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Radio-Podcasts

02.02.23 14:42 Uhr Bayern 2 Breitengrad

Südsudan: Alltag im jüngsten Land der Welt

Als der Südsudan 2011 die Unabhängigkeit vom Sudan erlangte, war die Euphorie grenzenlos. Jahrzehnte lang hatten die Südsudanesen dafür gekämpft, ihre Geschicke selbst in die Hand zu nehmen. Doch schon bald bekämpften sich die Menschen im Südsudan gegenseitig. Papst Franziskus hat sich in diesen Tagen auf den Weg gemacht und den Südsudan besucht. Was ist übrig geblieben von der Freude und dem Optimismus im jüngsten Land der Welt? Und wie meistern die Menschen die vielen Herausforderungen im Alltag? Anne Allmeling ist für uns diesen Fragen im Südsudan nachgegangen.

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27.01.23 08:00 Uhr Bayern 2 Breitengrad

Brunei: Das unbekannte Land Südostasiens

In Deutschland ist das kleine Sultanat in Südostasien so gut wie unbekannt. So fühlt sich Brunei auch am wohlsten - außerhalb jeder Öffentlichkeit. In dem Sultanat gilt das Recht der Scharia. Vor Ort zeigt sich allerdings: Die Gesetze spielen im Alltag so gut wie keine Rolle. Der Sultan ist beliebt und seit dem Tod der Queen der am längsten regierende Monarch der Welt. Gleichzeitig ist er einer der letzten absoluten Herrscher der Welt. Wahlen gibt es nicht, keine Opposition, kein Aufstand. Den Menschen gehe es zu gut, sagen Politikwissenschaftler. Die Bürger müssen weder Einkommens- noch Mehrwertsteuer zahlen. Ein Arztbesuch kostet nur einen Euro - egal ob Schnupfen oder gebrochenes Bein. Ein Liter Diesel kostet weniger als ein Liter Wasser. Der Reichtum Bruneis beruht auf seinen Öl- und Gasvorkommen. Jennifer Johnston hat das Sultanat bereist und gibt seltene Einblicke in das weitgehend unbekannte Land.

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20.01.23 08:00 Uhr Bayern 2 Breitengrad

Europäische Kulturhauptstadt 2023 Timisoara: Multikulti ist Programm

Gleich drei europäische Städte sind in diesem Jahr Kulturhauptstadt Europas: Neben der ungarischen Region um den Plattensee und die griechische Stadt Elefsina gehört das rumänische Timisoara zu den diesjährigen europäischen Kulturhauptstädten. Timisoaras Geschichte ist wechselhaft. Seine Multikulti-Geschichte merkt man Timisoara, zu Deutsch Temeswar, bis heute an. Und den unbändigen Willen, stets neu aufzubrechen in ein besseres Leben. So wie 1989, als Timisoara die blutige Rumänische Revolution einleitete. Heute präsentiert sich die Stadt als weltoffen und geschichtsbewusst, wie Silke Hahne berichtet.

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13.01.23 16:20 Uhr Bayern 2 Breitengrad

Schwierige Versöhnung – die Geschichte indigener Kinder in Kanada

Der Fund von Hunderten Gräbern auf dem Gelände eines ehemaligen Internats für Kinder aus indigenen Familien hat Kanada an eines der grausamsten Kapitel seiner Geschichte erinnert - und bei den Opfern und ihren Angehörigen Wunden aufgerissen. Zwischen 1870 und 1996 waren rund 150.000 Kinder von Ureinwohnern und gemischten Paaren von ihren Familien getrennt und in Internate gesteckt worden, um sie zur Anpassung zu zwingen. Erklärtes Ziel: Dem Kind den Indianer austreiben. Nach Schätzungen sind mehrere Tausend Kinder in den Schulen gestorben - meist an Unterernährung und Krankheiten. Die, die überlebt haben, waren häufig Misshandlungen und sexueller Gewalt ausgesetzt. Die meisten der Internate wurden im Auftrag der kanadischen Regierung von Kirchen und Religionsgemeinschaften betrieben, drei Viertel von katholischen Orden. Schon lange hatten Angehörige deshalb eine Entschuldigung des Papstes gefordert. Doch es dauerte bis Juli 2022, bis Papst Franziskus sich auf den Weg macht...

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03.01.23 11:50 Uhr Bayern 2 Breitengrad

Albanien: Das Vjosa-Tal soll Nationalpark werden

Die Vjosa in Albanien ist Europas letzter wilder Fluss. Viele Jahre lang haben Naturschützer im In- und Ausland gegen Pläne der Wasserkraftindustrie gekämpft, den einzigartig unberührten Fluss zur Energiegewinnung zu nutzen. Albaniens Ministerpräsident Edi Rama kündigte im Sommer letzten Jahres an, die insgesamt neun Staudammprojekte zu stoppen und den Vjosa-Fluss zum Nationalpark zu erklären. Wolfgang Vichtl hat die landschaftlich einmalige Region besucht.

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28.12.22 09:00 Uhr Bayern 2 Breitengrad

Ein Königreich für 200 Euro pro Tag - Tourismus in Bhutan nach Corona

Zweieinhalb Jahre hatte Bhutan wegen der Corona-Pandemie seine Grenzen geschlossen. Obwohl das mittelasiatische Land auch vom Tourismus abhängig ist, lag die Branche komplett brach. Schon zuvor hatte die Regierung mit hohen Preisen dem Massentourismus Einhalt geboten; es waren vor allem reiche Ausländer, die am östlichsten Rand des Himalayas Ruhe und Glück suchten. Sei es gegen Covid oder gegen Umweltzerstörung: Das Königreich versucht sich zu schützen. Dennoch verlassen immer mehr gut ausgebildete junge Leute ihre Heimat. Dabei steht Bhutan derzeit vor der großen Herausforderung, ob es die hochgesteckten Ziele einhalten kann, wie Silke Diettrich berichtet.

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23.12.22 09:00 Uhr Bayern 2 Breitengrad

Es muss nicht immer das Jakobsweg sein - Pilgern zum Mont Saint Michel

Im Nordwesten Frankreichs zieht der Michaelsweg mit jedem Jahr eine größere Schar von Pilgern an. Vier Tage dauert es, bis sie die 100 Kilometer geschafft haben, zum Mont Saint Michel, dem Ziel ihrer Pilgerwanderung. Stefanie Markert hat sich mit einer Pilgergruppe auf den Weg gemacht und bemerkenswerte Menschen kennengelernt.

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22.12.22 09:00 Uhr Bayern 2 Breitengrad

Die Macht der Sonne - erneuerbare Energie im Nahen Osten

Der Nahe Osten ist eine Region, die von Sonne und Wind gesegnet ist - und dennoch jahrzehntelang auf Erträge durch fossile Brennstoffe setzte. Doch langsam hat ein Umdenken eingesetzt: Länder wie Ägypten oder die Vereinigten Arabischen Emirate wollen ein Vorreiter im Bereich erneuerbare Energien sein. Auch Jordanien setzt auf "grüne" Energie - auch als Jobchance für junge Akademiker. Sind dies nichts weiter als lukrative Geschäftsmodelle, vor allem für den Export nach Europa? Anna Osius geht diesen Fragen nach.

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16.12.22 16:47 Uhr Bayern 2 Breitengrad

Zurück in die Zukunft - Wie Aborigines in Australien die Buschfeuergefahren senken können

Australien wurde im Winter 2019/2020 von verheerenden Buschfeuern heimgesucht. Monatelang, in einem Ausmaß, das der Kontinent noch nicht erlebt hatte. Wie lassen sich derart katastrophale Brände verhindern oder zumindest eingrenzen? Die Aborigines können dabei wichtige Ratgeber und Vorbilder sein. Die Ureinwohner des Kontinents haben 50.000 Jahre Erfahrung, wie man sich Feuer zum Untertan macht.

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09.12.22 17:15 Uhr Bayern 2 Breitengrad

Alltag als Widerstand - Momentaufnahmen aus Kyjiw

Seit knapp zehn Monaten überzieht Russlands Präsident Putin die Ukraine mit einem verheerenden Angriffskrieg. Da militärische Erfolge Russlands ausgeblieben sind, greifen die russischen Streitkräfte mit Mittelstreckenraketen, Drohnen und Artillerie ganz gezielt die ukrainische Infrastruktur an. Die Folge: In weiten Teilen des Landes kommt es immer wieder zu massiven Stromausfällen, die Wasserversorgung ist oftmals unterbrochen. In der Hauptstadt Kyjiw trotzen die Einwohner dem täglichen Terror. Christine Hamel hat sich in der ukrainischen Hauptstadt umgehört.

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