Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Guten Morgen Österreich

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Aus Asche erstanden" - Gedanken in der Karwoche von Toni Faber, Dompfarrer, Dechant und Domkapitular zu St. Stephan Der Brand der Pariser Kathedrale Notre Dame im April 2019 hat erlebbar gemacht, wie es den Österreicher/innen beim Brand des Stephansdoms am 12. April 1945 ergangen sein muss. Die Zerstörung war gewaltig - was daraus geworden ist, auch: Trotz der eigenen Not zu Kriegsende, folgte die Bevölkerung ganz Österreichs dem Aufruf von Kardinal Theodor Innitzer, am Wiederaufbau des Stephansdoms mitzuhelfen. Was an finanziellen Mitteln und an Arbeitskraft gespendet wurde, hat das Wiener Gotteshaus zum Stephansdom aller Österreicher/innen gemacht. Dem Großbrand am 12. April 1945 fielen auch die Riesenorgel und die Pummerin zum Opfer. Schon 1952 konnte die neugegossene große Glocke, "die Pummerin" geweiht werden. Mit der Riesenorgel hat es länger gedauert: Am heurigen Ostersonntag, dem 12. April 2020 - also exakt 75 Jahre nach dem Brand - wird die erneuerte Riesenorgel beim feierlichen Hochamt geweiht. Aus der zerstörenden Katastrophe wurden gemeinsame Neuaufbrüche und Erfolge. Die Ölbergstunde und der Kreuzweg werden zu Erlebnissen der Auferstehung und des Sieges über den Tod. Auch heute. Gestaltung: Alexandra Mantler

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Hans Georg Nicklaus. Pauken und Trompeten von Purcell, dazu Chopin und Haydn sowie als Gewürz eine Prise Milhaud. Manche Musikkritik ist böse, weil sie die Musik wichtig nimmt, große Hoffnung auf sie setzt. Schumann schreibt über Carl Czerny: "Es gehört zu den Redensarten und Witzen geübter Rezensenten, in dieser oder jener neuen Fantasie selbige am meisten zu vermissen. Und diesmal hätten sie einigermaßen recht; denn einen größeren Bankrott an Phantasie, als Herr Czerny in seinem neusten Großwerke entwickelt, kann es schwerlich geben."

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Die Zoologin Silke Schweiger über die Amphibien und Reptilien Borneos. Teil 2: Schwimmhäute als Segel Gestaltung: Maria Harmer Redaktion: Renate Pliem Frösche, die ihre Schwimmhäute als Flughilfen verwenden, um im Regenwald von Baum zu Baum zu gelangen; Schlangen, die ihre Rippen spreizen, den Schwanz als Steuerruder verwenden und bis zu zwanzig Meter weit durch die Luft gleiten und Flugdrachen, die für die Eiablage aus dem Blätterdach auf den Boden segeln. Im südostasiatischen Raum, insbesondere auf der Insel Borneo, haben Arten, die anderswo nur am Boden leben, Methoden entwickelt, wie sie sich gleitend oder segelnd im Regenwald durch die Luft bewegen können. Die Zoologin Silke Schweiger benützt in diesem Fall bewusst nicht das Wort "fliegen", da diese Tiere keine Flügel im eigentlichen Sinn ausgebildet haben. Die Kuratorin der Herpetologischen Sammlung am Naturhistorischen Museum Wien hat zahlreiche Forschungsreisen in den Regenwald auf Borneo unternommen und erzählt über die Besonderheiten einiger Amphibien und Reptilien der Insel.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Wer ist Opfer?

Macht und Ohnmacht eines Rollenbildes (2). Gestaltung: Johannes Gelich In Zeiten von Populismus, Klimakrise, Geschlechter- und Generationenkampf geistert ein Begriff durch die einschlägigen gesellschaftspolitischen Debatten: das Opfer. In den letzten Jahren ist, so scheint es, ein regelrechter Opfermarkt entstanden: das Volk ist Opfer einer von außen gesteuerten Migrationspolitik, sagen rechte Populisten. Der Arbeitnehmer von heute ist Opfer der Profit-Interessen von Kapital, Konzernen und politischen Eliten auf dem Schlachtfeld des Neoliberalismus, sagen linke Populisten. Frauen sind Opfer von sexistischen Übergriffen in Beruf und Medien, sagen Frauenrechtlerinnen. Männer sind Opfer von blindwütigen Feministinnen, sagen Männerverbände. Dritte-Welt-Länder sind Opfer neokolonialistischer Politik des reichen Westens, sagen Globalisierungskritiker. Wachstumsideologie, Umweltzerstörung und die Ausbeutung von Ressourcen geschehen auf dem Rücken der Kinder, sagen Ökologen. Eltern werden von ihren Kindern in Altersheime abgeschoben und vernachlässigt, sagen Pensionisten-Verbände. Das Opfer, so viel steht fest, ist der wahre Held unserer Zeit. Opfer zu sein, verspricht höchste Anerkennung, erzeugt machtvolle Ansprüche und ist über jede Kritik erhaben. Doch warum und seit wann hat der Opfer-Status einen derartigen Stellenwert in der westlichen Kultur und ihren gesellschaftlichen Debatten gewonnen? Die Darbringung von Opfern gegenüber Göttern ist ein wesentlicher Bestandteil der meisten Religionen der Welt. Doch im Christentum hat sich Gott durch seine Menschwerdung bis zu seinem Tod am Kreuz selbst geopfert. Hier zeigt sich religionsgeschichtlich insofern eine Wende, als sich Jesus für die Sünden der Menschen selbst opfert und damit weitere Opfer überflüssig macht. Die Anbetung des Opfers hat im Medienzeitalter jedoch eine neue, quasi-religiöse Dimension erfahren: Das Fernsehen und eine adäquate Medien-Inszenierung leben geradezu von der Dauerpräsenz des Opfers. Von der Allgegenwärtigkeit des Opfers von Verbrechen in Kriminalfilmen bis hin zur Akkumulation von politischem Kapital durch Fernsehbilder wie 9/11: in den Medien ist längst eine Konkurrenz um die Präsenz der Opfer-Identitäten entstanden. Und auch die österreichische Identität war noch lange nach dem 2. Weltkrieg von dem Mythos geprägt, das erste Opfer des Nationalsozialismus gewesen zu sein. Doch was sind die Auswege aus diesem schädlichen, medial transportierten Opfer-Täter-Schema? Gefragt sind die Stärkung demokratischer Kräfte und die Verantwortung jedes Einzelnen, Fakten zu studieren, Lösungsansätze zu diskutieren und sich in demokratische Entscheidungsprozesse einzubringen. Nur so lässt sich dieser Regress ins Primitive unterbinden.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Ernst Jünger - Chronist von Krieg, Drogen und Technisierung

Sein Werk als Spiegel des 20. Jahrhunderts (2). Gestaltung: Richard Brem Die Lebensgeschichte des deutschen Schriftstellers Ernst Jünger liest sich, als wäre sie von einem Romanautor erdacht worden. Einer literarischen Figur ähnlich, tauchte er stets an den Brennpunkten des 20. Jahrhunderts auf: 1914 zog er als Freiwilliger begeistert in den Krieg, kämpfte in den großen Materialschlachten an der Westfront, wurde mehrfach verwundet und kurz vor Kriegsende mit dem höchsten preußischen Tapferkeitsorden, dem "Pour le Mérite", ausgezeichnet. Nachdem er den Krieg als eine Art Rausch durchlebt und in Büchern auch als solchen beschrieben hatte, begann Jünger sich in den 1920er Jahren an Technik und Nation zu berauschen. Er wurde zum Wortführer eines elitären Nationalismus und entwarf 1932 mit "Der Arbeiter" seine eigene Vision einer Techno-Diktatur, die Elemente aus italienischem Faschismus und sowjetischem Bolschewismus miteinander verschmolz. Zum Nationalsozialismus hielt Jünger Abstand und veröffentlichte mit "Auf den Marmorklippen" 1939 einen Roman, der von Heinrich Böll, den Geschwistern Scholl und vielen anderen als Widerstandsparabel verstanden wurde. Auch verbrachte er den Großteil des 2. Weltkriegs im Stab des deutschen Militärbefehlshabers in Paris, wo er in engem Kontakt zu den Verschwörern des 20. Juli stand, aber auch Künstlern wie Picasso, Braque und Cocteau begegnete. In den 1950er Jahren war Jünger einer der ersten, die mit LSD experimentierten - in gemeinsamen Drogen-Séancen mit dem LSD-Entdecker Albert Hofmann. Die nachfolgenden Jahrzehnte verbrachte er mit zahlreichen Reisen rund um den Erdball und als scharfsichtiger Chronist einer sich rasant globalisierenden und technologisierenden Welt. Als Ernst Jünger 1998 im Alter von 102 Jahren starb, hinterließ er ein über 20-bändiges Gesamtwerk aus Essays, Romanen, Kriegsbüchern, Reisenotizen und Tagebüchern, in denen sich das 20. Jahrhundert mit allen seinen Umwälzungen und Verheerungen widerspiegelt. Das "Radiokolleg" zeichnet ein Porträt dieses vielschichtigen, widersprüchlichen und nach wie vor umstrittenen Autors.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Der Countertenor

Die jungen Stars der Alten Musik (2). Gestaltung: Verena Gruber Andreas Scholl, Valer Sabadus, Max Cencic - drei klingende Namen, drei weltberühmte Countertenöre. Sie sind - neben einigen anderen - die Stars der Alten Musik. Egal ob sie halsbrecherische Koloraturen oder intime Arien singen, ihre Stimmen klingen glockenklar und scheint nicht von dieser Welt. Jahrzehntelang begann das Publikum zu kichern, sobald männliche Sänger in der Kopfstimme den Mund aufmachten. Heute lacht niemand mehr. Die Countertenöre haben das Erbe der Kastraten angetreten und haben viele Fans, weit über ein Fachpublikum hinaus. Die Geschichte des Countertenors geht zurück in die Urzeit der Menschheit. Die männliche hohe Stimme erklang wohl zum ersten Mal im Warnschrei des jagenden Steinzeitmenschen. Der Countertenor als Begriff tauchte hingegen das erste Mal in der Mehrstimmigkeit der europäischen Kirchenmusik auf, dort bezeichnete man den contertenor als die Gegenstimme zum Tenor. Da Frauen in Kirchenchören nicht singen durften, wurden für die Sopran -und Altlagen Falsettisten eingesetzt, also Männer, die in der Kopfstimme singen, heute nennt man sie Countertenöre. So entstand eine Gesangstradition, die vor allem in England in den traditionsreichen Kathedralschören zu einer Blüte gelangte. Auf dem Kontinent sangen im ausgehenden 16. Jahrhundert die Kastraten in der Sixtinischen Kapelle die ersten Solopartien. Viele Komponisten des Barock schrieben für die hohe männliche Stimme Opernrollen. Im 19. Jahrhundert, als der Tenor seinen Siegeszug in der romantischen Musik antrat, kam die Tradition der Countertenöre und Kastraten aus der Mode. Im 20. Jahrhundert trat Alfred Deller aus dem Schatten der englischen Chortradition und machte den solistischen Männeralt wieder salonfähig. Die Zahl der Countertenöre nahm stetig zu. Heute trifft man Countertenöre in unzähligen Barockopern, aber längst nicht mehr nur an den angestammten Plätzen der Alten Musik. Gerade zeitgenössische Komponisten haben entdeckt, dass sich mit dem Countertenor ein neues Stimmfach für die Bühne erschließen lässt. In der Radiokollegreihe "Der Countertenor" hat Verena Gruber einige der berühmten Falsettisten getroffen. Sie sprechen über die Faszination der hohen Stimme, über die schönsten Countertenor-Partien, über Akzeptanz und Ablehnung dieser Stimmlage, über neue Männerbilder und Klischees. Die vierteilige Reihe beinhaltet einen musikhistorischen Abriss, ein Porträt über den deutschen Countertenor Andreas Scholl, eine Reportage mit Jugendlichen an einem Tiroler Gymnasium, die sich auf die historischen Spuren der Kastraten und Falsettisten begeben. Im vierten Teil erzählen Nachwuchssänger und ihre Lehrer am Antonio Salieri Gesangsinstitut in Wien, wie sie sich dem Countertenor als Stimmfach nähern und sich auf die großen Rollen des Barockrepertoires vorbereiten. Exkurse über den Einsatz der Kopfstimme in der Popmusik und der zeitgenössischen Musik runden die Musikviertelstunde ab.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Michael Blees. "Schwanensang, Schwanenklang" - "Undine" von Albert Lortzing. Mit Anneliese Rothenberger, Nicolai Gedda, Lisa Otto, Fritz Wunderlich, Gottlob Frick, Rudolf Schock u.a. Als der Meister der deutschen Spieloper ist er in die Musikgeschichte eingegangen - der in Berlin geborene und verstorbene, kurzzeitig auch in Wien tätige Albert Lortzing. Aber er verstand es nicht nur, in der Regel als Komponist und Librettist in Personalunion, volkstümlich leichte Buffo-Opern zu schreiben, sondern auch romantisch ernste Werke. Bekanntestes Beispiel dafür ist seine romantische Zauberoper "Undine" nach einer Erzählung von Friedrich de la Motte Fouqué. Vor 175 Jahren ist dieses einst vielgespielte Werk um die Geschichte einer Wassernixe, die sich danach sehnt, ein beseeltes Wesen zu werden, in Magdeburg zur Uraufführung gekommen.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Der wunde Punkt". Von Saki. Aus dem Englischen von Claus Sprick. "Die Suppe". Von Slawomir Mrozek. Aus dem Polnischen von Christa Vogel. Es liest Toni Slama. Eine klare Suppe ist im Leben wichtiger als klare Verhältnisse! Sir Lulworth möchte beim Essen weder über Adelaides Beerdigung noch über Geschäftliches sprechen, doch sein Neffe lässt nicht locker. Beim Kaffee schließlich berichtet der Neffe, was er als Großtante Adelaides Testamentsvollstrecker über einen nie ganz aufgeklärten tragischen Unfall herausgefunden hat. Ein Brief könnte ein Motiv für ein Verbrechen liefern ... Auch die zweite Geschichte, die sich in einem Restaurant ereignet, lässt ein Rätsel zurück. Völlig ungewiss, ob es die Kriminologie je lösen wird. Der englische Schriftsteller und Satiriker Hector Hugh Munro, 1870 in Burma geboren, wuchs in England auf. Der "Meister der Kurzgeschichte", der mit O. Henry und Dorothy Parker verglichen wird, schrieb unter dem Pseudonym Saki. In seinen scharfsinnigen Geschichten karikierte er die "bessere" Gesellschaft Englands vor dem Ersten Weltkrieg. Der Autor unserer zweiten Geschichte, der polnische Dramatiker Slawomir Mrozek, ist bekannt für seine abwechslungsreichen und humorvollen Satiren, stets brillant formuliert. Gestaltung: Stefanie Zussner Präsentation: Antonia Löffler

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Franz Schuh: Fortuna Gestaltung: Jörg Duit Wird der Mensch erwachsen, was man daran sieht, dass er Steuern zahlt und dass seine Lebenszeit verrinnt, kann er im Rückblick erkennnen, ob er Glück hatte. In der Vorausschau kann er sich ausrechnen, wieviel Glück er noch unbedingt haben muss, um gut durchzukommen... Franz Schuh liest aus eigenen Texten und stellt humorvolle, hintergründige und philosophische Überlegungen zum Thema Glück an. Von der Ablehnung des Wortes bis zu seiner spekulativen Ausbeutung und zur endgültigen Banalisierung reicht die Bandbreite dieser Betrachtungen zur Philosophie des Glücks.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Marie-Theres Himmler. Das römische Ensemble Giardino di Delizie fördert barocke Juwelen aus Polen zutage. Mit musikwissenschaftlichem Entdeckergeist gehen die sechs Musikerinnen von Giardino di Delizie ans Werk. In den Minen der Musikhistorie schürfen sie nach römischem und polnischem Barock und beleuchten die entstehungsgeschichtlichen Verbindungen dieser Materialien. Sind die Materialien erst einmal zutage gefördert, so werden sie unter der musikalischen Leitung von Ewa Anna Augustynowicz eifrig geschliffen. Für die neue CD, die sich ganz auf die polnischen Juwelen fokussiert, hat das 2014 gegründete Barockensembles auch einige Gäste geladen.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Mit Gerhard Krammer Liszt und Chopin - die Klaviersuperstars der Romantik. 1831 trafen Franz Liszt und Frédéric Chopin erstmals aufeinander. Ihre Popularität war damals in rasantem Steigen begriffen, und so verschieden die beiden Charaktere auch gewesen sein mögen, so verband sie doch die grenzenlose Leidenschaft für den jeweiligen eigenständigen künstlerischen Weg. Beide sollten Leuchttürme des romantischen Künstlerbegriffes werden. Das Liszt Trio Wien (Karin Adam, Violine; Othmar Müller, Violoncello; Barbara Moser, Klavier) hat bei seinem Konzert am 18. März 2018 im Lisztzentrum Raiding, am Geburtsort des Komponisten, die Freundschaft der beiden Virtuosen in den Mittelpunkt des Programms gestellt. Ergänzt wird das Konzert mit Liszt-Aufnahmen aus dem Ö1-Archiv vom Lisztfestival Raiding. (Erstausstrahlung: 17.04.2018)

15.30 Uhr
Moment

Wie Mediziner/innen und Pflegepersonal emotional mit dem Coronavirus umgehen "Weil sonst das Gesundheitssystem zusammenbrechen könnte", lautet nun seit Wochen die Rechtfertigung für die von der Politik umgesetzten Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Im Spital ist "Homeoffice" keine Alternative zum direkten Umgang mit Menschen. Was bedeutet es, täglich der Gefahr ausgesetzt zu sein, sich oder jemand anderen zu infizieren? Wie wirkt sich das Virus auf das Stimmungsbild aus? Wie wäre eine mögliche Triage - also die Entscheidung, wer überhaupt noch behandelt wird - zu bewältigen? Fünf Personen geben Einblick in den Arbeitsalltag von Pflegeheimen und Krankenhäusern in Zeiten der Corona-Krise und erzählen von ihrer Gefühlslage. Gestaltung: Noel Kriznik

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Vom Lernen zuhause Livia ist wie die meisten Menschen seit mehr als zwei Wochen zu Hause. Auch ihre Schule aus Tirol hat wegen des Corona-Virus geschlossen. Aber als Rudi jetzt "Ferien!" denkt, liegt er falsch: Livia erklärt, dass sie jetzt trotzdem lernt; halt von zu Hause aus. Ihre Lehrer und Lehrerinnen schicken ihr Aufgaben und wenn sie nicht weiterweiß, hilft ihr ihr Papa. Normalerweise geht Livia auch einmal in der Woche in den Musikunterricht und lernt Tuba. Jetzt macht ihr Musiklehrer den Unterricht über das Handy, mit einem Video. Darauf ist Livia schon gespannt, auch wenn sie telefonieren eigentlich gar nicht so mag. Aber sie ist froh, wenn alles wieder normal ist. Livia: "Ich finde es ein bisserl fein, weil ich ausschlafen kann. Aber ich tät' lieber auch ein bisschen in die Schule gehen, damit ich meine Freunde sehe." Gestaltung: Lara Weber

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

Die Welt, die ich mir als Kind versprochen habe Begegnungen mit Norbert Gstrein Feature von Thomas David (Produktion WDR) Wenn Norbert Gstrein Romane schreibt, ist das auch der Versuch, den Zuschreibungen seiner Tiroler Herkunft zu entkommen. Der Journalist Thomas David hat den Schriftsteller deshalb in sein Heimatdorf begleitet. Geboren wurde Gstrein 1961 im österreichischen Tirol als Sohn eines Hoteliers. Aber schon in seinen beiden wichtigen Romanen "Die englischen Jahre" (1999) und "Das Handwerk des Tötens" (2003) hat sich der Schriftsteller erzählerisch weit von seiner Heimat entfernt. So spielt das erste großartig konstruierte Buch größtenteils 1940 in einem englischen Gefangenenlager, das zweite erzählt von einem Kriegsberichterstatter, der im Kosovo umgekommen ist. 2016 hat der Journalist und Literaturkritiker Thomas David den Schriftsteller in dessen Kindheitsort begleitet. Der wird auch in Gstreins gerade erschienenem Roman "Als ich jung war" zum Ausgangspunkt einer besonderen Form der "Entheimatung". Darin führt sie den Erzähler bis nach Amerika.

16.45 Uhr
Heimspiel

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal Spezial

Österreichische Literatur im 21. Jahrhundert - Eine Anthologie 2019 veröffentlichte Sophie Reyer fünf Bücher. Sie unterrichtet, schreibt Prosa, Lyrik, Theaterstücke und wissenschaftliche Texte. Auch als Komponistin und visuelle Künstlerin ist sie zugange. Die Literaturkritik sieht die 1984 geborene Wienerin in der ersten Reihe der zeitgenössischen Autorinnen und Autoren. In einem Porträt spricht sie über Heldinnen und Außenseiter, Dichtung - und "Biomacht", einen Begriff, der auf Michel Foucault zurückgeht und in Reyers Texten immer wieder reflektiert wird.

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Zur 100. Wiederkehr des Geburtstages von Ravi Shankar Ohne ihn gäbe es das Lied "Norwegian Wood" nicht. Er hat mit George Harrison, André Previn, Zubin Mehta, Yehudi Menuhin und Philipp Glass musiziert. Vor allem aber war er der wohl einflussreichste Vertreter der klassischen nordindischen Sitar-Spieles. Robindra Shankar Chordhury Shankar wurde am 7. April 1920 in Varanasi am Ganges geboren, als jüngster von sieben Söhnen. Den Namen Ravi - er bedeutet Sonne - erhielt er später. Noch im Kindesalter unternahm er ausgedehnte Tourneen als Tänzer in der Gruppe seines Bruders, von Paris aus, wo er mit seiner Mutter lebte. Acht Jahre lang sollte er dann bei seinem Entdecker, dem renommierten Lehrer Allauddin Khan, Sitar, außerdem Gesang, sowie Tabla lernen, und zwar buchstäblich Tag und Nacht. Ravi Shankar lebte während des gesamten Studiums bei seinem Lehrer am Hof des Maharadschas von Maihar. Von 1949 bis 1956 war er musikalischer Leiter im All-Indian Radio, arbeitete als Komponist und Dirigent eines eigens gegründeten kleinen Rundfunkorchesters.1957 begann er den Weg zum bekanntesten indischen Musiker des 20. Jahrhunderts. In den "Spielräumen" hören wir Aufnahmen von der Schellack-Ära bis ins Jahr 2011, als Shankar, knapp 91 Jahre alt, nach wie vor das tat, was er ein Leben lang getan hatte: Sitar spielen.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Spionage-Geschichten. Mit Christian Rapp, wissenschaftlicher Leiter des Hauses der Geschichte im Museum Niederösterreich. Gestaltung: Hanna Ronzheimer Die Geschichte der Spionage ist eine einfallsreiche. Bereits aus der Antike kennt man Spionagetechniken, doch Geheimdienste gibt es, in Europa zumindest, erst seit der Römerzeit. Ein berühmtes Beispiel aus Österreich wäre der Nachrichtendienst von Staatskanzler Metternich, der ein System aus Polizei, Spitzeln und Zensur einsetze, um die Revolution zu verhindern. Im Jahrhundert darauf entwickelte die Wehrmacht eine mobile Chiffriermaschine namens Enigma, die als unknackbar galt. Während des Zweiten Weltkriegs gelang es den Engländern dennoch, das System zu knacken - manche mutmaßen, dieser Erfolg habe den Krieg um zwei Jahre verkürzt. Noch während des Zweiten Weltkriegs erfanden die Briten eine neue Art von Spionage - sie schickten morsetechnisch ausgebildete Fallschirmspione, die sich auf dem Feindesgebiet abwerfen ließen und Informationen per Funkgeräte ans Heimatland weitergaben. Das wahre Zeitalter der Spionage begann aber nach dem Zweiten Weltkrieg. Im Ost-Westkonflikt wurden Menschen mit und ohne ihr Wissen für Spionagetätigkeiten eingesetzt, von der ideologisch überzeugten Spionage-Tänzerin bis zum Regierungsbeamten, der mit perfiden Methoden in die Agentenrolle gedrängt wurde.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Wie viel wir verbrauchen dürften, um klimagerecht zu leben Von Juliane Nagiller "Climate Justice! Now!" Diese Parole rufen tausende Schülerinnen und Schüler bei ihren Protesten. Sie fordern radikale und schnelle Maßnahmen gegen die Klimakrise. Sie wirft nicht nur drängende ökologische Fragen auf, sondern auch Fragen nach einem moralisch verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Dabei geht es um Gerechtigkeit zwischen den Generationen, also um die zukünftige Absicherung der natürlichen Lebensgrundlage, und um Verteilungsfragen zwischen armen und reichen Ländern. Um die Klimaziele des Pariser Abkommens zu erreichen, bräuchte es einen klimaverträglichen Konsum und Lebensstil, vor allem im Westen. Für einen Bürger hierzulande würde das beispielsweise bedeuten: Pro Jahr höchstens eineinhalb Tonnen Kohlendioxid zu verbrauchen. Tatsächlich sind es derzeit 10 Mal so viel.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Royal Concertgebouw Orchestra, Dirigent: Herbert Blomstedt; Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 3 a-Moll op. 56, "Schottische" * Wilhelm Stenhammar: Intermezzo aus der symphonischen Kantate "Sangen" op. 44 * Johannes Brahms: Symphonie Nr. 1 c-Moll op. 68 (aufgneommen am 11. Jänner 2019 im Palais des Beaux-Arts in Brüssel). Präsentation: Andreas Maurer

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. rétrospective: Heiller, Sauseng, Maierl Gestaltung: Stephan Pokorny Die Wiener Chorvereinigungen coro siamo und Chorus viennensis nahmen den 60. Geburtstag des Komponisten Wolfgang Sauseng zum Anlass, den Musikstücken Sausengs Kompositionen seines Lehrers Anton Heiller - einer der bedeutendsten österreichischen Kirchenmusiker der Nachkriegszeit - und seines Schülers Florian Maierl gegenüberzustellen. Entstanden ist ein Porträt mehrerer Generationen österreichischer Chormusikschaffender, an dem Progression und Kontinuität im Bereich der Vokalkomposition gleichermaßen abzulesen sind. Mit dem Coro siamo, dem Chorus Viennensis und Cornelius Obonya.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Wer ist Opfer? Macht und Ohnmacht eines Rollenbildes (2). Gestaltung: Johannes Gelich Ernst Jünger - Chronist von Krieg, Drogen und Technisierung. Sein Werk als Spiegel des 20. Jahrhunderts (2). Gestaltung: Richard Brem Der Countertenor. Die jungen Stars der Alten Musik (2). Gestaltung: Verena Gruber

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Von Adams bis Zipp. Komponieren mit Beethoven (1) Das Beethoven-Haus Bonn hat sich die Aufgabe gestellt, Kompositionen aus der Zeit von Beethovens 100. Geburtstag 1870 bis heute zusammenzutragen, für welche Beethoven eine maßgebliche Rolle spielt. Entstehen soll eine Materialsammlung, die Anregungen zur Programmkonzeption liefert und als Grundlage für eine ab 2020 geplante wissenschaftliche Auswertung dient. Eine online gestellte Liste wird im Beethoven-Haus weiter bearbeitet, soll jedoch bereits jetzt als "Work in Progress" dazu anregen, ergänzende Informationen bzw. weitere Kompositionen zu melden. Schon mit den bisher gesammelten Kompositionen der vergangenen 50 Jahre, die sich mit Beethoven auseinandersetzen, könnten 2020 alle "Zeit-Ton"-Sendungen programmiert werden. Gestaltung: Peter Kislinger

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation und Musikauswahl: Stefanie Maderthaner dazw. 03:00 Uhr Nachrichten