Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Des Cis

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Zärtlichkeit und Schmerz". Cornlius Hell, Literaturkritiker und Übersetzer, über "die heilige Vergänglichkeit" menschlichen Lebens, anlässlich des 100. Geburtstages von Kurt Marti Gedicht und Gebet sind im Werk des Schweizer Schriftstellers und Theologen Kurt Marti (1921-2017) eng verbunden. Als Pfarrer der evangelisch-reformierten Kirche hielt er viele Begräbnisgottesdienste, so entstand der Gedichtband "Leichenreden": keine fromme Poesie, sondern eine sprachkritische Auseinandersetzung mit religiösen Formeln. "Zärtlichkeit und Schmerz" heißt ein Band seiner Notate und Essays. Mit zärtlicher Genauigkeit nimmt Kurt Marti in seinen Büchern Menschen, Lebenssituationen und Landschaften in den Blick. Schmerz artikuliert der politisch bewusste Pfarrer und Poet angesichts von Ausgrenzung und Unterdrückung zugunsten der Interessen des Kapitals. Und immer wieder blickt der Dichter und Denker - und mit ihm in den "Gedanken für den Tag" der Literaturkritiker und Übersetzer Cornelius Hell - auf die "heilige Vergänglichkeit" menschlichen Lebens.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Helmut Jasbar. "Nur ein wahrhaft frommer Mensch vermag echte Musik zu schreiben" so schrieb Max Reger und ließ es offen, was er damit gemeint hat. Antonin Dvorak stand in aller Frühe auf und besuchte als frommer Katholik regelmäßig die katholische Frühmesse und komponierte am liebsten morgens um sechs Uhr. Beiden gemeinsam ist die Andacht vor der Musik. Musik, die sogar aus Arnold Schönberg einen frommen Menschen machte: "Das sind Wunder, die ein menschliches Hirn nicht hervorbringen kann. Der Künstler ist nur das Sprachrohr einer Kraft, die ihm diktiert, was er tun soll. Da er in dieser Sprache geboren war, übertrug Johann Sebastian Bach den Willen dieser Kraft in Begriffe des menschlichen Kontrapunkts."

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Landschaftsökologe Thomas Zuna-Kratky nennt Strategien von Tieren, die kalte Jahreszeit zu überdauern. Teil 4: Wespenlarven in Blattgallen Gestaltung: Ilse Huber Wenn mit fallenden Temperaturen die Tiere sukzessive verschwinden, fragt man sich: Wohin haben sich Insekten, Amphibien, Reptilien und andere wechselwarme Tiere zurückgezogen? Die Strategien sind vielfältig, von alten Traditionen eines guten Überwinterungsplatzes bis hin zu Eiern und Larven, die tiefe Temperaturen leichter überstehen. Eine besondere Methode haben die Larven von Wespen und Milben entwickelt. Sie veranlassen Eichen oder auch Rosen dazu, eine Geschwulst zu bilden, in der der Nachwuchs in Ruhe wachsen kann. Von dieser sogenannten "Galle" profitieren die Larven - sie können sich darin bequem und frostsicher einquartieren. Manchmal entstehen eine richtige "Wohngemeinschaft", in der sich Salamander mit Erdkröte und Maus versammeln. Fels- und Mauerbewohner wie etwa Smaragdeidechse und Schlangenarten suchen nicht nur Natursteinritzen auf, auch künstliche Bauwerke bilden eine winterliche Herberge. Während heimische Tiere wissen, was für sie das Beste ist, um sich vor Frost und Kälte zu schützen, reizen die steigenden Temperaturen auch so manche mediterrane Art, weiter nördlich zu wandern - wie etwa die braune Strandschrecke.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Schutzschild und Abwehr

Das menschliche Immunsystem (4). Gestaltung: Sabine Nikolay Wie alle Lebewesen ist auch der Mensch ständig Gefahren von außen ausgesetzt. So manche Gefahren für Leib und Leben kann man abschätzen und vermeiden: Im Straßenverkehr ebenso wie im Alltag. Was wir allerdings nicht sehen: Krankheitserreger, die mikroskopisch klein in der Atmosphäre schweben und unseren Organismus in Gestalt von Viren, Bakterien und Pilzen bedrohen, aber auch in Form von Plasmodien und Parasiten. Sie können in den menschlichen Körper eindringen und so unserer Gesundheit den Kampf ansagen. Bereits der deutsche Mediziner Robert Koch prägte das Bild der Erreger als "feindliche Eindringlinge", die es zu bekämpfen galt. So wurden die Bestandteile des Blutes aus medizinischer Sicht nicht mehr nur nach ihrer Farbe oder Form klassifiziert, sondern anhand ihrer Rolle im Kampf gegen Krankheitserreger: Weiße Blutkörperchen wurden in Fress-, Helfer- und Killerzellen unterteilt - sie galten als "Truppen" unseres "Abwehrsystems". Gegen solche Angriffe von außen schützt das Immunsystem. Es besteht aus der angeborenen Immunantwort, einem in der Frühzeit des Menschen entwickelten Schutzschild, der so effektiv ist, dass er über Jahrtausende weitgehend unverändert geblieben ist, und der adaptiven Immunabwehr, einem hoch flexiblen, sich ständig verändernden und weiterentwickelnden Schutzsystem das sehr effektiv ist. Der Aufbau unseres Immunsystems ist sehr komplex und besteht aus zahlreichen Bestandteilen. Zu den Organen des Immunsystems zählen neben dem Blut das sogenannte lymphatische System mit den lymphatischen Organen. Außerdem bieten Haut und Schleimhäute einen wichtigen Schutz gegen Stoffe und Eindringlinge von außen. Wie kann man das Immunsystem stärken, wie funktionieren Impfungen und die Immunisierung nach überstandener Krankheit, und warum dauert es so lange, bis das menschliche Immunsystem auf neue Bedrohungen wie zum Beispiel das Corona Virus effizient reagiert?

09.30 Uhr
Radiokolleg - Lust auf Literatur

Die Radiokolleg-Bücherbox zum Thema "Lesen" (4). Gestaltung: Julia Reuter Die "Bücherbox" ist ein neues Langzeit-Format des Radiokollegs, das sich mit bekannten literarischen Werken befasst - von Klassikern bis zeitgenössischen Romanen. Jede Folge ist einem bestimmten Buch gewidmet und gibt Einblick in die Handlung, die Entstehungs- sowie die Rezeptionsgeschichte. Dabei soll auch hinterfragt werden, ob und warum das jeweilige Buch als Weltliteratur gilt - ein Begriff, den Johann Wolfgang von Goethe geprägt hat. Die "Bücherbox" richtet sich sowohl an ein jüngeres Publikum als auch an all jene, die nicht in Literaturwissenschaften bewandert sind. Es geht darum, Berührungsängste abzubauen und (dem Titel entsprechend) Lust auf Literatur zu machen. *Staffel 1: "Über das Lesen"* Markus Zusak: "Die Bücherdiebin" (2006) [Australien] Umberto Eco: "Der Name der Rose" (1980) [Italien] Ray Bradbury: "Fahrenheit 451" (1953) [USA] Dai Sijie: "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" (2000) [Frankreich/China] In der ersten Staffel der "Bücherbox" stehen vier Romane im Mittelpunkt, in denen das Lesen von Büchern von zentraler Bedeutung ist. " ... ein Buch im Haus nebenan ist wie ein geladenes Gewehr. Vernichte es. Entlade die Waffe. Breche den menschlichen Geist", heißt es in Ray Bradburys Roman "Fahrenheit 451". Lesen ist in Bradburys Dystopie verboten, Bücher werden von Feuerwehrmännern aufgespürt und verbrannt, manchmal kommen dabei auch die Buchbesitzer ums Leben. Im Roman "Der Name der Rose" von Umberto Eco, dessen vorwiegender Schauplatz ein mittelalterliches Kloster zur Zeit der Inquisition ist, kann Lesen mitunter tödlich enden, nämlich das Lesen eines ganz bestimmten Buches, dessen Seiten vergiftet wurden, damit sein Inhalt nicht verbreitet wird. Verbotene Bücher spielen auch in Dai Sijies Roman "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" eine nicht unwesentliche Rolle. Es geht um zwei Jugendliche, die in einem chinesischen Bergdorf von Bauern umerzogen werden sollen und auf einen Koffer voll mit westlichen Büchern stoßen, die sie fasziniert zu lesen beginnen. Markus Zusak hat sich in seinem Roman "Die Bücherdiebin" ebenfalls mit der Faszination des Lesen sowie der Macht der Worte auseinandergesetzt. Aus der Sicht des Todes wird die Geschichte eines kleinen Mädchens erzählt, das während des Zweiten Weltkrieges zu Pflegeeltern kommt, dort Lesen lernt, Bücherverbrennungen miterlebt und vom lodernden Haufen Bücher stiehlt.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

The Base, Chronopop, Dives, Der Nino aus Wien (4). Gestaltung: Sabine Nikolay, Thomas Mießgang, Alexandra Augustin, Stefan Niederwieser *Nino aus Wien - Herz und Hintersinn aus Hirschstetten* Nino Mandl schreibt große Lieder. Weil manche im Dialekt sind, wird er eher zufällig zum Ziehvater neuer Dialektbands aus Österreich. Du Oasch. Man möchte es laut rufen, wenn Nino aus Wien diese zwei Worte singt. Das Lied "Du Oasch" spricht aus, was viele sich denken, wenn sie unten sind, ein gebrochenes Herz haben oder in Wien speziell verankert sind. Der Nino aus Wien liefert damit 2009 eine Steilvorlage. Tiefer Dialekt und Verlierertypen sind plötzlich wieder angesagt. Und jäh bricht eine Welle neuer Austropop-Bands über das Land herein. Manche von ihnen verdanken dem Nino aus Wien einfach nur sehr viel. Andere reden ganz offen darüber, welchen Einfluss er auf ihr Musik hatte. Wie etwa die Schwerenöter der Band Wanda. Nino aus Wien wird als Nino Mandl vor 33 Jahren in Wien geboren. Auf seinen frühen Alben singt er noch nicht einmal im Wienerischen Dialekt. Wobei, Hochdeutsch ist das auch nicht. Manchmal schlenzt er seine Worte. Und oft heult er sie, weil es ihm so dreckig geht. Deshalb wird er oft nach Wolfgang Ambros und seinen österreichischen Vorbildern befragt. Er streicht dann die Beatles heraus, Nick Drake und auch Daniel Johnston. Von den Ersten hat er den Willen zum Großen, vom Zweiten den Schwermut und vom Letzten die fragile Euphorie. In zwölf Jahren veröffentlicht Nino aus Wien zwölf Alben. Manche davon sind auch sehr erfolgreich. Heute beherrscht er Innen-, Mitten- und Mittelreime genauso wie Rock, Chanson und Liedermacherei. Niemand macht ihm aber bei seinem Hintersinn etwas vor. Der Humor hat bei Nino aus Wien viele Farben, schwarz, golden oder andere Farbe. Der Musiker schiebt das auf seine Jugend am Rand von Wien, jenseits der Donau in Hirschstetten, wo man, wie er selbst sagt, voll eine eigene Sprache entwickelt hat und so. Und heute, da kennt seine Sprache die ganze Welt in Österreich. Gestaltung: Stefan Niederwieser

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

Mit Helene Breisach Giuseppe Verdis einziges Streichquartett 1873 wurde Giuseppe Verdi 60 Jahre alt und war der einsame Fixstern am Opernhimmel seiner italienischen Heimat. Für Kammermusik hatte er sich bis dahin allerdings kaum interessiert, lediglich ein paar Alben für Singstimme und Klavier hatte er komponiert. Über das Streichquartett soll er gar gesagt haben, es sei "eine Pflanze, der das italienische Klima nicht bekommt". Doch eines Tages, in einem Hotelzimmer in Neapel, als die Proben zu "Aida" wegen Erkrankung der Primadonna ausfielen, setzte sich Verdi an den Schreibtisch und goss mit leichter Hand sein einziges Streichquartett in e-Moll aufs Papier. Anlässlich des 120. Todestages von Giuseppe Verdi am 27. Jänner präsentiert "Ausgewählt" unterschiedliche Einspielungen sowie Orchesterfassungen des Streichquartetts dieser seltenen, kostbaren "Pflanze".

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Die kreisförmigen Ruinen". Von Jorge Luis Borges. Aus dem Spanischen von Karl August Horst und Gisbert Haefs. Es liest Peter Simonischek. Ein schweigsamer Mann lässt sich bei einem verfallenen Tempel im Dschungel nieder, um zu schlafen. Nicht um sich auszuruhen, legt er sich neben die ausgeblichenen Götterfiguren, sondern um zu träumen. Er will einen Menschen erträumen, bis in die kleinste Einzelheit, und ihn dann der Wirklichkeit aufzwingen. Doch Träume zu formen ist eine schwierige Arbeit, "viel schwieriger, als aus Sand ein Seil zu flechten" ... Eine Geschichte aus "Fiktionen", dem wirkungsmächtigen ersten großen Erzählband von Jorge Luis Borges, mit dem der Argentinier Anfang der 1940er-Jahre den magischen Realismus begründete. Gestaltung: Karin Buttenhauser. Präsentation: Gudrun Hamböck

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Peter Kislinger. Benjamin Schmid und Ariane Haering mit Zugaben-Transkriptionen des Geigers Jascha Heifetz - "and more". Der Pianist Arthur Schnabel war ein notorischer Zugabenverweigerer: "Applaus ist eine Quittung, nicht die Rechnung." Die norwegische Geigerin Vilde Frang hat ein "zwiespältiges" Verhältnis zu Zugaben. Das Publikum erwarte sich welche, aber sie habe "eigentlich nie deren Sinn verstanden. Warum nicht das wunderbare Konzert nachklingen lassen, das man soeben gespielt hat? Alles gut gegangen, und jetzt soll man alles aufs Spiel setzen?" Vor vier Jahren überraschte sie mit einer Encore-CD. Als sie mit dem "riesigen Angebot" an Zugabenstücken konfrontiert war, fühlte sie sich "wie in einem Zuckerlgeschäft eingesperrt: Man hat all die Naschereien, Bonbons, all die Süßigkeiten, die man am liebsten hat, vor sich". Ohne Skrupel erfüllte der am 2. Februar vor 120 Jahren in Vilnius geborene Jascha Heifetz, der zu den größten Geigern des 20. Jahrhunderts gezählt wird, mit Originalminiaturen und Arrangements, die einige seiner Kollegen oder er selbst in technisch oft höchstem Schwierigkeitsgrad für die Geige herstellten, die Zugabenwünsche seines Publikums. Der österreichische Geiger Benjamin Schmid besuchte mit seiner Ehefrau, der schweizerischen Pianistin Ariane Haering, das Zuckerlgeschäft des Jascha Heifetz. Beide pickten sich ihre "Favoriten" heraus. Entstanden ist nicht nur eine unaufdringlich virtuose, leicht und charmant musizierte Hommage, sondern auch ein repräsentativer Querschnitt des Zugabenrepertoires von Heifetz und Schmid. Wetten, dass diese CD für Freunde des Duos Schmid/Haering zu einem Favoriten wird?

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. "Eine schöne Melodie schön zu singen": Erinnerungen an Margaret Price Margaret Price über sich: "Eine schöne Melodie schön zu singen, das bin ich". Das kostbare Timbre der feinsinnigen Mozart-Sängerin Margaret Price war zwei Jahrzehnte lang in London und Glyndebourne, Köln und München, Paris und auch Wien zu bewundern. Die Musikalität und gesangstechnische Souveränität der gebürtigen Waliserin (Jahrgang 1941) schätzten Dirigenten von Otto Klemperer bis Carlos Kleiber - er animierte die Sopranistin sogar zum Dresdener Plattenstudio-Abenteuer Isolde. In der Bühnen-Realität eroberte sich Dame Margaret Price ab den 1980er-Jahren zu ihren angestammten Mozart-Partien (wie "Figaro"-Gräfin und Fiordiligi in "Cosi fan tutte") ausgewählte Verdi-Rollen, von Desdemona bis Aida. Und sie reservierte mehr und mehr Zeit für den Liedgesang: als "eine Liedinterpretin von fast schon einschüchternder Vollkommenheit" hat ein Kritiker sie gerühmt.

15.30 Uhr
Moment

Münzgrabenstraße, Hohlweg, Gennarogasse. Über die Erforschung der Herkunft von Straßennamen Im Jahr 1989 hatte der Historiker Peter Autengruber die Idee, ein Lexikon über die Geschichte sämtlicher Wiener Straßennamen zu schreiben. Sechs Jahre lang recherchierte er im Stadt- und Landesarchiv und durchforstete Akten, Amtsblätter und Zeitungsausschnitte. 1995 erschien schließlich sein Lexikon der über 6.000 Straßennamen Wiens. Ein Jahr später veröffentlichte der Historiker Karl Kubinzky gemeinsam mit der Kunsthistorikerin Astrid Wentner ein ähnliches Werk über die Straßen von Graz. Dabei konnten sie einige Mythen über die Bedeutung bestehender Straßennamen entkräften. So stammt etwa der Name Münzgrabenstraße nicht von einem vermuteten historischen Münzamt, sondern von der Gewürzpflanze Minze, die dort einmal häufig wuchs. Gestaltung: Jonathan Scheucher Die Dinge des Lebens: Der Schuhlöffel Gestaltung: Tanja Rogaunig

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Rudi präsentiert das Ö1 Kinderjournal Rudi besucht Christian Williwald in der Nachrichtenredaktion und erfährt von ihm die wichtigsten Nachrichten der Woche. Gestaltung: Kathrin Wimmer

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Woran wir bei Denkmälern denken Gestaltung: Paul Lohberger Erwachsene bemerken sie oft gar nicht mehr, Kinder aber schon: Denkmäler sind überall. Manche stellen Leute dar, andere sind rätselhafte Skulpturen - und auch die Straßennamen erinnern uns an jemanden oder etwas. Um wen oder was es da geht, wissen wir oft nicht so genau. Wird schon alles seinen Sinn haben. Doch in letzter Zeit waren in den Medien auch Fotos zu sehen, die zeigen, wie Denkmäler bemalt, beschädigt oder gar abgerissen wurden. Wie kann das sein? Wer entscheidet eigentlich, wer ein Denkmal bekommt und am Sockel steht? Im Sport stehen doch immer die Sieger am Podest, ist es so einfach? Und warum werden Denkmäler entfernt oder umgerissen? Braucht es vielleicht ganz neue, andere Monumente? Die Kunsthalle Wien hat diesen Fragen im Herbst 2020 eine Ausstellung gewidmet, die sich speziell an Kinder wandte. Im Space For Kids gab es eigene Führungen mit Workshops. So haben auch die Kuratoren Michaela Schmiedlechner und Michael Simku mit einer Kindergruppe alte Denkmäler besprochen, "neue Held*innen" gesucht und die Fragen der Ö1-Kinderunireporterinnen und -Reporter Annika, Elias und Jonas beantwortet.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Susanna Ridlers "Geometrie der Seele" Nur alle paar Jahre meldet sich die in Wien lebende Sängerin, Soundelektronikerin und Komponistin Susanna Ridler mit einem Tonträger zu Wort. Wenn sie es tut, dann ist freilich Besonderes zu erwarten: Acht Jahre nach dem letzten Album "Susystems", veröffentlicht unter dem Projektnamen [Koe:r], erschien im Dezember eine hochinteressante Arbeit, in der Ridler sich mit Texten Gert Jonkes auseinander setzt. Pünktlich zum 75. Geburtstag, den der 2009 verstorbene Kärntner Autor am 8. Februar gefeiert hätte, wird "Geometrie der Seele" (Electroland Records) am 4. Februar im Wiener Porgy Bess per Live-Video-Stream präsentiert. Ridler bettet im Rahmen dieser Arbeit die von Jonke selbst gesprochenen Worte, Sätze und Gedanken in variantenreiche, vielfärbige elektronisch-akustische Soundscapes ein, unterstützt von Saxofonist Wolfgang Puschnig und Kontrabassist Peter Herbert. Hörenswert!

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Politische Gewalt und Kommunikation von der Französischen Revolution bis heute mit: Dieter Reinisch, Historiker, National University of Ireland, Galway, und Webster Vienna Private University Gestaltung: Isabelle Engels Anschläge Rechtsextremer in Deutschland, islamistischer Attentäter in Europa, weißer Rassisten in den USA und islamistischer Gruppen wie Islamischer Staat und Al-Kaida im Nahen Osten und Afrika - Terrorismus hat viele Gesichter. Er wird von unterschiedlichen Akteuren ausgeübt und tritt in Formen und Kontexten auf. Obwohl zumeist mit staatsfeindlichen Gruppen in Verbindung gebracht, geht Terror in der modernen Geschichte zumeist von Staaten aus. Der Terror der Französischen Revolution ist die früheste und bekannteste Form des "Staatsterrorismus". Seit den 1870er-Jahren ist Terrorismus in mehreren Wellen aufgetreten. Die anarchistische Welle des 19. Jahrhunderts, war genauso wie die anti-kolonialen und linken Wellen des 20. Jahrhunderts nicht-staatlich geprägt. Seit den 1980er-Jahren tritt Terror überwiegend in Zusammenhang mit religiösen Zielen auf, so bei den Anschlägen evangelikaler Fundamentalisten in den USA oder den buddhistischen Radikalen in Südostasien. In den letzten Jahren entstand im Nahen Osten und Nordafrika eine neue Form des Terrorismus, indem versucht wurde, halbstaatliche Einheiten durch islamistische Gruppen wie IS und al-Shabaab in Somalia zu etablieren. Mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 begann sich die wissenschaftliche Erforschung des Terrorismus zu etablieren. Terrorismus ist heterogene Gewalt - ausgeführt oder angedroht - um politische Ziele durchzusetzen. Er ist eine Form der politischen Kommunikation, denn Terroranschläge richten sich an ein breites Publikum in der Hoffnung, politische Ziele zu transportieren. Als eine Unterkategorie der Kriegsführung versucht er mittels breiterer gewaltsamer und nicht-gewaltsamer Kampagnen an politischem Einfluss für seine Akteure zu gewinnen und bestehende Machtbeziehungen zu verändern. Ein Blick auf die Entstehung und Entwicklung des Terrorismus seit dem Ende des 18. Jahrhunderts lässt seine Gefahren für die heutige Gesellschaft besser einschätzen.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Die Niederlage im jüngsten Krieg gegen Aserbaidschan macht Armenien schwer zu schaffen. Gestaltung: Ani Matevosyan und Mirko Schwanitz Seit 30 Jahren ist die Region Berg-Karabach zwischen Armenien und Aserbaidschan umkämpft, im vergangenen Herbst hat es hier einen sechswöchigen Krieg gegeben, in dem insgesamt mehr als 4700 Menschen, vorwiegend Soldaten, getötet wurden; hunderte Soldaten auf beiden Seiten wurden verletzt. Das militärisch weit überlegene Aserbaidschan feierte den Sieg über Armenien mit einer großen Militärparade. Seitdem werden der fragile Waffenstillstand und die einzige Landverbindung zwischen Berg-Karabach und Armenien durch eine 2000 Mann starke russische Friedenstruppe gesichert. Armenien weist darauf hin, dass der Status der umkämpften Enklave weiterhin ungelöst ist und man bis heute auf die Rücküberstellung von gefangenen Soldaten wartet. Die Kaukasusrepublik Armenien ist durch den jüngsten Krieg traumatisiert und politisch destabilisiert, Ministerpräsident Nikol Paschinjan sieht sich immer wieder mit Massenprotesten konfrontiert, die Menschen machen ihn für die Niederlage verantwortlich. Überlebende sowie die Familien verletzter, verschleppter und gefallener Soldaten müssen weitgehend allein mit den Folgen klarkommen.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

.diskussionen Das Gesprächsformat am Donnerstag Mit Hintergrundgesprächen, wissenschaftlichen Disputen, interdisziplinären Dialogen, Werkstatt- und Porträtgesprächen, Diskussionen zu aktuellen Themen.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Andrè Schuen, Bariton; Daniel Heide, Klavier. Franz Schubert: a) Schwanengesang D 957, Lieder nach Gedichten von Ludwig Rellstab und Heinrich Heine; b) Herbst D 945; c) Lieder nach Gedichten von Johann Gabriel Seidl (Bei dir allein D 866; Der Wanderer an den Mond D 870; Wiegenlied D 867; Am Fenster D 878; Die Taubenpost D 965 A) (aufgenommen am 27. Juni 2019 im Angelika-Kauffmann-Saal, Schwarzenberg im Rahmen der "Schubertiade 2019"). Präsentation: Stefan Höfel

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Alles wird anders werden. Vor allem, weil wir alle lernen müssen, anders zu denken!"- Andreas Obrecht im Gespräch mit Ille C. Gebeshuber, Physikerin, Biomimetikerin und Nanotechnologin Wissenschaftlich beschäftigt sich Ille Gebeshuber, geboren 1969 in Bruck an der Mur und seit 2016 Professorin für Angewandte Physik an der Technischen Universität Wien, mit sogenannten positiven Technologien. Darunter werden Verfahrensweisen verstanden, die weder für Menschen noch für die Biosphäre nachteilig sind und die neue Synthesen zwischen den Disziplinen begründen. In ihrem aktuellen Buch "Eine kurze Geschichte der Zukunft, Und wie wir sie weiterschreiben" beschäftigt sich Ille Gebeshuber mit grundsätzlichen Fragen der Menschheit. Kenntnisreich führt sie durch unterschiedliche Epochen, analysiert die Gegenwart und schlägt eine Brücke in "ein unentdecktes Land" - in die Zukunft. Entgegen dem kursierenden Fatalismus und Kulturpessimismus ist Ille Gebeshuber davon überzeugt, dass eine friedliche Welt, die gut ausgebildete, materiell versorgte und die Umwelt schonende Menschen beherbergt, von uns allen realisiert werden kann. "Es ist an der Zeit, dass die Menschheit erwachsen wird", resümiert Ille Gebeshuber im Gespräch mit Andreas Obrecht.

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Schutzschild und Abwehr. Das menschliche Immunsystem (4). Gestaltung: Sabine Nikolay Lust auf Literatur. Die Radiokolleg Bücher-Box zum Thema "Lesen" (4). Gestaltung; Julia Reuter The Base, Chronopop, Dives, Der Nino aus Wien (4). Gestaltung: Sabine Nikolay, Thomas Mießgang, Alexandra Augustin, Stefan Niederwieser

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Eisbrechende Sounds von der Cellistin Christina Ruf Die 1991 in Linz geborene zwischen Dänemark und Wien pendelnde (E-) Cellistin und Komponistin Christina Ruf arbeitet in vielen musikalischen Bereichen; sie will sich keine musikalischen Grenzen setzen und so geht es ihr darum "nicht einfach Cello zu spielen, sondern Musik zu machen". Dafür lässt Ruf sich von den unterschiedlichsten Klängen und der Ästhetik von Wörtern inspirieren, integriert das Cello in diesen Kosmos. Mit dem elektrischen Cello arbeitet Ruf an einer Neuinterpretation ihres Instruments und möchte dessen Möglichkeiten in der elektroakustischen Musik in Verbindung mit anderen Kunstsparten ausschöpfen, das zeigt etwa ihr Celloperformance-Projekte namens "Moiré", mit der im Bereich der Bildenden Kunst tätigen Ahoo Maher, angesiedelt zwischen Abstrakter Malerei und Neuer Musik, Performativer Kunst und Freier Improvisation. Wir tauchen noch tiefer in Christina Rufs musikalische Ideen ein: Gerade beschäftigt sie sich mit dem Bau eines akustisch-elektrischen "Hybrid-Cellos" namens "MelloDome" und einer eigens dafür geschriebenen Cello-Suite in vier Sätzen. Vergangenes Jahr hat sie ihr drittes Solo-Album "TØ" veröffentlicht. "TØ" ist das dänische Wort für Auftauen, - es geht um tiefe Klänge, kristallartige, eisbrechende Sounds aufgenommen mit u.a. Cello, E-Cello, E-Mandoline und Effektgeräten. Ruf hat das Album innerhalb von zwei Monaten eingespielt, Ende März 2020 zu Beginn der Covid-19 bedingten veränderten Lebensumstände. Was sie noch aus 2020 nach 2021 mitnimmt, etwa ein neues dänisch-österreichisches Trio mit Erik Emil Eskildsen (Touch Guitar U8, Electronics) und Tobias Leibetseder (Voice, Electronics), erzählt sie in diesem Zeit-Ton Porträt. Gestaltung: Marlene Schnedl

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten