Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Guten Morgen Österreich

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Aus Asche erstanden" - Gedanken in der Karwoche von Toni Faber, Dompfarrer, Dechant und Domkapitular zu St. Stephan Der Brand der Pariser Kathedrale Notre Dame im April 2019 hat erlebbar gemacht, wie es den Österreicher/innen beim Brand des Stephansdoms am 12. April 1945 ergangen sein muss. Die Zerstörung war gewaltig - was daraus geworden ist, auch: Trotz der eigenen Not zu Kriegsende, folgte die Bevölkerung ganz Österreichs dem Aufruf von Kardinal Theodor Innitzer, am Wiederaufbau des Stephansdoms mitzuhelfen. Was an finanziellen Mitteln und an Arbeitskraft gespendet wurde, hat das Wiener Gotteshaus zum Stephansdom aller Österreicher/innen gemacht. Dem Großbrand am 12. April 1945 fielen auch die Riesenorgel und die Pummerin zum Opfer. Schon 1952 konnte die neugegossene große Glocke, "die Pummerin" geweiht werden. Mit der Riesenorgel hat es länger gedauert: Am heurigen Ostersonntag, dem 12. April 2020 - also exakt 75 Jahre nach dem Brand - wird die erneuerte Riesenorgel beim feierlichen Hochamt geweiht. Aus der zerstörenden Katastrophe wurden gemeinsame Neuaufbrüche und Erfolge. Die Ölbergstunde und der Kreuzweg werden zu Erlebnissen der Auferstehung und des Sieges über den Tod. Auch heute. Gestaltung: Alexandra Mantler

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Renate Burtscher. Einer reist um sein Zimmer, (ein) andere(r) spielt(en) für sich allein, eine Arie zum Niederknien schön und ein Lob des Adagio-Seins. Wer war Barbara Holtzmann? Sie hat etwas mit Beethoven zu tun, gehört also in die Rubrik "namedropping". Zu seinen wirklichen oder platonischen Liebschaften ist sie nicht zu zählen. Barbara Holtzmann war Ludwig van Beethovens Haushälterin und Köchin, der die Ehre zu Teil wird, es am längsten bei ihm ausgehalten zu haben. Als sie ihren Dienst bei ihm antrat, war "die Alte" oder "Frau Schnaps" oder "meine schnell segelnde Fregatte" 51 Jahre alt und bei ihm blieb sie, von kurzen Unterbrechungen abgesehen, bis zu seinem Tod.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Die Zoologin Silke Schweiger über die Amphibien und Reptilien Borneos. Teil 3: Ungewöhnliche Flugobjekte im 3 D-Test Gestaltung: Maria Harmer Redaktion: Renate Pliem Frösche, die ihre Schwimmhäute als Flughilfen verwenden, um im Regenwald von Baum zu Baum zu gelangen; Schlangen, die ihre Rippen spreizen, den Schwanz als Steuerruder verwenden und bis zu zwanzig Meter weit durch die Luft gleiten und Flugdrachen, die für die Eiablage aus dem Blätterdach auf den Boden segeln. Im südostasiatischen Raum, insbesondere auf der Insel Borneo, haben Arten, die anderswo nur am Boden leben, Methoden entwickelt, wie sie sich gleitend oder segelnd im Regenwald durch die Luft bewegen können. Die Zoologin Silke Schweiger benützt in diesem Fall bewusst nicht das Wort "fliegen", da diese Tiere keine Flügel im eigentlichen Sinn ausgebildet haben. Die Kuratorin der Herpetologischen Sammlung am Naturhistorischen Museum Wien hat zahlreiche Forschungsreisen in den Regenwald auf Borneo unternommen und erzählt über die Besonderheiten einiger Amphibien und Reptilien der Insel.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Wer ist Opfer?

Macht und Ohnmacht eines Rollenbildes (3). Gestaltung: Johannes Gelich In Zeiten von Populismus, Klimakrise, Geschlechter- und Generationenkampf geistert ein Begriff durch die einschlägigen gesellschaftspolitischen Debatten: das Opfer. In den letzten Jahren ist, so scheint es, ein regelrechter Opfermarkt entstanden: das Volk ist Opfer einer von außen gesteuerten Migrationspolitik, sagen rechte Populisten. Der Arbeitnehmer von heute ist Opfer der Profit-Interessen von Kapital, Konzernen und politischen Eliten auf dem Schlachtfeld des Neoliberalismus, sagen linke Populisten. Frauen sind Opfer von sexistischen Übergriffen in Beruf und Medien, sagen Frauenrechtlerinnen. Männer sind Opfer von blindwütigen Feministinnen, sagen Männerverbände. Dritte-Welt-Länder sind Opfer neokolonialistischer Politik des reichen Westens, sagen Globalisierungskritiker. Wachstumsideologie, Umweltzerstörung und die Ausbeutung von Ressourcen geschehen auf dem Rücken der Kinder, sagen Ökologen. Eltern werden von ihren Kindern in Altersheime abgeschoben und vernachlässigt, sagen Pensionisten-Verbände. Das Opfer, so viel steht fest, ist der wahre Held unserer Zeit. Opfer zu sein, verspricht höchste Anerkennung, erzeugt machtvolle Ansprüche und ist über jede Kritik erhaben. Doch warum und seit wann hat der Opfer-Status einen derartigen Stellenwert in der westlichen Kultur und ihren gesellschaftlichen Debatten gewonnen? Die Darbringung von Opfern gegenüber Göttern ist ein wesentlicher Bestandteil der meisten Religionen der Welt. Doch im Christentum hat sich Gott durch seine Menschwerdung bis zu seinem Tod am Kreuz selbst geopfert. Hier zeigt sich religionsgeschichtlich insofern eine Wende, als sich Jesus für die Sünden der Menschen selbst opfert und damit weitere Opfer überflüssig macht. Die Anbetung des Opfers hat im Medienzeitalter jedoch eine neue, quasi-religiöse Dimension erfahren: Das Fernsehen und eine adäquate Medien-Inszenierung leben geradezu von der Dauerpräsenz des Opfers. Von der Allgegenwärtigkeit des Opfers von Verbrechen in Kriminalfilmen bis hin zur Akkumulation von politischem Kapital durch Fernsehbilder wie 9/11: in den Medien ist längst eine Konkurrenz um die Präsenz der Opfer-Identitäten entstanden. Und auch die österreichische Identität war noch lange nach dem 2. Weltkrieg von dem Mythos geprägt, das erste Opfer des Nationalsozialismus gewesen zu sein. Doch was sind die Auswege aus diesem schädlichen, medial transportierten Opfer-Täter-Schema? Gefragt sind die Stärkung demokratischer Kräfte und die Verantwortung jedes Einzelnen, Fakten zu studieren, Lösungsansätze zu diskutieren und sich in demokratische Entscheidungsprozesse einzubringen. Nur so lässt sich dieser Regress ins Primitive unterbinden.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Ernst Jünger - Chronist von Krieg, Drogen und Technisierung

Sein Werk als Spiegel des 20. Jahrhunderts (3). Gestaltung: Richard Brem Die Lebensgeschichte des deutschen Schriftstellers Ernst Jünger liest sich, als wäre sie von einem Romanautor erdacht worden. Einer literarischen Figur ähnlich, tauchte er stets an den Brennpunkten des 20. Jahrhunderts auf: 1914 zog er als Freiwilliger begeistert in den Krieg, kämpfte in den großen Materialschlachten an der Westfront, wurde mehrfach verwundet und kurz vor Kriegsende mit dem höchsten preußischen Tapferkeitsorden, dem "Pour le Mérite", ausgezeichnet. Nachdem er den Krieg als eine Art Rausch durchlebt und in Büchern auch als solchen beschrieben hatte, begann Jünger sich in den 1920er Jahren an Technik und Nation zu berauschen. Er wurde zum Wortführer eines elitären Nationalismus und entwarf 1932 mit "Der Arbeiter" seine eigene Vision einer Techno-Diktatur, die Elemente aus italienischem Faschismus und sowjetischem Bolschewismus miteinander verschmolz. Zum Nationalsozialismus hielt Jünger Abstand und veröffentlichte mit "Auf den Marmorklippen" 1939 einen Roman, der von Heinrich Böll, den Geschwistern Scholl und vielen anderen als Widerstandsparabel verstanden wurde. Auch verbrachte er den Großteil des 2. Weltkriegs im Stab des deutschen Militärbefehlshabers in Paris, wo er in engem Kontakt zu den Verschwörern des 20. Juli stand, aber auch Künstlern wie Picasso, Braque und Cocteau begegnete. In den 1950er Jahren war Jünger einer der ersten, die mit LSD experimentierten - in gemeinsamen Drogen-Séancen mit dem LSD-Entdecker Albert Hofmann. Die nachfolgenden Jahrzehnte verbrachte er mit zahlreichen Reisen rund um den Erdball und als scharfsichtiger Chronist einer sich rasant globalisierenden und technologisierenden Welt. Als Ernst Jünger 1998 im Alter von 102 Jahren starb, hinterließ er ein über 20-bändiges Gesamtwerk aus Essays, Romanen, Kriegsbüchern, Reisenotizen und Tagebüchern, in denen sich das 20. Jahrhundert mit allen seinen Umwälzungen und Verheerungen widerspiegelt. Das "Radiokolleg" zeichnet ein Porträt dieses vielschichtigen, widersprüchlichen und nach wie vor umstrittenen Autors.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Der Countertenor

Die jungen Stars der Alten Musik (3). Gestaltung: Verena Gruber Andreas Scholl, Valer Sabadus, Max Cencic - drei klingende Namen, drei weltberühmte Countertenöre. Sie sind - neben einigen anderen - die Stars der Alten Musik. Egal ob sie halsbrecherische Koloraturen oder intime Arien singen, ihre Stimmen klingen glockenklar und scheint nicht von dieser Welt. Jahrzehntelang begann das Publikum zu kichern, sobald männliche Sänger in der Kopfstimme den Mund aufmachten. Heute lacht niemand mehr. Die Countertenöre haben das Erbe der Kastraten angetreten und haben viele Fans, weit über ein Fachpublikum hinaus. Die Geschichte des Countertenors geht zurück in die Urzeit der Menschheit. Die männliche hohe Stimme erklang wohl zum ersten Mal im Warnschrei des jagenden Steinzeitmenschen. Der Countertenor als Begriff tauchte hingegen das erste Mal in der Mehrstimmigkeit der europäischen Kirchenmusik auf, dort bezeichnete man den contertenor als die Gegenstimme zum Tenor. Da Frauen in Kirchenchören nicht singen durften, wurden für die Sopran -und Altlagen Falsettisten eingesetzt, also Männer, die in der Kopfstimme singen, heute nennt man sie Countertenöre. So entstand eine Gesangstradition, die vor allem in England in den traditionsreichen Kathedralschören zu einer Blüte gelangte. Auf dem Kontinent sangen im ausgehenden 16. Jahrhundert die Kastraten in der Sixtinischen Kapelle die ersten Solopartien. Viele Komponisten des Barock schrieben für die hohe männliche Stimme Opernrollen. Im 19. Jahrhundert, als der Tenor seinen Siegeszug in der romantischen Musik antrat, kam die Tradition der Countertenöre und Kastraten aus der Mode. Im 20. Jahrhundert trat Alfred Deller aus dem Schatten der englischen Chortradition und machte den solistischen Männeralt wieder salonfähig. Die Zahl der Countertenöre nahm stetig zu. Heute trifft man Countertenöre in unzähligen Barockopern, aber längst nicht mehr nur an den angestammten Plätzen der Alten Musik. Gerade zeitgenössische Komponisten haben entdeckt, dass sich mit dem Countertenor ein neues Stimmfach für die Bühne erschließen lässt. In der Radiokollegreihe "Der Countertenor" hat Verena Gruber einige der berühmten Falsettisten getroffen. Sie sprechen über die Faszination der hohen Stimme, über die schönsten Countertenor-Partien, über Akzeptanz und Ablehnung dieser Stimmlage, über neue Männerbilder und Klischees. Die vierteilige Reihe beinhaltet einen musikhistorischen Abriss, ein Porträt über den deutschen Countertenor Andreas Scholl, eine Reportage mit Jugendlichen an einem Tiroler Gymnasium, die sich auf die historischen Spuren der Kastraten und Falsettisten begeben. Im vierten Teil erzählen Nachwuchssänger und ihre Lehrer am Antonio Salieri Gesangsinstitut in Wien, wie sie sich dem Countertenor als Stimmfach nähern und sich auf die großen Rollen des Barockrepertoires vorbereiten. Exkurse über den Einsatz der Kopfstimme in der Popmusik und der zeitgenössischen Musik runden die Musikviertelstunde ab.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Stephanie Maderthaner Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier und Violine in F-Dur op. 24 (Martha Argerich/Klavier, Gidon Kremer/Violine) Was haben der Name eines bekannten Mineralwassers und die so genannte "Frühlingssonate" gemeinsam? Das Bankhaus Fries. Zur Zeit Beethovens war der 1777 geborene Moritz Christian von Fries Oberhaupt der Familie. Man war im Besitz des Schlosses Vöslau. Moritz von Fries zählte gegen Ende des 18. Jahrhunderts zu den reichsten Männern der Monarchie. Unter der Familie Fries begann der Aufstieg von Bad Vöslau. Ihm, diesem eleganten und vor allem geschmackssicheren Kunstsammler, widmete Beethoven unter anderem seine Symphonie Nr.7 in A- Dur und die "Frühlingsonate". Was damals niemand ahnen konnte, war die Tatsache, dass Moritz von Fries bis 1825 in einem gewaltigen Konkurs alles verlieren würde, um letzten Endes mittellos in Paris zu sterben. Was bleibt, sind Beethovens Frühlingsklänge. Gewidmet einem Mann in seiner Glanzzeit.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Los Angeles". Von Doris Dörrie. Es liest Ute Heidorn Mehrere Nächte hat die technische Zeichnerin Marie, eine Deutsche, ihr Bett mit Dave geteilt, der aus Los Angeles nach Europa gekommen war. Es schien die große Liebe zu sein, gefestigt durch Daves Aufforderung, ihn doch ganz sicher in "L.A." zu besuchen. Nun ist Marie aus dem Flugzeug gestiegen, um die Einladung einzulösen. Aber vorerst hat Dave keine Zeit für das ersehnte Wiedersehen ... Doris Dörrie ist Schriftstellerin, Filmerin, Regisseurin und Produzentin. Sie studierte Theater und Schauspiel in Kalifornien und in New York, entschied sich dann aber für die Regie. Mit Filmen wie "Männer" (1985, Drehbuch), "Bin ich schön?", "Kirschblüten" oder "Grüße aus Fukushima" feiert sie große Erfolge. Parallel zu ihrer Filmarbeit schreibt sie Erzählungen, Romane und Kinderbücher und unterrichtet "creative wiriting". 2020 erhält die vielfach Ausgezeichnete die Brüder-Grimm-Poetikprofessur an der Universität Kassel. Gestaltung: Martin Sailer

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. rétrospective: Heiller, Sauseng, Maierl Gestaltung: Stephan Pokorny Die Wiener Chorvereinigungen coro siamo und Chorus viennensis nahmen den 60. Geburtstag des Komponisten Wolfgang Sauseng zum Anlass, den Musikstücken Sausengs Kompositionen seines Lehrers Anton Heiller - einer der bedeutendsten österreichischen Kirchenmusiker der Nachkriegszeit - und seines Schülers Florian Maierl gegenüberzustellen. Entstanden ist ein Porträt mehrerer Generationen österreichischer Chormusikschaffender, an dem Progression und Kontinuität im Bereich der Vokalkomposition gleichermaßen abzulesen sind. Mit dem Coro siamo, dem Chorus Viennensis und Cornelius Obonya.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Andreas Maurer. Musik der Stille mit dem Eratos Trio. Bereits 2018 setzte sich das Eratos Trio (Nicholas Spanos, Rafael Catalá,Florian Eggner) im Rahmen eines Konzertes im steirischen Schloss Seggau mit der ständigen und manchmal unerträglichen Geräusch-Berieselung des Alltags auseinander. Diese "unmögliche Stille" ("El Silencio Imposible") zieht sich als roter Faden durch die vorliegende Live-CD: Werke von John Dowland und Georg Friedrich Händel spüren dem Innehalten - mal unbeschwert, dann wieder dunkel, auf triumphale Art und Weise nach. Von Alter Musik über das titelgebende Werk (von Gitarrist Rafael Catalá) mündet die Reise schließlich in eine Reihe Sephardischer Lieder. Geheimes Flüstern lässt deren iberische Herkunft immer wieder durchflimmern. Einschlafgefahr besteht trotz der Stille keine Sekunde: Die drei Musikerpersönlichkeiten verschmelzen zur Einheit, lassen feinste Kammermusik-Funken glitzern. Wiegend, mit knisterndem Feuer laden die Sephardischen Gesänge auch zum Tanzen und Bewegung ein. Eine Hommage an Ruhe und Kontemplation in einer lauten und schnelllebigen Welt.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Dirigent: Robin Ticciati; Chor des Bayerischen Rundfunks. Richard Wagner: "Parsifal", Vorspiel und Auszüge aus dem 3. Aufzug für gemischten Chor und Orchester (zusammengestellt von Claudio Abbado) * Sir George Benjamin: Sudden Time * Jean Sibelius: Symphonie Nr. 7 C-Dur op. 105 (aufgenommen am 10. Jänner im Herkulessaal der Münchner Residenz). Präsentation: Peter Kislinger

15.30 Uhr
Moment

Wenn der digitale Raum Jugendzentren ersetzen muss Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Epidemie bereiten insbesondere jungen Menschen eine harte Zeit. Die Langeweile macht sich in den Wohnungen breit, die sozialen Probleme häufen sich. Gleichzeitig sind seit 13. März die Jugendzentren geschlossen. Um weiter für die Kinder und Teenager zur Verfügung zu stehen, haben manche Einrichtungen ihren Betrieb völlig auf digitale Jugendarbeit umgestellt, wie etwa die Wiener Jugendzentren. Zwischen Musikvideos und Beratung via Webchat: Die Jugendarbeiter und -arbeiterinnen stellen auf die Kommunikation via soziale Netzwerke um. Dabei geht es nicht um das Sammeln von Likes, sondern um das Angebot von Unterstützung. Letztlich ist es ein Prinzip der offenen Jugendarbeit, Angebote an die Lebenswelten der Heranwachsende anzupassen. Zu deren Lebenswelten gehören seit langem auch Instagram, TikTok und Discord. Gestaltung: Céline Béal Wort der Woche: Johann Kneihs Moment-Echo: Noel Kriznik

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Spinat und Ei Der Radiohund wundert sich wieder einmal über die Zweibeiner. Am Gründonnerstag gibt es in vielen Familien Spinat. Und das, obwohl das Gemüse unter Kindern geradezu verhasst ist, hat sich der Radiohund sagen lassen. Besonders gesund soll das Grünzeug sein, behaupten manche Eltern. Rudi hat bei der Ernährungswissenschafterin Veronika Macek-Strokosch nachgefragt: ob Spinat wirklich stark macht und Ostereier tatsächlich ungesund sind. Veronika Macek-Strokosch, Ernährungswissenschafterin: "Lange Zeit haben wir beigebracht bekommen, dass im Spinat so viel Eisen drin ist und er deswegen so gesund ist. Dann ist man darauf gekommen, dass ein Wissenschaftler einen Abschreibfehler gemacht hat und eine Kommastelle verrutscht ist. Der Eisengehalt wurde also zehnmal höher angegeben als er wirklich ist. Spinat ist allgemein ein gutes Gemüse und enthält auch wirklich mehr Eisen als andere Gemüsesorten, aber nicht so viel, wie man lange geglaubt hat." Gestaltung: Johanna Steiner

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Praxis - Religion und Gesellschaft

U. a. mit dem Beitrag zum Schwerpunkt Stephansdom: Ein Dom für alle Österreicher/innen Ein Dom für alle Österreicher/innen Manche bezeichnen ihn als die "Notre Dame" Österreichs, der Stephansdom, der zum Kriegsende vor 75 Jahren gebrannt hat, ist das Wahrzeichen Wiens, wahrscheinlich auch Österreichs, und mit mehr als sechs Millionen Besucher/innen auch die meistbesuchte Sehenswürdigkeit des Landes. Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Wiederaufbau des Doms galt St. Stephan als identitätsstiftendes Symbol Österreichs. Ist das "der Steffl" heute immer noch? Welche Bedeutung hat er für das kollektive Bewusstsein? Welchen Stellenwert für nicht-religiöse Menschen oder Angehörige anderer Konfessionen und Religionen? PRAXIS fragt nach. - Gestaltung: Kerstin Tretina

16.40 Uhr
Das Ö1 Gesundheitsmagazin

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. "Der Klang, den ich lange gesucht habe". Wolfgang Muthspiels neue Trio-CD "Angular Blues" Es geht ihm um ein unangestrengtes Improvisieren, das quasi von selbst kommt. Mit wem könnte das der steirische Gitarrist von Weltformat besser umsetzen als mit Scott Colley am Bass, in dessen warmem Ton man seinen Mentor Charlie Haden zu spüren glaubt und mit dem großen Brian Blade an den Drums, seinem langjährigen Weggefährten? "Scott und Brian teilen meine Liebe zum Lied, aber gleichzeitig ist da dieser konstante musikalische Austausch über diese Lieder.", so Wolfgang Muthspiel. Mit "Angular Blues", der Titel weist bereits auf den Dualismus, aus dem das Album seine Spannung bezieht, ist Muthspiel eine weitere hinreißende Trio-CD gelungen mit vollkommen organischem, dichtem Zusammenspiel, das trotzdem lichte, helle Räume öffnet. Wobei einen das Stück "Hüttengriffe" in seiner frappierenden Einfachheit lange nicht mehr loslässt.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Spionage-Geschichten. Mit Christian Rapp, wissenschaftlicher Leiter des Hauses der Geschichte im Museum Niederösterreich. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Die Geschichte der Spionage ist eine einfallsreiche. Bereits aus der Antike kennt man Spionagetechniken, doch Geheimdienste gibt es, in Europa zumindest, erst seit der Römerzeit. Ein berühmtes Beispiel aus Österreich wäre der Nachrichtendienst von Staatskanzler Metternich, der ein System aus Polizei, Spitzeln und Zensur einsetze, um die Revolution zu verhindern. Im Jahrhundert darauf entwickelte die Wehrmacht eine mobile Chiffriermaschine namens Enigma, die als unknackbar galt. Während des Zweiten Weltkriegs gelang es den Engländern dennoch, das System zu knacken - manche mutmaßen, dieser Erfolg habe den Krieg um zwei Jahre verkürzt. Noch während des Zweiten Weltkriegs erfanden die Briten eine neue Art von Spionage - sie schickten morsetechnisch ausgebildete Fallschirmspione, die sich auf dem Feindesgebiet abwerfen ließen und Informationen per Funkgeräte ans Heimatland weitergaben. Das wahre Zeitalter der Spionage begann aber nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Ost-Westkonflikt wurden Menschen mit und ohne ihr Wissen für Spionagetätigkeiten eingesetzt, von der ideologisch überzeugten Spionage-Tänzerin bis zum Regierungsbeamten, der mit perfiden Methoden in die Agentenrolle gedrängt wurde.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Engagement in Zeiten der Corona-Krise. Gestaltung: Maria Harmer Die drastischen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus stellen viele Menschen vor große Herausforderungen - im Alltag, beruflich wie privat. Ältere Menschen und jene, die einer Risikogruppe angehören, sollten selbst ihre Einkäufe nicht mehr erledigen, Kindern werden ihre Lehrinhalte von einem Tag auf den anderen statt in der Schule nun in den eigenen vier Wänden unter der Aufsicht ihrer meist im Home Office arbeitenden Eltern vermittelt, Österreichs Landwirtschaft sucht dringend Erntehelferinnen und Erntehelfer. Und viele bangen um ihre Arbeit. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen, während die Sorgen größer werden und die Nerven blank liegen. Doch gleichzeitig lichtet sich weltweit der Smog über den Großstädten, wird der Sternenhimmel wieder sichtbar, ist das Zwitschern der Vögel zu hören, und in den immer klarer werdenden Gewässern tummeln sich mehr Fische als vor der Krise. Das Virus hat auch eine Welle vor allem jugendlicher Hilfsbereitschaft ausgelöst. Keine Uni, nicht Teil der besonders gefährdeten Zielgruppe - zahlreiche Jugendliche melden sich freiwillig bei Hilfs- und Blaulichtorganisationen, tragen sich als Erntehelfer in Listen ein und stellen selbst kreative Projekte auf die Beine.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Ein Gespräch mit dem Technologie-Futuristen Jamie Metzl Moderation: Brigit Dalheimer "Das Aus für den Sex", "Der Raub der Unsterblichkeit von den Göttern", "Das Wettrüsten der menschlichen Spezies": Schon ein Blick auf die Kapitelüberschriften seines Buchs "Der designte Mensch" zeigt, dass Jamie Metzl nicht weniger als eine grundlegende Revolution des Menschseins heraufdämmern sieht. Der vielseitig interessierte US-Amerikaner hat Geschichte studiert, als Südostasien-Experte die Clinton-Administration beraten und beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit Technologieentwicklung. Seit gut 20 Jahren ist die Gentechnik eines seiner Kernthemen. Künstliche Befruchtung, Stammzellen, Erbgut-Analysen und genome-editing gepaart mit den dank Big Data-Analysen stetig wachsenden Prognosemöglichkeiten der Informationstechnologie werden die Art und Weise, wie wir Kinder bekommen, in den nächsten Jahrzehnten grundlegend verändern, ist Jamie Metzl überzeugt. Und wir sollten besser heute als morgen darüber zu reden beginnen, wie wir damit umgehen werden.

19.30 Uhr
Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Gerhard Hafner Ausschnitte aus: "The fairy Queen" von Henry Purcell Mit Gillian Keith, Jessica Cale, Charlotte Shaw, Charles Daniels, Jeremy Budd, Ashley Riches und Marcus Farnsworth. Gabrieli Consort Players; Leitung: Paul McCreesh (aufgenommen am 27. Juli 2019 in der Basilika Notre Dame von Beaune im Rahmen des "Festival International d'Opéra baroque et romantique") "Wir haben die beste Ring-Besetzung der Welt. Linda Watson hat den richtigen, dunklen Klang, den ich mir für die Brünnhilde wünsche" - so der Dirigent Christian Thielemann über die US-amerikanische Sopranistin Linda Watson; unter anderem bei den Bayreuther Festspielen und an der Wiener Staatsoper hat die Sängerin mit dem üppigen Ton und großer Bühnenpräsenz unter der Leitung dieses Dirigenten die fordernde Rolle der Brünnhilde - triumphal gefeiert - verkörpert; unter Maestro Thielemann war sie aber auch in Baden-Baden (2010) die Elektra in der Oper von Richard Strauss. Ihre Laufbahn hatte sie zunächst als Mezzosopranistin begonnen, über Brangäne ("Tristan und Isolde"), Venus ("Tannhäuser") und Kundry ("Parsifal") ist sie ins Sopranfach aufgestiegen - mit Rollen von der Leonore in "Fidelio" über Marschallin und Ariadne bei Richard Strauss bis hin zu Puccinis "Turandot". An der Wiener Staatsoper hat Linda Watson bereits 1986 debütiert; 13 Partien hat sie hier mit starkem Bühnenleben erfüllt. Im Jänner 2020 wurde sie mit dem Ehrentitel "Österreichische Kammersängerin" gewürdigt.

21.00 Uhr
Salzburger Nachtstudio

12 Fragen an den Evolutionsbiologen Ulrich Technau Gestaltung: Katrin Mackowski Wir Menschen sind Verwandte der hirnlosen, gallertartigen, aber unsterblichen Seeanemone, bekannt auch als "Blumentier". Ausgehend von der Annahme, dass alle Lebewesen über einen ähnlichen Genpool verfügen, analysiert der Evolutionsbiologe Ulrich Technau von der Universität Wien die frühe embryonale Entwicklung der Seeanemone und die Funktion von Genen. Er fragt nach der Entwicklung des Gehirns, aber auch danach, wie Darm, Haut und Muskulatur während der Evolution entstanden sind. Der Forscher nimmt dabei immer wieder die allerersten Stadien der Embryonalentwicklung, die "Keimblatt-Theorie", ins Visier und fand heraus, dass Darm bildende Drüsenzellen anders entstanden sind als bisher angenommen. Das wirft ein grundlegend neues Licht auf die Evolution von Darm und Muskelgewebe. Aber warum sind wir Menschen nicht unsterblich wie die Seeanemone? Warum sehen wir nicht aus wie dieses Nesseltier, das so extrem robust ist, keine Krebszellen entwickelt und ihre Leben wie auf dem Kopf stehend verbringt? Basierend auf der Entdeckung der "Kopf-Gene" im "Fuß" der Seeanemone, wurde ein neues Detail zur Evolutionsgeschichte komplexer Gehirne bekannt: Offenbar konnte sich vor rund 600 Millionen Jahren erstmals ein Sinneszentrum in einem noch hirnlosen, aber gemeinsamen Vorfahren entwickeln. Ein Salzburger Nachtstudio von Katrin Mackowski

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Margarethe Engelhardt-Krajanek: Resilienz. Was die Seele stark macht Gestaltung: Jörg Duit Resilienz, die psychische Widerstandskraft eines Menschen, beschäftigt derzeit weltweit zahlreiche Forscherteams. Ein Unfall, der Tod eines geliebten Menschen, eine Kündigung: Menschen zerbrechen daran. Andere wachsen an den Krisen. Warum stecken manche Menschen extreme Belastungen scheinbar mühelos weg? Welche biopsychosozialen Faktoren stärken sie? Margarethe Engelhardt-Krajanek Resilienz - Was die Seele stark macht ORF-CD799

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Wer ist Opfer? Macht und Ohnmacht eines Rollenbildes (3). Gestaltung: Johannes Gelich Ernst Jünger - Chronist von Krieg, Drogen und Technisierung. Sein Werk als Spiegel des 20. Jahrhunderts (3). Gestaltung: Richard Brem Der Countertenor. Die jungen Stars der Alten Musik (3). Gestaltung: Verena Gruber

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Magazin Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen die spannendsten Neuveröffentlichungen aus allen Bereichen experimenteller Musik. Gestaltung: Heinrich Deisl

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Ursula Strubinsky Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten