Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Medizin und Gesundheit

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Die Botschaften der Hände" von Ingrid Pfeiffer, Autorin und Germanistin Sommer 2020 - wer in diesem von Covid-19 bestimmten Jahr an Hände denkt, hört unweigerlich die Mahnung, das Händeschütteln zu vermeiden. Berührung ist jedoch das Erste, was mit Händen assoziiert wird, umso größer die Irritation. Und umso wichtiger sei es, den Händen unsere volle Aufmerksamkeit zu widmen, findet die Autorin und Germanistin Ingrid Pfeiffer. Denn Hände seien weit mehr als anatomisch zu beschreibende Teile des menschlichen Körpers, der nun von anderen fernzuhalten ist: "Wir sind in unseren Händen und zwar sowohl in ihrem Tun (und Lassen) als auch in ihrer Art. Ihr Charakter ist unser Charakter. Hände sind Boten des jeweils individuellen menschlichen Wesens. In den Händen kann man lesen, ohne Handleserei zu betreiben". Die Sprache wisse davon und fordere mit vielen Redewendungen und detailreichen Beschreibungen dazu auf hinzuschauen und zu entdecken.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Colin Mason. Pragmatisten, Propangandisten ... und Utopisten. "Paris vaut bien une messe? soll der friedensstiftende französische König Heinrich IV anlässlich eines Besuches am 25. Juli 1593 in der Basilika Saint-Denis gesagt haben - oder es wurden ihm nachträglich diese Worte in den Mund gelegt. Die Sendung bezieht sich allerdings nicht nur auf den katholischen Gottesdienst, sondern auch auf Veranstaltungen, die eher dem Mammon dienen sollten - auf die verschiedenen Weltausstellungen, die im Paris des 19. Jahrhunderts stattfanden. Als weitere Bezugspunkte dürfen dort präsentierte Neuerfindungen (auch musikbezogene) sowie die Liste der schillernden Persönlichkeiten gelten, die sich den Prunk und Protz der französischen Hauptstadt nicht entgehen lassen wollten - darunter Kaiser Franz Joseph I, der russische Zar Alexander II, die englische Königin Victoria und der Prinz Tokugawa Akitake, Bruder des letzten japanischen Shoguns.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Dirk Ulrich vom Alpenzoo Innsbruck spricht über den Baummarder. Teil 4: Überleben im harten Winter Gestaltung: Thomas Thaler Der Baummarder ist ein scheues Waldtier. In freier Wildbahn bekommt ihn kaum jemand zu Gesicht. Wer ihn sehen will, ist auf den Zoo - etwa den Alpenzoo Innsbruck - angewiesen. Wird ein Marder gesichtet, handelt es sich fast ausnahmslos um den nahen Verwandten, den Steinmarder. Dieser hat als Kulturfolger nicht immer den besten Ruf. Er lärmt im Dachboden, beißt Kabel im Auto durch, oder dringt in den Hühnerstall ein. Der Baummarder hat seine ökologische Nische als Kletterkünstler in hohen Bäumen des Waldes gefunden. Dort schläft er tagsüber in Astgabeln oder Baumhöhlen, und dort geht er vorwiegend in der Dämmerung auf Jagd. Er räumt Vogelnester aus und liefert sich wilde Verfolgungsjagden mit Eichhörnchen. Am Boden ist der Baummarder vor allem zur Paarungszeit zu finden. Dann markiert er an auffälligen Stellen - etwa an Baumstümpfen oder Steinen - sein Revier. Männliche Tiere legen oft weite Strecken zurück, um möglichst viele Weibchen zu decken. Aufgrund seiner ausgedehnten Reviere ist der Baummarder auf große, zusammenhängende Waldflächen angewiesen. Er bevorzugt naturnahe Wälder, wo er auf Grund der größeren Biodiversität auch ein größeres Beutespektrum vorfindet. Stellenweise hat er daher Lebensräume verloren. Insgesamt gilt er jedoch nicht als gefährdet und zählt in Österreich noch zum jagdbaren Wild.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Fundament des Staates

100 Jahre Bundes-Verfassungsgesetz (4). Gestaltung: Nadja Kayali, Michaela Schierhuber Am 1. Oktober 2020 wird die Österreichische Verfassung bzw. das Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG) 100 Jahre alt. Verfolgen wir die Spur ihrer Entstehung, so führt sie weit zurück in die wechselvolle Geschichte unseres Landes und erreicht ihren Gipfelpunkt in den Jahren zwischen 1918 und 1920, als sich Österreich von einer Monarchie in eine Republik verwandelt. Artikel 1 im Bundes-Verfassungsgesetz definiert es genau: "Österreich ist eine demokratische Republik. Ihr Recht geht vom Volk aus". Es sind also die Bürgerinnen und Bürger, die 1920 zu den neuen Souveränen des Landes werden. Das hat weitreichende Folgen. Neben Demokratie und Republik, rückt auch die Bundesverfassung den einzelnen Menschen in den Vordergrund und schützt ihn vor einem zu großen Machteinfluss des Staates. Selbst wenn der Artikel 1 unmissverständlich formuliert wurde, besteht heute eine eklatante Wahrnehmungsdivergenz zwischen der Bedeutung der Verfassung, die ihr durch Jurististinnen und Juristen zugemessen wird und ihrer Verankerung im Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger. Die Verfassung ist also nicht nur Teil einer höchst anspruchsvollen Disziplin der Rechtswissenschaften, sondern auch etwas, das alle Bürgerinnen und Bürger angeht und sich auch explizit an uns richtet. Weshalb aber ist diese notwendige breite Identifikation eigentlich nicht genügend im Bewusstsein verankert? Dennoch gilt die Österreichische Verfassung den juristischen Expertinnen und Experten in vielerlei Hinsicht als richtungsweisend und fand international große Beachtung. Der 1881 in Prag geborene Rechtswissenschaftler Hans Kelsen gilt als der "Architekt" der Bundesverfassung. Er hat als Urheber mehrerer Entwürfe zur Verfassung den schwierigen Prozess der politischen Konsensfindung begleitet, denn gerade die Grundkonzeption des Staatsfundaments war durch die ideologisch weit auseinanderreichenden Positionen schwierig. So konnte man sich 1920 beispielsweise nicht auf einen Grundrechtskatalog einigen, sondern übernahm jenen aus dem Staatsgrundgesetz von 1867. Das Radiokolleg widmet sich anlässlich des Verfassungsjubiläums der Entstehung der Bundesverfassung, stellt stellt die Grundprinzipien Demokratie, Republik, Bundesstaat und Rechtsstaat ins Zentrum.

09.30 Uhr
Radiokolleg - "Holz, Stroh, Lehm Wasser"

Eine Anleitung zum nachhaltigen Bauen (4). Gestaltung: Margit Atzler, Franziska Dorau Die Baubranche ist weltweit einer der großen CO2-Sünder. Große Mengen des Rohstoff- und Energieverbrauchs werden am Bausektor verursacht - beim Bauen selbst, aber auch in der Herstellung von Baustoffen. Da ist zum einen Zement, der in großen Mengen verwendet wird und bei dessen Gewinnung riesige Mengen an CO2 entstehen. Zum anderen werden Dämmstoffe wie Styropor eingesetzt, die weder zu einem angenehmen, gesunden Raumklima beitragen, noch nachhaltig sind. Wird ein Haus abgerissen, bleiben große Mengen an Müll zurück, der nicht wiederverwertet werden kann. Das Bauwesen hinkt in Fragen der Ressourceneffizienz dramatisch hinter den technischen Möglichkeiten her. Viele Probleme der Bauphysik könnten, so Verfechter von Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen, bereits mit dem richtigen Material gelöst werden. Außerdem: ohne Transformation der Bauindustrie wird es keine Klimawende geben. Doch wie könnte "nachhaltiges Bauen" gehen? Die natürlichen Baustoffe Holz und Lehm, aber auch Stroh wurden jahrtausendelang im Hausbau eingesetzt, bis sie von "modernen", scheinbar robusteren Materialien abgelöst wurden. Früher mit "Armut" assoziiert, haftet ihnen heute der "Ökostempel" an. Der Architekt Andi Breuss beschäftigt sich mit alten Prinzipien des Hausbaus mit Lehm und verwendet den Lehm vom eigenen Acker zur Adaptierung und Neugestaltung von Bestandsgebäuden, zum Beispiel in Mitterretzbach im Weinviertel. Der Förster und Betriebswirt Erwin Thoma gründete seine Firma, um für seine mittlerweile erwachsenen Kinder "das gesündeste Haus" zu bauen. Heute baut die Firma Thoma Vollholzhäuser nach dem Kreislaufkonzept. Vor allem in Zeiten klimatischer Veränderungen sind gängige Bauweisen dringend zu überdenken, auch was den Umgang mit und den Einsatz von Wasser betrifft. Das Projekt der "Schwammstadt Berlin" beispielsweise versucht, die Großstadt für Starkregenereignisse zu wappnen, der Versiegelung der städtischen Bodenflächen entgegenzuwirken und Konzepte zu entwickeln, wie große Wassermengen aufgenommen, gespeichert und in Hitzeperioden zur Kühlung wieder abgegeben werden können. Ein Lehrgang der Technischen Universitäten Wien und Graz setzt sich mit der ganzheitlichen Betrachtung des Lebensweges von Bauwerken auseinander und legt die Grundlage für neue Planungsqualität, wie auch modifizierte Bauprodukte und Bausysteme. Für Strohballenhäuser gibt es im Internet zahlreiche Anleitungen zum selberbauen. Doch geht das wirklich so einfach? Und wie sieht es mit Brandschutz aus? Wie eignen sich Holz, Stroh und Lehm als Träger, Dämm- und Verbundstoffe? Welche Aspekte sind beim Einsatz der jeweiligen Materialien zu beachten und welche Kombinationen sind in unserem Klima sinnvoll? Warum werden die nachhaltigen Lösungen, die selbst in der Umsetzung einfach zu bewerkstelligen wären, nicht längst flächendeckend eingesetzt? Warum wird bei den großen Problemen Lebensraumknappheit und Bodenversiegelung weitergemacht wie bisher?

09.45 Uhr
Radiokolleg - Singen mit ideologischem Grundton

Das Volkslied und seine politische Instrumentalisierung (4). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht Volksmusik und insbesondere Volkslieder sind für viele Menschen lebendiger Ausdruck von Identität, Unverwechselbarkeit und Zusammengehörigkeit - Schlagwörter, die in Zeiten von Globalisierung und bröckelnder gesellschaftlicher Solidarität offenbar immer mehr an Bedeutung gewinnen. Dafür sprechen auch die in den vergangenen Jahren gestiegenen Verkaufszahlen von Tonträgern aus diesem Genre. Heimat, Liebe, Abschied, Verlust - in Volksliedern werden immer gültige Themen verhandelt, verpackt in eingängige Melodien; vielleicht ist es aber auch die Sehnsucht nach dem vermeintlich Ursprünglichen und Natürlichen, das für manche deren besonderen Reiz ausmacht. Allerdings war dieses vermeintlich "Ursprüngliche" und "Natürliche" schon im späten 18. Jahrhundert, als der Begriff "Volkslied" zum ersten Mal aufkam, etwas höchst Künstliches - ein ästhetisches Konstrukt, entworfen von Gebildeten, die an der Schwelle zur Industrialisierung sehnsuchtsvoll auf eine "gute alte Zeit", auf ein ländliches Idyll zurückblickten. Die romantischen Volkslieder sollten weder frivol, noch städtisch und erst recht nicht politisch sein - doch das änderte sich bald. So spielten Volkslieder zum Beispiel schon im Vormärz für die nationale Identitätsbildung eine große Rolle. Der zunehmende Nationalismus im 19. Jahrhundert beförderte auch das Anlegen umfangreicher Volkslied-Sammlungen. In Österreich führte diese Sammeltätigkeit 1904 zur Gründung des so genannten "Volksliedunternehmens", das eine repräsentative Ausgabe des Liedgutes in Österreich und den damaligen Kronländern erstellen sollte. Es ging darum, regionale Eigenheiten zu fördern, gleichzeitig aber auch dem Vielvölkerstaat zu einem übergeordneten Nationalgefühl zu verhelfen. Das intensive Sammeln von Volksliedern hielt bis Ende der 1920er Jahre an. Im Jahrzehnt darauf wandelte sich das Interesse - nun stand die Pflege der gesammelten Lieder im Vordergrund, öffentliche Chorauftritte, "Volkslieder-Wettsingen" u. ä. Veranstaltungen boomten. Diese Praxis wurde von den Nationalsozialisten teils direkt übernommen und das "Volkslied" im Sinne ihrer Ideologie instrumentalisiert; und manchmal, so konstatieren Volksliedforscher/innen, wurden Weichen gestellt, die das NS-Regime überdauern sollten: geistig, sprachlich und institutionell ebenso wie in der praktischen "Pflege". 1956 schrieb Theodor W. Adorno, das gemeinsame Singen, besonders von Volksliedern, erinnere ihn an faschistische Massenveranstaltungen. Dass dies "not sei", stehe nirgends geschrieben. Allerdings fügte Adorno noch hinzu: "Zu fragen ist, was gesungen wird, wie und in welchem Ambiente" - und diese Fragen zu stellen, ist nach wie vor aktuell.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

Mit Hans Georg Nicklaus. Im Vergleich der Interpretationen Impromptus von u.a. Schubert und Skrjabin. Dem Wort nach ist ein "Impromptu" etwas, das scheinbar "in promptu", bei der Hand, aus einem augenblicklichen Einfall heraus, aus dem Stegreif entstanden ist. Im 19. Jahrhundert entstehen (vor allem für das Klavier) so genannte "Impromptus", die den Charakter einer Stegreif-Improvisation haben, gleichwohl es wohl durchdachte und durchkomponierte Stücke sind. Das Impromptu soll klingen, als spiele hier jemand ?drauflos'. Im Vergleich der Interpretationen Impromptus von u.a. Schubert und Skrjabin.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Süßholz" von Nicole Flattery. Aus dem Englischen von Tanja Handels. Es liest Katharina Knap Hitze, Fliegen, in Wohnwagen hausende Gelegenheitsarbeiter: die Sommerferien der 14-jährigen Ich-Erzählerin zwischen dem Schauen von Horrorfilmen, dem Babysitter-Job und dem Herumhängen mit den Schulabbrechern aus der Stadtrandsiedlung, bieten nur zwei Attraktionen: die Zeitungsberichte über das Verschwinden von Frauen in den Midlands und der Australier, den die Eltern zum Renovieren der Küche angeheuert haben. Eine Story aus dem Debut-Band "Zeig ihnen, wie man Spaß hat" der 1990 geborenen und 2017 mit dem Nachwuchspreis "The White Review Prize for Fiction" ausgezeichneten Irin Nicole Flattery. Gestaltung: Gudrun Hamböck

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Andreas Maurer. BEETHOVEN ESSENZIELL DesCis bringt anlässlich des Beethovenjahres 2020 eine wöchentliche Serie unter dem Titel "Beethoven - essenziell". In 250 Sekunden wollen wir immer am Donnerstag versuchen den Menschen, das Werk, die Zeit und die Auswirkungen dieses so herausragenden Künstlers zu beleuchten - zur Feier der 250. Wiederkehr des Geburtstages Beethovens.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Francisco Araiza zum 70er Mit einer Mischung aus Energie, Charme und unverkennbarem Stimmtimbre, wie sie stets bezwingt, stürmte Ende der 1970er Jahre der mexikanische Tenor Francisco Araiza die Bühnen und Konzertpodien der Welt. In München und Zürich begann's, Mozart und Rossini schienen die Komponisten zu sein, für die Araiza geboren war, die Dirigenten Karajan und Böhm, Abbado und Marriner ließen es sich angelegen sein, ihn dafür ins Boot zu holen, doch Araiza, in spektakulärem Tempo bis an die Metropolitan Opera gelangt, wollte noch höher hinaus. Speziell Puccini und Verdi hatten es ihm angetan, die romantischen Charaktere der französischen Oper, ein André Chenier ... und mehr noch: Richard Wagner. Das alles ergibt im Rückblick, den sich Araiza zu seinem 70.Geburtstag gestatten mag, einen ungewöhnlich farbenreichen künstlerischen Lebensweg, am Konzertsektor: von Haydn-Oratorien bis zu Mahlers "Lied von der Erde", von den Schubert-Liederzyklen bis zu Heldischem wie der "Rose vom Liebesgarten" von Hans Pfitzner.

15.30 Uhr
Moment

Aus der Reihe "Wie wir zusammenkamen": Der Filmemacher David Groß und die japanische Kino-Betreiberin Aiko Kakehashi Der Filmemacher David Groß ist Initiator einer konsumkritischen Kochshow, bei der abgelaufene Lebensmittel verarbeitet werden. Seine Kino-Dokumentation "Wastecooking - Kochen was andere verschwenden" wurde in Japan zu einem großen Erfolg. Zur Bewerbung des Films lud man den Filmemacher nach Japan ein. Bei einem der Events sollte Groß aus Lebensmitteln, die Gäste mitgebracht hatten, Gerichte kochen. Bei dieser Veranstaltung lernte er Aiko Kakehashi kennen, eine junge Frau aus dem Süden Japans, die ein kleines Programmkino leitet. Als Aiko Kakehashi den Filmemacher beim Kochen unterstützte und kunstvolle Reisrollen formte, verliebte sich der Österreicher in die Japanerin. Am letzten Tag seiner Reise setzte sich David Groß in einen Hochgeschwindigkeitszug und fuhr ans andere Ende Japans, um Aiko Kakehashi für ein paar Stunden zu sehen. Ein paar Monate später haben sie geheiratet. Gestaltung: Ernst Weber Die Dinge des Lebens: Der Pizzakarton Gestaltung: Noel Kriznik

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Rudi präsentiert das Ö1 Kinderjournal Jeden Donnerstag besucht Rudi seine Kolleginnen und Kollegen in der Journalredaktion und erfährt die neuesten Nachrichten der Woche.

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Apps und Videos im Sport Gestaltung: Daphne Hruby Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Diese Faustregel stellt ein Kinderuni-Workshop mit den Sportwissenschaftern Andreas Raab und Stefan Meier mehr als deutlich unter Beweis. Mit großer Begeisterung turnen die Kinder über die ausgebreiteten Matten im Arkadenhof, vollführen geschickt Balanceübungen mit Bällen - immer mit dabei: das Smartphone. Die 15 Mädchen und Burschen filmen sich gegenseitig und holen sich Tipps von einer eigens erstellten App. Aber was, wenn das Handyprogramm einen zu etwas drängen will, wovon einem der eigene Körper abrät? Und wie viel Bewegung ist eigentlich gesund? Die Kinderuni-Reporterinnen und Reporter stellen knifflige Fragen und wollen gleich ebenso wissen, wie Apps zu mehr Bewegung motivieren können - auch in Zeiten von Corona oder Homeschooling.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Neue CDs vom Max Nagl Quintett und dem Trio "Giuffre Zone" Der in Wien lebende oberösterreichische Saxofonist und Komponist Max Nagl feiert am 5. Oktober nicht nur seinen 60. Geburtstag, er ist weiterhin umtriebig, ohne darüber große Worte zu verlieren. In schöner Regelmäßigkeit legt er CDs bei seinem Label "Rude Noises" vor. Aktuell das wunderbare, bildreiche Kammer-Jazz-Werk "Pdorvk", das eine Komposition von Anthony Braxton ebenso inkludiert wie ein Zitat der Pop-Band Bilderbuch. Aufgenommen wurde es in schlagzeugloser Quintett-Besetzung, mit Martin Eberle (Trompete), Phil Yaeger (Posaune), Georg Vogel (Klavier) und Gregor Aufmesser (Bass). Klarinettist Jimmy Giuffre hat sich zwar im April 2008 von diesem Planeten verabschiedet, seine Musik ist ungebrochen lebendig. Das Trio "Giuffre Zone", bestehend aus Gerald Preinfalk (Saxofon, Klarinette), Christoph Cech (E-Piano) und Per Mathisen (Bass), präsentiert dieser Tage sein neues Album "Reloaded", inspiriert von Giuffres kammermusikalischem Free-Jazz-Trio der frühen 1960er Jahre.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Der Weg zur deutschen Einheit mit: Rolf Steininger, Historiker, emeritierter Professor für Zeitgeschichte an der Universität Innsbruck Am 9. November 1989 fiel die Mauer in Berlin, ein jahrzehntelanges Symbol des Kalten Krieges, tödliche Hürde für über hundert DDR-Flüchtlinge. Die deutsche Frage war mit dem Fall der Mauer wieder zu einem großen Thema der internationalen Politik geworden. Bundeskanzler Helmut Kohl war sich sicher, dass die weitere Entwicklung nur in Richtung deutsche Einheit gehen konnte und vor allem die Bewohner der DDR eine entsprechende Initiative von ihm erwarteten. Er ergriff diese Initiative und ging als souveränen "Kanzler der Einheit" in die Geschichte ein. Doch der Weg dorthin war keinesfalls in Stein gemeißelt, wie Helmut Kohl später selbst meinte: "Es hätte auch alles ganz anders kommen können." Von Anfang an wurde Kohl uneingeschränkt von US-Präsident George H. W. Bush unterstützt, während von den viel zitierten europäischen Freunden der Deutschen wenig zu sehen war. Im Januar 1990 gab Sowjetführer Michail Gorbatschow angesichts der Schwierigkeiten im eigenen Land den Weg für die deutsche Einheit frei. Am 3. Oktober trat die DDR der Bundesrepublik bei, im Einigungsvertrag bestimmte man diesen Tag fortan zum gesetzlichen Feiertag.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Belgiens umstrittenes Gesetz Gestaltung: Anne Kleinknecht Der Verfassungsgerichtshof in Österreich befasst sich derzeit mit dem hier geltenden Verbot der aktiven Sterbehilfe; zur Debatte steht eine Liberalisierung. Auch Mitwirkung am Suizid ist bei uns, anders als etwa in Deutschland, strafbar. Wann die Verfassungsrichter/innen entscheiden, ist noch unklar. In einigen europäischen Ländern, etwa der Schweiz, Belgien, Luxemburg oder den Niederlanden können unheilbar Kranke um aktive Sterbehilfe bitten und Ärzte dürfen tödliche Mittel verabreichen - sogar an Patienten und Patientinnen mit psychischen Leiden wie Depressionen, Schizophrenie, posttraumatischen Belastungsstörungen oder Demenz. In Belgien sind die Sterbehilfe-Fälle, seit die Gesetze in Kraft getreten sind, in die Höhe geschnellt. Auch psychisch Kranke bekommen die Giftspritze auf Verlangen regelmäßig verabreicht. Doch die Kritik daran bleibt groß.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Das Monatsmagazin Moderation und Redaktion: Armin Stadler

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Aus nächster Nähe - Die Kammermusikreihe des RSO Wien. Franz-Markus Siegert und Anaïs Tamisier, Violine; Raphael Handschuh, Viola; Raffael Dolezal, Violoncello; Andreas Planyavsky, Flöte; Gernot Jöbstl, Oboe; Johannes Gleichweit, Klarinette; Martin Machovits, Fagott; Peter Erdei, Horn; Gabriel Vogelauer, Schlagwerk; Andrej Kasik; Klavier. Arvo Pärt: a) Fratres (1977/1980; Fassung für Violine und Klavier); b) Quintettino für Bläserquintett (1964); c) Spiegel im Spiegel (1978) * Philip Glass: String Quartet Nr. 2 * Arvo Pärt: a) Estnisches Wiegenlied ÖE; b) Fratres (1991; Fassung für Streichquartett) (aufgenommen am 24. September im Großen Sendesaal des ORF RadioKulturhauses in Wien). Präsentation: Eva Teimel Spiegel im Spiegel. Porträt zum 85. Geburtstag von Arvo Pärt. Mit Unterstützung der Botschaft von Estland in Wien sowie der Universal Edition

21.00 Uhr
Im Gespräch

"This Land Is My Land" - Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Susanne Brandstätter, Regisseurin Im November wird über die Zukunft der USA entschieden: Wird Donald Trump ein zweites Mal zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt werden? Die Regisseurin Susanne Brandstätter hat mit überzeugten, aber nicht immer typischen, Trump-Wähler/innen in Ohio gesprochen und sich gefragt: "Ist es möglich, die Kluft zu Andersdenkenden zu überwinden?" In ihrem Dokumentarfilm "This Land Is My Land", der zurzeit in den österreichischen Kinos läuft, führt sie die Zuseher/innen in einen Mikrokosmos der heute zutiefst gespaltenen USA. Geboren und aufgewachsen in Los Angeles, arbeitet Susanne Brandstätter seit 1983 als freischaffende Autorin, Regisseurin und Produzentin für Kino und TV. Seit 2014 lehrt sie an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Mit Renata Schmitdkunz spricht Susanne Brandstätter über parallele politische Entwicklungen in den USA und in Europa, über gespaltene Gesellschaften und soziale Kluften.

21.55 Uhr
Who´s Afraid of ...

Who's Afraid of... - der Ö1 Podcast zum steirischen herbst Akinbode Akinbiye im Gespräch mit Thomas Edlinger Akinbode Akinbiye ist ein nigerianisch-britischer Fotograf, Autor und Kurator, der derzeit in Berlin lebt und unter anderem auch 2017 bei der documenta in Athen und Kassel ausstellte. Akinbiyes Interesse gilt vor allem dem Leben in den Metropolen, besonders dem am afrikanischen Kontinent. Akinbode Akinbiye durchstreift seit fünfzig Jahren die Städte als Fotograf und arbeitet weitgehend intuitiv. Er beschreibt seine Motive als Fäden einer verborgenen, aber zusammenhängenden, dichten Wirklichkeit. Am Eisernen Tor hat er im Rahmen des steirischen herbsts einen installiert, der offenbar infiziert ist: Er spuckt falsche Bilder aus. Das ausführliche Gespräch von Thomas Edlinger mit Akinbode Akinbiye finden Sie im Ö1-Festivalpodcast zum steirischen herbst , in der und überall dort, wo es Podcasts gibt. +++ Im Spannungsfeld zwischen persönlicher Erfahrung und künstlerisch-erzählerischer Reflexion fragt der Ö1-Festivalpodcast zum steirischen herbst nach: Können wir - angesichts des Virus - nicht einmal mehr uns selbst trauen? Kann man sich gegen Krisenerfahrungen immunisieren? Wie kommt man mit einer als unheimlich empfundenen Zukunft klar? Wie ansteckend ist Paranoia und wer profitiert von ihr? Wie lassen sich die neuen Ängste zwischen Lockdown und Verharmlosung künstlerisch bearbeiten? Mit Kulturschaffenden und Protagonistinnen des steirischen herbstes 2020 führen Petra Erdmann und Thomas Edlinger Gespräche über Ängste, Krisen und Bedrohungsszenarien in unsicheren Zeiten; die Atmosphäre des Ausnahmezustands vertont der Soundkünstler [http://raumschiff.klingt.org|Manfred Engelmayr].

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Fundament des Staates. 100 Jahre Bundes-Verfassungsgesetz (4). Gestaltung: Nadja Kayali, Michaela Schierhuber "Holz, Stroh, Lehm Wasser". Eine Anleitung zum nachhaltigen Bauen (4). Gestaltung: Margit Atzler, Franziska Dorau Singen mit ideologischem Grundton. Das Volkslied und seine politische Instrumentalisierung (4). Gestaltung: Sabrina Adlbrecht

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

musikprotokoll 2020. Unterwegs durch die räumlichen Klangerfahrungen von "Tingles Clicks" Social-Distancing-Anweisungen haben uns von Anfang an durch diese globale Gesundheitskrise begleitet. Zwischenmenschliche Berührungen werden zugunsten des Schutzes des Individuums zurückgedrängt. Das ORF musikprotokoll im steirischen herbst hat sich dazu ein besonderes Projekt ausgedacht: "Tingles Clicks" will diese verlorene Körperlichkeit in Auftragsarbeiten, für die herausragende Musiker und Musikerinnen quasi-taktile Erlebnisse schaffen, erforschen und aufleben lassen. Inspiriert von einer Musizierhaltung des minimalen und abstrakten Klanggebrauchs, der Verwendung von Field Recordings und mit Blick auf die ASMR-Bewegung (Autonomous Sensory Meridian Response) entstehen extrem räumliche und intime Hörerfahrungen an jenem Ort, an dem sich die meisten Menschen zuletzt vorwiegend aufgehalten haben beziehungsweise aufhalten mussten: innerhalb der eigenen vier Wände. Mit Computer, Webcam und Kopfhörer kann jeder in interaktive auditive Ein-Personen-Erlebnisse eintauchen. Zeit-Ton bringt einen auditiven Rundgang durch diese außergewöhnlichen Klangkosmen. Gestaltung: Rainer Elstner

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten