Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

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05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Frauenbilder in Kunst und Leben". Die Direktorin des Dom Museum Wien über Frauen als Motiv, aber auch als Schöpferinnen von bildender Kunst Ausgehend vom Internationalen Frauentag am 8. März widmet die Direktorin des Dom Museum Wien, die Kunstwissenschaftlerin Johanna Schwanberg, ihre "Gedanken für den Tag" Frauen als Motiv, aber auch als Schöpferinnen von bildender Kunst. Sie spannt ihren Bogen dabei von Tizians berühmter "Assunta", einer Mariendarstellung, die aufgrund ihrer Lebendigkeit als Inbegriff einer neuen sakralen Kunst gefeiert wurde, zu einer Holzskulptur der Maria Magdalena aus dem Dom Museum Wien, der Figur der reuigen Sünderin, die unterschiedliche Facetten des Menschseins in sich vereint. Die Barockmalerin Artemisia Gentileschi zeigt in ihrer Darstellung der Lukretia ein Thema, das leider bis heute aktuell ist: die sexuelle Gewalt an Frauen, während Paula Modersohn-Becker Anfang des 20. Jahrhunderts in ihrer "Liegenden Mutter mit Kind" ganz auf die Innigkeit des Augenblicks zwischen Mutter und Kind verweist und Frida Kahlo und Maria Lassnig für die Herausforderungen stehen, mit denen Frauen als Künstlerinnen bis heute konfrontiert sind.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Mirjam Jessa. Der Juchhe, ein Kuckucksei, ein Unterrock und ein Komponist, der es seinem Verleger heimzahlt. Was Beethoven uns mit dem Schicksalsmotiv der Fünften wirklich sagen wollte. Ein paar Tanzschritte, mal in Buenos Aires, mal auf einer französischen Land-Hochzeit unter Bäumen. Ein musikalisches Kuckucksei. Und die Erinnerung an die "Kinder des Olymp" - "Les enfants du paradis", das filmische Meisterwerk Marcel Carnés, Drehbuch: Jacques Prévert, Musik: Joseph Kosma, das am 9. März 1945 uraufgeführt wurde.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Biologe Leopold Slotta-Bachmayr spricht über die Arbeit mit Naturschutzhunden. Teil 2: Schnell und begeisterungsfähig Gestaltung: Lothar Bodingbauer Hunde haben üblicherweise im Wald nichts verloren - außer sie sind ausgebildete Naturschutzhunde. Sie suchen Borkenkäfer und erkennen geschädigte Bäume schneller, als dies Menschen tun. Sie entdecken den Kot von Wildkatzen und helfen nachzuweisen, dass es in einem bestimmten Gebiet welche gibt. Sie finden tote Fledermäuse, die mit Windkraftanlagen kollidiert sind - zuverlässiger als Menschen, die ihre Augen dazu verwenden müssten. Es ist der Geruchssinn, der Hunde zu idealen Helfern bei Naturschutzaufgaben macht. Dazu kommt ihre Begeisterungsfähigkeit. Sie werden ausgebildet, dass ihnen die Arbeit Spaß macht, dass sie Freude daran finden, ihre Aufgaben zu erfüllen. Motivation ist der Schlüssel. Im Rahmen der Ausbildung wird darauf geachtet, die richtigen Ergebnisse gezielt zu belohnen. Das kann zum Beispiel das Spiel mit einem Zerrkissen sein, welches sie nach erfolgreichem Fund des gewünschten Objektes erhalten. Noch ist nicht in allen Einsatzgebieten die Arbeit der Naturschutzhunde als offizielle "Methode" anerkannt. Zunehmend wird aber bekannter, dass der Einsatz von gutausgebildeten Naturschutzhund-Mensch-Teams gute und vor allem rasche Ergebnisse bringt.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Leben im Ungewissen

Was ein Jahr Corona mit uns macht (2). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Am 11. März 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation WHO den Covid19 Ausbruch zur Pandemie. Ein Jahr später sind weltweit mehr als 2 Millionen Todesopfer zu beklagen. Neu auftretende Mutationen des Virus halten nach wie vor die Regierungen in Atem. Wie viele Restriktionen sind erträglich, welche Lockerungen möglich, um das Gesundheitssystem funktionsfähig zu halten? Die Pandemie stellt die Weltgemeinschaft vor eine noch nicht gekannte Herausforderung. "Die Corona Krise wirkt wie ein Vergrößerungsglas auf bestehende Probleme." So Georg Psota, Chefarzt der Psychosozialen Dienste in Wien: "Die soziale Ungleichheit wird stärker." Wer einen Bürojob hat, kann diesen im Homeoffice ausüben. Menschen in sogenannten systemerhaltenden Berufen sind in einem viel höheren Maß der Ansteckungsgefahr ausgesetzt. Menschen mit geringer Ausbildung sind besonders von Arbeitslosigkeit betroffen. Und auch zwischen den Generationen tut sich eine Kluft auf. Umfragen zeigen, dass besonders jüngere Menschen von Existenzängsten betroffen sind, während ältere auf erprobte Krisenbewältigungsstrategien zurückgreifen. Ähnliche Schlüsse zieht die Soziologin Barbara Rothmüller. Sie hat untersucht, wie sich die Paarbeziehungen im Lockdown verändert haben. Ihr Fazit: wer in einer stabilen partnerschaftlichen Beziehung lebt, steckt die Isolation im Privaten besser weg als ein Single. Statistisch gesehen festigten sich 9 von 10 Beziehungen während der Krise. Das Mehr an Zeit miteinander bewirkte auch ein intensiviertes Füreinander. Anders die Situation der rund 15% alleinlebenden Menschen in Österreich. Sie litten und leiden zunehmend unter der Isolation des Lockdowns. Überraschend auch hier der Altersunterschied. Ältere Bürgerinnen und Bürger sind meistens gut vernetzt und können auf tragfähige Freundschaften zurückgreifen, während Jugendliche und junge Erwachsene große Ängste haben, dass ihre Beziehungen auseinanderbrechen. Wie mit dem Ungewissen umgehen, das die Pandemie auslöst? "Anfangs habe ich in einem Alarmismus gelebt. Die Angst sich anzustecken war groß." Jetzt habe er die Erfahrung gemacht, dass er sich erfolgreich schützen kann, berichtet Michael Rosner. Der Internist und Psychotherapeut arbeitet an der Covid19 Station des Kaiser Franz Josef Spitals in Wien. Für ihn heißt das auch, Aufgaben zu übernehmen, die früher andere Berufsgruppen ausgeführt haben. Ärzte, die den Patienten Essen austeilen, seien hier die Regel. Denn wer in Schutzkleidung arbeitet, packt zu, wo Unterstützung gebraucht wird. Der Umgang mit dem Ungewissen fordere, anzuerkennen was ist, so Georg Psota. "Das ist wie bei einer Bergtour. Mit dem Berg lässt sich nicht verhandeln. Wir können uns aber entsprechend ausrüsten, und Strategien entwickeln, um neue Wege einzuschlagen." Und zwar in Abstimmung mit anderen, und solidarisch. Nur so lassen sich Herausforderungen wie die einer Pandemie meistern.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Anglerglück

Mehr als Fischen (2). Gestaltung: Christa Nebenführ Das Angeln von Fischen zählt zu den ältesten Nahrungsquellen der Menschheit; heutzutage wird es vorwiegend zur Freizeitgestaltung betrieben. Darüber hinaus wurde ihm im Laufe der Geschichte auch metaphorische Bedeutung zuteil. Johann Wolfgang von Goethe, Ernest Hemingway, Hermann Melville, Günter Grass oder Paulus Hochgatterer bedienen sich des Angelns als Folie für die Darstellung von Konflikten: mit der Lüsternheit (als Nixe), dem Stolz, der Rache, zwischen den Geschlechtern, dem Unbewussten. Der Fischbestand eines Gewässers sagt viel über dessen Wasserqualität aus. Fischereigesetze und Bestimmungen gegen Wasserverschmutzung gab es schon vor 400 Jahren. Ludwig XIV fasste sie zu einem Fischereigesetz zusammen. Eine Studie im Auftrag des Österreichischen Kuratoriums für Fischerei und Gewässerschutz aus dem Jahr 2000 geht von 310.000 männlichen und 100.000 weiblichen aktiven Anglern aus. Was ist daran so faszinierend? Welche Arten zu Angeln gibt es? Und ist es ökologisch hilfreich, vertretbar oder unverantwortlich? Kommerzielle Angelteiche werden mitunter als "Forellenpuffs" bezeichnet. Der deutsche Professor für Fischereimanagement an der Humboldt-Universität in Berlin Robert Arlinghaus hält dagegen, dass es für über drei Millionen Deutsche und jeden zehnten Europäer "physiologischen, gesundheitlichen, psychologischen und weitere sozialen Nutzen" stiftet, u.a. weil "sich Angler über Vereine und Verbände als Pächter oder Eigentümer von Fischereirechten mit großem Engagement und im Ehrenamt im Rahmen der Hege um die Gewässer kümmern." Das gilt auch für den Verband der Österreichischen Arbeiter-Fischerei-Vereine (VÖAFV), der am 16. Jänner 1921 gegründet wurde und damit heuer sein 100jähriges Bestehen feiert. Er stellt mit rund 11.000 Mitgliedern und über 80 Fischereirevieren in acht Bundesländern den größten Fischereiverband Österreichs dar. In Deutschland und Österreich ist dem Inhaber eines Fischereischeins und einer Angelkarte grundsätzlich alles erlaubt, was durch den sogenannten "vernünftigen Grund" gemäß Tierschutzgesetz gedeckt ist. Dieser wäre zunächst der Fang von Fischen zum eigenen Verzehr. Beim reinen Freizeitfischen, bei dem die gefangenen Tiere ins Wasser "zurückgesetzt" werden, scheiden sich die Geister. Das liegt u. a. daran, dass Fische keine Großhirnrinde haben und die Art und Intensität ihres Schmerzempfindens damit strittig ist. Abgesehen von den Aspekten des Tierschutzes sind die Anglerrechte europaweit sehr unterschiedlich: In Finnland, dem Land der 1.000 Seen fällt beispielsweise das Eisfischen (im zugefrorenen See) und das Stippfischen (mit einer Angel ohne Rolle) unter das Jedermannsrecht und bedarf weder einer Erlaubnis, noch einer Prüfung oder Gebühr. Christa Nebenführ hat Angler und Anglerinnen begleitet und mit Vereinsfunktionär/innen, Biolog/innen, Umweltforscher/innen und Pächter/innen von Fischgewässern Gespräche geführt.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Jobprofil: Komponistin

Wendepunkte, Identitäten und Selbstbilder (2). Gestaltung: Marie-Therese Rudolph Schon längst sind Komponistinnen aus dem Schatten ihrer Kollegen herausgetreten, zumindest was die Qualität ihrer Arbeit betrifft. Sichtbar und vor allem hörbar werden ihre Beiträge zum zeitgenössischen Musikschaffen immer noch nicht im selben Ausmaß. Noch zu oft sind sie - im Sinne einer verstärkten öffentlichen Aufmerksamkeit - in Frauen-Schwerpunkten isoliert. Trotzdem sind diese ein wichtiger Schritt, um die Sichtbarkeit und Bekanntheit zu erhöhen, damit die Werke von Komponistinnen zu einem selbstverständlichen Teil von inhaltlich konzisen Veranstaltungsprogrammen werden. Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März stehen Porträts zeitgenössischer Komponistinnen im Mittelpunkt der Sendereihe, die darin selbst ausführlich zu Wort kommen. Anhand richtungsweisender Entscheidungen im Verlauf ihres Lebens werden Wendepunkte beleuchtet, Motivationen hinterfragt und relevante Wegbegleiterinnen und -begleiter festgemacht. Welche Situationen wurden als Hürden empfunden, die es zu überwinden galt, welche Zeiten als Krise oder Orientierungsphase? Etablierte Komponistinnen der älteren Generation sind genauso vertreten wie jene der jüngeren, manche Herausforderungen sind dieselben, andere nach Jahrzehnten kaum mehr nachvollziehbar. Wie hat Identitätsfindung stattgefunden und ist diese jemals abgeschlossen? Welches Selbstbild ist der Karriere förderlich und wie beeinflusst sind erfolgreiche Komponistinnen darin von ihrer Umwelt? An welchen Role models haben sie sich orientiert? Blickt man zurück in der Musikgeschichte, ist es heute kaum nachvollziehbar, unter welchen Bedingungen Komponistinnen ihrem künstlerischen Schaffen nachgehen mussten: Nicht selten konnten sie ihre Werke nur unter Pseudonym, oder wie im prominenten Fall von Fanny Hensel (1805-1847), die sich dem Willen ihres Vaters entsprechend, ihrer Laufbahn als Pianistin widmen musste, und keinesfalls jener als Komponistin. Einige Stücke veröffentlichte sie dann unter dem Namen ihres Bruders, Felix Mendelssohn Bartholdy. Das Komponieren war auch im 20. Jahrhundert kein Beruf, von dem Frauen leben konnten und in dem sie die ihnen gebührende Anerkennung erfuhren. Das blieben Ausnahmeerscheinungen, die zumeist mit dem gesellschaftlichen Stand und den persönlichen Beziehungen zu tun hatten. Lili Scheidl-Hutterstrasser etwa wurde 1914 in einer Zeitung konstatiert, dass sie eine "schon seit Jahren kompositorisch" tätige und "von Erfolg zu Erfolg" schreitende Künstlerin sei, doch dann folgt der heutzutage untragbare Hinweis, dass sie zu jenen gehöre, "die auf Beachtung Anspruch haben, ohne bloß auf Galanterie angewiesen zu sein". In den letzten Jahrzehnten hat sich in der Erforschung der weiblichen Musikgeschichte viel getan, nun gilt es, diesen Erkenntnissen und vor allem den Protagonistinnen in der gegenwärtigen Musikkultur Raum zu geben.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

Mit Robert Fontane. Zum 15. Todestag der Sopranistin Anna Moffo. Ausschnitte aus Opern von Gaetano Donizetti, Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini u.a. Unter den Opern-Diven der Nachkriegszeit war sie eine der wenigen, die außer Stimmkraft auch noch Sex-Appeal mit auf die Bühne gebracht hat: Die amerikanische Sopranistin Anna Moffo. Während Fans ihrer geschmeidigen Stimme lauschten, waren sie nicht selten auch den äußeren Reizen von "La Bellissima" ("der Allerschönsten") verfallen. Ein Effekt, mit dem nicht nur Opern-Direktoren ihre Kassen füllten, sondern auch Fernseh- und Filmproduzenten, die Anna Moffos Vielseitigkeit ebenfalls für sich zu nutzen wussten. Ihre telegene Erscheinung hat selbst ihren stimmlichen Höhepunkt überdauert, und so war sie noch Gast in diversen Film- und TV-Produktionen, als sie den Zenit ihrer Gesangskunst eigentlich schon längst hinter sich gelassen hatte. Denn bereits Ende der 1960er-Jahre haben sich erste Stimmprobleme eingestellt, und Anna Moffo vollzog sukzessive einen Fachwechsel vom Koloratursopran zur Operetten- und Unterhaltungskünstlerin. Anlässlich ihres 15. Todestags präsentieren wir in Anklang Aufnahmen aus der Glanzzeit der einst gefeierten Star-Sopranistin.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

Schwerpunkt "Weiblichkeit im 21. Jahrhundert". "Ein Apartment auf dem Uranus - Chroniken eines Übergangs" von Paul B. Preciado. Aus dem Französischen von Stefan Lorenzer. Es liest Till Firit. Der spanische Philosoph, Queer-Aktivist und Transmann Paul B. Preciado, der früher Beatriz hieß, kämpft schreibend für die Befreiung jeder und jedes Einzelnen durch eine Abkehr vom binären System maskulin/feminin, heterosexuell/homosexuell. In seinem neuen Buch "Ein Apartment auf dem Uranus" sind seine bisher veröffentlichten Kolumnen versammelt, die seine persönliche Geschichte des Übergangs durch die Einnahme von Testosteron illustrieren und von der Transformation seines Körpers und seiner Identität, aber auch den Brüchen und möglichen Umbrüchen der Gesellschaft erzählen. Paul B. Preciado wurde 1970 unter dem Namen Beatriz Preciado in Burgos, Spanien, geboren. Er hat unter anderem an den Universität Paris VIII, der New York University und der Universität Princeton Philosophie, Architekturtheorie und Gendertheorie unterrichtet und war Teil des kuratorischen Teams der documenta 14. Autor mehrerer Bücher, darunter "Testo Junkie. Sex, Drogen und Biopolitik in der Ära der Pharmapornographie" (2016). Gestaltung: Nicole Dietrich

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Fritz von Herzmanovsky-Orlando: Kaiser Joseph II. und die Bahnwärterstochter Gestaltung: Stephan Pokorny An der Bahnstation Wuzelwang am Wuzel spiegelt sich der Glamour der k. u. k. Monarchie nur bedingt wider. Hier leben Bahnwärter Zwölfaxinger und seine lockige Tochter Innozentia, genannt Nozerl. Das Dasein geht beschaulich vonstatten, täglich passiert nur ein Zug, wenngleich der Zwölfuhrzug auch gerne einmal erst um halb acht am Abend kommt. Eines schönen Tages fährt ein "schlichter, doch vornehmer Reisender" per Sonderzug ein - Wolfram Berger spielt, spricht, tanzt den Teuxelsieder Franz, den Mörder Rinaldo Rinaldini und das schöne, verführerisch naive Nozerl. Er ist Dagobert Pappelberg, zwei englische Pagen, ein k. k. Doppeladler, mehrere Lämmlein, Seine Majestät der Kaiser, die Gräfin Primitiva von Paradeyser und viele andere mehr. Gemeinsam mit dem Akkordeonisten Christian Bakanic verwandelt er das Stück von Fritz von Herzmanovsky-Orlando (1877-1954), in weit mehr als ein Schmunzeln über die k. u. k. Zeit.Edition Ö1. Fritz von Herzmanovsky-Orlando: Kaiser Joseph II. und die Bahnwärterstochter Gestaltung: Stephan Pokorny

11.30 Uhr
Des Cis

mit Michaela Schierhuber. Polystilistik von und mit Andreas Stoehr. Der Lockdown im Frühjahr 2020 hat für alle Kunstschaffenden einen jähen Einschnitt in ihr Berufsleben bedeutet, so auch für den Dirigenten Andreas Stoehr. Der abrupte Stillstand führte beim Künstler jedoch zu einer produktiven Reise in die eigene Vergangenheit: in Andreas Stoehrs Schränken schlummerten schon lange Songs, Chansons und Lieder, die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit geschrieben worden waren. Doch in der Stille des Lockdowns konnte er ihren Ruf nach weiterer Auseinandersetzung und Fertigstellung nicht mehr überhören und vollendete sie in polystilistischer Vielfalt. Der titelgebende Emil Sinclair verweist auf den Protagonisten in Hermann Hesses Erzählung "Damian", auf einen Suchenden nach dem Selbst. Und auch Andreas Stoehr startet mit dem Album eine Reise in die eigene, ganz persönliche Klangwelt, in der Dichterinnen und Dichter nach der ihr jeweils eigenen Musiksprache verlangen.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Mozartwoche 2021

Mitglieder der Wiener Philharmoniker (Rainer Honeck, Violine; Albena Danailova, Violine; Tobias Lea, Viola; Tamás Varga, Violoncello; Karlheinz Schütz, Flöte; Matthias Schorn, Klarinette). Wolfgang Amadeus Mozart: a) Streichquartett C-Dur KV 157; b) Flötenquartett D-Dur KV 285; c) Klarinettenquintett A-Dur KV 581, "Stadler-Quintett" (aufgenommen am 24. Jänner im Mozarteum in Salzburg). Präsentation: Gerti Mittermeyer Im Ö1 Konzert hören Sie heute ein Kammerkonzert der Mozartwoche 2021 - mit Kammermusik von Wolfgang Amadé Mozart musiziert von Mitgliedern der Wiener Philharmoniker. Es ist dies das letzte der sieben aufgezeichneten Konzerte der Mozartwoche Digital, welches auf Ö1 übertragen wird. Die Aufnahme entstand im Großen Saal der Stiftung Mozarteum bei der heurigen Mozartwoche, die ohne Publikum über die Bühne ging. Auf dem Programm standen äußerst beliebte Kompositionen, die Mozart für seinen hochgeschätzten Musikerkollegen, den Klarinettisten Anton Stadler und den Amateurflötisten und Arzt Ferdinand Dejean geschrieben hat. Eröffnet wurde das Konzert mit einem Streichquartett des knapp 17jährigen Mozart, das während der 3. Italienreise entstanden ist. Insgesamt hat er damals sechs Quartette komponiert, bekannt geworden sind sie unter dem Titel "Mailänder Streichquartette" - bei der Mozartwoche 2021 gelangte das Quartett Nr.3 in C-Dur KV 157 zur Aufführung.

15.30 Uhr
Moment

"Wir halten Ihre Unterlagen in Evidenz!" Von arbeitssuchenden Langzeitbeschäftigungslosen Paul, 52 Jahre alt, ist seit 2010 auf Arbeitssuche. Manuel, 53 Jahre alt, ist seit fünf Jahren arbeitslos. Wöchentlich schicken sie Bewerbungen an unterschiedliche Unternehmen. Oft kriegen sie nicht einmal eine Absage. In den vergangenen drei Jahren ist Manuel zu keinem einzigen Bewerbungsgespräch eingeladen worden. Das letzte Vorstellungsgespräch von Paul liegt eineinhalb Jahre zurück. Er bewarb sich als Projektorganisator - das Angebot: Teilzeit, 20 Wochenstunden, 800 Euro brutto. Doch Paul kommt mit knapp 1000 Euro im Monat aus - noch weniger Verdienst geht nicht. Seine Suche geht weiter. Die Lücke im Lebenslauf wird immer größer. Über Motivationsschreiben in der Beschäftigungslosigkeit. Nach der Sendung ist Ihre Meinung gefragt: Sind Sie von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen? Wie gehen Sie mit einer Bewerbungssituation um? Wie motivieren Sie sich, die Suche nicht aufzugeben? Wie reagiert ihr persönliches Umfeld auf Ihre Arbeitslosigkeit? Welche Erfahrungen haben Sie mit Bewerbungsgesprächen gemacht? Anrufe erbeten unter 0800 22 69 79 oder per Mail an moment@orf.at. Gestaltung: Kathrin Wimmer

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Kommen die Pflanzen, kommt der Frühling? Was gehört zum Frühling, wie der Kauknochen in Rudis Maul? Die ersten Pflanzen, das frische Grün, die Blumendüfte! Rudi hat die Schnauze voll vom Warten. Es muss doch einen Weg geben, die Pflanzen aus ihren Samen und Zwiebeln zu locken! Der Radiohund trifft den Botaniker Johannes Rabensteiner, im Gewächshaus des Botanischen Gartens in Graz. Rudi: "Johannes, kann man dem Frühling mit Samen nicht ein bisschen auf die Sprünge helfen?" Johannes Rabensteiner, Botaniker:" Ja weißt du, im Winter schlafen die meisten Pflanzen - als Samen. Samen sind eigentlich kleine Pflanzenbabys, und wenn sie ein bisschen Wasser bekommen, ein bisschen Wärme und ein bisschen Licht, dann können aus diesen Pflanzenbabys ganze neue Pflanzen wachsen." Gestaltung: Almud Krejza

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

Weilling. Land und Leute. Die Geburt, der Tod und der nochmalige Tod des Autors Max Maetz. Eine Spurensuche von Claudia Gschweitl Anfang der 1970er-Jahre stapfte ein naiver Jungbauer aus Oberösterreich unter großem öffentlichem Interesse auf die Bühne der deutschsprachigen Literatur. Ohne Punkt und Beistrich und mit experimenteller Verve schilderte Max Maetz in seinem "Bauernroman. Weilling Land und Leute" die intimen Details des Landlebens, "in jenem Idiom, das er sich für die falsche Biederkeit seiner Prosa zurechtgelegt hat", wie es im Klappentext des Buches hieß. Der dichtende Bauer aus der Einschicht bei St. Florian erhält für seine "unverstellte Schilderung des Landlebens" sogar einen Literaturpreis. Geplant ist ein Auftritt bei der Frankfurter Buchmesse, zu dem es allerdings nicht mehr kommt. Noch vor Erscheinen seines Romans stirbt Max Maetz bei einem tragischen Traktorunfall. Warum weiß man heute kaum etwas von diesem herausragenden Talent? Wird hier etwas totgeschwiegen? Max Maetz hat sich mit seinen Geschichten im Ort wohl nicht beliebt gemacht. Ganz unverblümt erzählt er von Fremdenfeindlichkeit, Sodomie und Unzucht aller Art. Die Umstände seines Ablebens sind jedenfalls mysteriös, es bleiben viele Fragen offen. Claudia Gschweitl hat sich nach Weilling begeben und nach Antworten gesucht.

16.45 Uhr
Heimspiel

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Albert Hosp. Zum kommenden 95. Geburtstag von Marie-Thérèse Escribano Dass sie sich der Musik Spaniens näher widmen sollte, scheint naheliegend, war ihr Vater doch Andalusier. Doch bis sich Marie-Thérèse Escribano mit Liedern der iberischen Halbinsel befasste, geschah noch einiges andere: Die in Paris geborene, in Madrid aufgewachsene ging nach dem frühen Tod ihrer Eltern nach Belgien, der Heimat ihrer Mutter, und landete schließlich 1955, noch keine 20 Jahre alt, in Wien. Ihre Tätigkeiten nach dem Gesangsstudium sollten sehr bald zwischen dem Zeitgenössischen und der Alten Musik pendeln. Mit dem Ensemble Die Reihe verwirklichte sie unter anderem eine maßstabsetzende Aufnahme von Schönbergs "Pierrot Lunaire"; außerdem gehörte sie zum Gründungsteam des Mittelalter-Ensembles Les Menestrels. Ab den späten 1970er-Jahren befasst sich die Künstlerin mit Musik der Sefarden, der spanischen Juden, die 1492 von der Inquisition aus Spanien vertrieben wurden und in verschiedenen Ländern des Mittelmeerraumes Zuflucht fanden. Vielfältige Lieder aus anderen Gegenden Spaniens sollten dazu kommen, unter anderem nach Texten von Federico Garcia Lorca. Escribanos Interpretation ist fein und zart und wird dabei doch der Glut und dem Feuer der Literatur gerecht. Dass sie auch Tangos und deutsche Schlager der 1930er-Jahre aufgenommen hat, ist viel weniger bekannt. Zehn Tage vor ihrem 95. Geburtstag, außerdem in der Schwerpunktwoche der Spielräume zum internationalen Frauentag, gibt es wenigstens einen kleinen Ausschnitt aus der musikalischen Welt der Escribano zu hören.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Europas Ursprung und Zukunft in der mediterranen Urbanität mit: Christian Reder, Autor, Essayist und emer. Professor für "Kunst und Wissenstransfer" an der Universität für angewandte Kunst Wien Gestaltung: Isabelle Engels Das Mittelmeer mit seinen Inseln, Küsten und Städten gehört zu den beliebtesten Urlaubsdestinationen der Europäer/innen. Gleichzeitig spielen sich hier seit Jahren Flüchtlingstragödien ab - mitverursacht und verstärkt durch eine Politik der Abschottung. Der Mittelmeerraum von Gibraltar bis zur Ägäis aber prägt seit Jahrhunderten Europas Geschichte und Gestalt. Insbesondere in den mediterranen Hafenstädten - von Alexandria bis Marseille, von Barcelona bis Saloniki, aber auch Odessa oder Sewastopol am Schwarzen Meer - lebten Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion und Kultur über lange Phasen zusammen, oder doch zumindest friedlich nebeneinander. Durch den ständigen Kontakt mit Fremden, durch das Kommen und Gehen, ergaben sich fruchtbare Impulse auf das wirtschaftliche, geistige und kulturelle Leben. In dieser vitalen Urbanität am Mittelmeer und am Schwarzen Meer nahm vieles, das heute als "essenziell europäisch" gilt, seinen Ausgang. Heute gerät diese Vielfalt unter Vereinheitlichungsdruck. Doch die propagierte Wiederherstellung einer Homogenität entlarvt sich als absurde Illusion. Ein Blick auf die Geschichte zeigt, dass Ablehnung oder Vertreibung von Bevölkerungsgruppen als unerwünschte "Fremde" stets geschadet hat. Und ein Blick in die Zukunft lässt am Horizont Chancen für ein friedliches Zusammenleben erkennen, das aus einer Kooperation mit diesen dynamischen Mittelmeerstädten erwachsen könnte.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

"Ich hatte nie Angst. Auch bei größter Gefahr nicht. Aber wenn die Gefahr vorbei war, habe ich angefangen zu zittern", erzählt ein Zeitzeuge. Gestaltung: Andrea Beer (ARD) Serbien hat knapp 7 Millionen Einwohner, etwa 3000 von ihnen sind Jüdinnen und Juden. Die meisten leben in Belgrad, aber auch in Subotica oder Novi Sad gibt es jüdische Gemeinden. 90% der serbischen Juden wurden in der Shoah ermordet. Heute ist die jüdische Gemeinschaft in Serbien, wie in vielen anderen Balkan-Ländern, von der Auswanderung vor allem junger Menschen betroffen. Drei Mitglieder der jüdischen Community erzählen ihre Geschichten - wie sie oder ihre Vorfahren die Verbrechen der Nationalsozialisten überlebt haben und wie es ihnen im sozialistischen Jugoslawien erging.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Mythos Meritokratie Oder: Warum systemrelevante Berufe oft schlecht bezahlt werden Von Juliane Nagiller Wer sich anstrengt und Leistung erbringt, der wird anerkannt und schafft es nach oben. So lautet das Versprechen unserer Leistungsgesellschaft. Was als Leistung definiert wird, bleibt jedoch diffus. Warum "leistet" eine Pflegekraft, die Verantwortung für das Leben anderer übernimmt, weniger als jemand, der als Key Account Manager Verantwortung für ein Unternehmen trägt? Oder leistet die Pflegekraft sogar mehr, nur werden diese Leistungen nicht monetär anerkannt? Wir leben in einer arbeitsteilig organisierten Gesellschaft, die durch die Idee der Leistungsgerechtigkeit zusammengehalten wird. Doch der "Mythos Meritokratie" hat durch die Corona-Krise Risse bekommen. Plötzlich wurde klar, wie systemrelevant Berufe sind, die schlecht bezahlt oder gering geschätzt werden: KrankenpflegerInnen, Handelsangestellte, KindergartenpädagogInnen oder Reinigungskräfte.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

"Internationaler Frauentag" - Entdeckungen aus Studio und Film. Gestaltung: Irene Suchy Das Ö1 Konzert anlässlich des Internationalen Frauentages präsentiert Preziosen aus einem konzertarmen Jahr, in dem die Komponistinnen mit dem Beethoven-Jubiläum konkurrieren mussten. Mitschnitte symphonischer Musik von Grazyna Bacewicz und Fanny Hensel, aktuelle Studioaufnahmen mit Liedern und Kammermusik von Franziska von Széchenyi und Pauline Viardot und eine Filmmusikschau der Komponistinnen - von Eleni Karaindrou bis Rachel Portman.

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. rétrospective: Heiller, Sauseng, Maierl Gestaltung: Stephan Pokorny Die Wiener Chorvereinigungen coro siamo und Chorus viennensis nahmen den 60. Geburtstag des Komponisten Wolfgang Sauseng zum Anlass, den Musikstücken Sausengs Kompositionen seines Lehrers Anton Heiller - einer der bedeutendsten österreichischen Kirchenmusiker der Nachkriegszeit - und seines Schülers Florian Maierl gegenüberzustellen. Entstanden ist ein Porträt mehrerer Generationen österreichischer Chormusikschaffender, an dem Progression und Kontinuität im Bereich der Vokalkomposition gleichermaßen abzulesen sind. Mit dem Coro siamo, dem Chorus Viennensis und Cornelius Obonya.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Leben im Ungewissen. Was ein Jahr Corona mit uns macht (2). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Anglerglück. Mehr als Fischen (2). Gestaltung: Christa Nebenführ Jobprofil: Komponistin. Wendepunkte, Identitäten und Selbstbilder (2). Gestaltung: Marie-Therese Rudolph

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Eine Komponistinnen-Ausgabe des Song-Contests der Neuen Musik (2) Es ist der Song-Contest der Neuen Musik: Seit mehr als 65 Jahren ist das International Rostrum of Composers (IRC) die weltweit reichweitenstärkste Plattform zeitgenössischer Musik. Jedes Jahr senden Radiostationen von Australien bis Serbien, von Argentinien bis Taiwan mehr als 800 Mal Werke, die bei diesem jährlichen Wettbewerb eingereicht worden sind. Die 67. Ausgabe musste auf 2021 verschoben werden. Das schafft Zeit, um einem Manko zumindest ansatzweise entgegenwirken zu können. Von den mehr als 600 Kompositionen, die die Radiostationen seit 1955 eingereicht haben, stammen nur 7 Prozent von Frauen. Daher hat der Organisator des Rostrum of Composers, das International Music Council mit Sitz in Genf, die teilnehmenden Länder dazu eingeladen, jeweils ein herausragendes Werk einer Komponistin einzusenden, das nie zum Rostrum vorgeschlagen worden ist. Die Ö1 Musikredaktion hat "Una Strofa di Dante" von Luna Alcalay eingereicht. Die Zusammenschau dieser Aufnahmen wird als "Hidden Treasures Mixtape" den Radiostationen zur Verfügung gestellt, "Zeit-Ton" präsentiert die Auswahl in zwei Sendungen. Im heutigen zweiten Teil hören wir die Werke gemeinsam mit Judit Varga. Die ungarische Komponistin und Pianistin unterrichtet seit 2013 Angewandte Medienkomposition und Angewandte Musik an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Seit 1. März 2021 ist sie Leiterin der Kompositionsabteilung dieser größten Kunstuniversität Europas. Varga hat dieses Amt als erste Frau in der Geschichte der Institution inne. Gestaltung: Rainer Elstner

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten