Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Das Ö1 Konzert

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Was die Seele durcheinander rüttelt". Anlässlich des 90. Todestages des Chronisten der Wiener Gesellschaft um 1900 stellt der Schauspieler Florian Teichtmeister seine Lieblingspassagen aus dessen Werken vor "Besser kann man Schnitzler nicht vermitteln", konnte man in Theaterkritiken zu "Professor Bernhardi" im Theater in der Josefstadt lesen. Mit atemberaubender Brillanz hat Florian Teichtmeister darin den intriganten Karrieristen Ebenwald gegeben. Es war nicht die erste Schnitzler-Figur, die Teichtmeister verkörpert hat: In Götz Spielmanns "Spiel im Morgengrauen" hat er als Leutnant Kasdas Bursche 2001 vor der Kamera debütiert, den Leutnant Gustl 2016 beim Festival Attersee Klassik gelesen und 2014 an der Josefstadt in "Liebelei" als Fritz Lobheimer gezeigt, wie es unter der charmanten Oberfläche brodelt. Anlässlich von Arthur Schnitzlers 90. Todestag am 21. Oktober stellt Florian Teichtmeister in den "Gedanken für den Tag" seine Lieblingspassagen aus den Werken des scharfsinnigen Chronisten der Wiener Gesellschaft um 1900 vor, erzählt von seiner Annäherung an die jeweiligen Rollen, was ihn davon trennt, was ihn verbindet und was ihm zu denken gibt. Bei Arthur Schnitzler heißt es dazu: "Alles, was Leben und Bewegung ist, was die Seele durcheinanderrüttelt, ist ein bisschen Glück."

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

Königin der Nacht Marianne Kohn kann als Grande Dame des Wiener Nachtlebens gelten. Sie war aktiv dabei, als die Stadt in den Achtzigerjahren aus dem Tiefschlaf erwachte und eine bunte, unangepasste Kulturszene entstand. Kohn arbeitete damals als im legendären Club U4, dem Brennpunkt der heimischen und internationalen alternativen Musikszene. Und ihr Ruf als ebenso resolute wie begeisterte Barchefin hallte weithin durch die Wiener Nächte.Nach ihrer Zeit im U4 organisierte Marianne Kohn erfolgreich Clubbings sowie Musikevents und leitet nun schon seit vielen Jahren die Wiener Loos-Bar. Heute erscheint im Brandstätter Verlag die Biografie "Königin der Nacht. Marianne Kohn und die wilden Jahre der Wiener Szene" - mit zahlreichen Fotos und einer Playlist mit den wichtigsten Hits der Achtziger Jahre. Gestaltung: Sabine Nikolay Klares von Christl Der Buchtitel "Let me be Christl Clear" ist ein Wortspiel, denn Christl Clear bedeutet hier nicht nur "kristallklar", sondern ist auch der Name Autorin. Christl Clear ist eine sogenannte Influencerin, die ihre Gedanken zu Themen wie Selbstliebe, Berufswahl, Social media und ihr Leben als Woman of Colour in Österreich gerne Online teilt. Und jetzt eben auch in ihrem ersten Buch aus dem Verlag Kremayr Scheriau. Als Person des öffentlichen Lebens ist Christl Clear bereits seit einigen Jahren aktiv und erlangte etwa im Zug der "Black Lives Matter"- Demonstrationen einige Aufmerksamkeit. Das Buch "Let me be Christl Clear" liefert kritische, vor allem aber konstruktive Denkanstöße, um sowohl das eigene Verhalten als auch jenes der Mitmenschen zu hinterfragen. Gestaltung: Julia Baschiera

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Aimie Rehburg. "Vom Dufte heiterer Schmeicheleien" "Und ich möchte anmerken, dass das fröhliche Formulieren eines Kompliments eines der seltensten Geschenke ist und die glückliche Überbringung - ein weiteres." Komplimente machen und Komplimente erhalten sind zweierlei. Beides tut gut, und zwar beiden Beteiligten. Das wusste schon Mark Twain. Viele unterschätzen die positive Wirkung von vor allem ehrlich gemeinter Wertschätzung nach wie vor oder fürchten eine peinliche Reaktion. Dabei seien diese Bedenken meist unbegründet, so eine aktuelle Studie. Ein Grund mehr einen musikalischen Komplimente-Reigen zu starten.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Gewässerökologe Günther Unfer über die Äsche. Teil 1: Eine imposante Rückenflosse Gestaltung: Thomas Thaler Sie ist "der österreichische Fisch des Jahres 2021": Die Äsche war im Alpenraum einst eine sehr häufige Fischart. Sie ist Leitfisch der "Äschenregion", die direkt flussab der Forellenregion liegt. Wie die Forelle benötigt die Äsche kaltes sauerstoffreiches Wasser, das auch im Sommer nicht über 18-20 Grad warm wird. Die Äsche besetzt daher den Ober- und Mittellauf der meisten Flüsse Österreichs. Da dieser Flussabschnitt besonders starken Veränderungen unterworfen wurde, steht es um die Äschenbestände in vielen Region schlecht. Besonders geeignete Laichplätze - flach überströmte Schotterbänke - sind heute nur mehr selten vorhanden. Aber auch traditionelle Wanderrouten sind vielfach unterbrochen. Nicht zuletzt spielen Räuber wie der Kormoran eine wichtige Rolle beim Rückgang der Äschenbestände.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Fürchtet euch nicht!

Wege aus der Angst (1). Gestaltung: Daphne Hruby Die Covid-19-Pandemie ist ein Brennglas. Durch sie werden gesellschaftliche Missstände aus dem Schatten geholt, aber gleichzeitig auch verstärkt. Dabei hat sich eine Emotion besonders manifestiert: Angst. Menschen haben Angst vor einer Ansteckung. Menschen haben Angst, dass ihre Liebsten erkranken, oder gar sterben. Menschen haben Angst vor der Impfung. Menschen haben Angst, dass sich zu wenige vakzinieren lassen. Menschen haben Angst um ihre wirtschaftliche und soziale Existenz. Menschen haben Angst vor den gesellschaftlichen Entwicklungen. Es gibt kaum einen Menschen, der in den vergangenen 20 Monaten, als das Virus das erste Mal nachgewiesen wurde, nicht auf irgendeine Art von Angst geplagt war. Besonders Heranwachsende leiden unter Lockdowns und sozialer Isolation. In dieser Altersgruppe haben sich psychische Erkrankungen wie Angststörungen verfünf- bis verzehnfacht, wie eine Studie kürzlich gezeigt hat. Tendenz steigend. Die hervorgerufenen Ängste werden uns noch lange begleiten. Höchste Zeit nach Wegen zu suchen, um aus diesem dunklen Tunnel herauszufinden. Hier gibt es viele Pfade, die sich auch an den jeweiligen Ausprägungsformen orientieren. Auf der therapeutischen Schiene hat sich die kognitive Verhaltenstherapie sehr bewährt. Dabei werden Betroffene behutsam mit ihren Ängsten konfrontiert, bis diese ihren Schrecken verlieren. Einige Psychologinnen und Therapeuten bedienen sich auch modernster Technik, etwa Virtual-Reality-Brillen, die einem die eigene Horrorwelt vor Augen führen - wortwörtlich. Betroffene können der Angst aber auch auf anderen Schneisen entsteigen. Eine zentrale Rolle bei der Bändigung spielt die Atmung. Diese lässt sich trainieren. Muskelentspannungsübungen, Biofeedback - also die bewusste Kommunikation mit Körpersignalen - aber auch Sport und Kunst sind hier Kompass und Kontrollinstrument in einem. Wer unter Panikattacken leidet, kann diese mit kleinen Tricks bezwingen. All diese Ansätze bekämpfen die Symptome. Um die Angst bei ihren Wurzeln packen und die Ursachen erkennen sowie angehen zu können, muss man tiefer graben. Dabei braucht es auch Veränderungen von außen - sowohl gesellschaftlicher als auch politischer Art. Angst wächst in gewissen Rahmenbedingungen groß. Angst hat aber auch einen Nutzen. Ein gewisses Maß ist nicht nur sinnvoll, sondern auch nötig, um unser Überleben zu sichern. Neurologisch sitzt die Angst in der Amygdala, einer mandelförmigen Ansammlung aus Nervenzellen im limbischen System - der emotionalen Schaltzentrale unseres Gehirns. Ängste können angeboren oder im Laufe des Lebens erworben worden sein. Dabei gilt: es gibt nichts, was es nicht gibt. Neben geläufigeren Ängsten, etwa vor Spinnen oder vor engen Räumen, bekommen manche Menschen Panikzustände, wenn sie ihr Handy nicht bei der Hand haben - im Fachjargon: Nomophobie. Die Pandemie hat auch neue Formen der Angst heraufbeschworen. Welche Wege führen aus dieser Spirale?

09.30 Uhr
Radiokolleg - Was ist wirklich gesund?

Lebensmittel auf dem Prüfstand (1). Gestaltung: Sabine Nikolay Am Anfang stehen idealerweise Muttermilch und ein paar Monate später geschabte Äpfel, zerquetschte Bananen, gekochte Karotten und Grießbrei. An der Baby-Diät gibt es nicht viel zu rütteln. Nach spätestens einem Jahr wird es jedoch kompliziert, zumindest in jenen Ländern, in denen ein Überfluss an Lebensmitteln die Wahl schwer macht. Was ist wirklich gesund? - fragen wir in dieser Radiokollegwoche und beleuchten ein paar beliebte Lebensmittel genauer: Milch zum Beispiel - eine weiße Emulsion die als Drüsensekret von Kuh, Schaf und Ziege gewonnen wird. Ist Milch so gesund, wie es Werbespots vermuten lassen? Oder fördert sie ungehemmtes Zell-Wachstum, das zu Krebs führen kann? Ein weiteres Beispiel: Die berühmte Mittelmeerdiät mit viel Olivenöl und Fisch: Omega 3-Fettsäuren bringen zweifellos Vorteile für den menschlichen Organismus - aber stimmt das auch, wenn die "Mittelmeer"-Diät in Zentraleuropa mit raffiniertem Olivenöl und tiefgefrorenen Fischen eingehalten wird? Und wie steht es mit grünem Gemüse - ist es wirklich so gesund wie uns Glauben gemacht wird? Überhaupt: Gemüse - hängt der Nähr-Wert nicht auch von Regionalität und Frische ab?

09.45 Uhr
Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Willi Warma, Alicia Edelweiss, Brenk Sinatra, Opus (1). Gestaltung: Thomas Mießgang, Ambra Schuster, Stefan Niederwieser, Walter Gröbchen Im Januar 2017 hat das Radiokolleg eine Langzeit-Serie zur Geschichte der österreichischen Popmusik gestartet. Von Ambros bis Qualtinger, von Danzer bis Wanda wird das Leben und Werk einzelner Musiker/innen und Bands dokumentiert, ihre Bedeutung für die österreichische Musiklandschaft reflektiert und ihr Beitrag zu einer kritischen Gegenkultur gewürdigt. *Willi Warma - Der Sound der Stahlstadt* Die Linzer Band Willi Warma war eine Gruppe mit schmalem Werk aber weitreichender Wirkung. Eigentlich in gewisser Weise mehr ein Mythos als eine popmusikalische Realität, die sich zu einer Karriere hätte ausbauen lassen. Willi Warma galten in ihrer Glanzzeit in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren als ´sexiest band alive` und waren weltberühmt in Oberösterreich - doch ihre Strahlkraft reichte durchaus auch für Auftritte im Wiener U 4, wo sie die Hauptstadtbands mit druckvollen Klängen und körperbetonter Bühnentheatralik herausforderten. Der Band um den charismatischen Sänger Kurt Holzinger gebührt die Ehre, die inoffizielle Linz-Hymne "Stahlstadtkinder" komponiert zu haben, die mit ruppigem Offbeat-Rhythmus ein postindustrielles, oppressives Ödland beschreibt: "Stahlstadtkinder immer im Duell / Stahlstadtkinder leben viel zu schnell / Stahlstadtkinder in den Stahlfabriken / Und abends besoffen in den Discotheken" Ansonsten waren Willi Warma, angemessen verrucht nach einem gestrickten englischen Peniswärmer benannt, ein klassische Band des Überganges zwischen zwei jugendkulturellen Milieus: Ursprünglich beeinflusst von den Rolling Stones, den Stooges und den Glamrockbands der frühen Siebziger gehörten sie zu den ersten, die nach London pilgerten und mit Singles von den Sex Pistols und den Clash zurückkehrten. Daraus wurde ein giftiger Cocktail gebraut, zu dem aber auch eine harte, punkige Version des Schlagers "Ich sprenge alle Ketten" von Ricky Shayne gehörte - ein Vorgeschmack auf das, was bald als Neue Deutsche Welle bekannt werden sollte. Zu dieser Zeit wurde in Linz-Urfahr das heute nicht mehr existierende Café Landgraf als unorthodoxe Rock and Roll-Location entdeckt und Willi Warma avancierten zur Hausband einer sich gerade erst formierenden Punk-Szene. Es war eine Zeit der hohen energetischen Verdichtung, in der Willi Warma sich mit den anderen Linzer Lokalheroen Miss Mollies Favourites a la Beatles und Stones matchten - und meistens den Sieg davontrugen, vor allem bei den Girls. Dass daraus nicht mehr gemacht werden konnte, ist ein kleines Drama der österreichischen Popgeschichte. Willi Warma schafften es nie ganz, ihre Live-Energie auf Tonträger zu transformieren und sie pendelten einigermaßen unentschlossen zwischen englischen und deutschen Texten und zwischen Pop, Punk und R B, ohne sich auf eine wiedererkennbare Linie festzulegen. Dabei gelangen immer wieder geniale Songs wie die Konrad Bayer-Vertonung "Niemand hilft mir", doch nie ein Album, das den Stellenwert der Band in der österreichischen Szene markiert hätte. So war die Willi Warma-Ära bereits 1983 wieder vorbei. Mittlerweile sind mit Kurt Holzinger, Peter Donke und Julius Zechner bereits drei der vier Bandmitglieder verstorben. Der Mythos jedoch lebt - bis heute. Gestaltung: Thomas Mießgang

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Eva Teimel. Der Komponist Georg Christoph Strattner In Weimar war er für kurze Zeit Johann Sebastian Bachs Vorgesetzter, in Frankfurt wirkte er als Musikdirektor, in Durlach war er Hofkapellmeister. Seine Wurzeln hat Georg Christoph Strattner jedoch im Burgenland. Der um das Jahr 1645 geborene Komponist stand bisher sehr im Schatten seiner Zeitgenossen - dabei hat er für die protestantische Kirchenmusik des 17. Jahrhunderts einen wesentlichen Beitrag geleistet. Von welch innovativer Schaffenskraft sein Werk ist, bezeugen seine Geistlichen Konzerte, die erst kürzlich in einer Erst-Einspielung veröffentlicht wurden.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

Ex libris Nachlese Bram Stoker: "Dracula", Roman, Steidl Verlag (Übersetzung: Andreas Nohl) Es liest Stefan Suske In Ex libris am Sonntag war Andreas Puff-Trojan mit seinem Buch "Vampire. Schattengewächse der Aufklärung" zu Gast. Eine zentrale Stellung darin nimmt der 1897 erschienene Roman "Dracula" des irischen Schriftstellers Bram Stoker ein. Dieser ist vor allem durch verschiedene Verfilmungen, unter anderem durch Friedrich Wilhelm Murnaus "Nosferatu" gewissermaßen zu einem Untoten der Populärkultur geworden. Allerdings lassen die Verfilmungen die Vielschichtigkeit von Stokers Roman vermissen. Denn darin ist der Vampir nicht einfach die Personifizierung des Bösen, sondern ein widersprüchlicher Charakter, ganz im Sinne der literarischen Moderne. Die Geschichte beginnt damit, dass der junge Rechtsanwalt Jonathan Harker von London nach Siebenbürgen reist, um beim Grafen Dracula Papiere für den Kauf eines Anwesens in England unterzeichnen zu lassen. Doch sein Aufenthalt im entlegenen Schloss beginnt allmählich aus dem Ruder zu laufen ... Gestaltung: Peter Zimmerman

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Daniela Knaller. G-Violone Violoncello Schon bei ihrem ersten Auftritt im Duo war das Food Barrocco - das sind die Cellistin Marie Orsini-Rosenberg und der Violonist Herwig Neugebauer - vom Klang der Besetzung Violoncello G-Violone begeistert. Beide Instrumente gehören verschiedenen Instrumentenfamilien an. Der G-Violone ist das größte 8-Fuß Instrument, demnach im selben Register wie das Cello. Er besitzt ein helleres Timbre als das Violoncello. Nun haben die beiden Instrumentalisten für ihr Album "Baroque Cello Sonatas" Künstler und Stücke ausgewählt, die trotz ihrer Virtuosität, melodiöser Brillanz und Berühmtheit zu Lebzeiten heute eher Geheimtipps sind. So finden sich darauf Sonaten von Antonio Caldara, Giovanni Battista Bononcini, Giuseppe Sammartini und Wenceslaus Joseph Spourni. Ein abwechslungsreiches und fantasievolles Programm!

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

Annäherungen an den Intelligenzbegriff. Gast: Ass.-Prof. Mag. Dr. Jakob Pietschnig, Privatdoz., Institut für Psychologie der Entwicklung und Bildung, Universität Wien. Moderation: Xaver Forthuber. Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79 E-Mails an punkteins(at)orf.at Die PS-Zahl des Hirns - so könnte man den Intelligenzquotienten nennen, als einen Versuch, kognitive Leistung zu beziffern, um die sich viele Mythen ranken. Lange Zeit schien zum Beispiel die Menschheit zumindest in den Industrienationen im Schnitt "intelligenter" zu werden - gemessen am IQ. In den letzten Jahrzehnten sehen einige Studien, dass sich der Effekt zum Teil sogar umkehrt. Heißt das jetzt, dass wir alle dümmer werden? Ein neues Buch mit dem Titel "Intelligenz - wie klug sind wir wirklich?" versucht mit historischen und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen aus verschiedensten Disziplinen Klarheit zu schaffen. Der Autor Jakob Pietschnig ist Intelligenzforscher und, so schreibt er im Vorwort seines Buches, auch persönlich von dem Thema begeistert. Was ist eigentlich Intelligenz? Bekannt ist laut Pietschnig, dass sie "grundsätzlich im Hirn stattfindet", weswegen der Hirnforschung ein eigenes Kapitel gewidmet ist. Intelligenz ist ferner "das, was Intelligenztests messen" - so soll es der amerikanische Psychologe Edwin Boring formuliert haben. Modernere Definitionen stellen etwa das Erkennen von Mustern als eine zentrale kognitive Leistung in den Vordergrund. Jakob Pietschnigs Buch nähert sich der "Schnittmenge von Begabung, Klugheit und Weisheit", die wir Intelligenz nennen, auf vielfältige Weise. Dabei erfährt man auch viel darüber, wie die physiologische und psychologische Forschung sowie das Nachdenken über das Denken sich im Lauf der Zeit entwickelt haben - und wo sie heute stehen. Jakob Pietschnig ist zu Gast bei Xaver Forthuber. Was bedeutet für Sie Intelligenz? Halten Sie sich oder andere für intelligent und warum? Was haben kognitive Fähigkeiten mit einem erfüllten Leben zu tun? Reden Sie mit: Rufen Sie in der Sendung an unter 0800 22 69 79 oder schreiben Sie ein E-Mail an punkteins(at)orf.at

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. Instrumentalwerke von Tarquinio Merula, Antonio Cifra, Francesco Provenzale, Nicola Fiorenza, John Ravenscroft, Arcangelo Corelli, Dario Castello, Antonio Vivaldi, Giovanni Gabrieli und Francesco Mancini. Lucie Horsch, Blockflöte, Niederländische Bachvereinigung, Leitung: Shunske Sato (aufgenommen am 20. Februar im Konzerthaus in Nijmegen). Präsentation: Jörg Duit Seit einem Jahrhundert setzt die Niederländische Bachvereinigung Maßstäbe in der Bachpflege: 1921 gegründet, ist sie das weltweit älteste Barockensemble, das nicht zuletzt durch seine Aufführungen der Matthäus-Passion Berühmtheit erlangt hat. Die künstlerische Leitung liegt seit Juni 2018 in den Händen des renommierten, japanischen Geigers Shunske Sato. Gemeinsam mit der niederländischen Blockflötistin Lucie Horsch gestaltete die Niederländische Bachvereinigung am 20. Februar 2021 ein Konzert im Konzerthaus in Nijmegen. Auf dem Programm standen Werke von u.a. Dario Castello, Antonio Vivaldi, Giovanni Gabrieli und Francesco Mancini.

15.30 Uhr
Moment

Schön ist das Unvollkommene. Die traditionelle japanische Keramikreparatur Die jahrhundertealte japanische Technik Kintsugi versteht Keramikreparatur anders: Bruchlinien werden nicht versteckt, sondern leuchten in Gold, Silber oder anderen Farben. Das in teils monatelanger Arbeit aufwendig reparierte Objekt ist sogar noch wertvoller als vor dem Bruch. Das Unvollkommene ist schön - längst ist Kintsugi in Lebensratgebern zur Metapher geworden. Gestaltung: Alina Sklenicka Randnotizen: Andrea Hauer

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

"Das traust du dich nie!" Rudi und der Mut Rudi und Tony Terrier streiten darüber, wer mutiger ist. Tony behauptet, dass er sich mehr traut, weil er auch in der Dunkelheit allein nach Hause geht. Der Radiohund wiederum behauptet, dass er viel mutiger sei, weil er schon einmal von einem Dreimeterturm gesprungen ist. Für die Volksschulkinder Jasmin, Kevin, Matthias und Tobias aus Herzogsdorf in Oberösterreich bedeutet mutig sein wieder etwas anderes. Kevin: "Dass man Sachen macht, wo man Angst hat und die Angst dann überwindet. Zum Beispiel wenn man Angst vor dem Tauchen hat - so wie ich - und dann habe ich eine Tauchermaske bekommen und jetzt kann ich es." Gestaltung: Kathrin Wimmer

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Passagen

Auf eine Melange mit Musalek Aufgenommen im RadioKulturhaus am 28. September 2021. Ab der Herbstsaison wird sich Prof. Dr. Michael Musalek in seiner Gesprächsreihe pro Monat einem spannenden Thema aus dem Bereich der menschlichen Psychologie widmen und legte im September den Fokus auf die Potenziale und Ressourcen des Menschen mit der Prämisse: "Werde der du bist!" Gestaltung: Haimo Godler

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Astrid Schwarz. HEYM vertonen frühe Gedichte von Stefan Heym Lieben, Leben, Tod und Hass werden ebenso in seinen Gedichten thematisiert wie Krieg und Antifaschismus. Was immer noch bleibt ist die Hoffnung. "Ich aber ging über die Grenze", schrieb der junge Helmut Flieg im Frühjahr 1933, kurz nachdem er genau das getan hatte, nämlich über die Grenze gegangen war. Geflohen aus Deutschland wegen eines Gedichts, kurz bevor er sich den Namen gab, unter dem er bekannt werden sollte: Stefan Heym. Über 300 Gedichte entstanden bis 1936, ehe er wieder über Grenzen ging auf seinem Weg durch das 20. Jahrhundert. Die Gruppe HEYM mit Klara Deutschmann (Gesang, Oboe), Daniel Moheit (Akkordeon) und Robert Stadlober (Gitarre, Gesang) hat sich zusammengefunden, um die Grenze und Verbindung von Lyrik und Musik auszuloten, sie zu überschreiten und mit Melodien diese fast ein Jahrhundert alten Gedichte im Heute zu verankern.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Die Levante mit: Sven Tost, Althistoriker und Lehrbeauftragter für Alte Geschichte an der Kepler Universität Linz Gestaltung: Barbara Matzner-Volfing Seit der Urgeschichte besiedeln Menschen jenes vorderasiatische Gebiet, das als Levante bekannt ist. Im Einflussbereich antiker Großmächte gelegen, wird diese Region zu einem Schnittpunkt kultureller, wirtschaftlicher und politischer Entwicklungen. Diese Entwicklungen begünstigen den Aufstieg urbaner Zentren wie Byblos, Antiochia oder Ugarit. Wie sind diese Städte entstanden? Welchen Einfluss hatten sie auf die Levante, aber auch über die Region hinaus? Diesen Fragen widmet sich ein Querschnitt durch die Geschichte einer Urbanisierung in der Levante, vom Neolithikum bis zur Spätantike.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Der Streit zwischen Frankreich und Großbritannien über den Umgang mit den Flüchtlingen spitzt sich zu. Gestaltung: Gabi Biesinger, Sabine Wachs (ARD) Immer mehr Flüchtlinge machen sich von Frankreich aus auf den Weg über den Ärmelkanal nach Großbritannien; seit Jahresbeginn sind bereits 17.000 Bootsflüchtlinge an Englands Küste gelandet, mehr als doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2020. Das führt zu einem immer größeren Zerwürfnis zwischen Paris und London, denn die britische Regierung zahlt den Franzosen viel Geld, um zu verhindern, dass die Menschen überhaupt in See stechen. Die britische Innenministerin will nun mit harten Maßnahmen ein Exempel statuieren. Frankreich wiederum möchte die zahllosen Lager loswerden, die sich rund um die Hafenstadt Calais an der Küste erstrecken; die britischen Vorwürfe werden als ungerecht empfunden. Paris erhofft sich Unterstützung von der europäischen Grenzschutzbehörde Frontex. Von beiden Küsten aus beleuchten die Autorinnen die menschlichen Schicksale und die politischen Interessen in dem Konflikt.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Vielfacher Schriftsinn - Zum 50. Todestag des Literaturwissenschaftlers Peter Szondi. Von Nikolaus Halmer In seinen Analysen von literarischen und philosophischen Texten ging Peter Szondi davon aus, dass keine allgemein verbindliche Methode mehr existiere, wie Kunstwerke zu interpretieren seien. Er war überzeugt, dass sie nicht lückenlos erschlossen werden könnten und ihren Rätselcharakter beibehielten. Dies betrifft speziell die literarische Avantgarde, die seit Stéphane Mallarmé, mit "einem vielfachen Schriftsinn" behaftet sei. In seiner Schrift "Theorie des modernen Dramas" ortete Szondi den Auflösungsprozess einer kohärenten Handlung, die bei klassischen Autoren wie Friedrich Schiller noch die Norm war. Ein Beispiel dafür ist Anton Tschechow, dessen Dramen "im Zeichen des Verzichts" stehen. Die Menschen verzichten auf die Gegenwart und das Glück in der konkreten Begegnung. Ihre Monologe evozieren Erinnerungen längst vergangener Begebenheiten; die Suche nach der verlorenen Zeit überdeckt die trostlose, inhaltsleere Gegenwart. Mit diesen Thesen wurde Szondi zum Außenseiter der zeitgenössischen Literaturwissenschaft, was zu seinem Selbstmord beitrug.

19.30 Uhr
On stage

Clemens Rofners CLERQ und Pol.D beim Outreach-Festival 2021 Im Zentrum des Eröffnungsabends des diesjährigen Outreach-Festivals stand am 5. August 2021 eine mit Spannung erwartete Premiere: Der Tiroler Bassist Clemens Rofer, bekannt u. a. aus dem Quartett HI5, stellte mit CLERQ sein erstes allein verantwortetes Projekt vor. Unterstützt von Kai Schumacher (Klavier), Sebastian Schneider (Mono-Synthesizer) und Simon Springer (Schlagzeug), choreografierte Rofner eine rund 48-minütige, basslastige Groove-Soundscape, organisch entwickelt, akkurat und vielfältig ausgearbeitet, und mit Adam Holzmans per Video zugespieltem Keyboard-Solo als gewitzter Pointe. Für den Ausklang des Abends sorgte später das Wiener Quartett Pol.D alias Polykleitos Dialog von Bassist Tobias Vedovelli, der mit Saxofonist ?tepán Flagar, Pianist Mike Tiefenbacher und Schlagzeuger Michael Prowaznik klug disponierten, kraftvollen Modern Jazz zu Gehör brachte. Gestaltung: Andreas Felber

21.00 Uhr
Ex libris

Bücher, Menschen, Themen

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Fürchtet euch nicht! Wege aus der Angst (1). Gestaltung: Daphne Hruby Was ist wirklich gesund? Lebensmittel auf dem Prüfstand (1). Gestaltung: Sabine Nikolay Lexikon der österreichischen Popmusik.Willi Warma, Alicia Edelweiss, Brenk Sinatra, Opus (1). Gestaltung: Thomas Mießgang, Ambra Schuster, Stefan Niederwieser, Walter Gröbchen

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

musikprotokoll 2021. Ensemble Zeitfluss Internationale und lokale Positionen zu verknüpfen, ist das Ziel des Grazer Ensembles Zeitfluss und des Dirigenten Edo Micic. Die deutsche Komponistin Isabel Mundry ist in diesem gemeinsam mit die andere saite konzipierten Programm ebenso vertreten wie die junge, aus Shanghai stammende Klaus Lang-Schülerin Xu Weiwei - sie reflektiert in "oh, city" Tempo und Dynamik des Stadtlebens. Der in Graz lebende Anselm Schaufler hat drei Chansons auf Texte von Christian Teissl komponiert - mit dem Bild einer zerkratzten, gesprungenen Schellackplatte im Kopf. Tanja Elisa Glinsner, Gewinnerin des Ö1 Talentebörse Kompositionspreises, wird als Gesangssolistin ein eigenes Werk uraufführen: "Die Nacht bricht ein ... " basiert auf Grillparzers "Medea" und ist ein Plädoyer für die Titelfigur, die, so Glinsner, "in einer männerdominierten Gesellschaft, grausam zum psychischen Zusammenbruch geführt, im verzweifelten Racheakt den Punkt äußerster Selbstverleugnung erreicht und doch gerade darin zur Handelnden, zur Akteurin wird". Aufgenommen am 9. Oktober 2021 im MUMUTH in Graz. Gestaltung: Christian Scheib

00.00 Uhr
Nachrichten

Eine Zustandsbericht des westafrikanischen Landes 60 Jahre nach seiner Gründung. Gestaltung: Susanne Lettenbauer Das heutige Kamerun entstand am 1. Oktober 1961, als sich die französischsprachigen mit den englischsprachigen Gebieten zusammenschlossen. Doch es gibt wenig Grund zum Feiern: Die Föderation ist gescheitert, seit fünf Jahren kämpfen Rebellen in den anglophonen Landesteilen um die Unabhängigkeit ihrer "Ambazonien" genannten Gebiete. Die englischsprachige Bevölkerung fühlt sich gegenüber der französischsprachigen benachteiligt. Den autokratisch herrschenden Präsidenten Paul Biya lehnt sie ab; Biya ist kommendes Jahr 40 Jahre im Amt und damit erst der zweite Staatschef seit der Unabhängigkeit. Doch es gibt auch viele Signale der Hoffnung: Die junge Generation gründet Start-ups, Modedesignerinnen sind auf dem Sprung auf die Laufstege der Welt, junge Politiker/innen aus allen zehn Landesteilen bereiten sich auf einen Regierungswechsel vor, und Oppositionspolitiker in Nordkamerun proben den Widerstand.

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

dazw. 03:00 Uhr Nachrichten