Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Ö1 Talentebörse

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Frauenpower in der Bibel" von Elisabeth Birnbaum, Direktorin des Katholischen Bibelwerks Frauen in der Bibel stehen oft im Schatten ihrer männlichen Kollegen, zumindest im Bewusstsein der späteren Auslegungsgeschichte. Dabei sind sie alles andere als Mauerblümchen, findet die Direktorin des Katholischen Bibelwerks, die Theologin Elisabeth Birnbaum. Schon Maria, die wohl berühmteste Frau der Bibel, derer in dieser Woche im Rahmen des Festes "Mariä Himmelfahrt" gedacht wird, ist weit mehr als "nur" Mutter. Die Verkündigung der Geburt von Jesus von Nazareth wird dargestellt wie eine Prophetenberufung. Maria von Magdala wiederum hat nichts mit der Sünderin zu tun, die Jesu Füße salbt, auch wenn das in der Auslegungsgeschichte gerne so gesehen wurde. An den alttestamentlichen Frauen wie Rut, Ester oder Judit zeigt die Bibel, welche Möglichkeiten den scheinbar Machtlosen offenstehen, wenn sie solidarisch, diplomatisch und gottesfürchtig handeln. Sie tragen als Prophetinnen, Heldinnen, Retterinnen und Apostelinnen dazu bei, dass die Geschichte Gottes mit seinem Volk nicht endet. Elisabeth Birnbaum, Direktorin des Österreichischen Katholischen Bibelwerks, hat zum Buch Judit promoviert und dort auch ihre Begeisterung für biblische Frauen entdeckt. Dass in einem Buch wie der Bibel, das in Zeiten des Patriarchats entstanden ist, so viele starke Frauen eine bedeutsame Rolle spielen, ist ein Phänomen, das nicht einmal eine manchmal frauenfeindliche Auslegungsgeschichte ganz verdecken konnte.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.55 Uhr
Ö1 Talentebörse

Junge Künstlerinnen und Künstler im Porträt Mit seiner Band "Granada" wurde Alexander Christof bereits drei Mal für den Austrian Amadeus Award nominiert und bespielt Bühnen wie die Arena in Wien. Der 1989 in Freistadt in Oberösterreich geborene Musiker studiert Instrumentalpädagogik an der Kunstuniversität Graz. - Gestaltung: Claudia Gschweitl, Eva Teimel

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Irene Suchy. "Hebammen" der Salzburger Festspiele "Ein Reich geht zugrunde, ein Thron stürzt, ein Volk erhebt sich. Neue Weltordnungen dämmern. Nichts Bestehendes bleibt in alten Kreisen. Und was ist das erste, das diesem Chaos entsteigt: Ein Mozart-Festspielhaus in Salzburg." Von Ahnungen für die Zukunft (Berta Zuckerkandl) und "Werten, die wesenlos" geworden waren (Bernhard Paumgartner). Zuckerkandl und Paumgartner ahnten, dass ein neuer Abschnitt in der Kulturgeschichte beginnt. Und sie nützen die Chance für ihre Ideen.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Landschaftsökologe Frank Grinschgl spricht über Bemühungen zur Rettung des Steinkauzes in Niederösterreich. Teil 1: Ein kleiner Vogel mit großen gelben Augen. Gestaltung: Sonja Bettel Der Steinkauz ist eine kleine Eulenart, die alte Streuobstwiesen liebt. Dort jagt er von den Bäumen aus auf Insekten, kleine Eidechsen, Frösche und Mäuse und brütet in Löchern der Stämme. Weil alte hochstämmige Obstbäume gerodet werden oder Streuobstwiesen ganz aufgegeben oder durch Spalierobst ersetzt werden, verliert der Steinkauz zunehmend seine Tageseinstände und Bruthöhlen. Auch durch die Renovierung von Presshäusern oder Scheunen gehen ihm geschützte Bereiche verloren. Außerdem wird er vom Steinmarder, seinem stärksten Fressfeind, bedroht. In Niederösterreich wurden deshalb in den vergangenen drei Jahren in seinen Lebensräumen zentrales Mostviertel, Wagram und Weinviertel Obstbäume gepflanzt und mardersichere Nistkästen montiert. Die Kästen werden von ehrenamtlichen Steinkauz-Paten und -Patinnen gesäubert und kontrolliert, damit der Steinkauz in der nächsten Brutsaison nicht von Parasiten oder Feinden bedrängt wird. Das Projekt, das im Rahmen des landwirtschaftlichen Umweltprogramms ÖPUL mitfinanziert wurde, wird nun von der Energie- und Umweltagentur fortgesetzt. Außerdem werden Landwirte, die Streuobstwiesen, Weingärten, Nussbäume oder Presshäuser in diesen Regionen haben, beraten, was sie in ihrem Bereich für den Schutz des Steinkauzes tun können. Bedarf besteht weiterhin, denn der Steinkauz gilt in Niederösterreich immer noch als vom Aussterben bedroht, wenngleich sich seine Bestände durch das Projekt leicht erholt haben.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Gärtnern für das Klima

Eine Ideensammlung (1). Gestaltung: Ilse Huber und Sabine Nikolay Im Mai 2020 haben wir begonnen im "Radiokolleg" Klima-Garten-Projekte vorzustellen. Jetzt kommt die Fortsetzung: was tut sich im Sommer? Dazu greifen wir wieder auf Beiträge von Hörerinnen und Hörern zur Ö1 Initiative "Gärtnern für das Klima" zurück, die auf der Website oe1.orf.at/garten ihre Beiträge hochgeladen haben. Inzwischen ist eine beeindruckende Sammlung von Videos, Bildern und Berichten entstanden, aus der wir Ihre Ideen und Erfahrungen auswählen können. In der "Radiokolleg"-Reihe "Gärtnern für das Klima" legen wir besonderes Augenmerk auf das, was in dieser Vegetationsperiode im Garten im Sinne der Nachhaltigkeit und des Klimas bereits gelungen ist - "Blumenerde ist das neue Klopapier" nannte der Gärtner Ludwig Starkl die Zeit während der Corona-Ausgangsbeschränkungen. Ist es wirklich die Saison des grünen Wachstums? Wie entwickeln sich Garten, Balkon, Terrasse und Gemeinschaftsbeet? - Eine Reportage von Ilse Huber und Sabine Nikolay.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Datenpunkte im Informationszeitalter

1982, 1995, 2003, 2008 (1). Gestaltung: Julia Gindl, Sarah Kriesche *1982 Vom Phonograph zum mp3* Ein fast unscheinbar wirkender Meilenstein für den Konsum von Musik stellt das Jahr 1982 dar, als 1982 unter anderem am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen gemeinsam mit der Friedrich Alexander-Universität und AT T Bell Labs das Verfahren zur Kompression von digital gespeicherten Audiodaten begann. Kleiner als ein Walkman, nicht so bewegungssensibel wie ein Discman und mit der Möglichkeit eine Fülle an Musik darauf zu speichern, schien der Qualitätsverlust, zum Beispiel im Vergleich zum wave-Format, nebensächlich. Mit dem Auslaufen der Patente stellten mp3 seit 2012 (in den USA 2017) einen frei verfügbaren Standard dar, der aus der digitalisierten Gesellschaft nicht mehr wegzudenken ist. Den Urvater der Tonaufzeichnung- und Wiedergabe, den Phonograf von Thomas A. Edison aus dem Jahr 1895, findet man mittlerweile wohl nur noch im Technischen Museum. Gestaltung: Sarah Kriesche

09.45 Uhr
Radiokolleg - Zwischen Fürstenhof und Synagoge

Der Komponist Salomone Rossi am Übergang von Renaissance zu Barock (1). Gestaltung: Gerhard Krammer Von den vielen Rossis der italienischen Barockmusik verdient der mit keinem verwandte Salomone (auch Salamone) Rossi als Zeitgenosse von Viadana und Gastoldi um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert aus vielerlei künstlerischen und konfessionellen Gründen ein besonderes musikhistorisches Interesse. Als einziger jüdischer Geigenvirtuose und Komponist gehörte er in der Ära der Kapellmeister Giaches de Wert, Benedetto Pallavicino und Claudio Monteverdi als Musikerkollege zum Hofe der Gonzaga in Mantua. Trotz eines reichhaltigen ?uvres sind von ihm kaum biografische Daten bekannt. Man setzt seine Lebenszeit in die Epoche zwischen 1570 bis etwa 1630 an, einige Sekundärquellen geben den Geburtstag mit 19. August 1570 an. 1587 begann Rossis lang andauernde Arbeit für den Hof von Gonzaga. Er war zunächst als Sänger und Bratschist tätig. Unter Herzog Vincenzo I. übernahm er die Leitung der Hofmusik. Als einer der führenden Komponisten seiner Epoche entwickelte er die musikalischen Form der "Triosonate". Salomone Rossi hat aber vor allem im Bereich der jüdisch-liturgischen Musik seine Spuren bis heute hinterlassen. 1623 wurde eine Sammlung von 33 Psalmen, Hymnen und liturgischen Gedichten publiziert, die für drei bis acht Stimmen gesetzt waren. Damit dokumentieren sich auch jene Veränderungen, die im praktischen Umgang mit Chorwerken in den norditalienischen Synagogen des frühen 17. Jahrhundert vollzogen wurden. Eine akustische Zeitreise, die einiges Entdeckungspotential im liturgischen wie im profanen Bereich in sich birgt.

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Anklang

mit Gerhard Krammer Anton Wranitzky - Wegbegleiter der großen Klassiker Er galt zu Lebzeiten als einer der besten Geiger seiner Generation: der 1761 in Neurisch (Mähren) geborene Anton Wranitzky. Seine Kompositionslehrer waren die Größten ihrer Epoche: Johann Georg Albrechtsberger, Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn. Als Kapellmeister der Fürsten Lobkowitz nahm er am musikalischen Leben Prags und später Wiens maßgeblich teil. Als Komponist war er durch alle Genres tätig, als Lehrer bildete er Türk und Schuppanzigh aus. Am 6. August jährt sich sein Todestag zum 200. Mal, wir nehmen dies zum Anlass, um das Werk dieses Künstlers wieder einmal mehr in Erinnerung zu rufen.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

James Joyce: "Ein schmerzlicher Fall" Gestaltung: Peter Zimmermann Es liest Harald Pfeifer

11.25 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Fritz von Herzmanovsky-Orlando: Kaiser Joseph II. und die Bahnwärterstochter Gestaltung: Stephan Pokorny An der Bahnstation Wuzelwang am Wuzel spiegelt sich der Glamour der k. u. k. Monarchie nur bedingt wider. Hier leben Bahnwärter Zwölfaxinger und seine lockige Tochter Innozentia, genannt Nozerl. Das Dasein geht beschaulich vonstatten, täglich passiert nur ein Zug, wenngleich der Zwölfuhrzug auch gerne einmal erst um halb acht am Abend kommt. Eines schönen Tages fährt ein "schlichter, doch vornehmer Reisender" per Sonderzug ein - Wolfram Berger spielt, spricht, tanzt den Teuxelsieder Franz, den Mörder Rinaldo Rinaldini und das schöne, verführerisch naive Nozerl. Er ist Dagobert Pappelberg, zwei englische Pagen, ein k. k. Doppeladler, mehrere Lämmlein, Seine Majestät der Kaiser, die Gräfin Primitiva von Paradeyser und viele andere mehr. Gemeinsam mit dem Akkordeonisten Christian Bakanic verwandelt er das Stück von Fritz von Herzmanovsky-Orlando (1877-1954), in weit mehr als ein Schmunzeln über die k. u. k. Zeit.Edition Ö1. Fritz von Herzmanovsky-Orlando: Kaiser Joseph II. und die Bahnwärterstochter Gestaltung: Stephan Pokorny

11.30 Uhr
Des Cis

mit Philipp Weismann. Die Hornistin Sarah Willis spielt Mozart-Werke und traditionelle kubanische Musik. "Mozart wäre ein guter Kubaner gewesen" - das sagte ein kubanischer Musiker zur Hornistin Sarah Willis, als diese für einen Horn-Meisterkurs vor drei Jahren erstmals nach Kuba reiste. Die Berliner Philharmonikerin war fasziniert von der Energie und Leidenschaft der dortigen Musiker, und deren Liebe für die klassische Musikkultur. So entstand ein außergewöhnliches Projekt: Für das Album "Mozart y Mambo" hat Willis Solo-Werke von Mozart mit traditioneller kubanischer Musik verschränkt. Neben dem Havana Lyceum Orchestra, das mit einem frischen und schlanken Mozart-Klang aufhorchen lässt, spielt eine eigens zusammengestellte Salsa-Band mit Sarah Willis und einigen Top-Musikern der kubanischen Popmusikszene. Präsentiert wird etwa ein Mozart-Rondo in Mambo-Version. "Mozart y Mambo" ist ein Album, das gute Stimmung macht und zum Tanzen einlädt, und obendrein einen guten Zweck verfolgt: Ein Teil des Albumerlöses fließt in den Kauf von Instrumenten für die Musiker des Havana Lyceum Orchestra.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

Angriff auf Leib und Seele. Warum "Body Shaming" so gefährlich ist Gast: Mag.a Elisabeth Lechner, Kulturwissenschaftlerin, Arbeiterkammer Wien Moderation: Marlene Nowotny Anrufe kostenlos aus ganz Österreich unter 0800 22 69 79, E-Mails an punkteins(at)orf.at Sie sind zu dünn, zu mollig, zu schlaff, zu faltig, zu operiert? Wenn man Frauenmagazine durchblättert, hat man das Gefühl, dass es das "andere Geschlecht" gar nicht richtig machen kann, was Körper und Aussehen betrifft. Besonders grob wird die Kritik, wenn die äußere Erscheinungsform etablierten Normen und Idealen unsere Gesellschaft widerspricht: Wer zu dick, zu unförmig, zu dunkel, zu behaart ist, der muss sich immer öfter einem Phänomen aussetzen, das "Body Shaming" genannt wird. "Body Shaming" klingt beinahe wie ein Euphemismus, wenn man an die Beschimpfungen denkt, die Frauen teilweise in sozialen Medien ertragen müssen. Das reicht bis zu Vergewaltigungs- und Morddrohungen. Doch "Body Shaming" hat nicht nur virtuelle Konsequenzen: Schönheit, bzw. dem Schönheitsideal zu entsprechen, hat nach wie vor auch einen Marktwert, etwa in der Berufswelt oder bei der Partnersuche. Wer diesen Idealen nicht entspricht, hat schlechtere Karten auf diesen "Märkten". Mit einem dünnen, den Normen entsprechenden Körper, hat man in unserer Gesellschaft eine Vorzugsstellung. Man gilt als diszipliniert, leistungsorientiert, fleißig, gesund und folglich auch erfolgreich. Körperfett wird dagegen mit Faulheit gleichgesetzt und zwar mit schwerwiegenden Konsequenzen für die Betroffenen. Welche Konsequenzen das sind, darüber spricht Marlene Nowotny mit der Kulturwissenschaftlerin Elisabeth Lechner - und mit Ihnen: Hörerinnen und Hörer sind eingeladen, sich zu beteiligen, unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 22 69 79 oder per E-Mail an punkteins@orf.at.

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Das Ö1 Konzert

Alte Musik im Konzert. Kammer Solisten Zug. Georg Philipp Telemann: a) Concerto G-Dur TWV 53:G1; b) Concerto d-Moll TWV 52:d1 * Francois Couperin: Concerto Nr. 13 aus "Les goûts-réunis" * Antonio Vivaldi: Flötenkonzert g-Moll RV 439, "La notte" * Georg Philipp Telemann: Concerto c-Moll TWV 52:C1 (aufgenommen am 31. März 2019 im Kollegium St. Michael in Zug). Präsentation: Colin Mason

15.30 Uhr
Moment

Schuhsohlen, Cremedosen, Weinbergschnecken. Erinnerungen an das größte NS-Zwangsarbeiterlager von Graz Ende der 1990er-Jahre stieß die Historikerin Barbara Stelzl-Marx im Grazer Stadtarchiv auf Pläne des Lagers Liebenau, während des Zweiten Weltkriegs das größte Zwangsarbeiterlager des NS-Regimes in Graz. Seit damals beschäftigt sie sich als erste Wissenschaftlerin mit der Geschichte des Lagers. Eine breite Öffentlichkeit wurde auf das Lager Liebenau erst ab dem Jahr 2017 aufmerksam, als aufgrund der Bauarbeiten für das Grazer Murkraftwerk archäologische Grabungen am ehemaligen Lager-Gelände stattfanden: Schmuck, Schuhsohlen, Kleidung und Cremedosen wurden ausgegraben. Leichenteile sind bisher keine darunter, doch es wird weitergegraben. Jonathan Scheucher über die Lage beim Ex-Lager. Gestaltung: Jonathan Scheucher Randnotizen: Barbara Zeithammer

15.55 Uhr
Rudi! Der rasende Radiohund

Rudi bei der Wasserrettung Was gibt es Schöneres, als bei echter Hundshitze in die kalten Fluten zu tauchen? Das Baden in freien Gewässern kann aber auch ganz schön gefährlich sein. Rudi hat den Rettungsschwimmer Christian getroffen. Er hat ihm erzählt, was ein Rettungsschwimmer alles können muss und wie man kritische Situationen vermeiden kann. Christian: "Meistens ist es so, dass man seine eigene Kraft, und Kondition überschätzt. Man schwimmt, wie hier auf der Neuen Donau, einfach zu weit vom Ufer weg, hat nichts mit, an dem man sich anhalten kann, wenn man doch müde wird, oder das Wasser ist zu kalt, man bekommt einen Krampf, dann wird das Schwimmen schon ein bisschen schwieriger und dann wäre ganz gut, wenn jemand dabei wäre, der einem dann eine Unterstützung und eine Hilfestellung geben kann."

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Passagen

Aus dem RadioKulturhaus in Wien Literatur ist der Rede wert - Die literarische Soiree Studio-Diskussion vom 17. Juni 2020 Moderation: Günter Kaindlstorfer Bearbeitung: Robert Weichinger Die Literarische Soiree rückt die Gegenwartsliteratur in den Mittelpunkt: Autor/innen, Kritiker/innen und Literaturwissenschafterinnen diskutieren über aktuelle, internationale Neuerscheinungen, heimische und internationale. Es wird debattiert, analysiert und Empfehlungen abgegeben. Karin Fleischanderl (Kolik), Manfred Müller (Österreichische Gesellschaft für Literatur) und Ronald Pohl (Der Standard) diskutieren mit Moderator Günter Kaindlstorfer über: Birgit Birnbacher: "Ich an meiner Seite", Zsolnay Michael Stavaric: "Fremdes Licht", Luchterhand Nava Ebrahimi: "Das Paradies meines Nachbarn", btb

16.55 Uhr
Reparatur der Zukunft

Datenbank für Expertinnen Gestaltung: Stefan Niederwieser "Wir wollten Frauen am Podium haben, aber wir haben keine qualifizierte gefunden." Diese Ausrede wollen Hannah Zach und Sophie Rendel nicht gelten lassen. Deshalb haben sie die Plattform gegründet, mit der sich Expertinnen zu nahezu allen Themen finden lassen, sei das nun Radiologie, Robotik, Religionspädagogik oder Resilienz. So sollen Podiumsdiskussionen, Konferenzen oder Aufsichtsräte, die rein männlich besetzt sind, noch schneller der Vergangenheit angehören. [|Frauendomäne] hat mittlerweile 600 Profile von Expertinnen gesammelt. Die Plattform ist als Social Business konzipiert, die auch Workshops und Beratungen anbietet. Damit wollen die Frauen hinter dem Trägerverein sicherstellen, dass die gut gemeinte Idee sich langfristig wirtschaftlich tragen kann.

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.25 Uhr
Das Objekt der Begierde

Ein Sommer voller Museen in Österreich 1

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Rainer Elstner. "Unfollow the Rules": ein entspanntes Album von Rufus Wainwright "Es geht mir besser als je zuvor", sagt Rufus Wainwright in Interviews. War seine erste musikalische Hochphase geprägt von Depressionen und Drogenexzessen, ist ins Leben des kanadisch-US-amerikanischen Songwriters und Komponisten etwas Ruhe eingekehrt - wohl auch dank der Familiengründung mit dem deutschen Festival-Kurator Jörn Weisbrodt. Seit 2012 hatte Wainwright kein reines Pop-Album mehr veröffentlicht - Opern und Theaterprojekte standen stattdessen im Fokus. Nun ist mit "Unfollow the Rules" ein Album mit entspannt wirkenden, neuen Songs erschienen. Der Plattentitel geht auf eine kreative Wortschöpfung seiner inzwischen neunjährigen Tochter zurück, die Wainwright mit Leonard Cohens Tochter Lorca Cohen hat. Die Patchwork-Familie gibt Wainwright Halt: Das Album ist seiner Tochter und seinem Ehemann gewidmet.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zur Geschichte der Salzburger Festspiele. Mit Robert Hoffmann, Institut für Geschichts- und Politikwissenschaft, Universität Salzburg. Gestaltung: Martin Adel Der österreichische Theaterregisseur, Max Reinhardt, schlug 1917 die Stadt an der Salzach als Veranstaltungsort für ein vielseitiges Festspielprogramm vor. Nach Ende des Ersten Weltkrieges, 1918, nahm die Idee von Max Reinhardt konkrete Formen an, der Dichter Hugo von Hofmannsthal unterstützte publizistisch Reinhardts Ideen. Die Musikfeste, die in Salzburg seit 1910 stattfanden, sollten um die theatralische Komponente Schauspiel ergänzt werden. Es fanden sich weitere künstlerische Unterstützer: Der Komponist Richard Strauß oder der Bühnenbildner Alfred Roller waren darunter. Am 22. August 1920 begannen die ersten Salzburger Festspiele auf dem Domplatz mit der Aufführung von Hofmannsthals "Jedermann", Regie führte Max Reinhardt. Sein Konzept, die barocke Kulisse und die Wirkung von Sonnenlicht und Schatten in die Inszenierung einzubauen, blieb bis heute Bestandteil des populären Bühnenprojekts. In ihrer hundertjährigen Geschichte haben die Salzburger Festspiele ihre Stellung untermauert, zu den Fixpunkten eines universellen Kulturtourismus zu gehören.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Wohin mit Bauschutt und Bodenaushub? Gestaltung: Ilse Huber Der größte Anteil am Abfallberg kommt aus der Bauwirtschaft. Mehr als drei Viertel aller Stoffe, die auf Mülldeponien landen, stammen aus abgerissenen Gebäuden und aus Material, das beim Bodenaushub - etwa beim Hausbau - an die Oberfläche gebaggert wurde. Umso wichtiger ist es, den Schutt und Aushub sinnvoll wieder loszuwerden beziehungsweise zu recyceln. Hierzulande werden täglich rund 12 Hektar Boden neu versiegelt - aufs Jahr umgerechnet entspricht das einer Fläche von rund 6.000 Fußballfeldern. Ist diese Abfallmasse zu bewältigen? Ab heuer sollen zudem laut europäischer Gesetzgebung 70 Prozent der anfallenden nicht gefährlichen Baurestmassen wiederverwertet werden. Wie weit ist man damit in Österreich, kann dieses Ziel umgesetzt werden? Die Sendung wurde im Juni 2019 erstmals ausgestrahlt.

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

Medizin - Warum Körperzellen nie die Luft ausgeht Moderation: Sabrina Adlbrecht Vier Studiogesprächen über die aktuellen Laureaten und ihre prämierten Arbeiten. Den Auftakt macht wie immer die Medizin. Wer einen hohen Berg besteigt, kann außer Atem kommen, meist aber ohne dabei gleich in Ohnmacht zu fallen. Denn unser Körper kann sich glücklicherweise an veränderte Sauerstoffkonzentrationen anpassen. Unsere Zellen brauchen Sauerstoff, um aus Nahrung Energie zu erzeugen. Einen Mangel, der sich gravierend auf die Körperfunktionen auswirkt, registrieren die Zellen sofort. Um sicherzustellen, dass uns so gut wie nie die Luft ausgeht, kommt ein ausgeklügelter molekularer Mechanismus in Gang. Entdeckt haben diesen die beiden US-Amerikaner William Kaelin und Gregg Semenza sowie der Brite Peter Ratcliffe. Weil die Sauerstoffversorgung bei vielen Krankheiten eine Rolle spielt, haben die drei Forscher auch den Weg für neue Therapien geebnet - zum Beispiel für Blutarmut, Wundheilung oder sogar Krebs.

19.30 Uhr
On stage

INNtöne 2019: Ray Anderson, Paul van Kemenade, Ernst Glerum und Han Bennink Das 34. INNtöne-Festival, das seit 2002 auf dem Bauernhof von Paul Zauner in Diersbach stattfindet, wurde am 7. Juni 2019 mit einem großartigen amerikanisch-europäischen Quartett eröffnet: Der Chicagoer Posaunist Ray Anderson tauchte mit seinen drei niederländischen Kollegen Paul van Kemenade (Altsaxofon), Ernst Glerum (Kontrabass) und Schlagzeuger Han Bennink lustvoll in die Blues- und Jazzgeschichte ein - bis hin zu Charlie Hadens "Song For Ché" - und interpretierte diese launig und entspannt aus der Perspektive der mit freier Improvisation erfahrenen Veteranen. Das zu diesem Zeitpunkt 77-jährige Enfant terrible Han Bennink war um seine berühmt-berüchtigten aktionistischen Einlagen auch auf der Bühne in der Scheune des Buchmannhofs nicht verlegen. Gstaltung: Marlene Schnedl

21.00 Uhr
Ex libris

Bücher, Menschen, Themen

21.55 Uhr
nach-gehört

Edition Ö1. Dschi Dsche-i Dschunior Gestaltung: Stephan Pokorny 1979, anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen ?Jahr des Kindes?, konnte Dschi Dsche-i Dschunior, den Christine Nöstlinger schon länger konzipiert hatte, für den sich aber bis dahin kein Sendeplatz im ORF gefunden hatte, das Licht der Radio-Welt erblicken. Der gewitzte Fürsprecher der Kinder, dem an ?altmodischen? Wörtern genauso gelegen ist wie an modernen, eroberte innerhalb eines Jahres - und im Sturm - das Radiopublikum. Christine Nöstlinger, die mit Romanen wie ?Wir pfeifen auf den Gurkenkönig? und ?Maikäfer, flieg? bereits Klassiker der neuen Kinderliteratur und sich selbst damit in die erste Reihe der deutschsprachigen Kinderbuchautorinnen geschrieben hatte, verlieh dem Fabelwesen mit drei Zahnreihen, Bauchhaaren, und »Hüflingen« eine Stimme, die aus der Perspektive von Kindern argumentiert. Die kurzen, erfrischenden Sendungen, die im Ö3 Wecker täglich ausgestrahlt wurden, ließen Dschi Dsche-i Dschunior zur Radiolegende werden.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Gärtnern fürs Klima. Eine Ideensammlung (1). Gestaltung: Ilse Huber, Sabine Nikolay Datenpunkte im Informationszeitalter. 1982, 1995, 2003, 2008 (1). Gestaltung: Julia Gindl, Sarah Kriesche Zwischen Fürstenhof und Synagoge. Der Komponist Salomone Rossi am Übergang von Renaissance zu Barock (1). Gestaltung: Gerhard Krammer

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Wie die Sirenen singen, die Navajos und die Binsen. Neue Musik aus der Elbphilharmonie (1) Wie klingen die Sirenen, diese sagenhaften Femmes fatales, deren lockendem Gesang Generationen von Seeleuten erlegen sein sollen? Was hat Odysseus vernommen, als er seiner Mannschaft die Ohren mit Wachs verschloss und sich an den Mast fesseln ließ, um ungestraft hören zu können? Die Elbphilharmonie im Hamburger Hafen war im November 2019 Ausgangspunkt für einen besonderen Lauschangriff, den wir hier in einem Livemitschnitt vorstellen: Residenzkomponistin Unsuk Chin versetzt sich in die Lage des listigen Griechen, erinnert zugleich an James Joyces Jahrhundertroman "Ulysses" und legt mit und für die Sopransolistin Nika Goric und das Orchester allerlei überraschende, sinnlich tönende Köder aus. Weitere, nicht minder virtuose Stationen dieser Hörexpedition mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Carlos Miguel Prieto: das Violakonzert "La Nuit des Chants" von Thierry Escaich sowie Iannis Xenakis' Orchesterwerk "Jonchaies". Escaich hat zuvor bei den Initiationsriten der Navajos die Ohren gespitzt, einem der größten Völker der nordamerikanischen Ureinwohner: In seinem für Antoine Tamestit komponierten Konzert taucht er musikalisch in eine enorm reiche, komplexe Kultur ein. Und "Jonchaies" heißt soviel wie "Binsendickicht". Mag die Binse im Deutschen redensartlich auch keinen so guten Ruf haben, bei Xenakis steigert sich das unscheinbare aber weit verbreitete Gewächs mit der geballten Kraft von 109 Musikerinnen und Musikern zu ungeahnter Intensität. Gestaltung: Walter Weidringer

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Anklang

(Wiederholung von 10:05 Uhr)

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation und Musikauswahl: Ursula Strubinsky dazw. 03:00 Uhr Nachrichten