Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Ambiente - von der Kunst des Reisens

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

Derzeit findet zum 13. Mal der Sag's Multi Redewettbewerb statt, bei dem Schüler*innen jeweils in zwei Sprachen Reden zu aktuellen politisch und gesellschaftlich relevanten Themen halten. Im Rahmen des Jugendschwerpunkts auf Ö1 möchten wir Ihnen einige dieser herausragenden jungen Menschen vom 3. bis 14 Mai, jeweils um ca. 6.40 Uhr in Guten Morgen Österreich vorstellen. Nachzuhören sind die Beiträge unter https://oe1.orf.at/artikel/684067/Sag-s-Multi Eine weitere Folge ist auch am 14. Mai ab 15:30 in der Sendung Moment zu hören.

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Jung, österreichisch, muslimisch". Im Rahmen des Ö1-Schwerpunktes Jugend erzählt die 23-jährige Studentin Bouchra Ikherrazene, was ihr am Herzen liegt, warum sie sich engagiert und wie sie in diesem Jahr während einer globalen Pandemie den muslimischen Fastenmonat erlebt hat Sie setzte sich für Geschlechtergerechtigkeit und Antirassismus ein und war nach dem Terroranschlag in Wien Mitorganisatorin einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung von jüdischen Studentenvertreter/innen und der Muslimischen Jugend. Bouchra Ikherrazene studiert Deutsch und Geschichte auf Lehramt, sie ist Salzburgerin, Muslimin und Mitglied der Muslimischen Jugend Österreich (MJÖ). Jedes Jahr während des Ramadan, der in diesen Tagen mit einem großen Fest zu Ende geht, ist sie auch engagiert beim Projekt "Fasten-Teilen-Helfen". Im Rahmen des Ö1-Schwerpunktes Jugend erzählt die 23-jährige Studentin, was ihr am Herzen liegt, warum sie sich engagiert und wie sie in diesem Jahr während einer globalen Pandemie den muslimischen Fastenmonat erlebt hat.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Helmut Jasbar. Schriftsteller Martin Walser hat in einem Interview den Theologen Karl Barth zitiert: "Wenn man einen fliegenden Vogel fotografiert, dann hat man nachher nicht den Vogel im Flug, sondern einen im Bild stehenden Vogel". Kann man das Dilemma der Kunst noch besser beschreiben? Ist das nicht der Grund, warum die Künstler immer wieder von vorne anfangen? Vielleicht ist es so, dass nicht unbedingt allem Anfang "ein Zauber innewohnt", sondern vor allem das Gefühl, das Fliegen beim letzten Versuch nicht richtig eingefangen zu haben.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Blühflächen anlegen und Bestäuber beobachten. Die Biologin Verena Mayer und Schüler/innen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein in der Obersteiermark sprechen über das Citizen-Science-Projekt "Pollidiversity". Teil 3: Beobachten, fotografieren und dokumentieren Gestaltung: Renate Pliem An der HBLFA Raumberg-Gumpenstein im oberen Ennstal hat die Wissenschafterin und Biologielehrerin Verena Mayer ein einzigartiges Projekt entwickelt: "Pollidiversity" lädt vor allem Kinder und Jugendliche ein, den Zusammenhang zwischen Blütenpflanzen und ihren Bestäubern zu erkunden. Doch bei diesem Citizen Science-Projekt sollen die jungen Forscher/innen nicht nur beobachten, sondern haben auch selbst Blühflächen für die Bestäuber angelegt. Vier verschiedene Blütenpflanzen mit unterschiedlichen Blütenformen wurden gewählt, um möglichst viele verschiedene Bestäuber anzulocken: Kornblume, Klatschmohn, Wiesenklee und Leindotter. Die jungen Citizen Scientists bekamen vom Projektteam, das neben Verena Mayer auch Kathrin Blanzano, Renate Mayer und Johann Neumayer umfasst, Samen zur Verfügung gestellt. In ganz Österreich legten Schüler/innen zu Hause Blühflächen an. Vorher dokumentierte eine Standortanalyse die speziellen Bedingungen im Umfeld. Wenn die Pflanzen ihre Blüte entfaltet haben, beginnt die Beobachtungsphase: Welche Bestäuber besuchen unterschiedliche Blütenformen? Gibt es Zusammenhänge zwischen landschaftlichen Strukturen in der Umgebung und dem Besuch der Bestäuber? Wie groß ist der Anteil der Honigbienen? Die Beobachtungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums werden von den Projektteilnehmer/innen dokumentiert und in einen Ordner gestellt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen beim Schutz und der Förderung von Bestäubern helfen.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Follow me - Stories von und mit jungen Menschen

Wie wir fühlen, denken und handeln (3). Gestaltung: Luna Ragheb, Julia Jesch, Nicholas Ivansits, Hannah Horsten, Fabiola Noll, Sebastian Gruber, Alica Ouschan, Melissa Erhardt, Ambra Schuster, Idan Hanin *Wie wir handeln ... * *Creative Generation* *"Einer von 100 000"* Streaming Plattformen bieten eine noch nie da gewesene Vielfalt von Musik an. Zusätzlich speichern diese die persönliche Hörgewohnheit und liefern, zu dem persönlichen Hörverlauf, die passende Musik. Wie schwer ist es sich in dieser von Algorithmen gesteuerten Vielfalt einzugliedern und herauszustechen? Immer mehr junge Menschen durchstöbern auf der Suche nach dem perfekten Sound wochenlang Sound-Bibliotheken, werden selbst kreativ und produzieren Musik. Gestaltung: Nicholas Ivansits *Fusselfreie Fließband-Fashion* *Oder doch lieber Second Hand?* Ich weiß nicht genau, warum es auf einmal cool war, zu sagen "das habe ich Second Hand gekauft." Das Gefühl, im Gegenüber eine kleine Spur von Neid auszulösen - die Hoffnung zu nehmen, das Outfit kopieren zu können. Ein kurzer Moment der Individualität. Als ich klein war, war das noch nicht so. Second Hand habe ich mit kratzigen Pullovern verbunden, das Gefühl, dass das nicht frisch aus der Fabrik kam, verband ich mit einer Art Ekel. Dabei sind die Produktionsverhältnisse, unter denen neue Stücke hergestellt werden viel ekelerregender. Ausbeutung, Missbrauch, Umweltverschmutzung. All diese Begriffe sind Teil von Fast Fashion. Ist der Vintage-Trend wirklich die Stopptaste auf diesem schnellen Fließband? Oder ist es gar nicht so gut, wenn für aussortiere Produkte wieder hohe Preise verlangt werden? Gestaltung: Hannah Horsten *Junge Frauen auf der Aufstiegsleiter* *Vom Ende der Außenseiterinnen?* In meinem letzten Semester im Geschichtsstudium habe ich zum ersten Mal einen Kurs belegt, der von einer Professorin geleitet wurde. Das Thema: Frauen der Antike als Außenseiterinnen? Mit Blick auf den aktuellen Lehrstuhl meines Geschichtsinstituts, wo sie als einzige Frau eine Professur besetzt, finde ich den Begriff "Außenseiterin", gar nicht so fehlgegriffen? Die Zeiten ändern sich, schließlich sind die Hälfte der HochschulabsolventInnen weiblich. Blicken wir genauer auf die Berufswelt, sind wir von einer Gleichstellung noch weit entfernt. Welche Initiativen unterstützen junge Frauen mit Ambitionen? Karriere um jeden Preis - oder doch lieber Außenseiterin mit neuen Ideen? Gestaltung: Luna Ragheb *Perspektiven von Menschen mit einer Behinderung* Ich bin Sebastian Gruber, 28 Jahre alt und lebe in Österreich genauer gesagt in Wien. Ich bin behindert. Für mich hat sich das Leben in den letzten Jahren sehr verändert, ich wurde in meiner Firma übernommen, habe den Führerschein bestanden und lebe allein in einer Wohnung. Außerdem bin ich Mitbegründer eines DJ Clubs und ein Redakteur bei andererseits. Wie sind die Perspektiven von jungen Menschen mit einer Behinderung? Was hat sich gesellschaftlich geändert? Meine Suche beginnt bei mir selbst, doch dabei bleibt es nicht, denn Menschen mit einer Behinderung können genauso grandiose Dinge machen wie Menschen ohne eine Behinderung. Gestaltung: Sebastian Gruber

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Nadja Kayali. Luigi Boccherini: Gitarrenquintett in G-Dur G.448 "Fandango-Quintett" Eigentlich ist dieses Quintett streckenweise ein Sextett, denn Luigi Boccherini schreibt für Streichquartett, Gitarre und Kastagnetten. Damit ist klanglich bereits der Ort des Geschehens markiert: Spanien. Und dort lebte (ab seinem 25. Lebensjahr) der italienische Komponist Luigi Boccherini. Tatsächlich war der Fandango im 18. Jahrhundert der Nationaltanz Spaniens. Der beliebte Paartanz, bei dem die Tanzenden mit Kastagnetten klapperten, brachte die Atmosphäre zum Knistern. Boccherini machte sich das zu Nutze und bringt sein Gitarrenquintett mit dem Fandango Finale zu einem effektvollen Höhepunkt.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

Ö1-Schwerpunkt Jugend. Junge Texte, junge Stimmen. Teil 3: Wir wir handeln. "Fleischmachen" von Eva Krallinger. Es liest Lilith Häßle "Musik" von Patrick Green. Es liest Max Gindorff. "Junge Texte, junge Stimmen": ein Radiogeschichten-Schwerpunkt mit Texten von zwei Nachwuchsschreibenden, gelesen von Lilith Häßle und Max Gindorff - zwei jungen Stimmen des Wiener Burgtheaters. Eine bitterböse Abrechnung mit der selbstgerechten Bobo-Konsumgeneration, die sich hinter Fairness und Verantwortung primär selber spiegelt und feiert, legt Eva Krallinger mit ihrem Text "Fleischmachen" vor. Beim FM4 Wortlaut-Wettbewerb rangierte sie damit unter den besten Zehn. Das intensive Erleben von Musik und den kalten Zorn des Ästheten, der seine geschützten Sphären verletzt sieht, verhandelt Patrick Green in seinem Text "Musik". Beim Schreibwettbewerb "Texte. Preis für junge Literatur", der sich an schreibinteressierte Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren richtet, stand Green 2019 damit im Finale. Gestaltung: Nicole Dietrich

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Die Geschichte der I. Republik. Erzählt von Heinz Fischer Gestaltung: Jörg Duit Bundespräsident a.D. Dr. Heinz Fischer beleuchtet in vier Teilen zentrale Stationen in der Geschichte der I. Republik von 1918 bis 1938. Er erzählt vom Aufbruch in die neue Zeit, von den Wirren des jungen Staates rund um eine neue Verfassung und die Rolle des Bundespräsidenten, von den Errungenschaften in Wissenschaft, Kunst und Kultur, dem Erstarken nationalistischer Tendenzen und schließlich vom Untergang Österreichs durch den sogenannten "Anschluss" an das Großdeutsche Reich unter der Führung von Adolf Hitler.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Irene Suchy. Monodien der Hildegard von Bingen Die Bedeutung der Hildegard von Bingen als Philosophin, Äbtissin und Heilerin steht außer Frage, als Komponistin wird ihr Skepsis entgegengebracht, eine Skepsis, die die Komponistin und Dichterin in ihrer Begrifflichkeit der illiterata nährte. Der Reichtum ihrer Musik jedoch, so schlicht wie vielfältig, so weise wie universell, lädt seit jeher Musikschaffende ein, anzuknüpfen und auszuweiten. Einem Vokalensemble bietet sie ein virtuoses und attraktives Programm. Das Momentum Ensemble mit Moritz Weiss gibt nun eine Kantate aus den Melodien der Hildegard, Melodien teilweise verändert, Klangfarben hinzugefügt, Textpassagen der Dichterin sind neu vertont. Die mehrsätzige Kantate für Vokalensemble, Solist/innen, Klarinette, Viola da Gamba, Gitarre und Kontrabass bietet Instrumentierungsfantasie von Duo-Besetzung bis a cappella Strecken und Improvisationen. Moritz Weiß, 1996 in Fürstenfeld geboren, hat seine Klezmer-Kunst kompositorisch und als Interpret der Klarinette nun auf die Melodien der Hildegard von Bingen übertragen. Sein weites Spektrum überwindet schon lange Genre- und Epochen-Grenzen. Er komponierte und arrangierte "Vocal Klezmer Sounds" rund um die sakralen Melodien von Hildegard von Bingen, im Herbst 2017 in Graz uraufgeführt. Die Konzerttournee fiel der Corona-Stille zum Opfer, die CD nicht. Sie fügt dem raren Programm des Vokalensembles ein Stück hinzu.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Melbourne Symphony Orchestra, Dirigent: Diego Maltheuz; Yuja Wang, Klavier. Sergej Prokofjew: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 g-Moll op. 16 * Vladimir Horowitz: Variationen auf ein Thema aus Bizets "Carmen" * Johannes Brahms: Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98 (aufgenommen am 25. Juli 2015 in der Hamer Hall im Arts Centre Melbourne). Präsentation: Peter Kislinger

15.30 Uhr
Moment

Jugendliche mit Fluchterfahrungen schreiben Geschichten Im Herbst 2020 startete das "PROSA - Projekt Schule für Alle!" in Wien einen Schreibprozess mit jungen Migrant*innen. Das Ergebnis liegt nun als Buch vor: eine Sammlung literarischer Texte, die das Lernen, Schreiben, Arbeiten und Leben in Wien der Jugendlichen abbilden. "Wir wollten bewusst kein Thema vorgeben, sondern erfahren, was den jungen Menschen durch den Kopf geht", sagt Muhammet Ali Ba?, Mitherausgeber und Projektbetreuer. Über den Verkauf des Buchs werden neue Schulplätze der PROSA-Schule finanziert. Gestaltung: Noel Kriznik Moment-Echo: Johanna Steiner Wort der Woche: Lothar Bodingbauer

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Ein großes Fest am Ende der muslimischen Fastenzeit Am 12. Mai endet der muslimische Fastenmonat Ramadan. Auf Arabisch heißt dieses Fest "Eid al-Fitr". Der Ramadan ist ein besonderer Monat für muslimische Gläubige. Vier Wochen lang dürfen sie von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang nicht essen, oder trinken, oder manche andere Dinge tun. Rudi will wissen, wie die Jugendlichen diese Zeit verbringen. Er fragt bei der muslimischen Jugend Österreich nach: Habt ihr schon oft gefastet? Freut ihr euch auf das Ende der Fastenzeit? Mit wem werdet ihr es verbringen und vor allem - was werdet ihr essen? Gestaltung: Franziska Schwarz

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Praxis - Religion und Gesellschaft

U. a. mit dem Beitrag: Megafon für eine Minderheit - der erste Roma Jugendverein Österreichs. - Gestaltung: Maria Harmer Sie sind jung, engagiert und studieren; und sie haben sich als Mitglieder ihrer Volksgruppe geoutet, haben gesagt, dass sie Roma und Romnja, Sinti und Sintize sind. Am 8. April dieses Jahres, dem 50. Jahrestag des "Internationalen Tages der Roma", wird/wurde die HÖR, die "Hochschüler/innenschaft Österreichischer Roma und Romnja", ins Leben gerufen. Ein Verein, der ein Megafon für die Anliegen junger Studierender und Akademiker/innen dieser Volksgruppe sein will, ihnen eine Stimme geben und mit jugendlichem Elan gegen Rassismus und Diskriminierung auftreten möchte. - Gestaltung: Maria Harmer

16.40 Uhr
Das Ö1 Gesundheitsmagazin

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zum Ö1-Schwerpunkt: Jugend Zur soziokulturellen Entwicklung von Jugendbewegungen nach 1945 mit: Roman Horak, Kultursoziologe an der Universität für angewandte Kunst Wien Gestaltung: Hanna Ronzheimer Jugendbewegungen sind von Gemeinschaftsgefühl geprägt, von Aufbruchs- und Generationengeist, meist auch von schroffer Abgrenzung gegenüber Konventionen, die als überlebt gelten. Die ersten solcher Gruppierungen gab es bereits vor über hundert Jahren, etwa die Wandervogel- und Lebensreformbewegungen, die auf Naturerleben setzten und sich gegen die Gespreiztheit des bürgerlichen Lebens stellten. Mit Rockern, Mods, Hippies, Punks, Grufties, aber auch den Emos und den Nerds ging es ab der Mitte des 20. Jahrhunderts weiter. Jugendbewegungen entwickelten nicht nur eigene Stile, sondern auch eine eigene Ikonographie, die von der Kulturindustrie aufgegriffen wurde. Große Modeketten verkaufen die einst individuellen Kleidungsstücke der Punkbewegung längst als Massenware. Die Beschleunigung von Stil-Revolutionen seit den sechziger und siebziger Jahren führte dann zu der Einsicht, dass Jugendbewegungen nicht nur Opposition zu "herrschenden Systemen" sind, sondern vom Kapitalismus auch bestens benützt werden können: einerseits als Ziel-Gruppen, denen man Waren verkaufen kann, andererseits als Quellen neuer Styles, die in Design und Fashion marktgängig gemacht werden. Aber das heißt nicht, dass das rebellische Potential von Jugendbewegungen völlig erschöpft ist.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama-Mittwochsrunde

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Sozialer Kitt Zivilgesellschaft in Österreich Von Alexander Behr Das Funktionieren einer pluralen Demokratie wird durch eine lebendige Zivilgesellschaft und starke soziale Bewegungen gesichert. Sie sind unbedingte Voraussetzung für eine Gesellschaftsordnung, die sich an Prinzipien wie sozialer Gerechtigkeit, demokratischer Teilhabe und ökologischer Nachhaltigkeit orientieren. Vielen tausenden politisch Aktiven ist es zu verdanken, dass Missstände öffentlich gemacht und zumindest teilweise behoben werden - sei es bei Menschenrechtsverletzungen, in der Klimazerstörung oder der Exklusion von Randgruppen. Denn die Ursache für dieses aktive Engagement ist oftmals, dass staatliche Institutionen wichtige gesellschaftliche Belange vernachlässigen oder gar unterdrücken. - Was macht Zivilgesellschaft aus und wo steht sie in Österreich? Was fördert oder gefährdet ihre Entwicklung?

19.30 Uhr
Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Colin Mason. Der Teufelstriller - wer hat's erfunden? Musik von Francesco Veracini, Pietro Locatelli, Giuseppe Tartini und Niccolò Paganini Vor genau dreihundert Jahren ist von Pietro Locatelli (1695-1764) das Opus 1 mit zwölf Concerti grossi in Amsterdam im Druck erschienen. In den folgenden Jahren bereiste er Italien und Deutschland - wir wissen von Stationen in Mantua, Venedig, München, Dresden, Berlin, Frankfurt am Main und Kassel. 1725 nannte ihn Landgraf Philipp von Hessen-Darmstadt, der Regent von Mantua "nostro virtuoso"; in München wird er als "der fremde Virtuos Locatelli" beschrieben. Auf sein 1721 erschienenes Opus 1 folgen weitere Veröffentlichungen. Besonders Locatellis Opus 3, das den Titel "L'arte del violino"/"Die Kunst der Violine" trägt, weist ihn als Pionier der Geigentechnik seiner Zeit aus. Die Sammlung mit 12 Violinkonzerten und 24 Capricii vergrößerte Locatellis Ruhm als maßstabsetzender Virtuose. Ebenfalls 1721 ist das Opus 1 von Francesco Maria Veracini (1690-1768) erschienen - zwölf Sonaten für Violine und Generalbass. Schon als junger Mann machte der in Florenz geborene Veracini in Venedig Karriere; 1711 war er Solist bei Weihnachtsmessen im Markusdom, 1712 spielte er ein selbstkomponiertes Violinkonzert im Rahmen der Krönungsfeierlichkeiten zu Ehren des neugekrönten Kaisers Karl VI. Seine Karriere setzte er später in Deutschland und England fort: er zählte zu den Bekannten Georg Friedrich Händels. Laut Legende hörte der Dritte im Bunde unserer Geigenmeister den jungen Veracini in Venedig spielen - die Rede ist von Giuseppe Tartini (1782-1840), dem wahrscheinlich bekanntesten der drei Virtuosen. Unter dem Eindruck von Veracinis Können - und geplagt mit Unzufriedenheit über seine eigenen Fähigkeiten - soll sich Tartini in die Stadt Ancona in Klausur begeben haben, um fern der Verpflichtungen in Venedig seine Bogentechnik zu perfektionieren. Unsere Sendung präsentiert Werke dieser drei Berühmtheiten der Violine für unterschiedliche Besetzungen. Auch wird es einen Ausflug ins 19. Jahrhundert geben: Wieviel hat Niccolò Paganini (1782-1840), der meistgefeierte Violinvirtuose seiner Epoche, von seinen Vorgängern im 18. Jahrhundert eigentlich abgeschaut?

21.00 Uhr
Salzburger Nachtstudio

"Ich möchte nur noch weg hier!" Kinder und Jugendliche in der Pandemie Gestaltung: Katrin Mackowski Kinder und Jugendliche kommen in der medialen Öffentlichkeit wenig zu Wort, dabei leiden sie ganz erheblich unter der Pandemie. Symptome wie Angst, Depression und Essstörungen haben zugenommen. Manche Teenager entwickeln sogar Suizidgedanken, also Phantasien, um der Einengung, den Kontaktbeschränkungen und der für sie quälenden Isolation, auf diese Weise zu entkommen. Das belegt auch eine Studie der Donau-Universität Krems und der Medizin-Uni Wien mit rund 3.000 Befragten. 56 Prozent der über 14-Jährigen zeigen eine depressive Symptomatik, die Hälfte Angstsymptome und massive Schlafstörungen. Die Häufigkeit dieser Beschwerden hat sich also verfünf- bis verzehnfacht. Zu Beginn des Jahres 2021 kam es aufgrund der Überbelegung bei stationären Aufnahmen der Kinder - und Jugendpsychiatrie im AKH Wien sogar zur Triage. "Fälle, bei denen eine akute Gefährdung des eigenen Lebens oder des anderer im Raum stehen, haben Priorität", erklärte damals Paul Plener, Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie am AKH Wien und Professor an der MedUni Wien. Doch wo können all die anderen Teenager und Kinder mit ihren Eltern Hilfe suchen? Die Psychiater und Psychoanalytiker Wolfgang und Sabine Preinsperger erzählen von ihrem therapeutischen Alltag während dieser Ausnahmesituation; wie es ist, mit Maske zu arbeiten oder über Video, und wie die jungen Patienten und Patientinnen damit zurechtkommen. Was den Kindern Probleme macht, ist die fehlende Tagesstruktur, zu wenig Bewegung, aber vor allem der fehlende Kontakt zu Gleichaltrigen. Auch das Mobbing macht keinen Halt während der Pandemie, erklärt der Kinder- und Jugendpsychiater Franz Resch aus Heidelberg. Gerade weil Kinder und Jugendliche überwiegend ohne direkten physischen Kontakt leben, sondern weitgehend über soziale Medien kommunizieren und durch das "Homeschooling" voneinander abgeschnitten sind, werden die Konflikte untereinander besonders drängend. Aber auch Streit und Gewalt in der Familie, die mehr Zeit als sonst zusammen verbringen muss, nehmen zu. Ein Salzburger Nachtstudio von Katrin Mackowski

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1 Konstantin Wecker Solo Gestaltung: Stephan Pokorny "Poesie und Musik können vielleicht die Welt nicht verändern, aber sie können denen Mut machen, die sie verändern wollen." Dies ist und bleibt der Wunsch des Liedermachers Konstantin Wecker. Sein Solo, das im April 2017 im Rahmen von "Kabarett direkt" aufgezeichnet wurde, beinhaltet neben musikalischen Klassikern wie "Wenn der Sommer nicht mehr weit ist" und "Genug ist nicht genug" auch eine Reihe neuer Songs des bekennenden Pazifisten, Ausschnitte aus seinen Texten, gelesen vom Autor - und eine Premiere: "Willy", zum ersten Mal live Solo mit Klavier.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Follow me. Stories von und mit jungen Menschen. Wie wir fühlen, denken und handeln (3). Gestaltung: Luna Ragheb, Julia Jesch, Nicholas Ivansits, Hannah Horsten, Fabiola Noll, Sebastian Gruber, Alica Ouschan, Melissa Erhardt, Ambra Schuster, Idan Hanin

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Magazin Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Mit u.a. einer neuen Folge der "Zeit-Ton"-Reihe "Die Klien-Brüder - Neue Musik im Härtetest" (Gestaltung: Rainer Elstner und Andreas Maurer). Diese Serie gibt es auch als Ö1 Podcast. Gestaltung: Heinrich Deisl

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 3:00 und 5:00 Uhr Nachrichten