Werner Krauß." (Manfred Mittermayer und Uwe Betz) Gestaltung: Alfred Pittertschatscher. Präsentation: Gudrun Hamböck

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1 Liebstöckel, Nacktmull Co. Vom Leben der Natur Vol. 1 Gestaltung: Stephan Pokorny Wie macht man Natur hörbar? Ein Summen, ein Zwitschern, ein Bachrauschen lässt sich leicht mit einem Aufnahmegerät einfangen. Doch wie bringt man faszinierende Zusammenhänge von Flora und Fauna ins Radio oder auf eine CD? Die Erfahrung zeigt: mit der Begeisterung jener, die am besten darüber Bescheid wissen. Jede Woche von Montag bis Freitag öffnet sich in Ö1, jeweils von 8.55 Uhr bis 9.00 Uhr der Vorhang zu einer imaginären Naturbühne und präsentiert ein Thema, das für eine Woche im Zentrum der Sendereihe steht. Diese sind so vielfältig, so bunt und schillernd wie die Natur selbst. Von der Milchstraße zum mikroskopisch kleinen Einzeller spannt sich der Bogen von "Vom Leben der Natur", funkelnde Edelsteine und Bachkiesel haben ebenso ihren großen Auftritt wie Tiere und Pflanzen in vielfältigen Lebensräumen. Das Schwierigste an der vorliegenden Produktion: die Auswahl - diesmal sind es folgende Themen: Die Pfütze. Die Kommunikation von Katzen. Heimische Nadelbäume. Hummeln. Nacktmulle. Der Donau-Kammmolch. Die Heilkraft der Pflanzen. Lippfische. Liebstöckel, Nacktmull Co. Vom Leben der Natur Vol. 1 2 CDs Download ORF-CD 819

11.30 Uhr
Des Cis

mit Irene Suchy. Zwei Weltersteinspielungen, eine Uraufführung - Adès dirigiert Adès. Thomas Adès, 1971 in London geboren, ist von Erfolg verwöhnt. Seine Oper "Powder her face" wurde in Wien 2019 gefeiert, wenngleich mit nicht jugendfreiem Inhalt. Auf der neuen CD dirigiert Adès das Boston Symphony Orchestra und den Piansten Kirill Gerstein, und zwar die Uraufführung seines Klavierkonzerts. Die New York Times wählte dieses Stück zu den besten Premieren klassischer Werke 2019, das Wallstreet Journal schrieb über den Komponisten: "Der gefragteste Musiker unserer Zeit". Adès´ Totentanz für Orchester, Sopran (gibt den Lebenden ihre Stimme) und Bariton (die Stimme des Todes), ist ein Dialog zwischen Tod und den Menschen, allen Menschen: vom Papst bis zum Baby. Den Text entnahm Adès einem Manuskript aus dem 15. Jahrhundert. BEETHOVEN ESSENZIELL DesCis bringt anlässlich des Beethovenjahres 2020 eine wöchentliche Serie unter dem Titel "Beethoven - essenziell". In 250 Sekunden wollen wir immer am Donnerstag versuchen den Menschen, das Werk, die Zeit und die Auswirkungen dieses so herausragenden Künstlers zu beleuchten - zur Feier der 250. Wiederkehr des Geburtstages Beethovens.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Toscaninis Leonore, Schönbergs Tove und viel mehr: Klingende Erinnerungen an Rose Bampton Dass ein- und dieselbe Sängerin parallel den nun in den USA lebenden Arnold Schönberg in Begeisterung versetzt, für Arturo Toscanini die Leonore in Beethovens "Fidelio" singt und ein breites Radiopublikum mit ihren Musicalinterpretationen erreicht, ist bereits ein ungewöhnlicher Fall. Doch Rose Bampton, Amerikanerin, Sopranistin mit 3-Oktaven-Stimme, mit Karrierehöhepunkt in den 1930er Jahren, hatte noch mehr zu bieten. Sie sang Rossini mit einer Koloraturfestigkeit, die ihrer Ära weit voraus war, gehörte für Mozart wie für Verdi zum Ensemble der Metropolitan Opera und wurde im Team mit dem genialen Dirigenten Leopold Stokowski auch zur Tonaufnahme-Pionierin.

15.30 Uhr
Moment

on singenden Flaksplittern, beinahe amputierten Armen und Röcken aus Soldatenmänteln Im Rahmen des Projektes "1945 erinnern" entstanden 2005 in Zusammenarbeit mit der Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen der Universität Wien fünf "Moment"-Sendungen über ganz persönliche Rückblicke auf das Jahr des Kriegsendes. In Teil vier schildern die Zeitzeugen Friederike und Friedrich Plachy, Hedwig Öhler, Luitgard und Helmfried Knoll und Günther Doubek den Alltag der letzten Kriegstage, erzählen vom falschen Mythos, dass man nur von Bomben getroffen wird, die man nicht hört. Oder von Soldatenliedern im Radio und von Erinnerungen an Töne und Geräusche, die auch Jahrzehnte danach in einem norwegischen Museum zu Panik führen. Im anschließenden Studiogespräch bringt die Historikerin Heidemarie Uhl diese Schilderungen in einen aktuellen zeitgeschichtlichen Kontext und spricht über Möglichkeiten, Potentiale und Grenzen von "oral history", traumatische Ereignisse für ganze Familien und Dinge, an die man sich vielleicht lieber nicht mehr erinnert. Gestaltung: Andrea Hauer und Lukas Tremetsberger

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Rudi präsentiert das Ö1 Kinderjournal Rudi ist zurück von seinem Ausflug und nimmt gleich in der Nachrichtenredaktion Platz. Er will wissen, was diese Woche in Österreich und in anderen Ländern der Welt passiert ist.

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Warum es in Österreich Volksgruppen gibt Anna Masoner Erst einmal klingt es etwas altmodisch, das Wort Volksgruppe. Volk, so nannte man früher alle Menschen, die in einem Land leben, heute sagt man dazu Bevölkerung. Und Volksgruppe wäre somit ein Teil aller Menschen, die in einem Land leben. An sich wäre es ja nicht so wichtig, aus wie vielen Gruppen das Volk oder die Bevölkerung zusammengesetzt ist, aber in Österreich versteht man unter Volksgruppen etwas ganz Bestimmtes. Nämlich Gruppen österreichischer Staatsbürgerinnen und Staatsbürger, deren Muttersprache nicht deutsch ist. Sechs solche Gruppen sind gesetzlich anerkannt. Welche das sind und warum sie unter besonderem Schutz stehen, das erfahren die Ö1 Kinderunireporterinnen und Reporter von Katharina Tyran vom Institut für Slawistik der Universität Wien.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.25 Uhr
Das Objekt der Begierde

Ein Sommer voller Museen in Österreich 1

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Xavier Plus. Das neue Album des Gitarristen John Scofield "Swallow Tales" ist der Titel des ersten Albums des Gitarristen John Scofield als Bandleader für das Münchener Label ECM. Wie der Titel schon verrät, handelt es sich dabei um eine Hommage an seinen langjährigen Mitmusiker, Mentor und nicht zuletzt engen Freund, den Bassisten Steve Swallow. Im Trio mit dem wie immer Wände versetzend swingenden Schlagzeuger Bill Stewart durchstöbern die Musiker Swallows üppigen, jahrzehntelang gewachsenen Kompositionskatalog. Die Spielräume präsentieren diese höchst gelungene Verbeugung und kontextualisieren sie mit anderen, bisweilen historischen Aufnahmen von Steve Swallows Stücken.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Welchen Beitrag leistet "Sound History" für die Geschichtsforschung? Mit Martin Scheutz, Institut für Österreichische Geschichtsforschung, Universität Wien. Gestaltung: Rosemarie Burgstaller Seit rund zwanzig Jahren zeigen sich vermehrt Bemühungen um eine sogenannte "Sound history" oder eine Geschichte des Klanges, welche die traditionelle Geschichtsforschung ergänzen kann. Der boomende Forschungszweig der "Sound history" setzt sich mit dem Klang und der Geschichte des Hörens vor und nach der Edison-Revolution von ca. 1880 auseinander. Klänge, Töne, Geräusche und die daraus bezogenen Erfahrungen prägten die Zivilisationsgeschichte des Menschen mit. Vor dem breiten Aufkommen von Taschenuhren im 18. Jahrhundert waren Glocken und ihr Schlagen und das dadurch vermittelte Zeitsystem prägend für das Alltagsleben der Menschen. Die ökonomische und soziale Umgebung bestimmte das Hören mit und formte die lokale und regionale Identität. Man fühlte sich einem Glockenklang zugehörig. Die Geräuschkulisse in Stadt und Land war über die Jahrhunderte einem ständigen Transformationsprozess ausgesetzt und spiegelte die technischen Errungenschaften und das politisch-soziale Leben der Zeit wider.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Der Auto-Weltmeister Tschechien sucht nach einer wirtschaftlichen Zukunft. Gestatung: Kilian Kirchgessner Es ist ein doppelter Schlag für Tschechien: Auch schon vor Corona geriet das Geschäftsmodell des Landes ins Wanken. Das prophezeite Ende des Verbrennungsmotors dürfte Tschechien, das pro Kopf weitaus mehr Fahrzeuge baut als etwa Deutschland, hart treffen. Denn das 10 Millionen-Einwohner-Land verdankt seinen neu errungenen Wohlstand vor allem der Autoindustrie. Es hatte in den letzten Jahren die niedrigste Arbeitslosigkeit der ganzen EU, war der erfolgreichste Standort unter den östlichen EU-Ländern und hatte in Sachen Bruttosozialprodukt schon einige südeuropäische Volkswirtschaften überholt. Die Corona-Pandemie könnte den Strukturwandel weg von der Autoherstellung deutlich beschleunigen - mit ungeahnten Auswirkungen. Aber es gibt nicht nur Corona-Verlierer. Manche Unternehmer und Wissenschafterinnen sehen die Chance, sich nun auf neue, zukunftsträchtige Wirtschaftszweige zu verlegen. Tschechien könnte sich jetzt von seinem Ruf emanzipieren, die "verlängerte Werkbank" ausländischer Investoren zu sein.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

.diskussionen Das Gesprächsformat am Donnerstag: mit Diskussionen zu aktuellen Wochenthemen, Hintergrundgesprächen, wissenschaftlichen Disputen, interdisziplinären Dialogen, Werkstattgesprächen.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Altenberg Trio. Ludwig van Beethoven: Variationen über Wenzel Müllers Lied "Ich bin der Schneider Kakadu" für Klavier, Violine und Violoncello G-Dur op. 121a * Kurt Schwertsik: Sonatine 2020 (Uraufführung - Auftragswerk der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien) * Johannes Brahms: Trio für Klavier, Violine und Violoncello Nr. 3 c-Moll op. 101 (aufgenommen am 25. Juni im Gläsernen Saal des Wiener Musikvereins). Präsentation: Stephanie Maderthaner

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Überleben als besondere Aufgabe" - Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Harry Merl, Psychoanalytiker und Begründer der Familientherapie (Erstausstrahlung am 19. März 2020) Als 3-Jähriger erlebte Harry Merl, wie in der Nacht von 9. auf 10. November 1938 ein jüdischer Nachbar von der nationalsozialistischen "Sturmabteilung" festgenommen wird. Sein Name war Steinfeld. So wie Herr Steinfeld, sollten noch viele Verwandte und Freund/innen der jüdischen Familie Merl im Holocaust ermordet werden. Harry Merl und seine Eltern überleben das Schreckensregime der Nationalsozialisten, versteckt in einem Kohlekeller. Harry Merl zählt zu den wenigen jüdischen Kindern, die den Holocaust in Wien überlebt haben. Schon im Alter von elf Jahren empfand er sein Überleben "als unverdientes Privileg, aber auch als besondere Aufgabe". Später studierte er Medizin, wurde Psychoanalytiker und begründete 1968 die Familientherapie in Österreich. Als langjähriger Leiter des Instituts für Psychotherapie an der oberösterreichischen Landesnervenklinik Wagner-Jauregg in Linz entwickelte er eine Methode, um den "Traum vom gelungenen Selbst" zu erkennen und zu verwirklichen. Heute ist er Vater von fünf Kindern, hat 18 Enkelkinder und sechs Urenkel. Seine Biographie ist 2019 unter dem Titel "Harry Merl - Vater der Familientherapie" erschienen. Von seinem Leben und Wirken, sowie von seiner Konversion zur "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage", besser bekannt als Glaube der "Mormonen", erzählt Harry Merl "Im Gespräch" mit Renata Schmidtkunz.

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Lukas Resetarits: Wurscht Gestaltung: Stephan Pokorny Politik ist reduziert auf Propaganda in der bezahlten Gratis-Boulevardpresse. WURSCHT! Soziopathen regieren Weltmächte. WURSCHT? Im Schnitzelland geht's ZACK ZACK ZACK! und GLOCKGLOCKGLOCK! WURSCHT! In knapp vier Jahren ebenso viele Regierungen. Wahlkampf in der Endlosschleife. Täter gebärden sich als Opfer der eigenen Schmutzkübelkampagnen. Da kann der Satiriker kaum mithalten. Fake-News und Message-Control dominieren. Lukas Resetarits ist es nicht WURSCHT, darum stellt er Fragen und sucht Antworten. Ein Live-Mitschnitt aus dem Stadtsaal Wien vom Dezember 2019.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

100 Jahre Salzburger Festspiele.Eine Geschichte in 1.000 Facetten (4). Gestaltung: Nadja Kayali, Michaela Schierhuber Intensivmedizin. In der Blackbox (4). Gestaltung: Christina Höfferer Lexikon der österreichischen Popmusik. Dorian Concept, Eela Craig, Christina Stürmer, Boris Bukowski (4). Gestaltung: Thomas Mießgang, Walter Gröbchen, Stefan Niederwieser, Al Bird Sputnik

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Das vierte Album von Land of Kush Ende Juni wäre Sam Shalabis Egyptian Light Orchestra Land of Kush erstmals in Europa aufgetreten, bei der 50. Ausgabe des Roskilde Festivals, das wegen der Corona-Pandemie jedoch abgesagt werden musste. Unlängst ist das vierte Album, "Sand Enigma", von Land of Kush erschienen. Avantgarde, Psychedelic Rock, Improvisationsmusik, Out Jazz, Experimentalelektronik und die Musik des Nahen Ostens - Sam Shalabis Musik für seine Big Band ist all das und dabei doch in ihrer unverwechselbaren Mischung einzigartig und immer wieder aufs Neue überraschend. Erstmals haben auch zwei namhafte Vertreter/innen der ägyptischen Szene für experimentelle Musik an der Entstehung des neuen Stückes "Sand Enigma" mitgewirkt, nämlich Nadah El Shazly (Vocals) und Maurice Louca (Keyboards und Electronics). Gestaltung: Susanna Niedermayr

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Scheidle Musikauswahl: Friederike Raderer dazw. 03:00 Uhr Nachrichten