Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Spielräume Spezial

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Mit Kunst aus der Krise". Von Helga Rabl-Stadler, Präsidentin der Salzburger Festspiele Die Salzburger Festspiele wurden vor 100 Jahren in einer Zeit größter Not als Projekt gegen die Krise gegründet. Der Theaterproduzent und Intendant Max Reinhardt, der mit seiner Jedermann-Inszenierung am 22. August 1920 die Salzburger Festspiele ins Leben gerufen hat, war davon überzeugt, dass nur die Kunst die vom Krieg gegeneinander gehetzten Menschen, ja Völker, wieder versöhnen könnte: Die Kunst nicht als Dekoration, sondern als Lebensmittel und Lebenssinn. Dass die Festspiele nun in modifizierter und verkürzter Form vom 1. bis 30. August stattfinden können, lässt diesen Gründungsgedanken - Kunst als Lebensmittel und Lebenssinn - aktueller denn je erscheinen, meint Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler dazu. Sie erinnert in ihren "Gedanken für den Tag" an die Gründerväter der Kulturveranstaltung im heruntergekommenen Salzburg im Jahr 1920, spricht über Festspiele als künstlerischen und ökonomischen Motor und darüber, warum Kunst gerade in Krisenzeiten eine so wichtige Rolle als "Nahrung für Geist und Seele" zukommt.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.55 Uhr
Ö1 Talentebörse

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Wolfgang Schlag. Von wohltemperierten Reisen und musikalischer Gesundheit. Wenn Musiker reisen, kann es schon vorkommen, am falschen Ort das richtige Konzert spielen zu wollen. Was aber auch Gelegenheit bietet, die Schönheit eines Platzes, oder einer Landschaft so richtig genießen zu können. Reisen kann gesund sein, verweilen ebenso.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki

Symbol für die Bedrohung der Menschheit durch sich selbst (3). Gestaltung: Judith Brandner "Es war ein Raum ohne Leben", erinnerte sich ein Zeitzeuge, der kurze Zeit nach dem Atombombenabwurf von 6. August 1945 nach Hiroshima kam: "Kein Baum mehr, kein Haus, kein Insekt, nicht einmal mehr eine Ameise." Hiroshima war dem Erdboden gleichgemacht; die enorme Hitze im Hypozentrum ließ Glas schmelzen und brannte menschliche Schatten in Steine ein. Viele Leichen waren bis zur Unkenntlichkeit verkohlt. Hunderttausende starben sofort. Die überlebenden Hibakusha, die Atombombenopfer, leiden noch 70 Jahre später an den Folgen der radioaktiven Verstrahlung. Am 9.8.1945, warfen die USA eine zweite Atombombe anderer Bauart auf Nagasaki. Eine Entschuldigung für diese einzigartige menschliche Katastrophe hat es nie gegeben. Die Interpretation der Ereignisse ist bis heute umstritten: In den USA hält sich hartnäckig die Begründung, dass "die Bombe das Kriegsende beschleunigt, die Invasion in Japan verhindert und so zigtausende Menschenleben gerettet habe". Ob Japan auch ohne die Bomben bald kapituliert hätte, bleibt Spekulation. Fest steht, dass die Atombomben der letzte Schlag im Pazifischen Krieg waren, und der erste im Kalten Krieg. Unmittelbar nach Hiroshima und Nagasaki setzte die weltweite atomare Aufrüstung ein, um das sogenannte Gleichgewicht des Schreckens aufrechtzuerhalten.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Seeräuber und Netzpiraten

Beutezüge einst und jetzt (3). Gestaltung: Andreas und Caroline Wolf Auf der Schulter ein Papagei, ein Holzbein, ein mit einer schwarzen Binde verbundenes Auge und eine schwarze Totenkopfflagge. Das sind die wichtigsten Ingredienzien für einen Piratenfilm. Gedreht wurden die ersten Seeräuber-Streifen bereits am Beginn des 20. Jahrhunderts. Viele unserer Piraten Stereotype gehen auf den 1881 von Robert Louis Stevenson veröffentlichten Roman "Die Schatzinsel" zurück. Egal ob in der Karibik, im Mittelmeer, oder entlang der Inselwelt Indonesiens, fast immer griffen, und greifen Piraten auch heute noch, in unübersichtlichen Küstenregionen an. Das Ziel ist schneller Reichtum, sei es durch Lösegelderpressung oder durch den Raub von Wertgegenständen. Dass dies oft mit bestialischer Gewalt geschieht, wird häufig ausgeblendet, denn im Film werden Piraten meist als Freiheitskämpfer dargestellt. Und tatsächlich herrschten auf Seeräuberschiffen, zum Teil, egalitär-demokratische Strukturen. So waren Piraten-Kapitäne ihren Mannschaften gegenüber gleichgestellt. Auch bei der Aufteilung der Beute gab es keine Vorrechte. Nur während des Kampfes durfte der Kapitän seine Männer anführen. Von diesem freiheitsliebenden Piratenbild leiten sich zahlreiche moderne Aspekte der Piraterie ab, wie zum Beispiel Radiopiraten, Telefonpiraten oder die "Piratenpartei". Deren Name bezog sich, ganz bewusst, auf die negative Konnotation des Begriffes durch die Film- und Musikindustrie. Das Ziel der Bewegung war eine neue, positive Interpretation von "Pirat". Mit dieser Strategie war die Partei am Beginn der 2010er-Jahre in mehreren europäischen Ländern überraschend erfolgreich. Unter Netzpiraterie hingegen verstand man um die Jahrtausendwende ein Sammelsurium von illegalen Aktivitäten im Internet. Diese reichten von Hacken und Raubkopieren über Virenprogrammieren bis hin zur Cyber-Kriminalität. In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Szene aber nachhaltig verändert. Menschen, die sich illegal Filme oder Musik downloaden, sind deutlich weniger geworden. Explodiert ist hingegen die Internet- und Computerkriminalität, die von Erpressung und Betrug über Datendiebstal bis hin zum Cyber-Terrorismus reicht. Eine andere Form der modernen Piraterie ist die "Produktpiraterie". Sie ignoriert die Rechte auf geistiges Eigentum. 2019 waren 3,3 Prozent aller weltweit gehandelten Güter Fälschungen. Das entsprach einem Gesamtwert von 509 Milliarden US-Dollar. Mit 6,8% aller Waren lag dieser Wert in der EU sogar noch deutlich höher - Tendenz stark steigend.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Kalligrafie der Töne

Komponisten zwischen Japan und Europa (3). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Jeder einzelne Ton lebt. In Kombination miteinander bilden sie Linien, wie man sie in der japanischen Kalligrafie malt: Das bezeichnet der Komponist Toshio Hosokawa als eines der grundlegenden Merkmale traditioneller japanischer Musik. Hosokawa, der 1955 in Hiroshima geboren wurde, begann sich mit dieser Musik allerdings erst in Deutschland zu beschäftigen, wo er sich zum Studium westlicher klassischer Musik aufhielt. Heute schöpft er aus beiden Traditionen und versteht sich weder als japanischen noch als europäischen, sondern als zeitgenössischen Komponisten. Eine große Inspiration für Hosokawa war der 1996 verstorbene Törü Takemitsu, der in Werken wie "November Steps" die beiden musikalischen Welten einander gegenüber stellte. Bei den Salzburger Festspielen 2013 wurde Hosokawas "Klage für Sopran und Orchester auf Texte von Georg Trakl" uraufgeführt. Zur Komposition angeregt hat Hosokawa das Foto einer Mutter, "die nach dem Tsunami vom 11. März 2011 den Körper ihres Kindes an der Küste suchte und ihren tiefen Schmerz dadurch bewältigte, dass sie ihm singend Ausdruck verlieh." Zuvor hatte Hosokawa mit Sternlose Nacht und Voiceless Voice in Hiroshima bereits ein Memento an die Zerstörung Dresdens und eines an den Atombombenabwurf auf seine Geburtsstadt Hiroshima komponiert, auch da aber auf Texte von Georg Trakl zurückgegriffen. Für europäische Musiker, zum Beispiel die Mitglieder des Österreichischen Ensembles für Neue Musik, die im Sommer 2013 wieder Hosokawa spielten, eröffnen sich mit Takemitsu und Hosokawa ganz neue Zugänge zu ihren eigenen - westlichen - Instrumenten.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Stephanie Maderthaner "Ludwigs Sonatensommer" - Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier in E-Dur op. 109 (Antti Siirala/Klavier) "So wandelbar die Wertung des Wortes Schönheit auch sein möge. In keiner Sonate hat Beethoven ihr Füllhorn reicher ausgestreut," schreibt der Pianist Paul Badura-Skoda über die Sonate in E-Dur op. 109. Beethoven gibt uns, den Nachfahren, etwas Wichtiges mit auf den Weg, über dieses besondere Werk: "Es ist der Geist, der edle und bessere Menschen zusammenhält auf diesem Erdenrund und den keine Zeit zerstören kann. Dieser ist es, der jetzt zu Ihnen spricht." 1811 gibt Antonie von Brentano in einem Brief an die Schwägerin Bettina zu, dass sie zu Beethoven eine Art "Wahlverwandtschaft" spüre und er für sie "einer der liebsten Menschen" geworden sei. Beethoven besuchte das Haus Brentano eine Zeitlang fast täglich. Große Werke widmete er "Frau Toni" - aber, die Sonate op. 109 bekam die Tochter zugeeignet: Maximiliane von Brentano. Vielleicht sollte man sich trotzdem vor allem die Mutter, Antonie, als Inspirationsquelle zu den Girlanden, den Melodien und der Schönheit dieser Sonate vorstellen.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

Schwerpunkt: Japan. 1945 bis heute. "Die Umarmung des Todes". Von Natsuo Kirino. Aus dem Japanischen von Annelie Ortmanns. Es liest Konstanze Breitebner. Es begann harmlos: Heirat, zwei Kinder, ein Zusatzjob für die Ehefrau, denn die kleine Familie träumt von einer eigenen Wohnung. Jede Nacht arbeitet sie in der Lunchpaketfabrik. Das Paar lebt sich auseinander. Und dann die Katastrophe: Er kommt früher als üblich nach Hause und erzählt ganz nebenbei, dass er pleite ist. Dass er auch das Ersparte für die neue Wohnung verjubelt hat. Sie rastet aus. Als sie wieder bei Besinnung ist, steht sie vor der Leiche ihres Mannes. Was nun? Mit dem 1997 unter dem Titel "Out" veröffentlichten Roman ist es Natsuo Kirino gelungen, die japanische, von Männern und männlichen Themen dominierte Literaturszene durcheinanderzuwirbeln, denn durch sie wird das Leben von normalen Hausfrauen "erzählenswürdig". Gestaltung: Friederike Raderer

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Joesi Prokopetz: Vorletzte Worte Gestaltung: Jörg Duit Joesi Prokopetz spannt den Bogen von feuilletonistischen Betrachtungen über (vor-)letzte Worte, erschütternde Enthüllungen über das Leben als Pavian, stellt sich und uns die Gewissensfrage: "Sind Sie bestechlich?" und erkennt dankbar: Zum Glück halten Frauen es für Liebe, wenn man sich für ihren Körper interessiert. Mitschnitt aus dem CasaNova Theater.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Irene Suchy.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Swedish Radio Symphony Orchestra, Dirigent: Andrew Manze; Frauen des Schwedischen Rundfunkchores; Paul Lewis, Klavier. Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert B-Dur KV 595 * Gustav Holst: "Die Planeten" op. 32 (aufgenommen am 17. Mai 2019 in der Berwaldhallen in Stockholm). Präsentation: Peter Kislinger

15.30 Uhr
Moment

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Praxis Spezial

"Getrennte Familien, getrennte Kirchen, getrennte Politik". Im Rahmen der Praxis-Sommerserie "Das Beste zum Wiederhören" In keinem anderen Land Europas ist die Armut so groß wie in der Republik Moldau. Aufgrund der hohen Arbeitslosenrate ist Moldau das Land mit der größten Arbeitsmigration ins Ausland. Inzwischen lebt ungefähr ein Viertel der arbeitsfähigen Bevölkerung im Ausland. Zurück bleiben oft die Kinder und die alten Menschen. Die vom österreichischen Jesuitenpater Georg Sporschill gegründete Hilfsorganisation "Concordia", die heute von Ulla Konrad und Pater Markus Inama SJ geleitet wird, versucht aus der Not eine Tugend zu machen und bringt in ihren Tageszentren Alt und Jung zusammen. Die Migration hinterlässt allzu oft zerstörte Familien: Väter, die in Russland am Bau arbeiten und Mütter, die als Pflegekräfte nach Europa, nach Israel oder in die Türkei gehen. Wie wichtig diese Menschen für unser Gesundheits- und Pflegesystem sind, ist gerade in der Corona-Krise wieder deutlich geworden. Getrennt - aufgrund der bewegten Geschichte der Republik Moldau - sind auch die christlich-orthodoxen Kirchen: die moldauisch-orthodoxe Kirche, die dem Patriarchat von Moskau untersteht, und die orthodoxe Kirche Bessarabiens, die zum Patriarchat Bukarest gehört. Die Gräben zwischen den beiden Kirchen werden in den vergangenen Jahren eher breiter als schmäler. Daneben gibt es noch religiöse Minderheiten wie Katholiken, die Zeugen Jehovas oder die heute sehr kleine jüdische Gemeinde in Chisinau. Um 1900 war die Stadt ein Zentrum jüdischen Lebens im russischen Kaiserreich, Jüdinnen und Juden stellten mit 46 Prozent die größte Bevölkerungsgruppe in Chisinau. Doch im Zuge eines immer stärker werdenden Antisemitismus kam es wiederholt zu Pogromen und während der NS-Zeit fielen schließlich weite Teile der jüdischen Bevölkerung der Shoah zum Opfer. Einen interreligiösen Dialog zwischen den verschiedenen Religionen gebe es "theoretisch", meint der junge Gemeinderabbiner von Chisinau, de facto dominiere aber die zahlenmäßig größte moldauisch-orthodoxe Kirche. Seit dem Zerfall der Sowjetunion und der Unabhängigkeit der Republik Moldau sind viele alte Kirchen, Felsenklöster und Kathedralen wieder renoviert und neu eröffnet worden und die 500-jährige Kirchenarchitektur ist ein wichtiger Faktor für den Tourismus. Auch das St. Georg Kloster in Suruceni wurde von schwarz gekleideten Ordensfrauen wieder zu neuem Leben erweckt: Wo einst ein Viehstall war, wird heute wieder Gottesdienst gefeiert. Ebenso bleibt das Land politisch gespalten. Orientieren sich die einen eher Richtung Europäische Union beziehungsweise dem Nachbarn Rumänien zu, halten die anderen die traditionell engen Beziehungen zu Russland hoch. Anschaulich wird dieser Konflikt rund um die Autonomieregionen Transnistrien und Gagauzia. "Unsere Sprache, unsere Kultur, das alles ist russisch", meint etwa der Vizebürgermeister von Congaz in Gagauzia, dem "größten Dorf Europas", "doch die finanzielle Unterstützung durch die Europäische Union ist sehr wichtig für uns, also warten wir ab, wie sich die Stimmung in den nächsten Jahren entwickelt."

16.40 Uhr
Das Ö1 Gesundheitsmagazin

16.55 Uhr
Reparatur der Zukunft

Die Toilette ohne Wasser - Wie aus dem alltäglichen Geschäft brauchbarer Kompost wird Gestaltung: Margit Atzler Das österreichische Komposttoilettenunternehmen vermietet aufstellbare Klo-Kabinen für Festivals, Baustellen u.ä. und fertigt auf Anfrage seine "Öklos" auch für zu Hause an. Anstelle von Wasser werden Sägespane verwendet. Das spart Trinkwasser, braucht keine Chemie und ist absolut geruchsfrei. Öklo stinkt nicht. Das große Ziel von Öklo ist es, in Österreich die rechtliche Grundlage zu schaffen, das weiterverwertete Sammelgut als Kompost ohne den Gebrauch von Kläranlagen wieder in den Naturkreislauf zurückzuführen.

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.25 Uhr
Das Objekt der Begierde

Ein Sommer voller Museen in Österreich 1

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. Takashi Hirayasu, der (fast) alles spielt, was Saiten hat, aber besonders gerne Sanshin Der Gitarrist Takashi Hirayasu ist nicht nur der erfolgreichsten Musiker Okinawas, sondern auch einer, der die für Okinawa typischen Klänge und Stile, erneuert und modernisiert, in die Welt trägt. Dazu hat vor allem seine Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Bob Brozman beigetragen, der sich in den Klang der dreisaitigen Sanshin Takashis verliebt hatte, des Schlangenhaut-Banjos aus Okinawa. Ihr erstes gemeinsames Album "Jin Jin/Firefly" spielten sie auf der kleinsten Insel Okinawas ein. Sie hatten sich dorthin zurückgezogen, um wirklich nichts zu haben als sich selbst, viele verschiedene Saiteninstrumente und die Musik. Und so begann ein höchst erfolgreicher musikalischer Austausch, "Jin Jin/Firefly", bereits vor 20 Jahren erschienen, ist bis heute die international meistverkaufte Platte aus Okinawa.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Die Hiroshima- und Nagasaki-Bomben. Mit Mitchell Ash, emeritierter Professor für Geschichte, Uni Wien. Gestaltung: Martin Adel Mitte der 1940er-Jahre wird in den USA unter Hochdruck am "Manhattan-Projekt" gearbeitet. Es ging dabei um eine neuartige Massenvernichtungswaffe mit unvorstellbarerer Sprengkraft, die Atombombe. Albert Einstein hatte die Vermutung geäußert, dass im nationalsozialistischen Deutschland Atombomben entwickelt werden würden. Zwischen 8./9. Mai 1945 war in Europa der Zweite Weltkrieg beendet, doch im Pazifik ging er noch weiter. Japan - mächtiger Verbündeter von Nazi-Deutschland - trotzte den US-amerikanischen Angriffen, US-Präsident Harry S. Truman zögerte mit dem Befehl, die Invasion auf den Inselstaat zu erteilen. Die US-Administration wollte die Wirkung ihrer neuartigen Waffe testen. Am 6. August 1945 um 08:16 Uhr Ortszeit detoniert die vom US-Bomber "Enola Gay" abgeworfene Atombombe über bewohntem Gebiet der Großstadt Hiroshima. Drei Tage später erfolgt der nächste Abwurf auf Nagasaki. Japan kapitulierte. Es begann das Zeitalter der nuklearen Abschreckung und der globalen Bedrohung

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Die Fröhliche Schule Die Reformpädagogin Eugenie Schwarzwald Von Ulrike Schmitzer "Die Fröhliche Schule" brach um 1911 mit allen Konventionen. Mädchen konnten erstmals die Reifeprüfung machen, den Unterricht hielten Künstler: Oskar Kokoschka unterrichtete Zeichnen, Adolf Loos Architektur, Arnold Schönberg und Egon Wellesz brachten den Kindern Musik nahe. Schulgründerin Eugenie Schwarzenbach wollte eine Schule, in der die Kinder aus Wissbegierde lernen und ihre Fantasie angeregt wird. Eine Dänin beobachtete genau, wie die Schule in der Wallnerstrasse funktionierte und schrieb ein Buch darüber. Nun liegt erstmals die deutsche Übersetzung des Buches "Die fröhliche Schule" von Karin Michaelis vor. Glaedens skole (1914) gibt nicht nur einen genauen Einblick in den Schulalltag und die Form des Unterrichtens, sondern ist auch ein besonderes Dokument der Freundschaft zwischen Karin Michaelis und Eugenie Schwarzwald. Der Historiker Robert Streibel präsentiert das Buch zum 80. Todestag der Schulreformerin.

19.30 Uhr
Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Colin Mason. Erinnerungen an Eberhard Kummer Am 2. August 2020 jährt sich zum achtzigsten Mal der Geburtstag des Sängers und Instrumentalisten Eberhard Kummer, der vergangenen Sommer verstorben ist. So viel wie der österreichische Künstler zum Verständnis der epischen Lyrik von der Antike bis zum Mittelalter hierzulande beigetragen hat, hat sonst kaum jemand erreicht. Aber auch im Bereich des historischen Volkslieds in Österreich und Bayern war er eine wichtige Figur. Dazu war er regelmäßiger Gast bei Radio- und Fernsehsendungen des ORF. Unsere Sendung porträtiert den singulären Kulturschaffenden mit Beispielen seiner Kunst, sowohl als Solist als auch als Mitwirkender bei verschiedenen Ensembles.

21.00 Uhr
Salzburger Nachtstudio

Von Krieg und Kolonialismus zum asiatischen Jahrhundert Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Ein kurzer Blick zurück ins Jahr 1945: Nach der Niederlage im Zweiten Weltkrieg wurde Japan von den USA besetzt. In China flammte nach der Kapitulation des japanischen Gegners der Bürgerkrieg wieder auf, der 1949 zum Sieg der Kommunisten und zur Gründung der Volksrepublik China führte. Weite Teile Asiens waren weiterhin europäische Kolonien. 75 Jahre danach: Ein wichtiges Thema vor der Corona-Krise war die neue Seidenstraße, Chinas wirtschafts- und geopolitisches Megaprojekt. Peking will mit dieser Seidenstraße ein weitreichendes Handelsnetzwerk zwischen Asien und Europa aufbauen. Im Westen verfolgt man die chinesischen Ambitionen teils mit beträchtlicher Skepsis, doch abgesehen davon, wie die Seidenstraße sich entwickeln wird: Allein das Konzept bezeugt Chinas Rolle und Einfluss in der Welt. Ohne "Made in China" läuft weltweit kaum noch etwas, und damit sind längst nicht mehr nur billige Textilien gemeint. Der Aufstieg der Volksrepublik - aber auch der von Japan und Südkorea - hat sich binnen weniger Jahrzehnte vollzogen. Den Ostasiaten folgten die "Tiger"- und "Panther"-Staaten in anderen Teilen Asiens. Experten begannen daher vom 21. Jahrhundert als dem asiatischen Jahrhundert zu sprechen. Inzwischen wird auch Indien die Entwicklung zu einer bedeutenden Wirtschaftsmacht prognostiziert. Diverse Krisen belegen freilich, dass auch die asiatischen Länder nicht immun gegen Erschütterungen sind. Wie sich die Corona-Krise längerfristig auswirken wird, ist noch nicht absehbar. Experten gehen aber davon aus, dass Asien auch 2020 die weltweit höchsten Wachstumsraten aufweisen und seine Rolle in der Weltwirtschaft verstärken wird.

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Die Logik der Engel Gestaltung: Jörg Duit Ausgangspunkt für diese spannende Zeitreise ist die Idee einer Logik-Maschine des vor 700 Jahren verstorbenen mallorquinischen Philosophen und Theologen Ramon Llull. Llull beschreibt in seinem Buch "Ars magna " eine Logik-Maschine mit der es gelingen sollte, Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Zu hören ist das großartige Vokalensemble NOVA mit Vokalmusik aus dem 13., 14. und 21. Jahrhundert und zeitgenössische Miniatur-Uraufführungen. ORF-CD 3199

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. Symbol für die Bedrohung der Menschheit durch sich selbst (3). Gestaltung: Judith Brandner Seeräuber und Netzpiraten. Beutezüge einst und jetzt (3). Gestaltung: Andreas und Caroline Wolf Kalligrafie der Töne. Komponisten zwischen Japan und Europa (3). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Magazin Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Heute mit Neuveröffentlichungen aus Japan. Gestaltung: Rainer Elstner

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten