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Ö1

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Ö1 intro

06.00 Uhr
Nachrichten

06.05 Uhr
Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten

06.55 Uhr
Zwischenruf

07.00 Uhr
Nachrichten

07.05 Uhr
Lebenskunst - Begegnungen am Sonntagmorgen

Höre, Mensch - eine Aufforderung aus der Bibel +++ Wenn Musik-Hören Göttliches ahnen lässt - Über die Spiritualität der Musikrezeption +++ Die Stiftsgärten von Altenburg 1. Höre, Mensch - eine Aufforderung aus der Bibel "Höre Israel, der Ewige, unser Gott, ist einzig." (Dtn 6,4) So beginnt das Sch'ma Israel, eines der bedeutendsten jüdischen Gebete. Es wird bis heute als Glaubensbekenntnis täglich gebetet. Auch Jesus von Nazareth ist es wohl Tag für Tag über die Lippen gekommen. Das Hören auf die Stimme Gottes, ein religiöser Akt, eine religiöse Erfahrung, die mehrmals in der Bibel belegt ist. "Deine Ohren werden es hören, wenn er dir nachruft: Hier ist der Weg, auf ihm müsst ihr gehen", heißt es etwa beim Propheten Jesaja (Jes 30,21). Und im sogenannten Neuen Testament liest man von dieser Aufforderung gleich mehrmals und bei drei Evangelisten: "Wer Ohren hat, der höre!" - Gestaltung: Brigitte Krautgartner 2. Wenn Musik-Hören Göttliches ahnen lässt - Über die Spiritualität der Musikrezeption "Quis cantat bis orat" ("Wer singt, betet doppelt") lautet die eingängige Formel, die dem Augustinus von Hippo (354 - 430) zwar zugeschrieben wird, wohl aber nicht von ihm stammt. Jedenfalls sind es Worte, die allen Kirchenmusikern und -musikerinnen gleichsam Legitimation verleihen von Seiten immerhin eines der wichtigsten Theologen des Christentums. Doch wie steht es mit jenen, die Musik hören? Kann der Akt der Musikrezeption zu einem spirituellen Erlebnis werden? Für den legendären 93-jährigen Dirigenten Herbert Blomstedt keine Frage. Er sieht Konzert- und Gotteshaus als zwei Seiten einer Medaille. Wenige Wochen vor seinem 90. Geburtstag äußerte er: "Religion bedeutet Sehnsucht und Suche nach dem Vollkommenen. Auch die Musik erzählt davon. Musik hat diese mysteriöse Fähigkeit, uns dorthin zu führen, wo wir sonst nicht hingeführt würden." Musik, bekennt Blomstedt, lasse die "Illusion von Ewigkeit in uns entstehen". Die metaphysische Dimension des Hörens von Musik manifestiert sich auch in den Reflexionen des 1992 gestorbenen amerikanischen Komponisten John Cage, der mit seiner Musik "innere Sammlung, Stille" ermöglichen wollte. Musik habe den Zweck, "den Geist zu reinigen und zur Ruhe zu bringen, um ihn für göttliche Einflüsse empfänglich zu machen". Doch auch abseits der Kirchen und Konzertsäle kann jedem und jeder beim Musik-Hören Spirituelles begegnen, denn: Welche Musik auch immer wir hören, - wenn sie uns wirklich ans HERZ gewachsen ist, wir kostbare Erinnerungen mit ihr verbinden - an geliebte Menschen, an Wegmarken unseres Lebens - dann hat diese Musik sakramentalen Charakter, dann ist sie uns ganz individuell und unabsprechbar heilig. Martin Gross mit - auch sehr persönlichen - Betrachtungen über die Spiritualität des Musik-Hörens. 3. Die Stiftsgärten von Altenburg Schöpfungsgarten, Apothekergarten, Kreuzganggarten, Garten der Religionen und Garten der Stille - all diese Gärten wurden in den vergangenen Jahren im Benediktinerkloster Stift Altenburg bei Horn, Niederösterreich, liebevoll neu angelegt. Wegeführungen, Bepflanzungen und gestalterische Elemente inspirieren die Besucher/innen, Heilpflanzen und (mittelalterliche) Symbolpflanzen wie Iris, Efeu, Maiglöckchen, Himmelschlüssel, Zyklamen, Pfingstrosen und Rosen erfreuen die Sinne. Jeder Garten hat ein anderes spirituelles, theologisches und/oder existenzielles Thema zum Inhalt, allen gemeinsam ist die Pflege nach den Kriterien der Aktion "Natur im Garten". - Gestaltung: Lise Abid

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.10 Uhr
Ö1 heute

08.15 Uhr
Du holde Kunst

"Da schufst du ihnen Tempel im Gehör" - Till Firit liest Orpheus-Gedichte. Der wirkungsmächtige Mythos vom Musensohn, dessen Gesang die Natur zähmt, die Sirenen übertönt und die Unterwelt bewegt, der durch den Blick zurück die tote Geliebte ein zweites Mal verliert und dessen Kopf und Lyra weitersingen, nachdem sein Körper von den berauschten Mänaden zerrissen wurde, hallt vieldeutig in der deutschsprachigen Lyrik wider. Um die bannende Kraft des Hörens, die Zerbrechlichkeit der Kultur und die Selbstbehauptung des Künstlers geht es - wie auch um Unsterblichkeit und Sterblichkeit. Mitunter erklingt auch Eurydikes Stimme aus dem Schatten - sozusagen von der Rückseite des Mythos her. Eines Mythos, der verwirrende Verbindungen mit der Wirklichkeit einging - wurden "dem ersten Dichter" Orpheus doch bis in die Renaissance hinauf reale Werke zugeschrieben. Zu hören sind fünf von Rainer Maria Rilkes "Sonette an Orpheus" sowie Gedichte von Gottfried Benn, Elke Lasker-Schüler, Ingeborg Bachmann, Georg Trakl und Günter Kunert. Gestaltung: Gudrun Hamböck und Beate Linke-Fischer

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Gedanken

Singen als künstlerische Intervention. Der Künstler Oliver Hangl und der Chorleiter Stefan Foidl vom "Wiener Beschwerdechor" über die Kunst, sich zu beschweren. Seit mittlerweile zehn Jahren lotet der "Wiener Beschwerdechor" musikalische Möglichkeiten des Protestierens aus und zelebriert die Kultur des Raunzens. Das Singen über Ärgerliches scheint für die Laiensängerinnen und -sänger der Formation dabei eine freudevolle Angelegenheit zu sein. Stilistisch breit aufgestellt, agiert der Chor als performative Intervention auf Bühnen ebenso wie auf der Straße. Doch wie lassen sich Beschwerden singen? Welche Rolle haben singende und sprechende Stimmen im Protest? Und welches partizipatorische und politische Potenzial steckt im Singen und im Chorwesen? Im Frühjahr 2010 wurde der "Wiener Beschwerdechor" vom Medien- und Performancekünstler Oliver Hangl ins Leben gerufen und wird seitdem vom Chorleiter Stefan Foidl musikalisch geführt. Online können Bürgerinnen und Bürger ihre Beschwerden dem Chor zukommen lassen. Die gesammelten Unmutsäußerungen, Beanstandungen und Klagen dienen als textliche Grundlage für Lieder. Neben Eigenkomposition (Text: Oliver Hangl, Musik: Stefan Foidl) vertonten in den vergangenen Jahren bereits Gäste wie 5/8erl in Ehr'n und Voodoo Jürgens, Manuela Kerer und der Nino aus Wien für den "Wiener Beschwerdechor". Oliver Hangl wurde 1968 in der oberösterreichischen Kleinstadt Grieskirchen geboren. Er studierte Film-, Theater- und Medienwissenschaften, Italienisch und Internationale Wirtschaftswissenschaften. In den 90er-Jahren spielt er in Theatergruppen wie etwa im "Serapionstheater" oder im "Sparverein Die Unzertrennlichen". 2008 gründet er den Wiener Projektraum "k48 - Offensive für zeitgenössische Wahrnehmung" und 2010 schließlich den "Wiener Beschwerdechor". Oliver Hangl kuratiert und unterrichtet. 2017 wurde er mit dem "Freie Szene Wien"-Förderpreis ausgezeichnet. Stefan Foidl studierte Komposition, Chorleitung und Jazzgesangpädagogik in Wien und Miami. Er arbeitet als Pianist, schreibt Chorkompositionen und -arrangements und unterrichtet. 1996 gründete er den "Jazz Chor Wien". Neben dem "Wiener Beschwerdechor" leitet er zahlreiche andere Chöre an, wie etwa Kinder- und Jugendchöre für "Superar", den "Wiener Mädchenchor" der Wiener Sängerknaben oder Chöre an Wiener Musikschulen. 2015 wurde Stefan Foidl mit dem Erwin-Ortner-Preis ausgezeichnet. 2020 feiert der "Wiener Beschwerdechor" sein 10-jähriges Bestehen. Von 5. bis 8. Oktober 2020 ist im Wiener Volkskundemuseum ein "Wiener Beschwerdechor-Labor" mit Video- und Fotoarbeiten, Liederbüchern, dem "1. Wiener Beschwerdeklo" und weiteren Objekten eingerichtet. Am 14. Oktober 2020 eröffnet der Chor außerdem das "urbanize!" Festival in Wien. Gestaltung: Jakob Fessler

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ambiente - von der Kunst des Reisens

Zuhause-Sein am Mittelpunkt der Erde. Ein intimer Blick der österreichisch-isländischen Bildgestalterin Birgit Gudjonsdottir auf den sagenumwobenen Gletscher Snaefellsjökull Die Halbinsel Snaefellsness im Westen Islands gilt als "Island im Kleinformat" und ist eines der beliebtesten touristischen Ausflugsziele. Auf überschaubarem Raum wechseln sich hier steile Küsten, Fischerorte, Krater, malerische schwarze Sandstrände, Lavafelder und Weidelandschaft ab. Der dort befindliche Gletscher Snaefellsjökull gilt als mythischer Kraftberg und erlangte durch das Werk zweier Schriftsteller Weltruhm: Der französische Autor Jules Vernes wählt den Gletscher als Ort des Geschehens in seinem Roman "Reise zum Mittelpunkt der Erde" und der isländische Literaturnobelpreisträger Halldor Laxness beschreibt in seinem Werk "Am Gletscher" die skurrile Seelsorge-Geschichte eines unorthodoxen Pfarrers und seiner Gemeinde. Nicht weit entfernt von Hellnar, einem winzigen Küstenort am Fuße des Snaefellsjökull, baut derzeit die Fotografin und Kamerafrau Birgit Gudjonsdottir* an der Steilküste ein Haus für ihre Familie und ein Atelier Sie erfüllt sich damit ihren Kindheitstraum. Es soll ein Zuhause werden - nicht nur für sie selbst, die ihr Leben lang zwischen den beiden Welten Island und Österreich hin und herpendelt, sondern auch für Künstlerinnen und Künstler, die sich dort einmieten und ihre kreative Arbeit von den Kräften des Ortes beflügeln lassen sollen. Birgit Gudjonsdottir führt über die mit Moos bewachsenen Weiden bis zur Steilküste und durch ihr noch im Bau befindlichem Haus, von dem aus ein 360 Grad Blick auf Küste, Meer und Berg möglich wird und gewährt persönliche Einblicke in die isländische Kultur und Natur. Ursula Scheidle war bei Birgit Gudjonsdottir zu Gast. *Birgit Gudjonsdottir wurde 1962 in Reykjavík geboren und wuchs in Island, Norwegen, Deutschland und Österreich auf. Sie ist als Dozentin tätig, Mitglied der Deutschen und der Europäischen Filmakademie und war Vorstandsmitglied des Europäischen Kameraverbands IMAGO. 2018 erhielt den Ehrenpreis des Deutschen Kamerapreises. Gestaltung: Ursula Scheidle

11.00 Uhr
Nachrichten

11.03 Uhr
Internationales Brucknerfest Linz 2020 - Matinee

Bruckner Orchester Linz, Dirigent: Markus Poschner. Johannes Brahms: Symphonie Nr. 3 F-Dur op. 90 * Anton Bruckner: Symphonie Nr. 6 A-Dur WAB 106 (aufgenommen am 13. September im Großen Saal des Brucknerhauses Linz in Surround Sound). Präsentation: Alice Ertlbauer-Camerer Markus Poschner und das Bruckner Orchester Linz gestalten den Auftakt des Brahms-/Bruckner-Zyklus mit der 3. Sinfonie von Johannes Brahms und Anton Bruckners 6. Sinfonie, zwei Werken, die im Jahr 1883, inmitten der Kontroverse zwischen den Anhängern der ?Neudeutschen Schule?, deren Leitsterne die sinfonischen Dichtungen Liszts und die Bühnenwerke Wagners waren, und den sogenannten ?Traditionalisten?, deren Vertreter um Brahms und den einflussreichen Kritiker Eduard Hanslick nach dem Ideal einer ?absoluten Musik? strebten, erstmals zur Aufführung kamen. Im Zuge dieses vor allem in der Presse ausgefochtenen ?Musikstreits? wurde die 6. Sinfonie Bruckners, der sich von den Neudeutschen? durch seine ?gattungsinhärente Gegenposition? auf dem Gebiet der Sinfonik nolens volens zum Konkurrenten von Brahms ausgerufen sah, nach der Uraufführung der beiden Binnensätze am 11. Februar - das gesamte Werk wurde zu Bruckners Lebzeiten nie öffentlich gespielt - als schwelgerische ?Erinnerung an Richard Wagner? kritisiert. Gleichsam im direkten Gegenzug störte eine ?Truppe der Wagner-Brucknerschen ecclesia militans?, wie der spätere Brahms-Biograph Max Kalbeck sie nannte, die Erstaufführung von dessen 3. Sinfonie am 2. Dezember durch lautstarkes, demonstratives Zischen. (Brucknerfest Linz)

11.50 Uhr
(in der Pause) Intermezzo - Künstlerinnen und Künstler im Gespräch

12.10 Uhr
Internationales Brucknerfest Linz 2020 - Matinee

Bruckner Orchester Linz, Dirigent: Markus Poschner (aufgenommen am 13. September im Großen Saal des Brucknerhauses Linz in Surround Sound). Präsentation: Alice Ertlbauer-Camerer

12.56 Uhr
Ö1 heute

13.00 Uhr
Ö1 Sonntagsjournal

13.10 Uhr
gehört.gewusst. Das Ö1 Quiz

Drei Kandidatinnen und Kandidaten aus ganz Österreich lösen mit Bernahrd Fellinger Rätsel aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Dabei kann allwöchentlich ein Gutschein für den ORF-Shop im Wert von 150 Euro erspielt werden. Zur Auswahl stehen erlesene Hörbücher, Klassiker aus der Kabarett-Edition, Aufnahmen des Radiosymphonieorchesters, Raritäten aus der Edition "Alte Musik" u.v.m. Außerdem erhält jede Kandidatin, jeder Kandidat, die Ö1 Club-Mitgliedschaft, ein Jahresabo des Klassik-Streaming-Portals fidelio und eine Grafik aus der Ö1 Talentebörse. Die Besten der Besten spielen am 4. Oktober in einer Superchampions-Runde um eine Ö1 Kulturreise für zwei Personen nach Apulien. Wenn Sie selber mitspielen wollen, melden Sie sich an unter: oe1.orf.at/quiz/anmeldung

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Menschenbilder

Des Dirigenten Alter Ego Die Geigerin Alice Harnoncourt. Zum 90. Geburtstag "Wir sind eine Entdeckergemeinschaft" - der Titel ihres Buchs über die Geschichte des Concentus Musicus Wien könnte auch gut das Verhältnis des Künstlerehepaars Alice und Nikolaus Harnoncourt zueinander beschreiben. Gemeinsam wurde bereits in Studententagen Kammermusik gemacht, mit alten Instrumenten experimentiert, in den Bibliotheken nach Schätzen gesucht und seitenweise Noten abgeschrieben. 1953 wurde geheiratet und mit Freunden der Concentus Musicus gegründet. Mit Alice als Konzertmeisterin am ersten Pult und Nikolaus am Violoncello. Am 26.9. 2020 feierte Alice Harnoncourt ihren 90. Geburtstag. Studiert hatte die gebürtige Wienerin Alice Hoffelner in den letzten Kriegsjahren - noch als Gymnasiastin - zunächst am Mozarteum, in Salzburg. Die Externistenmatura wurde nachgeholt, die wiederhergestellte elterliche Wohnung in Wien bezogen und das Violinstudium an der damaligen Musikakademie fortgesetzt. Im "Collegium musicum" des Professor Josef Mertin fand die junge Studentin Gleichgesinnte, darunter ihren späteren Ehemann Nikolaus Harnoncourt. Als sie nach Abschluss des Studiums und Eheschließung die traditionelle Rolle als Hausfrau und Mutter annehmen wollte, überredete sie ihr Mann, doch mit dem Musikerinnen-Beruf fortzufahren: "Damals gab es in keinem österreichischen Orchester ein Frau am Konzertmeisterpult", erinnert sich Alice Harnoncourt heute, "ich hätte bloß im Rundfunkorchester spielen können, da wird man nicht gesehen". Im Concentus Musicus war das allerdings kein Problem gewesen. Schließlich hatte sie die Konzertmeisterstelle bis 1985 inne - am zweiten Pult wirkte Alice Harnoncourt sogar bis 2015, als auch ihr Mann, aus gesundheitlichen Gründen, aufhören musste. Übrigens konnte man sie auch jahrelang im Zürcher Opernorchester entdecken, wenn Nikolaus Harnoncourt am Dirigentenpult stand. Im Haus Harnoncourt in Wien und ab 1973 in St. Georgen im Attergau gab es lange weder Radio noch Fernsehen und auch kein Auto - gelegentlich zum Leidwesen der Kinder. "Dafür haben wir ein Cembalo und eine Orgel" sollten die Tochter und die drei Söhne Außenstehenden erklären. Die Musik stand im Zentrum. Und wenn Alice Harnoncourt einmal nicht Noten einrichtete, im Orchester spielte, eine Solopartie einstudierte oder mit dem Haushalt beschäftigt war, managte sie die Karriere ihres Mannes: sie führte den Terminkalender und verhandelte die Gagen. Die Frage nach der Rolle von "Musik als Trost" bei familiären Schicksalsschlägen konnte Alice Harnoncourt nicht eindeutig beantworten - 1990 verlor sie einen Sohn bei einem Verkehrsunfall, vor zwei Jahren einen Enkel bei einem Unfall in New York. Jeder müsse damit selbst fertig werden, auch wenn es schwer zu ertragen sei. Dennoch sei ihr Leben ein erfülltes gewesen, voll Anerkennung. Gestaltung: Renate Burtscher

14.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

15.00 Uhr
Nachrichten

15.05 Uhr
Apropos Oper

Das Wiener Staatsopernmagazin. Ausschnitte aus aktuellen Aufführungen der Wiener Staatsoper. Gestaltung: Michael Blees

16.00 Uhr
Ex libris

Bücher, Menschen, Themen Moderation: Peter Zimmermann "Begegnen wir der Zeit, wie sie uns sucht" (William S., die Vierte) Michael Kleeberg: Glücksritter. Recherche über meinen Vater, Kiepenheuer Witsch Verlag Thomas Schmidt (Hg.): "Meine geheimnisvolle Heimat". Rilke und Russland, Insel Verlag, Gespräch mit dem Herausgeber Ernst Jünger: Geheime Feste. Naturbetrachtungen, Klett Cotta Verlag Katharina Rudolph: Rebell im Maßanzug - Leonhard Frank, Biografie, Aufbau Verlag Hans Flesch-Brunningen: Perlen und schwarze Tränen, Roman, Edition Atelier

16.55 Uhr
Ö1 heute

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.10 Uhr
Spielräume Spezial

Musik aus Sardinien Die Musik Sardiniens gleicht den Landschaften der Insel - archaisch und rau, exotisch und bizarr. Der Canto a Tenore, ein Männerviergesang, ist eine der ältesten Gesangsformen Europas und immaterielles Weltkulturerbe. Die Launeddas, die typische sardische Rohrblattpfeife, und das Organetto, eine diatonische Ziehharmonika, sind bei Tänzen und Festen immer dabei. Die Traditionen leben weiter: Aus der Begegnung mit uralter Volksmusik entstehen heute neue Klanglandschaften. Das Vokalquartett "Tenores di Bitti", die beiden führenden Sängerinnen der Insel Elena Ledda und Franca Masu und eine Reihe von Jazzmusikern wie Gavino Murgia und Enzo Favata experimentieren im Umfeld von Jazz, Folklore und Fusion. Sie alle tragen die sardische Musik in die Welt. Gestaltung: Verena Gruber

17.55 Uhr
Ö1 intro

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.15 Uhr
Moment am Sonntag

Wie der Funke überspringt. Die Technik des Radios Es war ein rätselhaftes Wunder, als im Jahr 1924 erstmals regelmäßig Radio in Österreich und aus Österreich zu hören war. Zwar nicht erst ab 1. Oktober, wie in der offiziellen Chronik zu lesen ist, sondern ab 1. April mit Radio Hekaphon. Die Arbeit der Radiomacher hat sich seither gravierend geändert. Gesendet und empfangen wird zwar nach wie vor analog, ohne Digitaltechnik geht im modernen Radiobetrieb dennoch gar nichts mehr. Moment am Sonntag blickt hinter die Kulissen des ORF-Funkhauses, besteigt den Mast des Senders Kahlenberg und geht der Faszination nach, die das älteste elektronische Medium bis heute befeuert. Gestaltung: Matthias Däuble Barbara Zeithammer

18.55 Uhr
Magazin des Glücks

Von und mit Franz Schuh

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Contra - Kabarett und Kleinkunst

Gunkl: So und anders - eine abendfüllende Abschweifung Gestaltung: Ursula Burkert Günther "Gunkl" Paal, "der Experte für eh alles" erklärt im neuen Programm die verschiedenen Arten von Unterschieden; es gibt quantitative und qualitative Unterschiede. Bei quantitativen Unterschieden geht es um "Mehr oder Weniger", und bei qualitativen Unterschieden geht es gleich einmal um "Anders". Und der Unterschied zwischen diesen Unterschieden ist qualitativ. Also 1:0 für qualitative Unterschiede, so der eloquente Philosoph unter den heimischen Kabarettisten. Aber qualitative Unterschiede werden oft einmal quantitativ hergestellt; da wird etwas solange mehr, bis es nicht nur mehr ist sondern grundsätzlich anders. Also 1:1. Ob man das als einen Hinweis für Gerechtigkeit im Universum sieht oder nicht, hängt vermutlich davon ab, wie oft man schon Gerechtigkeit dringend gebraucht hat.

19.30 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Überblick

19.33 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Radiosession

Die serbische Sängerin Maja Jakupovic im Studio 2 des Wiener Funkhauses "Lost my country, lost my friends, but I never loose my blues" - so heißt es in einem der Songs der aus dem Kosovo stammenden serbischen Sängerin Maja Jakupovic, die am Jazzinstitut der Kunstuniversität Graz studiert hat. Neben autobiografischen, eigenkomponierten Reflexionen finden sich in ihrem Repertoire Jazzstandards und Exkurse ins Rhythm Blues-Terrain. Im Rahmen der heutigen Radiosession wird die seelenvolle Stimme von Maja Jaku - so ihr Bühnenname - von einem hochkarätigen Trio begleitet: Dieses besteht aus Martin Reiter (Klavier), Dusan Simovic (Bass) und Schlagzeuger Alex Deutsch. Gestaltung: Klaus Wienerroither

20.15 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Tonspuren

"Originaltöne". Dichterstimmen erzählen die Geschichte der Tonaufzeichnung. Feature von Philip Scheiner Heute klingen Tonaufnahmen von Dichter/innen nahezu originalgetreu. Die Mikrofone sind in den vergangenen Jahrzehnten hellhöriger geworden. Nicht zuletzt haben auch Aufnahme- und Speichermedien einen rasanten Wandel hinter sich. Am Anfang stand die Wachswalze, erfunden Ende des 19. Jahrhunderts. Ein empfindliches, ungenaues Medium mit geringer Kapazität. Mit der Schellackplatte kam die B-Seite, besserer Klang und höhere Haltbarkeit. Das Magnetband schrumpfte bald von der Spule in die Kassette. Seit der Digitalisierung der Aufnahmetechnik fehlen alle Zwischentöne zwischen Null und Eins - somit auch das analoge Grundrauschen. Das Medium wurde unhörbar. Heute passt der "Mann ohne Eigenschaften" auf einen USB-Stick. Alle Aufnahmemedien haben bestimmte Charakteristiken, nicht jedes wurde massentauglich. Das Phonogrammarchiv in Wien ist das älteste Schallarchiv der Welt. Seit der Tonbandzeit führt seine Arbeit die Österreichische Mediathek fort. Stimmporträts, Lesungen, Ansprachen und Interviews von Dichterinnen und Dichtern beschreiben in diesem Feature die Geschichte der Tonaufzeichnung.

21.00 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Milestones

Les McCann: "River High, River Low" (1976) Jazz, Soul, Funk, Pop - beim Keyboarder, Sänger und Komponisten Les McCann purzeln die Genres durcheinander, doch sein eigener Stil ist unverwechselbar, auch auf der 1976 veröffentlichten LP "River High, River Low". Sie zählt zwar nicht zu seinen berühmtesten, wohl aber zu den besten Aufnahmen seiner 50 Tonträger umfassenden Diskografie. Die elf Kompositionen, allesamt eher Songs als Instrumental-Stücke, stellen insgesamt ein großes Ritardando dar, von schnell und funkig bis langsam und balladenhaft. Das Album startet angriffslustig mit "You Little Cheat" und "I'm A Liberated Woman" und stellt am Schluss die Frage: "What Is It That We Have To Do To Let Our Children Grow." McCann engagierte sich damals auch als ehrenamtlicher Lehrer für mexikanische Kinder. Die Titelnummer von "River High, River Low" spielt er übrigens - ein leichtes Augenzwinkern in Richtung Puristen - am akustischen Klavier, aber das Stück ist trotzdem nicht Jazz, es ist auch weder Soul noch Pop: Es ist ein Lied, ein Gebet, eine spirituelle Hymne. Gestaltung: Albert Hosp

21.40 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Neue Texte

"Wartezimmer". Von Günter Eichberger. Es liest Daniel Doujenis. Redaktion: Ilse Amenitsch

22.00 Uhr
Nachrichten

22.05 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Überblick

22.08 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Jet Lag All Stars Radio Show

Gedankensprünge aus dem Musterbuch des Jetlags Dort, wo Heiliges und Alltag, Ekstase und To-do-Liste zusammentreffen, präsentieren die Jet Lag All Stars Musik, Gespräche, Reportagen und Essays vom äußersten Rand der Woche. Die Jet Lag All Star Radio Show ist die Bügelfalte des Kunstsonntags. Gestaltung: Robert Czepel, Rainer Elstner, Alexander Ach Schuh, Thomas Tesar, Elke Tschaikner, Christian Scheib und Klaus Wienerroither

22.55 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: ZOOM->In

23.00 Uhr
Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst - Kunstradio

Baby, Baby! Luftpost für Janis. Von Ruth Johanna Benrath und Nika Pfeifer. Sounds: Milena Kipfmüller und Klaus Janek. Regie: die Autorinnen (Autorenproduktion im Auftrag des ORF Kunstradio 2020) Sie hatte den Blues drauf. Sie verwandelte Musik in eine transzendentale Erfahrung. Bis heute verursacht sie Gänsehaut. Sie wurde nur 27 Jahre alt. Am 4. Oktober 1970 wurde sie mit einer Überdosis Heroin im Blut tot im Hotelzimmer aufgefunden. Janis Joplins 50. Todestag nehmen die Autorinnen Ruth Johanna Benrath und Nika Pfeifer zum Anlass, auf besondere Art und Weise an sie zu erinnern. Janis' coole, elektrisierende Präsenz dient ihnen als Ausgangspunkt des Austauschs, als ein Experiment, sich selbst zu verorten: Was bedeutet ihnen Janis? Was ist von ihr noch da? Was ist die Essenz ihrer Songs? Über den Atlantik hinweg schreiben sich Ruth Johanna Benrath und Nika Pfeifer Gedichte mit kurzen, bildreichen Assoziationen. LUFTPOST zwischen Europa und den USA. Dabei geht es um Janis, ihre Stimme, um Blues, Rock und Jazz, um die Liebe, den Tod, Frauen, Männer, Fandom, Rauschmittel, ums Getrenntsein, um Verzweiflung, aber auch um Ekstase, um Aufbrüche. Darüber hinaus reflektieren sie in Skype-Gesprächen die gegenwärtige Lage, erzählen von sich selbst, von ihrer Begegnung mit Janis. Und vielleicht singen sie auch Ausschnitte aus Joplins Songs ... Das variantenreiche künstlerische Konzept der Autorinnen wird kongenial ergänzt durch den Beitrag des Soundduos Milena Kipfmüller und Klaus Janek. Sie kreieren Soundscapes und wirken als Schnittstelle zwischen Inszenierung, Radio- und Klangkunst mit.

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Du holde Kunst

(Wiederholung von 8:15 Uhr)

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 3:00 Uhr Nachrichten