Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Matinee

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

Derzeit findet zum 13. Mal der Sag's Multi Redewettbewerb statt, bei dem Schüler*innen jeweils in zwei Sprachen Reden zu aktuellen politisch und gesellschaftlich relevanten Themen halten. Im Rahmen des Jugendschwerpunkts auf Ö1 möchten wir Ihnen einige dieser herausragenden jungen Menschen vom 3. bis 14 Mai, jeweils um ca. 6.40 Uhr in Guten Morgen Österreich vorstellen. Nachzuhören sind die Beiträge unter https://oe1.orf.at/artikel/684067/Sag-s-Multi Eine weitere Folge ist auch am 14. Mai ab 15:30 in der Sendung Moment zu hören.

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Jung, österreichisch, muslimisch". Im Rahmen des Ö1-Schwerpunktes Jugend erzählt die 23-jährige Studentin Bouchra Ikherrazene, was ihr am Herzen liegt, warum sie sich engagiert und wie sie in diesem Jahr während einer globalen Pandemie den muslimischen Fastenmonat erlebt hat Sie setzte sich für Geschlechtergerechtigkeit und Antirassismus ein und war nach dem Terroranschlag in Wien Mitorganisatorin einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung von jüdischen Studentenvertreter/innen und der Muslimischen Jugend. Bouchra Ikherrazene studiert Deutsch und Geschichte auf Lehramt, sie ist Salzburgerin, Muslimin und Mitglied der Muslimischen Jugend Österreich (MJÖ). Jedes Jahr während des Ramadan, der in diesen Tagen mit einem großen Fest zu Ende geht, ist sie auch engagiert beim Projekt "Fasten-Teilen-Helfen". Im Rahmen des Ö1-Schwerpunktes Jugend erzählt die 23-jährige Studentin, was ihr am Herzen liegt, warum sie sich engagiert und wie sie in diesem Jahr während einer globalen Pandemie den muslimischen Fastenmonat erlebt hat.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Mirjam Jessa. Niagarafälle, Kaffee und eine späte Uraufführung Obwohl die Erstfassung bereits 1906 entstand, wurde sie erst 1984 erstmals öffentlich gespielt. Die Uraufführung der bekannten revidierten Version von "The unanswered question" von Charles Ives fand genau heute vor 75 Jahren statt an der Columbia University in New York City. 1893 am Weg nach New York besuchte Antonín Dvorák die Niagarafälle. 35 Jahre später stand Maurice Ravel an derselben Stelle wie Dvorák und lauschte dem Brausen des Wassers - die Wahrnehmung der beiden Komponisten differiert nur um einen Halbton.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Blühflächen anlegen und Bestäuber beobachten. Die Biologin Verena Mayer sowie Schüler/innen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein in der Obersteiermark sprechen über das Citizen-Science-Projekt "Pollidiversity". Teil 2: Unterschiedliche Blütenformen locken verschiedene Bestäuberarten an Gestaltung: Renate Pliem An der HBLFA Raumberg-Gumpenstein im oberen Ennstal hat die Wissenschafterin und Biologielehrerin Verena Mayer ein einzigartiges Projekt entwickelt: "Pollidiversity" lädt vor allem Kinder und Jugendliche ein, den Zusammenhang zwischen Blütenpflanzen und ihren Bestäubern zu erkunden. Doch bei diesem Citizen Science-Projekt sollen die jungen Forscher/innen nicht nur beobachten, sondern haben auch selbst Blühflächen für die Bestäuber angelegt. Vier verschiedene Blütenpflanzen mit unterschiedlichen Blütenformen wurden gewählt, um möglichst viele verschiedene Bestäuber anzulocken: Kornblume, Klatschmohn, Wiesenklee und Leindotter. Die jungen Citizen Scientists bekamen vom Projektteam, das neben Verena Mayer auch Kathrin Blanzano, Renate Mayer und Johann Neumayer umfasst, Samen zur Verfügung gestellt. In ganz Österreich legten Schüler/innen zu Hause Blühflächen an. Vorher dokumentierte eine Standortanalyse die speziellen Bedingungen im Umfeld. Wenn die Pflanzen ihre Blüte entfaltet haben, beginnt die Beobachtungsphase: Welche Bestäuber besuchen unterschiedliche Blütenformen? Gibt es Zusammenhänge zwischen landschaftlichen Strukturen in der Umgebung und dem Besuch der Bestäuber? Wie groß ist der Anteil der Honigbienen? Die Beobachtungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums werden von den Projektteilnehmer/innen dokumentiert und in einen Ordner gestellt. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen beim Schutz und der Förderung von Bestäubern helfen.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Follow me - Stories von und mit jungen Menschen

Wie wir fühlen, denken und handeln (2). Gestaltung: Luna Ragheb, Julia Jesch, Nicholas Ivansits, Hannah Horsten, Fabiola Noll, Sebastian Gruber, Alica Ouschan, Melissa Erhardt, Ambra Schuster, Idan Hanin *Wie wir denken ... * *Alles auf Touch* *Und der daraus resultierende Druck* Wenn ich mein Instagram öffne, sehe ich tausend Sachen gleichzeitig. Politische Aufklärungsarbeit, Outfitfotografien, ?echte' Kunst. Ich weiß nicht, wie es sich anfühlt etwas nicht wissen zu können. Wie geht unsere Generation mit der Flut an Informationen um? Welche Chancen oder Gefahren birgt sie? Wie schaffen wir es daraus für uns Relevantes zu selektieren und inwiefern übernehmen das Algorithmen? Um Abzuschalten wird Neues eingeschalten: "Binge Watching", also das Schauen bzw, Streamen einer oder mehrerer Serien am Stück wird als Ausgleich verstanden. Wie können wir die Geräte und Plattformen sinnvoll nutzen, ohne dass wir das Gefühl bekommen, dass sie aus uns selbst den größeren Nutzen schlagen? Gestaltung: Hannah Horsten *Videospiele - eine digitale Freundschaft* *Über das Aufsuchen von surrealen Welten* Eine Generation wachst mit Videospielen auf. Verträumt und aggressiv wird sie betitelt. Doch die eigentliche Faszination beim Abtauchen in digitale Welten ist viel fundamentaler... Meine Recherche, nach dem Grund des allgegenwärtigen Eskapismus, beginnt bei mir selbst. Aufgewachsen mit Tamagotchi und Nintendo DS spiele ich auch heute noch gerne Videospiele. Anhand meiner eigenen Spielerbiographie durchstreifen wir die letzten 20 Jahre Gaming History. Gestaltung: Nicholas Ivansits *Diversität in den Medien* *Eine Minderheit im Aufbruch?* "Ja, die hat aber auch ein top Profil. Super engagiert, weiblich und einen Migrationshintergrund." So lautete der Kommentar eines Kollegen, als eine Bekannte vor einigen Jahren eine Stelle als Volontärin in einem Medienunternehmen ergatterte. Dabei müssen Personen mit einem Migrationshintergrund in ihrer Bildungs- und Berufslaufbahn meist mehr Leistungen erbringen, um wie ihre Mitstreiter/innen eingestuft zu werden. Auch in der Medienwelt besteht Nachholbedarf, denn Journalist/innen mit einem Migrationshintergrund gehören weiterhin zur Minderheit. Junge Podcaster/innen mit einem Migrationshintergrund sprechen Themen aus ihrer Lebenswelt an, die "Mainstream"-Medien kaum berücksichtigen und das mit Erfolg. Gestaltung: Luna Ragheb *Generationenkonflikt* *"Die Zukunft auf unseren Schultern"* "You have stolen my dreams and my childhood with your empty words" wirft Greta Thunberg den politischen Machthabern vor, die seit Jahrzehnten leere Versprechen von sich geben und eine gerechte Klimapolitik vernachlässigen. Während die Generation der "Baby-Boomer" in ihren jungen Jahren nach dem Motto "Was kostet die Welt?" gelebt hat, heißt es für die junge Generation "Was kostet die Klima-, Corona- und Wirtschaftskrise?". "Ok, Boomer!" ist zur abwertenden Parole geworden, mit dem die Jungen den Alten signalisieren, dass sie nicht verstanden haben, worum es geht. Ist die heutige Jugend tatsächlich politischer? Und wird sich der Generationenkonflikt noch verschärfen? Gestaltung: Fabiola Noll

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Robert Fontane. Die Opern von Daniel François Esprit Auber - Ausschnitte aus "Fra Diavolo", "La Muette de Portici", "Manon Lescaut" u.a. Mit Joan Sutherland, Alfredo Kraus, Bruce Ford, Gilles Cachemaille u.a. Mit beinahe 50 Opern hat Daniel François Esprit Auber (1782-1871) eine beträchtliche Summe an Bühnenwerken hinterlassen, und so zählte er im 19. Jahrhundert gemeinsam mit François-Adrien Boieldieu zu den produktivsten Komponisten der französischen Opéra comique. Sein eleganter und gefälliger Musikstil wurde seinerzeit vom Publikum meist wohlwollend aufgenommen, trotzdem haben sich nur wenige seiner Opern außerhalb Frankreichs durchgesetzt. Manche Werke, wie "Die Stumme von Portici" oder "Fra Diavolo" wurden ins Deutsche übertragen und bis ins 20. Jahrhundert fallweise auch in unserem Sprachraum aufgeführt, aber selbst sie sucht man heute meist vergebens auf den Spielplänen der großen Musiktheater. Es scheint, als wären Aubers Schöpfungen mit ihren zumeist gesprochenen Dialogen im Stil der komischen Oper und mit ihren umfangreichen Balletteinlagen, die den Gesetzen der Grand Opéra gehorchen, für den modernen Opernbetrieb untauglich geworden. Wer sich heute dennoch ernsthaft mit Aubers Musik auseinandersetzen möchte, ist hauptsächlich auf die Aufnahmen beherzter Dirigenten wie Alberto Zedda oder Richard Bonynge angewiesen, die sich dieser Musikrichtung mit wissenschaftlicher Akribie angenommen haben. Anlässlich des 150. Todestags von Daniel François Esprit Auber bringt Anklang Ausschnitte aus einigen seiner ehemals vielgespielten Bühnenwerke.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

Ö1-Schwerpunkt Jugend. Junge Texte, junge Stimmen. Sie zweckentfremden Pools für den kleine subversiven Akt, graben Löcher - sehr tiefe - und lesen in der Zeitung nur noch die Kurzmeldungen. Die Figuren, die die jungen Autor/innen unserer heutigen Radiogeschichten auftreten lassen, sind vorlaut und verängstigt, mutig und abgestumpft und mit der Nachrichten- wie der politischen Lage höchst unzufrieden. Mit Ausschnitten aus Mercedes Spannagels Roman "Das Palais muss brennen", der 2020 für den österreichischen Buchpreis in der Kategorie Debüt nominiert war. Außerdem mit Texten der beiden Nachwuchsschreibenden Anna Bauer ("Mutig sein" - "Texte"-Finalistin) und Georg Santner ("Ich grabe" - Sieger des Salzburger Wettbewerbs "Lost found"). Eine Radiogeschichten-Schwerpunktsendung, gelesen von Lilith Häßle, Marie Luise-Stockinger und Max Gindorff - drei jungen Stimmen des Wiener Burgtheaters. Gestaltung: Antonia Löffler

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Margarethe Engelhardt-Krajanek: Gefühle Gestaltung: Stephan Pokorny Sie sind unser sechste Sinn und überlebensnotwendig. Denn bevor wir denken oder handeln, reagieren wir mit einem Gefühl. Dieses markiert eine Gefahr, aber auch eine Ressource. Und es lügt nicht. Sie sind scheinbar launisch, flatterhaft und schwer zu begreifen. Und sie melden sich immer dann zu Wort, wenn weder Zeit noch Raum für sie da sind. Gefühle begleiten unser Leben. Manchmal schwingen sie uns ein wie eine harmonische Grundmelodie. Aber sie können auch stören, schrill und dissonant klingen. Wenn uns bewusst wird, dass sie unser Denken und Handeln bestimmen, versuchen wir, sie zu kontrollieren. Gelingt das nicht, ignorieren wir sie. Wir schieben sie weg und sind erstaunt, wenn unser Körper von unerklärlichen Beschwerden geplagt wird. Doch sind wir eins mit unseren Gefühlen, dann tragen sie uns und schenken uns Sternstunden mit anderen.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Marie-Theres Himmler. Das Klavierduo Arthur und Lucas Jussen präsentiert sein siebtes Album. Sie sind jung, aber der Konzertwelt schon lange bekannt: Arthur (24) und Lucas (27) Jussen. Einige Zeit schon hatten die beiden Brüder aus den Niederlanden die Vision, ein Album mit Musik der großen russischen Meister aufzunehmen, nur wann? Die vielen entfallenen Konzerte im Corona-Jahr 2020 boten endlich ausreichend Gelegenheit für "The Russian Album" zu "trainieren" - verlangt das Repertoire von Rachmaninow, Strawinsky, Schostakowitsch und Arensky seinen Interpreten doch einiges ab. "Nach drei Tagen Aufnahme waren wir buchstäblich erschöpft und spürten Schmerz in unseren Körpern", erzählt Arthur Jussen in einem Interview. Die viele Energie, die er und sein Bruder in die Aufnahme fließen haben lassen, kommt jedenfalls farbintensiv zur Geltung - welch kunstvoller Kraftakt!

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Andrè Schuen, Bariton; Daniel Heide, Klavier. Gustav Mahler: Lieder eines fahrenden Gesellen * Franz Schubert: Sei mir gegrüßt D 741; Du bist die Ruh' D 776; Dass sie hier gewesen D 775 * Gustav Mahler: Rückert-Lieder (aufgenommen am 22. August 2020 im Kloster Santa Maria de Vilabertran im Rahmen der "Schubertiade Vialbertran 2020"). Präsentation: Chris Tina Tengel

15.30 Uhr
Moment

Berufswahl und Perspektiven junger Menschen in der Coronazeit Eine Entscheidung für die Zukunft zu treffen, ist an sich schon eine Herausforderung. Die Arbeitswelt und der Schulalltag haben sich im vergangenen Jahr pandemiebedingt verändert. Wer sich im vergangenen Jahr für eine Lehre, eine weiterführende Schule oder ein Studium entscheiden musste, konnte sich oft nur virtuell informieren. Viele Betriebe konnten nicht persönlich besichtig werden, "Tage der offenen Tür" fanden in vielen Schulen nur online statt. Die Pandemie durchkreuzte auch die Pläne von jungen Menschen, die einen Auslandsaufenthalt geplant hatten. Und Branchen, die üblicherweise viele Schüler- und Studentenjobs bieten, wie die Gastronomie, sind von den Maßnahmen stark betroffen. Wie sich also für eine Schule, einen Beruf entscheiden? Wie Praxiserfahrungen sammeln, Geld verdienen, Träume verwirklichen? Ein Moment über die Perspektiven Jugendlicher und junger Erwachsener und wie sie Entscheidungen für ihre Zukunft treffen. Nach der Sendung ist Ihre Meinung gefragt: Wie beeinflussen Ihrer Erfahrung nach, die Maßnahmen und die Krise die Schul- und Berufswahl Jugendlicher und junger Erwachsener? Wie treffen junge Menschen während der Pandemie eine Entscheidung für ihre (berufliche) Zukunft? Auf welche Schwierigkeiten treffen sie? Befinden Sie sich vielleicht gerade selbst in dieser Situation und wie frei können Sie sich entscheiden, wie gut können Sie in der derzeitigen Situation planen? Welche Pläne und Wünsche konnten Sie, konnten Menschen in Ihrem Umfeld, nicht umsetzen? Reaktionen erbeten unter 0800 226979 oder moment@orf.at Gestaltung: Johanna Steiner

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Als ich Kind war... die Journalistin Hannelore Veit über meterhohe Sandtürme und sehr viel Eis. Rudi hat sein Körbchen auf ein Sonnenplatzerl im Funkhaus geschoben. Er träumt schon von den Sommerferien. Plötzlich steht die ehemalige Nachrichtenmoderatorin und Journalistin Hannelore Veit vor ihm. Rudi bittet sie, ihm etwas aus ihrer Kindheit zu erzählen. Sie setzt sich zu ihm und schon reisen die beiden in Gedanken auf der Straße in Richtung Süden... Hannelore Veit: "Wir sind jedes Jahr im Sommer nach Italien gefahren, an die Adria. Und das war immer im kleinen VW-Käfer, zu viert, mit meinen Eltern und meinem Bruder. Und für mich hat das schon südlich von Wien begonnen, da hat es schon angefangen nach Italien auszusehen. Da haben die Bäume für mich schon nach Italien ausgesehen. Und man hat damals noch - da hat es ja noch keine Autobahn gegeben - immer einmal übernachtet knapp vor der italienischen Grenze und ab dann war wirklich die Spannung da und das war dann Urlaub!" Gestaltung: Kathrin Wimmer

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

"Mit einem solchen Körper lässt sich nichts erreichen". Der Beamte und Schriftsteller Franz Kafka in Prag. Mit Michael Dangl als Franz Kafka und Irina Wanka als Erzählerin. Ein Feature von Nikoilaus Scholz Prag um 1900 - den Zeitgenossen galt Prag als Stadt des Streites, wiewohl als ein Modell für Mitteleuropa, das durch einen regen kulturellen Austausch zwischen den Nationalitäten Künstler wie Literaten tschechischer und deutscher Sprache in seinen Bann zog. In diesem Ambiente wächst der junge und empfindsame Franz Kafka unter der Herrschaft seines grobschlächtigen Vaters auf, und erlebt, wie Automobile, Telefone und Fließbänder den Puls der Zeit beschleunigen. Während hunderttausende Soldaten im ersten Weltkrieg an der Front fallen, verrichtet der ausgebildete Jurist seinen Dienst im Büro der Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt für das Königreich Böhmen in Prag. Er gilt in den Augen seiner Vorgesetzen nicht nur als äußerst korrekter Angestellter, sondern als überaus fähiger Advokat, der mit allen Wassern gewaschen ist. Des Öfteren muss Kafka die Versicherungs-Anstalt vor dem Gericht vertreten, sei es wegen zu hoher Versicherungs-prämien, oder um ungerechtfertigte Klagen von Unfallopfern abzuweisen. Während der stets elegant gekleidete Kafka tagsüber einem geregelten Beruf nachgeht, ist er nächtens wie auf Droge. Seine Droge: das Schreiben, das er als ungeheure Befreiung und als eine Art Rausch erlebt. So gelingt es ihm, in der Nacht vom 22. auf den 23. September 1912 seine erste große Erzählung in einem Zug nieder zu schreiben: Das Urteil - an deren Ende Georg Bendemann von seinem Vater ins Wasser getrieben wird. Feature von Nikolaus Scholz

16.45 Uhr
Heimspiel

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Neue CDs von Attwenger sowie Ernst Molden und dem Frauenorchester Vor dreißig Jahren kam die erste CD von Attwenger heraus. Wir wollen aber nicht (nur) in der Vergangenheit schwelgen, sondern das neue Album "Drum" des oberösterreichischen Duos hören. Wie immer haben Markus Binder und Hans-Peter Falkner den Finger am Puls der Zeit, wenn sie in ihren virtuosen Liedtexten aktuelle Phrasen aufs Korn nehmen ("erso sieso"). Die Herzen der zwei schlagen aber nach wie vor auch für die Volksmusik, wenn sie das zeitlose Thema "Schuidn" nach Melodien eines alten Jodlers interpretieren - versehen natürlich mit schweren Drum-Beats und dem bewährten Drone von Falkners Akkordeon. Mächtig und federleicht zugleich gibt sich so manches Stück aus der neuen Attwenger-Arbeit. Die zweite Neuheit kommt aus der Werkstatt des bienenfleißigen Ernst Molden. Mit dem Frauenorchester singt Molden von verführerischem Essensduft im Stiegenhaus, und wie weit sich der Kuckucksruf vernehmen lässt, wenn keine Autos fahren. Das klingt idyllisch. Doch die Idylle wird von Molden und seinen Musikerinnen erwartungsgemäß angekratzt, mit schmutzigen Gitarrensounds und anderen klanglichen Abdunkelungen. Unwiderstehlich. Die neuen Alben von Attwenger und Ernst Molden demonstrieren zudem, dass sich viele Dinge einfach nur im Dialekt richtig sagen lassen.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zum Ö1-Schwerpunkt: Jugend Zur soziokulturellen Entwicklung von Jugendbewegungen nach 1945 mit: Roman Horak, Kultursoziologe an der Universität für angewandte Kunst Wien Gestaltung: Hanna Ronzheimer Jugendbewegungen sind von Gemeinschaftsgefühl geprägt, von Aufbruchs- und Generationengeist, meist auch von schroffer Abgrenzung gegenüber Konventionen, die als überlebt gelten. Die ersten solcher Gruppierungen gab es bereits vor über hundert Jahren, etwa die Wandervogel- und Lebensreformbewegungen, die auf Naturerleben setzten und sich gegen die Gespreiztheit des bürgerlichen Lebens stellten. Mit Rockern, Mods, Hippies, Punks, Grufties, aber auch den Emos und den Nerds ging es ab der Mitte des 20. Jahrhunderts weiter. Jugendbewegungen entwickelten nicht nur eigene Stile, sondern auch eine eigene Ikonographie, die von der Kulturindustrie aufgegriffen wurde. Große Modeketten verkaufen die einst individuellen Kleidungsstücke der Punkbewegung längst als Massenware. Die Beschleunigung von Stil-Revolutionen seit den sechziger und siebziger Jahren führte dann zu der Einsicht, dass Jugendbewegungen nicht nur Opposition zu "herrschenden Systemen" sind, sondern vom Kapitalismus auch bestens benützt werden können: einerseits als Ziel-Gruppen, denen man Waren verkaufen kann, andererseits als Quellen neuer Styles, die in Design und Fashion marktgängig gemacht werden. Aber das heißt nicht, dass das rebellische Potential von Jugendbewegungen völlig erschöpft ist.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Jugendarbeit als Herausforderung: Eine Sendung zur Ö1-Themenwoche Jugend. Gestaltung: Lise Abid Nicht nur in Corona-Zeiten ist die sogenannte Offene Jugendarbeit eine enorme gesellschaftliche Herausforderung. Es geht um die Betreuung, Beratung und Unterstützung hauptsächlich von sozial und wirtschaftlich benachteiligten Jugendlichen, die ihre Freizeit größtenteils im öffentlichen Raum oder im Cyberspace verbringen. Die jungen Menschen sind in einem Alter, in dem sich ihre persönliche Identität herausbildet, während sie gleichzeitig auf der Suche nach Zukunftsperspektiven sind. Die Wiener Jugendzentren, Jugendtreffs und Streetworker mussten ihre Arbeit coronabedingt umstrukturieren und teils neu erfinden - doch mitnichten seien die jungen Mädchen und Burschen eine verlorene Generation, sind Sozialarbeiter/innen überzeugt.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Schrumpfkultur für Teilchenbeschleuniger Mit weniger Aufwand zur Weltformel Von Frank Grotelüschen Der letzte große Durchbruch in der Teilchenphysik ist fast 10 Jahre her: Der experimentelle Nachweis des Higgs-Teilchens mit dem LHC-Beschleuniger am Genfer CERN. Seither geht es nicht wirklich weiter, weil dazu noch größere bzw. energiereichere Beschleuniger notwendig wären. Nur wer soll die bezahlen? Ein alternatives Konzept wäre kleinere und billigere Plasmabeschleuniger. Sie funktionieren ähnlich wie ein Motorboot auf einem See: Das Motorboot verdrängt das Wasser und erzeugt hinter sich eine Welle. Auf dieser Welle können die Elektronen dann quasi surfen und auf einer kurzen Strecke eine Energie gewinnen, für die man mit konventionellen Beschleunigern Hunderte von Metern bräuchte. Erste Versuche haben gezeigt, dass das Verfahren funktioniert. Um robuste Plasmabeschleuniger zu bauen, die zu wichtigen, neuen Erkenntnissen führen könnten, müsste die Lasertechnik noch weiter verbessert werden.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Dirigent: Cornelius Meister; Hilary Hahn, Violine. Max Bruch: Fantasie für Violine und Orchester unter freier Benützung schottischer Volksmelodien op. 46, "Schottische Fantasie" * Gustav Mahler: Symphonie Nr. 9 (aufgenommen am 21. Mai 2015 im Großen Konzerthaussaal in Wien, "37. Internationales Musikfest der Wiener Konzerthausgesellschaft"). Präsentation: Helene Breisach

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1 Felix Mendelssohn Bartholdy: Elias Gestaltung: Stephan Pokorny Felix Mendelssohn Bartholdy hat für sein zweites Oratorium eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Bibel zum Helden gewählt. Er zeigt uns darin Elias in sehr verschiedenen Lebenssituationen. Da ist der Wundertäter, der selbst Tote erweckt, der Eiferer für Jahwe, da ist aber auch der Ermattete, der, da erfolglos, an seiner Sendung verzweifelt. Einzig sein Gottvertrauen ist unzerstörbar. All das lässt uns Mendelssohn Bartholdy in seiner Musik miterleben, in vielen dramatischen wie auch lyrischen Elementen, die vor allem die Bloßlegung der seelischen Zustände zu erreichen trachtet. In einem Mitschnitt vom Festival Musica Sacra 2019 aus dem Dom von St. Pölten musizieren unter der Leitung von Otto Kargl die cappella nova graz, die Domkantorei St. Pölten, das L'Orfeo Barockorchester und eine exzellente Solistengruppe. cappella nova graz. Dokantorei St. Pölten. L'Orfeo Barockorchester Leitung: Otto Kargl Matthias Helm, Elias (Bass). Cornelia Horak Witwe (Sopran) Katharina Riegler, Engel, Knabe (Sopran) Barbara Zidar-Willinger (Sopran) Ida Aldrian, Königin, Engel (Alt) Christina Maria Eder (Alt) Daniel Johannsen, Ahab, Obadjah (Tenor) Maximilian Schnabel (Bass) ORF-CD 3239

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Follow me. Stories von und mit jungen Menschen. Wie wir fühlen, denken und handeln (2). Gestaltung: Luna Ragheb, Julia Jesch, Nicholas Ivansits, Hannah Horsten, Fabiola Noll, Sebastian Gruber, Alica Ouschan, Melissa Erhardt, Ambra Schuster, Idan Hanin

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Mehr als Notenschreiben: Komponieren lernen Unter dem Begriff Komponieren versteht man heute viel mehr, als noch vor hundert Jahren, denn der Arbeitsprozess, der zu einem neuen Musikstück führt, kann sehr unterschiedliche Wege beschreiten: Digitale Programme unterstützen bei der Notation, beim Generieren von Klängen, beim Berechnen von Algorithmen und gleichzeitig werden Skizzen und Detailausführungen von einigen Komponierenden nach wie vor handschriftlich fixiert. Ein Neben- und Miteinander von Herangehensweisen, die sich in den vergangenen Jahrhunderten entwickelt haben oder ganz neu entstanden sind. Was ist nun die Voraussetzung dafür, selbst Musik erschaffen zu können? Wieviel Musiktheorie ist notwendig? Was sollte man dafür erlernen und vor allem: wie? Helmut Lachenmann hielt über das Komponieren fest, dass es heiße, über die Mittel nachzudenken, ein Instrument zu bauen. Also eine Reflexion der Mittel und eine Auseinandersetzung mit der Entstehung des Klangs, und wie das Erdachte umgesetzt werden kann. Komponieren wird an wenigen Musikschulen und an Musikuniversitäten unterrichtet. Das didaktische Handwerkszeug dafür wird in Kompositionspädagogik, wie etwa an der Kunstuniversität Graz, weitergegeben. Diese Ausbildung widmet sich auch dem ganz niederschwelligen, oft im schulischen Musikunterricht eingesetzten "Musik erfinden". Lehrende und Studierende berichten über ihre Methoden und Zugänge, das Komponieren zur vermitteln und zu erlernen. Gestaltung: Marie-Therese Rudolph

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten