Tagestipps im Radio

Tagestipps

Freitag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Der Krimi um den Krimi: Bestseller-Killer Von Georg K. Berres Brutaler Mord an einem Krimiautoren Louisa Stepanek: Janina Sachau Chris Rautenbach: Volker Niederfahrenhorst Oliver Meurer: Thomas Anzenhofer Tim: Björn Jung Meyer-Spandau: Robert Dölle Neijla Özdag: Tanja Haller Frau Kaltenbrunn: Nina Danzeisen Gast: Jonas Baeck Weiblicher Gast: Penelope Frego Kneipenwirt: Hüseyin Michael Cirpici Frau Bausig: Dagmar Sachse Wolf Burkhard: Bernd Kuschmann Journalistin: Nagmeh Alaei Journalist: Stephan Weigelin Junge A: Liliom Lewald Junge B: David Vormweg Regie: Thomas Werner Produktion: WDR 2019 Wiederholung: WDR 5 Sa 17.04 Uhr

Freitag 19:05 Uhr Ö1

matrix - computer neue medien

Wem gehören die Bildungswelten? Gestaltung: Julia Gindl Laute schrille Tanzvideos, in denen die jungen Nutzerinnen und Nutzer Tanz- und Lippenbewegungen zu Musik synchronisieren - das gibt"s auf der chinesischen Smartphone-App TikTok, deren Beliebtheit in den letzten Monaten vor allem unter Jugendlichen stark angestiegen ist. Jetzt hat das chinesische Technologieunternehmen hinter der gehypten App überraschend angekündigt, auch in Bildung auf seiner Plattform investieren zu wollen. Laut Eigentümer ByteDance habe der Hashtag #LearnonTikTok bereits in den letzten Wochen für mehr als sieben Milliarden Aufrufe gesorgt. Künftig sollen dort zum Beispiel durch Kooperationen mit Universitäten professionell produzierte Lerninhalte entstehen. Julia Gindl hat sich angeschaut, wie viel Förderung von Unternehmen das Bildungssystem braucht und wie weit und mit welchen Folgen große US-Technologieunternehmen wie Microsoft mit seinen Programmen oder Kaltura mit Moodle schon in die Uni- und Klassenräume vorgedrungen sind. Moderation: Wolfgang Ritschl Redaktion: Franz Zeller

Freitag 20:00 Uhr rbb Kultur

JAZZ BERLIN

Mit Ulf Drechsel Jazzfest Berlin 1984 - New York trifft Kuba Die amerikanische Pianistin und Komponistin Michele Rosewoman war Anfang 30, als sie in Berlin ihre 14-köpfige Band NEW YOR-UBA vorstellte. Unter dem Motto ""A Musical Celebration of Cuba in America"" verband sie die Sprache des zeitgenössischen Jazz mit der Tradition der Yoruba, einem westafrikanischen Volk aus dem Südwesten Nigerias. Ebenfalls in New York zu Hause war der Schlagzeuger Paul Motian. Bevor er Anfang der 70er Jahre als Komponist und Bandleader in Erscheinung trat, war er unter anderem in Bands von Lennie Tristano, Bill Evans und Keith Jarrett Drummer, der dem Schlagzeug im Jazz neue Freiheiten erspielt hatte. In Berlin spielte er im Quintett mit Joe Lovano, Bill Frisell, Jim Pepper und Ed Schuller. Konzertaufnahmen vom 4. und 3. November 1984, Philharmonie und Delphi

Freitag 20:03 Uhr SRF 1

Hörspiel

«Was ich hätte sagen sollen» von Dunja Arnaszus «Ein schlagfertiges Hörspiel im Nachhinein» - so lautet der Untertitel dieses als Komödie verkleideten Beziehungsdramas. Es handelt vom Verlassenwerden. Also dem Gegenteil von Liebe auf den ersten Blick. So oder so, die Gefühle fahren Achterbahn. Und die Sätze, die man sagt, sind ziemlich daneben.

Freitag 20:04 Uhr WDR3

WDR 3 Konzert

Mit Nina Heinrichs Mittwochskonzerte der Musikkulturen Kammermusik aus Belgien Das Duo Belem, das sind Kathy Adam, Violoncello und Didier Laloy, Akkordeon. In ihren Kompositionen verbindet das aus Belgien stammende Duo elegante Melodien mit den überraschenden Rhythmen. Akkordeonist Didier Laloy ist einer der aktivsten Vertreter der Renaissance des diatonischen Akkordeons in Europa. Mit Humor und Leichtigkeit bewegt er sich durch die unterschiedlichsten Stile - von World über Chanson bis hin zu zeitgenössischer Musik. Seine Partnerin im Duo Belem Kathy Adam studierte Cello und Kammermusik in Brüssel und steht seit 20 Jahren in den verschiedensten Projekten und Genres auf der Bühne. Im Rahmen der Mittwochskonzerte der Musikkulturen präsentierten die beiden World Music im Stile der Kammermusik. Duo Belem Aufnahme aus der Rudolf-Oetker-Halle, Bielefeld

Freitag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Das Feature

Die Kinolegende Bernd Eichinger Erfolg um jeden Preis? Von Markus Metz und Georg Seeßlen Regie: Philine Velhagen Produktion: Deutschlandfunk 2021 "Christiane F.", "Der Name der Rose", "Das Parfüm" - Bernd Eichinger steht für einige der größten Kinoerfolge der 80er- und 90er-Jahre. So international erfolgreich seine Kino-Versionen populärer Vorlagen waren, so ist sein Name doch auch verbunden mit der Abkehr von cineastischen Wagnissen und den Eigenheiten des Neuen Deutschen Films. Anlässlich des zehnten Todestages dieser Münchner Kinolegende gehen Markus Metz und Georg Seeßlen der Frage nach, wer Bernd Eichinger eigentlich war. Der Produzent, der das deutsche Kino rettete und auf die internationale Bühne zurückbrachte? Oder war er derjenige, der das deutsche Autorenkino dem kommerziellem Erfolg und dem Publikumsgeschmack opferte? Oder - die dritte Version dieses Biografieversuchs - war er ein Wanderer zwischen den Welten, zwischen München und Hollywood, zwischen Kunst und Kommerz, zwischen Politik und Blockbuster - eine Persönlichkeit, die gegen alle Widerstände stets ihr eigenes Ding drehte? Das Feature rekonstruiert anhand von Zeitzeugen und engen Weggefährten den Wandel vom kunstwilligen Cineasten zum Blockbusterproduzenten, fragt nach den Motiven, Schlüsselmomenten und äußeren Umständen seines Werdegangs und unterfüttert diese biografische Annährung mit Ausschnitten seiner bekanntesten und unbekanntesten Werke. Die Kinolegende Bernd Eichinger

Freitag 21:05 Uhr Deutschlandfunk

On Stage

"Open up"-Konzert Der australische Musiker Stu Larsen Aufnahme vom 15.8.2020 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln Am Mikrofon: Tim Schauen 500 Quadratmeter können groß sein, zu groß - doch der schmale Mann mit Bart und langen blonden Haaren schaffte es doch locker, den Kammermusiksaal im Kölner Funkhaus des Deutschlandfunks alleine auszufüllen: mit seiner eindringlichen Präsenz, mit Gesang und Worten, mit Akustik-Gitarre, E-Gitarre und beim allerletzten Song am Flügel. Der ewige Weltreisende Stu Larsen stammt aus Australien, die Corona-Pandemie ließ ihn in Frankreich nahe der Schweizer Grenze bei seiner Lebensgefährtin stranden - und so war er in der Lage, Mitte August per Auto nach Köln zu kommen, seine Martin-Gitarre aus dem Wagen zu holen und mit Folk-Musik und sehr viel Gefühl den Kammermusiksaal gerade noch groß genug für diese großformatige und zugleich verblüffend intime Performance erscheinen zu lassen.

Freitag 21:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Sprache, mein Stern. Hölderlin hören. Von Ruth Johanna Benrath Mit Robert Stadlober Komposition und Regie: Ulrike Haage RBB/BR/DLF 2020 Leben und Werk des Dichters Friedrich Hölderlin faszinieren bis heute. Nicht zuletzt, weil Hölderlin ab der Mitte seines Lebens als wahnsinnig galt und in seinem Tübinger Turmzimmer auf Bestellung Gedichte schrieb. Über Hölderlins Erkrankung ist viel spekuliert worden. Verbürgt ist, dass die Mutter ihn in die berühmt-berüchtigte Autenrieth"sche Klinik brachte, wo er sich über sieben Monate einer Behandlung mit einer Ledermaske unterziehen musste. Von da an schrieb Hölderlin nicht mehr wie zuvor. Doch er schrieb. Gedichte voller Klarheit und Einfachheit. Wie unter allen Umständen schreiben, auch nach schwersten Krisen? Gemeinsam mit der Musik verwebt die Regie die Texte von Friedrich Hölderlin und Ruth Johanna Benrath zu einem inneren Dialog und verbindet das Damals mit einem heutigen Klang. Ruth Johanna Benrath, geb. 1966, Autorin. Weitere Hörspiele Der korallene Wald (WDR 2017), Geh dicht dichtig! Ein lautpoetischer Dialog mit Elfriede Gerstl (ORF/BR 2019, Hörspiel des Jahres 2019).

Freitag 23:00 Uhr rbb Kultur

MUSIK DER KONTINENTE

Mit Peter Rixen Balkan, Jazz und Chanson: Elina Duni In den vergangenen zehn Jahren hat sich Elina Duni als Jazzsängerin mit albanischem Touch etabliert. Doch der Horizont der in Tirana geborenen Musikerin reicht weit darüber hinaus. Duni spielt nicht nur Piano, sondern auch Gitarre und Rahmentrommel, und ihr Repertoire erweitert sich seit Jahren in ihrer neuen schweizerischen Heimat um internationale Chansons und Traditionals. bis 00:00 Uhr

Freitag 23:00 Uhr Cosmo

COSMO Live

Cabruêra Satanique Samba Trio - Heute veranstaltet COSMO Konzerte einen brasilianischen Abend mit einem Throwback zum Sommer 2017 im KIT Café in Düsseldorf: Cabruêra ist eine brasilianische Rockband, die traditionelle brasilianische Musik in ihrer Kunst verarbeitet. Das Satanique Samba Trio dekonstruiert ebenfalls auf seine eigene Weise gängige, brasilianische Musikstile. Schaltet ein und verreist zumindest in Gedanken mit uns! Cabruêra ist eine brasilianische Rockband, die Elemente traditioneller brasilianischer Musik wie Forró, Baião, Samba und Maracatu benutzt. Im Stil des Mangue Beat fließen dabei Elemente des Funk, Ska und Rap ein. Die Band wurde 1998 in Campina Grande von Studenten der Bundesuniversität von Paraíba gegründet, 2000 veröffentlichte sie ihr erstes Album bei Nikita Music. Es folgten Touren durch Brasilien und Europa. Der Name der Band steht umgangssprachlich für eine Gruppe von Hinterwäldlern aus dem brasilianischen Nordosten wie die Bande um Virgulino Ferreira da Silva, kann aber auch "Ziegenherde" meinen. Ein Funfact zum Klang der Akustikgitarre: Bandleader Arthur Pessoa entwickelte eine bemerkenswerte Technik, diese mit Hilfe eines Kugelschreibers so zu spielen, dass sie wie eine Mischung aus einem Cello und dem brasilianischen Berimbau klingt. Wer beim Namen Satanique Samba Trio an drei Musiker denkt, bekommt gleich noch zwei dazu geschenkt. Das Quintett aus Brasília schafft mit Gitarre, Bass, Schlagzeug, Bassklarinette und Cavaco eine infernalische Version brasilianischer Musik. Die 2002 gegründete Gruppe widmet sich der Dekonstruktion der gängigen Klischees traditioneller brasilianischer Stile: Samba, Forró, Bossa Nova und Lambada werden angedeutet, umgedeutet, übersteigert und verfremdet. Satanisch ist dabei vor allem der Look der in schwarze Kutten gehüllten Musiker, die mit ihrem weniger satanischen, dafür aber humorvollen und originellen Sound einen neuen Stil in die brasilianische Musiklandschaft einführen. Aufgenommen am 27.07.2017 und am 06.06.2017 im KIT in Düsseldorf.

Samstag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Lange Nacht

Der Traum eines großen Poeten Die Lange Nacht über den Polarforscher Alfred Wegener Von Günther Wessel Regie: Klaus Michael Klingsporn In drei Stunden kann viel passieren. Europa bewegt sich etwa 0,004 Millimeter nach Osten, der Atlantik wächst um 0,01 Millimeter, der Pazifik schrumpft minimal, und Indien schiebt sich den Bruchteil eines Millimeters weiter in den Eurasischen Kontinent hinein. Kontinentalverschiebung. Erstmals sprach Alfred Wegener 1912 davon, der am 1. November 1880 geborene und im November 1930 bei einer Polarexpedition auf Grönland verstorbene Meteorologe und Geowissenschaftler. Arktisforschung und Kontinentalverschiebung - das sind die beiden Pole, zwischen denen sich das wissenschaftliche und auch sehr abenteuerliche Leben Wegeners bewegte. Seine physikalischen und meteorologischen Erkenntnisse aus der Arktis wurden bewundert - Wegener unternahm lange Forschungsreisen auf Grönland und baute die ersten meteorologischen Stationen dort auf. Er durchquerte die arktische Insel mit Skiern und Schlitten, vermaß die Küste bis zum 8. Breitengrad und schrieb eindringliche Reiseberichte. Lange hingegen belächelte die Fachwelt seine Arbeiten zur Kontinentalverschiebung. Dass unsere Kontinente auf Platten liegen, dass die Festländer nicht fest sind, dass sie auseinandertreiben, es einen Urkontinent gab, der vor Jahrmillionen zerbrach, war für die damaligen Fachwissenschaftler unvorstellbar. 1915 erschien Wegeners Schrift "Entstehung der Kontinente und Ozeane". "Seine Theorie ist ein wunderbarer Traum von Schönheit und Anmut", schrieb bewundernd der Direktor des französischen Amtes für geologische Landesaufnahme Pierre-Marie Temier. "Der Traum eines großen Poeten." Das war die freundlichste aller ablehnenden Stellungnahmen aus der Fachwissenschaft. Heute ist Alfred Wegeners Theorie der Kontinentalverschiebung als Plattentektonik anerkannt. Martin Meschede, Professor für Geologie: "Alles, was irgendwie an Prozessen auf der Erdoberfläche abläuft, hängt letzten Endes ursächlich mit der Plattentektonik zusammen."

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