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Ö1

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06.00 Uhr
Nachrichten

06.05 Uhr
Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten

06.55 Uhr
Zwischenruf

07.00 Uhr
Nachrichten

07.05 Uhr
Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

Lebensweisen - Glaubenswelten. Ein Panorama am Sonntagmorgen mit Reportagen und Berichten aus der Welt der Religion und Religionen

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.10 Uhr
Ö1 heute

08.15 Uhr
Du holde Kunst

"Genießt die Früchte, die am Abgrund ihr gefunden!" - Dörte Lyssewski liest Oden von Horaz bis Hugo. Das lyrische Biotop ist artenreich und in ständiger Bewegung. Neue Lebensformen haben alte verdrängt, in einzelnen Schutzgebieten existieren diese aber noch und zeigen sich dem Betrachter bzw. Beobachter in ihrer wundersamen Pracht. Der dritte Exot, den wir auf den Wanderungen durch das lyrische Biotop treffen, ist die Ode. Wo sie auftaucht, wird es feierlich. Aus griechischen und römischen Habitaten kommend, schreitet sie Mitte des 16. Jahrhunderts auch in französischen und deutschen Landschaften umher, in Letzteren entwickeln ihre Artgenossen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine starke Emotionalität, was ihre Würde in keiner Weise beeinträchtigt. Allerdings kann ihre erhabene Größe als Handikap bei der Fortpflanzung beobachtet werden. Zu hören sind Oden von Horaz (übersetzt von Bernhard Kytzler), Friedrich Gottlieb Klopstock, Percy Bysshe Shelley (übersetzt von Adolf Strodtmann) und Victor Hugo (übersetzt von Ludwig Seeger). Gestaltung: Gudrun Hamböck und Beate Linke-Fischer.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Gedanken

"Seit ich denken kann, war mein Motto? Vorwärts, weiter geht's!" Im Herbst des Vorjahres musste Erni Mangold aufgrund eines Knochenbruches mehrere Wochen im Krankenhaus und auf Reha verbringen. Von Aufgeben oder Larmoyanz war in all dieser Zeit "keine Red", wie sie sagt. Zum 94. Geburtstag, den die Schauspielerin am 26. Jänner feiert, macht sich Erni Mangold u.a. Gedenken über ihren unbändigen Lebenswillen und die Quellen ihres Elans. Gestaltung: Gerhard Hafner Sieben Jahrzehnte auf der Bühne, mit über 90 noch am Filmset, als Lehrerin eine Institution: Erni Mangold hat viel gesehen. Durch ihre Attraktivität firmierte sie in der Wiener Gesellschaft rasch als "Sexbömbchen", wie sie selbst sagt - und wurde damit nicht nur in Schubladen einsortiert, sondern sah sich auch ständig Übergriffen ausgesetzt. Doch Erni Mangold ist bekanntlich schlagfertig. Das liegt sicher auch daran, dass sie als Wildfang aufgewachsen ist, im Wirtshaus ihrer Großeltern im niederösterreichischen Großweikersdorf. Es gab aber nicht nur das Landleben, von den Eltern kam eine kreative Ader. Die Mutter wäre ohne Familienpflichten gerne Konzertpianistin geworden, der Vater - im Brotberuf Lehrer - war ein berufener Kunstmaler. Eines seiner Motive: die Tochter, die sich bis heute mit seinen Gemälden umgibt. Der Vater war es auch, der sie zu einer Karriere als Schauspielerin animierte. Schon als 15-Jährige bewarb sie sich 1942 am Max Reinhardt Seminar, an das sie später als Lehrerin zurückkehren sollte. 1955 ging sie nach Hamburg und spielte unter Gustaf Gründgens am Deutschen Schauspielhaus. Dort heiratete sie auch Heinz Reincke, mit dem sie bis 1978 zusammenbleiben sollte. Nach ihrer Rückkehr nach Wien durchlebte die Schauspielerin eine Durstrecke doch "mit 60 hab ich eigentlich noch einmal Karriere gemacht und mit 70, 80 noch einmal. Also eigentlich ist es dann bis 90 wieder bergauf gegangen", sagt Erni Mangold. Und das bis heute. Mangold steht immer noch vor der Kamera, im vergangenen Jahr war sie in der ORF-BRD-Koproduktion "Schöner Schlamassel" zu sehen. Nur vom Theater hat sie sich 2017 mit "Harold und Maude" verabschiedet. Am 26. Jänner feiert Erni Mangold ihren 94. Geburtstag.

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ambiente - von der Kunst des Reisens

Ambiente Spezial: Auf der Seidenstraße im Sonderzug. Mit dem Orient Silk Road Express durch Zentralasien. Turkmenistan, Usbekistan, Kasachstan: fast 5.000 km ist der Orient Silk Road Express auf den Spuren der alten Seidenstraße unterwegs; dabei werden legendäre Städte wie Buchara und Samarkand ebenso besucht wie die futuristische Hauptstadt von Turkmenistan, Aschgabat, am Beginn der Reise und am Ende das weitläufige Almaty am Fuß des fast immer schneebedeckten Tienshan, des Himmelsgebirges an der Grenze zu Kirgistan. Aschgabat mutet an wie aus einem Science-Fiction-Film, kühne oder auch kitschige Hochhäuser stehen weit verstreut in künstlich bewässerten Parkanlagen, Menschen sieht man nur wenige. Vom einstigen Glanz von Merv, einer der wichtigsten und reichsten Städte an der Seidenstraße, ist nicht viel erhalten geblieben. Ganz anders im historischen Buchara in Usbekistan, wo v.a. die prachtvollen Medresen den Status als Weltkulturerbe rechtfertigen. Ebenso bei der kleinen, aber feinen Oasenstadt Chiwa und dem berühmten Samarkand, wo nicht nur der Registan staunen lässt, der wahrscheinlich schönste Platz der gesamten Seidenstraße. Doch der Orient Silk Road Express hält auch an einigen Orten, die sonst kaum je von Touristen besucht werden, bevor er seine Endstation in der ehemaligen kasachischen Hauptstadt Almaty erreicht, eine Millionenmetropole mit großzügigem Baumbestand und der prächtigen hölzernen Himmelfahrtskathedrale im Mittelpunkt. Gestaltung: Margit Hainzl und Emil Wimmer

11.00 Uhr
Nachrichten

11.03 Uhr
Matinee

Wiener Symphoniker, Dirigent: Alain Altinoglu; Renaud Capuçon, Violine. Maurice Ravel: Pavane pour une infante défunte (Fassung für Orchester) * Edouard Lalo: Symphonie espagnole für Violine und Orchester d-Moll op. 21 * Johannes Brahms: Symphonie Nr. 2 D-Dur op. 73 (aufgenommen am 1. März 2018 im Großen Musikvereinssaal in Wien in 5.1 Surround Sound) Mit dem französischen Geigenvirtuosen Renaud Capuçon verbindet die Wiener Symphoniker eine sehr intensive Beziehung, seit dieser gemeinsam mit seinem Bruder, dem Cellisten Gautier, in der Saison 2014-15 als Artist in Residence agierte. Gemeinsam präsentierte man damals u.a. die Uraufführung eines neuen Violinkonzertes von Wolfgang Rihm, die auf CD gebannt im Jahr 2018 einen ECHO-Klassik gewann. Diesmal gibt es die "Symphonie Espagnole für Violine und Orchester" des französischen Komponisten Édouard Lalo zu hören: eine höchst originelle, stimmungsgeladene Mischung aus Symphonie, Solokonzert und iberisch-folkloristischer Atmosphäre. Mit dem "sensiblen Klangfarbenmagier" (Süddeutsche Zeitung) Alain Altinoglu am Pult ist garantiert, dass sich auch der Zauber des restlichen Programms voll entfaltet: Ravels "Pavane pour une infante défunte" in der Orchesterfassung, gefolgt von Brahms' Zweiter Symphonie. (Wiener Symphoniker)

11.50 Uhr
(in der Pause) Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Gespräch

12.10 Uhr
Matinee

Wiener Symphoniker, Dirigent: Alain Altinoglu (aufgenommen am 1. März 2018 im Großen Musikvereinssaal in Wien in 5.1 Surround Sound)

12.56 Uhr
Ö1 heute

13.00 Uhr
Ö1 Sonntagsjournal

13.10 Uhr
gehört.gewusst. Das Ö1 Quiz

Drei Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Österreich lösen mit Doris Glaser Rätsel aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Dabei kann allwöchentlich ein Gutschein für den ORF-Shop im Wert von 150 Euro erspielt werden. Zur Auswahl stehen erlesene Hörbücher, Klassiker aus der Kabarett-Edition, Aufnahmen des ORF Radio-Symphonieorchesters, Raritäten aus der Edition "Alte Musik" u.v.m. Außerdem erhält jede Kandidatin, jeder Kandidat, die Ö1 Club-Mitgliedschaft, ein Jahresabo des Klassik-Streaming-Portals fidelio und eine Grafik aus der Ö1 Talentebörse. Die Besten der Besten spielen in der nächsten Superchampions-Runde am 28. Februar um eine Ö1 Kulturreise für zwei Personen nach Hamburg inklusive Besuch der Elb-Philharmonie. Wenn Sie selber mitspielen wollen, melden Sie sich an unter: oe1.orf.at/quiz/anmeldung

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Menschenbilder

"Es gibt eine Seelen-Erinnerung, die man in sich trägt"- Die Psychotherapeutin und Kinderärztin Eva Umlauf Die Ärztin und Psychotherapeutin Eva Umlauf hat das Konzentrationslager Auschwitz überlebt. Sie ist die jüngste Überlebende, der man noch eine Nummer eintätowiert hat. Sie war zwei Jahre alt. 66 Jahre später hat sie im früheren Konzentrationslager am Jahrestag der Befreiung eine Gedenkrede gehalten. "Ich musste vorher viel weinen, um die Gedenkfeier im Lager überhaupt durchzustehen", erzählt sie. Am 19. Dezember 1942 kam Eva Umlauf in Novaky, einem Arbeitslager in der Slowakei, auf die Welt. Ihr Vater wurde verschleppt und ermordet. Die kleine Eva kam mit ihrer Mutter am 2. November 1944 nach Auschwitz. "Die Erinnerung mischt sich immer mit Erzähltem", sagt Eva Umlauf, die heute als Kinderärztin und Psychotherapeutin in München lebt. "Aber es gibt eine tiefe unbewusste Erinnerung, die Seelen-Erinnerung, die man in sich trägt." Das Mädchen wird im Lager krank, sie bekommt Tuberkulose und Gelbsucht. Sie kämpft ums Überleben. Ihre Mutter ist selbst erst 21 Jahre alt und ist mit drei Kindern in Auschwitz. Die Mutter und die Kinder überleben, sonst werden alle Familienangehörigen ermordet. Nach der Zeit in Auschwitz erlebt Eva Umlauf schwierige Jahre in der Slowakei bis sie 1966 heiratet und in den Westen übersiedelt. "Die Erinnerungskultur wird sich ändern", sagt Eva Umlauf. "Es ist wichtig, dass wir jetzt über all das reden, was uns wiederfahren ist." Eine Sendung zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27.1.2021. Gestaltung: Heinz Janisch

14.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

15.00 Uhr
Nachrichten

15.05 Uhr
Apropos Oper

mit Michael Blees. "Verdi international" - Szenen und Arien aus Opern von Giuseppe Verdi in deutscher, französischer, russischer, englischer, ungarischer und schwedischer Sprache Schon mit einigen frühen Opern aus seinen sogenannten "Galeeren-Jahre" hatte der vor 120 Jahren, am 27. Jänner 1901 hochbetagt verstorbene Giuseppe Verdi auch Erfolge außerhalb Italiens gefeiert. Mit der "Trilogia popolare" ("Rigoletto", "Il Trovatore" und "La Traviata") ist ihm dann vollends der internationale Durchbruch geglückt - ab den mittleren 1850er Jahren wurde Verdi in aller Welt als der bedeutendste und wichtigste Schöpfer der italienischen Oper betrachtet und man hat auf jedes seiner neuen Werke mit Spannung gewartet - und das spiegelt sich auch in der Tatsache nieder, dass seine berühmten Opern sehr rasch in alle möglichen Sprachen übersetzt wurden. Denn im 19. Jahrhundert haben selbst noch große Bühnen die Werke in der jeweiligen Landessprache aufgeführt - eine Tradition, die erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts mehr und mehr, mit wenigen Ausnahmen, ein Ende gefunden hat.

16.00 Uhr
Ex libris

Bücher, Menschen, Themen Dämmerung. Möglichkeiten. Laurent Binet: Eroberung, Roman, Rowohlt Verlag (Übersetzung: Kristian Wachinger) Pierre Lemaitre: Spiegel unseres Schmerzes, Roman, Klett Cotta Verlag (Übersetzung: Tobias Scheffel) Hans Ulrich Gumbrecht: "Prosa der Welt". Denis Diderot und die Peripherie der Aufklärung, Suhrkamp Verlag Joseph Conrad: Der Niemand von der "Narcissus", Roman, Mare Verlag (Übersetzung: Mirko Bonné) Jugendbuch des Monats Moderation: Nicole Dietrich

16.55 Uhr
Ö1 heute

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.10 Uhr
Spielräume Spezial

Zum 80. Geburtstag von Neil Diamond und Aaron Neville (2) Außer dem Tag der Geburt, dem 24.Jänner 1941, scheinen der afroamerikanische R B Sänger Aaron Neville, geboren in New Orleans, und der gebürtige New Yorker Sänger und Songwriter Neil Diamond nicht allzu viel gemeinsam zu haben. Immerhin hat Neville voriges Jahr bei einem Konzert Neil Diamonds Nummer "Sweet Caroline" interpretiert. Sind sie auf jeden Fall beide auf ihrem Gebiet absolute Großmeister. Und deswegen bekommen beide Künstler eine eigene "Spielräume spezial"-Sendung. Heute ist Aaron Neville, der Mann mit der Engelsstimme an der Reihe, welche sein etwas grimmiges Aussehen so wunderbar konterkariert. Neville hatte sich seine Gesichtstätowierung bereits im Alter von 16 Jahren stechen lassen, also zu einer Zeit, in der das in den USA eigentlich ein absolutes "No go" und nur Schwerkriminellen vorbehalten war. Im Jahr 1966 sang Neville den Welthit "Tell it like it is", für den er viele Jahre keine Tantiemen bekam. Mit seinem unverwechselbaren Vibratogesang ist Aaron Neville jedenfalls einer der großen Stilisten der Popgeschichte. Gestaltung: Klaus Wienerroither

17.55 Uhr
rein-gehört

Der Ö1 Audioguide im Podcastformat. Gestaltung: Bernhard Eppensteiner Ulrike Leitner

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.15 Uhr
Moment am Sonntag

Motorsport in Österreich von der Nachkriegsära bis in die 1980er Jahre Der Geruch von Benzin, ölverschmierte Hände und Gesichter werden mit der Faszination des Motor-Rennsportes auf zwei und vier Rädern assoziiert. In der Nachkriegszeit gehörten Motorsportveranstaltungen zur Wiederherstellung eines Alltags, der den Fortschritt verkörpert und Unterhaltung verspricht. Akteure, wie zum Beispiel die Formel V Rennfahrer Erich Breinsberg und Peter "Handschuh" Peter, der Motorrad-Rennfahrer August Auinger, und die Journalisten-Legende Helmut Zwickl erinnern sich. Mit Geschichten zum Beispiel über Jochen Rindt, "einem wilden Hund", wie Helmut Zwickl ihn bezeichnet, über berüchtigte Rennstrecken und raffinierte Benzinmischungen. In einem Buch beleuchtet der Kulturwissenschaftler Mathias Marschik die Epoche des schnellen Sportes, gemeinsam mit dem Journalisten Thomas Karny. Über die Entwicklung des Motorsportes in Österreich, vom Speedway bis zu den Rennen der Formel 1. Gestaltung: Alois Schörghuber

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Contra - Kabarett und Kleinkunst

Christine Prayon "Abschiedstour" Gestaltung: Bernhard Fellinger Die deutschen Schauspielerin und Kabarettistin Christine Prayon will kein Kabarett im landläufigen Sinne machen. Sie interessiert sich nicht mehr für die pure Kritik am Bestehenden, wenn nicht gleichzeitig über alternativen und Utopien geredet wird. Immerhin ist es aus Sicht der Kabarettistin an der Zeit, die Welt zu retten. Das kann sie aber nicht allein. Was sie übrigens auch nicht kann und will, ist am Klavier zu sitzen und über sogenannte Frauenthemen zu singen. Christine Prayon, auch bekannt als Birte Schneider aus der heute show, wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Kabarettpreis, dem Deutschen Kleinkunstpreis und dem Dieter-Hildebrandt-Preis. Mit ihrem Solo "Abschiedstour" setzt die Kabarettistin auf die ganz großen Gefühle. "Ist das Kabarett tot?" fragt Christine Prayon, denn wenn Politiker sich als Clowns versuchen, dann gehen die Clowns in die Politik.

19.30 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Überblick

19.33 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Radiosession

Sketches on Duality zu Gast im Wiener Funkhaus Das Ensemble "Sketches on Duality" wurde 2015 gegründet und veröffentlichte 2017 seine erste EP. Eine mitreißende Mischung aus Hip-Hop und Jazz, dafür stehen die fünf durchwegs profilierten Mitglieder der Band: Rapper Jahson The Scientist, Gitarrist Helmut Mühlbacher, Keyboarder Felipe Scolfaro Crema sowie Philipp Kienberger (E-Bass) und Michael Prowaznik (Schlagzeug) setzen gemeinsam spannende musikalische Akzente. In den Texten, so die Band, geht es "um Liebe, ums Menschsein, um den Versuch, das Leben mit wissenschaftlichen Theorien und Erkenntnissen zu erklären - um schlussendlich doch wieder feststellen zu müssen, dass einzig das Herz die richtigen Entscheidungen treffen kann." Angesiedelt an der Grenze von Lebens- und Tanzlust verbindet das Ensemble ausgedehnte Instrumental-Soli mit den (lebens)notwendigen Grooves. Gestaltung: Helmut Jasbar

20.15 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

"Man muss sich seiner Vergangenheit stellen!" Der Autor Georg Thiel Feature von Matthias Haydn Es ist ein ebenso bekanntes wie verstörendes Foto: ein Bub kniet auf einem Gehsteig, mit einem Pinsel malt er vorsichtig das Wort "Jud" auf eine Hausfassade. Ein Mann mit Hakenkreuzbinde am Oberarm überwacht den Vorgang. Das Bild ist auf der letzten Seite von Georg Thiels zweitem Roman abgebildet, der Autor hat ihm den Titel "Jud" gegeben. Der Protagonist in Thiels Geschichte stößt 1958 zufällig auf das damals in einer Illustrierten publizierte Foto und erkennt sich selbst als den gedemütigten Jungen aus dem Jahr 1938 wieder. Er fasst den Entschluss den Nazi-Schergen ausfindig zu machen und sich an ihm zu rächen. Der Autor, er wurde 1971 in Wien geboren und studierte ebendort Geschichte und Politikwissenschaften, hat die Geschichte des Fotos genau recherchiert, sogar den Ort des Geschehens in der Heinestraße konnte er ausfindig machen. Wer jedoch die fotografierten Personen waren und was danach mit ihnen geschah, das konnte er nicht herausfinden. Und deshalb hat Georg Thiel die Geschichte kurzerhand selbst in die Hand genommen und sie weiter geschrieben.

20.55 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Milestones

Albert Ayler: "Spiritual Unity" (1964) Es waren der wild-impulsive, oft unreine, dafür umso beherztere Sound der alten Brassbands in New Orleans, die einfachen Melodien der Volksmusik und das ungehobelte Spiel nicht ausgebildeter Musikanten, die den 1936 in Cleveland, Ohio, geborenen afroamerikanischen Saxofonisten Albert Ayler faszinierten. Klänge also, die im frühen Hot Jazz noch deutlich spürbar waren, aber schon bald von der geschmeidigen Eleganz und Perfektion des Swing verdrängt wurden. So war es nur konsequent, dass Ayler trotz fundierter Musikausbildung in den 1950er-Jahren vor allem in Rhythm- -Blues-Bands aktiv war, anstatt sich allzu sehr mit den neuen Maßstäben des modernen Jazz zu beschäftigen, die Saxofonisten wie Charlie Parker oder John Coltrane setzten. Es mutet wie eine Ironie der Jazzgeschichte an, ist aber gut nachvollziehbar, dass Albert Ayler mit seinen aus Gebieten jenseits des Jazz importierten, archaischen Klängen und Spielweisen zu einer Schlüsselfigur des Free Jazz wurde. Vor allem sein 1964 mit dem im September letzten Jahres 85-jährig verstorbenen Gary Peacock (Bass) und Sunny Murray (Schlagzeug) aufgenommenes Album "Spiritual Unity" löste bei vielen Ratlosigkeit oder Verstörung aus, während es für andere zu einem regelrechten Befreiungsschlag wurde. Gestaltung: Michael Neuhauser

21.40 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte

100 Jahre Burgenland "Ö1 Kunstgeschichten: "Gesichtserkennung". Dine Petrik über ein Porträt der Lyrikerin Hertha Kräftner. Redaktion: Edith-Ulla Gasser.

22.00 Uhr
Nachrichten

22.05 Uhr
Heimspiel

22.10 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Zeit-Ton extended

Georg Graewes Favorites Der Pianist und Komponist Georg Graewe hat im vergangenen Jahr zwei ganz unterschiedliche CDs veröffentlicht. Einmal mit seinem Wiener Trio, einmal mit seinem "Sonic Fiction Orchestra". Beiden gemeinsam ist, dass sowohl Improvisation als auch Komposition eine Rolle spielen, sich gegenseitig befruchten. Im heutigen Zeit-Ton extended stellt Graewe Musik vor, die ihn selbst inspiriert und fasziniert. Improvisierte Musik wie komponierte Musik, Aktuelles wie vor langer, langer Zeit Entstandenes. Gestaltung: Nina Polaschegg

22.54 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: ZOOM->In

23.00 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

"Twittering Machines". Von Kathy Hinde Auf einem Plattenspieler dreht sich eine Vinylplatte mit der Aufnahme von John Keats "Ode an eine Nachtigall", übersetzt in Morsezeichen. Andere Geräusche beginnen, die Übertragung zu stören, machen die Entzifferung fast unmöglich und unterbrechen das Gedicht von Keats. Die Echos und Pieptöne des Morsecodes verschmelzen mit Sounds von zerbrochenen Spielzeugklavieren, Vogelimitationspfeifen, verzerrten Feldaufnahmen, Klangschalen, gefundenem Vinyl und anderen Klangobjekten. Eine poetische Reflexion über den fragilen Zustand der Vogelpopulationen, deren geeignete Lebensräume seltener werden, auch weil der Klimawandel die Jahreszeiten durcheinanderbringt. Diese Radioversion der britischen Künstlerin Kathy Hinde basiert auf einer audiovisuellen Live-Aufführung gleichen Titels.

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Du holde Kunst

(Wiederholung von 8:15 Uhr)

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 3:00 Uhr Nachrichten