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06.00 Uhr
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06.05 Uhr
Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Jung, österreichisch, muslimisch". Im Rahmen des Ö1-Schwerpunktes Jugend erzählt die 23-jährige Studentin Bouchra Ikherrazene, was ihr am Herzen liegt, warum sie sich engagiert und wie sie in diesem Jahr während einer globalen Pandemie den muslimischen Fastenmonat erlebt hat Sie setzte sich für Geschlechtergerechtigkeit und Antirassismus ein und war nach dem Terroranschlag in Wien Mitorganisatorin einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung von jüdischen Studentenvertreter/innen und der Muslimischen Jugend. Bouchra Ikherrazene studiert Deutsch und Geschichte auf Lehramt, sie ist Salzburgerin, Muslimin und Mitglied der Muslimischen Jugend Österreich (MJÖ). Jedes Jahr während des Ramadan, der in diesen Tagen mit einem großen Fest zu Ende geht, ist sie auch engagiert beim Projekt "Fasten-Teilen-Helfen". Im Rahmen des Ö1-Schwerpunktes Jugend erzählt die 23-jährige Studentin, was ihr am Herzen liegt, warum sie sich engagiert und wie sie in diesem Jahr während einer globalen Pandemie den muslimischen Fastenmonat erlebt hat.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.10 Uhr
Ö1 heute

08.15 Uhr
Pasticcio

mit Nadja Kayali. Von größeren und kleineren Konflikten. Wenn das Kind "etwas G´scheites" lernen sollte, dann war damit meist das Studium der Jurisprudenz gemeint. Es ist immer wieder überraschend, wer aller aus der Musikwelt Jus studiert hat ... Rechtliche Regelungen für das Urheberrecht hat es im 18. Jahrhundert keine gegeben und so konnte Joseph Haydn seine Werke mehrfach verkaufen und in Kauf nehmen, dafür ein wenig flunkern zu müssen. Das hatte aber keine negativen Folgen für Haydn. Ganz anders erging es Alessandro Stradella. Der Komponist wurde 1682 in Genua umgebracht. Der Mord konnte aber nie aufgeklärt werden.

08.55 Uhr
Heimspiel

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Hörbilder

"Jerida" - das bedeutet Auswanderung. Junge Israelis in Wien. Featureautorin Janina Böck-Koroschitz geht der Frage nach, was junge Israelis in ein Land zieht, das ihre Vorfahren vertrieben und ermordet hat. - Sie erhält erstaunliche Antworten. In Israel ist die Lage angespannt. "Die Lage ist immer angespannt, man kennt an allen Ecken Leute, die verletzt wurden, getötet wurden, im Krieg waren. Das ist einfach die Realität dort und es ist hier so ruhig und friedlich" - so beschreibt der 31- jährige Or Alexander Pearl den Unterschied zwischen Israel und Österreich. Der junge Mann hat Israel unmittelbar nach seinem dreijährigen Militärdienst verlassen und keine Ambitionen, in das Land am Mittelmeer zurückzukehren. Der Alltag in Österreich: ruhig und distanziert Die Feature-Autorin hat junge Israelis, die in Wien wohnen, interviewt und sie nach den Beweggründen für ihren Umzug befragt. Die Antworten waren, wie die Personen selbst, sehr unterschiedlich. So war es bei Or die Flucht aus Israel nach dem Militärdienst, bei einer anderen das Studium an der Lauder Business School, ein junger Mann kam, um als Security vor jüdischen Einrichtungen zu arbeiten und eine Frau ist der Liebe ihres Lebens nach Wien gefolgt. Bei einem waren sich alle einig: Der Alltag in Österreich ist ruhig. Keine Bedrohung durch Raketen. Eine angenehme Distanz der Menschen untereinander und eine Ordnung, die sie sehr schätzen. Abwanderung bringt Konflikte mit der Familie In Israel hat sich die Autorin zum Gespräch mit der Migrationsforscherin Dani Kranz getroffen, die sich wissenschaftlich mit der Abwanderung junger Israelis nach Deutschland und Österreich beschäftigt. Auch die Tante von Or Alexander Pearl kommt zu Wort: Der Umzug ihres Neffen nach Europa, die Jerida, so wird die Abwanderung von Jüdinnen und Juden aus Israel genannt, ist für sie nicht unbedingt positiv konnotiert. Eine Rückkehr nach Österreich, in das Land, aus dem im Nationalsozialismus rund 120.000 Juden emigrierten, ist für viele undenkbar. 65.500 jüdische Österreicher/innen wurden im Holocaust ermordet, eine Auseinandersetzung mit der Geschichte bleibt auch der jungen Generation nicht erspart. Gleichzeitig etablierte sich hierzulande in den letzten Jahren eine neue Szene, die ein bisschen das Flair aus Tel Aviv mit Lokalen und Clubs nach Wien gebracht hat. Redaktion: Elisabeth Stratka

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ö1 Klassik-Treffpunkt

Live aus dem Funkhaus in Dornbirn. Gast: Gerd Nachbauer. Präsentation: Elke Tschaikner Der "Ö1 Klassik-Treffpunkt" ist mit Elke Tschaikner zu Gast im Funkhaus in Dornbirn um Gerd Nachbauer, den Leiter der weltweit bekannten und geschätzten Schubertiade, zum Gespräch zu treffen. Was in seiner Jugend mit Mozart begann, die Gründung der Mozartgemeinde Vorarlberg und jährlichen Konzertzyklen im Palast Hohenems, das setzte der 1951 in Hohenems geborene Gerd Nachbauer schon bald mit der Konzeption einer chronologischen Gesamtdarbietung von Franz Schuberts Werken zwischen 1978 und 1990 fort: Mit Hermann Prey und dessen Sekretär Christian Lange gründete er im Jänner 1975 die Schubertiade Ges.m.b.H. Die Konzerte im Jahr 1976 fanden bereits unter dem Namen "Schubertiade" statt und für die zweite Saison konnten die Wiener Philharmoniker und Karl Böhm für die Mitwirkung gewonnen werden. Als Hermann Prey aus gesundheitlichen Gründen die künstlerische Leitung abgeben musste, übernahm Gerd Nachbauer 1981 neben der Geschäftsführung auch die Funktion des künstlerischen Leiters, die er bis heute innehat. Künstler wie Nikolaus Harnoncourt, Dietrich Fischer-Dieskau, Peter Schreier, das Tokyo String Quartet u.a. gastierten und die Schubertiade wurde Ende der 1980er Jahre von der internationalen Presse zu den zehn wichtigsten Festivals gezählt. Auf der Suche nach weiteren Konzertsälen außerhalb von Hohenems fand Nachbauer die Möglichkeit, Veranstaltungen im Montforthaus und im Landeskonservatorium in Feldkirch durchzuführen. Ab 1991 fanden dann sämtliche Konzerte in Feldkirch statt und der Wirkungskreis der Schubertiade weitete sich in den Folgejahren bis Schwarzenberg und über die Landesgrenze bis Lindau und Schloss Achberg aus. Der Angelika-Kauffmann-Saal in Schwarzenberg wurde ab 2001 adaptiert und ausgebaut. 2005 gelang die Übernahme der von Architekt Hanns Kornberger umgebauten Hohenemser Turnhalle in den Markus-Sittikus-Saal. Beide Veranstaltungsorte stehen seither als hervorragende Konzertsäle zur Verfügung. Neben der künstlerischen Leitung und Programmierung der Konzertprogramme initiiert Gerd Nachbauer auch immer wieder Ausstellungen, wie z.B. die internationale Ausstellung "Schubert 200" anlässlich des 200. Geburtstages von Schubert (1997) gemeinsam mit Liechtenstein und Deutschland sowie die Aufarbeitung des Privatarchivs des Ehepaares Elisabeth Schwarzkopf und Walter Legge. Viele internationale Künstler/innen kommen immer wieder gerne nach Schwarzenberg und Hohenems, um die großen Liederzyklen, Klavier- und Kammermusikwerke Schuberts, aber auch dessen Symphonien, aufzuführen. In den Saisonen 2015+2016 gelangte das komplette Liedschaffen des namensgebenden Komponisten zur Aufführung. Für die Ende April begonnene Saison 2021 hat Gerd Nachbauer in Hohenems und ab Juni in Schwarzenberg über 70 Veranstaltungen mit hochkarätigen Interpret/innen geplant, Details von dem unermüdlichen Konzertmanager im persönlichen Gespräch mit Elke Tschaikner in diesem "Klassik-Treffpunkt"!

11.35 Uhr
rein-gehört

Der Ö1 Audioguide. Gestaltung: Bernhard Eppensteiner Ulrike Leitner

11.40 Uhr
help - das Ö1 Konsumentenmagazin

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

12.56 Uhr
Ö1 heute

13.00 Uhr
Le week-end

Gambist Alfonso Ferrabosco trifft Pianist Billy Strayhorn Nennen wir sie "Stilisten": Musizierende Komponisten, die durch feine Nuancen und überraschende Wendungen die Zeitgenossen zum Staunen bringen, ohne selber zur Kategorie der Superstars zu gehören. Zu Shakespeares Zeit gelingt dies dem Gambisten und Komponisten Alfonso Ferrabosco II, zu Duke Ellingtons Zeit charakterisiert dies das hintergründige Wirken des Texters, Pianisten, Arrangeurs und Komponisten Billy Strayhorn. Passionsblume, "Passion Flower", nennt Billy Strayhorn eine seiner Kompositionen und gönnt sich darin viel Zeit, ihren Blütenstrahlenkranz auszubreiten, um nach einer bemerkenswerten Klavierintro von Billy Strayhorn Solo auf Solo folgen zu lassen. "Through all parts" heißt bei Alfonso Ferrabosco II eine vorerst unscheinbar wirkende Anmerkung im Titel, aber angedeutet ist damit ebenfalls ein Blütenstrahlenkranz und die Geschichte geht so: "In nomine" ist ein Thema, erfunden vom Renaissance-Komponisten John Taverner, das ab dem 16. Jahrhundert für circa 200 Jahre tatsächlich alle bedeutenden englischen Komponisten als Basis zum Weiterkomponieren verwenden, am häufigsten für vier- oder fünstimmige "Consorts". Auch Alfonso Ferrabosco II schreibt mehrere "In nomines". Normalerweise spielt eine Stimme dieses Thema, die anderen umspielen es virtuos. Ferrabosco allerdings überlässt dieses Thema nicht einer Stimme, er lässt dieses Thema durch alle Stimmen wandern, so als würde ein Musiker dem nächsten das Thema wie eine Stafette überreichen. Das ist gemeint mit "In nomine through all parts", durch alle Stimmen. Die nächste Passionsblume öffnet ihre Blütenblätter. Billy Strayhorns berühmtestes Lied, das er im Alter von nur 16 Jahren zu schreiben und zu komponieren beginnt, und mit dem er sich ein paar Jahre später bei seinem zukünftigen Langzeitkompagnon Duke Ellington vorstellt, ist der Idealbeweis, dass bei ihm das Talent für Text und das Talent für Komposition Äquivalente sind. Was für ein ausnehmend raffiniertes Lied, sowohl in Form und Melodieführung als auch in den Lyrcis. "Lush Life" wurde zu Strayhorns Markenzeichen, auch wenn er gerade dieses Lied lange als "Privates Refugium" betrachtete und eigentlich gar nie veröffentlichen wollte. In diesem le week-end singt und spielt es der Komponist deshalb auch selbst. Und keine andere Interpretation von professionellen Sängern hat jemals wieder eine derartige Doppelbödigkeit erreicht. Strayhorn scheint in den Abgrund hinunter zu lächeln, wenn er von der Einsamkeit des Dandys bei Cocktails und Jazz singt: "And there I'll be, while I rot with the rest of those whose lives are lonely too". Ein solches Lush Life der inneren Emigration hat auch Komponist Alfonso Ferrabosco vertont, er fand den entsprechenden Text bei seinem dichtenden Zeitgenossen Sir Walter Raleigh. Lush Life im späten 16. Jahrhundert, hier fühlt sich in einer "Pavane" jemand wie ein Einsiedler an einem obskuren Ort. Und endlich muss es doch gesagt werden: Sosehr in Duke Ellingtons Universum auf- und eingegangen ist die Kunst des Billy Strayhorn, dass selbst die Signature-Tune der Ellington-Band schlechthin eine Strayhorn-Komposition ist. Strayhorn sei nicht sein alter ego gewesen, wie gern gesagt wird, merkte Duke Ellington einmal an, nein, Strayhorn sei für Ellington die rechte Hand, die linke Hand und das dritte Auge gewesen. Diese Symbiose hielt auch tatsächlich jahrzehntelang. Was den "A-Train" betrifft: Im Jänner 1964 schart Strayhorn ein Quintett um sich - übrigens eine Formation, in der, Absicht oder nicht, keiner der Musiker zu diesem Zeitpunkt in der Ellington-Band spielt - und nimmt sein "Take the A-Train" selbst auf. Was dem Song - abgesehen vom raffinierten Erkennungszeichen der ersten Akkorde - eine durchaus andere als die gewohnte Note und ein überraschendes Ende verleiht.

14.00 Uhr
Ö1 Hörspiel

Ö1 Themenschwerpunkt: Jugend "Vom Land". Von Dominik Barta. Mit Johannes Nussbaum, Wolfram Berger, Linde Prelog, Julia Koch, Roman Blumenschein, Christoph Luser, Nils Arztmann, Tamim Fattal, Alois Frank, Martina Spitzer, Kerim Waller und Alexander Linhardt. Ton: Martin Leitner. Bearbeitung und Regie: Elisabeth Weilenmann (ORF 2021) Von der Macht des Schweigens, die ein ganzes Familiensystem durcheinanderbringt, erzählt das Stück "Vom Land" des oberösterreichischen Autors Dominik Barta. Theresa ist Bäuerin. Ihr ganzes Leben hat sie gearbeitet, drei Kinder zur Welt gebracht. Jetzt kann sie nicht mehr. Was hat sie? Was ist passiert? Ist es körperlich? Ist es geistig? Die Familie kommt zusammen. Nach und nach drängt Vergangenes/Vergrabenes ans Licht. "Vom Land" ist auch der Erzähler der Geschichte, der junge Sohn der Bauernfamilie, der in die Stadt gegangen ist, um hier zu studieren und der nicht mehr "aufs Land" zurückkehren wird.

15.00 Uhr
Nachrichten

15.05 Uhr
Apropos Klassik

Mit Gerhard Krammer. Das Internationale Orchesterinstitut Attergau zu Gast auf Schloss Esterházy Das "Internationale Orchesterinstitut Attergau" ist ein Treffpunkt für junge, motivierte und nach gemeinsamem Musizieren hungrigen jungen Menschen. Nach dem Prinzip von Meisterklassen werden die Jugendlichen unter fachkundiger Anleitung zu musikalischen Höchstleistungen angespornt, lernen den Alltag im Orchesterbetrieb kennen und setzen sich mit dem Repertoire des Konzertalltages auseinander. Im August 2020 gastierte der Klangkörper mit Dirigent Antonello Manacorda auf Schloss Esterházy in der burgenländischen Landeshauptstadt Eisenstadt - dort, wo Joseph Haydn mehr als 3 Jahrzehnte gewirkt hat und "zum Original" werden konnte. Als musikalischer Gast interpretierte Benjamin Schmid mit den Jugendlichen das Konzert für Violine und Orchester in a-Moll op. 53 von Antonín Dvorák. Apropos Klassik bringt im Rahmen des Ö1 Schwerpunkts "Jugend" einen Ö1 Exklusivmitschnitt, natürlich mit Haydn, aber nicht nur.

16.57 Uhr
Ö1 heute

17.00 Uhr
Nachrichten

17.05 Uhr
Diagonal

Eins, zwei, drei - jetzt kommt die Polizei. Ein staatstragendes Diagonal. Anschl.: Diagonals Feiner Musiksalon: "Österreich braucht Dein Talent" - mit diesen Worten sucht die Polizei, derzeit zählt sie 23.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, auf ihrer Homepage Nachwuchs. Anmerkung: "Bitte beachte, dass aufgrund der aktuellen Covid-Lage der Nachweis des Österreichischen Schwimmerabzeichens der Qualifikationsstufe "Fahrtenschwimmer" oder höher ... bis spätestens ... durch Hochladen beizubringen ist." Wer wird Polizist/in - in einer Zeit, in der diese Berufsgruppe auch hierzulande vielen neuen Anforderungen und oft auch heftiger Kritik ausgesetzt ist? Sie muss Corona-Regeln überwachen und im Fall des Terrors mit Leib und Leben einsatzbereit sein. Sie soll bei Demonstrationen moderat (re)agieren, vor allem deeskalieren. Sie muss, wenn sie gerufen wird, blitzschnell entscheiden, ob jemand eine Gefahr für sich oder andere darstellt. Und oft hat sie mit Menschen zu tun, die in einer Notlage stecken. Etwa Geflüchtete, die sie manches Mal sogar des Nachts abholt und bis zur anschließenden Abschiebung in "Verwahrung" nimmt. Die Polizei hat sich - so das Ideal - bei allem, eben auch im "Ausnahmezustand" einiger oder vieler, rational zu verhalten, darf nicht gewalttätig sein und natürlich nicht diskriminieren. Für viele Menschen bedeutet es Prestige und Macht, in die Uniform zu steigen und zu einem (bewaffneten) Staatsorgan zu gehören; für andere wiederum ist bereits der Polizisten-Berufswunsch ihrer Mitbürger/innen psychisch verdächtig. Verhasst, verlacht, "dümmer als die Polizei", und dennoch unangreifbar und mit eisernem Korpsgeist - "die Polizei". Ist sie ein Symptom der jeweiligen Gesellschaft? Mit Beiträgen von Horst Widmer, Alina Sklenicka, Rainer Springenschmid, Erich Klein und Roman Tschiedl, Präsentation: Andrea Hauer

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Logos - Glauben und Zweifeln

"Junge Menschen auf der Suche nach Gott und Begegnung". Sie sind in der virtuellen Welt ebenso zu Hause wie in der realen - und daher findet auch die religiöse Sinnsuche der sogenannten "digital natives" ebenso "online" wie "offline" statt Im Schatten des Coronavirus sind viele Aktivitäten tatsächlich nur noch "im Internet" möglich - zumindest zeitweise. Die Nutzung "digitaler Räume" ist dabei ebenso vielfältig wie unterschiedlich: Sie reichen von einfachen Podcasts bis hin zu sogenannten "Story-Gottesdiensten" auf Instagram. Ob nun als "Ausweichquartier" für den Gottesdienst - oder für zwischenmenschliche Begegnung: Nicht nur Jugendliche nutzen das Internet - auch die christlichen Kirchen, Gruppen und Organisationen (unterschiedlichster Ausrichtung) haben es längst als neue "Bühne" für sich entdeckt. Dabei steigt die Hoffnung, über das moderne Instrumentarium "sozialer Medien" wieder mehr Jugendliche für sich gewinnen zu können. Logos beleuchtet im Rahmen der Ö1-Themenwoche "Jugend" Vor- und Nachteile dieser Entwicklungen und wirft einen Blick auf "Young Believers Online" (YouBeOn) - ein partizipatives Forschungsprojekt, das sich mit dem Leben junger Menschen in Wien, ihrer Nutzung sozialer Medien und ihrem Glauben beschäftigt.

19.30 Uhr
Richard Wagner: "Tannhäuser oder Der Sängerkrieg auf Wartburg"

Mit Peter Seiffert (Tannhäuser), Emma Bell (Elisabeth), Sophie Koch (Venus), Christian Gerhaher (Wolfram), Stephen Milling (Landgraf Hermann), Christian Gerhaher (Wolfram von Eschenbach), Ed Lyon (Walther von der Vogelweide), Michael Kraus (Biterolf), Samuel Sakker (Heinrich der Schreiber), Jeremy White (Reinmar von Zweter), Duncan Tarboton (Ein junger Hirt) Chor und Orchester des Royal Opera House Covent Garden London; Dirigent: Hartmut Haenchen (Aufgenommen am 21. Mai 2016 im Royal Opera House Covent Garden London). Präsentation: Robert Fontane

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Nachtbilder - Poesie und Musik

"Der Hase!!!!". Von Ernst Herbeck. Gestaltung: Nikolaus Scholz. Redaktion: Edith-Ulla Gasser. "Er dichtet natürlich / einige Gedichte. Er schreibt diverse / Bände von Büchern, / die man ungetrübt lesen und lesen / kann." So beschreibt Ernst Herbeck seinen eigenen Beruf in dem Gedicht "Die Schriftstellerei". Ernst Herbeck war ein Mann voller Heimweh und Sehnsucht, voller Klugheit und schräger Gedanken: "Der Dichter / ordnet die Sprache / in kurzen Sätzen. / Was über ist, ist das / Gedicht selber" heißt es in seinem "Text über ein Gedicht". 1920 in Stockerau geboren, verbrachte Herbeck einen großen Teil seines Lebens als Patient in der Niederösterreichischen Landesnervenklinik Gugging bei Klosterneuburg. Von seinem Psychiater Leo Navratil dazu aufgefordert, schrieb er über die Jahre hunderte Notate und Gedichte. Ernst Herbeck starb 1991 in Maria Gugging.

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Die Ö1 Jazznacht

Emanuel Wenger im Interview, Kompost 3 beim Jazzfestival Leibnitz 2020;01:00, 03:00 und 05:00 Uhr Nachrichten In dieser Jazznacht erfolgt der Start der losen Interview-Reihe "Kennerinnen Komplizen - Jazz-Menschen im Porträt", in deren Mittelpunkt Personen stehen, deren hauptberufliche Tätigkeit nicht immer im Bereich des Jazz angesiedelt ist, die jedoch als Veranstalter/innen, Journalist/innen oder Szene-Aktivist/innen wertvolle Beiträge zu eben dieser leisten. Zum Auftakt ist Emanuel Wenger zu Gast im Studio. Wenger wurde 1953 in Wolfsberg in Kärnten geboren, bis zu seiner Pensionierung arbeitete er mehr als 40 Jahre lang an der Akademie der Wissenschaften in Wien, im Bereich Computergraphik, wissenschaftliche Visualisierung, Wasserzeichenforschung, Papiergeschichte und Datenbankentwicklungen. Zu seinen großen Lieben zählt die Musik, vor allem Jazz aus aller Welt. Seine Musiksammlung umfasst an die 30.000 Tonträger, wobei Wengers besonderes Interesse den Jazzszenen Osteuropas und sowie der Türkei, Aserbaidschans und Israels gilt. Im Gespräch mit Christian Bakonyi erzählt er von spannenden Begegnungen mit Musiker/innen aus aller Welt, zudem bringt Emanuel Wenger einige rare Lieblingstonträger mit. Im Anschluss erklingt das Konzert von Kompost 3 beim Jazzfestival Leibnitz 2020: Das in Wien ansässige, international erfolgreiche Quartett, besetzt mit Martin Eberle (Trompete), Benny Omerzell (Keyboards), Manu Mayr (Bass) und Lukas König (Schlagzeug), präsentierte am 2. Oktober letzten Jahres im Hugo-Wolf-Saal des Kulturzentrums Leibnitz seine vielschichtigen, groovigen Jazz-Electronica-Soundscapes und intonierte bekannte Stücke aus dem Bandrepertoire wie "Whatever Happened in Roswell". Gestaltung: Christian Bakonyi