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Geht da noch was? Europa jenseits des Brexits

Die Zeit läuft für die Briten. Noch acht Tage bis zum Austrittstermin. Wird der nun doch verschoben? Der Brexit könnte wieder einmal alle anderen Themen des EU Gipfels in den Hintergrund stellen. Stichwort Migration: Die Zahl der nach Europa kommenden Migranten geht zwar zurück, aber wie nachhaltig ist das? Die EU ist auf einen weiteren Ansturm nicht vorbereitet. Der Grenzschutz ist unvollständig, die geplante Grenzschutztruppe noch nicht am Start. Stichwort EU-Chinapolitik: Peking will mit Milliarden in Häfen, Straßen, Bahnstrecken und Flughäfen in Italien investieren. Andere EU Länder haben große Bedenken. Eine gemeinsame Strategie gibt es nicht. Stichwort Orban: Der Rechtspopulist liegt seit Jahren mit der EU im Clinch. Selbst wenn die ungarische Fidesz Partei aus der Parteienfamilie, der Europäischen Volkspartei, ausgeschlossen ist, wird Ungarns Ministerpräsident seine Haltung wohl kaum verändern.
(21.03.19 18:00 Uhr)
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Muslim Fashion. Mehr als ein Kopftuch.

Wo immer die Ausstellung "Contemporary Muslim Fashion“ ins Museum kommt, entfacht sie heftige Diskussionen. Nachdem die Schau in San Francisco für Furore sorgte, wird sie demnächst im Frankfurter Museum für Angewandte Kunst als erste Station in Europa gezeigt. Die "Modest Fashion“, die dezente Mode, so das Schlagwort für die verhüllende, aber keineswegs unsichtbar machende Mode, spaltet das feministische Lager: Ist sie eine Momentaufnahme aktueller muslimischer Kleidungsstile aus aller Welt oder Werbung für die weibliche Verschleierung? In jedem Fall zeigt die Ausstellung, dass die Verhüllung des weiblichen Körpers und der Frisur nicht nur trist, sondern auch schön sein kann - und für manche Trägerinnen befreiend. Und sie ist durchaus politisch, diskutiert gesetzliche Kleiderordnungen und die Frage politischer Symbolik. Inzwischen wollen auch westliche Firmen von der Vielfalt muslimischer Mode profitieren. Sie haben die Konsumentinnen im Nahen Osten und Südostasien ...
(20.03.19 18:00 Uhr)
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Hauptsache groß - DeCo, die neue Bank für Deutschland

Deutsche Bank und Commerzbank verhandeln über eine Fusion. Die beiden angeschlagenen Institute versprechen sich davon eine deutliche Verbesserung ihrer schwachen Geschäftszahlen. Auch die Bundesregierung hat großes Interesse an starken erfolgreichen deutschen Banken. Schließlich ist sie der größte Einzelaktionär der Commerzbank, der sie schon einmal beistehen musste. Von der neuen Großbank erhofft man sich, auch international besser mit halten zu können. Da ließe sich von China und den USA einiges lernen. Aber bislang ist erst einmal nur eines sicher: Durch die Fusion verlieren zwischen zwanzig und fünfzigtausend Menschen ihre Arbeit. Gerade deshalb bedarf es einer schlüssigen Erklärung, warum aus zwei schwachen Institutionen automatisch eine starke werden soll. Eine Fusion als Dekoration weiter bestehender Mängel ist da wenig hilfreich.
(19.03.19 18:00 Uhr)
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Gut aufgestellt? Trump und seine Herausforderer

Ob wohl eine Frau die größte Chance hätte, den amerikanischen Präsidenten Donald Trump im nächsten Wahlkampf zu besiegen? Oder ein Klon von Barack Obama? Noch ist gar nicht klar, ob Donald Trump ein zweites Mal für die Präsidentschaft kandidieren wird. Dennoch werden alle amerikanischen Politiker mit Ambitionen auf das Weiße Haus darauf abgeklopft: Kann er oder sie Trump schlagen? Das Gedränge in der Demokratischen Partei ist jetzt schon groß. Fünfzehn Männer und Frauen haben bereits ihre Kandidatur angekündigt, und es werden sicher noch mehr werden. Schon fühlen die Wahlkampf-Strategen der Partei den Puls der Kandidaten: Wer hat das nötige Charisma? Ausstrahlung allein aber reicht nicht. Es muss auch ein zündendes Programm sein, um die Wählerbasis zu mobilisieren. Soll es eher links sein? Sind die amerikanischen Wähler nach 4 Jahren Trump 2020 reif für eine sozialistische Wende?
(18.03.19 18:00 Uhr)
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Auch Du, Brexit! Der Rest ist Shakespeare

"Die Pest über eure beiden Häuser", ihr Briten im Palast von Westminster! Lasst es "sein oder nicht sein" mit dem Brexit. Denn wir wissen nicht, "was ihr wollt", und es lässt sich nicht alles so dealen, "wie es euch gefällt". Aus eurem "Sommernachtstraum" ist eine "Komödie der Irrungen" geworden. Und auch heute, an den "Iden des März" will er noch längst nicht enden, der "Winter unseres Missvergnügens". Wäre doch alles nur "Viel Lärmen um nichts"! Denn dann könnten wir sagen: "Der Rest ist Schweigen". - Ja, mit Shakespeare lässt es sich am besten höhnen und die Hände ringen über die großen Austritts-Monologe im Theater an der Themse. Aber gerade mit Shakespeares Hilfe lässt sich diesem ganzen Brexit-Drama vielleicht doch noch etwas abgewinnen, und zwar mehr als nur ratloses Kopfschütteln. "Die ganze Welt ist Bühne", hat der Mann aus Stratford gesagt. Und er hatte dabei England im Blick, das Land, in dem der verrückt spielende Hamlet nicht auffällt, weil "die...
(15.03.19 18:00 Uhr)
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Schule schwänzen, Erde retten? Fridays for Future

"Wir streiken, bis die Politik handelt!" Mit diesem Slogan gehen an diesem Freitag Schüler und Studenten weltweit auf die Straßen. Die Bewegung "Fridays for future" ruft auf zum globalen Klimastreik. Sie fordern, dass die Klimaziele eingehalten werden, eine umweltfreundliche Verkehrspolitik und eine schnellere Energiewende. Ausgelöst wurden die Demos durch die 16jährige Schwedin Greta Thunberg, die seit Monaten freitags nicht in die Schule geht, um für nachhaltige Klimapolitik zu kämpfen. Die Proteste beschäftigen nicht mehr nur die Schüler und Studenten, die schwedische Aktivistin sprach inzwischen schon auf der Weltklimakonferenz, Politiker beziehen Stellung, Wissenschaftler reihen sich ein. Seit Jahren wird der Jugend unterstellt, unpolitisch und nur an ihrer Selbstdarstellung interessiert zu sein. Kann aus diesen Demonstrationen eine neue Bewegung erwachsen? Eine Bewegung, die den Druck erzeugt, den die Klimapolitiker aller Länder schon lange bräuchten? Oder sind da nu...
(14.03.19 18:00 Uhr)
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Zusammen und doch allein – Die Leute von der GroKo-Ranch

Vor einem Jahr haben die Politiker der Großen Koalition den Koalitionsvertrag unterzeichnet: "Ein neuer Aufbruch für Europa - Eine neue Dynamik für Deutschland - Ein neuer Zusammenhalt für unser Land" versprach er im Titel. Jetzt sind Rancher und Cowboys und -girls seit einem Jahr am Werkeln und in die ein oder andere haarsträubende Geschichte verwickelt. Von Diesel-Gate bis Digitalisierung, von Mütterrente bis Mietpreisbremse. Egal ob konfrontiert mit Kriminalität, mit Einwohnern oder Neulingen, egal ob unterwegs auf dem Kriegspfad, beim Sau-durchs-Dorf-treiben oder beim entspannten Ausritt - die Cowboys und -girls der GroKo sitzen noch fest im Sattel. Offen allerdings, ob das bis zum Ende der dritten GroKo-Staffel unter Merkel so bleiben wird. Wir dürfen gespannt sein wie damals bei der "Shiloh-Ranch", ob auch hier gilt: es gibt für alles eine Lösung, aber manchmal muss es hart zugehen. Soeben reitet eine neue CDU-Vorsitzende ins Bild. Großaufnahme. Schnitt.
(12.03.19 18:00 Uhr)
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Atomstaat mit Terroristen- Wie mächtig ist Pakistan?

Schlecht entwickelt, aber hochgerüstet. Politisch zerrissen, aber ein starker Machtfaktor. Entstanden aus einer Teilung und darauf aus, das eigene Staatsgebiet zu erweitern. So sitzt die Republik Pakistan wie die Spinne in einem Netz, dessen Fäden sie grenzüberschreitend in alle Richtungen spinnt: Sei es in die Region Kaschmir, um die Pakistan seit Jahrzehnten mit dem großen Nachbarn Indien streitet. Sei es nach Afghanistan, wo die radikal-islamischen Taliban ohne Unterstützung aus Pakistan sicher weniger mächtig wären. Pakistans Regierung sitzt an vielen wichtigen Hebeln und obendrein an sehr gefährlichen Knöpfen - als Besitzerin von Atomwaffen. Ein Land also, das wir im Auge behalten sollten. Zumal gleich nebenan, in Afghanistan, auch unsere Bundeswehr stationiert ist.
(11.03.19 18:00 Uhr)
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Ist das Bart oder kann das weg?

1:1 für die Bärte - das ist ab sofort der Spielstand in Oberammergau. Denn fast die Hälfte der Einwohner wird bei den Passionsspielen im nächsten Jahr mitwirken, und der traditionelle Haar-und Bart-Erlass verbietet den Spielern ab sofort das Haareschneiden und Rasieren. Ein echter Bart trägt eben doch mehr zur Identifikation mit der Rolle bei als ein falscher. Wie überhaupt der Bart ein identitätsstiftendes Merkmal ist. Er spiegelt das Selbstbild des Trägers und verändert das Bild, das sich andere von ihm machen. Er ist Maske oder Machtsymbol, verkörpert Wildheit oder Strenge, und seine Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters - vor allem der Betrachterin. Der Bart kann zieren und verunstalten, anlocken oder abschrecken. Sein Wuchs und seine Pflege können Passion sein oder Leidensgeschichte. Und wenn der Bart ab ist, geht immer auch eine Ära zu Ende. Der Bart als solcher aber hat noch lange keinen Bart.
(08.03.19 17:59 Uhr)
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