Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Ö1 Morgenjournal

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Frauenbilder in Kunst und Leben". Die Direktorin des Dom Museum Wien über Frauen als Motiv, aber auch als Schöpferinnen von bildender Kunst Ausgehend vom Internationalen Frauentag am 8. März widmet die Direktorin des Dom Museum Wien, die Kunstwissenschaftlerin Johanna Schwanberg, ihre "Gedanken für den Tag" Frauen als Motiv, aber auch als Schöpferinnen von bildender Kunst. Sie spannt ihren Bogen dabei von Tizians berühmter "Assunta", einer Mariendarstellung, die aufgrund ihrer Lebendigkeit als Inbegriff einer neuen sakralen Kunst gefeiert wurde, zu einer Holzskulptur der Maria Magdalena aus dem Dom Museum Wien, der Figur der reuigen Sünderin, die unterschiedliche Facetten des Menschseins in sich vereint. Die Barockmalerin Artemisia Gentileschi zeigt in ihrer Darstellung der Lukretia ein Thema, das leider bis heute aktuell ist: die sexuelle Gewalt an Frauen, während Paula Modersohn-Becker Anfang des 20. Jahrhunderts in ihrer "Liegenden Mutter mit Kind" ganz auf die Innigkeit des Augenblicks zwischen Mutter und Kind verweist und Frida Kahlo und Maria Lassnig für die Herausforderungen stehen, mit denen Frauen als Künstlerinnen bis heute konfrontiert sind.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Irene Suchy. Hausmusik statt Haus-Büro. Von WG-Konzerten und Musik-Salons. Brahms bei den Wittgensteins: "Leider aber muß ich bekennen, daß Sie mir nichts hätten mitbringen können, das mir so willkommen wäre - als der Tabak, an den Sie so freundlich gedacht haben. So haben Sie herzlichsten Dank und denken nicht gar zu schlimm von meinem prosaischen Gemüth!"

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Biologe Leopold Slotta-Bachmayr spricht über die Arbeit mit Naturschutzhunden. Teil 3: Ein erfolgreiches Training Gestaltung: Lothar Bodingbauer Hunde haben üblicherweise im Wald nichts verloren - außer sie sind ausgebildete Naturschutzhunde. Sie suchen Borkenkäfer und erkennen geschädigte Bäume schneller, als dies Menschen tun. Sie entdecken den Kot von Wildkatzen und helfen nachzuweisen, dass es in einem bestimmten Gebiet welche gibt. Sie finden tote Fledermäuse, die mit Windkraftanlagen kollidiert sind - zuverlässiger als Menschen, die ihre Augen dazu verwenden müssten. Es ist der Geruchssinn, der Hunde zu idealen Helfern bei Naturschutzaufgaben macht. Dazu kommt ihre Begeisterungsfähigkeit. Sie werden ausgebildet, dass ihnen die Arbeit Spaß macht, dass sie Freude daran finden, ihre Aufgaben zu erfüllen. Motivation ist der Schlüssel. Im Rahmen der Ausbildung wird darauf geachtet, die richtigen Ergebnisse gezielt zu belohnen. Das kann zum Beispiel das Spiel mit einem Zerrkissen sein, welches sie nach erfolgreichem Fund des gewünschten Objektes erhalten. Noch ist nicht in allen Einsatzgebieten die Arbeit der Naturschutzhunde als offizielle "Methode" anerkannt. Zunehmend wird aber bekannter, dass der Einsatz von gutausgebildeten Naturschutzhund-Mensch-Teams gute und vor allem rasche Ergebnisse bringt.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Leben im Ungewissen

Was ein Jahr Corona mit uns macht (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Am 11. März 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation WHO den Covid19 Ausbruch zur Pandemie. Ein Jahr später sind weltweit mehr als 2 Millionen Todesopfer zu beklagen. Neu auftretende Mutationen des Virus halten nach wie vor die Regierungen in Atem. Wie viele Restriktionen sind erträglich, welche Lockerungen möglich, um das Gesundheitssystem funktionsfähig zu halten? Die Pandemie stellt die Weltgemeinschaft vor eine noch nicht gekannte Herausforderung. "Die Corona Krise wirkt wie ein Vergrößerungsglas auf bestehende Probleme." So Georg Psota, Chefarzt der Psychosozialen Dienste in Wien: "Die soziale Ungleichheit wird stärker." Wer einen Bürojob hat, kann diesen im Homeoffice ausüben. Menschen in sogenannten systemerhaltenden Berufen sind in einem viel höheren Maß der Ansteckungsgefahr ausgesetzt. Menschen mit geringer Ausbildung sind besonders von Arbeitslosigkeit betroffen. Und auch zwischen den Generationen tut sich eine Kluft auf. Umfragen zeigen, dass besonders jüngere Menschen von Existenzängsten betroffen sind, während ältere auf erprobte Krisenbewältigungsstrategien zurückgreifen. Ähnliche Schlüsse zieht die Soziologin Barbara Rothmüller. Sie hat untersucht, wie sich die Paarbeziehungen im Lockdown verändert haben. Ihr Fazit: wer in einer stabilen partnerschaftlichen Beziehung lebt, steckt die Isolation im Privaten besser weg als ein Single. Statistisch gesehen festigten sich 9 von 10 Beziehungen während der Krise. Das Mehr an Zeit miteinander bewirkte auch ein intensiviertes Füreinander. Anders die Situation der rund 15% alleinlebenden Menschen in Österreich. Sie litten und leiden zunehmend unter der Isolation des Lockdowns. Überraschend auch hier der Altersunterschied. Ältere Bürgerinnen und Bürger sind meistens gut vernetzt und können auf tragfähige Freundschaften zurückgreifen, während Jugendliche und junge Erwachsene große Ängste haben, dass ihre Beziehungen auseinanderbrechen. Wie mit dem Ungewissen umgehen, das die Pandemie auslöst? "Anfangs habe ich in einem Alarmismus gelebt. Die Angst sich anzustecken war groß." Jetzt habe er die Erfahrung gemacht, dass er sich erfolgreich schützen kann, berichtet Michael Rosner. Der Internist und Psychotherapeut arbeitet an der Covid19 Station des Kaiser Franz Josef Spitals in Wien. Für ihn heißt das auch, Aufgaben zu übernehmen, die früher andere Berufsgruppen ausgeführt haben. Ärzte, die den Patienten Essen austeilen, seien hier die Regel. Denn wer in Schutzkleidung arbeitet, packt zu, wo Unterstützung gebraucht wird. Der Umgang mit dem Ungewissen fordere, anzuerkennen was ist, so Georg Psota. "Das ist wie bei einer Bergtour. Mit dem Berg lässt sich nicht verhandeln. Wir können uns aber entsprechend ausrüsten, und Strategien entwickeln, um neue Wege einzuschlagen." Und zwar in Abstimmung mit anderen, und solidarisch. Nur so lassen sich Herausforderungen wie die einer Pandemie meistern.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Anglerglück

Mehr als Fischen (3). Gestaltung: Christa Nebenführ Das Angeln von Fischen zählt zu den ältesten Nahrungsquellen der Menschheit; heutzutage wird es vorwiegend zur Freizeitgestaltung betrieben. Darüber hinaus wurde ihm im Laufe der Geschichte auch metaphorische Bedeutung zuteil. Johann Wolfgang von Goethe, Ernest Hemingway, Hermann Melville, Günter Grass oder Paulus Hochgatterer bedienen sich des Angelns als Folie für die Darstellung von Konflikten: mit der Lüsternheit (als Nixe), dem Stolz, der Rache, zwischen den Geschlechtern, dem Unbewussten. Der Fischbestand eines Gewässers sagt viel über dessen Wasserqualität aus. Fischereigesetze und Bestimmungen gegen Wasserverschmutzung gab es schon vor 400 Jahren. Ludwig XIV fasste sie zu einem Fischereigesetz zusammen. Eine Studie im Auftrag des Österreichischen Kuratoriums für Fischerei und Gewässerschutz aus dem Jahr 2000 geht von 310.000 männlichen und 100.000 weiblichen aktiven Anglern aus. Was ist daran so faszinierend? Welche Arten zu Angeln gibt es? Und ist es ökologisch hilfreich, vertretbar oder unverantwortlich? Kommerzielle Angelteiche werden mitunter als "Forellenpuffs" bezeichnet. Der deutsche Professor für Fischereimanagement an der Humboldt-Universität in Berlin Robert Arlinghaus hält dagegen, dass es für über drei Millionen Deutsche und jeden zehnten Europäer "physiologischen, gesundheitlichen, psychologischen und weitere sozialen Nutzen" stiftet, u.a. weil "sich Angler über Vereine und Verbände als Pächter oder Eigentümer von Fischereirechten mit großem Engagement und im Ehrenamt im Rahmen der Hege um die Gewässer kümmern." Das gilt auch für den Verband der Österreichischen Arbeiter-Fischerei-Vereine (VÖAFV), der am 16. Jänner 1921 gegründet wurde und damit heuer sein 100jähriges Bestehen feiert. Er stellt mit rund 11.000 Mitgliedern und über 80 Fischereirevieren in acht Bundesländern den größten Fischereiverband Österreichs dar. In Deutschland und Österreich ist dem Inhaber eines Fischereischeins und einer Angelkarte grundsätzlich alles erlaubt, was durch den sogenannten "vernünftigen Grund" gemäß Tierschutzgesetz gedeckt ist. Dieser wäre zunächst der Fang von Fischen zum eigenen Verzehr. Beim reinen Freizeitfischen, bei dem die gefangenen Tiere ins Wasser "zurückgesetzt" werden, scheiden sich die Geister. Das liegt u. a. daran, dass Fische keine Großhirnrinde haben und die Art und Intensität ihres Schmerzempfindens damit strittig ist. Abgesehen von den Aspekten des Tierschutzes sind die Anglerrechte europaweit sehr unterschiedlich: In Finnland, dem Land der 1.000 Seen fällt beispielsweise das Eisfischen (im zugefrorenen See) und das Stippfischen (mit einer Angel ohne Rolle) unter das Jedermannsrecht und bedarf weder einer Erlaubnis, noch einer Prüfung oder Gebühr. Christa Nebenführ hat Angler und Anglerinnen begleitet und mit Vereinsfunktionär/innen, Biolog/innen, Umweltforscher/innen und Pächter/innen von Fischgewässern Gespräche geführt.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Jobprofil: Komponistin

Wendepunkte, Identitäten und Selbstbilder (3). Gestaltung: Marie-Therese Rudolph Schon längst sind Komponistinnen aus dem Schatten ihrer Kollegen herausgetreten, zumindest was die Qualität ihrer Arbeit betrifft. Sichtbar und vor allem hörbar werden ihre Beiträge zum zeitgenössischen Musikschaffen immer noch nicht im selben Ausmaß. Noch zu oft sind sie - im Sinne einer verstärkten öffentlichen Aufmerksamkeit - in Frauen-Schwerpunkten isoliert. Trotzdem sind diese ein wichtiger Schritt, um die Sichtbarkeit und Bekanntheit zu erhöhen, damit die Werke von Komponistinnen zu einem selbstverständlichen Teil von inhaltlich konzisen Veranstaltungsprogrammen werden. Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März stehen Porträts zeitgenössischer Komponistinnen im Mittelpunkt der Sendereihe, die darin selbst ausführlich zu Wort kommen. Anhand richtungsweisender Entscheidungen im Verlauf ihres Lebens werden Wendepunkte beleuchtet, Motivationen hinterfragt und relevante Wegbegleiterinnen und -begleiter festgemacht. Welche Situationen wurden als Hürden empfunden, die es zu überwinden galt, welche Zeiten als Krise oder Orientierungsphase? Etablierte Komponistinnen der älteren Generation sind genauso vertreten wie jene der jüngeren, manche Herausforderungen sind dieselben, andere nach Jahrzehnten kaum mehr nachvollziehbar. Wie hat Identitätsfindung stattgefunden und ist diese jemals abgeschlossen? Welches Selbstbild ist der Karriere förderlich und wie beeinflusst sind erfolgreiche Komponistinnen darin von ihrer Umwelt? An welchen Role models haben sie sich orientiert? Blickt man zurück in der Musikgeschichte, ist es heute kaum nachvollziehbar, unter welchen Bedingungen Komponistinnen ihrem künstlerischen Schaffen nachgehen mussten: Nicht selten konnten sie ihre Werke nur unter Pseudonym, oder wie im prominenten Fall von Fanny Hensel (1805-1847), die sich dem Willen ihres Vaters entsprechend, ihrer Laufbahn als Pianistin widmen musste, und keinesfalls jener als Komponistin. Einige Stücke veröffentlichte sie dann unter dem Namen ihres Bruders, Felix Mendelssohn Bartholdy. Das Komponieren war auch im 20. Jahrhundert kein Beruf, von dem Frauen leben konnten und in dem sie die ihnen gebührende Anerkennung erfuhren. Das blieben Ausnahmeerscheinungen, die zumeist mit dem gesellschaftlichen Stand und den persönlichen Beziehungen zu tun hatten. Lili Scheidl-Hutterstrasser etwa wurde 1914 in einer Zeitung konstatiert, dass sie eine "schon seit Jahren kompositorisch" tätige und "von Erfolg zu Erfolg" schreitende Künstlerin sei, doch dann folgt der heutzutage untragbare Hinweis, dass sie zu jenen gehöre, "die auf Beachtung Anspruch haben, ohne bloß auf Galanterie angewiesen zu sein". In den letzten Jahrzehnten hat sich in der Erforschung der weiblichen Musikgeschichte viel getan, nun gilt es, diesen Erkenntnissen und vor allem den Protagonistinnen in der gegenwärtigen Musikkultur Raum zu geben.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Stephanie Maderthaner. Sergej Prokofjew: Sonate für Flöte und Klavier op. 94 in D-Dur Sergej Prokofjew schrieb mitten in den Oktoberrevolutionswirren seine berühmte "Symphonie classique" - eine helle, sich an alte Zeiten erinnernde Symphonie, die wie ein Gegengewicht zu den dunklen Revolutionsjahren wirkt. Leichtfüßig, elegant und hell kommt auch die Flötensonate op. 94 in D-Dur daher geschwebt, und auch sie entstand in besonders dunklen Zeiten, mitten im Zweiten Weltkrieg, 1943. Damals lebte Prokofieff in Perm, wo auch das gesamte Ensemble des Kirow- Theaters ausgelagert worden war. Man probte Prokofjews "Aschenbrödel", im dortigen, viel zu kleinen Theater, in dieser Ural-Stadt "an den bewaldeten Ufern der Kama, einer der größten Nebenflüsse der Wolga" - so beschreibt es der Komponist. Am 7. Dezember 1943 wurde diese Sonate in Moskau uraufgeführt. Am Klavier damals: Svjatoslav Richter. Für eine Version für Violine und Klavier arbeitete Prokofjew kurze Zeit später mit dem Geiger David Oistrach zusammen. Wir halten uns an das Original, für Flöte und Klavier.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

Schwerpunkt "Weiblichkeit im 21. Jahrhundert". "Zorn und Stille" von Sandra Gugic. Es liest Silvia Meisterle Was soll das für ein Leben sein, vor allem für eine Frau, will Billys Mutter wissen. Billy Bana hieß früher Biljana Banadinovic. Bevor sie zur gefragten Fotografin wurde und ihre Identität als Kind serbischer Gastarbeiter in Wien hinter dem Markennamen verschwinden ließ. Sie ist jetzt eine moderne Nomadin, bleibt nie lange an einem Ort, hat eine Beziehung mit einer Frau und den Kontakt zur Familie abgebrochen. "Zorn und Stille" heißt Sandra Gugic zweiter Roman über eine Familie, die es der zurückgelassenen Heimat Jugoslawien gleichtut, sie zerfällt. Die Tochter und Ich-Erzählerin Billy Bana ist in ihrer Flucht vor den Zuschreibungen als "Serbin, Migrantin und Frau" radikal. Dann stirbt ihr Vater, und sie fragt sich, wie alles diese Eigendynamik entwickelt hat - bis hin zum Verschwinden ihres kleinen Bruders. Sandra Gugic wuchs als Kind serbischer Eltern in Wien auf und lebt heute in Berlin. Für ihren ersten Roman "Astronauten" erhielt sie 2015 den Reinhard-Priessnitz-Preis. 2019 erschien ihr Lyrikdebüt "Protokolle der Gegenwart". Gestaltung: Antonia Löffler

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1 Liebstöckel, Nacktmull Co. Vom Leben der Natur Vol. 1 Gestaltung: Stephan Pokorny Wie macht man Natur hörbar? Ein Summen, ein Zwitschern, ein Bachrauschen lässt sich leicht mit einem Aufnahmegerät einfangen. Doch wie bringt man faszinierende Zusammenhänge von Flora und Fauna ins Radio oder auf eine CD? Die Erfahrung zeigt: mit der Begeisterung jener, die am besten darüber Bescheid wissen. Jede Woche von Montag bis Freitag öffnet sich in Ö1, jeweils von 8.55 Uhr bis 9.00 Uhr der Vorhang zu einer imaginären Naturbühne und präsentiert ein Thema, das für eine Woche im Zentrum der Sendereihe steht. Diese sind so vielfältig, so bunt und schillernd wie die Natur selbst. Von der Milchstraße zum mikroskopisch kleinen Einzeller spannt sich der Bogen von "Vom Leben der Natur", funkelnde Edelsteine und Bachkiesel haben ebenso ihren großen Auftritt wie Tiere und Pflanzen in vielfältigen Lebensräumen. Das Schwierigste an der vorliegenden Produktion: die Auswahl - diesmal sind es folgende Themen: Die Pfütze. Die Kommunikation von Katzen. Heimische Nadelbäume. Hummeln. Nacktmulle. Der Donau-Kammmolch. Die Heilkraft der Pflanzen. Lippfische.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Andreas Maurer. Polnische Musik von Jakub Golabek und Karol Kurpinski. Für die meisten Musikliebhaber ist Polen vor Chopin immer noch ein weißer Fleck auf der Landkarte. Diesem Klischee tritt die aktuelle Aufnahme des Frederic-Chopin-Instituts (NIFC) nun entgegen. Mit Symphonien von Jakub Golabek (ca.1739-1789) und einem Klarinettenkonzert von Karol Kurpinski (1785-1857) repräsentiert sie zwei verschiedene Phasen der polnischen Klassik. Polen selbst war damals auf der Suche nach Unabhängigkeit. Nationale Kultur wurde zwar hochgeschrieben, die Musik profitierte davon jedoch kaum, sie sollte allein der Unterhaltung dienen. Heute sind daher oft weder die genauen Geburts- und Sterbedaten der Komponisten noch ihre Vornamen bekannt. Das heißt aber nicht, dass es ihrer Musik an Talent, Leidenschaft und Können mangelt. Das polnische Originalklangensemble {oh!} Orkiestra Historyczna schließt hier unter der Leitung des Klarinettisten Lorenzo Coppola mit vier originellen Symphonien und einem Bläsersextett von Jakub Golabek eine diskografische Lücke. Das einsätzige Klarinettenkonzert von Karol Kurpinski ist ein weiterer Beweis dafür, dass in den Archiven immer noch zahlreiche musikalische Schätze schlummern.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

"Aus den NDR-Archiven". NDR Elbphilharmonie Orchester, Dirigent: Thomas Hengelbrock; Janine Jansen, Violine, Igor Strawinsky: Pulcinella, Ballettsuite * Max Bruch: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 g-Moll op. 26 * Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90, "Italienische" (aufgenommen am 1. Mai 2016 in der Laeiszhalle, Hamburg). Präsentation: Peter Kislinger

15.30 Uhr
Moment

Jugendliche und die frustrierende Arbeitssuche Ende Februar waren rund 69.000 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos oder in Schulungen - ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Coronavirus-Krise hat den Berufseinstieg deutlich erschwert und die Arbeitssuche kann auf Dauer frustrieren. "Es gibt kaum Praktika", sagt die 25-jährige Interior Design-Absolventin Sara. "Sie müssen warten bis eine Stelle frei wird", bekommt der 22-jährige Suleiman oft zu hören, der neben der Jobsuche seinen Pflichtschulabschluss nachholt. Jacques, 22 Jahre alt und gelernter Gebäude- und Elektrotechniker klagt: "Ohne Führerschein bekomme ich keinen Job". Gestaltung: Noel Kriznik Moment-Echo: Kathrin Wimmer

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Rudi schwingt den Kochlöffel Rudi will Kochen lernen - aber nicht von Rosi, die sich über sein Herumgepatze beschwert, und nicht mit dem Tonmeister, der hektisch mit Messer, Pfanne und Kochlöffel hantiert, sobald er am Herd steht. Glücklicherweise haben Julian und Helge den Radiohund zu einem Kochkurs eingeladen. Die beiden Brüder kochen nämlich gelegentlich selbst. Wer weiß, vielleicht verraten sie sogar das Erdäpfelknödel-Rezept ihrer Oma?! Gestaltung: Johanna Steiner

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Praxis - Religion und Gesellschaft

16.40 Uhr
Das Ö1 Gesundheitsmagazin

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Aktuelle Arbeiten von Maria Schneider und Yumi Ito Sie sind immer noch selten, aber es gibt sie: Die Dompteusen der großen Jazz-Tiere, der Orchester und großbesetzten Ensembles: Die US-Amerikanerin Maria Schneider wurde für ihr aktuelles Werk "Data Lords" - u. a. in der Kategorie "Best Large Jazz Ensemble Album" - erneut für zwei Grammys nominiert, die am 14. März 2021 vergeben werden. Und ihrer Spur folgen zahlreiche Talente wie die junge Basler Sängerin und Komponistin Yumi Ito. Sie führt im Rahmen ihrer bemerkenswerten CD "Stardust Crystals" ein elfköpfiges Ensemble an, besetzt u. a. mit Flöte, Vibrafon, Harfe und Streichern, und lässt über dessen schillernden Farb-Tableaus ihre anmutige Stimme mäandern. Eine Sendung im Rahmen des Schwerpunkts zum Internationalen Frauentag am 8. März.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Europas Ursprung und Zukunft in der mediterranen Urbanität mit: Christian Reder, Autor, Essayist und emer. Professor für "Kunst und Wissenstransfer" an der Universität für angewandte Kunst Wien Gestaltung: Isabelle Engels Das Mittelmeer mit seinen Inseln, Küsten und Städten gehört zu den beliebtesten Urlaubsdestinationen der Europäer/innen. Gleichzeitig spielen sich hier seit Jahren Flüchtlingstragödien ab - mitverursacht und verstärkt durch eine Politik der Abschottung. Der Mittelmeerraum von Gibraltar bis zur Ägäis aber prägt seit Jahrhunderten Europas Geschichte und Gestalt. Insbesondere in den mediterranen Hafenstädten - von Alexandria bis Marseille, von Barcelona bis Saloniki, aber auch Odessa oder Sewastopol am Schwarzen Meer - lebten Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Kultur über lange Phasen zusammen, oder doch zumindest friedlich nebeneinander. Durch den ständigen Kontakt mit Fremden, durch das Kommen und Gehen, ergaben sich fruchtbare Impulse auf das wirtschaftliche, geistige und kulturelle Leben. In dieser vitalen Urbanität am Mittelmeer und am Schwarzen Meer nahm vieles, das heute als "essenziell europäisch" gilt, seinen Ausgang. Heute gerät diese Vielfalt unter Vereinheitlichungsdruck. Doch die propagierte Wiederherstellung einer Homogenität entlarvt sich als absurde Illusion. Ein Blick auf die Geschichte zeigt, dass Ablehnung oder Vertreibung von Bevölkerungsgruppen als unerwünschte "Fremde" stets geschadet hat. Und ein Blick in die Zukunft lässt am Horizont Chancen für ein friedliches Zusammenleben erkennen, das aus einer Kooperation mit diesen dynamischen Mittelmeerstädten erwachsen könnte.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

D-Day Der Anfang vom Ende der Dinosaurier Von Dagmar Röhrlich Für einige Dinosaurier war die Sonne gerade aufgegangen, für andere unter. Sie fraßen, schliefen, kämpften, zankten oder umwarben sich. Bis zu diesem ohrenbetäubenden Überschallknall - dem Moment, als die Hölle losbrach. Ein Asteroid, größer als der Mount Everest, traf mit 54 Tausend oder mehr Kilometern pro Stunde aufs Meer und bohrte sich tief in die Erde. Es war ein rabenschwarzer Tag für das Leben auf der Erde, als vor 66 Millionen Jahren ein Asteroid in die Erde raste. Inzwischen lässt sich sehr präzise rekonstruieren, was damals passiert ist - von der letzten Sekunde des Erdmittelalters bis zu dem Zeitpunkt, als sich die neue Welt aus den Trümmern der alten erhob.

19.30 Uhr
Alte Musik - neu interpretiert

präsentiert von Gerhard Hafner. Orfeo Orchestra, Leitung: György Vashegyi; Purcell Choir; Chantal Santon, Adriána Kalafszky, Judith van Wanroij und Katia Velletaz, Sopran; Eszter Balogh, Mezzosopran; Lóránt Najbauer, Bariton. Joseph Bodin de Boismortier: "Les Voyages de l'Amour" (Ausschnitte) (aufgenommen am 17. November 2019 im Rahmen der "Tage Alter Musik in Herne") Joseph Bodin de Boismortier wusste, was viele Franzosen auf der Opernbühne erleben wollten: weder verkopft-elitäre Tragédies lyriques, noch ausufernde Comédie-ballets oder Opéra-ballets, noch Pastoralen mit fingiertem Stallgeruch - sondern eine unterhaltsame Mischung aus alledem, leicht italienisch angehaucht. Sein erstes Bühnenwerk, "Les Voyages de l'Amour" auf ein Libretto von Charles-Antoine Leclerc de La Bruère, hat nichts weniger als die Kraft der Liebe an sich zum Thema. In einer Partitur voller Energie und Vielfalt und einem wahren Feuerwerk an Arien und großen Chortableaus wartet Boismortier in dieser turbulenten Reise Amors durch Raum und Zeit mit allem auf, was die französische Bühne damals an Unterhaltsamem zu bieten hatte. Im Rahmen der Tage Alter Musik in Herne erlebte dieses kurzweilige Musiktheaterjuwel à la française 2019 seine erste neuzeitlich Wiederaufführung mit dem Purcell Choir und Orfeo Orchestra unter György Vashegyi.

21.00 Uhr
Salzburger Nachtstudio

Das Virus und das Unbewusste Psychoanalyse in Zeiten von Corona Gestaltung: Katrin Mackowski Wie denken und schreiben Psychoanalytiker über die Corona-Pandemie und ihre klinischen Erfahrungen in der gegenwärtigen Krise? Welche Rolle spielen Auge, Ohr und Körper im Behandlungsraum, wenn die Couch fehlt, wenn das Zusammentreffen von Patienten und Therapeuten zunehmend in virtuellen Räumen stattfindet oder gar anders maskiert? Der Psychoanalytiker und Psychiater August Ruhs hat einen Schreibwettbewerb ausgeschrieben und dabei gleich selbst phantasiert. Er vergleicht das Virus mit einem Alien und bezeichnet ihn sogleich analytisch bannend mit einem Terminus technicus, nämlich als "Partialobjekt". Als ein unheimliches Teil also, das sich "von einem Körper ablösen und in andere Körper eindringen kann", wie er sagt. Doch das Virus löst sich nicht nur von einem Körper ab. Es verbleibt und veräußert sich, beides. Und vor allem: das Virus produziert auch in Psychoanalytiker/innen - wie in uns allen - die verschiedensten Phantasien. Warum? Weil dieses real wie irreale oder vorgestellte Eindringen in den eigenen Körper archaische Ängste hervorrufen kann. Frühe Abwehrmechanismen dieser Ängste greifen dabei ebenso: Abwehr durch Spaltung (das Virus ist entweder harmlos oder gefährlich), durch Verleugnung (es gibt gar kein Corona) oder durch diverse Projektionen (z. Bsp. Verschwörungstheorien). Das Virus, das Unbewusste und die Psychoanalyse gehen in jedem Fall eine herausfordernde Beziehung ein. Für manche markiert das zusammengenommen, den Inbegriff des Unheimlichen, für andere ist es ein Feld, in dem sich das Wesen der analytischen Arbeit und Forschung zeigen kann: im freien Assoziieren, im Bezeichnen von Bedeutungsebenen und den teilweise schmerzlichen, aber kreativen Erfahrung mit dem Unbewussten als Wahrheit. Ein Salzburger Nachtstudio von Katrin Mackowski

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. March Movie. Gestaltung: Stephan Pokorny Als 1968 bei einem Musikfest in Hohenems eine Blasmusikkapelle verschwindet, scheint dies weder die Behörden noch die Bevölkerung besonders zu kümmern. Nur der Bahnschrankenwärter Oskar Zambanini, nimmt sich der Sache an. Seine Hartnäckigkeit macht ihn zum Außenseiter. Nach vierzehn Jahren der Suche aber werden seine Bemühungen belohnt: Unter einem Stein findet er die verschollene Blaskapelle, allerdings in stark verändertem Zustand. Ein ORF-Team macht sich auf, um über den Fall zu berichten ... "March Movie", ein Stück, das die Mittel und Möglichkeiten des Features und des Hörspiels verschränkt, gilt heute als Klassiker und zählt zu den meistgespielten Hörspielen im deutschsprachigen Raum. Ö1 veröffentlicht die Produktion zum 35-jährigen Jubiläum der Erstausstrahlung..

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Leben im Ungewissen. Was ein Jahr Corona mit uns macht (3). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Anglerglück. Mehr als Fischen (3). Gestaltung: Christa Nebenführ Jobprofil: Komponistin. Wendepunkte, Identitäten und Selbstbilder (3). Gestaltung: Marie-Therese Rudolph

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Magazin Jeden Mittwoch präsentieren wir Ihnen ausgesuchte Veranstaltungstipps für die kommenden sieben Tage und die spannendsten Neuveröffentlichungen. Gestaltung: Marlene Schnedl

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation Musikauswahl: Beate Linke-Fischer dazw. 03:00 Uhr Nachrichten