Tagestipps im Radio

Tagestipps

Mittwoch 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Hörspielreihe "Der Krimi um den Krimi": Im Märzen Calpurnia die Nerven anspannt Von Sebastian Goy Mord in der Provinz Komposition: Vridolin Enxing Seeammer: Kurt Raab Thaininger: Michael Habeck Frau Korn: Enzi Fuchs Ferner wirken mit: Peter Thom, Christa Bendl, Conrad v. Beust, Christine Blumhoff, Stefan Born, Mario Pascalino und Helmut Stange Regie: Ulrich Heising Produktion: SWF 1986

Mittwoch 19:05 Uhr Ö1

Dimensionen

Labormäuse der Linguistik Das Universum der Plansprachen Von Sabrina Adlbrecht Wie schön wäre es, wenn es eine einzige Sprache gäbe, die alle sprechen könnten - zur Erleichterung der internationalen Verständigung und Förderung eines friedlichen Miteinanders. Solche Träume und Utopien von einer Welt ohne Übersetzung hat es immer wieder gegeben. Schon im 17. Jahrhundert hatte der deutsche Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz die Idee einer universalen Zeichensprache des Denkens, die es ermöglichen sollte, alle Objekte und ihre Beziehungen, Gesetze usw. abzubilden. Seither wurden immer wieder Konzepte für die Entwicklung einer leicht erlernbaren Universal- oder Einheitssprache vorgeschlagen und umgesetzt - von Volapük über Esperanto bis hin zu Toki Pona oder Láadan. Aus literarischer Perspektive hat sich damit erst unlängst der österreichische Schriftsteller Clemens J. Setz beschäftigt: in seinem neuen Buch "Die Bienen und das Unsichtbare".

Mittwoch 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Die vierte Gewalt Das Waffenrecht in den USA Von Jürgen Kalwa Im Schnitt besitzt jeder US-Bürger eine Pistole oder ein Gewehr. Jedes Jahr sterben zehntausende Menschen durch Waffengewalt. Kein anderes Industrieland erlebt so viele Schusswaffenmassaker. Und doch verteidigen die meisten US-Amerikaner vehement ihr Recht, eine Waffe zu tragen. So gut wie alle Anstrengungen scheitern, die Verbreitung von Waffen einzudämmen. Dabei wollten die Gründungsväter mit dem zweiten Verfassungszusatz 1791 eigentlich nur staatlich organisierte Bürgermilizen ermöglichen, weil es in dem jungen Staat noch keine intakte Armee gab. Inzwischen sind die USA ein Land mit den weltweit höchsten Militärausgaben. Warum also prägt bis heute das Recht, eine Waffe tragen zu dürfen, so sehr die US-amerikanische Mentalität? Wie steht es um das staatliche Gewaltmonopol in den USA?

Mittwoch 20:00 Uhr NDR kultur

Hörspiel

Remainder Nach dem gleichnamigen Roman von Tom McCarthy Aus dem Englischen von Astrid Sommer Musik: Andreas Bick Bearbeitung und Regie: Hannah Georgi Mit Jan Krauter, Matthias Bundschuh, Peter Kurth, Cristin König, Stefan Konarske, Lou Strenger u.a. NDR 2019 Ein Mann steht zur falschen Zeit am falschen Ort und hat auf einmal zwei Probleme: Was macht man mit einer Abfindung von 8 ½ Millionen und vor allem: Wie lässt sich sein Leben wieder ins Lot bringen? Beim Anblick eines Risses in einer fremden Badezimmerwand überkommt ihn plötzlich ein immenses Glücksgefühl: Da war einmal ein identischer Riss, und um ihn herum hatte es einen Alltag gegeben, eine Wohnung, einen Ausblick, Gerüche, Klänge. Die Realität - eine einzige Fälschung? Weitere Informationen unter ndr.de/radiokunst. 20:00 - 20:05 Uhr Nachrichten, Wetter Hörspiel

Mittwoch 20:03 Uhr SRF 1

Spasspartout

«Ha! Ha! Depression!» Kabarett ohne Grenzen mit Stefan Uehlinger Depression? Nicht lustig. Dass er sein Programm dennoch «Ha! Ha! Depression!» nennt, passt zu Stefan Uehlinger. Dieser Mann schreckt vor nichts zurück. Der gebürtige Basler ist als Schauspieler und Autor seit zwanzig Jahren Teil der Basler Kulturszene.

Mittwoch 20:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Apocalypse Baby (1/2) Von Virginie Despentes Aus dem Französischen von Dorit Gesa Engelhardt und Barbara Heber-Schärer Mit Rosalie Thomass, Viola von der Burg, Pola O"Mara und anderen Bearbeitung und Regie: Martin Heindel BR 2019 Paris. Valentine Galtan ist verschwunden. Vor den Augen von Lucie Toledo, die das 15-jährige Mädchen aus reichem Haus observieren sollte - und die sie jetzt wiederfinden soll, im Auftrag der überaus aufgeregten Großmutter. Weil Lucie keine Erfahrung mit Vermisstenfällen hat, bittet sie die "Hyäne" um Hilfe, eine schier mythische Figur der Ermittlerszene, der beim Aufspüren von Informationen und Menschen beinahe übersinnliche Fähigkeiten zugeschrieben werden. Die "Hyäne" scheint die erhoffte Hilfe zu sein, ihre großspurigen Belehrungen und kaum kontrollierten Gewaltausbrüche aber schockieren die kleinlaute und unsichere Lucie. Dennoch nehmen sie gemeinsam Valentines Fährte auf. Beim heimlichen Durchsuchen der Festplatten im Hause Galtan kommt heraus, dass die Familie Informationen zurückhält. Valentine hat ihre Stiefmutter wiederholt geohrfeigt und geschlagen. Gemeinsam mit der Großmutter plante sie Valentine in eine psychiatrische Einrichtung abzuschieben.

Mittwoch 21:00 Uhr Ö1

Salzburger Nachtstudio

Gestaltung: Ulrike Schmitzer Friderike Zweig ist heute vor allem als die erste, geschiedene Frau des Schriftstellers Stefan Zweig bekannt. Die Zweig-Biografen zeichnen kein sehr schmeichelhaftes Bild von ihr: Die Ex habe sich nach dem Tod von Stefan Zweig - er hat sich mit seiner zweiten Ehefrau Lotte im Exil umgebracht - als die eigentliche Witwe stilisiert, um vom Glanz des Bestseller-Autors zu profitieren. Doch diese Zuschreibung verstellt den Blick auf eine höchst interessante Frauenbiografie, meint Martina Peck-Wörgötter vom Stefan Zweig Centre in Salzburg. Friderike Maria Burger, spätere von Winternitz, war Journalistin, Romanautorin, Übersetzerin, Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin. Mit ihren Themen ist sie in einer Reihe mit Berta von Suttner, Lou Andreas-Salomé oder Veza Canetti zu sehen. Sie hat ein beachtliches Ouvre hinterlassen, das kaum bekannt ist. Bisher sind vor allem ihre Bücher über ihr Leben mit Stefan Zweig und das Private im Fokus: Das Kennenlernen, das Zusammenleben auf dem Kapuzinerberg, seine Untreue, der Scheidungskrieg. Jetzt rückt die Arbeitsbeziehung in den Vordergrund, denn sie war nicht nur die "Hüterin seiner Arbeitsruhe", sondern eine Literarturarbeiterin, die womöglich einige seiner Texte mitgeschrieben hat. Eine Sendung von Ulrike Schmitzer zum 50. Todestag von Friderike Zweig am 18.1.2020.

Mittwoch 21:05 Uhr Deutschlandfunk

Querköpfe

Kabarett, Comedy & schräge Lieder "Do dadiat a da"- Lieder mit Ohrwurmpotenzial Die bayerische Musikkabarettistin Sara Brandhuber Ein Porträt von Achim Hahn "Die Sachen, die ich singe, die sind tatsächlich echt," sagt die bayerische Musikkabarettistin Sara Brandhuber, und ihre mundartige Wortakrobatik, eingängigen Melodien und witzigen Texte machten sie schnell zum Shootingstar der bayerischen Mundart-Comedyszene. Bereits 2017 bekam sie vom Freistaat den bayerischen Dialektpreis verliehen und debütierte 2018 mit ihrem ersten Programm "I war des fei ned". Allein unterstützt von einem Mikrofon und ihrer Akkustikgitarre bietet sie einen Streifzug durch ihr buntes Leben, ihre Kindheit in der Bayerischen Provinz, das Muttersein und viele andere Themen, die das Herz wirklich bewegen, wie Bärte, Bierfahrer und Dorfdiskoromantik. Ihre ganz eigene, brandhuabarische" Lebensphilosophie eben - mal bluesig, mal poppig, mal ganz traditionell. Drei Jahre später hatte das neue Programm kurz vor dem aktuellen Winter-Lockdown noch Premiere: In "Gschneizt und Kampelt" singt und erzählt die 31-Jährige von den, auf den ersten Blick unscheinbaren, aber existenziellen Alltagsdingen des Lebens wie die Ehe, Kindererziehung und das Älterwerden oder wie man dem Wirtshaussterben erfolgreich entgegenwirkt. Und nebenbei jodelt sie auch noch herrlich verkehrt und stellt falsche Jodeldiplome aus.

Mittwoch 22:00 Uhr NDR Blue

Nachtclub NDR Blue in Concert

Heute mit Shantel (1/2) Gebürtig heißt er Stefan Hantel und ist ein Musiker, Produzent und DJ aus Mannheim. Er ist ganz eng mit dem Begriff "Balkan-Pop" verbunden: Das ist eine Mischung aus traditioneller osteuropäischer Volksmusik und westlicher Dance-Musik und seit einigen Jahren äußerst populär. Prädikat: Sehr tanzbar. Beim A Summer"s Tale hat er sein Publikum 2019 wie üblich zum Tanzen gebracht - wir haben für Sie den Auftritt von Shantel bei dem Festival in Luhmühlen, zusammen mit dem Bucovina Club Orkestar.

Mittwoch 22:03 Uhr SWR2

SWR2 Feature

Das Huhn. Im Parlament der Dinge Von Barbara Eisenmann Das Huhn steht exemplarisch für das Effizienzdenken des Agrobusiness. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts tritt es als erstes hybrid gezüchtetes Nutztier seinen Siegeszug über die Welt an. Vier global agierende Konzerne haben das Erbgut der Hochleistungshühner mittlerweile unter ihre Kontrolle gebracht. Jüngst wurde das Masthuhn zum Symbol des Anthropozän erklärt, weil sich in ihm der beispiellose Umbau der Biosphäre der Erde zeige. Zeit also für das Huhn, seine Stimme zu erheben, im Parlament der Dinge, in dem, nach Bruno Latour, Menschen und nicht-menschliche Wesen ihre Interessen verhandeln.

Mittwoch 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

BeatTheater 2011 Eine Hörcollage in zehn Formteilen Von wittmann/zeitblom, nach einem Exposé von Ferdinand Kriwet (1964) Regie: die Autoren Mit: Mika Weitzel, Vincent Falk, Bernhard Schütz, Christian Wittmann, Hitomi Makino, Silke Buchholz, Julia Hartmann, Tristan Pütter Komposition: wittmann/zeitblom Musiker: Jochen Arbeit, Franz Hautzinger, Steve Heather, Helge Hinteregger, Michael Weilacher, zeitblom, Susanne Franzmeyer, Christian Wittmann Ton: Alexander Brennecke, Boris Wilsdorf Produktion: Deutschlandradio Kultur 2011 Länge: 49"14 Polit-Diskurse des 21. Jahrhunderts über Ökonomie, Macht, Auflösung und Zerschlagung fließen mit Fragestellungen und Positionen der Beat- und Protestkultur der frühen 1960er-Jahre zusammen. Gibt es ein "Beat-Gefühl"? "Die Sprache unserer Zeit ist die Summe aller von den gegenwärtigen Informationsträgern übermittelten Zeichen", schreibt der Mixed-Media-Künstler Ferdinand Kriwet. Analog dazu kennzeichnet jedes Formteil dieses Hörspiels eine Station, eine Situation oder ein Stadium der Entwicklung des Menschen von seiner Geburt bis zum Eintritt in die Erwachsenenwelt. Beeinflusst von den Fragestellungen der frühen 60er-Jahre machte sich "BeatTheater 2011" auf die Suche nach Leitbildern, nach Rebellion, Utopie und den Zeichen der Zeit in den Nullerjahren des 21. Jahrhunderts. Gab es 2011 wieder ein "Beat-Gefühl"? Und was hören wir heute, noch einmal zehn Jahre später? Aufzeichnung einer Konzert-Performance der Kunsthalle Düsseldorf, für die Kriwet Ausschnitte aus seinen Arbeiten zur Verfügung stellte. Christian Wittmann, geboren 1967 in München, Schauspieler, Regisseur, Hörspielmacher. Zeitblom (Georg Falk-Huber), 1962 in Rosenheim geboren, Komponist, Musiker, Autor, Produzent. Als wittmann/zeitblom realisieren sie seit 2010 zusammen Radioprojekte zwischen experimenteller Musikcollage, Radio-Oper und performativem Konzert. Außerdem erarbeiten sie audiovisuelle Installationen und Live-Performanceprojekte, auch im öffentlichen Raum. 2020 Hörspielpreis der Kriegsblinden für "Audio.Space.Machine" (Dlf/NDR/SWR in Zusammenarbeit mit IMF 2019). Zuletzt: "Tell me something good, Stockhausen!" (BR 2020), "r_crusoe" (Dlf 2021). Ferdinand Kriwet (1942-2018), Künstler und Hörspielautor. Er war Maler, Bildhauer, Musiker, schrieb Prosa und Lyrik. 1975 Karl-Sczuka-Preis für "Radioball" (WDR 1975), 1983 Premios Ondas für "Radio" (Studio akustische Kunst, WDR/Radio France/Sveriges Riksradio 1983). BeatTheater 2011

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