Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Vom Festival "Les Chorégies d'Oranges" - Camille Saint-Saens: "Samson et Dalila"

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Das Buch der Bücher". Der St. Pöltner Weihbischof spricht über spirituelle Zugänge zur Bibel Die Bibel ist nach wie vor das am meisten verkaufte Buch der Welt. Als "Buch der Bücher" wird sie gerne bezeichnet, ist sie doch regelrecht eine Bibliothek von Büchern, verfasst von sehr vielen Autoren, entstanden im Laufe eines langen Zeitraums: durch Überlieferungsprozesse und Zusammenstellung von Schriften. Die Sammlung der Heiligen Schriften zu der uns heute bekannten Bibel wurde im 3. Jahrhundert nach Christus abgeschlossen. Anlässlich der "Österreichischen Bibel-Fest-Woche", die von der katholischen Kirche von 24. September bis 3. Oktober 2021 begangen wird, spricht der St. Pöltner Weihbischof Anton Leichtfried in seinen "Gedanken für den Tag" über spirituelle Zugänge zur Bibel. Angefangen mit der Bibelmeditation der Mönche im Mittelalter über das Hören der biblischen Lesungen im christlichen Gottesdienst bis zur eigenen spirituellen Bibel-Lektüre spannt er den Bogen seiner Gedanken, um schließlich zu dem Schluss zu kommen: Die Bibel teilen heißt das Leben teilen.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Albert Hosp. Polyphone Musik hat etwas von einem Vogelschwarm. Zeitweise scheinbar chaotisch aufflatternd, dann wieder urplötzlich in eine gemeinsame Richtung schwenkend, finden sich die Tiere doch in ein inneres Spiel eingebettet, das an logischer Schönheit seinesgleichen nicht kennt. Die verspielte Lebensfreude einer Invention, egal ob zwei-, drei- oder noch-mehr-stimmig, kann dies vermitteln, ebenso aber ein Jodler, dessen Stimmen homophon aneinander geschmiegt liegen. "Ich weiß es, aber ich weiß nicht, warum" (Bert Breit)

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Die Tierpflegerin Sonja Sladky vom Tiergarten Schönbrunn spricht über die Flusspferde. Teil 2: Schwieriger Transport Gestaltung: Lothar Bodingbauer Flusspferde wurden von ihren europäischen Entdeckern als "Nilpferde" bezeichnet, weil sie am Nil zuerst gesehen wurden. Ausgewachsen erreichen die Tiere eine Länge von 6 Metern und ein Gewicht um die 3 Tonnen. Sie sind reine Pflanzenfresser und gehen vor allem in der Nacht an Land, um mit ihren Lippen Gras abzureißen - bis 50 kg pro Tag. Eigentlich können Flusspferde nicht schwimmen und stoßen sich eher am Gewässergrund ab. Sie "laufen" unter Wasser. Nasen und Ohren sind zum Tauchen verschließbar, sie liegen mit den Augen auf einer Linie. So sind die Tiere kaum sichtbar, wenn sie im Wasser auftauchen. Die Eckzähne können einen halben Meter lang werden und im Kampf mit Konkurrenten die Gegner stark verletzen. Das Maul weit aufzureißen ist dabei nicht für die Nahrungsaufnahme wichtig, sondern eine Geste der Dominanz. Flusspferde sind näher mit Walen verwandt als mit anderen Säugetieren. Es gibt zwei Arten: Großflusspferde, sie leben im südlichen Teil von Afrika in ausgeschwemmten Flussbecken, und Zwergflusspferde, die nur 350 kg auf die Waage bringen und eher in den Urwaldgebieten von Afrika zuhause sind. Im Tiergarten Schönbrunn leben derzeit zwei Flusspferde: Mutter und Sohn.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Wir sind Familie!

Mehr als Vater, Mutter, Kind (2). Gestaltung: Margit Atzler Wer oder was ist Familie? Ganz klassisch: Mutter, Vater, Kind? Welche Personen umfasst der Begriff? Das Wort "Familie" stammt vom lateinischen famulus, Haussklave. Welche Personen umfasst der Familienbegriff? Vielleicht gehören außer Großeltern, Onkeln und Tanten auch noch Hund und Katze dazu. Die Statistik Austria versteht unter Familie Personen, die im selben Haushalt zusammenleben bzw. gemeldet sind. Genaue Angaben zu machen, ist also schwierig. Die Akzeptanz anderer Familienmodelle als das der Kernfamilie wächst. Patchwork ist längst Teil der Normalität, wobei Trennung für viele Eltern noch immer mit einem Gefühl des Scheiterns als Familie zusammenhängt. Rechtlich gesehen sprechen wir von Familie, wenn es sich um ein Paar mit mindestens einem Kind handelt. Sind Alleinerziehende mit Kind also keine Familie? Und was, wenn das Elternpaar aus zwei Frauen oder aus zwei Männern besteht - eine sogenannte Regenbogenfamilie also. Egal um welche Familienform es sich handelt: die Begriffe, die mit Familie in Verbindung gebracht werden, sind in der Regel die Gleichen: Sicherheit, Rückhalt und Ruhe - Dinge, die Familie im besten Fall bieten kann. Doch der Begriff "Familie" kann auch Augenrollen hervorrufen. Familie sieht sich schließlich auch mit Herausforderungen konfrontiert. Ein Zuviel an Nähe, Konflikte durch unterschiedliche Meinungen oder Herangehensweisen an die alltäglichen Herausforderungen, bis hin zu Zerwürfnissen und Kontaktabbruch. Der Anspruch an das, was Familie zu leisten hat, ist enorm - emotional wie organisatorisch. Vor allem medial wird uns das harmonische Familienidyll als erreichbares Idealbild suggeriert, und zwar nicht erst seit Instagram Co., wo glückliche Gesichter Gefühle der Unzulänglichkeit bei den BetrachterInnen auslösen können. Familie als gesellschaftliche Norm, als funktionierende Basis, als sicherer Hafen und Rückzugsort, wo wir sein dürfen, wie wir sind und wo Kinder optimal auf die Welt da draußen vorbereitet werden? Die Realität sieht meist anders aus, schließlich entladen sich im familiären Umfeld auch die Spannungen, die sich jahrelang, ja manchmal über Generationen hinweg aufgebaut haben. Hinzu kommen teilweise diametral gegensätzliche Bedürfnisse der einzelnen Familienmitglieder je nach Alter und weiterer Umstände. Für das Radiokolleg besuchte Margit Atzler die unterschiedlichsten Familien und Wahlfamilien in ihrem Zuhause. Von "klassisch" über Patchwork und Regenbogen bis hin zu Familien in gemeinschaftlich organisierten Wohnprojekten. Ein analytischer Blick mit einem Quäntchen an kritischer Selbstreflexion der Gestalterin in Bezug auf ihr persönliches Familienverständnis, der die Hörerinnen und Hörer dazu einladen möchte, eine neue Sicht auf die eigene Familie zu entwickeln.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Durchfallen, Schwänzen, Abbrechen

Warum Menschen der Schule den Rücken zukehren (2). Gestaltung: Katharina Godler "Wie kann denn ein Mensch gerne in die Schule gehen? Das verstehe ich überhaupt nicht.", fragt der 1953 geborene Schriftsteller Josef Winkler. Im Alter von siebzehn Jahren entschied er, die Schule abzubrechen und künftig sein Leben dem Schreiben zu widmen. Auch der LKW-Fahrer Lukas Höpler, die Heilmasseurin Roswitha Bors und die Umweltpädagogin Sophie Hiller entschieden vor vielen Jahren, nicht mehr in die Schule zu gehen. Das Radiokolleg beschäftigt sich in dieser Woche mit Themen rund um Schulmisserfolg, Schulabsentismus und Schulabbruch. Psychische Probleme, Lernschwierigkeiten, Mobbing oder die nicht passende Schulform - Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher nennen die unterschiedlichsten Beweggründe, warum sie einst der Schule den Rücken zukehrten. Bei vielen zeichnete sich der Weg bereits in der frühen Kindheit und in den ersten Schuljahren ab. Überforderung, aber auch Unterforderung führten zu Desinteresse, Entfremdung und zum Leistungstief. Die einen gingen während dem Unterricht ins Kaffeehaus oder ins Kino. Die anderen versteckten sich zu Hause. Welche Formen des Schwänzens und Verweigerns gibt es eigentlich? Expertinnen und Experten aus den Bereichen Schulpsychologie und Familientherapie sowie Lehrende und Erzieherinnen analysieren, wie es Schritt für Schritt zu einem Schulabbruch kommt. Sie geben Ratschläge an Eltern, Angehörige und Betroffene, wie mit schlechten Noten, Nachprüfungen, der Scham des Wiederholens und mit der Verweigerung des Schulbesuchs umgegangen werden kann. Und wie erfolgreich werden die Schülerinnen und Schüler in den Jahren der Pandemie sein? Wie viele werden dem Leistungsdruck standhalten? Werden alle zum Abschluss kommen? Auch diese Fragen werden im Radiokolleg behandelt. Zuletzt erzählen die Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher, was aus ihnen geworden ist, welche Perspektiven sie nach dem Schulabbruch hatten und wie sie heute auf das Ereignis zurückblicken.

09.45 Uhr
Radiokolleg - The Big Mix

Multikulturelle Rhythmusinstrumente und -traditionen (2). Gestaltung: Sabine Nikolay Durch die Kolonialisierung kam es zu einem regen Austausch musikalischer Traditionen. Am bekanntesten ist die Rolle der afrikanischen Sklavinnen und Sklaven auf dem amerikanischen Kontinent bei der Entstehung von Gospel-Musik und Jazz, in dem afrikanische Rhythmen eine neue Verwendung fanden. Aber auch heute als afrokaribisch bekannte Musikstile und Rhythmen entstanden in dieser Zeit und prägen die Musikkultur Lateinamerikas bis heute. Doch es gibt auch weniger bekannte Handlungsorte: So wird bis heute in der indischen Musik die Shruti-Box eingesetzt, und ebenso das Monochord, beide entstanden inspiriert vom Harmonium das die Engländer in der Kolonialzeit nach Indien mitbrachten. Die Castagnetten im Flamenco sind wiederum in Westafrika beheimatet. Auch heute kommt es zu interessanten Cross Overs. So hat Peter Gabriel auf seinem Real World Label versucht, Weltmusik ein wenig authentischer in den Westen zu bringen, als das im Sinne des Publikumsgeschmacks und Business üblich war. Interessant ist auch, wie zB afrikanische Musiker*innen in Europa und den USA auftreten - in traditioneller afrikanischer Kleidung, während sie auf dem Heimatkontinent in kleinen Clubs in Jeans und T-Shirt oft elektronisch verstärkt spielen. Legendär auch die Afrika-Exkursionen von Blur-Gründer und -Sänger Damon Albarn, der in seinen Musikprojekten zahlreiche Mischungen verschiedener Musiktraditionen, auch ganz speziell aus Mali, forcierte.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Robert Fontane Erinnerungen an Ursula Schröder-Feinen, Werner Hollweg, Ruth Hesse und Jeanette Scovotti. Ausschnitte aus Opern von Wolfgang Amadeus Mozart, Giacomo Meyerbeer, Richard Strauss, Richard Wagner u.a. Von perlender Koloratur-Leichtigkeit über gepflegten Mozart-Gesang bis hin zu Stimmen hochdramatischen Kalibers bietet diese Ausgabe von "Anklang" ein breites Spektrum hoher Gesangskunst. Grund dafür sind vier Persönlichkeiten des Geburtsjahrgangs 1936, deren Kunstfertigkeiten im Fokus dieser Opernsendung stehen: Ursula Schröder-Feinen hat sich vom Opernchor in ihrer Heimat Gelsenkirchen den Weg ins hochdramatische Fach gebahnt und mit Partien wie Elektra und Brünnhilde große Erfolge gefeiert. Ebenfalls im Wagner- und Strauss-Fach war die Altistin Ruth Hesse als charakterstarke Singdarstellerin bekannt und war als solche an vielen denkwürdigen Abenden an der Wiener Staatsoper zu erleben. Der Tenor Werner Hollweg war zunächst Bankangestellter, ehe er zum Gesang wechselte und die Arbeit mit Musiknoten jener mit Banknoten vorzog. Jeanette Scovotti begann ihre Karriere jenseits des Ozeans in ihrer Geburtsstadt New York, hat aber auch in der "alten Welt" als Koloratur-Sopranistin von sich Reden gemacht.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Das Jahresbankett der Totengräber" von Mathias Ènard. Aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller. Es liest Till Firit. Für seine Dissertation über das Leben auf dem Land im 21. Jahrhundert zieht der Pariser Anthropologe David in ein Dorf, um Sitten und Bräuche der Landbevölkerung zu beobachten. Die Stille, die Präsenz von Tieren aller Art, vor allem aber die überraschende Unangepasstheit der "Dörfler" ziehen ihn in ihren Bann, und bald ist er viel involvierter in das Landleben, als er es sich je hätte träumen lassen. Mit dem neuen Roman "Das Jahresbankett der Totengräber" hat Mathias Enard nach seinem mit dem Prix Goncourt ausgezeichneten, Buch "Kompass" ein komödiantisch- kühnes Wimmelbild der französischen Provinz vorgelegt. Gestaltung: Nicole Dietrich

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Rainer Elstner. Randall Goosby bietet mit seinem Debüt-Album einen alternativen Blick auf die Musikgeschichte der USA Der junge Geiger Randall Goosby widmet sich mit seiner Debüt-CD "Roots" Komponist/innen, die ihre Wurzeln in der "Black American culture" haben oder sich von ihren ausgegrenzten Mitbürgern haben inspirieren lassen. Darunter sind George Gershwin, Antonin Dvorak und "Composers of color" wie Florence Price. Eine Pionierin: Sie war die erste afroamerikanische Komponistin, deren Werk von einem großen US-Orchester aufgeführt worden ist - das war 1933. Diese bei Decca herausgekommene Werkzusammenstellung legt auch die Frage nahe, wie sich die US-amerikanische klassische Musik hätte entwickeln könnten, hätte eine größere Zahl an Komponierenden die Anregungen, die in der Musik eines George Gershwin angelegt waren, als eigenständigen Weg weiterverfolgt. So war es an den Jazz- und Pop-Musiker/innen, den afroamerikanischen Musikstrang zu entwickeln. "Viele dieser afroamerikanischen Komponisten - William Grant Still, Florence Price, Coleridge-Taylor Perkinson - mussten in einer Zeit leben, in der Rassismus, Vorurteile und Segregation an der Tagesordnung waren", so Goosby. "Heute genießen Künstler wie ich und andere junge People of Color mehr ein Gefühl von Freiheit und haben auch das Selbstvertrauen, eine Karriere in der klassischen Musik einzuschlagen." Der Geigenvirtuose ist mit seinem intonationsgenau fließenden, feinnervigen Violinspiel ein großartiges Role Model. Als Sohn eines Afroamerikaners und einer koreanischen Mutter fing er mit sieben Jahren an, Violine zu spielen. Ein Stipendium ermöglichte es dem jungen Musiker aus Memphis, Tennessee, in New York bei Itzhak Perlman an der Juilliard School zu studieren. Die "Stradivari Society" aus Chicago stellt ihm eine Guarneri del Gesù-Geige aus dem Jahr 1735 zur Verfügung. Als musikalische Partner wirken Zhu Wang (Klavier) und Xavier Dubois Foley (Kontrabass).

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Kammermusikensemble der Wiener Philharmoniker: Daniel Froschauer und Marian Lesko, Violine; Wolf Dieter Rath, Viola; Raphael Flieder, Violoncello; Michael Bladerer, Kontrabass; Lydia Rathkolb, Sopran. Werke von Gioachino Rossini, Wolfgang Amadeus Mozart und Antonin Dvorák (aufgenommen am 29. Juli in der Stiftskirche Millstatt im Rahmen der "Musikwochen Millstatt 2021"). Präsentation: Daniela Knaller

15.30 Uhr
Moment

Viel Ausrüstung und wenig Erfahrung. Ohne Wissen zum Gipfel unterwegs Wandern und Bergsteigen boomt und die Unfälle in den Bergen nehmen zu. Im Sommer 2020 verunfallten fast 4000 Menschen im Gebirge, ein Drittel mussten gerettet werden, obwohl sie unverletzt waren. Oft ist Bergsportlern nicht klar, worauf sie sich einlassen - es werden die Tourenplanung vernachlässigt, die eigene Kondition und Erfahrung überschätzt, Wetterprognosen ignoriert, Notrufnummern nicht gemerkt. Alpine Vereine und Rettungsorganisationen setzen auf Prävention, Ausbildung, Aufklärung, auf gewissenhafte Tourenplanung und realistische Selbsteinschätzung. Nach der Sendung interessiert uns Ihre Meinung zum Thema. Wie gut vorbereitet und ausgerüstet sind Sie in den Bergen? Wie reagieren Sie auf unvorsichtige oder erschöpfte Wanderer? Wie könnte man aus Ihrer Sicht gegensteuern? Rufen Sie uns an unter 0800 22 69 79 oder schreiben Sie an moment@orf.at. Gestaltung: Lukas Tremetsberger

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Ella, Leander und Rafi erklären ihre Traumberufe Rudi runzelt die Stirn. Was soll er einmal werden? Spürhund wäre vielleicht interessant ... Er fragt Ella (10), Rafi (11) und Leander (11), was sie einmal machen möchten. Anders als er wissen sie es schon ganz genau. Ella möchte Chirurgin werden, Rafi Autodesigner und Leander Computer-Programmierer. Und sie haben sich viel dazu überlegt. Ella: "Weil mich der menschliche Körper immer schon beschäftigt hat und ich Menschen helfen will." Leander: "Weil mich die virtuelle Welt sehr beschäftigt und es sehr knifflig ist, etwas zu programmieren, und das mag ich." Rafi: "Weil mich Autos schon immer interessiert haben und ich finde, dass Toyota einen neuen Autodesigner braucht." Gestaltung: Rosali Michalka

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

Ein Leben mit dem Stern. Der tschechische Schriftsteller Jiri Weil. Feature von Sabine Nikolay Jiri Weil waren nur 59 Lebensjahre vergönnt, und wäre er nicht Jude sondern Christ gewesen, müsste der Titel dieser "Tonspuren" lauten: Ein Leben unter dem Kreuz. Denn das irdische Dasein Jiri Weils fiel in die schlimmste Zeit des 20. Jahrhunderts in Europa: 1900 in Prag geboren erlebte er den Untergang der Monarchie, das Elend des Ersten Weltkriegs, die Aufbruchsstimmung der Zwanziger- und die wirtschaftliche Not der Dreißigerjahre. Der überzeugte Kommunist emigrierte in die Sowjetunion, geriet in die Stalin'schen Säuberungen und überlebte das Exil in Zentralasien. 1935 zurück in Prag blieben ihm vier Schaffensjahre als Schriftsteller. 1937 veröffentlichte er "Moskau - die Grenze". In dem Roman verarbeitete er seine Erfahrungen mit dem Stalin-Regime. Nach dem Einmarsch der Deutschen 1939 wurde aus dem Intellektuellen Jiri Weil der Jude Georg Israel, er wurde gezwungen, im "Zentralmuseum der ausgelöschten jüdischen Rasse" zu arbeiten. 1942 entging er der Deportation nach Theresienstadt durch einen vorgetäuschten Selbstmord. Als er 1945 halb verhungert wieder auftauchte, lebte von seinen Verwandten niemand mehr. Weil wurde "Moskau - die Grenze" zum Verhängnis; bis zu seinem Tod war er in der kommunistischen Tschechoslowakei mit Berufsverbot belegt. Sein Meisterwerk "Mendelssohn auf dem Dach" konnte erst 1960 postum erscheinen. Seine Romane und Erzählungen sind heute mangels Neuauflagen und Übersetzungen fast vergessen. Was für ein Verlust für die Welt der Literatur! Flott erzählt Weil - trotz der schweren Thematik - voller Witz und mit scharfem Blick für die Skurrilitäten des Alltags, selbst in der Diktatur, von den Niederungen und den Größen des menschlichen Charakters.

16.45 Uhr
Heimspiel

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Mirjam Jessa. Zum 40. Jahrestag von Franco Battiatos Meisterwerk, ertönt sie noch einmal: La voce del padrone! Am 21. September 1981 erschien in Italien eine LP, die vollkommen unerwartet Plattengeschichte geschrieben hat. Franco Battiato veröffentliche sein drittes EMI-Album, nannte es u.a. mit Referenz an das historische britische Plattenlabel "His Masters Voice" "La Voce Del Padrone" und wurde damit nach und nach auch über die italienischen Grenzen hinweg berühmt. Sehr berühmt. Geschichte schrieb das Album u.a., weil es die erste Langspielplatte in Italien war, die mehr als eine Million Mal über den Ladentisch ging. Aber nicht nur die Zahlen beeindrucken. Vor allem künstlerisch setzten Battiato und sein musikalischer Partner Giusto Pio neue Standards in diesem Genre, an denen keiner mehr vorbeikommt, so als gäbe es nur eine Zeit vor "La Voce Del Padrone" und eine andere danach. Dabei kam der Erfolg nicht über Nacht, sondern entwickelte sich erst allmählich, vor allem 1982 als eine ungeheure Marketing-Maschinerie anlief. Battiato war plötzlich überall - abends im Fernsehen, morgens in der Zeitung, immer im Radio, es war diesem seltsamen schlaksigen Typen mit der ausgeprägten Nase und den dunklen Sonnenbrillen nicht zu entkommen, der Interviews gab, die so geistreich und absurd waren, dass sie sich für immer im Gedächtnis festhakten. Nun ist das Album zum Jubiläum nach allen Regeln der Kunst neu gemischt in einer edlen Vinyl-Version erschienen, digital setzt es erneut eine historische Marke: Es sind die ersten digitalen Tracks, die in der Dolby Atmos-Qualität erhältlich sind. Das ist zwar nur mit dem entsprechenden Abspiel-Equipment sinnvoll, trotzdem: Aber Hallo!

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Paradigmen und Praktiken im Zeitalter der Systemkonkurrenz mit: Berthold Unfried, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien Gestaltung: Isabelle Engels Spricht man heute von Entwicklungspolitik oder Entwicklungshilfe, meint man damit wie selbstverständlich Modelle und Praktiken, die sich auf ein "westlich"- kapitalistisches Verständnis von "Entwicklung" beziehen. Im Zeitalter der Systemkonkurrenz zwischen 1960 und 1990 jedoch existierten zwei unterschiedliche "Entwicklungspolitiken" - in den realsozialistischen Ländern "Internationale Solidarität" oder "Sozialistische Hilfe" genannt. Beide Entwicklungspolitiken verfolgten das Ziel, die großen Ungleichheiten in der Welt zu verringern. Zu den Instrumenten der Entwicklungspolitiken gehörten der Transfer von Technologien, Kapital und anderen Ressourcen, sowie vor allem die Entsendung von professionellem Personal. Diese Entwicklungsarbeiter/innen trugen zur Verbreitung der jeweiligen Wirtschafts- und Lebensweisen, Werte und Einstellungen bei. Neben der Konkurrenz der Weltsysteme rückt in dieser Sendereihe auch das personelle Kernstück auf der Mikroebene ins Blickfeld: die Beziehung zwischen den Expert/innen und Entwicklungshelfer/innen der BRD bzw. Kooperant/innen der DDR und ihren jeweiligen einheimischen Counterparts. Auf Seiten des sozialistischen Weltsystems war Kuba das Verbindungsglied zwischen dem europäischen Zentrum und den "Drei Kontinenten" Asien, Afrika, Lateinamerika. Nicht nur die Bevölkerung der Einsatzländer sollte durch Transfers und Erziehung "entwickelt" werden, sondern auch die Persönlichkeit der Entwicklungsarbeiter/innen sollte sich durch diese Tätigkeit weiterentwickeln.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Lokalaugenschein im Land der "fünf Viertel". Gestaltung: Monika Feldner-Zimmermann/ Astrid Plank Am Sonntag wird in Oberösterreich ein neuer Landtag gewählt, und auch die Gemeinderäte und Bürgermeistersessel werden im ganzen Land neu besetzt. Ängstlich verfolgen auch die Bundesparteien die Wahlkampfphase und versuchen taktische Fehler - Stichwort: Corona - zu vermeiden. Für den Landtag in Linz treten die bisher schon dort vertretenen ÖVP, FPÖ, SPÖ und Grüne an - sie alle sitzen dank Proporzsystem gemeinsam in einer Regierung. Auch die Neos hoffen auf den erstmaligen Einzug. Unter den weiteren sechs Listen, die ihr Glück bei den Wählerinnen und Wählern versuchen, befindet sich eine Impfskeptiker-Partei. Das ist wohl kein Zufall - ist doch in Oberösterreich die Zahl jener, die Corona-Regeln ablehnt, besonders groß, ebenso die Impfverweigerung. Wirtschaftlich steht Oberösterreich gut da, die Industrie boomt, händeringend werden Arbeitskräfte gesucht. Wie definiert sich das Land ob der Enns, und wie unterscheiden sich die Landesteile - Mühlviertel, Innviertel, Hausruckviertel und Traunviertel, und das sogenannte "fünfte Viertel", der Zentralraum rund um Linz?

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Big Data, Big Theory Welcher Weg führt zur Erkenntnis? Von Lydia Heller Große Datenmengen verändern das wissenschaftliche Arbeiten. Algorithmen durchforsten das Erbgut von Krebszellen, generieren Fortschritt und entdecken dabei Dinge in den Modellen unserer Welt, die den Horizont des menschlichen Betrachters übersteigen. Doch schaffen sie auch wirklich Neues? Maschinen liefern Antworten - in einer Geschwindigkeit und einer Präzision, zu der Menschen nicht in der Lage sind. Sie sind unverzichtbar, wenn es darum geht, Lösungen für konkrete Probleme zu entwickeln - in den gigantisch großen Dimensionen des Alls ebenso wie in den mikroskopisch kleinen der Zellen und Teilchen. Sie treiben den Fortschritt in einem nie dagewesenen Ausmaß. Vorläufig tun sie das aber nur dort, wo ein Mensch schon war.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Lukas Vondracek, Klavier. Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 27 e-Moll op. 90 * Bedrich Smetana: Drei Tschechische Tänze * Claude Debussy: Des pas sur la neige und La cathedrale engloutie aus den "Préludes pour piano", Band 1 * Robert Schumann: a) Kreisleriana op. 16; b) Arabeske op. 18 (aufgenommen am 27. August im Kristallsaal im Schloss Rothschild, Waidhofen an der Ybbs im Rahmen von "Klangraum Waidhofen"). Präsentation: Stephanie Maderthaner

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Mehr als Vater, Mutter, Kind (2). Gestaltung: Margit Atzler Durchfallen, Schwänzen, Abbrechen. Warum Menschen der Schule den Rücken zukehren (2). Gestaltung: Katharina Godler The Big Mix. Multikulturelle Rhythmusinstrumente und -traditionen (2). Gestaltung: Sabine Nikolay

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Klangspuren 2021. Quatuor Diotima mit Werken von Sarah Nemtsov, Wolfram Schurig und Malika Kishino Seit sich das Quatuor Diotima 1996 aus Absolventen des Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris zusammengefunden hatte, entwickelte es sich zu einem der weltweit gefragtesten Ensembles. Die Geigerin Constanze Ronzatti und ihre drei Kollegen (Yun-Peng Zhao, Violine; Franck Chevalier, Viola; Pierre Morlet, Violoncello) haben sich der zeitgenössischen Musik verschrieben, ohne sich jedoch durch diese einschränken zu lassen. Das Quatuor Diotima spielt drei neue Werke für Streichquartett, die gemeinsam haben, dass sich hinter ihrer scheinbar strukturierten Einfachheit große Komplexität verbirgt. Sarah Nemtsov radikalisiert in "weggeschliffen" (ÖEA) Techniken, die sich auf Mozarts "Dissonanzenquartett" beziehen. Die deutsche Komponistin ist bekannt dafür, die Grenzen zwischen Konzert und Performance immer wieder auszuloten und zu erweitern. Die zweite Komponistin dieses Abends im Haus der Musik in Innsbruck ist die Japanerin Malika Kishin. Die Tochter eines Tempelvorstehers geht in "naki-ryu ii" für Streichquartett Echoeffekten in japanischen Tempeln musikalisch nach. Akustische oder optische Phänomene in ihre niedergeschriebenen Klangvorstellungen einzubinden, ist kennzeichnend für das Werk der 1971 geborenen Komponistin, die in Köln lebt. Im Mittelteil des Abends wird Wolfram Schurigs Gesamtzyklus "vier bagatellen" uraufgeführt, ein Kompositionsauftrag der Klangspuren Schwaz und der Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik. Der Titel "bagatellen" bezieht sich bei Schurig darauf, dass nur jeweils ein einziges musikalisches Prinzip jedes der vier Stücke dominiert. Aufgenommen am Sonntag, 12. September 2021 im Haus der Musik, Innsbruck. Gestaltung: Patrizia Jilg

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten