Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Radiokolleg - Die präventive Wende

06.00 Uhr
Nachrichten

06.05 Uhr
Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten

06.55 Uhr
Zwischenruf

07.00 Uhr
Nachrichten

07.05 Uhr
Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

Von Jugend an bewegt, von Jugend an geprägt - Engagierte Jugendliche damals und heute +++ Erwachsen werden und Kind bleiben - Rituale für das Leben 1. Von Jugend an bewegt, von Jugend an geprägt - Engagierte Jugendliche damals und heute Wie haben religiös inspirierte Jugendbewegungen (Pfadfinder/innen, Katholische Jungschar, Die Pfadfinderbewegung war Anfang des 20. Jahrhunderts eine der ersten sogenannten Erziehungsbewegungen für Kinder und Jugendliche. Seit mehr als einem Jahrhundert prägen die Erlebnisse bei den "Pfadfindern" junge Menschen aller Nationalitäten und Glaubensrichtungen. Die Wurzeln der Katholischen Jungschar reichen bereits zu den katholischen Jugendbünden der Zwischenkriegszeit zurück. Nach 1945 erfreute sich die Kinderorganisation rasch enormer Beliebtheit, für die römisch-katholische Kirche war die Jungschar lange eine Kaderschmiede für künftige Funktionäre. Anfang des 20. Jahrhunderts haben sich auch die Evangelische Jugend und die Jüdische Jugendbewegung etabliert, aus letzterer ging beispielsweise die religiös-zionistische Organisation Bnei Akiva hervor. Viele Mitglieder dieser Organisationen eint vor allem eines: Dass sie als Kinder in den jeweiligen Gruppen enge Freundschaften geschlossen und viel Spaß gehabt haben. Aber wie haben religiös inspirierte Jugendbewegungen Menschen in Österreich auch hinsichtlich ihres weiteren Lebens geprägt? Tun sie das heute auch noch? Kerstin Tretina hat recherchiert. 2. Erwachsen werden und Kind bleiben - Rituale für das Leben Soziale Handlungen mit einem symbolischen Bedeutungsgehalt, also Rituale, sind bereits für kleine Kinder essenzielle Anhaltspunkte. Es gibt sie an den Knotenpunkten der menschlichen Existenz wie Geburt, Erwachsenwerden, Bindung, Krankheit, Tod - Rituale können von der Herausforderung einer immer wiederkehrenden Neuorientierung entlasten und Kraft und Aufmerksamkeit für andere Entwicklungsaufgaben freisetzen. Schwellenrituale, die meisten von ihnen mit religiösem Hintergrund, sind oft die Eintrittsportale in das Erwachsenenalter und können doch dabei helfen, das "innere Kind" zu bewahren . Lena Göbl hat sich zu Ritualen wie Bar Mizwa, Firmung/Konfirmation und Jugend-Meditationen in buddhistischen Klöstern kundig gemacht.

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.10 Uhr
Ö1 heute

08.15 Uhr
Du holde Kunst

"Ins Kindertagebuch". Brigitte Karner liest Gedichte an Kinder Vom nächtlichen Wachen, den Fragen vor dem Einschlafen, dem Wunsch der Weitergabe von Menschenliebe und Dichtung, dem zärtlichen Erschrecken vor dem stillen Kindergesicht und der Wahrheit als Waffe des Herzens. Gedichte über und an Kinder von Paula Dehmel, Rainer Maria Rilke, Wolfgang Borchert, Richard von Schaukal, Paula Ludwig, Marie Luise Kaschnitz, Heinz Kahlau, Carl Zuckmayer und Bertolt Brecht. Dazu Musik von Robert Schumann, Karl Goldmark, Alexander Borodin, Gabriel Fauré, Sergej Rachmaninoff, Jean Sibelius, Camille Saint-Saens, Wissarion Schebalin und Heinrich Wilhelm Ernst. Gestaltung: Edith Vukan und Michael Blees. Redaktion: Gudrun Hamböck

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Gedanken

"Ich will lustig sein und relevant" - Der deutsche Comedian Dieter Nuhr über sein Verständnis von Toleranz, Respekt, Weltoffenheit und über das Reisen als Lebensform. Dieter Nuhr ist einer der bekanntesten Satiriker Deutschlands. Er hat eine eigene Fernseh-Sendung in der ARD, füllt mit seinen Bühnenshows riesige Hallen und seine Analysen der Gegenwart bewegen und erregen sein Publikum und die öffentliche Meinung. "In den letzten Jahren ist das gesellschaftliche Umfeld satirefeindlicher geworden", konstatiert Dieter Nuhr, "und da ich weder links noch rechts noch religiös bin, werde ich zum Hassobjekt für Extremisten aller Art". Die regelmäßig über ihn hereinbrechenden Shitstorms, in denen er als Klimawandelleugner, als Rassist oder Sexist beschimpft wird, haben Dieter Nuhrs Popularität mehr genützt denn geschadet. Auf Instagram, Twitter und Facebook hat er rund eineinhalb Millionen wohlwollende Follower, die es zu schätzen wissen, dass er einem unreflektierten Schwarz-Weiß-Gut-Böse-Denken eine differenzierte Betrachtungsweise entgegensetzt und immer wieder auch für das Infragestellen der eigenen Gewissheiten plädiert. "Bei mir erwarten die Leute, etwas zu hören, was über die üblichen Schuldzuweisungen hinausgeht. Und ich glaube schon, dass meine Aufforderung zur positiven Weltsicht die Leute überzeugt". Weniger bekannt ist die Tatsache, dass Dieter Nuhr Kunst studiert hat und ihm seine bildnerische Arbeit ebenso wichtig ist wie seine Auftritte als Comedian. Als Künstler widmet sich Dieter Nuhr bevorzugt der konzeptuellen Fotografie. Die meisten seiner Bilder sind auf Reisen entstanden, die ihn schon auf alle Kontinente geführt haben. "Die Welt ist mein Lebensort und den will ich erkunden, reisen ist für mich eine existenzielle Notwendigkeit". Wäre die Reisefreiheit aufgrund der Corona-Pandemie nicht gerade sehr eingeschränkt, würde Dieter Nuhr auch seinen nahenden 60.Geburtstag am 29.Oktober unterwegs verbringen. "Vielleicht auf einem Floß auf dem Sambesi, oder in einem Kloster in Ladakh". Aber so wird diesmal einfach mit Freunden in Berlin gefeiert und dem Alter mit buddhistischer Gelassenheit getrotzt: "60 klingt nicht schön, aber die innere Wahrheit spricht etwas anderes". Gestaltung: Doris Glaser

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ambiente - von der Kunst des Reisens

Reisemagazin zum Thema "Unterwegs mit Kindern" Karpfen, Hecht und Seeforelle - Angelguiding am Weißensee Reiturlaub in der burgenländischen Puszta - zu Gast auf dem Ponyhof Althof Kinderhotel oder Campen mit den Kids: pro contra Karpfen, Hecht und Seeforelle - Angelguiding am Weißensee Martin Müller ist seit fast 40 Jahren passionierter Angler am Weißensee. Der studierte Fischökologe führt seit 2005 am klaren Kärntner Badesee einen selbstständigen Fischereibetrieb. Als Berufsfischer ist er für die Aufzucht der seltenen Seeforellen verantwortlich und seine mit Netzen und Angelruten gefangenen Fische verarbeitet und veredelt er im hauseigenen Betrieb. Selbstverständlich kennt er die aussichtsreichsten Angelplätze, die fängigsten Köder und die besten Montagen. Sein umfangreiches Wissen gibt er auch Kindern und Jugendlichen weiter: Beim Angelguiding wird zeitig in der Früh mit dem Boot und optimalen Angelgeräten zu den besten Plätzen gefahren, Martin Müller gibt sein Bestes, damit jeder Gast den ersehnten Fisch auch fängt, Fanggarantie kann er keine geben, aber in jedem Fall lernt der Anglernachwuchs die erfolgversprechendsten Techniken. Gestaltung: Elisabeth Stratka Reiturlaub in der burgenländischen Puszta - zu Gast auf dem Ponyhof Althof Reiten ist ein Mädchensport. Bis auf wenige Ausnahmen sind nur junge Reiterinnen auf dem Althof im Burgenland anzutreffen. Sie striegeln das Fell der Pferde, kämmen deren Mähne und kratzten die Hufe aus. Dann geht es in die Halle, auf das Reiterviereck, auf den Springplatz oder den Gelände-Hindernisparcours. Der Althof liegt im burgenländischen Seewinkel, am westlichsten Rand der Puszta. Die flache Steppenlandschaft eignet sich gut für Ausritte. Die Kinder verbringen die Tage jedoch größtenteils auf dem weitläufigen Hof aus dem 18. Jahrhundert. Zwischen der Koppel, dem Stall und den Gästehäusern sind nicht nur rund 70 Pferde und Ponys in allen Größen und Farben, sondern auch Katzen, Hunde, Gänse, Hühner, Schwalben, Tauben und Pfaue anzutreffen. Gestaltung: Natasa Konopitzky Kinderhotel oder Campen mit den Kids: pro contra - ein Erfahrungsbericht Das Angebot an Kinderhotels in Österreich lässt sich sehen. Zahlreiche Häuser, die im ganzen Land Kinderbetreuung selbst für die Kleinsten, ein buntes Animationsangebot und vielfältige Naturerlebnisse anbieten. Es klingt verlockend, sich in ein Vier-Sterne-Haus einzubuchen und um das Wohlbefinden der einzelnen Familienmitglieder keine Gedanken machen zu müssen. Doch wie sieht das in der Realität aus? Lassen sich auch zwei- und vierjährige Kinder für das Angebot im Hotel begeistern, damit die Eltern zwischendurch einmal Zeit für sich finden? Und wie ist es für einen Teenager im "Kinder"-Hotel? Oder doch lieber Camping, um die Zeit im Urlaub auch zusammen als Familie zu verbringen? Bekommen die Kinder am Campingplatz in der Nacht auch ausreichend Schlaf oder ist draußen alles viel zu aufregend? Kann man bei all den organisatorischen Überlegungen, die Campen erfordert, am Ende überhaupt noch von "Urlaub" sprechen? Margit Atzler probierte mit ihrer Familie beides aus. Ein Erfahrungsbericht.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.03 Uhr
Matinee

Lucerne Festival Orchestra, Dirigent: Herbert Blomstedt; Martha Argerich, Klavier. Ludwig van Beethoven: a) Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15; Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 36 (aufgenommen am 14. August im Kultur- und Kongresszentrum Luzern, Eröffnungskonzert des "Lucerne Festival 2020"). Präsentation: Gerhard Hafner

11.50 Uhr
(in der Pause) Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Gespräch

12.10 Uhr
Matinee

Lucerne Festival Orchestra, Dirigent: Herbert Blomstedt (aufgenommen am 14. August im Kultur- und Kongresszentrum Luzern, Eröffnungskonzert des "Lucerne Festival 2020"). Präsentation: Gerhard Hafner

12.56 Uhr
Ö1 heute

13.00 Uhr
Ö1 Sonntagsjournal

13.10 Uhr
gehört.gewusst. Das Ö1 Quiz

Drei Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Österreich lösen mit Bernhard Fellinger Rätsel aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Dabei kann allwöchentlich ein Gutschein für den ORF-Shop im Wert von 150 Euro erspielt werden. Zur Auswahl stehen erlesene Hörbücher, Klassiker aus der Kabarett-Edition, Aufnahmen des Radiosymphonieorchesters, Raritäten aus der Edition "Alte Musik" u.v.m. Außerdem erhält jede Kandidatin, jeder Kandidat, die Ö1 Club-Mitgliedschaft, ein Jahresabo des Klassik-Streaming-Portals fidelio und eine Grafik aus der Ö1 Talentebörse. Die Besten der Besten spielen in der nächsten Superchampions-Runde Ende Februar 2021 um eine Ö1 Kulturreise für zwei Personen nach Hamburg - inklusive Besuch der Elbphilharmonie. Wenn Sie selber mitspielen wollen, melden Sie sich an unter: oe1.orf.at/quiz/anmeldung

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Menschenbilder

"Die Weisheit der Kinder " - Gabriele Frick-Baer und Udo Baer "Wie Kinder fühlen", "Würde und Eigensinn", "Flucht und Trauma" - die Liste ihrer gemeinsamen, erfolgreichen Bücher ist lang. Gabriele Frick-Baer und Udo Baer haben in Deutschland gemeinsam die Zukunftswerkstatt therapie kreativ aufgebaut, beide sind auch die Begründer des Konzepts "Kreative Leibtherapie." Die Erziehungswissenschaftlerin und Pädagogin Gabriele Frick-Baer hat sich viel mit Traumafolgen beschäftigt, ihr Mann, Udo Baer, der in Gesundheitswissenschaften promovierte, versteht sich als "künstlerischer Therapeut." In seinem aktuellen Buch "Die Weisheit der Kinder" entschlüsselt er Verhaltensweisen von Kindern im Alltag. In der von Gabriele Frick-Baer und Udo Baer geleiteten Zukunftswerkstatt therapie kreativ in Neukirchen werden seit dem Jahr 1987 Tanz-, Musik- und Kunsttherapeuten ausgebildet. Zahlreiche Fortbildungen in verschiedensten Bereichen werden angeboten. Das Ehepaar veröffentlicht im renommierten Beltz Gelberg-Verlag die Schriftenreihe "Bibliothek der Gefühle." Gestaltung: Heinz Janisch

14.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

15.00 Uhr
Nachrichten

15.05 Uhr
Apropos Oper

Das Wiener Staatsopernmagazin. Ausschnitte aus aktuellen Aufführungen der Wiener Staatsoper. Gestaltung: Michael Blees

16.00 Uhr
Ex libris

Bücher, Menschen, Themen Moderation: Peter Zimmermann Paradiesaustreibung David Bröderbauer: Waltauchen, Roman, Milena Verlag Olga Grjasnowa: Der verlorene Sohn, Roman, Aufbau Verlag Peter Strasser: Des Teufels Party. Geht die Epoche des Menschen zu Ende?, Sonderzahl Verlag Gespräch mit dem Autor Der lyrische Salon Marcel Beyer: Dämonenräumdienst, Gedichte, Suhrkamp Verlag Jugendbuch des Monats Vorgestellt von Karin Haller

16.55 Uhr
Ö1 heute

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.10 Uhr
Spielräume Spezial

Joni Mitchell im Porträt. Gestaltung: Renate Burtscher Im Mai 2020 ist eine umfangreiche, 600 Seiten umfassende Biografie der Musikerin Joni Mitchell auf deutsch bei Matthes und Seitz erschienen. Im Original trägt es den Titel 'a reckless daughter'. Wie übersetzt man dieses Adjektiv adäquat ins Deutsche? Meint Autor David Yaffe 'rücksichtslos', 'waghalsig', 'leichtsinnig', 'unbesonnen' oder alles zusammen? Yaffee erzählt in jedem Fall von einer genialen Musikerin, einem sicher nicht einfachen Charakter, er hat exzellent recherchiert, viele Brüche und Widersprüche zusammengetragen und kommt Joni Mitchell auch deshalb sehr nahe, weil er sie ausführlich in ihren eigenen Worten abbildet. In detaillierten Interviews und in Gesprächen mit Weggefährten und Begleitmusikern, darunter Leonard Cohen, Joan Baez, David Crosby und Graham Nash. Sie wurde von Bob Dylan, Jaco Pastorius, Wayne Shorter und Herbie Hancock bewundert und geliebt. Eine Biographie, die sowohl Musik als auch Zeitgeschichte abbildet, und ein tiefes Verständnis für Joni Mitchells zeitlose Songs offenbart. Die mitreißende Geschichte einer wahren Ikone, die am 7. November 77 Jahre alt wird.

17.55 Uhr
Ö1 intro

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.15 Uhr
Moment am Sonntag

Kindsein früher und jetzt Kinder von heute treffen Kinder von gestern. Generationen im Gespräch Statt Handy und Computer gab es Bücher und das Radio. Der Schulweg dauerte eine Stunde - zu Fuß. Und am Bauernhof musste mitgeholfen werden - da galt keine Widerrede. So anders als in der Gegenwart wuchsen Monika (69), Ernst (67) und Gabi (63) in den 1960er Jahren in Tirol und Oberösterreich auf. Und doch gibt es Themen, die Kinder und Jugendliche heute genauso wie gestern beschäftigen: Familie, Freundschaft, Schule und die Zukunft. Eva, Mirjam, Stefanie, Katarina und Leo, fünf junge Menschen zwischen 10 und 14 Jahren, treffen Menschen ihrer Großelterngeneration und tauschen sich über ihre Erlebnisse, ihre Gedanken, Pläne und Wünsche aus. Gestaltung: Johanna Steiner

18.55 Uhr
Magazin des Glücks

Von und mit Franz Schuh

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Contra - Kabarett und Kleinkunst

Die Science Busters: Global Warming Party House Warming Party kann jeder. Aber bei der Global Warming Party müssen alle Menschen mithelfen - und tun das leider auch seit knapp 200 Jahren. Der Kabarettist Martin Puntigam, der Astronom und Science Blogger Florian Freistetter sowie der Molekularbiologe Martin Moder beschäftigen sich in ihrer Wissensshow mit Kamelen in Australien, 500 Millionen toten Tieren und der Suche nach dem Planeten B. Nebenbei wird erläutert, warum Segelohren optimal für den Klimawandel wären und experimentiert, ob man die ganze Angelegenheit vielleicht wegsaufen könnte. Die Science Busters liefern Erklärungen zu Fragen wie: "Bekommt man Sonnenflecken auch schon bei 40° wieder raus?", "Kann ich meine Katze als Geigerzähler verwenden?", oder "Wohin soll man auswandern, wenn auf der Erde der Klimawandel doch gewinnt?". Gestaltung: Elisabeth Stratka

19.30 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Überblick

19.33 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Radiosession

Donauwellenreiter und die Musik des Albums "Delta" live! Ein Wiederhören mit dem Quartett Donauwellenreiter rund um den Pianisten Thomas Castañeda und die ladinische Sängerin und Geigerin Maria Craffonara gibt es in der heutigen Radiosession. Das Ensemble, dem auch Lukas Lauermann am Cello und Jörg Mikula am Schlagzeug angehören, hat durch seine Musizierfreude und Energie von Beginn an für Aufsehen gesorgt. Vor kurzer Zeit ist das neueste Album "Delta" erschienen, das die minimalistische Ästhetik der Band noch mehr zuspitzt. Donauwellenreiter bewegt sich elegant im Zwischenbereich von Jazz, World und Kammermusik und wird davon eine einige appetitanregende Kostproben vorstellen. Gestaltung: Helmut Jasbar

20.15 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

Ö1 Themenwoche "Kindheit" "Ich träume die Geschichte weiter" Wenn Kinder Bücher schreiben Feature von Eva Roither "Geschichten sollten in der Mitvergangenheit geschrieben werden, sie in der Gegenwart zu schreiben, ist unlogisch!" Das bekundet der derzeit jüngste Autor Österreichs, Joel Meyer. Bereits im Alter von 8 Jahren hat er zwei Bücher geschrieben, die später publiziert wurden. Jetzt, mit 9 Jahren, benutzt er die Sommerferien, um an Band drei seines auf nichts Geringeres als eine Trilogie angelegten Oeuvres zu arbeiten. Titel: Auf der Suche nach den verschwundenen Hühnchen. Dafür hat er bunte Haftnotizen auf seine Kinderzimmertür geklebt, die den Verlauf der Story skizzieren. Ob er nach Vollendung seiner Trilogie weiterhin Autor sein möchte, ist für ihn nicht klar. Er kann sich durchaus vorstellen, als Forscher die Welt zu bereisen. Hannah-Lynn Grob hingegen, die aus einer Schweizer Schriftstellerfamilie stammt, weiß jetzt schon: "Ich möchte so richtig dicke Bücher schreiben". Sie hat im Alter von 9 Jahren ihr erstes Kinderbuch geschrieben und gezeichnet. Über den Sternen ist im CoLibri Verlag erschienen. Dass anfängliches Spiel zu Arbeit wird und Durchhaltevermögen gefragt ist, wenn die Geschichte zu Ende erzählen werden soll - das erleben alle Kinder. Aber sie haben auch ihre ganz eigenen Methoden, das Spielerische in die Arbeit zurückzuholen: "Wenn ich nicht mehr weiter weiß, dann warte ich und manchmal träume ich die Geschichte weiter", erzählt Leandra Gloor. Sie lebt ebenfalls in der Schweiz. Sie und ihre Schwester Selina Gloor haben im Alter von 10 und 11 Jahren ihr erstes Werk veröffentlicht. Was alle vier Kinder verbindet: Die jungen Autor/innen haben ausgesprochen viel gelesen und sie haben Eltern, die sie beim Veröffentlichen ihrer Werke unterstützen. Ihre Geschichten handeln von einer abenteuerlichen Suche, die in phantastische Welten führt, von geheimnisvollen Hinweisgebern und wunderlichen Wesen, die es zu überlisten oder zu besänftigen gilt. Joel Meyer hat eine Reise in die Stratosphäre erfunden, seine Protagonisten können auf Wolken gehen und Papierkraniche mit ihren Gedanken steuern. Fragt man ihn, welches seiner zauberhaften Abenteuer er selbst gerne erleben würde, so antwortet er ohne zu zögern ganz schlicht: "Mit der Katze kuscheln!"

21.00 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Milestones

"The Empty Foxhole": Das umstrittene Debüt des Schlagzeugers Denardo Coleman 1966 präsentierte Ornette Coleman, bereits als Mitbegründer des Free Jazz bekannt, ein selbst für seine Begriffe - wie auch für das Label Blue Note - ungewöhnliches Album. Den Drum-Part übernahm sein Sohn Ornette Denardo Coleman, zum Zeitpunkt der Aufnahme zehn Jahre alt. Mit sechs Jahren hatte er sich ein Schlagzeug gewünscht; vier Jahre später saß er als bis dahin wohl jüngster Künstler im berühmten Aufnahmestudio von Rudy van Gelder unweit von New York. Vater Ornette Coleman spielte mit dem Junior, der später sein ständiger Begleiter werden sollte, und mit seinem altbekannten Kollegen am Kontrabass, Charlie Haden, ausschließlich Eigenkompositionen - sowohl auf seinem Hauptinstrument, dem Altsaxofon, wie auch auf Geige und Trompete, beide autodidaktisch erlernt. Wer Coleman schon davor skeptisch gegenüberstand (oder in ihm gar, wie manche, einen Hochstapler sah), konnte sich durch dieses Album bestätigt fühlen. Herkömmliche Klangvorstellungen wurden hier (nicht einmal) ignoriert, einige der Stücke klangen geradezu provokant unakademisch und ungehobelt. Entsprechend geteilt wurde das Album aufgenommen. Es wird von seinen Verteidigern aber auch zu Colemans spannendsten Versuchen gezählt - und das Spiel des zehnjährigen Drummers explizit gelobt: Es wirke, nach nur wenigen Jahren Unterricht, nie planlos, und sein phantasievoller Ideenfluss nach Art eines Bewusstseinsstroms halte überraschend gut mit den beiden erwachsenen Musikerkollegen mit. Gestaltung; Johann Kneihs

21.40 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte

Siegertext "Gesund schreiben". Literaturpreis der Ärztekammer für Wien, präsentiert am 28.9. im Großen Sendesaal des RadioKulturhauses. Redaktion: Edith-Ulla Gasser. Fast 600 Einsendungen schon bei der ersten Ausschreibung eines neuen Literaturpreises ist eine beachtliche Zahl. Angesprochen waren deutschsprachige Autorinnen und Autoren, deren bisher unveröffentlichte Prosatexte einen inhaltlichen Bezug zur Medizin oder zu sozialen und ethischen Themen haben. "Gesund schreiben" der Ärztekammer für Wien ist ein Literaturpreis zu Fragen der Gegenwart. In einer Zeit, in der sich die sozialen Gegensätze immer mehr verschärfen und in der uns aktuell mit dem Coronavirus eine weltweite Gesundheitskrise bewegt, sind nicht nur wissenschaftliche, sondern auch literarische und damit letztlich menschliche Erkenntnisse wichtig.

22.00 Uhr
Nachrichten

22.05 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Überblick

22.08 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Zeit-Ton extended

"Nothingness; Life, Nothingness" von NUM Unter dem Motto "Liminal" lud das CTM Festival heuer zu einer Auseinandersetzung mit Grenzphänomenen und Übergangsphasen ein, in denen vertraute Ordnungen destabilisiert werden. "Musik spiegelt nicht nur die fragilen Zustände unserer verunsicherten Gegenwart", so die Veranstalter, "sondern öffnet zugleich kritische Experimentierräume für alternative Denkweisen und mögliche Zukünfte." Und auch dieses Jahr wieder vergaben das CTM Festival und die Redaktion Hörspiel / Klangkunst von Deutschlandfunk Kultur gemeinsam mit dem Goethe-Institut, dem ORF Festival musikprotokoll im steirischen herbst und dem Ö1 Kunstradio mit Unterstützung des britischen Musikmagazins The Wire Auftragsarbeiten, die sich dem Thema des CTM Festivals widmen und dabei die künstlerischen Möglichkeiten des Mediums Radio mit einer Live-Performance verknüpften sollten. Eines der beiden Siegerstücke ist "Nothingness; Life, Nothingness" von dem Duo NUM. Maryam Sirvan und Milad Bagheri stellten sich die Frage, was es bedeutet in der Gegenwart zu leben und suchten nach einem akustischen Ausdruck für den flüchtigen Moment zwischen Vergangenheit und Zukunft. Dabei orientierten sie sich an ihren persönlichen Erfahrungen: Aus dem Iran nach Georgien emigriert, versuchen sie in Tiflis, sich ein neues Leben und eine neue künstlerische Laufbahn aufzubauen. Das zweite der beiden Siegerstücke - "Altered State Solution" von Dani Gal und Ghazi Barakat - war am 18. Oktober in einer gemeinsamen Sendung der Zeit-Ton extended und der Ö1 Kunstradio Redaktion zu hören. Gestaltung: Susanna Niedermayr

22.55 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: ZOOM->In

23.00 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

"mit der Fliehkraft" von Ines Birkhan, Anne Bennent, Sainkho Namtchylak Text + Inszenierung: Ines Birkhan Stimmen: Anne Bennent, Ines Birkhan, Sainkho Namtchylak Musik/Komposition: Bertram Dhellemmes Autorenproduktion im Auftrag des ORF Kunstradio 2020 Bei diesem Projekt wagt sich Ines Birkhan auf ein Terrain, das üblicherweise der Science-Fiction überlassen wird. Der Text ist eine lyrische Zukunftsvision. Zunächst erscheinen die Stimmen zweier Frauen (Anne Bennent und Ines Birkhan) - die eine befindet sich in einem Raumschiff, die andere auf dem Planeten Mars. Beide halten sich während ihrer Konversation in isolierten Räumen auf, doch nach und nach strömen Geräusche und Stimmen aus dem Raumschiff und vom roten Planeten hinzu, bis es schließlich zu einem kompletten klanglichen Eintauchen in die Marswelt kommt (Sainkho Namtchylak). Bertram Dhellemmes Soundscape wird einerseits mit dem Widerhall von Science-Fiction-Klassikern mit analogem Synthesizer spielen, andererseits einen Dialog zwischen Stimmarbeit und minimalistischer elektronischer Perkussion herstellen. In "mit der Fliehkraft" geht es um eine poetische, stark körperbezogene Sphäre. Die Frau im Raumschiff erlebt physische Veränderungen und hat Informationen erhalten, wie diese Entwicklungen beim Eintritt in die Mars-Atmosphäre weitergehen werden. Trotzdem herrscht Unsicherheit an Bord. Ihre Verwandte auf dem Mars bestätigt die Informationen und zeichnet ihrerseits ein Bild vom Leben auf dem Planeten. Er ist offensichtlich zum Teil "terraformiert", da es flüssiges Wasser, einen annehmbaren Atmosphärendruck und ein Magnetfeld gibt. Klar wird auch, dass sich die Lebensdauer der Menschen beträchtlich verlängert hat und es als positives Ereignis oder sogar Ziel angesehen wird, wenn diese "zur Ruhe kommen" und "nicht viel anderes tun, als die großen Zehen zu drehen". Der Text ist dialogisch und zyklisch gebaut und an manchen Stellen von einem sich wandelnden Refrain unterbrochen. Obwohl die Konversation der beiden Frauen formelhaft erscheint, leuchtet doch Sensuelles und persönlich Erlebtes hindurch. Auf dem Raumschiff gibt es ein U-Deck, aus dem Rufe dringen. Sie kommen von Menschen, die auf den Polkappen siedeln werden, um Kohlendioxid und Sauerstoff aus dem Regolith zu schlagen. Nach und nach erhalten die Zuhörer/innen Einblick in die unterschiedlichen Lebensräume und -bedingungen der Marsbewohner. Gegen Ende des Hörspiels zeichnet sich die vielbeschworene Evolution der Menschen auf dem Mars deutlich ab. Der "Gleichmut" der Älteren - ihre einfachen Lieder, der Zerfall von Sprache in vereinzelte, hängengebliebene Wörter, Silben und Buchstaben, Stimmen, die den Grat zwischen tierischer und menschlicher Lautäußerung abschreiten - stellt die wichtigsten Elemente dar. Es ist eine ambivalente, durchaus musikalische Welt, die von Anne Bennents, Sainkho Namtchylaks und Bertram Dhellemmes Klangvisionen geprägt ist.

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Du holde Kunst

(Wiederholung von 8:15 Uhr)

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 3:00 und 5:00 Uhr Nachrichten