Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Gedanken

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Glaube und Widerstand". Anlässlich des 100. Geburtstages von Sophie Scholl erinnert die Direktorin der Diakonie, Maria Katharina Moser, an die junge Frau, die unter Einsatz ihres Lebens Widerstand geleistet hat Es waren sechs Flugblätter, mit denen eine Gruppe junger Menschen im Sommer 1942 und im Februar 1943 zum Widerstand gegen die Diktatur des verbrecherischen Nationalsozialismus aufrief. Die Mitglieder der "Weißen Rose" wurden mit dem Tod durch das Fallbeil bestraft. Die Ikone der "Weißen Rose" ist das nachdenkliche Gesicht der Sophie Scholl, die am 9. Mai 1921, also vor genau 100 Jahren, geboren wurde. Wie für ihren Bruder Hans war für sie der Widerstand gegen die Nationalsozialisten "Christenpflicht", der Gott an den Sophie und Hans Scholl glaubten einer, "der möchte, dass man, wenn man Ungerechtigkeit entdeckt und wenn man die Kraft dazu hat, dann auch handelt". Die Theologin und Direktorin der evangelischen Hilfsorganisation Diakonie, Maria Katharina Moser, erinnert an eine junge Frau, die mit ihrem Glauben ernst gemacht hat und unter Einsatz ihres eigenen Lebens Widerstand geleistet hat. Und sie fragt nach Impulsen aus der Geschichte für heute.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Teresa Vogl. Musik auf hoher See Waren Sie schon einmal auf einem Schiff mit Salonorgel? Nein? Dann waren Sie bis jetzt vielleicht auf dem falschen Dampfer. Jedenfalls auf keinem mit einer Welte-Philharmonie-Orgel. Diese Musikautomaten haben das erste Mal 1911 auf der Weltausstellung in Turin Furore gemacht und waren danach der letzte Schrei auf den großen Luxusdampfern ihrer Zeit. Gespielt wurden sie automatisch - eine Sensation in den Salons und Stiegenhäusern der Reichen und Schönen.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Dicke Brummer. Die Insektenforscherin Dominique Zimmermann über die Hornissen. Teil 3: Faszinierendes Sozialverhalten Gestaltung: Maria Harmer Sie hat Frostschutzmittel im Blut - daher konnten ihr die winterlich kalten Temperaturen nichts anhaben. Meist im Mai erwacht - je nach Witterung - die im Herbst des Vorjahres geborene Hornissenkönigin aus ihrem Winterschlaf und sucht nach einem geeigneten Nistplatz. Hornissen gehören zur Familie der Faltenwespen, ihre Sozialstruktur ist beeindruckend und komplex, das Nest selbst eine faszinierende Struktur, vieles noch nicht gänzlich erforscht. Generell zählen Hornissen zu den sogenannten "Nützlingen", da sie für die Larvenaufzucht andere Insekten wie Wespen, Mücken, Fliegen und Raupen jagen und für das biologische Gleichgewicht von großer Bedeutung sind. Die großen Brummer haben einen schlechten Ruf, zahlreiche "fake facts" tragen dazu bei. Denn eigentlich sind Hornissen harmlos, friedlich. Einzelne Individuen fliehen, wenn sie sich bedroht fühlen, verteidigen aber vehement ihr Nest und ihre vulnerable Brut. Dass ein Hornissenstich von Menschen subjektiv als schmerzhafter empfunden wird als der Stich einer Biene oder Wespe, liegt vor allem am längeren und stärkeren Stachel, vor allem aber auch an der Giftkomponente Acetylcholin, die im Bienen- und Wespengift fehlt. Auch in anderen Bereichen unterscheiden sich Hornissen von ihren nahen Verwandten, den Wespen: Sie interessieren sich nicht für Kuchen und andere Süßspeisen. Eine weitere Besonderheit ist ihr Auge und insbesondere ihre Fähigkeit, auch noch bei vollkommener Dunkelheit zu fliegen und andere nachtaktive Tiere zu jagen. Vieles konnte in den letzten Jahren untersucht und erforscht werden, dennoch bleiben zahlreiche Fragen offen. Die Hornisse ist ein in Österreich präsentes, doch gefährdetes, daher geschütztes Insekt, erklärt die Insektenforscherin Dominique Zimmermann. Eines, dem viele Menschen mit großen Vorurteilen begegnen, die die Kuratorin der Hautflügler-Sammlung am Naturhistorischen Museum Wien durch Fakten und teils erstaunliche Erläuterungen ausräumen möchte.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Ich verstehe!

Ein Plädoyer für die Mehrsprachigkeit (3). Gestaltung: Margit Atzler Seit dem Schuljahr 2019/2020 sind sie verpflichtend: Deutschförderklassen für jene Pflichtschulkinder, die dem Unterricht nicht ausreichend folgen können. Von Anfang an standen viele Pädagog/innen und Expert/innen u.a. aus der Sprachwissenschaft diesem Konzept mehr als skeptisch gegenüber. Denn, so der kritische Tenor: vor allem Kinder lernen eine Sprache am besten im alltäglichen Miteinander. Sprache ist mehr als Grammatik lernen. Sprache ist lebendige Kultur. Frühkindliche Fremdsprachenförderung ist angesagt. Aber es sollen doch bitte Englisch, Französisch, Italienisch oder Spanisch sein. Chinesisch oder Russisch lassen sich vielleicht auch noch ob ihrer wirtschaftlichen Notwendigkeit argumentieren. Aber türkisch, bulgarisch, arabische oder afrikanische Sprachen? Die unterschiedlichen Sprachen werden unterschiedlich gewertet - analog zu den Kulturen, die mit ihnen assoziiert werden und zu ihrer vermeintlichen Notwendigkeit im globalen Wirtschaftsgeschehen. Doch egal um welche Sprache es sich handelt: mehrsprachig aufzuwachsen erzeugt im Gehirn neuronale Vernetzungen, die später für andere Lebensbereiche gebraucht werden. Allein fehlt vielfach ein quantitativ erkennbarer Nutzen, weshalb manche Eltern aus anderen Ländern ihren Kindern diese Herkunftssprachen gar nicht mehr beibringen wollen - teils aus Angst vor Ausgrenzung oder auch auf Grund des zeitlichen Aufwands, den die Beschäftigung mit der zusätzlichen Sprache und Kultur im Familienalltag bedeuten würde. LinguistInnen fordern ein größeres Bewusstsein für den Wert jeder einzelnen Sprache, sowohl im Kinder- als auch im Erwachsenenalter. Englisch als Standardsprache allein reicht nicht aus. Denn auch wenn sich eine große Zahl an Menschen auf Englisch unterhalten kann, so fehlt vielen die emotionale Komponente, die sich erst dann erschließt, wenn man in die damit verbundene Lebenswelt eintaucht. Das bedeutet nicht, dass es notwendig ist, eine Fremdsprache grammatikalisch fehlerfrei und ohne fremdsprachigen Akzent zu sprechen. Denn selbst in unserer Muttersprache hat eine gewisse Schlampigkeit Platz, wie sie in unterschiedlichen Dialekten und im Alltagsjargon zutage treten kann. Sprachliche Unebenheiten gehören dazu. Sowohl in der Muttersprache als auch im Spracherwerb. Modernes Fremdsprachentraining, wie es diverse Apps heute anbieten, ermöglichen es zu üben, ohne menschliches Gegenüber, das einen auf Fehler aufmerksam macht. Ob es darum geht, eingerostetes Schulfranzösisch aufzubessern, ein paar Phrasen portugiesisch für den nächsten Urlaub oder gar indonesisch oder norwegisch zu lernen. Die Apps ermöglichen spielerisches Lernen in jedem Alter ohne peinliche Hoppalas - allerdings nur bis zu einem gewissen Niveau. Denn: Sprache ist Beziehung. Erst im persönlichen Austausch erschließen sich kulturelle und soziale Komponenten der jeweiligen Sprache, die ja die eigentliche Faszination von Sprache ausmachen.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Reparatur der Zukunft

Das globale Casting neuer Ideen (3). Gestaltung: Monika Kalcsics, Margit Atzler, Ilse Huber, Stefan Niederwieser Veränderung beginnt im Kleinen, auch wenn sie das große Ganze im Blick hat. Schon 2020 war Ö1 mit der Initiative "Reparatur der Zukunft auf der Suche nach neuen Ideen aus Österreich für die Gesellschaft von morgen. Im Jahr 2021 ist daraus das globale Casting neuer Ideen geworden - die weltweite Suche nach Initiativen, die Österreich und die Welt positiv verändern und gestalten wollen. Das Radiokolleg berichtet in dieser Woche über zwölf Projekte aus dem In- und Ausland. *Dancing Trees* In Belgrad werden viele Bäume gefällt. Sie fallen Straßen, Shoppingmalls und anderen kurzfristig lukrativen Projekten zum Opfer. Bäume sorgen für mehr als für gute Luft. In ihren Ästen und Stämmen befinden sich Wissen und Information, abgesehen davon, dass sie für Entspannung sorgen. Aber die Bäume sind weltweit in Not. Und das wollen die serbischen Künstlerinnen und Künstler vom Kollektiv DAH-Theater nicht weiter hinnehmen. Sie haben das Projekt Dancing Trees kreiert. Gestaltung: Ilse Huber https://drveceplese.wordpress.com/2020/02/10/predstava-studenski-park-beograd/ *The Map of Solutions* Die Mutmacherei hat einen Namen, der nicht viel Raum für Missverständnisse lässt. Ira Mollay, Ingrid Teufel und ein Team sammeln, was Menschen inspiriert, die Welt ein bisschen besser für alle zu machen. Sie tragen visionäre und Vorzeigeprojekte zusammen. Das tun sie mit einer Datenbank, mit Beiträgen, Podcasts, kleinen Kampagnen, Vorträgen und Exkursionen. Denn ohne Mut - das sagt Ira Mollay - verharren wir in einer erlernten Hilflosigkeit, wir analysieren Probleme zu Tode oder finden immer ein Haar in der Suppe. Sie ist überzeugt, zuversichtlich in die Zukunft schauen, kann man lernen und kultivieren. Gestaltung: Stefan Niederwieser http://mutmacherei.net *EcoClipper* Frachtschiffe gehören zu den größten CO2-Emittenten. Hinzu kommt, dass 90 Prozent der transportierten Waren regional produziert werden könnten. Ecoclipper möchte eine echte Alternative zum internationalen Frachtschifftransport ermöglichen, ganz ohne Schwer- und Dieselöl. Aktuell entwickelt Ecoclipper einen Prototyp mit Frachtkapazität von 500 Tonnen. Langfristig soll eine ganze Flotte entstehen - für eine Umstrukturierung des aktuellen globalen Produktions- und Transportwesens. Gestaltung: Margit Atzler https://ecoclipper.org/

09.45 Uhr
Radiokolleg - Von K-Pop bis Kraut Jazz

Eine aktuelle Phänomenologie diverser Neo-Musikgenres (3). Gestaltung: Sarah Kriesche, Walter Gröbchen, Thomas Mießgang *Post-Apartheid Jazz - Die neue südafrikanische Szene* Die südafrikanische Szene kannte man in Europa durch Jazzstars wie Abdullah Ibrahim, Miriam Makeba und Hugh Masekela, die alle in den düstersten Zeiten der Apartheid berühmt wurden - nicht selten im Exil. Mittlerweile gibt es längst neue Generationen von Musikern, welche die brutale Rassentrennungspolitik nur aus den Erzählungen der Vorfahren kennen, die sich aber keinen Illusionen hingeben: Man würde heute in Südafrika unter Neo-Apartheitsbedingungen leben, sagt die Pianistin Thandi Ntuli, die gemeinsam mit dem Sänger Siybaonga Mthembu die Kompilation "Indaba is" herausgegeben hat. Im Land würde immer noch ein krass ungerechtes Machtverhältnis zwischen Schwarz und Weiß herrschen. Aber: "Die Musik kann dazu beitragen, eine heilende Kraft zu entfalten." Das auf dem Label Brownswood von Gilles Peterson erschienene Album gibt nun erstmals international einen Überblick über die brodelnde Musikszene in Johannesburg. Es bietet eklektizistische Klänge zwischen Township Jazz, Kwela und Kwaito, die durch alchemistische Prozesse zu immer wieder neuen Amalgamen verschmolzen werden. Die aktuelle Musik aus Südafrika beschäftigt sich stark mit dem klanglichen Erbe und mit künstlerischer Identität. Aber sie tut dies im Hinblick auf internationale Anschlussfähigkeit und mit Lust an der stilistischen Entgrenzung. Es hat nie nur einen Sound gegeben" ist die zentrale Botschaft der Compilation, deren Name "Indaba is" vom Begriff für wichtige Versammlungen der Zulu und Xhosa hergeleitet wurde. Denn Südafrikas Musik war seit jeher ein Schmelztiegel und wird es auch immer bleiben. Gestaltung: Thomas Mießgang

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Stephanie Maderthaner. Pariser Neoklassizismus der 1920er Jahre. Francis Poulenc: Trio für Oboe, Fagott und Klavier sowie Werke von Germaine Tailleferre Auf einem Gruppenbild aus dem Jahr 1922 von Jacques Émile Blanche sind sie (fast) alle vereint: die Komponisten der "Groupe des Six". Unter ihnen, als einzige Frau, Germaine Tailleferre. Sie sitzt auf diesem Gemälde zu Füßen von Darius Milhaud, am äußersten Rand des Bildes. Ins Zentrum der Gruppe, elegant und umschwärmt von den anderen, hat der Maler eine junge Pianistin und Muse der "Groupe des Six" postiert: Marcelle Meyer. Wir wenden uns in Anklang aber der fast aus dem Bild gleitenden Komponistin Germaine Tailleferre zu und dem jungen Mann, der im Hintergrund steht: Francis Poulenc. Seine Bläserkammermusik erfüllte genau das, was Darius Milhaud sich von neuer französischer Musik so wünschte: "Nach all den impressionistischen Nebeln" eine "simple und klare Kunst, die an Scarlatti und Mozart erinnert".

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Vater. Mutter. Kind. Kriegserklärungen. Über das Private" von Margit Schreiner. Es liest Chris Pichler. Gestaltung: Daniela Wagner "Ich glaube, das siebte Lebensjahr des Menschen wird gnadenlos unterschätzt", stellt die Margit Schreiner gleich zu Beginn ihres neuen Romans "Vater. Mutter. Kind. Kriegserklärungen. Über das Private" fest - und sie bricht damit eine Lanze für das innere untrügliche Gespür eines Kindes. Mit dem Schuleintritt beginne eine neue Ära: "Wer vorher unverletzbar war, wird auf einmal verletzbar, wer stark war, dem wird schnell beigebracht, dass auch der Stärkste untergehen kann." Margit Schreiner erzählt in ihrem autobiographischen Roman aus dem Leben des Einzelkinds mit Mutter, Vater und Verwandten. Sie schildert mit sorgsamem Tiefgang, aber auch mit wohlmeinendem Humor die Kümmernisse um das Finden der richtigen Spielkameradinnen und die Abscheu davor, Schulaufsätze zu verfassen. In der Rückschau leuchten auch die triumphalen Momente des Kindes auf. Mehr als einmal wird der Widerstand gegen Eltern und andere Autoritäten geprobt. Diese "Kriegserklärungen" bedeuten ein erstes Kräftemessen in Sachen Durchsetzungskraft für das spätere Leben. Margit Schreiner, Jahrgang 1953, ist gebürtige Linzerin und studierte Germanistik und Psychologie an der Universität Salzburg. Tokio und Paris, Berlin und Italien zählten zu ihren Lebensstationen, bevor sich die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin zunächst wieder in Linz niederließ. Heute lebt und schreibt sie im Waldviertel. Mit ihrem aktuellen Buch "Vater. Mutter. Kind. Kriegserklärungen" hat sie den ersten Band eines mehrteiligen literarischen Projektes fertiggestellt. Das eigene Ich, die Familie, die Gesellschaft - kurzum: der Mensch an sich und sein Platz in der Welt - sind in Margit Schreiners Arbeiten immer von zentraler Bedeutung. Bücher wie "Haus. Frauen. Sex" (2001), "Nackte Väter" (2004), "Buch der Enttäuschungen" (2005) und "Haus, Friedens, Bruch. (2007) erzielten im deutschen Sprachraum hohe Beachtung. Zu den jüngeren Arbeiten der Autorin, die unter anderem Trägerin des Anton-Wildgans-Preises und des Johann-Beer-Literaturpreises ist, zählen "Die Tiere von Paris" (2011), "Das menschliche Gleichgewicht" (2015), "Kein Platz mehr" (2018) und "Sind Sie eigentlich fit genug?" (2019), alle im Verlag Schöffling Co erschienen. Gestaltung: Daniela Wagner

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Fritz von Herzmanovsky-Orlando: Kaiser Joseph II. und die Bahnwärterstochter Gestaltung: Stephan Pokorny An der Bahnstation Wuzelwang am Wuzel spiegelt sich der Glamour der k. u. k. Monarchie nur bedingt wider. Hier leben Bahnwärter Zwölfaxinger und seine lockige Tochter Innozentia, genannt Nozerl. Das Dasein geht beschaulich vonstatten, täglich passiert nur ein Zug, wenngleich der Zwölfuhrzug auch gerne einmal erst um halb acht am Abend kommt. Eines schönen Tages fährt ein "schlichter, doch vornehmer Reisender" per Sonderzug ein - Wolfram Berger spielt, spricht, tanzt den Teuxelsieder Franz, den Mörder Rinaldo Rinaldini und das schöne, verführerisch naive Nozerl. Er ist Dagobert Pappelberg, zwei englische Pagen, ein k. k. Doppeladler, mehrere Lämmlein, Seine Majestät der Kaiser, die Gräfin Primitiva von Paradeyser und viele andere mehr. Gemeinsam mit dem Akkordeonisten Christian Bakanic verwandelt er das Stück von Fritz von Herzmanovsky-Orlando (1877-1954), in weit mehr als ein Schmunzeln über die k. u. k. Zeit.Edition Ö1. Fritz von Herzmanovsky-Orlando: Kaiser Joseph II. und die Bahnwärterstochter Gestaltung: Stephan Pokorny

11.30 Uhr
Des Cis

mit Andreas Maurer. Das Art Deco Trio mit Song-Arrangements von George Gershwin Ein Schmelztiegel aus Lärm, Energie und Möglichkeiten. So präsentiert sich New York City Anfang des 20. Jahrhunderts. George Gershwin (1898-1937) wird - wie andere seiner Generation - maßgeblich vom Puls der Metropole beeinflusst. Europäische Traditionen und das Tempo der Neuen Welt gehen in seinen schillernden Werken eine Verbindung ein. Die Grenzen von "populär" und "ernst" fallen, Gesellschaft und Musik pendeln zwischen Konzertsaal und Jazz-Clubs hin und her, "Crossover" wird zum Motto. Halt bietet in dieser Zeit des Aufbruchs das Volkslied/der Song. Jedoch: Während Grundmelodie und Harmonie weiterhin das Gerüst bilden, bereichern die Interpreten die traditionellen Formen durch eigene individuelle Einfälle. Das Art-Deco-Trio versammelt auf seinem Album nun eigene Arrangements von Gershwin-Songs. Denn: Alle drei Instrumente - Klarinette, Saxophon und Klavier - verfügen über jenes spezielle Erbe aus Klassik und Jazz um beide Genres flexibel bedienen zu können. Entstanden zwischen 2000 und 2019 handelt es sich bei den ausgewählten Songs vorwiegend um Zugaben, die bei klassischen Konzerten des Trios - nach Brahms und Beethoven - gespielt wurden. Das Zusammentreffen von Jazz und Klassik - Art Deco eben - steht dabei im Mittelpunkt, sentimentale Süße war gestern. Dynamische Extreme werden ausgelotet, erhabene Zärtlichkeit ausgekostet. Kraft und Brillanz bilden auf diesem Album keine Widersprüche. New York und Gershwin zeigen sich von ihrer besten Seite. Das Art-Deco-Trio ebenso.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

(I) Australian Chamber Orchestra, Dirigent und Violine: Richard Tognetti. Franz Schubert: Quartettsatz c-Moll D 703 * Ralph Vaughan Williams: The Larc Ascending (arrangiert von Adam Johnson) * Ludwig van Beethoven: a) Cavatina aus dem Streichquartett Nr. 13 B-Dur op. 130 (arrangiert von Richard Tognetti); b) Große Fuge op. 133 (arrangiert von Richard Tognetti) * (II) Australian Haydn Ensemble, Dirigent und Cembalo: Erin Helyard. Carl Philipp Emanuel Bach: a) Sinfonie Es-Dur Wq. 179; b) Konzert für Cembalo und Orchester C-Dur Wq. 20 (aufgenommen am 20. November 2020 und am 15. Dezember 2017 in der City Recital Hall, Sydney). Präsentation: Peter Kislinger

15.30 Uhr
Moment

Contrast - Frühförderung für blinde, sehbehinderte und mehrfachbehindert-sehgeschädigte Kinder Seit 35 Jahren begleitet der Wiener Verein Contrast blinde und sehbehinderte Kinder von den ersten Lebenswochen bis zum Schuleintritt. Ziel ist es, die individuellen Entwicklungspotentiale der Kinder auszuschöpfen und die Basis für eine selbstverständliche Teilnahme am Alltagsleben zu schaffen. Neben der individuellen, spielerischen Frühförderung der Kinder steht der Verein auch den Eltern mit Rat und Tat zur Seite. Das Team von Contrast hat Antworten auf Erziehungsfragen, vernetzt die Eltern untereinander und hilft bei der Wahl von geeigneten Spielmaterialien genauso wie bei der Suche eines Kindergarten- oder Schulplatzes. Aktuell werden 250 Familien in Wien, Niederösterreich und dem nördlichen Burgenland unterstützt und so weit gestärkt, dass Eltern und Kinder ihren herausfordernden Weg schon bald allein meistern. Gestaltung: Alexandra Reichinger Wort der Woche: Marie-Claire Messinger Moment-Echo: Eva Gänsdorfer

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Rudi schwingt den Kochlöffel Rudi will Kochen lernen - aber nicht von Rosi, die sich über sein Herumgepatze beschwert und nicht mit dem Tonmeister, der hektisch mit Messer, Pfanne und Kochlöffel hantiert, sobald er am Herd steht. Glücklicherweise haben Julian und Helge den Radiohund zum Kochen eingeladen. Die beiden Brüder schwingen nämlich gelegentlich selbst den Kochlöffel. Wer weiß, vielleicht verraten sie dem Radiohund sogar das Erdäpfelknödel-Rezept ihrer Mühlviertler Oma?! Gestaltung: Johanna Steiner

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Praxis - Religion und Gesellschaft

16.40 Uhr
Das Ö1 Gesundheitsmagazin

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Der Deutsche Klub mit: Linda Erker, Institut für Zeitgeschichte an der Universität Wien und Andreas Huber, Institut für Höhere Studien Gestaltung: Rosemarie Burgstaller Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in Wien der Verein mit dem Namen "Deutscher Klub" als Sammelbecken deutschnationaler Organisationen und Gruppen, insbesondere der Burschenschaften und Studentenverbindungen, gegründet. Im Jahr 1923 bezog die völkische Vereinigung Räumlichkeiten in der Wiener Hofburg. Von hier aus wirkte der Deutsche Klub, nach seiner Hinwendung zur NSDAP Anfang der 1930er-Jahre, federführend an der nationalsozialistischen Unterwanderung des Landes mit. Zu diesem weitverzweigten Elite-Netzwerk gehörten ausschließlich männliche Mitglieder in einflussreichen Positionen, wie Industrielle, Rechtsanwälte, Universitätsprofessoren und Beamte. Zahlreiche Regierungsmitglieder der Ersten Republik rekrutierten sich aus ihren Reihen. Wichtigstes Ziel des Deutschen Klubs stellte der sogenannte Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich dar. Hierauf wurde jahrelang durch gezieltes Besetzten von wichtigen Stellen in der Politik, der Wirtschaft und den Medien hingearbeitet. Mitglieder des Deutschen Klubs waren am gescheiterten nationalsozialistischen Putschversuch im Juli 1934 beteiligt. Mehrere Minister der nationalsozialistischen Übergangsregierung im März 1938, darunter Arthur Seyß-Inquart als Kurzzeitbundeskanzler, gehörten ebenso zum Klub. Nach 1945 dürften jene alten Netzwerke dabei mitgeholfen haben, dass einige der auf Hochverrat angeklagten Mitglieder, keine Verurteilung erfuhren.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Blackout Kein Strom - und was dann? Von Daphne Hruby Dienstag, 19. Februar 2019, 14.10 Uhr: Auf einen Schlag gehen in Berlin-Köpenick sämtliche Lichter aus. Blackout - der größte und längste in der Nachkriegsgeschichte der deutschen Hauptstadt. 31.500 Haushalte und 2.000 Betriebe sind betroffen. 31 Stunden und 15 Minuten fließt kein Strom. Nur Notaggregate laufen - und das auch mehr schlecht als recht. 21 Notfallpatienten müssen von einer Intensivstation in ein anderes Spital verlegt werden. In diesem Fall haben Bauarbeiter versehentlich ein Stromkabel durchtrennt. Es gibt aber noch viele weitere Ursachen, die zu einem Blackout, einem großflächigen Stromausfall, führen können: Defekte Leitungen, Störungen im Netz, Naturkatastrophen, Hackerangriffe. Die Konsequenzen wären verheerend: Lebensmittel- und Medikamentenversorgung, Geldüberweisungen, Telefonnetze - die gesamte elektronische Logistik bräche nach und nach zusammen. Auf einen globalen Blackout, warnen Fachleute, sei die Welt nicht gut genug vorbereitet.

19.30 Uhr
Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Colin Mason. "Muzio Scevola" von Filippo Amadei, Giovanni Bononcini und Georg Friedrich Händel Die im April 1721 am Londoner King's Theatre uraufgeführte Oper "Muzio Scevola" erzählt von dem jugendlichen römischen Helden Gaius Mucius Cordus, der im Laufe der Kriege zwischen Rom und den Etruskern ein Attentat auf Lars Porsenna, König des etruskischen Clusium, beabsichtigt. Nachdem er anstelle des Königs versehentlich einen Schreiber im etruskischen Lager umbringt, wird er von den Feinden gefangengenommen. Als Beweis seiner Gleichgültigkeit dem Tod und dem Schmerz gegenüber stößt der Jüngling seine rechte Hand in ein Opferfeuer und lässt seine Hand verbrennen, ohne sich seine Schmerzen anmerken zu lassen. Überwältigt von der Tapferkeit des jungen Römers schenkt der etruskische König dem jungen Römer die Freiheit, beginnt Friedensverhandlungen mit den Römern und beendet schließlich die Belagerung Roms. Mit seiner Heldentat verdiente sich Mucius fortan den Beinamen "Scaevola" - "Der Linkshänder". Ungewöhnlich an der Oper, bei deren Uraufführung der berühmte italienische Kastrat Senesino die Titelrolle übernahm, ist die Tatsache, dass sich gleich drei Komponisten den Auftrag für die Musik der Produktion teilten: Filippo Amadei (fl. 1690-1730) schrieb den ersten Akt, der in der Londoner Opernszene jener Zeit erfolgreiche Giovanni Bononcini (1670-1747) den zweiten, und den dritten Akt komponierte Bononcinis noch erfolgreicherer Rivale Georg Friederich Händel (1685-1759). Für Bononcini war es seine dritte Beschäftigung mit der antiken Erzählung: unter anderem wurde 1710 am Wiener Hoftheater ein gleichlautendes Bühnenwerk realisiert. Obwohl es im Bereich der Oper im 18. Jahrhundert des öfteren solche Zusammenarbeiten von Gruppen von Komponisten gegeben hat, war "Muzio Scaevola" der einzige Fall, der in London realisiert wurde.

21.00 Uhr
Salzburger Nachtstudio

Weltgeist oder Geißel Gottes? Zum 200. Todestag Napoleon Bonapartes. Gestaltung: Martin Haidinger Als "Weltgeist zu Pferde" (ursprünglich "Weltseele zu Pferde") bezeichnete einst der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel den Kaiser der Franzosen Napoleon I. Anderen galt der "große Korse" eher als Geißel Gottes, die Europa über 20 Jahre mit Krieg überzog und Millionen Menschen auf dem Gewissen hatte. Friedrich Nietzsche nannte ihn eine "Synthesis von Unmensch und Übermensch". So oder so war Napoleon Bonaparte als Feldherr und Politiker eine der wirkmächtigsten Persönlichkeiten der Neuzeit. Johannes Willms, ein bedeutender Napoleon- Biograph der Gegenwart, urteilt, dass Napoleons "unvermeidliches Scheitern Folgen hatte, die Frankreich seither nicht mehr verwinden sollte" - eine epochemachende Ambivalenz. Sein 200. Todestag am 5. Mai 2021 ist nicht nur ein Moment der Reflexion für die Franzosen, sondern Anlass für ganz Europa über das Vermächtnis Napoleons nachzudenken, über die Mechanismen von Revolution und Reaktion, Macht und Militär, Gewalt und Gesinnung, Menschenrecht und Monstrosität in der europäischen Geschichte und Gegenwart. Martin Haidinger analysiert im Gespräch mit Expertinnen und Experten den Menschen und den Mythos Napoleon.

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Places Gestaltung: Stephan Pokorny Für ihr erstes Soloprogramm begibt sich die steirische Pianistin und Komponistin Viola Hammer an erträumte und reale Orte, die auf ihrem Weg von Bedeutung waren und sind. Dachböden, Sümpfe und Abbruchhäuser werden so zu Schauplätzen imaginärer Spielfilme, zu denen Viola Hammer den Soundtrack schreibt. Die Fragestellung, welche prägenden Erlebnisse und bleibenden Erinnerungen den Menschen zu dem machen, was er ist, zieht sich als roter Faden durch das Album. Faszinierende Sound-Gemälde von ungeheurer Spannkraft und Dichte, die uns Einblick gewähren in die bunte Klangwelt der Pianistin.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Ich verstehe! Ein Plädoyer für die Mehrsprachigkeit (3). Gestaltung: Margit Atzler Reparatur der Zukunft. Das globale Casting neuer Ideen (3). Gestaltung: Monika Kalcsics, Margit Atzler, Ilse Huber, Stefan Niederwieser Von K-Pop bis Kraut Jazz. Eine aktuelle Phänomenologie diverser Neo-Musikgenres (3). Gestaltung: Sarah Kriesche, Walter Gröbchen, Thomas Mießgang

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Magazin Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Mit u.a. einer neuen Folge der "Zeit-Ton"-Reihe "Die Klien-Brüder - Neue Musik im Härtetest" (Gestaltung: Rainer Elstner und Andreas Maurer). Diese Serie gibt es auch als Ö1 Podcast. Gestaltung: Marlene Schnedl

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten