Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Ö1 Morgenjournal

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Im Dialog mit der Kunst". Mit der spirituellen Bild-Sprache von Mark Rothko beschäftigt sich Gustav Schörghofer, Jesuit und Künstlerseelsorger. An moderne Fastentücher erinnern die späten Gemälde des großen amerikanischen Künstlers Mark Rothko, der am 25. Februar 1970 gestorben ist: große Farbflächen, reduziert und doch reichhaltig; flächige Bilder, oft mit Rottönen, die die Betrachtenden zum meditativen Dialog mit dem Kunstwerk einladen. "Es ging ihm um die großen Fragen der Menschheit", sagte sein Sohn Christopher Rothko: "Warum sind wir hier? Was passiert, wenn wir sterben? Gibt es einen Gott?" Der Theologe und Kunsthistoriker Gustav Schörghofer nimmt den 50. Todestag von Mark Rothko - und die Schwelle vom Fasching zur Fastenzeit - für seine spirituelle Bild-Sprache wahr.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Irene Suchy. Friedrich Holländer erklärt Beef Stroganoff, Alma Mahler kocht Sellerie (Alban Bergs Leibspeise!). Frauen, die kochen und Frauen, die komponieren: wie Oscar-Gewinnerin Hildur Guonadottir, die den Müttern, deren Töchter die Musik in sich "blubbern" hören, rät: "Ruft sie laut hinaus!"

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Biologe Markus Domanegg spricht über Ratten. Teil 1: Die Gambia Riesenhamsterratte Gestaltung: Nora Kirchschlager Mäuse gehen ja noch, aber Ratten? Neben Spinnen und Schlangen belegen die Nager die Top 3 der unbeliebtesten Tiere. Auch wenn Zeichentrickfilme wie "Ratatouille" (mit Rémy, der kochenden Wanderratte als Hauptdarsteller) das Image der Ratten mittlerweile etwas aufgemöbelt haben - werden den Tieren doch nach wie vor eher negative Eigenschaften, wie hinterlistig, schmutzig, gefährlich usw. zugeschrieben. Anders in Asien: Hier werden Ratten als Glücks- und Heilbringer verehrt. Übrigens stammen fast alle der rund 65 Arten aus Ostasien. Über Handelsschiffe gelangte zuerst die Hausratte, später die Wanderratte nach Europa. Letztere verdrängte schließlich die Hausratte in unseren Breiten fast zur Gänze. Wer des nächtens eine Ratte um ein Hauseck huschen sieht, hat es also ziemlich sicher mit einer Wanderratte zu tun. Wanderratten gibt es auch in der gezähmten Form. Korrekterweise spricht man dann von Farbratten. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben und auch in diversen Züchtungen, etwa mit einem weißen Körper und einer farbigen Augenmaske oder einem dunklen Fleck zwischen den Ohren, der wie eine Kappe aussieht. Farbratten werden als die "Hunde unter den Ratten" bezeichnet. Sie sind sehr zutraulich und man kann ihnen viel beibringen. Im Tiergarten Schönbrunn gibt es zwei sehr ungewöhnliche Rattenarten: Die Gambia Riesenhamsterratte hat, wie ein Hamster, Backentaschen, in die sie große Mengen an Weintrauben, Nüssen etc. füllen kann und später in Ruhe in ihrem Versteck frisst. Sie werden in Asien und Afrika zur Entschärfung von Minen und zum Erschnüffeln von Tuberkulose eingesetzt. Die zweite Exotin ist die Nördliche Riesenborkenratte. Ihr auffälligstes Merkmal ist, dass sie eigentlich so gar nicht wie eine Ratte aussieht.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Das Völkerrecht

Spielregeln gegen die globale Unordnung (1). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Ein Vertrag, den die beiden mesopotamischen Stadtstaaten Lagasch und Umma im Jahr 3100 v.Chr. schlossen, belegt: Schon lange vor unserer Zeitrechnung machten sich Herrscher nicht nur darüber Gedanken, welche Normen innerhalb ihres eigenen Machtbereichs gelten sollten. Sie waren auch an übergeordneten Spielregeln interessiert, die die Beziehungen diverser Herrschaftsgebiete zueinander ordnen sollten, also eine Art früher und rudimentärer Form des Völkerrechts. Das Völkerrecht - oder internationale Recht -, wie wir es heute kennen, entwickelt sich vor allem im 19. Und 20. Jahrhundert und wird im 21. Jahrhundert ständig erweitert. Umwelt, Weltraum und der virtuelle Raum sind nur einige aktuelle Beispiele. Recht auf der einen und die politischen Interessen der Staaten auf der anderen Seite stehen dabei in einem ständigen und komplexen Wechselspiel. Zwar gibt es inzwischen unzählige internationale Verträge und Abkommen, große Organisationen wie die UNO, internationale Gerichtshöfe und vieles mehr, doch deren Zuständigkeiten, Bedeutung und "korrekte" Auslegung sind häufig umstritten. Das zeigt sich beispielsweise bei der Frage, wann Gewaltanwendung, militärische Interventionen und Präventivschläge gerechtfertigt sind, oder was Vorrang hat - Wirtschaftsinteressen oder Rechte von Indigenen. Grundlegendes Ziel des Völkerrechts wäre es, die Voraussetzungen für eine stabile globale Friedensordnung festzulegen. Tatsächlich aber unterscheiden sich die Vorstellungen von Souveränität und Rechtsgestaltung zwischen den großen Spielern, den USA, der EU, China und Russland oft signifikant.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Reparatur der Zukunft

Casting neuer Ideen (1). Gestaltung: Sarah Kriesche, Ilse Huber, Viktoria Waldegger, Stefan Niederwieser, Margit Atzler, Irmgard Wutscher Unter [oe1.orf.at/zukunft|oe1.orf.at/zukunft] können Sie Projekte, Ideen und Initiativen einreichen, die die Zukunft im Jetzt reparieren wollen. Wir haben 12 ausgewählt und präsentieren sie im Laufe der Woche. *Happylab - eine offene Werkstätte um Ideen umzusetzen* Ein Raum für Ideen und die Möglichkeiten, diese auch umsetzen zu können, bietet das . Gegründet wurde die offene Werkstätte von Karim Jafarmadar und Roland Stelzer. Auf 240 m² gibt es digitale Produktionsmaschinen wie 3-D-Drucker oder Lasercutter und Schneideplotter, um Gegenstände zu reparieren oder Prototypen von Ideen zu entwickeln. Im Selbstverständnis einer Bildungseinrichtung abseits klassischer Bildungseinrichtungen stellt technisches Wissen keine Voraussetzung dar, im Gegenteil. Gemeinschaftstreffen, Workshops, sowie eigene Führungen, um das Happylab kennenzulernen, wollen den Raum für Interessierte öffnen, um allein oder im Team Ideen zu entwickeln und auch umzusetzen. Gestaltung: Sarah Kriesche *Frauendomäne - Datenbank für Expertinnen* "Wir wollten Frauen am Podium haben, aber wir haben keine qualifizierte gefunden." Diese Ausrede wollen Hannah Zach und Sophie Rendel nicht gelten lassen. Deshalb haben sie die Plattform Frauendomäne gegründet, mit der sich Expertinnen zu nahezu allen Themen finden lassen, sei das nun Radiologie, Robotik, Religionspädagogik oder Resilienz. So sollen Podiumsdiskussionen, Konferenzen oder Aufsichtsräte, die rein männlich besetzt sind, noch schneller der Vergangenheit angehören. hat mittlerweile 600 Profile von Expertinnen gesammelt. Die Plattform ist als Social Business konzipiert, die auch Workshops und Beratungen anbietet. Damit wollen die Frauen hinter dem Trägerverein sicherstellen, dass die gut gemeinte Idee sich langfristig wirtschaftlich tragen kann. Gestaltung: Stefan Niederwieser *Bunt - eine positive Form der Einmischung* Eine Gruppe junger Flüchtlinge hat sich zusammengeschlossen, um selbst aktiv zu werden. Sie gründeten im März 2019 den [http://www.vereinbunt.com|Verein Bunt], der Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen zusammenbringt, sie unterstützt und Begegnung sowie Austausch mit den hier lebenden Menschen organisiert. Durch Workshops, Feste und andere Aktionen. Gestaltung: Ilse Huber

09.45 Uhr
Radiokolleg - London - ewiger Quell der Popmusik?

Eine persönliche Spurensuche (1). Gestaltung: Robert Rotifer Seit mehr als einem halben Jahrhundert, den Beatles sei Dank, ist London eine Welthauptstadt der Popkultur. Das war auch der Grund, warum der Wiener Journalist Robert Rotifer einst dorthin zog, um aus der Mitte der dortigen Szene zu berichten. 23 Jahre später fragt er sich, ob er bloß zu alt geworden oder die globale Strahlkraft, der vom Brexit und dem Niedergang der Musikindustrie gebeutelten britischen Hauptstadt tatsächlich verblasst sein könnte. In Soho, wo einst an jeder Ecke Live-Musik zu hören war, gibt es faktisch keine Live-Clubs mehr, die "Grassroots" des Live-Geschehens haben sich längst in den fernen Osten und Süden der Stadt verpflanzt. Doch selbst dort kämpft die Szene ums Überleben - meist ohne Gage. Solche Vorstadt-Phänomene gleichen eher jenen der Pop-Provinz als denen einer Pop-Metropole. Doch wenn die Dinge wirklich so schlecht stehen, woher kam dann die aktuelle Explosion der jungen Londoner Jazz-Szene? Und wenn nicht weiße Bands, sondern Grime-Stars wie Stormzy heute Londons musikalische Aushängeschilder sind, wieso ziehen sich dann die dämonisierten Drill-Rapper auf den Mikrokosmos per Youtube und auf der Straße ausgetragener Kleinkriege zwischen Bewohnern rivalisierender Postleitzahlen zurück? Oder manifestiert sich in all diesen parallel existierenden, kleinen Welten vielmehr das Ende der Ära des Hypes rund um das alle vereinende "next big thing"? In seiner Radiokolleg-Serie verlässt Robert Rotifer seine eingetretenen Pfade auf der Suche nach Londons junger Szene und der Zukunft der Popkultur.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Eva Teimel Zum 250. Geburtstag von Anton Reicha Alle Welt feiert Beethoven. Doch im selben Jahr, konkret am 26. Februar 1770, wurde in Prag der Komponist, Pädagoge und Musiktheoretiker Anton Reicha geboren. Mit Beethoven war der tschechische Komponist gut befreundet - er wirkte u.a. in Bonn, in Hamburg, in Paris, aber auch in Wien. Und er war ein Musiker, der "voll Leidenschaft für die Sache des Fortschritts eintritt", wie es Hector Berlioz einst formulierte. Vor allem der junge Anton Reicha galt als Visionär - er war philosophisch wie naturwissenschaftlich gleichermaßen interessiert, begab sich auf experimentelles Terrain auf dem Gebiet der Komposition und arbeitete auch systematisch zum Thema der Kompositionslehre. Insbesondere mit seinen neuartigen Kompositionen für Bläserensemble sorgte er für Aufsehen, und auch seine musiktheoretischen Schriften gewannen an Einfluss. Was Reicha zudem auszeichnete: er setzte sich, entgegen aller gesellschaftlichen Normen, für die Förderung von Komponistinnen ein.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Spaziergang" von Joseph Roth und "Über das Spazierengehen" von Jean Paul. Es liest Detlev Eckstein

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Andreas Maurer. Eine "exquisite" Nacht, auch tagsüber zu hören Die Nacht ist von Geheimnissen umgeben. Vieles lässt sich im Dunkel nur erahnen. Während aber das Sichtbare in einen grauen Schleier gehüllt wird, erwachen die Sinneseindrücke, die Seele öffnet sich. Genau diesen magischen Moment haben sich die Mezzosopranistin Alice Ferrière und der Pianist Sascha El Mouissi für ihre Debüt-CD ausgesucht. Halb französisch halb deutsch durchwandern sie die bezaubernde Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit. Im Zentrum stehen dabei zwei Liederzyklen von Hector Berlioz und Robert Schumann, erweitert um ausgewählte Einzelstücke. Mit leichter Höhe und großem Gefühl setzt Alice Ferriére den Fuß in die Dämmerung, Sascha El Mouissi wird vom Begleiter zum ebenbürtigen Partner. Und plötzlich öffnet sich der Sternenhimmel: Eine "exquisite" Nacht, die man gern auch tagsüber hören kann.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

Phosphor - ein Element in den Schlagzeilen. Gast: Dr. Katharina Pallitsch, Forscherin und Arbeitsgruppenleiterin am Institut für Organische Chemie der Fakultät für Chemie, Universität Wien. Moderation: Barbara Zeithammer. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79 E-Mails an punkteins(at)orf.at Ohne Phosphor hätte auf der Erde kein Leben entstehen können; das Element ist Bestandteil des Erbgutes aller Lebewesen. Doch es ist auch tödlich - als chemische Waffe, Nervengas und Brandbombe. Ohne Phosphor wäre die intensive, industrielle Landwirtschaft undenkbar, das Düngemittel schlechthin gewährleistet die Ernährungssicherheit. Die Phosphorvorkommen sind endlich, doch der kritische Rohstoff wird ineffizient genutzt und in der Landwirtschaft und Fischzucht, wie Forscher Mitte Februar berichteten, vielfach verschwendet. Die Folgen für die Umwelt sind dramatisch - verseuchte Gewässer, Todeszonen in den Meeren - und seit Jahren wird immer wieder vor einer Phosphor-Knappheit gewarnt, die die Menschheit (je nach Schätzung) in 100 bis 300 Jahren vor große Probleme stellen wird. Entdeckt wurde Phosphor auf der Suche nach dem Stein der Weisen, als das erste echte Element und markiert den Beginn der modernen Chemie jenseits von Erde, Wasser, Feuer und Luft. Chemikerinnen und Chemiker beschäftigen sich heute intensiv mit Möglichkeiten der Rückgewinnung des kostbaren Rohstoffs aus Abwässern oder Abfällen, aber auch grundlegend mit Phosphor und seinen Verbindungen, über die man trotz der enormen Bedeutung noch erstaunlich wenig weiß, wie Katharina Pallitsch feststellt. Die Chemikerin und Leiterin einer Arbeitsgruppe erforscht unter anderem, warum selbst als "phosphatfrei"-gekennzeichnete Waschmittel Phosphorverbindungen enthalten können, welchen Beitrag sie in der Umwelt und im Phosphorkreislauf leisten und wie man sie abbauen kann. Als Gast bei Barbara Zeithammer spricht Katharina Pallitsch über ihre Forschungen, die Fortschritte bei Recycling und Rückgewinnung sowie die Faszination für das Element Phosphor. Reden Sie mit, stellen Sie Ihre Fragen: unter 0800 22 69 79 live während Sendung und kostenfrei aus ganz Österreich oder schreiben Sie ein E-Mail an punkteins(at)orf.at

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. Concerto Köln, Simone Kermes, Sopran. Opernarien und Instrumentalmusik von Georg Friedrich Händel (aufgenommen am 30. April 2019 im Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses im Rahmen der "Schwetzinger Festspiele 2019"). Präsentation: Jörg Duit

15.30 Uhr
Moment

Man kann nicht die ganze Welt konservieren. Von Entscheidungen, die bestimmen, woran wir uns erinnern Es ist ein ungeschriebenes Gesetz unter Archivarinnen und Archivaren: Was einmal eine Signatur erhalten hat, wird konserviert und nie mehr weggegeben. Umso genauer achten die Verantwortlichen bei der Auswahl von Gerichtsakten, Nachlassdokumenten oder Fotos darauf, was es wert ist, als "archivwürdig" eingestuft und damit auf Dauer in den Bestand aufgenommen zu werden. Auch wenn es sich die Archivarinnen und Archivare nicht gerne eingestehen, spielen bei ihren Entscheidungen oft Platzmangel und begrenzte finanzielle Ressourcen eine Rolle. Was nicht ins Archiv darf, wird geschreddert. Welche Schwarzweißfotografien, Gerichtsprotokolle oder scheinbar unbedeutende Briefumschläge gehen dabei verloren? Gestaltung: Jonathan Scheucher Randnotizen: Alois Schörghuber

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Der Federschmuck der Huni Kuin Als Rudi Mapu und Bismani trifft, ist er beeindruckt von den beiden riesigen Federkronen auf ihren Köpfen - ein ausladender Kopfschmuck aus roten, weißen, gelben und braunen Federn, wie der Radiohund es nur aus Westernfilmen und von Faschingskostümen kennt. Mapu und Bismani sind Bruder und Schwester und kommen aus dem brasilianischen Amazonasgebiet. Sie gehören dem indigenen Volk der Huni Kui an und besuchen ihren Freund Klaus in Wien. Rudi interessiert die Federkronen sehr: Gibt es im Regenwald so bunt gefiederte Vögel? Was bedeuten die Kronen und wie fühlt es sich an, so eine zu tragen? Klaus übersetzt das Gespräch zwischen Rudi, Mapu und Bismani aus dem Portugiesischen ins Deutsche.

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Passagen

"Und jetzt?! Von Überzeugungen, Haltungen und Taten" Mit der Schauspielerin Katharina Stemberger, der Dokumentarfilmerin Rania Mustafa Ali und dem Poetry-Slammer Omar Khir Alanam Aufzeichnung aus dem RadioCafe des RadioKulturhauses vom 11.10.2019 Moderation und Bearbeitung: Bernhard Fellinger 2016 plante Rania Mustafa Ali ihre Flucht aus Syrien nach Europa, mit einer Kamera zu dokumentieren. Sie absolvierte in Kobane einen zweiwöchigen Crashkurs bei einem norwegischen Filmemacher, bevor sie zu ihrer Odyssee aufbrach, die sie letzten Endes nach Österreich führte. Über drei Millionen Menschen haben die Dokumentation bisher gesehen. Omar Khir Alanam ist 2014 aus Syrien geflohen, weil er nicht als Soldat in der Armee von Baschar al-Assad eintreten wollte. Vor einem Jahr veröffentlichte er das Buch "Danke: Wie Österreich meine Heimat wurde", das er allen widmet, die ihn in den letzten Jahren unterstützt haben. Zurzeit macht er in Graz eine Ausbildung zum Sozialbetreuer und tritt als Poetry-Slammer in deutscher Sprache auf. Ein Abend mit Texten, Performances und Gesprächen, die um Themen wie Heimatverlust, Leben und Denken in einer neuen Sprache, Angst um Familienangehörige im Kriegsgebiet, Widerstand via Social Media und die Erwartungen an das eigene Leben kreisen.

16.55 Uhr
Digital.Leben

-Schwerpunkt "Künstliche Intelligenz" Wenn wir einen Kredit wollen oder etwa um Schulungsmaßnahmen beim Arbeitsamt vorstellig werden, dann entscheiden automatische Systeme über uns - oft ohne dass wir es merken. Wir leben zunehmend in einer Welt der Algorithmen, egal ob man nun von Künstlicher Intelligenz oder Deep Learning spricht. Welche Wirkungen und unerwünschte Nebenwirkungen diese Rechenprogramme haben, damit beschäftigt sich diese Woche Digital.Leben. Im Vorjahr hat Algorithm-Watch zB. in 12 europäischen Ländern untersucht, wo die öffentliche Verwaltung bereits automatisierte Entscheidungssysteme einsetzt. In Italien etwa werden Gesundheitsbehandlungen von ihnen maßgeblich beeinflusst, in Finnland Mails von Arbeitssuchenden automatisch ausgewertet. Und in Kopenhagen nutzt die Jugendwohlfahrt solche Systeme, wie Franz Zeller zeigt.

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Rainer Elstner. Mira Lu Kovacs und Clemens Wener "Solo Together" Zwei der vielseitigsten Musikschaffenden Österreichs sind auf der Bühne des RadioKulturhauses zu einem "SoloTogether" zusammengekommen. Am 12. Februar 2020 haben die Sängerin, Songwriterin und Gitarristin Mira Lu Kovacs sowie der Komponist und Pianist Clemens Wenger, wie es das Konzept dieser Reihe vorsieht, zwei Solo-Sets und ein gemeinsames Konzert gespielt. Beide nutzten für die Gestaltung dieses Abends die ganze Bandbreite ihrer musikalischen Interessen - von großflächigen Improvisationen und gedämpften Pianino-Klängen in elektronischen Echokammern bis zu präzise reduzierten Coverversionen. Die "Spielräume" senden Ausschnitte dieses besonders intensiven Konzertereignisses.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zur Geschichte der Psychiatrie. Mit Monika Ankele, Medizinhistorisches Museum Hamburg, Institut für Geschichte und Ethik der Medizin Universitätsklinikum Hamburg - Eppendorf. Die Geschichte der Psychiatrie als medizinischer Disziplin ist relativ jung. Im 18. Jahrhundert begann man, die "Irren" nicht mehr als vom Bösen Besessene zu betrachten, sondern als Kranke, die Fürsorge und medizinischer Behandlung bedürfen - und damit eigener Bauten. In der Architektur spiegelt sich die gesellschaftliche Haltung gegenüber psychisch Erkrankten wider. Der von Kaiser Josef II. 1784 errichtete "Narrenturm" war die erste psychiatrische Anstalt Kontinentaleuropas, glich jedoch einem Gefängnis zur Verwahrung von "Insassen". Im ausgehenden 19. Jahrhundert entstanden an den Rändern großer Städte psychiatrische Krankenhäuser, etwa 1907 die Nervenheilanstalt "am Steinhof". In dieser Zeit entwickelte sich in Österreich die Psychiatrie als wissenschaftliche Disziplin und brachte bedeutende Innovationen hervor. Auf diese Hochblüte folgte mit dem Nationalsozialismus das dunkelste Kapitel. Psychisch erkrankte und behinderte Menschen wurden infolge der sogenannten "Euthanasie" ermordet. Diese Zeit sollte in der Psychiatrie noch lange negativ nachwirken. Was die Behandlung betrifft, waren Elektroschocks, Insulinschocks und absichtlich ausgelöste Malaria noch bis in die 1950er-Jahre verbreitet. Dann brachten Psychopharmaka und später auch die begleitende Psychotherapie für die Patienten große Erleichterungen. Ein grundlegender Wandel in der Psychiatrie setzte in Italien bereits in den 1960er-Jahren ein, in Österreich erst in den 80ern. Die Reformen setzten auf individuellere, dezentralisierte und ambulante Versorgungsstrategien. Die Integration psychisch Erkrankter sollte deren Ausgrenzung ablösen, Freiwilligkeit den Zwang. Gestaltung: Isabelle Engels

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Aus dem Flughafen Berlin-Tegel soll schon bald ein hochmoderner Stadtteil werden. Gestaltung: Stefan May Am 31. Oktober soll es nun doch soweit sein: Dann eröffnet der neue Berliner Flughafen BER mit neunjähriger Verspätung. Die Bewohner/innen der Stadt nehmen dann von ihrem mit vielen Erinnerungen verbundenen citynahen Flughafen Tegel endgültig Abschied. Die Pläne für das dann frei werdende Areal sind schon lange fertig: Tegel soll ein Uni-Standort werden, einen Industriepark und Forschungszentren für grüne Technologie beherbergen, auch Wohnungen sollen hier gebaut werden. Der innovative Stadtteil möchte neue Maßstäbe setzen, so soll er etwa ohne Straßenverkehr auskommen und neue Energieformen austesten. Berlin TXL nennt sich das Großprojekt, das weltweit seinesgleichen sucht. Vor etwas mehr als einer Woche wurde es vorgestellt.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Zum Phänomen der Extremsportarten Von Daphne Hruby Den Helm aufgesetzt, die Skier angeschnallt und schon geht es los. Das Paar fährt den Steilhang hinab. Doch anstatt ins Tal zu wedeln, heben die beiden plötzlich ab. Ihre Beine baumeln samt Skiern 1.600 Meter über dem Boden. Unter ihnen ziehen verschneite Berggipfel, Bäume und Häuser in Ameisenformat vorbei. Die zwei betreiben "Speed-Flying", eine Form des Gleitschirmfliegens - und eine Risikosportart. Um diese Ertüchtigung in luftigen Höhen zu meistern, braucht es viel Training, Erfahrung und vor allem starke Nerven. Ist es dieser Nervenkitzel, die viel bemühte Grenzerfahrung, die immer mehr Sportler und Sportlerinnen dazu antreibt? Oder sind es die Medien, die für diese Lust am Kick gut bezahlen und selbst noch besser daran verdienen?

19.30 Uhr
On stage

Virtuoser Dialog der Generationen: Michel Portal und Vincent Peirani Ein musikalischer Generationendialog der exquisiten Art war am Abend des 10. April 2019 im Mittleren Saal des Linzer Brucknerhauses zu erleben: Da war einerseits Michel Portal, der zu diesem Zeitpunkt 83-jährige Klarinettist und Grandseigneur, der in den 1960er Jahren mit Karlheinz Stockhausen und Mauricio Kagel gearbeitet hat, ehe er die Freiheit der improvisierten Musik für sich entdeckte - und u. a. im Duo mit Akkordeonist Richard Galliano für Furore sorgte. Und da war der beinahe 45 Jahre jüngere Akkordeonist Vincent Peirani aus Nizza, einer der aktuellen Shootingstars des französischen Jazz. Was die beiden Instrumentalisten im hochsensiblen Interplay entfachten, war nichts weniger als ein virtuoses Feuerwerk der Ideen, sinnlich und geistreich. Marlene Schnedl präsentiert den großartigen Konzertabend. Gestaltung: Marlene Schnedl

21.00 Uhr
Ex libris

Bücher, Menschen, Themen

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Das Völkerrecht. Spielregeln gegen die globale Unordnung (1). Gestaltung: Brigitte Voykowitsch Reparatur der Zukunft. Casting neuer Ideen (1). Gestaltung: Mirela Jasic, Sarah Kriesche, Ilse Huber, Irmgard Wutscher London - ewiger Quell der Popmusik? Eine persönliche Spurensuche (1). Gestaltung: Robert Rotifer

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Das Geburtstagskonzert von Zdzislaw Wysocki Am 1. Oktober 2019 war der gebürtige Pole Zdzislaw Wysocki 75 Jahre und 75 Tage alt. Ein willkommener Anlass für seine Freund/innen und Förderer/innen, für ihn ein Geburtstagskonzert zu veranstalten. Im ORF RadioKulturhaus brachten Mitglieder des Ensembles Wiener Collage Werke des Jubilars zur Aufführung, darunter auch sieben der über hundert Etüden, die Wysocki bereits geschrieben hat. Seine 104. und seine 109. Etüde erlebten an diesem Abend ihre Uraufführung. Ebenfalls zum ersten Mal zu hören war das Opus 80 des Komponisten: Es trägt den Titel "Seltsame Sachen" und ist ein Werk für Sprecherin und Kammerensemble. Die Texte stammen von Hans Magnus Enzensberger, Samuel Beckett, Ernst Jandl und Günter Grass. Wysocki hat das Stück gemeinsam mit der Burgschauspielerin Sylvie Rohrer konzipiert. Sie war die Sprecherin der Uraufführung. Gestaltung: Ursula Strubinsky

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Stephanie Maderthaner Musikauswahl: Stephanie Maderthaner dazw. 03:00 Uhr Nachrichten