Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Des Cis

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Frühling einer neuen Zeit" - Zum 510. Todestag von Sandro Botticelli von Johanna Schwanberg, Direktorin des Dom Museum Wien Sandro Botticelli ist einer der prägendsten und zugleich rätselhaftesten Maler der Frührenaissance. Er war zu Lebzeiten höchst angesehen, dann aber Jahrhunderte in Vergessenheit geraten. Seit seiner Wiederentdeckung vor 200 Jahren kann sich die Kunstwelt wie auch die Werbeindustrie nicht genug an seinen revolutionären mythologischen Bilderfindungen in Form der "Primavera" (Ende der 1470er-Jahre - Anfang der 1480er-Jahre) und der "Geburt der Venus" (um 1486) sattsehen. Er gilt als Erfinder der Renaissance-Supermodels, als Maler porzellanartiger Schönheiten und blonder Wuschelköpfe. Dabei war Botticelli in erster Linie ein Maler religiöser Sujets, er hinterließ Altarbilder, Madonnen-Gemälde und Beweinungs-Darstellungen mit komplexen theologischen Programmen. Die "Gedanken für den Tag" gehen der nur auf den ersten Blick lieblichen Bildsprache von Botticellis profanen wie sakralen Gemälden auf die Spur. Sie versuchen Licht in das Schaffen und das Leben eines Künstlers zu bringen, der sich in keine Schublade stecken lässt, und gerade deshalb zeitgemäßer wirkt, als lange vermutet. - Gestaltung: Alexandra Mantler

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Teresa Vogl. In modernes Fahrwasser. Als Sohn eines der berühmtesten Hornisten des 19. Jahrhunderts war Richard Strauss geradezu prädestiniert, Werke für Horn zu komponieren. Vater Franz Strauss legte diese dann in regelmäßigen Abständen dem Direktor der Königlichen Musikschule Joseph Rheinberger vor, der sie stets wohlwollend begutachtete, bis er eines Tages sagte: "Schade, dass er jetzt auf das moderne Fahrwasser einzuschwenken scheint, er hätte so viel Talent!"

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Langer Schnabel, kahler Kopf. Die Biologin Verena Pühringer-Sturmayr spricht über den Waldrapp. Dieser Vogel lebte vor mehr als 300 Jahren in Mitteleuropa und soll hier wieder angesiedelt werden. Teil 2: Charakteristische Laute Gestaltung: Lothar Bodingbauer Die letzte Möglichkeit, den Waldrapp in Österreich in freier Wildbahn zu sehen, war vor mehr als 300 Jahren. Der etwa krähengroße Vogel, schwarz, schillernd, kahl am Kopf, mit langem rotem Schnabel, ist seither ausgestorben. Aber in Marokko gibt es eine Gruppe von 700 Individuen, denen es gut geht, wenn ihre Lebensbedingungen geschützt, geschätzt und gepflegt werden. Waldrappe leben gerne in Gruppen, sie sind äußerst sozial, durchaus scheu, sie lieben Wiesen und sind - nicht wie der Name vermuten ließe - weniger im Wald zu finden, als in der Steppe. Wenn Waldrappe nass werden, werden sie zur Beute für Greifvögel, denn ihr Gefieder hat keine wasserabweisenden Fähigkeiten. In Österreich sind Waldrappe schon heute im Cumberland Tierpark in Grünau im Almtal zu beobachten. Eine wissenschaftliche Gruppe an der dort angesiedelten Konrad Lorenz Forschungsstelle für Verhaltens- und Kognitionsbiologie der Universität Wien - das "Waldrappteam" - erforscht ihre Lebensweise, ihr soziales Verhalten samt einer durchaus seltsam anmutenden Art, mit drei verschiedenen Arten von Lautäußerungen zu kommunizieren. Das "Huch" etwa - und es klingt bei Waldrappen genauso, wie man es schreibt, verwenden die Vögel, wenn sie interessante Partner/innen treffen, aber auch wenn Gefahr droht. Hier gilt es also fein zu unterscheiden. Wer Waldrappe in Österreich wieder ansiedeln will, muss sich auch darum kümmern, dass die Tiere im Winter verlässlich in den Süden fliegen. Da sie das nicht können, wenn sie aus Marokko stammen, muss man es ihnen beibringen. Das Waldrappteam fliegt mit Leichtflugzeugen voraus, ruft "Waldies, kommt" und so geht es gemeinsam nach Italien - mit Pausen. Einmal die Route gelernt, können die Vögel dann selbst zurückfliegen und den Kurs an zukünftige Generationen weitergeben.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Lunge und Atem

Ein lebenswichtiges Zusammenspiel (2). Gestaltung: Nikolaus Scholz Wenn das Coronavirus wütet, dann ist besonders unsere Lunge gefährdet, steht diese doch in ständigem Kontakt mit Millionen kleinster Staub- und Viruspartikel aus der Umwelt. Diese Mikropartikel dringen nahezu ungefiltert über die Bronchien in die feinen Verästelungen der Lunge vor, in denen der Sauerstoff aus der Luft ins Blut übergeht. Nimmt der Mensch Atemluft auf, die mit bösartigen Keimen oder Viren angereichert ist, können damit schwere Lungenkrankheiten auslöst werden. So auch im Falle des Coronavirus Sars-CoV-2, das zu Lungenentzündung, Atemnot und in besonders schweren Fällen - meist in Verbindung mit Vorerkrankungen oder multiplen Organschäden - zum Tod führen kann. Die Lunge - eines unserer leistungsstärksten Organe - versorgt den Körper mit lebenswichtigem Sauerstoff, ohne den das Gehirn maximal nur zwölf Minuten überleben kann. Die beiden Lungenhälften - von unterschiedlicher Form und Größe - haben keine eigene Muskulatur, und sind daher von den Muskeln des Zwerchfells, jenen zwischen den Rippen, jenen des Bauches und des Halses abhängig. Das Zwerchfell - ein konischer Muskel, der unterhalb der Lunge sitzt - übernimmt dabei den Großteil der Atemarbeit. Wenn es kontrahiert, bewegt es sich nach unten, dehnt die Brusthöhle aus und erhöht die Lungenkapazität. Der Mensch macht etwa 6 Millionen Atemzüge pro Jahr, das entspricht einer täglichen Atemluft von etwa 10-20.000 Liter, die wir automatisch ein- und ausatmen. Die primäre Rolle der Lunge besteht darin, Luft aus der Atmosphäre zu holen und lebensspendenden Sauerstoff in den Blutkreislauf befördern. In den feinsten Verästelungen der Lunge arbeiten die Lungenbläschen am lückenlosen Transport der Atemgase. Auf einer Fläche, die aufgefaltet etwa 75 m² entspricht, wird wie am Fließband Sauerstoff ans Blut abgegeben und Kohlendioxid aus dem Körper abtransportiert. In jeder Minute fließen dabei fünf bis sechs Liter Blut durch die Lunge. Oft machen Sportler schlapp, weil die Atemmuskulatur aufgegeben hat, obwohl die Beine noch laufen könnten. Wenn das am Atmen beteiligte Zwerchfell ermüdet, vermindert ein Reflex des Nervensystems den Blutfluss in den Beinen - eine eingebaute Notbremse, die vor Sauerstoffmangel schützt. Nur wer seine Lunge und Atemmuskulatur fit hält, kann laufen, soweit ihn die Beine tragen. Wer beide aktiv trainiert, kann ihre Leistung um bis zu 300 % steigern.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Reparatur der Zukunft

Das Casting neuer Ideen (2). Gestaltung: Stefan Niederwieser, Julia Jesch, Margit Atzler, Nicholas Ivansits, Luna-Shirin Ragheb Unter [oe1.orf.at/zukunft|oe1.orf.at/zukunft] wird das Zukunftspotential Österreichs präsentiert. Eingeladen sind 20 bis 30-Jährige in kurzen Videoclips vorzustellen, was sie neu und anders machen. Im Fokus steht eine Generation, für die das Internet niemals neu war und die im Schatten der Erderwärmung erwachsen wurde. Was ist gefragt? Innovative Ideen, die heute bestehende Technologien, Dienstleistungen sowie gesellschaftliche und politische Prozesse verändern oder ersetzen sollen und damit zur "Reparatur der Zukunft" beitragen. Ideen, die Probleme erkennen, und Lösungen anbieten: von Klimaschutz, Armutsbekämpfung, bis zu innovativen Businessideen, von privaten Gesprächsrunden, Podcasts, Umweltschutz, Sharing-Initiativen bis zu Forschungsprojekten, von digitalen Apps, Fashion, Lernhilfen, Events, Partys, sozialen Innovationen bis hin zu selbstproduzierten Dingen aller Art. Erlaubt ist alles, was selbstgemacht, selbstorganisiert und selbstgedacht wird. Das Radiokolleg berichtet über eingereichte Projekte, wie die Zukunft im Jetzt repariert werden kann. *Wurmkiste - Wurmkompostierung für zuhause* Bioabfall ist eine Ressource und soll im natürlichen Kreislauf erhalten bleiben. Mit einer Wurmkiste in der Küche muss keiner mehr den Bioabfall rausbringen und stinkenden Biomüllbehältern ist ein Ende gesetzt. Das Füttern und Beobachten der fleißigen Würmer finden nicht nur Kinder spannend. Allein in Wien sind bereits über 2.500 Wurmkisten in Betrieb. Eine Kompostlösung für Daheim ohne großen Aufwand. In einem Jahr kann in der Wurmkiste 80 bis 200 Liter Biomüll verwertet werden und ergibt etwa 14 - 30 Liter Wurmkompost. Und ganz nebenbei ist die Holzkiste als Hocker zum Draufsitzen designt. Link: www.wurmkiste.at Gestaltung: Margit Atzler *Erdbeerwoche - Ganz normale Menstruation* Blut ist blau. Jedenfalls dann, wenn es nach Werbungen geht, in denen Binden, Tampons und andere Hygieneprodukte rund um die Menstruation angepriesen werden. Der erste solche TV-Spot mit roter Flüssigkeit ist gerade einmal drei Jahre alt. Die vorherrschende Farbe ist allerdings weiter blau. Die Erdbeerwoche ist dagegen ganz rot. Dieses Wiener Unternehmen will Normalität und weniger Aufregung rund um das Thema Monatsblutungen sorgen. Dazu gehört es, mit Mythen aufzuräumen, Tipps zu geben, aber auch Unterwäsche, Einlagen oder Menstruationstassen anzubieten, die noch dazu oft Bio sind. Link: https://erdbeerwoche.com/ Gestaltung: Stefan Niederwieser *Space and Place - Stadtspaziergang anders* Smells like Wien spirit, Vienna Ugly oder Wien bei Nacht. Die Initiative "Space and Place" will Wiener/innen Wien näherbringen und lädt zum gemeinschaftlichen Lachen ein. Eugene Quinn, Brite und einer der Gründer von "Space and Place", zeigt andere Seiten von Wien und erklärt in seinen Touren, warum man nicht in weit entfernte Länder fliegen muss, um coole Instagram Fotos zu machen. Für diesen Sommer hat sich space and place etwas ganz Neues überlegt: Tourism for Locals. Zwischen 22. und 29. Juli findet die Vienna Walking Week statt. Zusätzlich zu den Walking Touren organisiert "Space and Place" Wohnstraßen und kulturelle Raumgestaltungen. Alles nach dem Motto: Das Außen der Häuser ist das Innen der Stadt. Link: https://spaceandplace.at/vienna-walking-week/de Gestaltung: Nicholas Ivansits

09.45 Uhr
Radiokolleg - Der Vater der Wiener Operette

Neue Facetten des Ouvertüren-Meisters Franz von Suppè (2). Gestaltung: Alexandra Faber Angeregt durch die Operettenerfolge von Jaques Offenbach in Wien komponiert Franz von Suppè die erste österreichische Operette: "Das Pensionat". Er war es also, der - noch bevor Johann Strauss mit "Die Fledermaus" eines der berühmtesten Werke der Gattung schrieb - die "Wiener Operette" begründete. Der 1819 im kroatischen Split als Sohn einer Wienerin geborene Komponist trug viel zu einer Legendenbildung seiner Lebensgeschichte bei, darüber hinaus sind mehrere Biographien zum Teil schlecht recherchiert und haben sogar über Jahrzehnte hinweg Falsches reproduziert. Nun hat der Forscher Andreas Weigel viele neue, interessante Details über das Leben und Werk Suppès herausgefunden. So existieren etwa keine, wie vom Komponisten behauptet, belgische Vorfahren, diese stammen vielmehr aus dem heutigen Kroatien; auch über die beiden Ehefrauen und ihren Einfluss auf den Schaffensprozess sind einige neue Details zutage getreten. Der deutlich frühere Beginn der Beziehung mit der um 22 Jahre jüngeren Sofie Strasser dürfte beim Komponisten einen wahren Schaffensschub ausgelöst haben, wodurch Werke wie "Die schöne Galathée" und "Leichte Kavallerie" entstanden. Von den 30 Opern und Operetten sind nur wenige auf heimischen Bühnen präsent, und wenn, dann oft in fragwürdigen Bearbeitungen. Was sich allerdings gehalten hat, sind die Ouvertüren. So gehören etwa "Leichte Kavallerie", "Dichter und Bauer" oder "Ein Morgen, ein Mittag, ein Abend in Wien" jetzt noch zum fixen Repertoire der Wiener Philharmoniker in den Neujahrskonzerten. Doch Franz von Suppè ist nicht nur der Meister zündender Melodien und der leichten Muse, er ist auch Schöpfer eines beachtenswerten Requiems. Was es mit der Anekdote auf sich hat, dass Franz von Suppè angeblich im Theater an der Wien in einem Sarg geschlafen und sein Zimmer mit Totenköpfen ausgemalt hätte - dieser Frage geht Alexandra Faber in ihrer Radiokolleg-Musikviertelstunde nach.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Robert Fontane Ausschnitte aus Werken von Wolfgang Amadeus Mozart, Gioachino Rossini, Giuseppe Verdi u.a. Spätestens als Karl Böhm seine legendäre Studioproduktion von Mozarts "Zauberflöte" mit Fritz Wunderlich als Tamino vorlegte, hat man auch in unseren Breiten von Roberta Peters Notiz genommen. Sie war es, die auf dieser Aufnahme mit stupender Leichtigkeit und betörenden Silbertönen die Königin der Nacht gestaltet hat. Die Wurzeln der in New York unter dem Namen Roberta Petermann gebürtigen Sängerin liegen eigentlich in Österreich, und es verwundert, dass man ihren virtuos geführten, brillanten Koloratursopran im Land ihrer Ahnen nur allzu selten auf der Bühne erleben konnte. Anders als in den Vereinigten Staaten, wo sie besonders das Publikum der New Yorker MET mit ihren funkelnden Spitzentönen regelmäßig in Euphorie versetzte. Zusätzlich haben Auftritte in Radio und TV- Shows aus dem Opernstar eine beliebte Entertainerin gemacht, sodass sich Roberta Peters landesweit großer Popularität erfreute. Eine Reihe von Studioaufnahmen, aber auch eine beachtliche Zahl an Live-Mitschnitten erlauben es bis heute, die Faszination dieser Stimme nachzuerleben. In diesem Monat jährt sich zum 90. Mal der Geburtstag der vielseitigen 2017 verstorbenen Künstlerin.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Eine Geschichte für Camilla" von Max Frisch. Es liest Wolfgang Hübsch. Er befindet sich auf dem Heimflug von einer seiner vielen Geschäftsreisen, da fällt ihm in einer heimatlichen Zeitung eine Anzeige auf: Seine eigene Todesanzeige. Ein Irrtum scheint ausgeschlossen, denn sein Name, die Angaben der Hinterbliebenen, der Firma, alles stimmt ... Der Schweizer Autor Max Frisch (1911-1991) zählt zu den renommiertesten deutschsprachigen Schriftstellern der Nachkriegszeit. Er studierte Germanistik und Architektur, arbeitete ab 1931 als Journalist, später als freier Schriftsteller. Max Frisch hat ein großes literarisches Werk geschaffen, das mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde, unter anderem 1958 mit dem Georg-Büchner-Preis und 1976 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Seine Romane - "Homo faber" und "Stiller" - sowie seine Dramen - "Biedermann und die Brandstifter" und "Andorra" - zählen noch heute zur Schullektüre. Gestaltung: Edith Vukan Präsentation: Nicole Dietrich

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1 Liebstöckel, Nacktmull Co. Vom Leben der Natur Vol. 1 Gestaltung: Stephan Pokorny Wie macht man Natur hörbar? Ein Summen, ein Zwitschern, ein Bachrauschen lässt sich leicht mit einem Aufnahmegerät einfangen. Doch wie bringt man faszinierende Zusammenhänge von Flora und Fauna ins Radio oder auf eine CD? Die Erfahrung zeigt: mit der Begeisterung jener, die am besten darüber Bescheid wissen. Jede Woche von Montag bis Freitag öffnet sich in Ö1, jeweils von 8.55 Uhr bis 9.00 Uhr der Vorhang zu einer imaginären Naturbühne und präsentiert ein Thema, das für eine Woche im Zentrum der Sendereihe steht. Diese sind so vielfältig, so bunt und schillernd wie die Natur selbst. Von der Milchstraße zum mikroskopisch kleinen Einzeller spannt sich der Bogen von "Vom Leben der Natur", funkelnde Edelsteine und Bachkiesel haben ebenso ihren großen Auftritt wie Tiere und Pflanzen in vielfältigen Lebensräumen. Das Schwierigste an der vorliegenden Produktion: die Auswahl - diesmal sind es folgende Themen: Die Pfütze. Die Kommunikation von Katzen. Heimische Nadelbäume. Hummeln. Nacktmulle. Der Donau-Kammmolch. Die Heilkraft der Pflanzen. Lippfische. Liebstöckel, Nacktmull Co. Vom Leben der Natur Vol. 1 2 CDs Download ORF-CD 819

11.30 Uhr
Des Cis

mit Daniela Knaller. Auftragskomposition für Estland auf CD. Der estnische Komponist Erkki-Sven Tüür ist stilistisch ein Individualist. Davon zeugt seine Orchestermusik. Tüür ist Komponist von neun Symphonien, zehn Konzerten, zahlreichen Kammermusikwerken und einer Oper. Seine 9. Symphonie, die seinem Landsmann Paavo Järvi gewidmet ist und anlässlich des 100. Jahrestages der Estnischen Republik 2018 komponiert wurde, trägt den Titel "Mythos". Nach Ansicht des Komponisten bezieht sich dies auf die Mythen, die über Nationen entstehen und wie sie ihre Unabhängigkeit erlangt haben, und beschäftigt sich auch mit der langen Geschichte der finno-ugrischen Völker. Tüürs 9. Symphonie und zwei weitere Werke sind jetzt auf der CD "Mythos" erschienen. Aufgenommen wurden sie vom Estonian Festival Orchestra unter der Leitung von Paavo Järvi. Die CD kann man auch als gemeinsames Geschenk für die 25-jährige intensive, kreative Zusammenarbeit von Erkki-Sven Tüür und Paavo Järvi sehen. Talent, Energie und Innovation - so die Philosophie des Orchesters - spürbar auf diesem Album!

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Moritz Weiß Klezmer Trio (Moritz Weiß, Klarinette; Niki Waltersdorfer, Gitarre Perkussion; Maximilian Kreuzer, Kontrabass Drehleier). Von der traditionellen Klezmermusik nach heute (aufgenommen am 10. Februar 2018 im Meerscheinschlössl in Graz). Präsentation: Franz Josef Kerstinger Seine Auseinandersetzung mit dem aus der jüdischen Musiktradition gewachsenen Repertoire sowie das sensibel-kunstvolle Klarinettenspiel der Klezmer-Ikone Giora Feidman haben es ihm angetan: dem steirischen Klarinettisten Moritz Weiß. So hat er sich vor fünf Jahren mit einem Gitarristen und einem Bassisten zusammengetan um ein Klezmer-Trio zu gründen. Mittlerweile gestalten Moritz Weiß, Niki Waltersdorfer und Maximilian Kreuzer bei ihren Konzerten Programme aus überlieferten Klezmer-Melodien, solchen von (Giora) Feidman und (Naftule) Brandwein und einer beachtlichen Anzahl eigener Annäherungen an dieses faszinierende Genre. Sie haben sozusagen ihre eigene Musik entwickelt, ihren "Sphärensound". Beim Abend im Grazer Meerscheinschlössl haben die Drei das Publikum mit einer spannenden Auswahl aus Altem und Neuem bezaubert: ein Jazz-Bassist, ein Pop-Gitarrist und ein Klezmer-Klarinettist. (Aber das beschreibt den musikalischen Bewegungsradius der Musiker nur unbefriedigend.)

15.30 Uhr
Moment

WC-Papier, Schlauch oder Wasserstrahl Zur intimen Frage, wie man sich in der Verborgenheit der Toilette wieder sauber macht Egal ob weiß, mintfarben, vier- oder fünflagig, weich oder rau - das Klopapier in all seinen Erscheinungsformen ist uns vertraut. Und fest in der westlichen Hygienekultur verankert. Die wenigen Unternehmen, die es herstellen, machen damit große Geschäfte - 13 Kilogramm Klopapier verbraucht jede EU-Bürgerin und Bürger pro Jahr. Dabei ist es bei weitem nicht das einzige Mittel, um sich Intim- und Analbereich zu reinigen. In vielen Ländern spielt Papier gar eine sekundäre Rolle in der Körperhygiene. Warum sind wir in unseren Breitengraden so auf das Toilettenpapier fixiert? Was sagt es über uns? Und was könnte ihm Konkurrenz machen? Und - wieso kam es ausgerechnet beim WC-Papier zu Panikkäufen angesichts des vermeintlichen Mangels im Rahmen der Coronakrise. Ihre Reaktionen zum Thema sind nach der Sendung gefragt unter 0800 22 69 79 oder moment@orf.at Gestaltung: Clara Peterlik

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Was macht die Giraffe mit ihrem Hals, wenn sie schläft? Der Tiergarten Schönbrunn hat wieder geöffnet und Rudi ist gleich hingewoppelt. Als er beobachtet, wie eine Giraffe umständlich ihre langen Beine faltet, um sich hinlegen zu können ist er ganz froh um seine Stummelbeinchen. Die Biologin Martina Heiderer hat dem Besucher mehr über die größten Säugetiere der Erde erzählt und wie sie schlafen. Martina Heiderer: "Giraffen haben ein Problem: Sie sind die höchsten Tiere, die es an Land gibt. Wenn sie sich zum Schlafen niederlegen müssten, dann würde zu viel Blut ins Gehirn fließen, sie würden bewusstlos werden und gesundheitliche Probleme bekommen. Deswegen schlafen Giraffen im Liegen nur ungefähr sieben Minuten am Stück! Danach müssen sie aufstehen, damit sich das Blut wieder im Körper verteilt. So kommen Giraffen nur auf etwa 50 Minuten Tiefschlaf in der Nacht."

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Tonspuren

"Reise ins Zwischenland" Der Autor Klaus Merz über seinen früh verstorbenen Bruder Martin. Feature von Janko Hanushevsky. (DLF 2017) "Ich träume immer noch von ihm, bis heute. Und ich glaube, die Träume sind immer noch unterwegs ihn auszuloten." Klaus Merz, preisgekrönter Lyriker und Prosaautor, blickt aus seinem Wohnzimmerfenster über das schweizerische Wynental. Im Herbst wird er 75. Und der, den er in seinen Träumen noch immer auszuloten versucht, ist sein jüngerer Bruder Martin, der fünf Jahre nach Klaus auf die Welt gekommen und im Alter von 33 Jahren gestorben ist. "Hydrozephalus" lautete die Diagnose bei der Geburt. Zuhause lernte Martin lesen und schreiben. Als Klaus, bereits ein junger Dichter, zum Militärdienst einberufen wird, beginnt Martin, Gedichte zu schreiben. Am heimischen Esstisch liest Klaus Merz aus dem Gedichtband des Bruders vor. Erzählt vom Leben als Außenseiter im Dorf und vom Zusammenhalt in der Familie. Erinnert sich an diese besondere Brüderbeziehung und meditiert über seine Identität als weitgereister Dörfler, dessen kraftvolle Sprachbilder Menschen auf der ganzen Welt bewegen.

16.45 Uhr
Heimspiel

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Johann Kneihs. Bitte die Handys nicht ausschalten. "Extralive" im Radiokulturhaus: Otto Lechner Das Radiokulturhaus in Wien öffnet den Großen Sendesaal mit Solo- und Duokonzerten, außerdem Gesprächen und Diskussionen, zusätzlich zu den schon in den letzten Wochen gezeigten Archivaufnahmen. Von Montag bis Freitag bringt das RKH damit Kultur ins Wohnzimmer und unterstützt Musikschaffende in schwierigen Zeiten. Das erste Konzert der Reihe "extralive" bestritt der Akkordeonist Otto Lechner mit drei Schwerpunkten: Dem Thema Heimat, mit dem er sich seit langem beschäftigt ("seit ungefähr zweihundert Jahren", wie er sagt); Musik rund um Texte von Franz Kafka und Coverversionen, die ihm besonders am Herzen liegen. "Sie brauchen die Mobiltelefone heute nicht auszuschalten - für die, die über Smartphone streamen, wäre es sogar ein großer Fehler, das zu tun. Außerdem ist es ein Raucherkonzert, was wir auch schon lange nicht mehr hatten," so kommentierte Otto Lechner den auch für einen Musiker mit seiner Konzerterfahrung ungewohnten Rahmen. Die Spielräume bringen Ausschnitte aus dem Konzert am 13. Mai.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Wandernde Arbeitslose oder arbeitsscheue Vagabunden? Mit Sigrid Wadauer, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Universität Wien Gestaltung: Isabelle Engels Die Verfolgung von Menschen, die mittellos und ohne anerkannt redlichen Erwerb herumwanderten, lässt sich in der gesamten Geschichte der Neuzeit finden. Seit dem späten 19. Jahrhundert jedoch änderten sich das Verständnis dieses Phänomens und der Umgang damit. Der Begriff der "Arbeitslosigkeit" taucht nun erstmals in den Wörterbüchern auf. Er beschreibt Erwerbslosigkeit, die nicht individuellem Müßiggang geschuldet sondern markbedingt und unfreiwillig ist - und daher sozialpolitische Maßnahmen erfordert. Ohne Arbeit zu sein, war damit nicht mehr ausschließlich eine Sache von Armenhilfe, der Moral oder strafrechtlicher Verfolgung als Landstreicher, sondern auch eine der Arbeitsmarktpolitik. Es wurden Herbergen für arbeitssuchende Wanderer errichtet. Nach dem Ersten Weltkrieg entstanden staatliche Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenunterstützung. Das Phänomen der Landstreicherei verschwand allerdings auch in diesen Jahren nicht. Viele hatten keine Ansprüche auf Versicherungsleistungen, da nicht alle Erwerbe eingeschlossen waren. Gerade in der Weltwirtschaftskrise wurde neuerlich eine "Bettler- und Landstreicherplage" beklagt. Aber wie konnte man in Zeiten der Massenarbeitslosigkeit arbeitssuchende Menschen von denen unterscheiden, die ziel- und zwecklos herumwanderten und scheinbar mutwillig der Arbeit aus dem Weg gingen? Woran ließ sich unter solchen Umständen der Arbeitswille, der über Hilfe oder Bestrafung entschied, festmachen? Mit landesweiten Razzien und einem "Bettlerlager" wurden im Austrofaschismus radikalere Maßnahmen in der Verfolgung von Bettlern und Landstreichern gesetzt.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Auf der Suche nach der eigenen Herkunft. Gestaltung: Arthur Landwehr Woher kommen die eigenen Vorfahren? Viele Menschen beschäftigt diese Frage. Sie wollen mehr über den eigenen Stammbaum wissen und machen einen DNA-Test. Vor allem in den USA gibt es einen echten Hype darum: Der DNA-Test wird gerne auch verschenkt. Der Preis dafür liegt bei rund 100 US-Dollar. Wie setzen sich die eigenen Erbanlagen zusammen? Aus welcher Weltgegend kamen die eigenen Vorfahren ursprünglich? Die Ergebnisse werden auf einer Weltkarte visualisiert, sodass man sehen kann, zu welchem Prozentsatz die eigene DNA aus welcher Region der Erde stammt.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Das politische Engagement der Klimaforschung in Österreich Von Elke Ziegler Sie treten bei Demonstrationen auf, halten Transparente hoch und intonieren Protestslogans gemeinsam mit den Jugendlichen von Fridays4Future. Sie sitzen bei politischen Verhandlungen mit am Tisch und liefern Input für das Regierungsprogramm. Österreichische Klimaforscherinnen und -forscher haben sich in den letzten Monaten massiv in die Politik eingebracht. Nicht alle sehen das positiv: Aus wissenschaftlichen Befunden seien politische Meinungen geworden, so die Kritik. Was sagen die Forscherinnen und Forscher selbst über die Grenzüberschreitung zwischen Wissenschaft und (gesellschafts-)politischem Engagement? Macht sich Forschung angreifbar, wenn sie politische Ziele formuliert? Wie passen wissenschaftliche Evidenz und politische Logik zusammen? Eine Sendung über Nähe und Distanz, Kooperation und Konflikt am Beispiel der österreichischen Klimaforschung.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Altenberg Trio; Amiram Ganz, Violine. Wolfgang Amadeus Mozart: Klaviertrio G-Dur KV 564 * Erich Wolfgang Korngold: Suite für zwei Violinen, Violoncello und Klavier (linke Hand) op. 23 * Felix Mendelssohn Bartholdy: Klaviertrio Nr. 2 c-Moll op. 66 * Zugabe: Fanny Hensel: "Lied" aus dem Klaviertrio d-Moll op. 11 (aufgenommen am 22. Oktober 2018 im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins). Präsentation: Stefanie Maderthaner Mit seinem neuen jungen Geiger Ziyu He startet das Altenberg Trio Wien 2018 in seine 25. Musikvereinssaison. Gründungsmitglied Amiram Ganz, von dem sich das Ensemble im Juni in einem Übergabekonzert verabschiedet hat, ist als Gast noch einmal mit dabei. Entsprechend der Devise "Kontinuität im Wandel" vollzieht sich der freundschaftliche Besetzungswechsel im Altenberg Trio mehr fließend denn fliegend. Der frühere und der aktuelle Geiger spielen zum Saisonauftakt Seite an Seite in Erich Wolfgang Korngolds Suite für zwei Violinen, Violoncello und Klavier (linke Hand) - einem Stück, das den Komponisten als den wohl letzten großen Vertreter der spätromantischen Tradition ausweist, der sich zugleich neuer, eigener Ausdrucksmittel bedient. Klaviertrios von Mozart (KV 564) und Mendelssohn (op. 66), interpretiert vom Altenberg Trio "neu" Christopher Hinterhuber, Ziyu He und Christoph Stradner, flankieren diese klang- und farbenprächtige Suite für vier. (Wiener Musikverein)

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. March Movie. Hörspiel von Michael Köhlmeier Peter Klein Gestaltung: Stephan Pokorny Als 1968 bei einem Musikfest in Hohenems eine Blasmusikkapelle verschwindet, scheint dies weder die Behörden noch die Bevölkerung besonders zu kümmern. Nur der Bahnschrankenwärter Oskar Zambanini, nimmt sich der Sache an. Seine Hartnäckigkeit macht ihn zum Außenseiter. Nach vierzehn Jahren der Suche aber werden seine Bemühungen belohnt: Unter einem Stein findet er die verschollene Blaskapelle, allerdings in stark verändertem Zustand. Ein ORF-Team macht sich auf, um über den Fall zu berichten - "March Movie", ein Stück, das die Mittel und Möglichkeiten des Features und des Hörspiels verschränkt, gilt heute als Klassiker und zählt zu den meistgespielten Hörspielen im deutschsprachigen Raum. Ö1 veröffentlicht die Produktion zum 35-jährigen Jubiläum der Erstausstrahlung.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Lunge und Atem. Ein lebenswichtiges Zusammenspiel (2). Gestaltung: Nikolaus Scholz Reparatur der Zukunft. Das Casting neuer Ideen (2). Gestaltung: Team des "Radiokollegs" Der Vater der Wiener Operette. Neue Facetten des Ouvertüren-Meisters Franz von Suppè (2). Gestaltung: Alexandra Faber

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Mitschnitte von Eclat. Festival Neue Musik Stuttgart. Gestaltung: Rainer Elstner

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation und Musikauswahl: Stephanie Maderthaner dazw. 03:00 Uhr Nachrichten