Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Nachrichten

06.05 Uhr
Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten

06.55 Uhr
Zwischenruf

07.00 Uhr
Nachrichten

07.05 Uhr
Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

Die Salzburger Festspiele als ?Wallfahrtsort' +++ Gut und böse, Tod und Teufel - ?Jedermann' und die Tradition des Mysterienspiels 1. Die Salzburger Festspiele als ?Wallfahrtsort' "Salzburg ist das Herz vom Herzen Europas", sagte Hugo von Hofmannsthal. In Salzburg wurde vermutlich die erste Oper nördlich der Alpen aufgeführt. Am fürsterzbischöflichen Hof spielten Musik und Theater eine große Rolle, und auch die geistlichen und weltlichen Spiele für das Volk haben lange Tradition. Hier also gründeten Max Reinhardt und Hugo von Hofmannsthal die Festspiele - als Zufluchtsort, als "Wallfahrtsort". Alljährlich "pilgern" tausende Besucher zu den Aufführungen. Sind die Bühnen der alten Bischofstadt zu "Ersatz-Wallfahrtsorten" geworden? - Gestaltung: Maria Harmer 2. Gut und böse, Tod und Teufel - ?Jedermann' und die Tradition des Mysterienspiels Die Aufführung des "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal am 22. August 1920 auf dem Domplatz gilt als die "Geburtsstunde" der Salzburger Festspiele. Bis heute ist das "Spiel vom Sterben des reichen Mannes", das auf der Tradition mittelalterlicher Mysterienspiele basiert, das Herzstück des weltberühmten Festivals. Lust und Leben, Tod und Vergänglichkeit, das Gute und das Böse - alles hat Platz auf dem Domplatz der alten Bischofsstadt. - Gestaltung: Maria Harmer

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.10 Uhr
Ö1 heute

08.15 Uhr
Du holde Kunst

Jedermann liest Lyrik. Gedichtinterpretationen von Attila Hörbiger, Will Quadflieg, Klaus Maria Brandauer, Helmuth Lohner, Gert Voss, Peter Simonischek und Cornelius Obonya. Aus Anlass des 100-Jahre-Jubiläums der Salzburger Festspiele eine Sonderausgabe von "Du holde Kunst" mit Preziosen aus dem Archiv und sieben "Jedermännern" in einer Sendung. So unterschiedlich wie ihr Spiel vom Sterben des reichen Mannes, so verschieden ihre Stimmen und Lyrik-Interpretationen: Zu hören sind Attila Hörbiger mit "Schlaflied für Mirjam" von Richard Beer-Hofmann, Will Quadflieg mit "Des Morgens" von Friedrich Hölderlin, Klaus Maria Brandauer mit "Der Maler" von Joseph von Eichendorff, Helmuth Lohner mit "Der Lindenbaum" von Wilhelm Müller, Gert Voss mit "An euch, die das neue Haus bauen" von Nelly Sachs, Peter Simonischek mit "Herrgott, wie wässrig wird der Wein ..." von Christine Lavant und "Liebeslied" von Rainer Maria Rilke sowie Cornelius Obonya mit "Reigen" von Ingeborg Bachmann. Gestaltung: Gudrun Hamböck und Beate Linke-Fischer

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Gedanken

Wie wird die Welt nach der COVID-19-Krise aussehen und wie werden wir leben? Die Ärztin und Psychotherapeutin Martina Leibovici-Mühlberger sucht nach möglichen Antworten "Wir stehen an einer Weggabelung, an der es um nicht weniger als um die radikale Neudefinition von Normalität geht", schreibt sie in ihrem neuen Buch "Startklar - Aufbruch in die Welt nach COVID-19" und: "Die Krise kann den Kontrollstaat bringen, sie ist aber auch eine Chance, als Gesellschaft zu wachsen und zu reifen. Wir entscheiden jetzt, in welche Richtung wir gehen. Die Psychotherapeutin und Ärztin Martina Leibovici-Mühlberger berät unter anderem politische Parteien und staatsnahe Organisationen und hat mit ihren analytischen und visionären Büchern und Vorträgen oft genug recht behalten. Zuletzt schrieb sie ein Buch über Tyrannen-Kinder und engagiert sich für das Projekt "School of Life". Die "School of Life" ist ein Projekt des Österreichischen Bundesverbands für Erziehungsberatung (ÖBEB) und wird auch vom gemeinnützigen Verein Media Education sowie privaten und Firmensponsoren unterstützt. Es beruht unter anderem auf den Erfahrungen von Vorprojekten, wie der mehrere Jahre hindurch durchgeführten, über Sponsoring hauptfinanzierten "Jungen Uni für Medien- und Sozialkompetenz", mit der sozial benachteiligte Jugendliche zum Themenkreis von Sozial- und Medienkompetenz sehr erfolgreich angesprochen werden konnten. Gestaltung: Ursula Burkert

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ambiente - von der Kunst des Reisens

Sommerserie: Unterwegs in Österreich, Teil 2 Hin Weg Schrammelklang in der Zwangspause - Kultur als Wirtschafts-Motor in Litschau und Umgebung Rund um die Burg Gallenstein - Das Festival St. Gallen in der Steiermark 100 Jahre Salzburger Festspiele, eine Ausstellung Hin Weg Schrammelklang modifiziert - Kultur als Wirtschafts-Motor in Litschau und Umgebung Im Jahr 2007 gründete Zeno Stanek das Festival "Schrammel.Klang" das als das Woodstock des Wienerlieds gilt: In freier Natur im Wald oder am Wasser, bei Matineen und Abendkonzerten im Herrenseetheater, während einer Dampflokfahrt und bei inszenierten Nachtwanderungen konnten sich Besucher und Besucherinnen Anfang Juli den unterschiedlichen Facetten des Wienerliedes und auch verwandten Formen der Weltmusik hingeben. Die Covid 19 Krise zwang das ambitionierte Festival, das in der ganzen Region Rückhalt hat und ermöglicht, dass etliche Bewohner Litschaus, die auspendeln müssten, Arbeitsmöglichkeiten in ihrem Heimatort finden, neue Wege zu gehen. Auch Zeno Staneks neues Festival "Hin Weg" - ein Theaterfestival, das er gemeinsam mit Katharina Stemberger und Ernst Molden initiiert hat, wird allen Widrigkeiten zum Trotz auch heuer über die Bühnen gehen. Allerdings etwas modifiziert werden aktuelle Themen, gesellschaftspolitisch relevante Fragen, die Auseinandersetzung mit dem Heute und dem Morgen im Mittelpunkt der geplanten Theaterproduktionen stehen. Gestaltung: Ursula Burkert Festival St. Gallen Die Ortschaft St. Gallen befindet sich im Norden der Steiermark nahe der Enns. Im 13. Jahrhundert wurde hier die Burg Gallenstein errichtet und war bis in die 1830er-Jahre bewohnt. Zwischenzeitlich verfallen, wurde die Burgruine in den 1960er-Jahren wiederaufgebaut. Sie ist heute nicht nur ein Ausflugziele inmitten des Natur- und Geoparks "Steirische Eisenwurzen". Seit 34 Jahren wird die Anlage im Sommer für Musikveranstaltungen genutzt. Auch heuer werden wieder Konzerte in der Marktgemeinde veranstaltet, auch wenn das "Festival St. Gallen" aufgrund der derzeitigen Veranstaltungsbestimmungen etwas anders ausfallen wird als sonst. Gestaltung: Jakob Fessler 100 Jahre Salzburger Festspiele, eine Ausstellung Wenn der Jedermann ruft, dann ist Festspielzeit in Salzburg. 2020 sollte die Stadt Salzburg ganz im Zeichen des 100-jährigen Jubiläums der Salzburger Festspiele stehen. Was sich rasch zu einer veritablen, wenn auch nicht unumstrittenen Institution entwickelte, begann am 22. August 1920 mit der Aufführung des heute legendären Theaterstücks "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal. Die Salzburger Festspiele vereinen Schauspiel, Oper, Konzert - sowie Glanz und Glamour. Die Osterfestspiele mußten wegen der Covid 19-Krise abgesagt werden, die Sommerfestspiele werden verändert und verkürzt mit erheblichen Sicherheitsmaßnahmen stattfinden. Im Frühling war die Landesausstellung mit dem Titel "Großes Welttheater" bereits fertiggestellt, aber erst seit kurzem ist Publikum zugelassen. Margit Atzler durfte für Ambiente einen Rundgang durch die im Aufbau befindliche Ausstellung machen.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.03 Uhr
Matinee

Wiener Philharmoniker, Dirigent: Herbert von Karajan; Anne-Sophie Mutter, Violine. Pjotr Iljitsch Tschaikowsky: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35 * Robert Schumann: Symphonie Nr. 4 d-Moll op. 120 (aufgenommen am 15. August 1988 im Großen Festspielhaus in Salzburg im Rahmen der "Salzburger Festspiele 1988"). Präsentation: Philipp Weismann Ein bedeutendes historisches Tondokument: Herbert von Karajans letztes Konzert mit den Wiener Philharmonikern bei den Salzburger Festspielen.

11.50 Uhr
(in der Pause) Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Gespräch

12.10 Uhr
Matinee

Wiener Philharmoniker, Dirigent: Herbert von Karajan (aufgenommen am 15. August 1988 im Großen Festspielhaus in Salzburg im Rahmen der "Salzburger Festspiele 1988"). Präsentation: Philipp Weismann

12.56 Uhr
Ö1 heute

13.00 Uhr
Ö1 Sonntagsjournal

13.10 Uhr
Tolle Titel - starke Stücke

Präsentation: Gerhard Hafner.

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Menschenbilder

Zum Schwerpunkt "100 Jahre Salzburger Festspiele" "Auf dem Mönchsberg" - Hans Widrich Hans Widrich war viele Jahre lang Pressesprecher der Salzburger Festspiele. Mit vielen Künstlerinnen und Künstlern, die nach Salzburg kamen, hat er eng zusammengearbeitet. Eine besondere Beziehung verbindet Hans Widrich auch mit dem Literaturnobelpreisträger Peter Handke. Als der Schriftsteller in den Jahren von 1979 bis 1987 mit seiner Tochter Amina in Salzburg auf dem Mönchsberg lebte, wohnte er bei seinem einstigen Internatskollegen Hans Widrich. Peter Handke schenkte dem Freund jede Menge "Abfallprodukte" seiner Dichtung, aber auch Persönliches. Wanderschuhe, Fotografien, Briefe und Notizhefte - Hans Widrich konnte im Verlauf der Jahre ein vielbeachtetes, privates Handke-Archiv aufbauen. Hans Widrich gilt auch als großer Kunstkenner- und Sammler. Mit Künstlerinnen und Künstlern wie Linde Prelog, Hubert Schmalix, Wolfgang Hollegha, Peter Pongratz und vielen anderen ist er seit vielen Jahren befreundet. Ein "Menschenbild" über die Liebe zu den Festspielen, zur Musik, zur Literatur und zur Kunst... Gestaltung: Heinz Janisch

14.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

15.00 Uhr
Nachrichten

15.05 Uhr
Apropos Oper

mit Michael Blees. Richard Strauss-Opern bei den Salzburger Festspielen Ausschnitte aus Live-Mitschnitten des Festspiel-Archivs aus "Der Rosenkavalier", "Elektra", "Arabella", "Die schweigsame Frau", "Ariadne auf Naxos", "Die Liebe der Danae" u.a. 1922, im dritten Jahr der Salzburger Festspiele, wurden erstmals Opern gespielt - damals ausschließlich Werke von Wolfgang Amadeus Mozart - und er sollte auch der meistgespielte Opern-Komponist in der Geschichte des Festivals bleiben. Direkt gefolgt von Richard Strauss: in 27 Salzburger Festspielsommern stand "Der Rosenkavalier" auf dem Programm, in elf Jahren wurde "Ariadne auf Naxos" geboten, in acht Jahren "Elektra" und in sieben Jahren "Die Frau ohne Schatten". Die späte Strauss-Oper "Die Liebe der Danae" ist 1944 noch zur Generalprobe in Salzburg gekommen, die Uraufführung konnte kriegsbedingt aber nicht mehr stattfinden, sie wurde erst 1952, drei Jahre nach dem Tod des Komponisten, nachgeholt. Und auch seltener gespielte Werke wie "Die schweigsame Frau" oder "Die ägyptische Helena" sind bei den Salzburger Festspielen gezeigt worden.

16.00 Uhr
Ex libris

Bücher, Menschen, Themen Moderation: Julia Reuter Es liest Till Firit Nachdenken über die Gegenwart Eine Ex libris-Sommerserie Teil 1 Hans Platzgumer

16.55 Uhr
Ö1 heute

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.10 Uhr
Spielräume Spezial

More than drums: Der Schlagzeuger Lukas Aichinger Der 1992 in Bad Ischl geborene Lukas Aichinger war der Gewinner des Ö1 Jazzstipendiums 2019. Er ist in unterschiedlichen Bands und Projekten engagiert und hat heuer überdies die erste eigene CD seines Sextetts AHL6 namens "Thinker try to dance" veröffentlicht, die ausschließlich Eigenkompositionen von Aichinger enthält. "Spielräume spezial" präsentiert Aufnahmen des vielseitigen Schlagzeugers, u.a. auch ORF-Mitschnitte aus diversen Ö1 "Radiosessions" und einer "Spielräume Nachtausgabe" über Ornette Coleman, bei der Aichinger mit dem Saxofonisten Wolfgang Puschnig, dem Posaunisten Phil Yaeger und dem Bassisten Gregor Aufmesser live im Studio 2 des Wiener Funkhauses musiziert hat. Gestaltung: Klaus Wienerroither

17.55 Uhr
Ö1 intro

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.15 Uhr
Moment am Sonntag

Der Mensch und seine Steckenpferde Wenn regelmäßige Freizeitbeschäftigung zum Hobby mutiert Über Menschen, die in der Freizeit schnell in den Hobbyraum verschwinden, wird gern gelästert. Haben sie Zeit im Überfluss oder wollen sie nur ihre Ruhe haben? Echte "Hobbyisten" lassen sich nicht beirren. Sie tun, was sie gern tun - als Amateure oder wahre Meisterinnen. Manchmal wird das Hobby zum Beruf, manchmal zur Sucht. Sammeln, Malen, Handarbeiten, Tischlern, am Haus weiterbauen - es gibt zig Möglichkeiten. Selbst Fernsehen wird als Hobby angegeben. Existieren Menschen, die kein Steckenpferd haben? Was dann? Gestaltung: Andrea Hauer

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Contra - Kabarett und Kleinkunst

Texte und Notizen von Hosea Ratschiller, Preisträger des Salzburger Stier 2017. Hosea Ratschiller, Humorexperte mit Nachhaltigkeitsgarantie, begibt sich für "Contra" in seinen Glossen, Kurzgeschichten und Tagebuchnotizen auf eine satirische Reise durch den Alltag. Ein maßgeschneidertes Konzept, bei dem die formale und inhaltliche Eleganz des Salzburger Stierpreisträgers 2017 besonders zur Geltung kommt. Als eloquenter Erzähler navigiert Hosea Ratschiller durch seine Geschichten und präsentiert eine humorvolle Indiziensammlung, die von den kleinen Dingen und den großen Ideen erzählt und auch davon, dass die Welt nicht in uns selbst ist, sondern um uns herum.

19.30 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Überblick

19.33 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Radiosession

Zwischen Renaissance und zeitgenössischer Improvisation: Eva Leonie Fegers Eva Leonie Fegers ist ein durch und durch ungewöhnlicher Mensch. Die junge Blockflötistin, die alle Preise abgeräumt hat, die für das Instrument überhaupt vergeben werden, hat ihren eigenen Kopf, alles scheint ihr zu wenig zu sein. Und so wandert sie stetig neuen Herausforderungen entgegen. Abgesehen davon, dass sie auch eine herausragende Sängerin ist, interessiert sich Fegers nicht nur für Alte Musik, die sie gerne fantasievoll rekonstruiert, sondern auch für zeitgenössische Improvisation. In diesem Spannungsfeld bewegt sie sich mit Leichtigkeit und Virtuosität. In ihrem Ensemble "Opia" spielt Eva Leonie Fegers diverse Blockflöten, zudem Renaissance-Traverso, und singt Musik von Guillaume de Machaut bis Fausto Romitelli. Ihre Partnerinnen und Partner sind dabei Alina Loewenich und Paula Pinn (ebenfalls Blockflöten), Magdalena Kelz (Gambe und Fidel) sowie Fabio Kapeller (Perkussion). In dieser besonderen Ausgabe der Ö1-Radiosession ist außerdem die Pianistin Milly Groz zu Gast, um den Abend mit Improvisationen abzurunden. Gstaltung: Helmut Jasbar

20.15 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

"Ich bin der, den jeder Politiker kennt." Wie aus dem berühmten syrischen Flüchtling Omar Khir Alanam ein berühmter Steirer wurde. Feature von Claudia Gschweitl "Heimat ist eine Möglichkeit, die du erhältst", meint Omar Khir Alanam. Seit 2014 lebt der junge Syrer in Graz. Seine Flucht vor dem Assad-Regime führte ihn zunächst in den Libanon und dann in die Türkei. Mit einem Schlauchboot gelangte er nach Griechenland, mit einem Schlepper durch Serbien. Seinen Humor und seine Lebensfreude hat sich Khir Alanam immer bewahrt. Mittlerweile spricht er so gut Deutsch, dass er auch bei Poetry Slams auftritt, außerdem hat er eine Ausbildung zum Sozialbetreuer absolviert. Dass er in Österreich so freundlich aufgenommen wurde, ist für ihn keineswegs selbstverständlich. Aus diesem Grund hat er ein Buch verfasst, es trägt den schlichten Titel "Danke!". Während der Revolution in Syrien 2011 begann Omar Khir Alanam erste Texte zu verfassen. In Österreich lernte er mithilfe von Youtube-Videos Deutsch und indem er einfach Menschen auf der Straße ansprach, um das Reden zu üben. Manchmal kam es dabei auch zu unfreiwillig komischen Szenen, wenn Sätze herauskamen wie: "Können Sie mir meinen Blinddarm zeigen?". Omar Khir Alanam wohnt mit seiner Freundin, einer Grazerin, in der Innenstadt. Claudia Gschweitl hat ihn besucht.

21.00 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Milestones

Frank Zappas grandioser Vorstoß in den Big-Band-Fusion-Jazz Frank Zappa hat sich selbst bevorzugt als Rockmusiker bezeichnet, obwohl er als Einflüsse für sein ebenso vielfältiges wie umfangreiches kompositorisches Schaffen die Kompositionen Edgar Varèses ebenso nannte wie den Doo-Wop der 1950er Jahre oder die Musik Johnny "Guitar" Watsons. Als Jazzmusiker verstand er sich nie, aber das hatte wohl auch außermusikalische Gründe. Jedenfalls finden sich in Zappas Werk von Anbeginn und bis zuletzt immer wieder Stücke, Passagen, Zitate und Improvisationen, die durchaus einem Jazzidiom zuzurechnen sind, auch wenn er dabei nie der Jazztradition folgte. Vielmehr zeigte Zappa in seiner stets innovativen und originellen Musik immer wieder mögliche neue Pfade auf, die dann auch von Jazzmusikern beschritten wurden und bis heute werden, vor allem im Fusion-Jazz und in den Überschneidungen von Jazz und Neuer Musik. Ein Album kann dafür als exemplarisch und herausragend angesehen werden, nämlich "The Grand Wazoo" von 1972: Zappa besticht hier mit komplexen Instrumentalstücken in klangfarbenreichen Big-Band-Arrangements und schlägt stellenweise sogar für ihn sonst eher untypische, lyrische Töne an. Gestaltung: Michael Neuhauser

21.40 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte

"Morava". Von Gerhard Naujoks. Es liest: der Autor. Redaktion: Edith-Ulla Gasser

22.00 Uhr
Nachrichten

22.05 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Überblick

22.08 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Zeit-Ton extended

Elevate 2020. KTL spielen am Pariser Lautsprecherorchester der GRM Das Super-Duo rund um Sunn-O)))-Gitarristen Stephen O'Malley und Editions-Mego-Labelchef Peter Rehberg haben am zweiten Tag der Acousmonium Konzerte beim Elevate Festival in Graz ein Konzert gespielt, das wir ihnen hier präsentieren. In den 1970er Jahren entwickelte der französische Komponist François Bayle das Acousmonium, ein bis zu 80 Lautsprecher umfassendes Orchester. Er war Mitglied der Pariser Einrichtung GRM, der Groupe de Recherches Musicales, die einer handverlesenen Gruppe von Komponisten das Experimentieren mit elektroakustischen Klängen und Tonbandaufnahmen ermöglichte. Für das Elevate Festival heuer im März brachte das INA GRM das Acousmonium nach Graz. Es wurden Kompositionsaufträge an Größen der elektronischen und elektroakustischen Szene vergeben und an zwei Abenden präsentiert. Vergangenen Donnerstag war Teil 3 zu hören. Gestaltung: Astrid Schwarz

22.55 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: ZOOM->In

23.00 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

Theater im Hörspiel "How to protect your internal ecosystem". Von und mit Mimu Merz und Miriam Schmidtke. Stimmen: Naemi Latzer und Mimu Merz, Text und Regie: Miriam Schmidtke und Mimu Merz, Aufnahme: Martin Leitner, Schnitt und Bearbeitung: Oliver Brunbauer und Mimu Merz (ORF Kunstradio, 2020) "Um Computerchips herzustellen, sind Orte minimalster Luftverschmutzung nötig, so genannte Reinräume. Die Fabrikarbeit ist monoton, sozial isoliert und folgt einem strengen Fertigungsprotokoll. Die dort gefertigten Chips landen unter anderem in Smartphones, also jenen Gadgets, die für die Digitalisierung verantwortlich sind und das fordistische Arbeitssystem eigentlich abgelöst haben. Anstelle dessen ist ein Selbstverwirklichungsimperativ getreten, durch den wir lernen, perfekt zu repräsentieren. Die Konsequenz: wir studieren die besten Posen, die wir im Alltag stets wiederholen - unsere eigene Performance wird selbst wieder zur Fließbandarbeit". Im Oktober 2019 wurde die Performance "How to protect your internal ecosystem" an der Schnittstelle von Regie, Video, Sound, Sprache und Choreografie im WERK X-Petersplatz in Wien aufgeführt. "Inwieweit ist ein Rückzug aus all dem als schützenwerte Strategie möglich und nötig? How to protect your internal ecosystem?", fragen die Regisseurin und Medienkünstlerin Miriam Schmidtke und ihre Co-Autorin Mimu Merz auch in der fürs Ö1 Kunstradio entwickelten Radiofassung.

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Du holde Kunst

(Wiederholung von 8:15 Uhr)

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 3:00 Uhr Nachrichten