Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Kammermusikfest Lockenhaus 2021

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Mutter und Muse der Moderne". Zum 75. Todestag der Autorin spricht Brigitte Schwens-Harrant, Literaturkritikerin, Buchautorin und Feuilletonchefin der Wochenzeitung "Die Furche" Was für eine Frau: Sie sammelte Kunstwerke in ihrer Pariser Wohnung und versammelte dort auch regelmäßig die bedeutendsten Künstler ihrer Zeit, darunter Pablo Picasso und Juan Gris. Gertrude Steins Material war aber nicht die Leinwand, sondern die Sprache; was sie in den Bildern der Kubisten sah, beeinflusste ihr eigenes Schreiben. Die am 3. Februar 1874 in Pennsylvania geborene Schriftstellerin war als 29-Jährige mit ihrem Bruder nach Paris gekommen. Linear erzählte Geschichten interessierten sie nicht, ihre Kommasetzung ist legendär - ihr Thema war die Sprache. Am 27. Juli 1946 starb Gertrude Stein in Paris. Über die Schriftstellerin und ihre Werke spricht Brigitte Schwens-Harrant, Literaturkritikerin, Buchautorin und Feuilletonchefin der Wochenzeitung "Die Furche"

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Chris Tina Tengel. Musik vom Erfinder des "mittleren" Klavierpedals - William Byrd, verspielt und phantasievoll - "queere" Pianistik. Ich liebe historische Aufnahmen, wobei bei mir historisch wirklich "alt" bedeutet. Die Veränderungen der musikalischen Herangehensweise, in der sich immer die Mentalität, das ganze Seelenleben der Beteiligten, indirekt auch das Tempo und der Ton der jeweiligen Ära abbilden - da die Ohren aufzusperren ähnelt einem Gang durch ein Menschheitsmuseum.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Elisabeth Koschier, Professorin für Pflanzenschutz, spricht über die Thripse. Teil 2: Vorbereitungen zum Fliegen Gestaltung: Lothar Bodingbauer Thripse sind sehr kleine Insekten. Sie werden auch Fransenflügler genannt, Blasenfüße oder Gewitterfliegen. Weltweit sind 6000 Arten beschrieben. Viele ernähren sich von Pilzen oder Pflanzen, andere sind Räuber und ernähren sich von anderen Insekten. Sie sind etwa 1 bis 3 mm groß, haben Flügeln mit Fransen, 6 Beinchen und einen ovalen Kopf mit Antennen. Ihre Mundwerkzeuge sind Stechborsten, die sie vorstoßen können, um Zellen auszusaugen. Aus den Eiern schlüpfen Larven, es gibt zwei Larvenstadien, danach zwei Ruhestadien, dazwischen häuten sie sich, und zu guter Letzt entsteht ein erwachsener Thrips. Das Ganze dauert zwischen ein und vier Wochen. Sie leben zwischen 20 und 70 Tage. Thripse verstecken sich in Spalten und Nischen von Pflanzen, um sich vor Feinden zu schützen. Sie sind daher als Insektenart sehr unbekannt. Gut bekannt - und wenig geliebt - sind sie hingegen in der Landwirtschaft und der Zierpflanzenzucht. In Glashäusern und Monokulturen können sie großen Schaden anrichten.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - "Let's talk about Sex"

Das meist besprochene Tabu der Welt (2). Gestaltung: Christa Nebenführ Egal ob es sich um Romane, Filme, Serien, Magazine, Werbeplakate oder Social Media handelt, sexuelle Inhalte sind allgegenwärtig. Unterschwellige Botschaften sollen zum Kauf von Produkten anregen, pornographische Inhalte die Lust der Betrachtenden wecken oder steigern, und Bücher, Broschüren und Blogs Informationen liefern. Hat sich die gesellschaftliche Sicht auf Sexualität verändert? Aktuell werden in der Sexualwissenschaft vier Hauptfunktionen unterschieden: Die menschliche Sexualität dient der Fortpflanzung, sie ist ein Bindungsfaktor in Beziehungen, sie spendet Lust und sie spielt eine identitätsstiftende Rolle. Keines dieser Felder kann aus dem kulturellen Kontext herausgelöst werden. Mit der breiten Verfügbarkeit von Social Media und dem Aufbrechen des binären Codes der gegengeschlechtlichen Zweierbeziehung ist der Aspekt der sexuellen Identität in den Vordergrund gerückt. Expert/innen konstatieren einen Trend, Sexualität nicht mehr als etwas grundlegend Existenzielles und Dramatisch-Dämonisches zu begreifen, sondern als ein Element des Wohlbefindens. Hieß es bei den Großeltern der Boomer-Generation noch: "Das Gestohlene ist ja doch das Schönste", scheint die Lust am Tabubruch nicht mehr ins Gewicht zu fallen. Sex hat seine Anrüchigkeit verloren. Wie offen gestaltet sich im Licht dieses Paradigmenwechsels der persönliche Austausch über Sexualität? Welche Auswirkungen hat der Dialog? Eine sexuelle Begegnung ist im Idealfall ein Akt gelungener Kommunikation. Christa Nebenführ hat Menschen verschiedener Generationen und sexueller Orientierungen, Therapeut/innen, Buchautor/innen, Social Media User/innen und Dientleister/innen zur Kommunikation über Sex befragt und sich in Medien und Fachpublikationen kundig gemacht.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Der optimistische Nihilist Paul Watzlawick

"Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst" (2). Gestaltung: Andreas Maurer Seine Buchtitel gleichen Werbeslogans, sein Statement "Man kann nicht nicht kommunizieren" hat bis heute Gültigkeit. Paul Watzlawick (1921-2007) war Philosoph, Psychotherapeut, Wirklichkeitsforscher, Kommunikationswissenschaftler, Visionär und Aufklärer - ein Spurenleser, ein Übersetzer der großen Fragen des Menschen und: Kärntner. Gerne reiste der Stanford-Professor zu Vorträgen in seine Geburtsstadt Villach und schwärmte im heißen Kalifornien vom heimatlichen Dobratsch. Wer also war Paul Watzlawick als Mensch? Wofür steht sein Werk noch heute? Andreas Maurer ist anlässlich seines 100. Geburtstags diesen beiden Fragen nachgegangen. Herausgekommen ist dabei ein Porträt über einen "blauäugigen Gentlemen", dessen Wurzeln in Italien und Böhmen liegen, der die Kriegszeit in Europa hautnah miterlebte, in Bombay und El Salvador arbeitete und in Kalifornien Weltkarriere machte. Soviel sei aber schon jetzt verraten: Paul Watzlawick war ein Pop-Philosoph, ein optimistischer Nihilist, der das 2. Klavierkonzert von Rachmaninow liebte und der schließlich erkannt hat, dass "die Sinnlosigkeit der Suche nach endgültigen Lösungen sich dann sogar als höchst sinnvoll erweist, nämlich als Irrweg, der beschritten werden muss, um sich als Irrweg zu erweisen und so den Weg freizugeben für das Ergebnis der zeitlosen Fülle des gegenwärtigen Augenblicks." (P. Watzlawick: "Vom Schlechten des Guten oder Hekates Lösungen"; 1986)

09.45 Uhr
Radiokolleg - Nobody's perfect

Wie mit Scheitern umgehen? (2). Gestaltung: Tonmeisterstudent Jakob Kainz von der mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien in Zusammenarbeit mit Tonmeisterstudent Anton Vertipolokh und Hans Groiss Perfektion ist ein Ziel, das Menschen motivieren kann. Andererseits entspricht Perfektion kaum der Natur des Menschen und der Welt, daher ist sie in der realen Welt absurd, in der Kunst subjektiv, aber auf jeden Fall fesselt sie zur Kreativität. Im Konzert oder bei Performances steht die Unterhaltung des Publikums im Vordergrund. MusikerInnen müssen richtig spielen und dabei Emotionen zeigen - dabei darf kein Fehler passieren, glauben die Künstler auf der Bühne. Das Publikum ist weniger streng, wenn die Aufführung nicht 100%ig perfekt war. Viel eher geht es um überspringende Leidenschaft. Bei einer Komposition stehen die Meinungen von musikaffinen Menschen im Mittelpunkt. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden, deshalb gibt es keine "perfekte" Komposition. Es gibt aber Kompositionen die gewisse Parameter oder Regeln perfekt erfüllen, das heißt aber nicht, dass sie auch jedem und jeder gefallen. Nicht immer, aber oft ist Perfektionismus etwas Übertriebenes. Manchmal motiviert eine solche "Superaufgabe" nach dem Prinzip: "Wenn du auf den Mond willst, ziele auf entfernte Sterne". In der Praxis nimmt Perfektion jedoch oft zu viel Zeit und Energie in Anspruch - und macht das künstlerische Schaffen einseitig. Ob jemand Konzertmeister bei den Wiener Philharmonikern ist oder ein Kind die Großeltern beim Klassenabend in der örtlichen Musikschule begeistern will, macht wohl einen Unterschied. Musikproduktion lebt auch vom Perfektionismus. Die Digitalisierung hat zu einer Sucht nach sterilem Klang geführt - wir hören sofort, wenn etwas ungenau gesungen und nicht digital nachgebessert wurde. Unsere Ohren wurden umerzogen. Aber auch Scheitern ist essenziell beim Lernen. Musiker/innen ist Frust nicht fremd: Vor der Kür kommt die Pflicht, ist das Motto. Wird dieses Streben nach Erfolg und Erfüllung zum selbstauferlegten Stress oder kommt der eigentliche Druck erst dann, wenn sich KünstlerInnen mit anderen vergleichen? Wettbewerbe, Social Media und Homestudio machen das Musikerleben nicht leichter. Wie viele Mozarts und Rolling Stones vegetieren glücklich in ihren Kellerstudios? Welcher absolute Superstar ist nicht auf irgendeine Art und Weise schon gescheitert? Das Streben nach absoluter Perfektion in der Musik inkl. dem Business dahinter, führt bei vielen prominenten Musikern zu psychischen Erkrankungen und selbstzerstörerischem Verhalten wie Sucht oder Suizid. "Was mich nicht umbringt, macht mich stärker" ist ein Zitat des Philosophen Friedrich Nietzsche. Für den Prozess des Scheiterns bedeutet das: solange kein irreparabler Schaden entstanden ist, kann gestärkt aus einer Krise herausgegangen werden. Studierende der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien fragen gemeinsam mit Radiojournalist Hans Groiss bei Perfektionist/innen nach, überdenken mit Philosoph/innen, analysieren mit Gescheiterten und suchen Lösungsansätze mit Psycholog/innen.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Michael Blees Riccardo Muti und die Notentreue - zum 80. Geburtstag des italienischen Star-Dirigenten. Ausschnitte aus Opern von Wolfgang Amadeus Mozart, Vincenzo Bellini, Giuseppe Verdi, Ruggero Leoncavallo u.a. Als er 1983 eine Neuproduktion von Giuseppe Verdis "Rigoletto" an der Wiener Staatsoper dirigierte, gab es für den vor 80 Jahren, 1941 in Neapel geborenen Riccardo Muti nicht nur Jubel; von Teilen des Publikums wurde seine Haltung abgelehnt, Werke aufzuführen, exakt wie sie die Komponisten niedergeschrieben hatten, also vollkommen ungekürzt, ohne alle traditionellen Striche, vor allem aber ohne all die liebgewonnenen Spitzentöne, Kadenzen und Verzierungen, die sich Sängerinnen und Sänger in traditioneller Weise einlegen und auf die viele Opernfreunde auch oftmals mit Spannung warten. Doch auch ablehnende Reaktionen aus dem Publikum haben Riccardo Mutis Credo zur akribischen Partituren- und Noten-Treue nicht ändern können - "Come scritto", "wie geschrieben" ist sein Leitsatz. Wenn er am Pult steht, dann sind größte Präzision und Detailarbeit, orchestrale Brillanz und Akkuratesse garantiert; seine Aufführungen sind durchzogen von Intensität und packender Energie; nur auf alle eben nicht in den Noten stehenden zusätzlich eingelegten Spitzentöne muss man bei ihm verzichten - von seltenen Ausnahmen abgesehen.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Eiserne Regeln" und andere Erzählungen. Von Etgar Keret. Aus dem Hebräischen von Barbara Linner. Es liest Florian Teichtmeister Ein älterer Mann am Nachbartisch beobachtet das eng umschlungene küssende Pärchen, sie bemerken ihn nicht. Als der Mann allein ist und versucht, seine Kleider und Gedanken in Ordnung zu bringen, spricht der Ältere ihn an. Er meint es gut, aber er kennt die Hintergründe eben nicht. Die peinliche Situation gipfelt darin, dass er seine Regeln verrät, die ihm geholfen haben, seine Ehe über Jahrzehnte frisch zu halten. Etgar Keret, 1967 in Ramat Gan, Israel geboren, ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftsteller Israels. Er schreibt Kurzgeschichten, Graphic Novels, politische Essays und Drehbücher. Viele Jahre hielt er Drehbuchseminare an der Filmhochschule von Tel Aviv. "Jellyfish", der Erstlingsfilm von Etgar Keret und seiner Frau Shira Geffen, erhielt 2007 auf den Filmfestspielen in Cannes die "Caméra d'Or". Etgar Keret ist ein Meister der kurzen Form. Seine Short-Story-Bände sind in Israel Bestseller und werden in 40 Sprachen übersetzt. Bei S. Fischer erschienen die beiden Storybände "Die sieben guten Jahre" sowie "Plötzlich klopft es an der Tür". Sein neuester Band "Tu's nicht" wurde mit dem National Jewish Book Award ausgezeichnet und ist 2020 im Aufbau Verlag erschienen. Etgar Keret lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Tel Aviv. Gestaltung: Stefanie Zussner

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Helene Breisach. Emmanuel Tjeknavorian präsentiert sein Debüt-Album als Dirigent. Als Geiger ist der 26-jährige Emmanuel Tjeknavorian bereits ein Star - und schon seit einigen Jahren bereitet er die nächste Etappe seiner Musikerkarriere vor: 2014 hat er begonnen, bei seinem Vater, Loris Tjeknavorian, Dirigierunterricht zu nehmen und sich weitere künstlerische Anregungen bei internationalen Meisterkursen zu holen. "Nach ungezählten Auftritten mit dem Gesicht zum Zuschauerraum stehe ich nun mit dem Rücken zum Saal", so Tjeknavorian in einem Interview. "Gebe in die Stille hinein den ersten Einsatz, den ich so gut kenne. Dann heben wir ab. Alle." Im Mai 2021 hat Tjeknavorian seine erste CD als Dirigent vorgelegt. Mit dem Tonkünstler Orchester Niederösterreich hat er eine Reihe fulminanter russischer Orchesterwerke eingespielt: die Ouvertüre von Michail Glinkas "Ruslan und Ludmilla", die Polowetzer Tänze von Alexander Borodin und die Symphonische Suite "Scheharazade" von Nikolai Rimski-Korsakow. Ein hoch romantisches Programm, bei dem das Orchester mit schwelgerischen Klängen auftrumpft, der junge Dirigent seine Kraft und Spielfreude auslebt und dann - heben sie gemeinsam ab.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Styriarte 2021

Singer Pur. Petit Jean de Latre: Qualis est dilecta mea * Adrian Willaert: Cantai hor piango * Gavin Bryars: Cantai, or piango * Claudio Monteverdi: Si ch´io vorrei morire * Joanne Metcalf: Gold and Thorns, Fire and Ice * Chen Yi: Written on a rainy night * Stanislava Stoytcheva: A Birthday (2021) * Philip Glass: Liquid Days * Irvin Berlin: Cheek to cheek (arr. H. Huber) * George Gershwin: Summertime (arr. M. Schmidl)n* Carroll Coates: London by night * Sting: Fields of Gold (arr. H. Beckmann) (aufgenommen am 13. Juli in der Helmut List Halle, Graz in 5.1 Surround Sound). Präsentation: Franz Josef Kerstinger

15.30 Uhr
Moment

Das Notwendigste ist das Tempo. Was Geschwindigkeit für Musik- und Tanzprofis bedeutet "Das Notwendigste und das Härteste und die Hauptsache in der Musik ist das Tempo", schrieb Mozart 1777 seinem Vater. Das gilt immer noch für alle Musik- und Tanzbegeisterte, ob Klaviervirtuosin oder DJ, Flamenco-Choreograf oder TikTok-Tänzerin, Radiomoderator oder Musikforscher. Tempo,Tempo! Wie schnell können aber MusikerInnen überhaupt spielen? Können sie mit Beethovens verrücktem Metronom mithalten? Ist schneller immer spannender? Wie üben VirtuosInnen der Musik und Tanz die Geschwindigkeit? Was passiert in ihrem Körper, in ihrem Kopf, wenn das Tempo rast? Warum hören Menschen so gerne Musik mit 120 "beats per minute"? Ist die Musik dazu verdammt, immer flotter zu werden? Eine Recherche in verschieden Bereichen des Kulturlebens. Gestaltung: Céline Béal

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Was bei Schluckauf im Körper passiert Hicks, hicks, hicks. Rudi ist genervt. Er hat Schluckauf und möchte ihn loswerden. Die Tierärztin Astrid Nagl weiß, warum Zwei- und Vierbeiner manchmal von einem "Schnackerl" geplagt werden - und was man dagegen tun kann. Gestaltung: Johanna Steiner

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

Auserlesen - Österreichische Autor/innen stöberten im Ö1-Archiv und präsentieren ihre Lieblingssendungen. Favoriten von Clemens Setz: Pfingstsonntag in Kirchstetten. Wie W. H. Auden, einer der bedeutendsten Lyriker des 20. Jahrhunderts, zum Kirchstettner wurde. Feature von Alfred Koch Auf Fotos sieht W. H.Auden aus wie der ältere Bruder Walter Matthaus: zerknittertes Gesicht, zerzauste Kleidung, Zigarette im Mundwinkel. Der englische Dichter war 1958 mit seinem Lebensgefährten ins niederösterreichische Kirchstetten gezogen, wo er ein umgebautes Bauernhaus gekauft hatte. Noch heute erinnert man sich dort an den schrulligen Bohèmien, der - als Anglikaner - in übergroßen Filzpantoffeln bei der Fronleichnamsprozession mitmarschierte. Während Auden in der englischsprachigen Welt noch immer als einer der bedeutendsten Lyriker des 20. Jahrhunderts gilt, ist er in Österreich längst in Vergessenheit geraten. Und selbst in Kirchstetten, wo Auden begraben liegt, wusste man mit dem mysteriösen Zugereisten lange nicht viel anzufangen. Was wollte Auden in Kirchstetten? War es tatsächlich der österreichische Wein, der ihn ins niederösterreichische Voralpenland lockte?

16.45 Uhr
Festspielsender Ö1

Ö1 Radiotipps und Blicke hinter die Kulissen des Ö1 Festspielsenders Gestaltung: Andreas Wolf Damit in Grafenegg ein perfektes Festival gelingt bedarf es neben den Künstlerinnen und Künstlern auch zahlreicher weiterer wichtiger Akteure. Vor das Mikrofon holen wir deshalb den Gärtner des Schlossparkes Alexander Malik, den Tontechniker Philip Pfeffer und die Gastronomin Eva Mörwald. Zudem gibt uns Elke Tschaikner Einblicke in die Sommertour des Ö1 Klassiktreffpunktes.

16.55 Uhr
Komponistinnen - 24 Porträts aus 3 Jahrhunderten

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Das Album "Pecata Beata" von Carola Ortiz und chinesisch-syrische Improvisationen Außergewöhnliche Musik aus Nordspanien: Carola Ortiz, Jahrgang 1986, aus Terrassa bei Barcelona, spielt verschiedene Klarinetteninstrumente, singt und komponiert. Ihre aktuelle Arbeit enthält Vertonungen von Gedichten katalanischer Autorinnen: "Pecata Beata". Inspiriert von der Volksmusik ihrer Heimat, verwendet Ortiz dafür eine Fülle an Klangmaterialien. Die poetische Kraft der Texte überzeugend umzusetzen ist ihr Hauptziel, ohne Rücksicht auf Genres oder gar Schubladen. Das CD-Cover zeigt Carola Ortiz, vor einem Teller sitzend, darauf ein dickes Kaktusblatt und ein paar Feigen. Stachelig und süß, und viel mehr noch, ist ihre Musik. Als Zwischenspiele zur konzentrierten Arbeit von Ortiz erklingen Improvisationen von chinesischer Pipa und syrischer Oud, live eingespielt von Gao Hong und Issam Rafea.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte Sommerserie

Von den Anfängen bis zur Gegenwart Die Geschichte Österreichs in 29 Kapiteln mit: dem Historiker Ernst Bruckmüller und dem Ö1-Redakteur Wolfgang Ritschl Das Österreich, das wir heute kennen, gibt es erst seit den Erfolgen der Schirennläufer in den 1970er-Jahren - könnte man überspitzt sagen. Der Wirtschafts- und Sozialhistoriker Ernst Bruckmüller beschreibt eine späte Nationsbildung auf dem Gebiet dessen, was nach dem Ende der Habsburgermonarchie zu Österreich erklärt wurde. Für ihn ist die österreichische Geschichte aber eine, die immer schon eine eminent europäische Geschichte war. Der Blick zurück zeigt, dass man hier stets eingebunden war in alles, was Europa betraf. An der Universität war Ernst Bruckmüller bekannt für den launigen Ton seiner Vorlesungen, die das kurzfristige Handeln der Akteure stets mit den langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Strömungen in Bezug setzten. Als Krönung seines Gelehrtenlebens hat der nunmehr emeritierte Professor eine umfangreiche "Österreichische Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart" veröffentlicht, im September wird diese auch in einer überarbeiteten Kurzform erscheinen. 29 Kapitel umfasst die "Betrifft: Geschichte"-Sommerserie, in der Ernst Bruckmüller im Gespräch mit Wolfgang Ritschl die österreichische Geschichte noch weiter verdichten wird.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Nachfahren von in der NS-Zeit Vertriebenen können nun wieder Staatsbürger werden. Gestaltung: Astrid Plank Knapp 15 000 Menschen haben sich bisher um eine Staatsbürgerschaft beworben, weil ihre Vorfahren in der NS-Diktatur aus Österreich flüchten mussten. Fast 6000 solcher neuen Staatsbürgerschaften wurden bereits verliehen: An Menschen aus Israel, aus Großbritannien, den USA, aus Kanada, Australien, Südamerika - aus allen Teilen der Welt, in die Verfolgte des NS-Regimes seinerzeit geflohen sind. Nun melden sich ihre Kinder und Enkel, die sich Österreich trotz der Verfolgung ihrer Vorfahren irgendwie verbunden fühlen. Die Zuerkennung der Staatsbürgerschaft ist eine kleine Wiedergutmachung Österreichs für die Mitschuld an Vertreibung und Holocaust, und so wird sie von den Neo-Österreichern auch empfunden. In der Sendung kommen einige von ihnen zu Wort. Adaptierte Neuausstrahlung einer Sendung vom Dezember 2020.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Little Vienna im fernen Osten Exil in Shanghai Von Uli Jürgens "Tragen Sie Sonnenbrille, sonst bekommen Sie einen Sonnenstich! Bei Straßenhändlern nichts kaufen, da Ansteckungsgefahr droht!" Mit diesen Worten wurden in den Jahren 1939/40 jene Flüchtlinge begrüßt, die auf der Flucht vor den Nationalsozialisten im fernen Shanghai ankamen. Rund 20.000 Menschen aus Deutschland und Österreich fanden in der chinesischen Metropole eine vorübergehende Zuflucht. Zunächst war es ein komfortables, westlich geprägtes und kulturell erfülltes Leben. In "Little Vienna" traf man sich in Wiener Kaffeehäusern wie dem "Würsteltenor" oder dem "Café Fiaker", besuchte Konzerte, Kinos oder Pferderennen. Mit Ausbruch des Pazifikkrieges im Dezember 1941 mussten jüdische Flüchtlinge in ein abgegrenztes Gebiet umsiedeln, von den Bewohner/innen "Shanghaier Ghetto" genannt, geprägt von Enge, Hunger, Krankheiten und Elend. Nach Kriegsende emigrierten die meisten "Shanghailänder" weiter in die Vereinigten Staaten oder nach Palästina. In Österreich waren die Flüchtlinge nicht willkommen, nur wenige kehrten zurück.

19.30 Uhr
Kammermusikfest Lockenhaus 2021

Nicolas Altstaedt und Freunde. "Sinneswachen". 40 Jahre Kammermusikfest Lockenhaus (aufgenommen vom 8. - 17. Juli in der Pfarrkirche Lockenhaus). Präsentation: Gerhard Krammer

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

"Let's talk about Sex". Das meist besprochene Tabu der Welt (2). Gestaltung: Christa Nebenführ Der optimistische Nihilist Paul Watzlawick. "Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst"(2). Gestaltung: Andreas Maurer Nobody's perfect. Wie mit Scheitern umgehen? (2). Gestaltung: Gestaltung: Hans Groiß und Studierende

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Spurensuche. HK Gruber und Kurt Schwertsik HK Gruber, Kurt Schwertsik und Otto M. Zykan begannen bereits Mitte der 1960er-Jahre, die Errungenschaften der damaligen musikalischen Avantgarde, die geprägt waren von Atonalität, Konstruktion und "l'art pour l'art"-Denken, kritisch zu hinterfragen - und mit ihrem neuen Stil, dem sie den tiefgründigen Namen "MOB art tone ART" gaben, sehr bald für Aufsehen zu sorgen. Gruber und Schwertsik stehen nun im Zentrum der heutigen "Zeit-Ton Spurensuche". Diese Reihe reflektiert in unregelmäßigen zeitlichen Abständen ein Stück österreichische Musikgeschichte, klärt und relativiert Standpunkte, zeigt Entwicklungslinien auf. Ein Teil der heutigen Sendung ist der Aufzeichnung der Uraufführung von Kurt Schwertsiks Komposition "Haydn lived in Eisenstadt" für Viola und Klavier, op. 122, gewidmet, die am 10. Mai 2021 in der Londoner Wigmore Hall stattgefunden hat. Weitere bekannte und weniger bekannte Werke von Schwertsik, aber auch von HK Gruber ergänzen diese uns von der BBC zur Verfügung gestellte Aufnahme. Nicht zuletzt ist die vor kurzem zur Wiederkehr des 100. Geburtstags des Dichters veröffentlichte neue Compact Disk in unserer Edition Ö1, die den Titel "H. C. Artmann - pur vertont" trägt, Thema; auf ihr sind ebenfalls Artmann-Vertonungen von Gruber und Schwertsik enthalten. Gestaltung: Hannes Heher

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten