Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Ö1 Mittagsjournal

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Wer nicht genießt, wird ungenießbar" von Topsy Küppers, Schauspielerin, Chansonnière und Autorin "Wer unter genießen versteht, sich auf Kosten anderer ein lustiges Leben zu machen, der oder die hat etwas grundsätzlich missverstanden", meint die Schauspielerin Topsy Küppers. Genießen habe vielmehr "mit Demut, einem offenen Herzen und einem Blick auf das Leben" zu tun. Scharfzüngig und humorvoll schöpft die Schauspielerin und Autorin, die im vergangenen Jahr ihren 90. Geburtstag - wie könnte es anders sein: auf der Bühne - gefeiert hat, aus einem reichen Schatz an Lebensweisheit. Sie macht sich lustig über Diätwahn und falsche Versprechungen der Kosmetikindustrie, erzählt von Erlebnissen mit Bühnenpartner Vico Torriani oder der gut gemeinten Zwangsbeglückung mit einem neuen Computer. Doch schneller ist nicht automatisch besser und schließlich braucht man zum Genießen auch ein bisschen Zeit und Muße und das sei heutzutage oft wahrer Luxus.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Ulla Pilz. Wolfgang Amadeus Mozart feiert Geburtstag, Emilie Mayer bedankt sich und Dexter Gordon hängt seine Tränen zum Trocknen auf. "Hepster" (nicht zu verwechseln mit Hipstern) nennen sich im alten Harlem die besonders coolen Jazzer gern selbst; Cab Calloway widmet ihnen 1939 sogar ein eigenes Wörterbuch. 2016 erinnert die Trompete spielende Parfümeurin Annette Neuffer an die Hepster - mit einem harzig-würzigen Duft dieses Namens. Ihr Bild dazu ist ein Schwarzweißfoto von Dexter Gordon, rauchend, sein Saxophon lässig auf dem Schoß.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Eine Bohne erobert die Welt. Die Umwelthistorikerin Verena Winiwarter spricht über Soja. Teil 4: Stickstoffdünger für den Boden Gestaltung: Ilse Huber Die Sojabohne ist eine Hülsenfrucht und stammt ursprünglich aus Asien. Doch in den letzten zwei Jahrhunderten hat sie sich weltweit in den gemäßigten Klimazonen ausgebreitet. Anfänglich als direkte protein- und ölreiche Nahrung für den Menschen angebaut, ist sie inzwischen zu einem wichtigen Viehfutter geworden, das über Sojamehl und Presskuchen wichtige Eiweißstoffe an Tiere liefert. Der Bedarf ist immer mehr gewachsen und Mitte der 1990er Jahre kreierte der Mensch eine gentechnisch veränderte Sojabohne - ertragsreich und widerstandsfähig gegen ein Pflanzenschutzmittel, das Konkurrenz-Beikräuter ausmerzt, der kleinen Sojabohnenpflanze aber nichts anhaben kann. Selbst der Vorzug, Luftstickstoff direkt binden zu können, wird für hohe Ernteerträge hinfällig: Es wird Kunstdünger auf die zigtausend großen Sojafelder ausgebracht. Flächen, die dem Naturraum hauptsächlich in Südamerika geraubt werden.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Klimagerechtigkeit

Kann man globale Umweltlasten gerecht verteilen (4)? Gestaltung: Monika Halkort Ein zentraler Ansatz der Idee von Klimagerechtigkeit ist, dass die zentralen Verursacher der Erderwärmung und des Klimaschadens in einer besonderen Verantwortung stehen, den weltweiten CO2 Ausstoß zu reduzieren. Das der Maßstab und die Mittel dafür keineswegs selbstverständlich sind ist während des Klimagipfels in Glasgow im vergangenen Herbst einmal mehr deutlich geworden. Erneut ist es nicht gelungen den Ländern mit dem höchsten Kohleverbrauch (Australien, China, Indien, Russland und den USA) einen verbindlichen Ausstieg aus der fossilen Brennstoffverbrennung abzuringen. Und auch Zusagen für Finanzhilfen, um den Umstieg auf erneuerbare Energien in Schwellen- und Entwicklungsländern zu ermöglichen, blieben so vage und unausgegoren wie zuvor. In der Vergangenheit haben sich solche Angebote zumeist auf Darlehen und Kredite beschränkt, die arme Länder noch weiter in die Verschuldung zwingen und sie verpflichten für Umweltschäden aufzukommen, die sie zwar am stärksten bedrohen, für die sie aber nur bedingt verantwortlich sind. Fragen von Gerechtigkeit lassen sich darüber hinaus nicht auf eine faire Verteilung von Kosten, Nutzen und Belastungen reduzieren. Sie betreffen immer auch den Zeithorizont in dem Schäden und Verluste betrachtet werden und welches Gewicht negativen Folgeerscheinungen beigemessen wird. In der Diskussion rund um Klimagerechtigkeit sind die Forderungen gemeinhin auf die Zukunft ausgerichtet. Damit nehmen sie in erster Linie die Überlebenschancen derjenigen, die noch nicht geboren sind, in den Blick. Die Verantwortung gegenüber denen, die bereits in der Vergangenheit der rücksichtlosen Ausbeutung von natürlichen Ressourcen zum Opfer gefallen sind, bleibt davon unberührt. Dem nicht genug: der unverhältnismäßige Anteil der führenden Industrienationen am weltweiten CO2 Ausstoß - allen voran Europa, Nord Amerika und Australien - wäre ohne die gewaltsame Unterwerfung rohstoffreicher Kolonien in Asien, Afrika und der Arabischen Welt kaum denkbar gewesen. Das toxische Erbe der Europäischen Imperial-Herrschaft bestraft die Länder des Südens damit dreifach. Nicht nur wurde ihnen eine ähnlich rasante Entwicklung zu globalen Technologie- und Wirtschaftsmächten versagt, ihre gewaltsame Vereinnahmung als Quelle billiger Arbeitskraft und Rohstoffe hat diese ungleiche Entwicklung sogar noch befeuert. Und sie zahlen auch die Umweltkosten dafür. Vor diesem historischen Hintergrund scheint die Frage nach einem angemessenen Maßstab für Klimagerechtigkeit weitaus schwieriger zu beantworten, als es im eng gefassten Zeitraster der Gegenwart ohnehin schon ist. Doch ein Dialog auf Augenhöhe zwischen Nord und Süd um einen Ausweg aus der Krise zu finden ist weit und breit nicht in Sicht.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Belarus' Aufbruch ins Ungewisse

Wie sich der letzte Diktator Europas behauptet (4). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Noch vor wenigen Jahren galt Belarus als weißer Fleck auf der Landkarte von Europa. Es war ein weitgehend unbekanntes Land, aus dem selten Nachrichten in die internationalen Medien gelangten. In der Regel war dann von Staatspräsident Lukaschenko die Rede, dem letzten Diktator Europas, wie er genannt wurde und wird. Im Jahr 2020 standen die Zeichen auf Veränderung. Massenproteste nach gefälschten Wahlen erfassten größere Teile der Bevölkerung als je zuvor. Die Belarussen überwanden die Passivität, die ihnen stets nachgesagt wurde. Die rege Beteiligung, teils sogar führende Rolle von Frauen an den Protesten sorgten für Aufsehen. Prominente Aktivist/innen, von denen nicht wenige inzwischen festgenommen wurden, gingen von Anfang an davon aus, dass ein politischer Wandel Jahre dauern werde. Alexander Lukaschenko konnte sich zunächst als Präsident behaupten, wobei er Unterstützung vom russischen Nachbar erhielt, der seit langem an einer engeren Anbindung von Minsk an Moskau interessiert war. Wie kann es weitergehen: Diese Frage beschäftigt nun die Zivilgesellschaft. Auch die EU ist gefordert, denn vor allem die Nachbarländer von Belarus, Litauen, Lettland und Polen fühlen sich durch die Flüchtlings- und Migrationspolitik von Minsk bedroht.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Der Star-Dirigent Teodor Currentzis

Genie oder Scharlatan (4)? Gestaltung: Thomas Miessgang, Marie-Therese Sekwenz Teodor Currentzis gehört zu den faszinierendsten und gleichzeitig umstrittensten Dirigenten der Gegenwart. Kritiker sprachen zuletzt, etwa anlässlich seiner Auftritte bei den Salzburger Festspielen im vergangenen Sommer, von einem "schamlosen Egotrip" des Musikers und nannten ihn einen "Sektenführer" oder "Egomanen". Seine Anhänger hingegen verehren Currentzis wie einen Guru und pilgern hunderte von Kilometern, um eines seiner Konzerte zu sehen. Der Dirigent schafft es jedenfalls, im Gespräch zu bleiben und Öffentlichkeit und Feuilleton immer wieder neue Debattennahrung zu liefern. Die Karriere des 1972 in Athen geborenen Teodor Currentzis, den alle nur Teo nennen, gehört jedenfalls zu den ungewöhnlichsten der neueren Musikgeschichte. Schon als junger Mann zog er nach Sankt Petersburg, um dort bei der Dirigentenlegende Ilja Musin zu studieren. Danach arbeitete er in Nowosibirsk und Perm am Ural, wo er mit seinen Musikern wie in einer "Patchwork-Familie" lebte und in jahrelanger Arbeit seinen Klangkörper MusicAeterna formte, sowie den Neuen Sibirischen Sänger-Kammerchor gründete und 2018 den MusicAeterna Byzantina. Currentzis, der den traditionellen Frack des Dirigenten verabscheut und seine Streicher gern stehend spielen lässt, scheut vor den "Evergreens" der klassischen Musik nicht zurück, verpasst aber beispielsweise der 5. Sinfonie von Beethoven derart ungewöhnliche Tempi und Dynamiken, dass das alte Schlachtross wieder frisch und unerhört klingt. Der Mann aus Perm galt bald als Hoffnungsträger eines in seinen Routinen erstarrten Klassikbetriebes und inszenierte sich gerne als Rebell, der die Szene aufmischen wollte. Richtig berühmt wurde er in den Zehnerjahren, als er erst Mozarts "Requiem" und dann den Da Ponte-Opernzyklus auf Platte einspielte. Seit 2019 ist Currentzis auch als Chefdirigent des SWR Sinfonieorchesters tätig. Im Lauf der Jahre hat sich ein Currentzis-Kult entwickelt, der sicherstellt, dass der Musiker regelmäßig an allen Ersten Häusern und bedeutenden Festivals auftreten kann und dort geradezu rituell bejubelt wird. Wobei sich MusicAeterna keinesfalls nur auf die "Crowd Pleaser" der klassischen Tradition verlässt, sondern auch einen erheblichen Anteil zeitgenössischer Musik, häufig Uraufführungen, im Repertoire hat. Mittlerweile lebt und wirkt die Currentzis-Organisation in Sankt Petersburg und arbeitet in den Räumlichkeiten des "Dom Radio" an der Vervollkommnung des MusicAeterna-Klanges und am Ausbau des Repertoires - Probenzeiten werden nicht in Minuten und Stunden gemessen, sondern in Ergebnissen. Dass Teodor Currentzis nicht an mangelndem Selbstbewusstsein leidet, geht aus einem Satz hervor, den er einem britischen Journalisten nach ein paar Drinks diktierte, später aber wieder abschwächte: "Geben Sie mir fünf oder zehn Jahre, dann werde ich die klassische Musik retten."

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

Mit Mirjam Jessa "Der Wanderer oder: Der Fremdling oder: Der Unglückliche". Zum 225. Geburtstag von Franz Schubert Mit Franz Schubert, dem Wanderer, durchs Salzkammergut und über Weinberge, aber auch durch Metternichs Polizeistaat, für den der Winter eine treffende Metapher ist. Das Lebensgefühl dieser postnapoleonischen Zeit in der neuen europäischen Ordnung nach dem Wiener Kongress muss ein äußerst beklemmendes gewesen sein. Es herrschten Repression, Kontrolle und Zensur bis in die privatesten Nischen des Lebens, erst recht in Kunst und Kultur, eine Atmosphäre permanenter Spannung und Misstrauens, sowie konstanter unterschwelliger, diffuser Bedrohung. Wie kein anderer Komponist reflektiert Schubert diesen politisch-gesellschaftlichen Winter in seinen Werken und findet bleibende Bilder dafür wie den Wanderer, der die Illusion des Biedermeiers vollends zerstört, denn: "Dort, wo du nicht bist, ist das Glück". Der Text seines Lieds "Der Wanderer" stammt vom königlichen Justizrat, Bankdirektor, Arzt und Lyriker Schmidt von Lübeck, der sein Gedicht "Des Fremdlings Abendlied" genannt hatte. Als Schubert es vertonte betitelte er es zunächst so, wie wir es auch heute kennen "Der Wanderer". Die Original-Handschrift von 1816 schenkte Schubert dem Grafen Esterházy, offenbar auch als Botschaft, denn er änderte den Titel: "Der Wanderer oder: Der Fremdling oder: Der Unglückliche".

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Ländlicher Ehrenhandel" von Giovanni Verga (100. Todestag). Aus dem Italienischen von Sabine Schneider. Es liest Christian Nickel Wie ein Hahn stolziert der ehemalige Soldat Turridu Macca. Und er hat ein Auge auf die schöne Lola geworfen. Als diese aber sein Werben überhört und einen anderen heiratet, wird der Konflikt unvermeidlich. Denn Turridu sinnt auf wohlvorbereitete Rache. Das fast rituell ausgetragene Eifersuchtsdrama "Ländlicher Ehrenhandel" - auch bekannt als "Cavalleria rusticana" - ist die berühmteste Geschichte Vergas und diente Pietro Mascagni als Stoff für seine Oper. Giovanni Verga (1840-1922) gilt gemeinhin als Begründer der modernen italienischen Literatur. Er ist einer der Hauptvertreter des Verismus, der italienischen Spielart des Naturalismus. Gestaltung: Julia Zarbach

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Andreas Maurer

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Die ersten Bühnenwerke des jungen Gaetano Donizetti. Nur fünf Kalenderjahre trennen die künstlerischen Biographien von Gioachino Rossini und Gaetano Donizetti. Bei Werken wie "Anna Bolena", dem "Liebestrank", der "Lucia" tritt dieses Faktum weniger deutlich zutage als in Donizettis, des Jüngeren, Frühwerk, das in genau der Zeit entstanden ist, in der Rossini zum Star des zeitgenössischen italienischen Opernschaffens aufstieg. Dass die Nachrückenden auf den rossinianischen Erfolgszug aufsprangen, wen kann es wundern? So mögen manche Bühnenwerke des knapp über 20-jährigen Gaetano Donizetti mehr "nach Rossini" klingen als nach Donizetti selbst, aber im Bewusstsein des Kommenden hörenswert sind sie allemal. "Zoraida di Granata" zum Beispiel, von Donizetti geschrieben - auf Empfehlung seines in Italien höchst angesehenen Lehrers Johann Simon Mayr - fürs (heute noch existierende) römische Teatro Argentina und vor exakt 200 Jahren uraufgeführt. Ein "melodramma eroico" in beachtlichen Dimensionen, mit einer virtuosen Tenorpartie, mit einer Altistin in Hosen - und Dramen auch hinter der Bühne, schon vor der Premiere.

15.30 Uhr
Moment

"Man sieht es mir nicht an, dass ich krank bin". Leben mit dem Long Covid Syndrom Im Jänner 2020 erkrankte Franziska Trost an Corona - mit hohem Fieber und einer Lungenentzündung. Nach Abklingen der Krankheit schien alles wieder normal, bis es ihr im März immer schlechter ging. Konzentrationsstörungen, Erschöpfung, Herzrasen und Atemprobleme stellten sich ein. Sie musste aufhören zu arbeiten, zog sich immer mehr zurück und konsultierte etliche Ärzte. Heute weiß sie, dass sie eine von etwa zehn Prozent der Corona PatientInnen ist, die nach der Erkrankung Long Covid Symptome entwickeln. Die Spätfolgen sind vielfältig und noch wenig erforscht. Die Betroffenen brauchen sehr lange, bis sie die richtige Behandlung erhalten. Die Flugbegleiterin Alexa Stefanou musste ihren Beruf aufgeben. Mit Wortfindungsstörungen und Konzentrationsproblemen kann sie diese Tätigkeit nicht mehr ausüben und muss sich neu orientieren "Ich bin nicht mehr die Alte, und ob ich es jemals wieder sein werde, steht in den Sternen", sagt die 35-jährige. Sie hat die Selbsthilfegruppe "Long Covid Austria" mitgegründet, die andere Betroffene mit Informationen und Anlaufstellen versorgt. Gestaltung: Marie-Claire Messinger

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Rudi präsentiert das Ö1 Kinderjournal Jeden Donnerstag besucht der Radiohund seine Kolleginnen und Kollegen in der Nachrichtenredaktion. Gemeinsam mit Andrea Maiwald bespricht er die neuesten Meldungen aus Österreich und der Welt. Gestaltung: Kathrin Wimmer

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Die Anstandsdamen in unseren Zellen Gestaltung: Hans Groiss Wir tauchen in die mikroskopische kleine Welt der Zellen ein. Dabei hilft uns Ivan Corbeski. Der Strukturbiologe vom IST Austria, das ist das Institute of Science and Technology Austria in Klosterneuburg, beschäftigt sich mit Chaperonen. Dieser Begriff aus dem englischen bedeutet Anstandsdamen, Anstandswauwau, oder einfach Aufsicht. Aber was haben diese mit Biologie am Hut? Hut heißt in der lateinischen Sprache Capa, der Begriff Chaperon kann davon hergeleitet werden und ein Hut schützt ja schließlich - ähnlich ist das in der Biologie: Chaperon ist da die Bezeichnung für Proteine, die andere Proteine vor schädlichen Kontakten bewahren. Wie das zu verstehen ist und für welche wissenschaftlichen Gebiete dieses Wissen verwendet werden kann, versuchen Greta, Daniel, Oguz, Lorenz und Jolanda herauszufinden. Was bedeutet Synthetisieren, was sind Proteine überhaupt und was ist die DNA? Haben Chaperone auch mit Viren und Krankheiten zu tun und was würde es bedeuten, wenn es im Körper keine Chaperone gäbe?

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Guldas "Sinfonie in G" und sein Solokonzert bei den Heidelberger Jazztagen 1971 Auch über 20 Jahre nach seinem Tod ist Friedrich Gulda für Überraschungen gut. Im Archiv des Südwestrundfunks in Stuttgart fanden sich bis dato unveröffentlichte Aufnahmen, die ihn als Jazzpianisten und den Jazzkomponisten herausstellen, und die im Rahmen der CD "Jazz - Sinfonie in G / Heidelberger Jazztage 1971" veröffentlicht wurden. Bei der dreisätzigen, von Gulda selbst dirigierten "Sinfonie in G", geschrieben für Bigband und Sinfonieorchester, handelt es sich nicht nur um die Erstaufnahme von 1970, sondern auch um ein bis dato selbst Kenner/innen unbekanntes Werk, das danach weder Aufführungen noch weitere Einspielungen erlebt hat und offenbar völlig in Vergessenheit geraten ist. Und der gut halbstündige Mitschnitt von den Heidelberger Jazztagen vom 6. Juni 1971 zeigt den Pianisten Friedrich Gulda in Bestform, im Rahmen eines Solokonzerts, in dem er neben Eigenkompositionen auch Fritz Pauers "Etüde" interpretiert.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Alltag im Alten Rom mit: Barbara Borgers, Institut für klassische Archäologie, Universität Wien Gestaltung: Barbara Matzner-Volfing Wer kennt sie nicht, die kleinen oder großen Routinen des Alltags. Nicht immer freiwillig gewählt, doch stets präsent sind diese Handlungen keinesfalls eine Ausformung der Moderne. Sie finden sich bereits im antiken Rom, wo der Alltag der Bürger auch durch häusliche, soziale, politische und kultische Aspekte bestimmt war. Doch welche Fixpunkte hat es im Tagesablauf gegeben? Spielten Status oder Beruf eine Rolle in der Gestaltung dieser Alltagsroutinen? Und wie lassen sich diese Aspekte des antiken Lebens heute nachvollziehen? Diesen Fragen widmet sich die Archäologin Barbara Borgers mit einem Einblick in den facettenreichen Alltag im Alten Rom.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Reportage aus einem ungewöhnlichen Labor in Zentralafrika. Gestaltung: Laura Salm-Reifferscheidt Im Kongobecken wachsen nach dem Amazonas die zweitgrößten zusammenhängenden Regenwälder der Welt: Sie erstrecken sich über sechs Länder und fast 200 Millionen Hektar, eine Fläche 24mal so groß wie Österreich. Die Landschaft bietet rund 70 Millionen Menschen eine Lebensgrundlage. Auch sind die Wälder Lebensraum von unzähligen Tier- und Pflanzenarten, viele davon endemisch. Doch welche Rolle das Kongobecken in Zukunft im Kampf gegen den Klimawandel spielen wird, ist noch wenig erforscht. Ein Projekt in der Demokratischen Republik Kongo will das ändern. Ausgangspunkt dafür ist eine Forschungsstation, die bereits in den 1930er Jahren von den belgischen Kolonialherren gebaut wurde und nun wieder zu einem Zentrum für Wissenschafter/innen aus dem Kongo und der ganzen Welt werden soll. Die Reportage ist Teil eines Projekts für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung; die Recherche wurde mit Mitteln des European Journalism Centre ermöglicht.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

.diskussionen Das Gesprächsformat am Donnerstag Mit Hintergrundgesprächen, wissenschaftlichen Disputen, interdisziplinären Dialogen, Werkstatt- und Porträtgesprächen, Diskussionen zu aktuellen Themen.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Arabella Steinbacher, Violine; Nils Mönkemeyer, Viola; Christian Poltéra, Violoncello; William Youn, Klavier. Wolfgang Amadeus Mozart: a) Sechs Variationen über "Hélas, j'ai perdu mon amant" für Viola und Klavier g-Moll KV 360; b) Klavierquartett g-Moll KV 478 * Arvo Pärt: Mozart-Adagio für Violine, Violoncello und Klavier * Antonin Dvorak: Streichquartett Nr. 2 Es-Dur op. 87 (aufgenommen am 20. Oktober 2021 im Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses im Rahmen der "Schwetzinger Festspiele 2021"). Präsentation: Marie-Theres Himmler

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Das Gesicht der Revolution ist weiblich!" Renata Schmidtkunz im Gespräch mit der Philosophin und Revolutionärin Olga Shparaga Als im Juni 2020 in Weißrußland die Proteste gegen Staatspräsidenten Lukaschenko begannen, war Olga Shparaga eine der Frauen, die diese Proteste mitgeplant, mitgedacht, mitgeführt haben. Geboren wurde sie 1971 in Minsk, von Beruf ist sie Philosophin. Nach dem Wahlsieg Lukaschenkos, von dem viele sagen, er sei manipuliert worden, wurden im ganzen Land Oppositionelle verhaftet und eingesperrt. In den Gefängnissen seien die Frauen, die während des Protestes gegen das patriarchale System Lukaschenkos "erwachten", zu Schwestern geworden, sagt Olga Shparaga, die auch selbst inhaftiert wurde. Im November 2020 verließ sie angesichts eines bevorstehenden Strafprozesses das Land und lebt seither in Berlin. Dort entstand das Buch "Die Revolution hat ein weibliches Gesicht. Der Fall Belarus". Im Gespräch mit Renata Schmidtkunz erzählt Olga Shparaga vom Mut der weißrußischen Frauen und der täglichen Anwendbarkeit von Philosophie im Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung.

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Klimagerechtigkeit. Kann man globale Umweltlasten gerecht verteilen (4)? Gestaltung: Monika Halkort Belarus' Aufbruch ins Ungewisse. Wie sich der letzte Diktator Europas behauptet (4). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Der Star-Dirigent Teodor Currentzis. Genie oder Scharlatan (4)? Gestaltung: Thomas Miessgang

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

New Adits 2021. "Brittle extended" von Electric Indigo Im Rahmen des New Adits Festival im September 2021 präsentierte Susanne Kirchmayr aka Electric Indigo ihre neue Komposition "Brittle", die ursprünglich für das Forschungsprojekt "On the Fragility of Sounds" entstanden ist, das sich mit feministischen Praktiken in den Bereichen Komposition und Musiktheater auseinandersetzte. Im Zentrum stand die Beschäftigung mit der Zerbrechlichkeit von Klang. Electric Indigo hatte in Klagenfurt aber auch ein kleines Modularsystem dabei, um in dieser Extended Version von "Brittle" noch zwei neue Tracks elektronischer Clubmusik anzuknüpfen. Weiters in diesem Zeit-Ton zu hören: Ein Ausschnitt aus "Morpheme". Als musikalisches Basismaterial diente ein Satz, den die Philosophin, Kulturtheoretikerin und Autorin Sadie Plant bei einer Podiumsdiskussion über Cyberfeminismus im Rahmen des CTM Festivals 2014 sagte: "To let noise into a system is a kind of fine art in both cybernetic terms and in terms of making music, too." Unlängst ist "Morpheme" (2015) bei dem Label fals.ch als Digital Download erschienen. Gestaltung: Susanna Niedermayr

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten