Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Ö1 Mittagsjournal

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Das Wichtige im vermeintlich Unwichtigen". Ob Missgeschick oder Beginn von etwas Großem - das hängt meist vom eigenen Blickwinkel ab, meint der Schauspieler August Schmölzer Man kann es natürlich einfach als Missgeschick ansehen: Die Bananenschale, auf der man ausrutscht, wenn man munter aus dem Haus geht. "Oder, dass einem ein kleiner Vogel ins Gesicht fliegt, wenn man in den Himmel schaut", ergänzt der Schauspieler August Schmölzer lachend. Oder die Wespe, die beim Radfahren ins Ohr donnert und vielleicht sticht. Verflixt, jetzt hat mir ein Marder die Kabel des Autos durchgebissen und warum schreit eigentlich gerade die Katze so? Wo ist nur mein Wohnungsschlüssel abgeblieben? Kleine, unerwartete Ereignisse, die in Folge oft Großes bewirken können, eine Welt bewegen. Ob sie dies im Guten oder im Schlechten tun, hängt nicht zuletzt von unserm eigenen Blickwinkel ab, meint August Schmölzer in seinen "Gedanken für den Tag". Schmölzer, bekannt aus zahlreichen Film- und Fernsehrollen, lebt in St. Stefan ob Stainz und ist Initiator und Vorstandsvorsitzender der Stieglerhaus-Gemeinnützigen Privatstiftung, die sich die Förderung von Bildung, Kunst und Kultur auf die Fahnen geschrieben hat.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Irene Suchy. Clara Schumanns Klavier erzählt seine Geschichte: einst Geschenk an die gefeierte Virtuosin, Eröffnung des Brahms Saales, nach dem Brand von der Asche gereinigt. Und: die Chöre singen wieder, was für ein Glück für die Musikwelt. Beispiel des vergangenen Glücks: der Thomaschor und die Prinzen.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Meeresbiologe und Fotograf Robert Hofrichter spricht über eine Gruppe von 115 Inseln vor der Ostküste Afrikas, von denen große Teile unter Naturschutz stehen. Teil 2: Sehr große und sehr kleine Tiere Gestaltung: Lothar Bodingbauer Die Republik Seychellen sind ein Land, das größtenteils aus Ozean besteht - dem westlichen Teil des Indischen Ozeans. Die vielen Inseln liegen auf einem Plateau im Osten Afrikas, die Wassertiefe beträgt auf diesem Plateau nur um die 50m. Entstanden ist die Inselgruppe von rund 115 Inseln vor Millionen von Jahren: Die Granitinseln waren ein Bruchstück von Gondwana, dem "südlichen Urkontinent". Sie haben sich von Afrika, Madagaskar und Indien losgelöst. Tiere und Pflanzen haben sich auf den Inseln daher weitgehend unabhängig von anderen Weltgegenden entwickelt. Weiße Sandstrände, verwitterte Granitblöcke und tropische Vegetation - die Inseln entsprechen unserer Vorstellung von Paradies. Tatsächlich sind große Teile als Naturschutzgebiete definiert, auch Riesenschildkröten sind hier beheimatet.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Risikofaktor Alter

Wenn Hilfe zur Selbsthilfe nicht mehr reicht (2). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Von Marketingstrategen und Lifestyle Beratern wir das Alter als Marktlücke entdeckt. Beworben werden die jungen Alten: unternehmungslustig, mit guten Pensionen ausgestattet, die als Weltenbummlern den Konsum teurer Luxusprodukte ankurbeln. Diese sind allerdings in der Minderheit. Denn viele ältere und alte Menschen leben an der Armutsgrenze. Nach der Pensionsreform 2004 wurde zwar eine Angleichung der unterschiedlichen Pensionssysteme in Österreich versucht. Doch die lebenslangen Durchrechnungszeiträume, die für das individuelle Pensionskonto herangezogen werden, führen dazu, dass vor allem Frauen mit niedrigen Pensionen aussteigen. Viele von ihnen wählten eine Teilzeitbeschäftigung, um Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit unter einen Hut zu bringen. Das Fazit ist drohende Altersarmut. Vor allem dann, wenn die Frauen geschieden sind oder alleinerziehend waren. Ein weiterer Belastungsfaktor sind die steigenden Immobilienpreise. Altengerecht ausgestatteter Wohnraum ist Mangelware und teuer. Alternative Konzepte sind darum gefordert. Doch die Wartelisten in betreuten Altenwohngemeinschaften sind lang. Für viele Menschen ungelöst ist auch die Frage, was wird, wenn sie gebrechlich sind und pflegebedürftig werden. Nur 20% der alten Menschen werden in Heimen betreut. Die überwiegende Mehrheit ist auf die Unterstützung ihrer Angehörigen angewiesen. Doch die leben nicht immer vor Ort und müssen mobile Pflegedienste einschalten, um die Betreuung der alten Mutter, des alten Vaters zu gewährleisten. Altersarmut und Pflegenotstand sind strukturelle Mängel, die nur auf politischer Ebene behoben werden können. Um diesen Notstand zu mildern, haben sich zahlreiche Initiativen gebildet. Altenwohngemeinschaften, Mehrgenerationenwohnen, betreutes Wohnen initiieren Kooperationen, in denen sich auch mit bescheidenen Mitteln gut haushalten lässt. Selbsthilfegruppen, Gesundheitsbuddys, Nachbarschaftsprojekte ergänzen die Angebote. Das Ziel ist es, auch mit geringen finanziellen Möglichkeiten ein gutes Leben zu führen. Gemeinsam statt einsam ist das Anliegen dieser Initiativen.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Hautnah

Warum Berührungen wichtig sind (2). Gestaltung: Madeleine Amberger Frühchen, die vor dem Ablauf der 37.Schwangerschaftswoche geboren werden, haben einen schwierigen Start ins Leben. Sie wiegen höchstens 2.5 Kilogramm. Je früher sie zur Welt kommen, desto mehr Nachentwicklung brauchen etwa die Lunge, das zentrale Nerven- sowie das Immunsystem. In technologisch gut ausgestatteten Spitälern holen sie die fehlenden Wochen im Mutterleib in einem Brutkasten nach. In Entwicklungs- und Schwellenländern gibt es jedoch nicht genug Inkubatoren. In den 1970er-Jahren entwickelten kolumbianische Ärzte aus der Not - sie sahen sich wegen akutem Platzmangel gezwungen, Mütter mit frühgeborenen Babys nach Hause zu schicken - die so genannte Känguru-Methode. Dabei tragen die Mütter ihr Frühchen auf der nackten Haut. Diese Methode machte weltweit Schule. Der ständige Hautkontakt erhöht die Überlebenschancen, macht die Säuglinge weniger anfällig für Infektions- und Atemwegserkrankungen und fördert die Hirnentwicklung. Ein britisch-kanadisches Forscherteam wies kürzlich nach, dass Kinder etwa den Stich mit einer Injektionsnadel weniger schmerzhaft empfinden, wenn sie dabei mit einem Elternteil Hautkontakt hatten. Der Tastsinn entwickelt sich schon im Mutterleib. Er ist als Erster aller unserer Sinne voll funktionsfähig. Er ist auch der letzte, der am Ende des Lebens verschwindet. Daher kommt dem Faktor Berührung bei der Betreuung alter Menschen in Pflegeheimen besondere Bedeutung zu. Er ist fixer Bestandteil der Ausbildung in Pflegeberufen. Bei Patienten und Patientinnen, die an Demenz leiden, sind Berührungen häufig die einzige Art von sozialem Kontakt, den die Betroffenen noch wahrnehmen können. Durch die Covid-19-Pandemie ist Körperkontakt erheblich eingeschränkt. Von der Umarmung bis zum Händeschütteln. Je sozial isolierter ein Mensch ist, desto eher könnte die körperliche Distanz über einen längeren Zeitraum zu Erkrankungen führen. Auch die Empfehlung, dass man das eigene Gesicht nicht berühren soll, geht gegen die menschliche Natur. Wir berühren unser Gesicht unbewusst zwischen 400 und 800-mal pro Tag. Die Analyse von Hirnaktivität zeigte, dass die spontane Selbstberührung im Gesicht den eigenen emotionalen Zustand stabilisiert.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Fuckhead, Texta und Skero, Cari Cari, Avec (2). Gestaltung: Al Bird Sputnik, Thomas Mießgang, Walter Gröbchen, Stefan Niederwieser *Texta/Skero - Der Tanz der Wörter* Texta aus Linz gehören zu den ersten und bis heute bedeutendsten Hip Hop Crews in Österreich. Ihre Gründungsgeschichte ist insofern ungewöhnlich, als sie aus dem Jugendzentrum KAPU hervorgingen, das ursprünglich die Heimstatt einer sehr aktiven und vitalen Punk- und Hardcoreszene war. Harald ´Huckey` Renner, der Schlagzeuger der Band Target of Demand, war es dann, der einen radikalen Stilwechsel vollzog und, gemeinsam mit Philipp Kroll alias Flip, Klaus Laimer alias Laima und und Martin Schlager alias Skero und Daniel Reisinger alias DJ Dan 1993 die Urzelle der oberösterreichischen Hip Hop-Szene formierte. Texta erwiesen sich als versatile Combo, die Dope Beats der Marke Cypress Hill mit deutschen Reimen, manchmal auch in oberösterreichischer Mundart auf eine Weise kreuzte, die man als Glokalität bezeichnen könnte: Global im Anspruch, lokal in der künstlerischen und politischen Verankerung - zu der auch antifaschistisches Engagement und der Kampf gegen die Windmühlen des provinziellen Geistes gehörte: "Man ist eben wie man ist, halt anders drauf und macht seinen Mist." Texta waren immer eine inklusive Crew, die eine Vielzahl von Kollaborationen, sowohl auf der Bühne wie auch auf Platte durchgeführt hat: Zu den Partners in Rhyme gehörten die Münchener Blumentopf, Total Chaos und Massive Töne sowie die Linzer Dialekt-Avantgardisten Attwenger. Manchmal formierten sich zahlreiche der Vorgenannten zur ´Supergroup` Kaleidoskop. Den Eindruck, den die Shows von Texta hinterließen, hat die Website discogs prägnant beschrieben: "On stage, they appear to be the hiphop reincarnation of The Daltons." Also jener Gangsterbande, die in den Comics von Lucky Luke auftaucht. Eine Gruppe, die seit fast 30 Jahren existiert, macht natürlich Veränderungen durch. Die einschneidendste war der Tod von Gründungsmitglied ´Huckey` Renner im Jahr 2018, der eine große Lücke hinterließ. Zuvor schon, im Jahr 2013 hatte sich Skero verabschiedet und sich mit Alben wie "Memoiren eines Riesen" und "Der Riese im Glashaus" eine eigene Nische im österreichischen Hip Hop-Mikrokosmos geschaffen. Texta aber machen in leicht veränderter Besetzung bis heute weiter. Und zwar im Rahmen der Möglichkeiten, die prekären Musikarbeitern in diesem Land gegönnt sind und die sie schon 1999 im Track "Zahltag" ironisch thematisiert haben: "Sekt, Sex und Kaviar war nie da, dann eher schon ein Anruf auf´m Telefon: Nächste Show abgesagt, Probleme auf´m Plattenmarkt, Unterschreiben des Vertrags vertagt, den falschen Produzent um Rat gefragt." Gestaltung: Thomas Mießgang

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Michael Blees. Vor 50 Jahren: Operngesamtaufnahmen aus dem Jahr 1971 (Teil 2). Ausschnitte aus Opern von Richard Wagner und Richard Strauss. Wie sich die Zeiten gewandelt haben: während heutzutage sorgsam im Studio produzierte Operngesamtaufnahmen rar geworden sind, herrschte vor 50 Jahren Hochbetrieb in den Aufnahmestudios der großen Plattenlabels. Eine große Zahl von bedeutenden Gesamteinspielungen ist 1971 entstanden: Leonard Bernstein hat damals in Wien seine berühmte Interpretation des "Rosenkavaliers" mit dem exklusiven Damentrio Christa Ludwig, Gwyneth Jones und Lucia Popp am Pult der Wiener Philharmoniker für die Ewigkeit eingefangen, während Herbert von Karajan in Berlin mit den dortigen Philharmonikern seine klangfarblich schillernde Gestaltung von Wagners Musikdrama "Tristan und Isolde" eingefangen hat - in Vorbereitung der Salzburger Osterfestspiele des folgenden Jahres, wo man dann auch Helga Dernesch und Jon Vickers als Liebespaar auf der Bühne erleben konnte. Karl Böhm wiederum hat in München das Konversationsstück "Capriccio" eingespielt - mit Gundula Janowitz an der Spitze einer luxuriösen Besetzung. Und diese Sopranistin hat vor 50 Jahren auch in der hochgelobten Münchner "Lohengrin"-Aufnahme unter Rafael Kubelik mitgewirkt; der unvergessene James King interpretierte damals den Schwanenritter.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"August '79" und andere Geschichten von György Spiró (aus dem Ungarischen von Ernö Zeltner). Es liest Till Firit. Als der Ich-Erzähler und seine Freundin, beide Pädagogen, sich im Zug der Grenze zu Ungarn nähern, haben sie nichts zu verzollen: weder Geld, noch Schmuck oder technische Geräte. Sie haben mit ihrem ganzen Geld Bücher eingekauft. Die Zöllner interessieren sich für die beiden Intellektuellen, holen später einen Offizier dazu ... Ein Großvater, über den in der Familie nie gesprochen wurde, und zwei Jugendliche während einer Straßenbahnfahrt, vorüber an Denkmälern, stehen im Mittelpunkt der beiden anderen Geschichten. György Spiró, geboren 1946 in Budapest, ist einer der erfolgreichsten ungarischen Dramatiker und zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Schriftstellern Ungarns. Seine sozialkritischen Dramen und hintergründigen Komödien waren große Publikumserfolge. Der ehemalige Theaterdirektor und Professor für Literatur, Hörspielautor und Kritiker, vielfach ausgezeichnet, gilt als eine universelle Ausnahmefigur im ungarischen Kulturleben. In deutschsprachiger Übersetzung erschienen sein Roman "Der Verruf" (2012) und der Novellenband "Träume und Spuren" (2013), beide im Wiener Nischen Verlag. In "Träume und Spuren" beschreibt Spiró präzise und unbarmherzig, mit viel Selbstironie und Sarkasmus seine persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse aus dem Alltag in Ungarn. Gestaltung: Stefanie Zussner

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Helene Breisach. Daniel Behle singt Lieder von Richard Strauss. "Von Händlern wird die Kunst bedroht", so beginnt ein Lied von Richard Strauss. "Da habt ihr die Bescherung: / Sie bringen der Musik den Tod, / Sich selber die Verklärung ... " Strauss' "Krämerspiegel" op. 66 nach Texten von Alfred Kerr ist eine satirische Abrechnung des Komponisten mit den Verlegern. Ganz ausdrücklich richtet sich diese gegen den Verlag Bote und Bock, der sich 1906 im Vertrag über eine Komposition gleich die Rechte für den nächsten Liederzyklus sicherte. Als Strauss daraufhin zwölf Jahre lang überhaupt keine Lieder veröffentlichte, drohte man mit rechtlichen Schritten. Strauss kam daraufhin doch noch seiner Verpflichtung nach - nahm aber die Satire zu Hilfe. Der deutsche Tenor Daniel Behle hat beim Label Prospero dieses Opus 66 herausgebracht - aber auch die "Gesänge des Orients" op. 77 nebst einigen weiteren Strauss-Liedern. Entstanden ist ein überaus abwechslungsreiches Album in kultiviert-edler Interpretation.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Jubiläumskonzert "40 Jahre Hainburger Haydngesellschaft". Salzburger Orchester Solisten; Benjamin Schmid, Violine; Ariane Haering, Klavier. J. Haydn: Konzert für Klavier, Violine und Streicher F-Dur Hob. XVIII/6; Joseph Haydn: Konzert für Violine und Orchester C-Dur Hob. VIIa/1 * Florian Willeitner: Suite für Streichorchester (Uraufführung) * Friedrich Gulda: "Wings" - A Concertpiece for Solo-Violin, String Orchestra and Rhythm Section (aufgenommen am 29. Mai im Schloss Petronell in Petronell-Carnuntum). Präsentation: Gerhard Krammer

15.30 Uhr
Moment

Kalkulation oder Improvisation? Die Finanzplanung für den Ruhestand Österreich zählt mehr als vier Millionen Pensionsversicherte und fast zwei Millionen Bezieher/innen einer Alterspension. Das sind insgesamt sechs Millionen Menschen, die entweder für später vorsorgen oder von der früheren Vorsorge leben - aber keine sechs Millionen Vorsorge-Fachleute. Vielmehr bleibt für viele die Höhe der zu erwartenden Pension lange mysteriös. Erst wenn der Tag X naht - der sogenannte "Pensionsstichtag" -, beginnen Pensionsversicherte zu kalkulieren und an ihrem Finanzierungsplan für den Ruhestand zu arbeiten. So tun es die meisten von ihnen. Wie erleben die Betroffenen das große Rechnen vor dem Ruhestand? Welche Fehler sehen ExpertInnen? Eine Sendung im Rahmen des Ö1-Schwerpunkts "Neue Wege ins Alter". Nach der Sendung ist Ihrer Meinung gefragt: Wann haben Sie angefangen, Ihre Pension finanziell zu planen? Fühlen Sie sich dem großen Rechnen gewachsen oder lassen Sie sich von einem Experten/einer Expertin beraten? Sorgen Sie sich um die "Pensionslücke"? Rufen Sie uns unter 0800 22 69 79 an oder schreiben Sie ein Mail an moment@orf.at. Gestaltung: Céline Béal

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Fußabdrücke im Datenmeer. Rudi besucht eine neue Mitmach-Ausstellung in der Kunsthalle Wien Rudi und Trixi Terrier haben sich für einen Nachmittag Tonmeisters Smartphone gemopst. Sie streunen durch die Stadt und fotografieren alles, was ihnen vor die Linse kommt: Zebrastreifen, Hausmauern, Tauben. Zufällig kommen sie bei der Kunsthalle Wien am Karlsplatz vorbei. Dort findet von 10. Juni 2021 bis 27. Juni 2021 eine Mitmachausstellung für junge und alte ZweibeinerInnen statt. Gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern von "The Golden Pixel Cooperative" gehen BesucherInnen der Frage nach: wo die vielen Bilder, die sie mit ihren Handys und digitalen Kameras machen, gespeichert werden und wie groß ihr ökologischer Fußabdruck ist. Gestaltung: Kathrin Wimmer

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

Böse Geschichten - Die Geheimnisse der Schweizer Schriftstellerin Helen Meier (1929-2021). Feature von Stefan Weber "Äs het ghäscheret", es hat gekracht im Scheinwerferlicht: 1984 gewinnt eine gänzlich unbekannte 55-jährige Sonderschullehrerin aus dem Kanton Appenzell-Ausserrhoden beim Wettlesen in Klagenfurt den Ernst-Willner-Preis. Verwundertes Augenreiben zuerst, eine unnahbare Seele von Mensch ist angetreten, "Lichtempfindlich" hat sie ihren Text benannt. Dann in den Feuilletons bald die Gewissheit, mit einer Meisterin der Kurzprosa konfrontiert zu sein. Zwischen zwei Bergketten kommt sie im St.Gallischen Mels zur Welt. In die Familie des Dorfschullehrers. Also sie auch: Lehrerseminar in Rohrschach, danach als Au Pair u.a. in England, dann Studium in Fribourg, Sprachen und Pädagogik. Nebst ihrer Lehrerinnentätigkeit arbeitet sie in der Flüchtlingshilfe für das Rote Kreuz. Geschrieben hat sie schon immer, nur lesen wollte sie keiner. "Die eigenen Gefühle und Gedanken nicht zu Markte tragen! Anderen Menschen das nie verratene Geheimnis unterschieben, irgendeiner Frau, irgendeinem Mann; gleichgültig, sie dienen mir als Lagerplatz meines Innenlebens." Sagt sie. Und erzählt also -jetzt als Gefeierte- weiter. Unbequeme, aus dem Verborgenen hervor gezerrte Geschichten. Nicht geschliffen, gebrochen, am Abgrund, vielfach in der Welt der Langweiler, Randständigen, Gewalttätigen, aber immer: Aus Liebe zum Menschen. Privates über sie erfährt die Öffentlichkeit spärlich, ihr Leben findet zwischen den Buchdeckeln statt. Stefan Weber hat sie aufgeschlagen.

16.45 Uhr
Heimspiel

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Die Welt des Georg Philipp Telemann à la Spielräume Er war erfolgreich. Er war fleißig. Er liebte die Volksmusik. Sein Werk ist, im Vergleich zu seinen Zeitgenossen Bach oder Händel, viel zu wenig bekannt: Georg Philipp Telemann. Gleich zwei - höchst unterschiedliche - neue CDs widmen sich Telemanns Kanon-Sonaten, Musik, die tatsächlich im strengen Kanon abläuft. Gar nicht streng, aber Telemann treu spielen einerseits die steirischen Musiker Klemens Bittmann (Violine und Mandola) und Georg Gratzer (Saxophone und Flöten) sowie andererseits das Vorarlberger Kollektiv Messis Cellogruppe. Letztere besteht nicht nur aus Celli und es sind nicht lauter Vollprofis dabei, wie im Falle des Duos Bittmann Gratzer. Das ist aber ganz egal, denn klingen tut es von beiden neuen CDs faszinierend: virtuos und rasant und mit klarem Einschlag von Funk und Rock bei Bittmann Gratzer, sowie noch stärker in die Volksmusik eingebettet bei Messis Cellogruppe. In beiden Fällen dient die Musik des Barock-Stars als Basis für Ausflüge in andere Stilbereiche. Bereits einige Jahre schon beschäftigt sich auch Geiger Toni Burger mit Telemanns Kanon-Kunst.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zum 80. Jahrestag, 22.6.1941 Die deutsche Wehrmacht überfällt die Sowjetunion mit: Rolf Steininger, emeritierter Professor am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck Gestaltung: Hanna Ronzheimer Am 22. Juni 1941 marschierte die deutsche Wehrmacht ohne Kriegserklärung in die Sowjetunion ein. An dem geplanten Vernichtungskrieg unter dem Decknamen "Barbarossa" (eine Anspielung auf den mittelalterlichen Kaiser Friedrich I., der diesen Beinamen trug) waren über drei Millionen Soldaten beteiligt, mit hunderttausenden Fahrzeugen, Pferden, tausenden Panzern und Geschützen; allein die Luftwaffe setzte fast 3.000 Maschinen ein. Dieser Krieg gilt als der ungeheuerlichste Eroberungs-, Versklavungs- und Vernichtungskrieg der Neuzeit. Hitler hat in seinem Pamphlet "Mein Kampf" einen Vernichtungskampf gegen Russland verlangt, um dem deutschen "Volk ohne Raum" unbegrenzte Expansionsmöglichkeit zu ermöglichen. Zunächst läuft die Invasion wie die von der Nazi-Presse bejubelten Blitzkriege in Polen und Frankreich an. Leningrad/St. Petersburg wird eingekesselt, die Ukraine und ein Großteil der Krim werden besetzt. Die Vorzeichen drehen sich, als die Rote Armee mit einem kompromisslosen Abwehrkampf beginnt. Jedem Rotarmisten ist es verboten, sich zu ergeben. Die Armee, die über fast fünf Millionen Soldaten verfügt, spielt ihre zahlenmäßige Stärke aus. Anfang Dezember 1941 steht die Wehrmacht knapp vor Moskau. Es fehlt an Nachschub, die Soldaten frieren und hungern. Die Rote Armee setzt zur erfolgreichen Gegenoffensive an. Das Scheitern des Unternehmen Barbarossas bedeutet den Anfang vom Ende Hitlers.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Der Run aufs "Betongold" Immobilien werden seit einiger Zeit als "Betongold" vermarktet. Schon seit Jahren investieren viele Menschen, die Geld auf der Seite haben, dieses lieber in Wohnungen oder Häuser, als es bei Niedrigstzinsen auf einer Bank liegen zu lassen. Corona hat den Run auf die gemauerte Wertanlage noch befeuert, auch weil viele nun ins Grüne oder zumindest in eine größere Wohnung ziehen wollten. Auf der anderen Seite tun sich jene, die nicht das nötige Kleingeld haben, immer schwerer, guten Wohnraum zu finden. Denn die Preise sind im Lauf des letzten Jahrzehntes schwindelerregend gestiegen. Der Zuzug aus den Städten, vor allem aus Wien, hinaus in die sogenannten "Speckgürtel", erhöht auch dort die Bau- und Wohnpreise und den Infrastruktur-Druck auf ländliche Gemeinden. Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer? Eine Nachschau bei Wohnungssuchenden, Bürgermeistern, Maklerinnen und Immobilienentwicklern.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

"Dann schlafe ich halt nicht!" Über Bookaholics und Lesesucht Von Astrid Mayerle Im 18. Jahrhundert zählte das Lesen zu den gefährlichen Tätigkeiten - vor allem für Kinder und Frauen. Heute dagegen gilt die Lesesucht als eine begrüßenswerte Rauscherfahrung, weil die "Droge Buch" nur zu geringen Nebenwirkungen führt, etwa Schlafentzug. Wie glücklich müssen also jene sein, bei denen Droge und Profession in eins fallen, etwa Verleger, Lektoren, Buchhändler, Schriftsteller, Kritiker oder Literaturagenten? Also berufliche Bookaholics. Wie wählen sie ihren Stoff? Wie sortieren sie ihre Bücherstapel, legen sie Leselisten an, wie viele Bücher schaffen sie parallel? Wann, wo und wie kultivieren sie ihre Leidenschaft?

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Dirigent: Gábor Káli; Carolin Widmann, Violine. Alexander Zemlinsky: Drei Ballettstücke * Friedrich Cerha: Konzert für Violine und Orchester (2004) * "Klassische Verführung" mit Teresa Vogl und Christoph Becher über Richard Strauss' "Tod und Verklärung" (aufgenommen am 8. Juni im ORF RadioKulturhaus Wien) * R. Strauss: Tod und Verklärung. Tondichtung für großes Orchester op. 24 (aufgenommen am 10. Juni im Großen Musikvereinssaal in Wien in 5.1 Surround Sound). Präsentation: Marie-Therese Rudolph "Zemlinsky kann warten", schrieb Arnold Schönberg 1921 zu dessen 50. Geburtstag. Die Qualität seiner Musik werde sich am Ende durchsetzen. Doch der Optimismus des Freundes blieb Wunschdenken. Erst drei Jahrzehnte nach seinem Tod 1942 im amerikanischen Exil stieß Alexander Zemlinsky auf Gehör. Heute, zum 150. Geburtstag, ist sein umfangreiches Oeuvre gut auf CD dokumentiert. Die "Drei Ballettstücke" entstammen einem wenig bühnentauglichen Projekt von Hugo von Hoffmannsthal, 1901 auf dem Höhepunkt des Jugendstils verfasst. Mahler weigerte sich, das symbolistische Ballett in der Wiener Hofoper aus der Taufe zu heben. Als Zemlinsky 1903 aber die "Ballettstücke" - Auszüge aus dem II. und III. Akt - im Musikverein Wien uraufführte, berührte ihn die Schönheit und tänzerische Eleganz der Musik. Gábor Káli leitete das RSO Wien als Gewinner des Young Conductor Awards 2019 bei den Salzburger Festspielen. Orchester und Dirigent entwickelten eine spontane Zuneigung füreinander. Nun debütiert der ungarische Dirigent im Musikverein Wien - auf dem Programm stehen neben Zemlinsky die Tondichtung "Tod und Verklärung" von Richard Strauss, der Hoffmannsthals Ballettentwurf einst aus Zeitgründen abgelehnt hatte. Ein Wiederhören gibt es zudem mit der deutschen Geigerin Carolin Widmann und mit dem pointierten und verschmitzten Violinkonzert von Friedrich Cerha, das 2006 durch das RSO Wien uraufgeführt worden ist. "Wiederholung erbeten", forderte damals die "Presse". (Christoph Becher, Intendant des RSO Wien)

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Risikofaktor Alter. Wenn Hilfe zur Selbsthilfe nicht mehr reicht (2). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Hautnah. Warum Berührungen so wichtig sind (2). Gestaltung: Madeleine Amberger Lexikon der österreichischen Popmusik. Fuckhead, Texta und Skero, Cari Cari, Avec (2). Gestaltung: Al Bird Sputnik, Thomas Mießgang, Walter Gröbchen, Stefan Niederwieser

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Die ersten Baltic Music Days. Zeitgenössische Musik aus Estland, Lettland und Litauen Die Komponist/innenverbände von Estland, Lettland und Litauen haben ihre Kräfte gebündelt und erstmals gemeinsam die Baltic Music Days veranstaltet. Die erste Festivalausgabe fand vom 22. April bis 2. Mai 2021 in Tallinn und Tartu statt. Sie soll nicht die letzte gewesen sein: Die Baltic Music Days werden 2022 in Kaunas, 2023 in Riga und 2024 wieder in Tallinn zu Gast sein. Das heurige Motto lautete "DNA" - mit dem Programm war man bestrebt, einen Dialog zwischen Kultur, Musik und Wissenschaft anzuregen. "Zeit-Ton" bringt Ausschnitte aus einem vielfältigen Konzertreigen im Geiste des gemeinsamen Feierns kultureller Besonderheiten. Gestatlung: Peter Kislinger

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten