Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Vom Festival "Les Chorégies d'Oranges" - Camille Saint-Saens: "Samson et Dalila"

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Das Buch der Bücher". Der St. Pöltner Weihbischof spricht über spirituelle Zugänge zur Bibel Die Bibel ist nach wie vor das am meisten verkaufte Buch der Welt. Als "Buch der Bücher" wird sie gerne bezeichnet, ist sie doch regelrecht eine Bibliothek von Büchern, verfasst von sehr vielen Autoren, entstanden im Laufe eines langen Zeitraums: durch Überlieferungsprozesse und Zusammenstellung von Schriften. Die Sammlung der Heiligen Schriften zu der uns heute bekannten Bibel wurde im 3. Jahrhundert nach Christus abgeschlossen. Anlässlich der "Österreichischen Bibel-Fest-Woche", die von der katholischen Kirche von 24. September bis 3. Oktober 2021 begangen wird, spricht der St. Pöltner Weihbischof Anton Leichtfried in seinen "Gedanken für den Tag" über spirituelle Zugänge zur Bibel. Angefangen mit der Bibelmeditation der Mönche im Mittelalter über das Hören der biblischen Lesungen im christlichen Gottesdienst bis zur eigenen spirituellen Bibel-Lektüre spannt er den Bogen seiner Gedanken, um schließlich zu dem Schluss zu kommen: Die Bibel teilen heißt das Leben teilen.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Colin Mason. Hast Du mich wirklich lieb? 1779 publizierte Carl Philipp Emanuel Bach den ersten Band seiner Clavier-Sonaten "Für Kenner und Liebhaber": der Veröffentlichung der insgesamt sechs Bände widmete er in seinen letzten Lebensjahren viel Energie. Aber nicht jeder hat die Musik immer lieb ... beziehungsweise, wer hat schon jede Musik lieb? Für Gewöhnlich hegt man bei Radiosendungen die Hoffnung, dass jeder auf seine Kosten kommt - bei dieser Sendung könnte es aber gut sein, dass zumindest ein Musikstück keinen Gefallen findet! Denn seit eh und je gibt es in der Musikwelt Abneigungen, Feindschaften ... gegenüber manchen Musikarten, Gattungen oder Persönlichkeiten kann sich sogar ein richtiger Hass entwickeln. Beim heutigen Pasticcio wollen wir einige solche Fälle untersuchen. Außerdem wird dem Burgenland Raum zum Klingen gegeben - im Rahmen des dieswöchigen Ö1 Schwerpunktes "9 x Österreich". Wir hören Musik von einer durchaus beliebten Figur der österreichischen Musikszene des 20. Jahrhunderts, die vorwiegend in Eisenstadt aktiv war.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Die Tierpflegerin Sonja Sladky vom Tiergarten Schönbrunn spricht über die Flusspferde. Teil 4: Lebensraum am falschen Kontinent Gestaltung: Lothar Bodingbauer Flusspferde wurden von ihren europäischen Entdeckern als "Nilpferde" bezeichnet, weil sie am Nil zuerst gesehen wurden. Ausgewachsen erreichen die Tiere eine Länge von 6 Metern und ein Gewicht um die 3 Tonnen. Sie sind reine Pflanzenfresser und gehen vor allem in der Nacht an Land, um mit ihren Lippen Gras abzureißen - bis 50 kg pro Tag. Eigentlich können Flusspferde nicht schwimmen und stoßen sich eher am Gewässergrund ab. Sie "laufen" unter Wasser. Nasen und Ohren sind zum Tauchen verschließbar, sie liegen mit den Augen auf einer Linie. So sind die Tiere kaum sichtbar, wenn sie im Wasser auftauchen. Die Eckzähne können einen halben Meter lang werden und im Kampf mit Konkurrenten die Gegner stark verletzen. Das Maul weit aufzureißen ist dabei nicht für die Nahrungsaufnahme wichtig, sondern eine Geste der Dominanz. Flusspferde sind näher mit Walen verwandt als mit anderen Säugetieren. Es gibt zwei Arten: Großflusspferde, sie leben im südlichen Teil von Afrika in ausgeschwemmten Flussbecken, und Zwergflusspferde, die nur 350 kg auf die Waage bringen und eher in den Urwaldgebieten von Afrika zuhause sind. Im Tiergarten Schönbrunn leben derzeit zwei Flusspferde: Mutter und Sohn.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Wir sind Familie!

Mehr als Vater, Mutter, Kind (4). Gestaltung: Margit Atzler Wer oder was ist Familie? Ganz klassisch: Mutter, Vater, Kind? Welche Personen umfasst der Begriff? Das Wort "Familie" stammt vom lateinischen famulus, Haussklave. Welche Personen umfasst der Familienbegriff? Vielleicht gehören außer Großeltern, Onkeln und Tanten auch noch Hund und Katze dazu. Die Statistik Austria versteht unter Familie Personen, die im selben Haushalt zusammenleben bzw. gemeldet sind. Genaue Angaben zu machen, ist also schwierig. Die Akzeptanz anderer Familienmodelle als das der Kernfamilie wächst. Patchwork ist längst Teil der Normalität, wobei Trennung für viele Eltern noch immer mit einem Gefühl des Scheiterns als Familie zusammenhängt. Rechtlich gesehen sprechen wir von Familie, wenn es sich um ein Paar mit mindestens einem Kind handelt. Sind Alleinerziehende mit Kind also keine Familie? Und was, wenn das Elternpaar aus zwei Frauen oder aus zwei Männern besteht - eine sogenannte Regenbogenfamilie also. Egal um welche Familienform es sich handelt: die Begriffe, die mit Familie in Verbindung gebracht werden, sind in der Regel die Gleichen: Sicherheit, Rückhalt und Ruhe - Dinge, die Familie im besten Fall bieten kann. Doch der Begriff "Familie" kann auch Augenrollen hervorrufen. Familie sieht sich schließlich auch mit Herausforderungen konfrontiert. Ein Zuviel an Nähe, Konflikte durch unterschiedliche Meinungen oder Herangehensweisen an die alltäglichen Herausforderungen, bis hin zu Zerwürfnissen und Kontaktabbruch. Der Anspruch an das, was Familie zu leisten hat, ist enorm - emotional wie organisatorisch. Vor allem medial wird uns das harmonische Familienidyll als erreichbares Idealbild suggeriert, und zwar nicht erst seit Instagram Co., wo glückliche Gesichter Gefühle der Unzulänglichkeit bei den BetrachterInnen auslösen können. Familie als gesellschaftliche Norm, als funktionierende Basis, als sicherer Hafen und Rückzugsort, wo wir sein dürfen, wie wir sind und wo Kinder optimal auf die Welt da draußen vorbereitet werden? Die Realität sieht meist anders aus, schließlich entladen sich im familiären Umfeld auch die Spannungen, die sich jahrelang, ja manchmal über Generationen hinweg aufgebaut haben. Hinzu kommen teilweise diametral gegensätzliche Bedürfnisse der einzelnen Familienmitglieder je nach Alter und weiterer Umstände. Für das Radiokolleg besuchte Margit Atzler die unterschiedlichsten Familien und Wahlfamilien in ihrem Zuhause. Von "klassisch" über Patchwork und Regenbogen bis hin zu Familien in gemeinschaftlich organisierten Wohnprojekten. Ein analytischer Blick mit einem Quäntchen an kritischer Selbstreflexion der Gestalterin in Bezug auf ihr persönliches Familienverständnis, der die Hörerinnen und Hörer dazu einladen möchte, eine neue Sicht auf die eigene Familie zu entwickeln.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Durchfallen, Schwänzen, Abbrechen

Warum Menschen der Schule den Rücken zukehren (4). Gestaltung: Katharina Godler "Wie kann denn ein Mensch gerne in die Schule gehen? Das verstehe ich überhaupt nicht.", fragt der 1953 geborene Schriftsteller Josef Winkler. Im Alter von siebzehn Jahren entschied er, die Schule abzubrechen und künftig sein Leben dem Schreiben zu widmen. Auch der LKW-Fahrer Lukas Höpler, die Heilmasseurin Roswitha Bors und die Umweltpädagogin Sophie Hiller entschieden vor vielen Jahren, nicht mehr in die Schule zu gehen. Das Radiokolleg beschäftigt sich in dieser Woche mit Themen rund um Schulmisserfolg, Schulabsentismus und Schulabbruch. Psychische Probleme, Lernschwierigkeiten, Mobbing oder die nicht passende Schulform - Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher nennen die unterschiedlichsten Beweggründe, warum sie einst der Schule den Rücken zukehrten. Bei vielen zeichnete sich der Weg bereits in der frühen Kindheit und in den ersten Schuljahren ab. Überforderung, aber auch Unterforderung führten zu Desinteresse, Entfremdung und zum Leistungstief. Die einen gingen während dem Unterricht ins Kaffeehaus oder ins Kino. Die anderen versteckten sich zu Hause. Welche Formen des Schwänzens und Verweigerns gibt es eigentlich? Expertinnen und Experten aus den Bereichen Schulpsychologie und Familientherapie sowie Lehrende und Erzieherinnen analysieren, wie es Schritt für Schritt zu einem Schulabbruch kommt. Sie geben Ratschläge an Eltern, Angehörige und Betroffene, wie mit schlechten Noten, Nachprüfungen, der Scham des Wiederholens und mit der Verweigerung des Schulbesuchs umgegangen werden kann. Und wie erfolgreich werden die Schülerinnen und Schüler in den Jahren der Pandemie sein? Wie viele werden dem Leistungsdruck standhalten? Werden alle zum Abschluss kommen? Auch diese Fragen werden im Radiokolleg behandelt. Zuletzt erzählen die Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher, was aus ihnen geworden ist, welche Perspektiven sie nach dem Schulabbruch hatten und wie sie heute auf das Ereignis zurückblicken.

09.45 Uhr
Radiokolleg - The Big Mix

Multikulturelle Rhythmusinstrumente und -traditionen (4). Gestaltung: Sabine Nikolay Durch die Kolonialisierung kam es zu einem regen Austausch musikalischer Traditionen. Am bekanntesten ist die Rolle der afrikanischen Sklavinnen und Sklaven auf dem amerikanischen Kontinent bei der Entstehung von Gospel-Musik und Jazz, in dem afrikanische Rhythmen eine neue Verwendung fanden. Aber auch heute als afrokaribisch bekannte Musikstile und Rhythmen entstanden in dieser Zeit und prägen die Musikkultur Lateinamerikas bis heute. Doch es gibt auch weniger bekannte Handlungsorte: So wird bis heute in der indischen Musik die Shruti-Box eingesetzt, und ebenso das Monochord, beide entstanden inspiriert vom Harmonium das die Engländer in der Kolonialzeit nach Indien mitbrachten. Die Castagnetten im Flamenco sind wiederum in Westafrika beheimatet. Auch heute kommt es zu interessanten Cross Overs. So hat Peter Gabriel auf seinem Real World Label versucht, Weltmusik ein wenig authentischer in den Westen zu bringen, als das im Sinne des Publikumsgeschmacks und Business üblich war. Interessant ist auch, wie zB afrikanische Musiker*innen in Europa und den USA auftreten - in traditioneller afrikanischer Kleidung, während sie auf dem Heimatkontinent in kleinen Clubs in Jeans und T-Shirt oft elektronisch verstärkt spielen. Legendär auch die Afrika-Exkursionen von Blur-Gründer und -Sänger Damon Albarn, der in seinen Musikprojekten zahlreiche Mischungen verschiedener Musiktraditionen, auch ganz speziell aus Mali, forcierte.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

Mit Helene Breisach. Rossinis zweites Leben. Als Gioachino Rossini sich aus dem Operngeschäft zurückzog, war er erst 37 Jahre alt. Seinen letzten großen Erfolg hatte er zuvor mit "Guillaume Tell" gelandet. Es war aber keineswegs so, dass er die zweite Lebenshälfte (er starb im Alter von 76 Jahren) mit süßem Nichtstun verbracht hat, als Hobbykoch und fröhlicher Esser, wie gerne tradiert wird. In diesen Jahrzehnten entstanden einige bedeutende geistliche Werke, darunter die "Petite Messe solennelle", sowie Vokal- und Kammermusik, etwa die "Soirées Musicales" und die "Péchés de Vielliesse", die Sünden des Alters. Diese originellen Miniaturen inspirierten wiederum im 20. Jahrhundert Komponisten wie Benjamin Britten und Ottorino Respighi, Motive daraus in eigenen Werken weiterzuverarbeiten. Zur frühen Einstimmung auf die Premiere des "Barbiers von Sevilla" an der Wiener Staatsoper (Ö1 überträgt live am 28. September) ist diese Sendung Rossini gewidmet.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Leila" von Vlady Kociancich und "Die Spaltung" von Francisco Proano Arandi. Aus dem Spanischen übersetzt von Marion Kaufmann. Es liest Martin Horn. Gestaltung: Barbara Belic. Päsentation: Julia Zarbach Zwei Erzählungen aus Südamerika über die erste Liebe. Über Leila, die er kannte, als er noch ein Kind war, weiß der Ich-Erzähler der ersten Geschichte nicht viel mehr, als dass sie ihren Lebensunterhalt als Prostituierte verdient hat. Doch eines weiß er: Ihr verdankt er es, dass er die Frauen liebt. In "Die Spaltung" erinnert sich ein Mann an die erste Zeit seiner Ehe. Damals schien nichts die beiden jungen Leute trennen zu können, Harmonie und Nähe waren immer zu spüren. Doch irgendwann änderte sich etwas; kleine Reibereien, Missverständnisse, Gleichgültigkeit ... Vlady Konciancich, geboren 1941 in Buenos Aires, war Mitarbeiterin von Jorge Luis Borges und hat lange als Journalistin gearbeitet. Zwei ihrer Romane wurden in mehrere europäische Sprachen übersetzt. Francisco Proano Arandi, 1944 in Cuenca, Ecuador, geboren, machte sich schon früh mit seinen Schilderungen aus dem urbanen Mittelklassemilieu einen Namen. Neben einem Roman veröffentlichte er mehrere Erzählbände. Gestaltung: Barbara Belic Päsentation: Julia Zarbach

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Daniela Knaller.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Singen mit dem "Maestro": Anna Tomowa-Sintow, Favorit-Sopranistin des späten Karajan Den "Spagat", im Musikalischen dem "Maestro" ein fügsamer, formbarer, zur Unterordnung bereiter Partner zu sein und dennoch eine starke Individualität mitzubringen, haben im Verhältnis zu Herbert von Karajan nur die wenigsten Sängerinnen, Sänger über mehr als ein paar Jahre bewältigt. Anders Anna Tomowa-Sintow, die, aus Bulgarien kommend, mit 32 in den Karajan-Kreis eintrat und bis zum Tod des Dirigenten, also über anderthalb Jahrzehnte, in Konzert, Plattenstudio und Oper in dauernder Verbindung mit ihm blieb. Anna Tomowa-Sintow wurde so Karajans Donna Anna nach Leontyne Price, Karajans Marschallin nach Elisabeth Schwarzkopf oder auch die Sopranistin der "Vier letzten Lieder" nach Gundula Janowitz. Ob bei Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven oder Giuseppe Verdi: ihr sich in den Orchesterklang gut einbettendes "instrumentales" Singen prägt vice versa, auch mit dem "slawischen" Beiklang, eine Fülle von immer wieder neu in Umlauf gebrachten Konzertaufnahmen in später Karajan-Ästhetik.

15.30 Uhr
Moment

Wie "LEFÖ" seit Jahrzehnten Frauen berät - von Diktatur-Opfern bis zu Sexarbeiterinnen Im Juni dieses Jahres feierte die Organisation LEFÖ ihren 35. Geburtstag. LEFÖ steht für "Lateinamerikanische Exilierte/Emigrierte Frauen in Österreich" und wurde 1985 von Frauen aus Lateinamerika gegründet, die aus politischen Gründen aus ihrer Heimat flüchten mussten. Durch Beratung und Sprachkurse unterstützte der Verein andere exilierte Frauen aus lateinamerikanischen Diktaturen bei der Verarbeitung ihrer traumatischen Erlebnisse und beim Ankommen in einer fremden Gesellschaft. Einst unterstützt durch Johanna Dohnal und Helga Konrad trat LEFÖ aus Reaktion auf die Migrationsprozesse der letzten Jahre unter dem Motto "Beratung und Betreuung für Migrantinnen" für die Rechte aller Migrantinnen und die Verbesserung ihrer Lebenssituationen ein, mit einem ganzheitlichen Angebot in insgesamt 32 Sprachen. Neben der Beratung für lateinamerikanische Frauen und dem Lernzentrum für Migrantinnen bietet LEFÖ Beratung und Gesundheitsprävention für Migrantinnen in der Sexarbeit und eine Interventionsstelle für Betroffene von Frauenhandel an. LEFÖ ist nach wie vor die einzige Organisation in Österreich, die ein so weites Spektrum an Beratung und Betreuung für Migrantinnen anbietet und hat in über drei Jahrzehnten schon einige Höhen und Tiefen miterlebt, begleitet vom ständigen Bangen um Förderungen. Dennoch ist LEFÖ aus der Migrationsgeschichte Österreichs nicht mehr weg zu denken. Gestaltung: Teresa Schwind

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Rudi präsentiert das Ö1 Kinderjournal Jeden Donnerstag wobbelt Rudi ins Journalstudio. Gemeinsam mit Paul Schiefer bespricht er die neuesten Nachrichten aus der Welt. Gestaltung: Kathrin Wimmer

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

? Turtle Stitch - per Computerprogramm zu Stoffmustern Gestaltung: Ute Maurnböck Ein Stück Jeansstoff liegt am Tisch, auf das blaue Textil ist mit goldenem Faden ein komplexes, wunderschönes Muster gestickt, bestehend aus einem Fünfeck und daraus hervorgehenden Spiralen. Mit der Hand hätte man lange zu sticken gehabt, dank des Programms Turtle Stitch hat die computerisierte Nähmaschine innerhalb von fünf Minuten ein kleines Kunstwerk geschaffen. Muster, die man mit einer gewöhnlichen Nähmaschine oder per Hand nicht zusammenbringt, lassen sich da zaubern, weil man zum Beispiel jeden aufeinanderfolgenden Stich unterschiedlich lang sticken lassen kann. Um das fertig zu bringen, haben die Ö1 Kinderuni-Reporterinnen und Reporter Niko, Samo, Michelle und Fabian eine kurze Einführung bekommen. Von Variablen und Formeln ist die Rede - aber, sagt die Projektinitiatorin und Entwicklerin von Turtle Stitch, Andrea Mayr-Stalder, die Kombination von Mathematik und Kreativität motiviert Alle, sich mit sonst vielleicht wenig geliebten Inhalten auseinanderzusetzen.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Aktuelle Kammer-Jazz-CDs von June in October und Jòhann Gunnarsson In den letzten Wochen und Monaten sind interessante CDs von unorthodoxen Streicher-Ensembles erschienen, und bei erstaunlich vielen mischt der aus Linz stammende, in Wien lebende Violinist Florian Sighartner mit: Etwa beim von Kontrabassistin Judith Ferstl geleiteten Quartett June in October, das im Rahmen seines Debüts "My Feet On Solid Ground" mit sensiblen Kammer-Pop-Vertonungen von Texten Fernando Pessoas und E. E. Cummings, aber auch aus eigener Feder aufwartet. Oder auch auf der CD "When The Birds Start to Sing" des aus Reykjavik nach Wien emigrierten Bassisten Jòhann Gunnarsson, der hier eine Art "World of Violins" entwirft und dafür neben Sighartner auch Derya Türkan (türkische Kemençe) und Arslan Hazreti (persische Kamantsche) um sich versammelt, nebst Trompeten-Poet Arve Henriksen. Ach ja, und dann ist Sighartner natürlich auch Teil des Violin-Cello-Duos Sigmun mit dem katalanischen Exil-Österreicher Carles Muñoz Camarero, der wiederum auch bei June in October mitmischt.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Paradigmen und Praktiken im Zeitalter der Systemkonkurrenz mit: Berthold Unfried, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien Gestaltung: Isabelle Engels Spricht man heute von Entwicklungspolitik oder Entwicklungshilfe, meint man damit wie selbstverständlich Modelle und Praktiken, die sich auf ein "westlich"- kapitalistisches Verständnis von "Entwicklung" beziehen. Im Zeitalter der Systemkonkurrenz zwischen 1960 und 1990 jedoch existierten zwei unterschiedliche "Entwicklungspolitiken" - in den realsozialistischen Ländern "Internationale Solidarität" oder "Sozialistische Hilfe" genannt. Beide Entwicklungspolitiken verfolgten das Ziel, die großen Ungleichheiten in der Welt zu verringern. Zu den Instrumenten der Entwicklungspolitiken gehörten der Transfer von Technologien, Kapital und anderen Ressourcen, sowie vor allem die Entsendung von professionellem Personal. Diese Entwicklungsarbeiter/innen trugen zur Verbreitung der jeweiligen Wirtschafts- und Lebensweisen, Werte und Einstellungen bei. Neben der Konkurrenz der Weltsysteme rückt in dieser Sendereihe auch das personelle Kernstück auf der Mikroebene ins Blickfeld: die Beziehung zwischen den Expert/innen und Entwicklungshelfer/innen der BRD bzw. Kooperant/innen der DDR und ihren jeweiligen einheimischen Counterparts. Auf Seiten des sozialistischen Weltsystems war Kuba das Verbindungsglied zwischen dem europäischen Zentrum und den "Drei Kontinenten" Asien, Afrika, Lateinamerika. Nicht nur die Bevölkerung der Einsatzländer sollte durch Transfers und Erziehung "entwickelt" werden, sondern auch die Persönlichkeit der Entwicklungsarbeiter/innen sollte sich durch diese Tätigkeit weiterentwickeln.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Der Westen der USA trocknet aus. Gestaltung: Claudia Sarre und Katharina Wilhelm Weite Teile im Westen der USA leiden unter einer extremen Dürre, das Land ist ausgetrocknet und riesige Flächen brennen. Hitze und Dürre treffen die Landwirtschaft, die Menschen und die Tierwelt gleichermaßen. Die Trockenheit hält schon seit vielen Jahren an, unter anderem, weil in den Rocky Mountains nur noch wenig Schnee fällt. Und das Wasser wird beängstigend knapp: Das größte Trinkwasserreservoir der USA, der Lake Mead, hat bereits einen Rekordtiefstand erreicht. Welche Lösungen gibt es, um der Austrocknung, dem Wassermangel und der zunehmender Waldbrandgefahr zu begegnen?

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

.diskussionen Das Gesprächsformat am Donnerstag Mit Hintergrundgesprächen, wissenschaftlichen Disputen, interdisziplinären Dialogen, Werkstatt- und Porträtgesprächen, Diskussionen zu aktuellen Themen.

19.30 Uhr
Grafenegg Festival 2021

Tonkünstler-Orchester, Dirigentin: Konstantía Gourzí; Simon Höfele, Trompete; Dirigent und Klavier: Rudolf Buchbinder; Emmanuel Tjeknavorian, Violine; Harriet Krijgh, Violoncello. Konstantía Gourzí: "Ypsilon" A Poem for Trumpet and Orchestra in Five Scenes op. 83 (Uraufführung) * Ludwig van Beethoven: Tripelkonzert für Klavier, Violine, Violoncello und Orchester C-Dur op. 56 (aufgenommen am 5. September im Wolkenturm in Grafenegg). Präsentation: Andreas Maurer Unter den Konzerten, die aus dem vergangenen Sommer nachgeholt werden, nimmt diese Matinee mit Konstantía Gourzí und Rudolf Buchbinder eine Sonderstellung ein. Die Festival-Eröffnung 2020 hatte schon begonnen, als ein plötzliches Unwetter den Abbruch erzwang und die Uraufführung des Trompetenkonzerts von Konstantía Gourzí quasi in letzter Minute vereitelte. Ein Jahr später wird das für Grafenegg komponierte Werk mit Simon Höfele als Solist nun tatsächlich aus der Taufe gehoben. Im Anschluss reichen Rudolf Buchbinder, Emmanuel Tjeknavorian und Harriet Krijgh mit dem Tonkünstler-Orchester Beethovens Tripelkonzert nach, das ebenfalls schon für 2020 geplant war. (Grafenegg Festival)

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Welt im Lockdown" Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Adam Tooze, Wirtschaftshistoriker "Welt im Lockdown. Die globale Krise und ihre Folgen" - so heißt das neue Buch des deutsch-amerikanischen Wirtschaftswissenschafters Adam Tooze. Er erzählt darin die Geschichte der zwölf Monate vom Januar 2020 bis Januar 2021. Dazwischen ereignete sich eine Pandemie, die kein Land und keine Bevölkerung verschonte. Tooze, der 1967 in London geboren wurde und in Heidelberg aufwuchs, berichtet nicht nur, warum Staaten und nationale Ökonomien auf jeweils eigene Weise und mit sehr unterschiedlichen Resultaten auf das Geschehen reagiert haben. Vor allem analysiert er die Pandemie im Kontext der großen Krisen unserer Zeit, von der weiter schwelenden Finanzkrise über die Klimakrise bis zur Flüchtlingskrise. Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz erzählt er aber auch von seiner eigenen Betroffenheit, einer Betroffenheit, die der Professor für Geschichte an der Columbia University in New York so noch nie erlebt hat - auch nicht während der Finanzkrise von 2008. Was hat sich geändert und was sind die Hintergründe für die Spannungen zwischen den USA und China? Stehen wir am Beginn einer fundamentalen Machtverschiebung?

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Mehr als Vater, Mutter, Kind (4). Gestaltung: Margit Atzler Durchfallen, Schwänzen, Abbrechen. Warum Menschen der Schule den Rücken zukehren (4). Gestaltung: Katharina Godler The Big Mix. Multikulturelle Rhythmusinstrumente und -traditionen (4). Gestaltung: Sabine Nikolay

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Die Einlösung einer soziomusikalischen Utopie? Seit einiger Zeit beschäftigen sich immer mehr namhafte Institutionen der zeitgenössischen Klassik mit dem Thema des Westzentrismus und der Dekolonisation, so etwa auch heuer die Donaueschinger Musiktage, in deren Programm zum 100. Geburtstag sich ein Schwerpunkt mit dem Titel "Donaueschingen Global" findet. Die elektronische Club Kultur mit ihren afrofuturistischen Wurzeln, die in den 1990er Jahren gerne als Soundtrack einer sich damals immer deutlicher manifestierenden Globalisierung bezeichnet wurde, ist demgegenüber das Gebot der Diversität seit jeher eingeschrieben. Der Club als ein Ort, an dem alle gleichberechtigt sind - auf dieser soziomusikalischen Utopie bauen auch viele jener Festivals auf, die sich in den späten 2000er-Jahren zum Festival-Netzwerk ICAS der International Cities of Advanced Sound zusammengeschlossen haben. "Networking tomorrow's art for an unknown future" hieß folgerichtig das erste große Gemeinschaftsprojekt, an dem auch die Gründungsmitglieder ORF musikprotokoll im steirischen herbst und CTM Festival mitgebaut haben. In dieser Ausgabe von ICAS Radio gehen Susanna Niedermayr und Oliver Baurhenn der Frage nach, inwieweit sich besagte soziomusikalische Utopie mittlerweile eingelöst hat. Gestaltung: Susanna Niedermayr und Oliver Baurhenn

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten