Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Pasticcio

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Begegnung mit dem Bösen". Brigitte Schwens-Harrant, Literaturkritikerin, Buchautorin und Feuilletonchefin der Wochenzeitung "Die Furche", anlässlich des 100. Geburtstages von Patricia Highsmith Alfred Hitchcocks Verfilmung ihres Romans "Strangers on a Train" machte die am 19. Jänner 1921 in Fort Worth, Texas, geborene Autorin Patricia Highsmith berühmt. Sie schrieb Romane und Erzählungen, die in den Abgrund der menschlichen Seele führen. Mit besonderer literarischer Raffinesse nehmen ihre Texte den Lesenden die Sicherheit, dem Bösen selbst jederzeit ausweichen oder widerstehen zu können. Manchmal kommt das Böse freundlich verkleidet daher, es ist sympathisch und irgendwie auch bekannt und vertraut. Menschen fallen plötzlich aus dem geordneten Leben und selbst, wenn sie versuchen, Schreckliches zu verhindern, tun sie es oft nicht entschlossen genug. Erzählend stellt Patricia Highsmith radikal moralische Gewissheiten in Frage.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Colin Mason. Heil dir, vielfarb'ge Botin! Ein strahlendsonniger Morgen in Schottland? Ein Klaviersolo, bei dem niemand in die Tasten greift? Drei Göttinnen auf der Kinoleinwand? Das alles - und noch mehr - gibt es beim heutigen Pasticcio zu entdecken, das sich in mehrfachem Sinne als vielfärbig erweisen soll. Aus der Tierwelt ist von unseren gefiederten Freunden zu hören - und von einer musikalisch veranlagten Todfeindin der Vogelwelt!

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Paläontologe und Seeigel-Spezialist Andreas Kroh spricht über "WoRMS", das Weltweite Register der Meereslebewesen. Teil 4: Über Formen, Lebenszyklen und Skelette Gestaltung: Julia Grillmayr In WoRMS sind durchaus einige Würmer vertreten, aber die Datenbank geht weit über diese Tiergruppe hinaus. Die Abkürzung steht für "World Register of Marine Species". Hier sollen also möglichst alle Meereslebewesen verzeichnet werden, wobei nicht nur ihr aktueller wissenschaftlicher Name und - wenn das möglich ist - Fotografien der Organismen eingetragen sind, sondern auch Informationen zu ihrem Habitat, ihrer Anatomie, ihrem Verhalten und ihren Lebenszyklen. Das macht es Forscher/innen, aber auch interessierten Laien möglich, die allgemeinen und frei zugänglichen Daten von WoRMS neu zu verknüpfen, um bestimmte Fragestellungen zu beantworten: etwa welche Organismen besonders unter der zunehmenden Versauerung der Meere leiden, weil ihr Skelett oder ihre Schale aus einem anfälligen Material aufgebaut ist. Auch ist es so möglich, die Artenvielfalt bestimmter Gebiete aufzuzeigen - um wissenschaftliche Karten zu zeichnen, aber auch, um sich auf einen Tauch-Urlaub vorzubereiten. Was WoRMS auch verzeichnet, sind alle veralteten und volkstümlichen Namen, unter denen eine Tierart bekannt ist. Das sind oft mehrere Dutzend, in extremen Fällen bis zu hundert verschiedene Namen für eine Art. Das kam zustande, da weltweit zahlreiche Wissenschafter/innen gleichzeitig Arten entdecken und benennen, diese Entdeckungen aber nicht bzw. erst in jüngster Zeit, durch das Internet, in Echtzeit bekannt machen können. Außerdem gibt es das Phänomen, dass eine Art zahlreiche unterschiedliche Artbeschreibungen hat, weil Wissenschafter/innen früherer Jahrhunderte Arten allein anhand eines einzelnen Körperteils beschrieben haben. So kam es vor, dass anhand der Flosse eines Wals eine neue Art beschrieben wurde und anhand des Zahns desselben Wals eine andere Art. In anderen Fällen, besonders etwa bei einigen Meeresschnecken, sind die individuellen Tiere einer Spezies so vielgestaltig, dass es naheliegt, dass sie als verschiedene Arten aufgefasst wurden, die man heute - mittels moderner Genetik - aber unter einen Artbegriff zusammenfasst. Dieses Verzeichnen und Verknüpfen abertausender, teils redundanter Namen scheint nur auf den ersten Blick wie eine akademische Spielerei. Die Listen, die WoRMS bereitstellt, haben ganz praktische Anwendungen - etwa für den Zoll. Mit Meereslebewesen wird unglaublich viel Handel betrieben. Das Exportieren von bedrohten Tierarten, die offiziell unter Schutz gestellt sind, ist dabei oftmals durch "Namenverwirrung" getarnt. Es gibt nur wenige Spezialist/innen, um gewisse Weichtiere oder Muscheln zu identifizieren und den Überblick über die verschiedenen Namen zu behalten. Die Einträge in WoRMS, die möglichst alle kursierenden Namen einer Art verknüpfen, geben den Zollbeamt/innen Werkzeuge an die Hand, um Tierarten, die auf bedrohten Listen stehen, zu identifizieren. WoRMS weckt also Interesse an unterschiedlichen Lebensräumen der Meere und ihrer großen Artenvielfalt und trägt zum Schutz und der Erforschung dieser Biodiversität bei. Um das noch sichtbarer zu machen und die Vernetzung der Forschung voranzutreiben, wird sich die Initiative auch um ein "endorsement" der Vereinten Nationen bemühen: eine offizielle Anerkennung von WoRMS im Zuge der UN-Dekade der Ozeane und Ozeanforschung.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Patient Meer

Der röchelnde Atem der Erde (4). Gestaltung: Ilse Huber Erst das Jahr 2021 muss kommen, damit der Wert, die Bedeutung und die Gefährdung der Ozeane in den Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit rücken. Die Vereinten Nationen rufen mit dem ersten Jänner dieses Jahres das Jahrzehnt der Meeresforschung für Nachhaltige Entwicklung aus. Endlich möchte man fast sagen, nach all dem, was die Menschheit dem Meer bis jetzt angetan hat: Überfischung, Vergiftung, Versauerung, Lebensraum-Vernichtung, Kloake, Abbaugebiet. Insgesamt sind 71 Prozent der Erdoberfläche von Meeren bedeckt, wobei man im allgemeinen Sprachgebrauch nicht von den 7 Weltmeeren spricht, sondern nur von drei Ozeanen: Atlantischer Ozean, Indischer Ozean und Pazifischer Ozean. Sie sind gigantische Klimaschützer und speichern sehr viel Kohlendioxid. Damit fungieren die Ozeane als Klimapuffer, die den Temperaturanstieg in der Atmosphäre mäßigen. Allerdings wie lange noch und mit welchen Auswirkungen? Das Eis am Nordpol war im September 2020 auf die zweitkleinste Sommerfläche seit Beginn der Satellitenmessungen im Jahr 1979 geschrumpft. Weniger Eis bedeutet weniger Weiß. Und damit weniger reflektiertes Sonnenlicht. Je dunkler die Oberfläche, desto höher die Temperatur, weil die Oberfläche die Wärme aufnimmt. Ein Kriterium, das den Klimahaushalt beeinflusst. Mit steigenden Temperaturen in der Luft erwärmt sich das Wasser und erhöht sich der Kohlendioxidgehalt. Das führt zur Versauerung des Wassers. Was bedeutet das für die marine Lebewelt? Wärmere Zeiten rufen auch stürmischere Zeiten hervor. Mehr Energie - mehr Wirbelstürme. Und unter Wasser bewegen sich die Kontinentalplatten. Die Folge? Seebeben und Tsunamis. Der blaue Planet könnte sein blaues Wunder erleben. Dann nämlich, wenn seine Schätze gehoben und rücksichtslos nach Erdöl, Erdgas, Mangan, Salz und Seltenen Erden gesucht wird. Auf seiner Oberfläche bringt sich die Schifffahrt in Stellung. Eisfreie Passagen bedeuten immer weniger Tabuzonen auf dem Globus. Die Arktis als neue Handelsroute- von vielen ein Hoffnungsgebiet. Es gibt also Begehrlichkeiten ohne Ende. Geht dem Meer bald die Luft aus? Die Ozeane - der röchelnde Atem der Erde nennt Ilse Huber ihre Serie.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Wissen für alle

Wie Wikipedia, Projekt Gutenberg und Sci-Hub die Welt verändern (4). Gestaltung: Anna Masoner, Stefan Niederwieser Eine nette Idee, aber zu verrückt, um jemals zu funktionieren. Das dachten 2001 wohl viele über das waghalsige Vorhaben des Philosophen Larry Sanger und des Unternehmers Jimmy Wales. Die beiden planten nichts weniger als eine Online-Enzyklopädie, an der jeder mitschreiben kann. Und sie sollte es qualitativ mit dem Lexikon Goldstandard der Branche aufnehmen können: der altehrwürdigen Encyclopedia Britannica. Was viele nicht für möglich gehalten haben, wurde Realität. Heute kann man Wikipedia wohl als bislang größte Kollaboration in der Menschheitsgeschichte bezeichnen. Wikipedia gehört zu den populärsten Webseiten und ist eine riesige Wissensschatzkiste. Und was einmal als Ort galt, an dem sich Editoren bittere Schlachten über ihre Weltbilder austragen, ist ein Zufluchtsort der Vernunft und Ruhe geworden, wenn man sie mit Facebook oder Twitter vergleicht. Große US-Konzerne bemühen sich aber auch, Wissensschätze der Menschheit zu sichern. So sind im Bestand von Google Books derzeit über 40 Millionen Bücher. Dagegen nimmt sich das deutsche Projekt Gutenberg mit etwas über 50.000 Einträgen fast winzig aus. Die Österreichische Nationalbibliothek kooperiert mit Google. Einige hunderttausend Bücher aus der ÖNB soll man bald von der ganzen Welt aus lesen können. Akademische Schattenbibliotheken wie Sci-Hub sind dagegen seit Jahren mit Verlagen im Clinch, weil sie urheberrechtlich geschützte Inhalte frei zur Verfügung stellen. Was zählt mehr: eine offene, freie Wissenschaft oder der Schutz von Urheberrechten? Wer aber betreut diese Archive? Wer macht die Arbeit? Und mit welcher Motivation? Stefan Niederwieser und Anna Masoner beschäftigen sich mit den Herausforderungen, vor denen Wikipedia aber auch andere Wissen-Sammelstellen im Netz heute stehen.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Tieftöner

Die Geschichte des elektrischen Basses (4). Gestaltung: Klaus Wienerroither Der elektrische Bass hat entscheidend zur musikalischen Evolution beigetragen. Heavy Metal, Funk und auch Reggae wären ohne den E-Bass schwerlich entstanden. Mit der steigenden Popularität der elektrischen Gitarre ist der in den damaligen Bands verwendete Kontrabass zu leise. Zuerst werden diese Bässe mit einem Tonabnehmer aufgerüstet. Vorläufer des elektrischen Basses werden bereits in den 1930-er Jahren hergestellt. Der erste E-Bass, der in Serie produziert wird, ist der Fender Precision Bass, welcher 1951 in die Läden kommt. Ein Vorteil neben seiner Handlichkeit ist, dass nun auch alle Gitarristen sofort Bass spielen können, weil die ersten E-Bässe entsprechend den E-Gitarren Bünde haben. Eine der ersten Aufnahmen mit elektrischem Bass stammt aus dem Jazz. Monk Montgomery spielt 1953 E-Bass auf einer Aufnahme des Art Farmer Septetts. Als erste Rock´n Roll Aufnahme mit einem elektrischen Tieftöner gilt der "Jailhouse Rock" von Elvis Presley aus dem Jahr 1957. Der britische Rockmusiker John Entwistle erregt 1965 mit seiner außergewöhnlichen Spieltechnik und seinem Solo auf "Talking bout my generation" von seiner Band "The Who" Aufmerksamkeit. James Jamerson, der seine Karriere als Jazz Kontrabassist gestartet hat, ist in den 1960er Jahren der Haus- und Hofbassist des legendären Motown Labels. Seine innovativen E-Basslinien sind auf hunderten von Soul- und Rhythm Blues-Aufnahmen zu hören. Larry Graham, Bassist bei "Sly and the family stone", gilt als der erste E-Bassist, der die sogenannte Slap-Technik angewendet hat. Hier werden die Saiten mit dem rechten Daumen angeschlagen und mit dem Zeigefinger angerissen. Das 1976 veröffentlichte, selbstbetitelte Debüt-Album des US-amerikanischen Bassisten Jaco Pastorius hat ohne Zweifel die Rolle des E-Basses im Jazz neu definiert. Dem damals 24-jährigen Musiker gelingt hier die Emanzipation des oft auf seine bloße Begleitfunktion reduzierten Instruments als vollwertige Solostimme.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

Mit Hans Georg Nicklaus Drehleier, Fidel Co. - wie Musik des Mittelalters heute klingt Auch wenn das Mittelalter von manchen Autoren der Renaissance als "finster" bezeichnet wurde (etwa von Francesco Petrarca), überzeugt heute schon angesichts der vielen ausgelassenen Lieder und Tänze jener Zeit und der auch sehr weltlichen Vergnügungen, die überliefert sind, die Metapher vom finsteren Mittelalter nicht mehr. Die Fidel und Drehleier, aber auch Flöten und verschiedenste Formen der Trommel sind zentrale Instrumente jener Zeit. Seit einigen Jahrzehnten schon gibt es eine ganz ?eigene' Mittelalter-Szene in der Musik, spezielle Ensembles, Festivals, Platten-Labels etc. Dabei wird der Klang und Flair der alten Instrumente gerne mit neuen Musikstilen gemischt oder schlicht mit alten Klangfarben ganz Neues entworfen. "Ausgewählt" unternimmt einen Blick in die "Szene" und vergleicht die Aufnahmen - u.a. mit Knut Buen und Stevie Wishart (Fidel), Simon Wascher und Matthias Loibner (Drehleier), die Ensemble Peregrini, Belladonna und Dulamans Vröudenton.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Das Schöne, Schäbige, Schwankende. Romangeschichten" von Brigitte Kronauer. Es liest Andrea Eckert. Eine Schriftstellerin geht im Haus eines Ornithologen den Abgründen der Schriftstellerei auf den Grund. Die Gegenwart der Vögel - auf Buchcovers, Schautafeln wie auch in der Natur selbst - wecken die Erinnerung an Gesichter und Geschichten von Freunden und entfernten Bekannten. So entstehen 39 Miniaturporträts über Menschen, die sich als besonders wertvolle, niederträchtige oder ambivalente Gestalten herausstellen. Diese Romangeschichten hat die Büchner-Preisträgerin Brigitte Kronauer in den größeren Plot ihres letzten Romans "Das Schöne, Schäbige, Schwankende" eingewoben. Er ist kurz vor ihrem Tod im Juli 2019 erschienen. Brigitte Kronauer, 1940 in Essen geboren, lebte als freie Schriftstellerin in Hamburg. Ihr schriftstellerisches Werk wurde unter anderem mit dem Fontane-Preis der Stadt Berlin, mit dem Heinrich-Böll-Preis, dem Hubert-Fichte-Preis der Stadt Hamburg, dem Joseph-Breitbach-Preis und dem Jean-Paul-Preis ausgezeichnet. 2005 wurde ihr von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung der Büchner-Preis verliehen. Gestaltung: Nicole Dietrich

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Helga Pollak-Kinsky: Theresienstadt Gestaltung: Jörg Duit Am 29. Jänner 2017 fand im Stadtsaal in Wien anlässlich des Holocaust-Gedenktages eine Matinee mit Helga Pollak-Kinsky, dem Ensemble Zwockhaus und der Berliner Journalistin Hannelore Brenner-Wonschick statt. Thema der Matinee war das Tagebuch, das die am 28. Mai 1930 geborene Helga Pollak als junges Mädchen im Ghetto Theresienstadt, wohin sie im Jänner 1943 deportiert wurde, geschrieben hatte und das weitgehend erhalten geblieben ist. Helga Pollak-Kinsky las aus ihren Tagebuchaufzeichnungen, das Ensemble Zwockhaus brachte authentische Kabarettsongs aus Theresienstadt zum Vortrag, Hannelore Brenner-Wonschick spannte den erzählerischen Bogen. CD1: Teil-Mitschnitt aus dem Stadtsaal, ergänzt mit Studioaufnahmen CD 2: Sendung Menschenbilder mit Helga Pollak-Kinsky vom 26. März 2017. ORF-CD798

11.30 Uhr
Des Cis

mit Irene Suchy. Klaviermusik von Geoff Cummings-Knight. Das Album bietet Klaviersolo-Musik: Die erste Klaviersonate mit einer fließenden Toccata, zwei russische Tableaus, quasi Postkarten-Porträts aus der Umgebung von Moskau, und drei Preludes aus einer Serie von 24 des britischen Komponisten Geoff Cummings-Knight (*1947). Er nimmt kompositorisch und verbal Bezug auf die Tradition, in einem mahlerianischen Adagio oder einem Medici Hoftanz. Duncan Honeybourne, britischer Pianist mit besonderer Neugier und Entdeckerfreude, hört Anklänge an Rachmaninow und Mussorgsky, schätzt die Spielfreude und Attraktivität der Klaviermusik des Improvisators, Arrangeurs und Stummfilmkomponisten Cummings-Knight.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Plácido Domingo wird 80: 8 Aufnahmen aus 8 Jahrzehnten Alles Rühmende zu Plácido Domingo, dem Welt-Tenor des ausgehenden 20. Jahrhunderts, dem ins angestammte Baritonregister heimkehrenden Opern-Gestalter des 21., ist gesagt, manch Kritisches ebenfalls. Die schiere Breite von Domingos künstlerischer Tätigkeit, auch übers Singen hinaus, die Dauer seiner Präsenz im "großen Fach" welcher Art immer, machen ihn bereits zu Lebzeiten zu einer epochalen Erscheinung. Mehrere musikliebende Generationen hatten die Möglichkeit, von diesem Mann immer neue persönliche Eindrücke zu gewinnen, oft: in ihren Herzen zu speichern. Stellt man sich vor, jemand hätte alle klingenden Zeugnisse seit Plácido Domingos Bühnendebut 1957 zusammengetragen: Es würde allein schon Jahre um Jahre dauern, die übervolle Vita auf diese Weise Revue passieren zu lassen. Statt dessen zum heutigen 80er von Domingo: Acht Aufnahmen aus acht Jahrzehnten - wobei aus dem ersten Lebensjahrzehnt die Stimmen der jeweils an vorderster Zarzuela-Front tätigen Eltern des Jubilars erklingen werden.

15.30 Uhr
Moment

Wie in der Schneiderei, Medizin oder der Schlosserei mit Nähten gearbeitet wird Viele Nähte werden in einer Maßschneiderei noch mit der Hand genäht. So kann mit dem Pikierstich, der mehrere Stoffschichten miteinander verbindet, etwa ein Sakko exakt an die Körperform seines Trägers angepasst werden. Dabei kommt es auf die richtige Spannung an. Wird zu fest genäht, zieht es den Stoff zusammen und er fällt nicht mehr so leicht, wie er soll. Sitzt die Naht zu locker, geht sie auf. Nach der perfekten Naht streben auch Chirurgen. Medizinische Nähte sollen Wundschichten spannungsfrei aneinanderlegen, damit Wunden schnell und möglichst spurlos verheilen. Schlosser verbinden mit Nähten Metallteile. Für eine Schweißnaht muss das Material unter großer Hitze und Ausschluss von Sauerstoff zum Schmelzen gebracht werden. Je nach Einsatzgebiet kommen unterschiedliche Pulver und Gase zum Einsatz. Gestaltung: Jonathan Scheucher

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Das Ö1 Kinderjournal Rudi besucht Helene Seelmann in der Nachrichtenredaktion und erfährt von ihr die wichtigsten Nachrichten der Woche. Gestaltung: Johanna Steiner

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Experimente in der Chemie Gestaltung: Birgit Dalheimer Was passiert, wenn man Metallstückchen in Zitronenhälften steckt und sie mit Draht verbindet? Welche Farbe hat Rotkrautsaft, wenn man Waschmittel hineinschüttet? Und können Plastikflaschen Luftballone aufblasen? All das und noch mehr konnten die Ö1-Kinderunireporterinnen bei einem Workshop im Chemielabor ausprobieren. Experimente, von denen sich manche leicht zuhause nachmachen lassen - mit erstaunlichen Ergebnissen. "Alles Leben ist Chemie" sagt dazu der Chemiker Nuno Maulide, der an der Universität Wien unterrichtet und selbst unter anderem auch an neuen Medikamenten forscht. Er erklärt, was bei den Versuchen passiert, wie sich Stoffe verändern, wenn man sie mischt, und warum es so wichtig ist, das alles genau zu verstehen und zu erforschen.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Das Dave Brubeck Trio 1967 im Wiener Konzerthaus Kurz vor dem Jahreswechsel ist die lang geplante Reihe "Ö1 Jazz Treasures" gestartet, die fortan einmal jährlich bis dato unveröffentlichte Aufnahme-Perlen aus dem ORF-Archiv auf Vinyl und mittels digitalem Download zugänglich machen soll: Den Anfang macht ein Konzert des legendären kalifornischen Pianisten Dave Brubeck, der am 12. November 1967 im Wiener Konzerthaus und damit erstmals in Österreich gastierte - allerdings in ungewohnter Besetzung: Ohne Altsaxofonist Paul Desmond, der sich zuvor in Hamburg die Nacht um die Ohren geschlagen und die Reise nach Wien nicht angetreten hatte, spielte Brubeck in rarer Trio-Besetzung, mit Bassist Eugene Wright und Schlagzeuger Joe Morello. Und er spielte - ob des unzuverlässigen Paul Desmond - mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch. Der Qualität der Musik tat dies keinen Abbruch, im Gegenteil!

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

60 Jahre österreichische UNO Einsätze mit: Erwin A. Schmidl, Historiker an der Landesverteidigungsakademie in Wien Gestaltung: Caroline und Andreas Wolf 1947 wurden erstmals Militärangehörige als Vermittler im Rahmen der "United Nations Special Committee on the Balkans" (UNSCOB) eingesetzt. Im darauffolgenden Jahr überwachte eine unbewaffnete Einheit den Waffenstillstand im Palästinenserkrieg. Bewaffnete Soldaten entsandte die UNO erstmals 1956 während der Suezkrise. Als 1960 die Kongokrise ausbrach beteiligte sich erstmals auch das österreichische Bundesheer an einer friedenssichernden Mission. Mit US-Transportflugzeugen wurde ein Feldspital in die ehemalige belgische Kolonie verlegt. Ein Jahr später engagierte sich das Bundesheer mit Friedenssoldaten in Zypern, 1967 entsandte man erstmals UN-Militärbeobachter in den Nahen Osten. Anfang der 1970er-Jahre wurden die Truppenstärken auf zwei Infanteriebataillone in Zypern und im Nahen Osten deutlich aufgestockt. Es folgten zahlreiche weitere österreichische Militär- und Polizeieinsätze im Ausland. Insgesamt dienten bisher über 100.000 österreichische Soldaten, Polizisten und zivile Experten bei über 100 internationalen Einsätzen. Dabei starben 52 Menschen. Bis heute zählt das Engagement im Rahmen von UNO Einsätzen zu wichtigen Eckpfeilern einer "aktiven Neutralitätspolitik".

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Eine Sendung zum Ö1-Schwerpunkt "Patient Ozean". Gestaltung: Marten Hahn Noch gilt die Tiefsee als weitgehend unberührt von menschlichen Einflüssen. Doch weltweit bereiten sich Firmen darauf vor, auch in diese Regionen der Ozeane vorzustoßen. Sie wollen Manganknollen vom Meeresgrund sammeln, die auch wertvolle Metalle wie Kobalt, Nickel und Kupfer enthalten - und die wiederum werden für die Herstellung von Batterien, zum Beispiel für Elektroautos, gebraucht. Die Nachfrage nach diesen Stoffen wird sich in Zukunft vervielfachen. Die Befürworter des Tiefseebergbaus behaupten, dass die grüne Energiewende ohne Tiefseemetalle kaum möglich sei, doch Umweltschützer und Wissenschaftler schlagen Alarm: Diese Art der Ausbeutung richte irreparable Schäden an den Ökosystemen der Meere an. Die Sendung wurde im November 2020 erstmals ausgestrahlt.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

.diskussionen Das Gesprächsformat am Donnerstag Mit Hintergrundgesprächen, wissenschaftlichen Disputen, interdisziplinären Dialogen, Werkstatt- und Porträtgesprächen, Diskussionen zu aktuellen Themen.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Florian Simma, Violoncello; Ariane Haering, Klavier. Ludwig van Beethoven: Sonate für Klavier und Violoncello g-Moll op. 5/2 * Mieczyslaw Weinberg: Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2 op. 63 * Frédéric Chopin: Sonate für Violoncello g-Moll op. 65 (aufgenommen am 8.. Oktober 2020 auf Schloss Goldegg). Präsentation: Gerti Mittermeyer Auf dem Programm stehen drei große Cellosonaten des 18., 19. und 20. Jahrhunderts - von Ludwig van Beethoven, Frédéric Chopin und Mieczyslaw Weinberg - verbunden durch die gemeinsame Tonart g-Moll. Zusammengestellt wurde das Programm von Florian Simma, dem Solocellisten des Mozarteumorchesters Salzburg, am Klavier begleitet wurde er von der Schweizer Pianistin Ariane Haering. Der Vorarlberger Cellist Florian Simma wurde 1980 in Feldkirch geboren und erhielt seinen ersten Cellounterricht mit fünf Jahren an der Musikschule Dornbirn. Von 1999 bis 2005 studierte er in Stuttgart. Drei Jahre später wurde er Solocellist beim Mozarteumorchester in Salzburg. Daniel Müller-Schott, Christoph Bürgi, Peter Buck, Steven Isserlis und Walter Nothas waren einige seiner Lehrer. Begleitet wird er von der Schweizer Pianistin Ariane Haering. Sie wurde 1976 in der französischen Schweiz, in der Weltkulturerbe-Gemeinde Le Locle geboren. Mit 17 ging sie für ein Jahr in die USA, drei Jahre später folgte der ausgezeichnete Studienabschluss in Lausanne.

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Leicht ist es nicht, aber leicht war es nie." - Renata Schmidtkunz im Gespräch mit Ludwig Karl Adamovich, Jurist und ehem. Präsident des österr. Verfassungsgerichtshofs Wenn Kinder denselben Beruf ergreifen wir ihre Eltern, ist das zunächst einmal nichts Ungewöhnliches. Wenn aber Vater und Sohn Präsident des Verfassungsgerichtshofes der Republik Österreich waren, so ist das doch eine bemerkenswerte biographische Parallele. Ludwig Adamovich, geboren 1932, bekleidete dieses Amt von 1984 bis 2002, nachdem sein gleichnamiger Vater von 1946 bis zu seinem Tod im Jahr 1955 diese Position inne hatte. Ersterer hat nun ein Buch geschrieben, das unter dem Titel "Wo wir stehen" im November 2020 erschienen ist. Angesichts der Bedrohung, die populistische und nationalistische Strömungen sowie die Corona-Krise für die Demokratie und die Europäische Union als Friedensprojekt bedeuten, teilt Ludwig Adamovich seine Analysen der Gegenwart und seine Utopien für die Zukunft. "Leicht ist es nicht, aber leicht war es nie", stellt der ehrenamtliche verfassungsrechtliche Berater der österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer und Alexander van der Bellen fest. Renata Schmidtkunz spricht mit Ludwig Adamovich über das, was unsere demokratische Gesellschaft gefährdet und darüber, wie wir sie schützen können.

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Sketchbook Orchestra: Ungatz Gestaltung: Jörg Duit Leonhard Skorupa, Kopf und Seele hinter Sketchbook Orchestra, hat bereits markante klingende Spuren in der österreichischen Jazzszene hinterlassen. Nun versucht er sich auf der großen Bühne - in seiner gewohnten Ideenvielfalt, erstmals projiziert auf die Klangfläche eines 13-köpfigen Orchesters. Skorupa geht im Rahmen dieses Debüts überlegt und profund zu Werke. Er choreografiert organische Entwicklungen, Klangfarbenmetamorphosen, und er setzt harte Schnitte, Brüche und Kontraste. ?A Tribe Called Quest? wird ebenso zitiert wie Franz Schubert. ?Ungatz? ist dank der durch und durch eigenständigen kompositorischen Handschrift ein starkes, originelles Statement in Sachen zeitgenössischem Orchester-Jazz. ORF-CD3232

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Patient Meer. Der röchelnde Atem der Erde (4). Gestaltung: Ilse Huber Wissen für alle. Wie Wikipedia, Projekt Gutenberg und Sci-Hub die Welt verändern (1): Gestaltung: Anna Masoner, Stefan Niederwieser Tieftöner. Die Geschichte des elektrischen Basses (1). Gestaltung: Klaus Wienerroither

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Der Kompositionsauftrag des Klangforum Wien an 5K HD Bei der österreichischen Erstaufführung des Stücks "Hyperopia" beim traditionsreichen ORF musikprotokoll in Graz durch das Klangforum Wien hat sich für Oliver Johnson alias Dorian Concept ein Kreis geschlossen. Ein Studium in Graz an der Jazz-Akademie ist dem jungen Autodidakten verwehrt geblieben, weil er keine Noten lesen konnte. Nun ist es am 10. Oktober 2020 zu einer Zusammenarbeit mit einem der führenden Ensembles aus dem akademischen Musikbereich gekommen. Die Aufführung von "Hyperopia" durch das Klangforum Wien unter dem Briten Finnegan Downie Dear wurde zu einem großen Erfolg, beklatsch auch von Musikern des Wiener Labels Affine Records, die sich diesen Auftritt ihres Label-Kollegen nicht entgehen lassen wollten. Was sie zu hören bekommen haben, war in gewisser Weise überraschend: Sieht man sich die eine oder andere mitreißend virtuose YouTube- des Keyboarders Dorian Concept an, hätte man erwarten können, dass seine erste Ensemblekomposition so etwas wie ein funky Konzert für Keyboard und Orchester wird. "Wenn man sich die Sachen schon ausmalen kann, dann ist die Magie weg", winkt der als Oliver Johnson 1984 in Wien geborene Künstler ab. Deshalb hat sich der Performer Dorian Concept in seinem Orchester-Erstling bewusst zurückgenommen. Kein Keyboard-Konzert also: "Da das das Naheliegendste gewesen wäre, war es für mich das Naheliegendste, es anders zu machen, als man erwartet." Der Schritt war wohlüberlegt: "Da es bei mir schon immer den Unterschied gab zwischen Dorian Concept dem Performer auf der einen Seite und Dorian Concept, der allein im Studio sitzt und akribisch zwei Monate lang an einer Nummer feilt gibt, war es für mich wichtiger, ein Stück zu machen, wo ich mich mehr von der schaffenden Seite her zeigen kann. Auch weil es der erste Kompositionsauftrag an mich war." Die Wurzeln von Dorian Concept liegen im Hip-Hop und im Jazz. Er ist dafür bekannt, dass er Presets und vorgegebene Klänge seiner Synths ganz natürlich wirken lassen kann. Bei diesem Projekt war es umgekehrt. "Wie kann man den Klang eines Synthesizers auf den einer Violine übersetzen?" Solche Fragen standen im Vordergrund. Es war der Schritt vom Produzenten zum Komponisten: "So ist es das geworden, was es wurde." Geworden ist es ein echter Dorian Concept, geblasen, geschlagen und gestrichen von einem der weltweit führenden Ensembles für zeitgenössische Musik, dem Klangforum Wien. Die volle stilistische Palette ist dabei abgedeckt: Die rhythmischen Schichtungen seiner bei Ninja Tune herausgekommenen Platte "Joined Ends" (2014) treffen auf die verspielten Klangexperimente von "The Jitters" (2020). Dorian Concept war mit einem elektronischen Setup einer der Mitspieler, nicht der Solist.

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:06 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten