Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Ö1 Journal um acht

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Lebensbegleitendes Lernen". Bernd Wachter, Geschäftsführer des Forums Katholischer Erwachsenbildung, geht den Fragen nach, was es braucht, um Menschen für das lebensbegleitende Lernen zu begeistern und welche "Lernfallen" aus dem Weg geräumt werden sollten Im Juli 2011 - somit vor etwa zehn Jahren - wurde die "Strategie zum lebensbegleitenden Lernen in Österreich" von der damaligen Bundesregierung verabschiedet. Der Grundtenor lautet: Die Dynamiken in Wirtschaft und Gesellschaft erfordern eine kontinuierliche Entwicklung des Wissens, der Fähigkeiten und Kompetenzen. In diesen zehn Jahren hat sich das Rad der Wissensgesellschaft mit gewaltiger Geschwindigkeit weitergedreht. Bildungsausgaben werden von der Politik als Investition in die Zukunft unserer Gesellschaften verstanden. Im Blick sind dabei meist die formalen Bildungswege, also die Schullaufbahn, die Lehre oder der Hochschulbereich. Lernen, und vor allem lebensbegleitendes Lernen, ist aber viel mehr. Die Managementsprache mit Begriffen wie Effektivität, Zielgerichtetheit und Professionalisierung schreckt viele Menschen vom Lernen ab. Manchmal - wenn Politiker/innen oder Wirtschaftsvertreter/innen über Bildung sprechen - bleibt der Eindruck: Es ist das Ziel, Menschen auf noch mehr Geschwindigkeit und Effizienz zu programmieren. Speed kills. Was Hänschen zu langsam gelernt hat, muss Hans in einem Höllentempo nachholen. Lernen, ein sehr ganzheitliches Tun, verkommt zu einer Art Leistungstechnik. Lebenslanges Lernen beginnt in den ganz kleinen Dingen und hat wesentlich mit Vertrauen und Zutrauen zu tun. Bildung ist weit mehr als ein Standardisierungsprozess mit Zertifizierungen. Lebenslanges Lernen bedeutet Umwege zu gehen, in Sackgassen zu laufen und immer wieder neue Wege zu suchen. Es ist ein ganzheitliches Thema. Von Kindern gilt es zu lernen, was es heißt, sich in das Lernen fallen zu lassen und unverzweckte Räume zu erkunden. Ein Lernen, nur um im Wettbewerb zu bestehen, ist eine Engführung und schreckt ab. Lebensbegleitendes Lernen braucht eine Kultur des Vertrauens. Bernd Wachter, viele Jahre als Generalsekretär der Caritas Österreich tätig und seit Herbst 2020 Geschäftsführer des Forums Katholischer Erwachsenbildung, geht in seinen "Gedanken für den Tag" den Fragen nach, was es braucht, um Menschen für das lebensbegleitende Lernen zu begeistern und welche "Lernfallen" aus dem Weg geräumt werden sollten. Was können wir als Gesellschaft unter anderem von den Kindern, den alten Menschen, von geflüchteten Menschen oder von pflegenden Angehörigen für unseren Weg des Lebens lernen? Ziemlich viel, wenn wir lernen zu hören und zu staunen. Die "Corona-Zeit" bietet gerade hier viele Chancen.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Nadja Kayali. Südwärts. Auch das Pasticcio wird sich am Bundesländer-Schwerpunkt zur Steiermark beteiligen und in der Sendung jeweils ein Stück eines/r Komponisten/in spielen. Mit Schubert unterwegs nach Graz. Dort komponiert er und fühlt sich so wohl, dass er sich in Wien erst wieder eingewöhnen muss. Seine Gastgeberin, Leopoldine Pachler, war eine ausgezeichnete Pianistin, auf die auch Beethoven große Stücke hielt. Und auch mit Felix Mendelssohn-Bartholdy geht es Richtung Süden.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Genetiker Stefan Prost über die Wildtierforensik Teil 4: Schuppentier und Fledermaus - Wildtiermärkte und die Pandemie Gestaltung: Julia Grillmayr Die Wildtier- und Naturschutzforensik untersucht allerlei nicht-menschliche biologische Proben, die an potenziellen Tatorten gefunden werden. "Der Name ist nicht ideal gewählt", sagt Stefan Prost, denn es geht weder nur um Tiere noch allein um Naturschutz. Verschiedene Disziplinen und Methoden, von Genetik bis Taxonomie kommen zum Einsatz, um festzustellen, ob eine Straftat vorliegt, etwa ob ein Tier einer geschützten Art vorsätzlich vergiftet oder gejagt wurde. Der Abschuss von geschützten Arten, wie etwa Raubvögeln, Wölfen oder Fischottern komme auch in Österreich immer häufiger vor. Darüber hinaus unterstützt die Wildtierforensik auch die sogenannte Humanforensik, wenn etwa Hundehaare oder Rückstände von Pflanzen an einem Tatort gefunden werden. Der bei weitem größte Einsatzbereich der Naturschutzforensik ist allerdings der illegale Handel mit Wildtieren und Wildpflanzen, der nach wie vor sehr große Ausmaße hat und in den letzten Jahren noch gewachsen ist. Wird ein Tier oder eine Pflanze beziehungsweise ein tierisches oder pflanzliches Produkt beim Zoll festgestellt, kommt die Wildtier- und Naturschutzforensik zum Einsatz, um nachzuweisen, ob es sich um geschützte Arten handelt. Das ist in vielen Fällen schwierig. Etwa kann es vorkommen, dass Wildtiere aus illegalem Fang mit legal gehandelten Zuchttieren gemeinsam angeboten werden. Besonders knifflig sind auch verarbeitete und zusammengesetzten Produkte, wie medizinische Präparate oder Musikinstrumente, wo oftmals nur die genetische Analyse weiterhelfen kann. Aber auch bei Elfenbeinfunden ist es nicht immer eindeutig, ob es sich um eine Straftat handelt, da der Handel mit Elefanten-Elfenbein in einer gewissen Zeitspanne legal war und auch weil Elfenbein von Walrossen oder den bereits ausgestorbenen Mammuts legal gehandelt werden kann. In diesem Fall betrachten die Wildtierforensiker/innen eine Probe unter dem Mikroskop. Da Mammut-Elfenbein lange in der Erde lag, kann man mineralische Ablagerungen darin erkennen. Allerdings gäbe es bereits Gruppen, die diese Ablagerungen künstlich nachbilden, um ihren illegalen Handel mit Elefanten-Elfenbein zu vertuschen. "Das ist in der Wildtierforensik immer ein Wettlauf", sagt Stefan Probst. Auch auf Wildtiermärkten spielt die Wildtier- und Naturschutzforensik eine wichtige Rolle. Sie untersucht, ob sich geschützte Arten unter den gehandelten Tieren befinden, aber auch, ob es sich um Tiere handelt, die bestimmte Krankheitserreger auf den Menschen übertragen könnten. Mit umfassendem Monitoring dieses Tierhandels will man der Ausbreitung dieser sogenannten Zoonosen, wie auch SARS-CoV-2 eine ist, vorbeugen.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - 9xÖsterreich

Erkundungen in der Steiermark (4). Gestaltung: Ulrike Schmitzer, Ute Maurnböck, Sabine Nikolay, Ilse Huber, Thomas Mießgang, Alexandra Augustin, Marie Theres Himmler, Nikolaus Scholz, Christina Höfferer, Paul Lohberger Steiermark, in Schreibschrift geschrieben, mitten in einem grünen Herz. Und genau das steht auch gleich darunter: "Das Grüne Herz Österreichs". Seit 1972 fährt das Logo auf Autos geklebt spazieren oder will als Werbesujet Lust auf Urlaub machen. Tatsächlich ist die Steiermark das waldreichste Bundesland mit rund 61% Waldanteil, auch Wasser gibt´s zuhauf, dazu eine höchst abwechslungsreiche Landschaft: von der Ebene des Grazer Beckens über die liebliche Südoststeiermark und das seenreiche Ausseerland bis zu den alpinen Regionen rund um den Hochschwab oder Dachstein. Mit ihm, dem Dachstein, beginnt auch die steirische Landeshymne, das Dachsteinlied, das nicht nur die Präsenz des Aars, also des Adlers, besingt, sondern auch immer noch die Zughörigkeit der Save, jenem Fluss, der seit 103 Jahren nicht mehr von Österreich, sondern Slowenien ostwärts fließt. Das Team des Radiokollegs macht sich in der dritten Staffel der Bundesländer-Serie also auf den Weg in und durch die Steiermark: neben Musik vom Schladminger Paul Plut, den Wurzeln der neuen Volksmusik bis zur kreativen Jazzszene von Graz oder der vielseitigen Performancekunst von Kerosin95 wird das Regionale in den Vordergrund gerückt. Wie geht´s dem steirischen Salzkammergut ohne das jährliche Narzissenfest, einem kulturellen Anker der Tourismusregion? Was macht das Vulkanland aus? Wussten Sie, dass die größten Schlachtbetriebe in der Steiermark beheimatet sind - aber auch Gegenmodelle in Form von mobilen Schlachthöfen? Graz, Österreichs zweitgrößte Stadt, mit mediterranem Flair und langer Geschichte - das Gebiet um den Schlossberg wurde schon vor rund 5.000 Jahren besiedelt - wird ebenfalls durchmessen: was ist von der Kulturhauptstadt 2003 geblieben, was tut sich bei der 1959 gegründeten Aktionsgemeinschaft Forum Stadtpark? Es gibt - wie immer - unendlich viel zu entdecken, auch die im April eröffnete SteiermarkSchau möchte die traditionellen Landesausstellungen neu interpretieren und sich so dem eigenen Bundesland nähern. Und natürlich werden bei uns auch diesmal wieder akustische Bodenproben gesammelt. Das südbairische Idiom mit dem markanten l, den freudvoll ausgedehnten Vokalen, die sich von Diphthongen zu Triphthongen steigern (wer kann schon ein "maouchen" aus dem "machen" machen?), Mundarten, die das slawische Erbe mehr als nur erahnen lassen, ... es gibt viel aufzunehmen!

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

Mit Hans Georg Nicklaus. Lamenti bei Claudio Monteverdi, Josquin Desprez, John Dowland oder Frédéric Chopin im Vergleich der Interpretationen. Ein Lamento kann fast alle emotionalen Zustände enthalten, jedenfalls in der Musik. Hier ist es mal ein majestätisch ernstes Schreiten, im so genannten Lamento-Bass als sinnbildliche gleichmäßige Abwärtsbewegung (sogar in einem Prélude Chopins zu finden), mal ein Wutausbruch oder eine Liebeserklärung (an die Unerreichte oder den Verlorenen, wie in Monteverdis "Lamento d'Arianna"); dann wieder ist es ein Klagegesang mit etlichen schmerzverzerrten Gesten (wie bei Gesualdo oder Dowland). Immer versteckt sich hinter der Klage der Lamenti die Liebe zum Verlorenen oder die Empörung gegenüber der Ungerechtigkeit des Schicksals. Darum vereinen sich hier oftmals größte musikalische Gegensätze.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Ocean 1212-W" von Sylvia Platz. Deutsch von Julia Bachstein und Sabine Techel. Es liest Chris Pichler. 1962, knapp ein Jahr vor ihrem Freitod mit nicht einmal 31 Jahren, schrieb die amerikanische Lyrikerin und Erzählerin Sylvia Plath diese Schlüsselgeschichte aus ihrer Kindheit an der amerikanischen Ostküste: Von poetischen Träumen, von Verlust und Einsamkeit - und vom Tod des geliebten Vaters, als das schwärmerische Mädchen noch keine neun Jahre alt war. Diesen Tod hat die reale Sylvia Plath nie verwunden ... Gestaltung: Roland Knie Präsentation: Nicole Dietrich

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Daniela Knaller. Das zweite Album der Trompeterin Selina Ott. Nach ihrem hochgelobten Debütalbum im Oktober 2020, das wir Ihnen auch in der Sendung präsentiert haben, bringt die niederösterreichische ARD-Musikwettbewerb-Preisträgerin Selina Ott ein halbes Jahr später ihr zweites Album heraus. Kammermusikalische Raritäten aus der Zeit um 1950 sind darauf zu hören. Ihr Duo-Partner am Klavier ist En-Chia Lin. Zum besten geben die beiden Arthur Honeggers "Intrada", die kammermusikalische Version von Alfred Desenclos' "Incantation, Thrène et Danse" (die orchestrale Version des Werks ist auf ihrem Debut-Album zu hören), Heinrich Sutermeisters "Gavotte de Concert", Sergei Vasilenkos "Concert Poème" und eine Bearbeitung von Reinhold Glières "Concerto" (in der Originalversion für Koloratursopran und Orchester).

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Verborgene Liederzyklen rund um 1910 "Tristesses" stand über den symbolistischen Gedichten, deren Vertonung durch die frühreife, höchstbegabte, ihren 25.Geburtstag nicht mehr erlebende Lili Boulanger einen sublimen Gipfelpunkt von deren Vokalschaffen bildet, als tatsächlich in lichte Höhen abhebender, dabei vollends verinnerlichter Liederzyklus "Clairières dans le ciel". Wieso bleibt er nur so am Rand des Repertoires? Wieso zeiht man die noch nicht dodekaphonen, ungefähr gleichzeitig rund um 1910 entstandenen Kompositionen Arnold Schönbergs aus Stefan Georges "Buch der hängenden Gärten" immer nur der "Kompliziertheit" (jawohl, diese Musik stellt Ansprüche!), statt die Ohren willig aufzusperren? Wieso blühen so verführerisch klangsinnliche, aussagetiefe Solo-Chor-Orchesterstücke von Max Reger wie "Der Einsiedler" ausschließlich im Verborgenen? Wie vorbildlich werden dagegen auf den britischen Inseln die "insularen" Meister gepflegt, die mit einem Fuß im 19., mit dem anderen im 20.Jahrhundert stehen, Ralph Vaughan Williams zum Beispiel! Vier Komponisten, vier Lied-Kompositionen, vier Stimmlagen: mit den Stimmen von Heidi Grant Murphy, Brigitte Fassbaender, Christoph Prégardien und Benjamin Luxon.

15.30 Uhr
Moment

Hoch verehrt und eng vertraut an der Schwelle zum akademischen Leben - die DissertationsbetreuerInnen Die erste Begegnung mit ihrem "Doktorvater" oder ihrer "Doktormutter" haben Studierende oft früh an der Universität. Der Mensch, der später ihre Dissertation oder Diplomarbeit betreuen wird, fällt ihnen zum Beispiel auf durch einen fesselnden Vortragsstil oder durch anstachelnde Diskussionen. Auch so kann der Wunsch entstehen, sich in ein Spezialgebiet zu vertiefen. Oft entwickelt sich ein enges Vertrauensverhältnis, manchmal bleibt man Jahrzehnte lang in Kontakt. Die Doktormütter und -väter fördern nicht selten die Karriere ihrer Anvertrauten. Gestaltung: Jonathan Scheucher

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Rudi präsentiert das Ö1 Kinderjournal

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Vom gemeinsamen Leben in Zeit und Raum Gestaltung: Ute Maurnböck Wo liegt Abu Dhabi, und wie tief ist die tiefste Stelle im Millstätter See? Solche Fragen werden im Geografieunterricht beantwortet. Darüber hinaus geht es aber auch um das Lesen seiner Umgebung. Alois Humer ist Geograf am Institut für Geografie und Regionalforschung der Uni Wien. Er stellt nicht die Frage: Was ist Geografie, sondern, wie wird Geografie? Damit meint er, dass die Geografie aussagt, wie wir die Umwelt und die Orte mit unseren Karten und Handlungen nutzen. Das ist natürlich für Jeden und Jede anders und ändert sich auch ständig. Die Ö1 Kinderunireporterinnen Larissa, Sara, Catharina, Melissa und Elena nehmen deshalb Papier und Stifte zur Hand und überlegen sich, wie so ein Tag in ihrem Leben aussieht: Sie beginnen mit einem Punkt - dem Zuhause - und zeichnen Wege, die sie gehen. In die Musikschule etwa, in den Park, auf ein bestimmtes Bankerl an einem Platz in der Nähe?. Immer geht es darum, sich zurechtzufinden. Oder, wie eine Ö1 Kinderunireporterin richtig sagt: "Man braucht einen Überblick über die Siedlung, wo man wohnt/wenn man das nicht kennt, ist es kein richtiges Zuhause".

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Jazz-Versionen des Erzherzog-Johann-Jodlers Textlich gilt er nicht wenigen als Ansammlung naiv-rührender Heimatklischees, musikalisch hat er indessen auch die Aufmerksamkeit von Instrumentalist/innen abseits der Volksmusiktradition auf sich gezogen: Der 1830 entstandene Erherzog-Johann-Jodler, vielfach als heimliche steirische Landeshymne bezeichnet, gewidmet Erzherzog Johann von Österreich (1782-1859), liegt auch in zahlreichen Jazz-Bearbeitungen vor. Etwa von Wolfgang Puschnig und Carla Bley, von Anthony Braxton und den Neighbours oder dem Trio Depart. Überraschende, neue Perspektiven auf eine altbekannte Melodie im Rahmen des Ö1-Steiermark-Schwerpunkts

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zum Bundesländerschwerpunkt: Steiermark Zur Geschichte der Steiermark mit: Nikolaus Reisinger, Institut für Geschichte der Universität Graz Gestaltung: Hanna Ronzheimer Das Gebiet der Steiermark ist seit der Jungsteinzeit besiedelt, zunächst hauptsächlich von keltischen Nachfahren. Im Jahr 15 vor unserer Zeitrechnung wurde das Gebiet zur Provinz im Römischen Reich. Ab 1180 war die Steiermark, benannt nach der Burg Steyr im heutigen Oberösterreich, ein Herzogtum. Bis 1918 umfasste dieses Herzogtum auch Teile von Nieder- und Oberösterreich sowie Slowenien. In der hierarchischen Ordnung des Feudalismus war das Leben von Frondiensten und Grundherren geprägt. In der Zeit des Vormärz entwickelte sich in den Städten eine bürgerliche Kultur. Maßgeblich trug dazu der Habsburger Erzherzog Johann (1782-1859) bei. Er machte die Steiermark zu seinem bevorzugten Aufenthaltsort, kaufte mehrere Grundstücke und baute sie zu Musterbetrieben aus. Er heiratete eine Bürgerliche und gründete die Landwirtschaftsgesellschaft zur Hebung des Agrarwesens. Er förderte auch den Bau der ersten Eisenbahn durch die Steiermark, die Südbahn über den Semmering, die Wien mit Triest verband: Ein wichtiger Faktor, um die bis dahin verkehrstechnisch schwer zugängliche Steiermark zu erschließen. Das einstige Agrarland entwickelte sich zu einem Industrieland, mit Bergbau, Eisen- und Stahlwerken.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Die Art und Weise, wie der iranische Präsident gekürt wird, ist von einer demokratischen Wahl weit entfernt. Am 18.Juni wird im Iran ein neuer Präsident gewählt. Hasan Rouhani aus dem moderat-konservativen Lager darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Der islamische Wächterrat hat aus knapp 600 Bewerbungen eine restriktive Vorauswahl getroffen. Nur sieben handverlesene Kandidaten dürfen überhaupt zur Wahl antreten. Die größten Chancen auf das Präsidentenamt werden dem erzkonservativen Justizchef Ebrahim Raisi zugeschrieben, der auch Unterstützung von den Hardlinern bekommen dürfte. Die Favoriten der Moderat-Konservativen ließ der Wächterrat nicht zur Wahl zu. Beobachter gehen von einer niedrigen Wahlbeteiligung aus. Kritiker sagen, die Iraner und Iranerinnen hätten nicht wirklich eine Wahl, internationale Menschenrechtsorganisationen sprechen von einer Wahlfarce. Im Anschluss an die Reportage analysiert unser Korrespondent Jörg Winter die Ausgangslage vor der Wahl im Iran.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

.diskussionen Das Gesprächsformat am Donnerstag Mit Hintergrundgesprächen, wissenschaftlichen Disputen, interdisziplinären Dialogen, Werkstatt- und Porträtgesprächen, Diskussionen zu aktuellen Themen.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

"Die Klien-Brüder - Neue Musik im Härtetest" live mit Musiker/innen des RSO Wien auf der Bühne des RadioKulturhauses. Gestaltung: Rainer Elstner Andreas Maurer Das rhetorisch bestens aufeinander eingespielte Brüderpaar Peter und Volkmar Klien hat am Dienstag, 1. Juni 2021, zum Staffel-Finale der Serie "Die Klien-Brüder - Neue Musik im Härtetest" erstmals gemeinsam die Bühne des ORF RadioKulturhauses betreten. Zum Serienshowdown lauschten sie gemeinsam mit dem Publikum zeitgenössischer Musik, live gespielt von Mitgliedern des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien. 19 Folgen lang wurden Kabarettist und Satiriker Peter Klien und Komponist Volkmar Klien einmal pro Woche in "Des Cis" und in "Zeit-Ton" mit zentralen Werken der Neuen Musik konfrontiert. Hier wurden Fragen zur zeitgenössischen Musik, die Sie sich vielleicht schon gestellt haben, ausgesprochen und beantwortet. Das Prinzip der von Ö1 Redakteur Rainer Elstner konzipierten Serie: Peter kennt die vorgestellten Werke nicht und reagiert spontan. Volkmar erläutert mit dem Wissen des Komponisten und Musikers. Am Schluss werden von den Brüdern für jede Komposition Härtegrade vergeben, im Punktesystem von eins bis zehn. Kurz: Musikvermittlung mit Informations- und Unterhaltungswert. Peter Klien kennt man als gefürchteten Fragensteller in der ORF-TV-Sendung "Willkommen Österreich" und vom investigativen Late-Night-Format "Gute Nacht Österreich". Peter Klien war aber auch zehn Jahre lang Universitätslektor am Institut für Philosophie in Wien. Sein Spezialgebiet: altgriechische Philosophie. Komponist Volkmar Klien zeigt in seinen Arbeiten Interesse an den vielschichtigen Verbindungen zwischen Modi menschlicher Wahrnehmung. Er ist Professor für Komposition und Direktor des Instituts für Komposition, Dirigieren und Computermusik an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz.

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Ich bin das Produkt meiner eigenen Träume". Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Klaus Bochmann, Romanist In der Nacht von 13. auf 14. Februar 1945 zerstörten die Bomber der Royal Air Force und der United States Army Air Forces die ehemalige Königsstadt Dresden. Klaus Bochmann war damals sechs Jahre und acht Monate alt. Bis heute kann er das traumatische Erlebnis nicht vergessen. Seine Vorfahren waren Pochmänner im Erzgebirge, seine Eltern Arbeiter, die mit ihren neun Kindern mehr schlecht als recht lebten. Er beschloss, ein anderes Leben zu leben. Schon im Gymnasium entdeckt er in Gestalt des Französischen und des Lateins seine Liebe zu den romanischen Sprachen. Er studierte Französisch, Latein, Spanisch und Rumänisch an der Universität Leipzig mit einem Abstecher an die Universität von Bukarest. 1976 habilitiert er sich und wird 1978 ordentlicher Professor für rumänische Sprache an der Universität Leipzig. Seither beschäftigt sich Klaus Bochmann mit rumänischer, italienischer und französischer Sprachwissenschaft, mit Sprachgeschichte und Soziolinguistik der romanischen Sprachen. Von 1993 bis 2004 war er Direktor des Frankreichzentrums der Universität Leipzig und Leiter des Québec-Archivs am Institut für Romanistik der Universität Leipzig. Er ist ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und Ehrendoktor der Universität Alba Iulia in Rumänien. Renata Schmidtkunz spricht mit Klaus Bochmann über sein Interesse an den Schriften des italienischen Schriftstellers, Journalisten, Politikers und Philosophen Antonio Gramsci, dessen Werke er teilweise übersetzt hat.

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

9xÖsterreich. Erkundungen in der Steiermark (4); Gestaltung: Ulrike Schmitzer, Ute Maurnböck, Sabine Nikolay, Ilse Huber, Thomas Mießgang, Alexandra Augustin, Marie Theres Himmler, Nikolaus Scholz, Christina Höfferer, Paul Lohberger

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

KMRU im Zeit-Ton Porträt Diese Woche präsentiert das ORF musikprotokoll im steirischen herbst sein Festivalprogramm 2021 und auch dieses Mal haben wir wieder mehrere Musiker/innen eingeladen, die heuer bei Shape dabei sind. Shape, das ist die Plattform für spannende neue Musik und audiovisuelle Kunst des Festivalnetzwerkes ICAS der International Cities of Advanced Sound, die Ende 2014 vom ORF musikprotokoll und fünfzehn weiteren europäischen Festivals gegründet wurde. Jedes Jahr nominieren wir gemeinsam 48 Künstler/innen bzw. Kunstformationen, auf die dann zwölf Monate lang unsere Scheinwerfer gerichtet sind. Zu unseren zahlreichen Aktivitäten zählt auch ein jährlicher Shape Showcase bei einem befreundeten Festival außerhalb der Europäischen Union. 2017 führte uns dieser zu unserem ICAS Partner im ugandischen Jinja, zum Nyege Nyege Festival. Dort haben wir KMRU kennengelernt, dessen so feingesponnene Musik uns gleich aufhorchen ließ. Mittlerweile gilt der ursprünglich aus Nairobi stammende Musiker als einer der spannendsten Vertreter der ostafrikanischen Elektronikszene. Vergangenen Juli erschien auf dem renommierten Label Editions Mego sein Album "Peel", seit vergangenem Herbst macht KMRU an der Universität der Künste in Berlin seinen Master im Studienlehrgang "Sound Studies and Sonic Arts". Neben seiner eigenen künstlerischen Tätigkeit engagiert sich KMRU auch sehr für seine Kolleg/innen, stellt ihre Musik in Radiosendungen vor oder gibt sein Wissen im Rahmen von Workshops weiter. So hat er etwa in Nairobi eine Ableton User Group gegründet und er ist eine treibende Kraft hinter der Initiative "Black Bandcamp", - mehr darüber gibt es dann am kommenden Sonntag in Zeit-Ton extended zu hören. Gestaltung: Susanna Niedermayr

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten